Einsiedlerkrebse

Buch von Anne B. Ragde

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Einsiedlerkrebse

Die Familiensaga geht weiter: Nach dem Tod der Mutter werden die Karten neu gemischt. Für Bauer Tor, der mit dem alten Vater nun alleine auf dem heruntergekommenen Hof Byneset lebt, sind die Konflikte vorprogrammiert. Seine Tochter Torunn schwebt gerade in neuem Liebesglück und kann sich noch nicht wirklich zu einer Zukunft im Schweinestall durchringen. Bestattungsunternehmer Margido kämpft gegen seine Gefühle an, während Erlend und sein Lebensgefährte in Kopenhagen weit weg von der Familie heimlich an ihrem Kinderwunsch arbeiten. Alles scheint seinen Gang zu gehen, bis auf Byneset die Situation plötzlich eskaliert …
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Serieninfos zu Einsiedlerkrebse

Einsiedlerkrebse ist der 2. Band der Lügenhaus Reihe. Sie umfasst 6 Teile und startete im Jahr 2006. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2019.

Bewertungen

Einsiedlerkrebse wurde insgesamt 26 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,6 Sternen.

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Meinungen

  • Abgebrochen - der 1. Band der Reihe hatte mir zu viele Klischees und trat auf der Stelle.

    drawe

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Einsiedlerkrebse

    Klappentext:
    Seit dem Tod der Mutter ist auf dem maroden Familienhof Byneset nichts mehr so, wie es war. Der tief religiöse Bestattungsunternehmer Margido hat eine Affäre mit einer Witwe, Erlend und sein Lebensgefährte werden Vater, und ausgerechnet Bauer Tor verletzt sich schwer am Bein. Seine Tochter Torunn eilt extra aus Oslo zu Hilfe, aber Tor erwartet sich mehr von ihr: Als Anerbin soll sie ihr altes Leben hinter sich lassen und den Hof übernehmen. Doch manche Wünsche führen ins Verderben ...
    Die Autorin:
    Anne B. Ragde wurde 1957 im westnorwegischen Hardanger geboren. Sie ist eine der beliebtesten und erfolgreichsten Autorinnen Norwegens und wurde mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt mit dem Norwegian Language Prize und dem Norwegischen Buchhandelspreis. Anne B. Ragde lebt heute in Trondheim.
    Roman, 319 Seiten
    Meine Meinung:
    Auch dieser zweite Teil, den ich einige Zeit nach dem ersten Band gelesen habe, wandert in meine Kategorie LIEBLINGSBUCH. War es beim ersten Teil nicht unbedingt erforderlich, gleich im Anschluss die Fortsetzung zu lesen, so kann ich bei diesem Buch nur die Warnung aussprechen: Stellt unbedingt sicher, dass sich der letzte Teil dieser Trilogie auch in Reichweite befindet! So offen und spannend endet dieser Roman! Und wer jetzt denkt: Ach, da lese ich mal schnell in der beigefügten Leseprobe (diese ist zumindest in meiner Taschenbuchausgabe enthalten), wie die abgebrochene Schlußszene sich weiterentwickelt. Fehlanzeige! Die Leseprobe beginnt einige Seiten weiter mit einer völlig anderen Szene und somit bleibt nicht anderes übrig, als sich den Band "Hitzewelle" zuzulegen (ist ja logisch, der Verlag will ja verkaufen), es sei denn, man ist ein Fan von offenen Enden und lässt lieber seine eigene Phantasie spielen.
    Jedenfalls war ich auch von diesem Buch wieder restlos begeistert. Die Autorin beschreibt warmherzig und gefühlvoll, dabei ohne zuviel Sentimentalität und ohne dass es kitschig wirkt. Und das ist wirklich eine Kunst. Die Figuren sind so realistisch beschrieben, wie aus dem Leben gegriffen. Keine Superhelden, im Gegenteil. Alle haben sie ihre Ecken und Kanten. Die Charaktere sind so lebensnah gezeichnet, dass man sie direkt vor sich sieht. Ich könnte mir eine Verfilmung gut vorstellen.
    Sehr gefallen hat mir auch der Orts- und Perspektivwechsel. Die Hauptfiguren sind wieder die sehr unterschiedlichen Brüder Tor, Margido und Erlend. Und natürlich Tor´s uneheliche Tochter Torunn. Diese ist jetzt besonders gefordert und hat sich mit so einigen Problemen herumzuschlagen. Ihre Mutter Cissi zerfließt vor Selbstmitleid, weil ihr Mann Gunnar sie nach über dreißig Jahren Ehe verlassen hat und will sich ständig bei ihr ausweinen. Ihr neuer Freund Christer hegt einige Ansichten, die sie nicht unbedingt teilt, aber dennoch glaubt sie, nach einigen gescheiterten Beziehungen, diesmal den richtigen erwischt zu haben. Und als dann ihr Vater Tor verletzungsbedingt seinen Pflichten auf dem Schweinehof wohl für einige Zeit nicht nachkommen kann, macht sich Torunn auf, um dort nach dem Rechten zu sehen. Und muss feststellen, die Situation auf dem Hof sieht nicht sehr rosig aus.
    Erlend und sein Lebensgefährte Krumme entwickeln derweil in Kopenhagen einen Plan, der ihnen zur Vaterschaft verhelfen soll. Was sie sich da ausdenken, ist auch schon sehr außergewöhnlich, aber eine tolle Lösung. Sie schweben mal wieder auf Wolke Sieben vor Glück und entwerfen auch gleich noch einen Plan, um den elterlichen Hof zu retten.
    Margido hingegen steigert sich in einen religiösen Wahn und wünscht sich nichts lieber als eine Sauna. Und wenn er dafür umziehen muss. Denn bei seiner Arbeit als Bestatter hat er in letzter Zeit immer öfter das Gefühl, sich alles ausschwitzen zu müssen, um wieder rein zu sein. Und obwohl ein Mensch mit starren Gewohnheiten, würde er dafür eben sogar eine neue Wohnung in Kauf nehmen. Und das will auch schon was heißen.
    Was mir ebenfalls wieder besonders gut gefallen hat, ist die Beschreibung, die die Autorin dem beruflichen Umfeld ihrer Protagonisten widmet. Sehr genau und detailiert schildert sie die Arbeit auf dem Schweinehof (Tor), die Aufgaben eines Bestatters (Margido), die ästhetischen Aspekte und die erforderliche Begabung, die Erlend als Dekorateur auszeichnen und schließlich auch die Arbeit Torunns in ihrer Hundeerziehungsschule. Das vermittelt ein sehr genaues Bild vom Umfeld der Protagonisten. Hervorragend gemacht.
    Mein Fazit: Wunderbarer Schreibtstil und eine liebenswerte Schilderung der Hauptfiguren. Warmherzig und gefühlvoll ohne kitschig zu wirken. Der Handlungsaufbau mit den unterschiedlichen Perspektivwechseln hat mir sehr gut gefallen. Aber der Schluss ...... Unbedingt die Fortsetzung im Anschluss lesen! Man kann die letzten beiden Bücher der Trilogie eigentlich nur im Doppelpack genießen.
    Meine Bewertung:
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  • Rezension zu Einsiedlerkrebse

    Unglaublich! So ein spannendes Ende und ich lese dieses Buch ausgerechnet an einem Samstagabend aus. Jetzt muss ich bis Montag warten, um mir den dritten Band zu holen. Soviel ist nämlich klar, nach dem mir "Das Lügenhaus" richtig gut gefallen hat und "Einsiedlerkrebse" ein spannender Nachfolger war, muss ich dringend wissen wie das ganze ausgeht!!
    Der Einstieg in "Einsiedlerkrebse" knüpft unmittelbar an das Ende des ersten Teils an. Ragde schlüpft wieder Kapitelweise in die verschiedenen Figuren, so dass es zwar keine klare Hauptfigur gibt, aber viele interessante, tiefgründige und gut durchdachte Figuren, die eben in einem bestimmten Zusammenhang stehen. Ein wenig befremdlich fand ich anfangs Margidos religiöse Verbohrtheit. "Nicht schon wieder so ein religiöser Fanatiker", dachte ich, nachdem mir das nun in einigen Büchern begegnet war. Gott sei Dank hält dieser Part aber nicht allzulange an bzw. wird nicht so ganz schwarz-weiß beschrieben, wie ich anfangs gefürchtet habe. Besonders gut haben mir zudem die Szenen auf dem Hof gefallen. Ragde hat eine unnachahmliche Art zu beschreiben, so dass ich vieles nicht nur vor meinem inneren Auge gesehen, sondern auch gehört und gerochen habe.
    Ich bin gespannt wie es weiter geht und vergebe Sterne. Der erste Band hat mir halt noch ein kleines bisschen besser gefallen.
    EDIT: Schon beim ersten Buch fand ich den Klappentext nicht besonders gelungen und auch diesmal steht auf der Rückseite schon ein Vorfall, der erst in der Mitte des Buchs thematisiert wird. Man weiß also genau was kommt und wartet einfach ziemlich lange darauf. Find ich doof..
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Ausgaben von Einsiedlerkrebse

Taschenbuch

Seitenzahl: 320

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 320

E-Book

Seitenzahl: 321

Hörbuch

Laufzeit: 00:06:33h

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