Am Strand
Buch von Ian McEwan, Bernhard Robben
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Buchdetails
Titel: Am Strand
Ian McEwan (Autor) , Bernhard Robben (Übersetzer)
Verlag: Diogenes
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 208
ISBN: 9783257237887
Termin: Oktober 2008
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Zusammenfassung
Inhaltsangabe zu Am Strand
Das Schlimmste am Heiraten ist die Hochzeitsnacht. Zumindest für Edward und Florence, 1962 im prüden England. Begierde und Befangenheit, Anziehung und Angst sind miteinander im Widerstreit in der Hochzeitssuite mit Blick aufs Meer. Die Nacht verändert das Schicksal der Liebenden – für immer.
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Über Ian McEwan
Der britische Schriftsteller Ian McEwan wurde 1948 in Aldershot in England geboren und wuchs durch die Umzüge seiner Familie unter anderem in Libyen und Singapur auf. Mehr zu Ian McEwan
Bewertungen
Am Strand wurde insgesamt 55 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,2 Sternen.
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Rezensionen zum Buch
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Rezension zu Am Strand
- tom leo
Nun habe ich endlich auch « Am Strand » gelesen, wenn auch auf Französisch, und war erneut zutiefst beeindruckt von der meisterhaften Sprache McEwans, der wie ein Goldschmied zum Beispiel jene Hochzeitsnacht in ihren äußeren Gesten und inneren Gedankengängen bei den beiden Protagonisten ausarbeitet. Dazu dann sowohl die Beschreibungen aus der Vergangenheit zuerst der getrennten Personen, dann des Paares; aber auch am Ende dann die kurz geraffte Aussicht auf den weiteren Lebensweg Edwards und, indirekt, von Florence.Weiterlesen
Einige wollten gerne eine ausführlichere Erklärung der Bewegungsgründe, bzw. des „Problems“ von Florence haben. Dies ist nicht einfach eine „Frigidität“ oder auch eine Zeiterscheinung Anfang der 60iger Jahre, sondern dass kommt quasi von weiter her: Ich halte McEwan gerade als Meister darin, dass er sich unendlich zurückhält. Gleichzeitig streut er, wie es einige hier ja sagten, für mich ganz klare Indizien aus, die
Insofern ist für mich das „Problem“ weniger rein eines der prüden Zeitumstände, sondern einer immensen inneren Wunde und deren Unvermittelbarkeit einerseits, und andererseits, bei Edward, einer Unmöglichkeit, etwas von dieser Wunde zu erahnen, zu verstehen. Woran es fehlt ist nicht so sehr eine „Sittenbefreiung“ als das freie Wort, das Aussprechen und Zuhören. Ist das Problem aber eins aus der Kindheit, dann könnten die Konsequenzen auch heute ähnlicher Art sein, unbeachtet der anderen Zeitumstände. So nützt es nichts, ihr ihre Haltung, die eine Wunde ist, vorzuwerfen. Sie braucht zunächst Hilfe.
In dem Sinne, und trotz aller Situationskomik, ist es meines Erachtens total daneben, diesen Roman als „amüsante Geschichte voller Humor“ zu betrachten und zu lesen. Mit welchem Hochmut beurteilen wir nicht nur vergangene Geschichte und Prüderie, sondern hier leise, aber bestimmt als Erklärung dargestellte Nötigungen an Florence?
Denn wenn man auch geneigt ist, das Problem bei ihr zu suchen, endet der Autor die Geschichte doch vor allem mit Edward, der seinen Anteil an Verantwortung trägt: Geduld und gesuchte, gefundene Hilfe hätten zwei Leben geändert. So aber bleibt der Eindruck eines Schutthaufens, einer enormen Tragödie.
Der Roman ist kurz und gewinnt daran, zügig gelesen zu werden, um im Rhythmus drin zu bleiben.
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