Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

Buch von Oliver Pötzsch

  • Kurzmeinung

    Hirilvorgul
    Wieder eine sehr gut erzählte, spannende Geschichte, wenn auch ein bisschen sehr dick aufgetragen. Trotzdem lesenswert.
  • Kurzmeinung

    eveco
    Was soll man sagen? Einfach lesenswert, toll.

Zusammenfassung

Serieninfos zu Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest ist der 8. Band der Henkerstochter Reihe. Diese umfasst 11 Teile und startete im Jahr 2008. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2024.

Über Oliver Pötzsch

Der deutsche Autor Oliver Pötzsch wurde 1970 in München geboren. Vor allem die Bücher zur Henkerstochter-Saga machten ihn im deutschsprachigen Raum bekannt, von der seit 2008 mehrere Bände erschienen. Mehr zu Oliver Pötzsch

Bewertungen

Die Henkerstochter und der Fluch der Pest wurde insgesamt 17 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,4 Sternen.

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Meinungen

  • Wieder eine sehr gut erzählte, spannende Geschichte, wenn auch ein bisschen sehr dick aufgetragen. Trotzdem lesenswert.

    Hirilvorgul

  • Was soll man sagen? Einfach lesenswert, toll.

    eveco

  • Mega spannende Fortsetzung der Reihe - Diesmal versetzt eine Seuche Magdalenas Welt in Aufruhr

    Tine13

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

    1679: Die Müncher Angehörigen der Familie Kuisl reisen nach Schongau, wo Paul eine Lehrstelle bei seinem Großvater antreten soll. Peter ist zunächst mit dem kurfürstlichen Thronfolger Max Emanuel nach Wien gereist. Dort wird er von Max Emanuel beauftragt, einen Brief nach Kaufbeuren zu bringen, danach steht ihm die Reise nach Schongau frei.
    Als Peter nicht in Schongau ankommt, machen sich Magdalena, Simon und Jakob auf den Weg nach Kaufbeuren, um nach dem verschollenen Sohn zu forschen. Dort gibt es mittlerweile Fälle von Pest, jedoch benimmt sich die Krankheit ungewöhnlich und gibt zusammen mit Peters Verbleib Rätsel auf. Die Kuisls wären nicht die Kuisls, würden sie nicht anfangen nachzuforschen.
    Für mich ist das erst der zweite Band um die Henkersfamilie, doch kommt es mir schon so vor, als kenne ich sie ewig. Natürlich liegen die Vorgängerbände schon bereit, doch bin ich noch nicht dazu gekommen, sie zu lesen. Doch zurück zu Band 8 der Reihe: Seit Band 7 sind sieben Jahre vergangen und Peter und Paul sind keine kleinen Jungen mehr, sondern junge Männer, einige Abschnitte sind aus ihren Perspektiven geschrieben, wobei sich wieder zeigt, wie unterschiedlich die beiden sind. Peter ist klug, klüger fast als sein Vater Simon, während Paul immer mehr Anlass zu Sorgen gibt und schon fast psychopathische Züge trägt, wobei man hier auch erkennen kann, dass er durchaus zu Liebe und Fürsorge fähig ist, vor allem, was seine kleine Schwester angeht. Seine Entwicklung in den weiteren Bänden dürfte interessant sein.
    Barbara und ihr Ehemann Valentin spielen nur eine untergeordnete Rollle und zwischen Simon und Magdalena kriselt es. Mein Lieblingscharakter ist eindeutig der alte Henker Jakob, der sich hier auch mit dem Alter auseinandersetzen muss, vor allem, da Sohn Georg drängt, mehr Verantwortung übernehmen zu dürfen. Jakob aber kann schlecht loslassen …
    Der Fall ist komplex und hat seine überraschenden Momente, wobei ich sagen muss, dass er mich selten komplett überrascht hat, ich habe wohl einfach schon zu viel gelesen. Für mich erzeugen viel mehr die Szenen Spannung, in denen ich mich um die Familie Sorgen machen musste, vor allem um Jakob und seine Enkelsöhne. Die drei werden hier ganz schön gebeutelt! Die Aufklärung ist gelungen, auch wenn ich, wie schon erwähnt, vieles zumindest zum Teil ahnen konnte. Das eine oder andere wird mit in den nächsten Band genommen werden (der im Nachwort schon angekündigt wird), auch auf diese Entwicklung bin ich gespannt.
    Auch wenn Oliver Pötzsch nicht vorausahnen konnte, dass uns dieses Jahr eine Pandemie im Griff halten wird, passt der Roman gut in die Zeit, obwohl man eine Pest im 17. Jahrhundert nur bedingt mit der derzeitigen Situation vergleichen kann. Im Nachwort nimmt der Autor u. a. auch darauf Bezug. Neben dem Nachwort gibt es übrigens auch noch eine Karte von Kaufbeuren, ein Personenverzeichnis und einen Reiseführer für Kaufbeuren und Umgebung auf den Spuren der Henkerstochter.
    Auch Band 8 der Reihe ist ein spannender und lesenswerter historischer Roman, der mit einer Protagonistenfamilie aufwartet, die man schnell liebgewinnt. Für Fans der Reihe ist auch dieser Band ein Muss, aber auch sonst kann der Roman Genrefans empfohlen werden. Wie man an mir sieht, muss man die Reihe nicht unbedingt von Anfang an gelesen haben, um sie zu verstehen und zu mögen. Mir persönlich ist der Roman etwas zu vorhersehbar, weswegen ich „nur“ gute 4 Sterne vergebe.
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  • Rezension zu Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

    Mega spannende Fortsetzung der Reihe!
    Sommer 1679
    Peter, der Sohn von Magdalena und Simon reist mit dem befreundeten künftigen bayrischen Kurfürsten Max Emanuel nach Wien, obwohl dort angeblich die Pest ausgebrochen zu sein scheint! Nach seiner Rückkehr sollte es dann gleich weiter zu einem Familientreffen nach Schongau zum Großvater gehen. Doch noch in Wien gibt Max Emanuel dem Peter noch einen merkwürdigen Auftrag. Er soll doch auf seinem Weg nach Schongau einen wichtigen geheimnisvollen Brief im benachbarten Kaufbeuren abgeben. Dabei kommt ihm ständig die Pest in die Quere...
    Der historische Roman "Die Henkerstochter und der Fluch der Pest", von Bestseller-Autor Oliver Pötzsch hat wirklich einen unheimlichen Bezug zu unseren gerade herrschenden “Corona-Zeiten”, dreht sich diesmal alles um eine sehr schlimme Seuche der damaligen Zeit! Gegen die Pest, die sich unheilvoll auszubreiten droht, gab es damals auch nur wenige Maßnahmen. Es gab aber auch schon Quarantänemaßnahmen, die ziemlich rigoros durchgesetzt mit Waffengewalt oder Einsperren der Betroffenen durchgesetzt wurde, um der Plage Herr zu werden!
    Die Familie Kuisl kommt der Krankheit im Roman gefährlich nahe, es scheint sogar jemand zu versuchen die Pest, als Waffe zu benutzen.
    Wie in jedem seiner Bücher überzeugt auch hier wieder der geniale Spannungsaufbau, die hervorragend recherchierten Hintergründe und der lebendig-kraftvolle Schreibstil des Autors. Es ist für den Leser immer ein großartiges Erlebnis mit Oliver Pötzsch in die Vergangenheit zu reisen:) Der Autor versteht es auch diesmal wieder, den Leser völlig in seinen Bann zu ziehen, mit seiner haarsträubenden und geheimnisvollen Geschichte, in der es um Ausbreitung, Ansteckung und den Umgang mit der Pest geht.
    Die Idee das gar jemand einen Nutzen aus einer Seuche ziehen kann, regt ja auch heutzutage zu Spekulationen an!
    Also Verschwörungstheoretiker aufgepasst;)
    ....doch nicht nur für Solche ist das Buch mit Sicherheit ein Genuss, sondern für alle Liebhaber von spannenden historischen Krimis und natürlich auch für die Fans der Henkers-Tochter-Reihe. Es ist schon Band Nummer acht dieser hervorragenden Serie und man darf sich sicherlich auch noch auf weitere Geschichten mit der Familie Kuisl freuen
    Mega
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  • Rezension zu Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

    Flöhe, Ratten und die Pest
    Die Henkerstochter und der Fluch der Pest, Historischer Kriminalroman von Oliver Pötzsch, 736 Seiten, erschienen im Ullstein Verlag.
    Wieder befindet sich die Henkersfamilie Kuisl mitten drin in einem aufregenden Kriminalfall, erschreckende Parallelen zur aktuellen Corona-Krise.
    Im Sommer 1679 breitet sich die Pest von Wien in Richtung Bayern aus. Der Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl wird von einem offensichtlich Pestkranken, dem Kaufbeurer Henker aufgesucht, der kurz darauf zusammenbricht. Bevor er stirbt, flüstert er Jakob Kuisl noch ein paar rätselhafte Worte ins Ohr. Zusammen mit seiner Tochter Magdalena und seinem Schwiegersohn, Simon dem Medicus macht sich der Henker auf nach Kaufbeuren um der Sache auf den Grund zu gehen. Wieder einmal begibt sich die Familie dabei in höchste Gefahr.
    Das Buch besteht aus 25 längeren Kapiteln, die aber in überschaubare Leseabschnitte aufgeteilt sind. Die einzelnen Kapitel sind mit genauer Orts- und Zeitangabe versehen, somit ist der chronologische und räumliche Überblick an jeder Stelle des Buches möglich. Viele schlagfertige und mundartliche Dialoge, zum Teil in derber Sprache, machen das Geschriebene lebendig. Gedanken, bayrische Ausdrücke und fremdländische Phrasen sind kursiv kenntlich gemacht. Der Autor besticht mit seiner bildhaften Erzählweise, dadurch konnte ich mir die beschriebenen Figuren und auch das Setting genau vorstellen. Die auktoriale Erzählweise ermöglicht den Überblick über die Handlungen und auch Innenansichten der Charaktere sind möglich. Die Dramatis Personae am Anfang und die Ansicht der Stadt Kaufbeuren im Jahr 1679 waren sehr hilfreich. Zu Beginn ist die Sage des Rattenfängers von Hameln angeführt.
    Ich habe schon die meisten Bände der Henkerstochter Saga gelesen, deshalb waren mir die Hauptcharaktere vertraut, Lesefluss stellte sich sofort ein. Der Spannungsbogen zieht sich vom Anfang bis zum „explosiven“ Ende und ist gleichbleibend hoch. Die ganzen Intrigen und Untaten zu durchschauen, lies mich das Buch kaum aus der Hand legen. Da mehrere Familienangehörige an verschiedenen Orten ihre Abenteuer erlebten endeten die einzelnen Erzählstränge oft an den aufregendsten Stellen.
    Meine Lieblingsfigur der bärbeißige Grantler Jakob Kuisl, wie immer zupackend wenn es Not tut. Besonders faszinierend fand ich die Ursachenmeinung und Behandlungsmethoden der Pest in der damaligen Zeit. Da es noch bis Ende des 19.Jahrhunderts dauerte, bis der Erreger Yersinia Pestis eindeutig als Grund für diese Geißel der Menschheit bestimmt werden konnte, sind die Beobachtungen und Aufzeichnungen von Simon und Peter, vom Autor gut in die Geschichte eingebaut. Erschreckend finde ich, dass im zweiten Weltkrieg noch Pesterreger als biologische Waffen in Betracht gezogen wurden, wie der Autor im Epilog erläutert. Die Parallelen zur momentanen Pandemie und die beschriebenen Folgen (Ausgangsbeschränkungen, Einreiseverbote, Absage von Volksfesten usw.) hat Plötzsch bei seiner Arbeit am Buch, noch nicht wissen können, umso mehr finde ich es faszinierend wie erschreckend nahe er mit seinem Buch, der aktuellen Lage, jetzt über 300 Jahre später kommt. Da hatte Plötzsch seinen Finger ganz nah am Puls der Zeit und das Werk ist deshalb m.M. nach ganz besonders authentisch.
    Der kleine Reiseführer für Kaufbeuren und Umgebung am Ende des Buches hat mir gefallen und lädt den Leser ein, sich das Setting einmal selbst anzusehen. Wieder einmal hat mich ein Band der Reihe begeistert und hervorragend unterhalten. Eine hervorragende Recherche kann ich nur bestätigen. Die Figuren sind gut charakterisiert und auch der Plot ist absolut nachvollziehbar.
    Von mir 5 Sterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung.
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  • Rezension zu Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

    Band 8 der Henkerstochter Reihe
    Klappentext
    Sommer 1679. Die Pest, die bereits in Wien wütet, breitet sich in Bayern aus. Der Schongauer Scharfrichter Jakob Kuisl wird von einem Pestkranken aufgesucht, der kurz darauf zusammenbricht. Bevor er stirbt, flüstert er Jakob Kuisl noch ein paar rätselhafte Worte ins Ohr: Kuisl muss Kaufbeuren retten, ein schwarzer Reiter spielt dort mit seiner Pfeife zum Tanz auf, der Mörder hat zwei Gesichter. Gemeinsam mit seiner Tochter Magdalena geht Jakob Kuisl den geheimnisvollen Andeutungen nach. Ein gefährliches Unterfangen, denn inzwischen gibt es immer mehr Tote in Kaufbeuren. Doch was steckt dahinter – die Seuche oder ein raffinierter Mörder?
    Meine Meinung
    Was hab ich mich gefreut, dass es mit der Reihe weitergeht! Historische Krimis lese ich ja super gerne und Oliver Pötzsch hat mit seiner Henkerstochter und der ganzen Familie Kuisl ganz besondere Charaktere geschaffen, die ich jetzt schon seit Jahren mit Spannung begleite.
    Die Henkerstochter Magdalena ist mittlerweile erwachsen und hat mit dem Arzt Simon Fronwieser drei Kinder. Ihr Leben in München gestaltet sich allerdings nicht ganz so, wie sie es sich wünscht und sie freut sich sehr auf einen Besuch ihrer Heimat in Schongau. Allerdings treffen die ersten Gerüchte ein, dass die Pest in Wien wieder auf dem Vormarsch ist und recht schnell wird klar, dass die Krankheit schnell um sich greift.
    Die Handlung wird aus mehreren Perspektiven erzählt, was eine schöne Dynamik entstehen lässt und die Spannung erhöht, welches Rätsel hinter den Toten steckt, die scheinbar an der Pest gestorben sind. Während ein Teil der Familie in Kaufbeuren dieser Frage nachgeht, ist Magdalenas Sohn Peter mit einem wichtigen Auftrag unterwegs und sein Bruder Paul versucht in Schongau, als Henkersgeselle Fuß zu fassen. Wie das alles zusammenhängt ergibt sich erst nach und nach und hat mich als Leser durchweg an den Seiten kleben lassen.
    Besonders interessant finde ich vor allem auch die Figuren. Der Fokus lag ja am Anfang der Reihe auf den mittlerweile gealterten Henker Jakob Kuisl, dessen harsche, stoische Art mir immer noch ans Herz gewachsen ist. Aber auch seine Tochter Magdalena, die es als Frau in dieser Zeit und noch dazu als "ehrlose" Henkerstochter nicht leicht hat, überzeugt durch ihren sturen Willen und ihren tatkräftigen Mut, den sie für ihre Familie einsetzt.
    Ihr Sohn Simon ist ja ein Vorzeigesohn, der in die ärztlichen Fußstapfen seines Vaters treten und studieren möchte - demgegenüber steht Paul, das schwarze Schaf, der mit seinen ständigen Umtrieben und Raufereien, vor allem aber seiner Faszination an Schmerz und Tod, allen ein Dorn im Auge ist. Oliver Pötzsch schafft es dennoch, mein Herz für ihn zu öffnen, denn der Schatten seines Bruders ist groß und durch die ständigen Vergleiche und das fehlende Verständnis für den jungen Buben ist es schwer für Paul, seinen Weg zu finden.
    Dabei hat er durchaus ein gutes Herz, denn seine kleine Schwester Sophia, die für ihren Klumpfuß desöfteren verspottet wird, steht er immer ein!
    Natürlich steht die Pest im Zentrum des Geschehens, aber auch die Morde, die erst gar nicht als solche zu erkennen sind. Die medizinischen Aspekte aus dieser Zeit und die Überlegungen und Forschungen, die ja damals noch völlig neuartig waren, faszinieren mich immer wieder. Welche Ursachen hier zugrunde gelegt wurden wie Miasmen, giftige Ausdünstungen aus dem Boden, oder gar die Sternenkonstellation, und welch wenige Heilmöglichkeiten eingesetzt wurden - da mussten die Menschen schon wirklich Schlimmes durchstehen und ertragen.
    Wie immer klärt der Autor auch im Nachwort auf, auf welche Quellen er sich stützt und wo er seine Fiktion hat einfließen lassen.
    Ebenfalls perfekt gelungen ist der gut dosierte Aufbau - der weite Kreis der immer enger gezogen wird, erzeugen eine steigende Spannung und führten mich als Leser auf ständig neue Pfade - denn obwohl beständig neue Puzzleteile aufgedeckt werden, bleibt die Auflösung bis am Ende verborgen.
    Im Nachwort weist Oliver Pötzsch übrigens wieder auf die Original-Schauplätze in Kaufbeuren und Umgebung in einem kleinen Reiseführer hin. Das finde ich besonders schön!
    Mein Fazit: 5 Sterne
    Weltenwanderer
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Ausgaben von Die Henkerstochter und der Fluch der Pest

Taschenbuch

Seitenzahl: 736

E-Book

Seitenzahl: 754

Besitzer des Buches 27

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