Michael Hjorth & Hans Rosenfeldt - Die Menschen, die es nicht verdienen / De underkända

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Die Menschen, die es nicht verdienen (Ei...

4.4|48)

Verlag: Rowohlt Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 544

ISBN: 9783499271083

Termin: September 2016

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  • Dies ist der 5. Teil der Reihe um Sebastian Bergman.


    Inhaltsangabe/Beschreibung
    Da ich denke, dass die wenigsten verstehen wovon das Buch handelt, wenn ich den schwedischen Text hier reinkopiere, übersetze ich einfach mal frei :
    Ein bekannter Dokusoapschaupieler wird tot in einer leerstehenden Schule gefunden, in den Kopf geschossen mit einem Bolzenschussgerät. Er sitzt auf einem Stuhl in einem Klassenzimmer, festgebunden, mit dem Gesicht zur Ecke gewandt. Ein mehrseitiges Frageformular ist auf seinem Rücken festgetackert. Der Test hat mit Allgemeinbildung zu tun und der Ermordetet hat diesen offenbar nicht bestanden.
    Dem ersten Opfer folgen weitere, alle von der selben Art medialer Berühmtheit und Riksmord wird hinzugezogen. Sie tappen bei der Suche nach Beweisen im Dunkeln, aber Sebastian Bergman findet eine Spur in den anonymen Einsendungen in Zeitungen und Chats. Der Schreiber spottet über den Mangel an Allgemeinbildung bei den Vorbildern der neuen Generation. Sebastian fängt an ihn herauszufordern und sieht schnell ein, dass der anonyme Schreiber Sachen über die Morde weiß, die nur die Polizei kennt.


    Aufbau
    Das schwedische Buch hat 379 Seiten und 87 Kapitel. Die Handlung ist in der dritten Person (unterschiedlicher Charaktere) geschrieben.



    Bewertung
    Also zunächst finde ich die schwedische Inhaltsangabe nicht ganz treffend. Gerade den letzten Satz kriege ich nicht so richtig in Einklang mit der Handlung, aber egal...
    Dieses Buch ist der 5. Teil der Reihe um Sebastian Bergmann und es ist dringend empfohlen alle Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um die privaten Zusammenhänge, die sehr präsent sind, zu verstehen.


    Puh, wo fange ich. Ich finde es bei dieser Reihe sehr schwierig zu rezensieren ohne zu spoilern... :scratch:
    Das letzte Buch endete ja mit dem Cliffhanger, dass Sebastian vor Vanjas Tür steht und dieses Buch schließt quasi nahtlos an. Zwar wird das Gespräch nicht gezeigt, die Handlung beginnt aber sozusagen kurz danach. Alle Karten sind also auf dem Tisch...
    Man erfährt zwar zu Beginn also wieder wie es den Protagonisten ergangen ist, steigt aber schnell in den eigentlich Fall ein. Zwischendurch werden Briefe des Mörders gezeigt, die aber die einzigen Passagen aus der direkten Sicht des Möders sind. Der Mörder schlägt mehrmals (auch auf verschiedene Art und Weisen) zu
    Die Kapitel sind wieder sehr kurz gehalten und springen dazu noch von Person zu Person, Handlung zu Handlung, so dass man zum Einen sowieso angehalten ist "noch ein" Kapitel zu lesen, zum Anderen will man eben wissen wie der bestimmte Handlungsstrang weitergeht und muss dafür die Kapitel dazwischen lesen - ein Teufelskreis :wink:
    Ich persönlich fand, dass die Ermittlungsarbeit dieses Mal einen etwas größeren Teil eingenommen hat als in manch anderem Band zuvor, jedoch fand ich das Ende sehr aprubt. Man stellt fest, dass man sich quaisi 75% der Zeit vertan hat, korrigiert es und schwupps ist der Fall gelöst, noch dazu weil der Täter ihnen fast schon entgegenkommt. Dafür wurde auch am Finale ein wenig "gespart" - was mir sehr sympathisch ist.
    (Nichts ist schlimmer als ein rasantes Buch und die letzten drei Kapitel um den Showdown ziehen sich wie Kaugummi, weil ausschweifend erklärt werden muss, wie man sich in der Dunkelheit robbend und trotz Kälte und Regen schwitzend dem Täter in einem einsamen Haus nähert, dessen Fensterrahmen pink gepifft sind... Und dann diese endlosen Beschreibungen der Schießereien - wie in der Matrix :-,](*,) )
    Es wird natürlich auch wieder sehr viel privates erzählt. Natürlich dreht sich viel um die Vanja-Sebastian-Beziehung und man hat zum wiederholten Male das Gefühl, dass Sebastian mit dem Hintern einreißt, was er sich gerade aufgebaut hat, was natürlich zum fast schon obligatorischen Rausschmiss führt. Torkel findet offenbar endlich sein privates Glück und ist nicht mehr der treudoofe Bittsteller von Ursula.
    Etwas eigenartig fand ich das Thema Billy. Dieser hat ja im letzten Buch sozusagen sein "wahres Gesicht" gezeigt, man hat aber nicht das Gefühl, dass es zwischen ihm und Sebastian jetzt sehr angespannt zuginge, auch wenn ihm nahegelegt wird, sich helfen zu lassen. Diese Hilfe findet er - jedoch anders als wahrscheinlich von Sebastian gedacht.
    Das Buch endet mit einer eventuellen Veränderungen in der Gruppe und einem kleinen Paukenschlag, bei dem ich mich frage, ob das nächste Buch diesen "Fall" komplett aufgreifen und zum Hauptthema machen wird.


    Interessant fand ich an dem Buch vor allem das Thema. Es werden Leute umgebracht, die quasi nichts können und "fragwürdige" Berühmtheiten sind, einfach nur, weil sie bloggen oder im (ich nenne es mal) Hartz4-TV mitspielen. Das Thema passt also in die heutige Zeit und wirft die Frage auf, ob die Menschheit nicht tatsächlich im Zeitalter von Google & Co verdummt und Vorbilder kreiert, die eigentlich keine sind oder sein sollten?! Ich muss ja gestehen, dass ich mich auch zunehmend frage wieso Teenies durchdrehen, wenn Veranstaltungen stattfinden, auf denen youtuber Autogramme geben. Da etzt sich jemand hin, filmt sich beim schminken oder sch**** und alle fallen in Ohnmacht. Aber wahrscheinlich ist das das gleiche Phänomen wie mit den Boybands in den 90ern. :-k



    Fazit:
    Von mir bekommt das Buch jedenfalls volle :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: , weil es spannend ist und man sich fragt wer denn der Mörder sein kann und man bei den privaten Geschichten mindestens genauso mitfiebert wie es den bei den Protagonisten weitergeht.

  • Hast du ein Leseexemplar? Das Buch erscheint doch erst am 30.10.2015 :| Ich warte schon darauf :wink:

    Liebe Grüße,
    Rita


    ~Ich wäre lieber ein armer Mann in einer Dachkammer voller Bücher als ein König, der nicht lesen mag.~
    Thomas Babington

  • Nee, ich habe das schwedische Original gelesen. :wink:

  • Muss jetzt oben das deutsche oder das schwedische Buch hin?

    ist alles richtig so - erst der deutsche Titel (wenn bekannt) und dann das Original :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: James Hawes - The shortest history of Germany

  • Kurzbeschreibung (Quelle: Verlagsseite)
    Er ist hochintelligent. Er liebt die Herausforderung. Aber reicht das aus, um Leben zu retten?


    Gerade noch hatte Mirre den Erfolg vor Augen, jetzt ist der Star einer Dokusoap tot. Hingerichtet, mit einem Bolzenschuss in den Kopf. Seine Leiche findet man in einem Klassenzimmer, an einen Stuhl gefesselt, einen Fragebogen auf den Rücken geheftet. Mirres Leistung: mangelhaft. Er hat nicht bestanden. Und sein Tod ist nur der Anfang.
    Während Kommissar Höglund und sein Team von der Reichsmordkommission nach Spuren in Mirres Umfeld suchen, stößt Kriminalpsychologe Sebastian Bergman auf eine andere Fährte. Jemand spottet über die fehlende Bildung von Menschen, die im Rampenlicht stehen. Die Vorbildfunktion haben sollten, aber keine Vorbilder sind. Die ihren Erfolg nicht verdienen.
    Sebastian will den Mörder aus der Reserve locken und ihn mit seinen eigenen Mitteln schlagen. Ein tödlicher Fehler...


    Autoren (Quelle: Verlagsseite)
    Michael Hjorth ist ein erfolgreicher schwedischer Produzent, Regisseur und Drehbuchautor. Er schrieb u.a. Drehbücher für die Verfilmungen der Romane von Henning Mankell.
    Hans Rosenfeldt schreibt Drehbücher, zuletzt für die international bislang erfolgreichste skandinavische Serie «Die Brücke – Transit in den Tod», die zahlreiche Preise erhielt. In seinem Heimatland Schweden ist er ein beliebter Radio- und Fernsehmoderator. Ihre Krimireihe um den Stockholmer Psychologen Sebastian Bergman erscheint in 33 Ländern und wird von Sveriges Television in Kooperation mit dem ZDF verfilmt. Alle Bände befanden sich wochenlang in den Top 10 der Spiegel-Bestsellerliste.


    Allgemeines
    Originaltitel: De Underkända, ins Deutsche übersetzt von Ursel Allenstein
    Fünfter Band der Reihe um den Kriminalpsychologen Sebastian Bergman
    Erscheinungstermin der deutschen Ausgabe: 30.10.2015 bei Wunderlich als Hardcover mit 544 Seiten
    Kapitelgliederung ohne Nummerierung
    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven
    Handlungsort und -zeit: Stockholm in der Gegenwart


    Zum Inhalt
    Diesmal haben es Torkel Höglund und sein Team mit einem sehr bizarren Fall zu tun. Ein intelligenter und sehr strukturiert vorgehender Mörder, dem die zunehmende Oberflächlichkeit in der modernen Medienwelt missfällt, ermordet Menschen, die durch Auftritte in Dokusoaps zu einem gewissen Ruhm gekommen sind, den sie seiner Meinung nach nicht verdienen. Der bildungsbeflissene Mann gibt sich als Journalist - bezeichnenderweise unter dem Namen Sven Cato - aus und bietet an, C-Promis (Teilnehmer an Dokusoaps oder Inhaber niveauloser Blogs) zu interviewen. Bei diesen Treffen betäubt und entführt er die jungen Menschen, um sie anschließend einem Test ihres Allgemeinwissens zu unterziehen. Wem es nicht gelingt, mindestens 20 von 60 Fragen korrekt zu beantworten, der ist "durchgefallen", wird getötet und mit einer Narrenkappe versehen, die Leiche wird dann in einer Schule "deponiert". Auf diese drastische Weise will der Mann den Niedergang der Bildung und die Zunahme der Verdummung in der schwedischen Gesellschaft anprangern.
    Auch die persönliche Geschichte der Teammitglieder um Torkel Höglund (Vanja, Billy, Ursula und natürlich Sebastian Bergman) wird fortgesetzt, dazu sollte jedoch im Voraus nichts verraten werden...


    Beurteilung
    Auch im fünften Band der Reihe greifen die beiden Autoren ein aktuelles gesellschaftliches Thema auf: Wie in Deutschland hat sich auch in Schweden die Fernsehlandschaft verändert, informative und anspruchsvollere Programme weichen mehr und mehr seichtester Unterhaltung durch Dokusoaps. Der Mann, der gegen das andauernde Sinken des Niveaus vorgehen will, ist intelligent und gebildet, damit wird er zu einem würdigen und schwer zu fassenden Gegner für das Team um Torkel Höglund, das jetzt besonders auf die Profiler-Fähigkeiten des egozentrischen Sebastian Bergman angewiesen ist. Die Ermittlungen werden sehr realistisch dargestellt, das Team muss eng zusammenarbeiten und erlebt nach kleineren Ermittlungsfortschritten immer wieder Rückschritte. Ebenso fesselnd wie der Kriminalfall ist die Fortsetzung der persönlichen Geschichten der Teammitglieder, die allesamt ihre persönlichen Vorgeschichten und Probleme mitbringen. Da die aus den vorangegangenen Ereignissen entstandene Gruppendynamik im Team eng mit der Entwicklung der Mordermittlungen verzahnt ist, sollte man die Romane unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen.
    Die Charakterisierung aller Romanfiguren ist gut ausgearbeitet, im Gegensatz zu den ersten beiden Bänden steht Sebastian Bergman nicht mehr so sehr im Zentrum des Geschehens, sondern ist eine von mehreren interessanten Persönlichkeiten.
    Der Erzählstil ist wie immer sehr flüssig und unterhaltsam mit einer zum Ende hin stark ansteigenden Spannungskurve und einem regelrechten "Knalleffekt", der es dem Leser schwer macht, sich bis zum Erscheinen des nächsten Bandes zu gedulden.
    Mit "Die Menschen, die es nicht verdienen" haben Michael Hjorth und Hans Rosenfeldt erneut einen ausgesprochen lesenswerten Kriminalroman geschrieben, den man wärmstens weiterempfehlen kann.


    Fazit
    Gesellschaftskritik und Spannung ergeben hier in der Summe einen äußerst gelungenen Kriminalroman, den man, um alle Nuancen würdigen zu können, möglichst im Anschluss an die vorherigen Bände genießen sollte.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Wow! Also die beiden Autoren lassen wirklich nicht nach und sie lassen auch keinerlei menschliche Abgründe aus! Ich bin mittlerweile ein großer Fan dieser Reihe, weil jedes Mal, wenn ich ein Buch davon in die Hand genommen hatte, konnte ich nicht mehr zum Lesen aufhören! Die Spannung war von Anfang an vorhanden und hat sich konsequent bis zum Schluss gehalten - ich bin einfach nur begeistert! Erzählt wurde wieder aus verschiedenen Perspektiven, wobei die Sichtweisen manchmal auch schleichend wechseln, was ein sehr deutliches Bild und eine vertraute Atmosphäre geschaffen hat.
    Man kommt auch wieder super in die Handlung rein, weil die wichtigen Details aus der Vorgeschichte immer wieder eingestreut werden.


    Die charakterliche Entwicklung des Ermittlerteams ist einfach genial! Klar könnte man sagen, dass diese fünf Personen wirklich alle psychologischen Tiefpunktphasen durchmachen, die es nur gibt - aber hey, warum auch nicht? Es ist alles immer logisch durchdacht und gekonnt miteinander verstrickt, dass ich nie daran gezweifelt habe. Deshalb muss man diese Reihe auch auf jeden Fall in der richtigen Reihenfolge lesen, da man sonst vieles nicht nachvollziehen kann bzw. übelst gespoilert werden würde! Auch hier war ja am Ende wieder, wie schon gewohnt, ein richtig fieser Cliffhanger, der mich jetzt wieder ungeduldig auf den nächsten Band warten lässt!


    Neben den charakterlichen Abgründen gabs natürlich auch einen Mord aufzuklären, bzw. einen Serienmord, der dieses Mal ein sehr tiefgründiges und aktuelles "Motto" zum Thema hatte: das Interesse der Medien bzw. der Bevölkerung an den sogenannten C-Promis, die ja momentan die Fernseh- und Internetwelt überschwemmen. Ihr Erfolg gründet sich wie es scheint ja meist nur auf einen oberflächlichen und beschränkten Horizont, der mit dem gängigen Schönheitsideal ausgeglichen wird. Aber ist es wirklich so, dass diese Menschen im "realen" Leben genauso sind? Und bekommen wir extra diese gedankenlose Seite zur Schau gestellt, um die Quoten in die Höhe zu treiben?
    Und was ist mit den "wirklich klugen" Menschen, die durch ihre geistige Arbeit weit über ihren Horizont hinausgehen - haben sie nicht viel eher unsere Aufmerksamkeit und Begeisterung verdient?
    Aber wo soll man die Grenze ziehen ... denn welches Wissen zeigt denn, ob ein Mensch intelligent, klug und aufgeweckt ist?
    Eine berechtigte Frage, die hier viele Denkanstöße gibt ...


    Die Aufklärung hatte packende und immer wieder dramatische Momente und hat sich wunderbar mit allen anderen Facetten abgestimmt, die die Autoren hier mit reingepackt haben.


    Fazit


    Eine geniale Fortsetzung und sogar einer der besten bisher. Hier hat mich wirklich alles überzeugt, vom Mordfall, der Aufklärung, den Hintergründen und vor allem dem emotionalen Chaos der Figuren. Alles perfekt!



    © Aleshanee
    Weltenwanderer


    Sebastian Bergman Reihe


    1 - Der Mann, der kein Mörder war
    2 - Die Frauen, die er kannte
    3 - Die Toten, die niemand vermisst
    4 - Das Mädchen, das verstummte
    5 - Die Menschen, die es nicht verdienen
    6 -

  • Nachdem ich Band 2 und 3 schwächer fand, haben sich die Autoren über Band 4 bis zu diesem nochmal steigern können.


    Es gefiel mir, dass Sebastian nicht als Nummer 1 auftritt und dass seinem Sexleben nicht mehr soviel Platz gegeben wird. Stattdessen darf er am Ende den Helden geben.
    Im Privatleben aller Figuren tut sich etwas, ohne dass der Fall dadurch in den Hintergrund rückt.


    Auch schön, wenn man als Leser das Motiv des Serienmörders nachvollziehen kann. :lol:


    Und wieder die Spezialität der Autoren: Die Cliffhanger am Ende. Als Leser wartet man gespannt, wie es mit Vanja weitergeht


    mit Billy


    mit Torkels

    und mit Sebastian


    Nach einigen Krimi-Enttäuschungen in den letzten Monaten endlich wieder einer, der mir richtig Spaß gemacht hat, und so erwarte ich den 6. Band mit der Hoffnung, dass Qualität und Spannung auf diesem Niveau bleiben.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)


    :study: Leila Slimani - All das zu verlieren

    :musik:Elisabeth Herrmann - Die letzte Instanz


  • Ich habe die Bände 1 - 4 nur so verschlungen und war wirklich überrascht, dass mich eine schwedische Krimireihe (eine weitere schwedische Krimireihe...) noch so begeistern würde. Ich habe mir nicht viel erwartet, als ich für die August-Challenge "Der Mann, der kein Mörder war" gelesen habe und doch haben sie mich einfach umgehauen.


    Auch "Die Menschen, die es nicht verdienen" ist sehr spannend, schnell und fesselnd geschrieben und trotzdem muss ich sagen, es hat mich ein bisschen enttäuscht. Vanja war mir ja von Anfang an nicht sonderlich sympathisch, aber das ist normalerweise kein Kriterium für mich, ob mir ein Buch gefällt oder nicht. Ich meine, ein besonderer Augenstern ist Sebastian Bergmann ja auch nicht gerade. Aber im (vorerst) letzten Teil nervt sie fast unerträglich mit ihrer kindischen, unreifen Art und als es ihr dann noch völlig egal ist,

    macht sie für mich einfach unmöglich. So ein dummes Weib, ich könnt mich echt ärgern. :wuetend: Moralapostel sein und dann mit zweierlei Maß messen. So, sorry, das musste jetzt sein. Jetzt ist mir leichter. :lol:
    @Marie,


    Und auch die "Entwicklung", die Billy macht... Ich weiß nicht. Ursula? Nein, die geht eigentlich auch nicht mehr mit ihrer frustrierten und frustrierenden Lebenseinstellung.


    Klar würde ich einen Band 6 lesen aber bei den Charakteren müsste sich schon einiges zu Guten wenden, dass er mir wieder so gut gefallen würde wie die ersten vier.

  • Klappentext:


    Stille. Das leise, schnelle Ticken der Stoppuhr. Klick.


    "Die Zeit ist um. Dann wollen wir mal sehen..."


    Mirre seufzte und ließ seine Stirn auf die Tischplatte sinken. Nie im Leben hatte er zwanzig von sechzig richtigen Antworten. Auf so viele Fragen hatte er gar nicht erst versucht zu antworten.


    Er hörte, wie der Mann auf der anderen Seite des Tisches aufstand. Langsam hob Mirre den Kopf und horchte auf die Bewegungen des anderen. Es klang, als käme der Mann näher. Im nächsten Moment spürte er etwas Kaltes, Metallisches an seiner Stirn.


    "Sie sind durchgefallen", sagte der Mann.


    Meine Meinung:


    Nach wie vor ist die Reihe von Hjorth & Rosenfeldt um Sebastian Bergmann einer meiner Lieblings-Krimi-Reihen. Und dieses Buch hat mich auch nicht enttäuscht, sondern begeistert zurückgelassen. Ich konnte es kaum aus den Händen legen.


    Ein Möder ist unterwegs. In Gefahr sind C, D, und E-Promis, die bekannt sind aus Doku-Soaps und irgendwelchen furiosen Fernsehshows und von denen unser Mann überzeugt ist, dass sie im wahren Leben nichts auf die Reihe bekommen und über ein schlechtes Allgemeinwissen verfügen. Den Anfang nimmt Mirre, der die Testfragen nicht richtig beantworten kann. Werden noch weitere folgen?


    Spannung wird in diesem Roman ganz groß geschrieben. Zumal wir zusätzlich auch noch das private Leben der Beamten verfolgen und wissen wollen, ob sich das Verhältnis von Sebastian und seiner Tochter verbessert, ob Torkel wieder mit Ursula zusammen kommt und Billy.... ja, Billy hat hier einen ganz eigenen Stellenwert der mich wirklich richtig schrecklich mitnimmt. Vielen Dank an das Autorenpaar, für den schrecklichen Cliffhanger am Ende des Buches.


    Hallo - Geht es denn noch? WANN KOMMT DER NÄCHSTE TEIL? :lechz:


    Fazit:


    Ich habe dieses Buch verschlungen und würde gerne noch mehr Sterne geben.
    Weiter so.

    Liebe Grüße
    Pokerface


    Tu es oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen (Yoda) :study:

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