Der Sturm

Buch von Jane Harper

  • Kurzmeinung

    rumble-bee
    Kein Thriller, zu deskriptiv. Eher ein Drama.
  • Kurzmeinung

    wampy
    Ein sehr ruhiger Psychothriller, der mich zunehmend fasziniert hat
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Zusammenfassung

Über Jane Harper

Jane Harper wurde 1980 in Manchester geboren und zog im Alter von acht Jahren mit ihrer Familie in die Vorstadt von Melbourne. Als Jugendliche zog ihre Familie zurück nach Großbritannien, wo Harper an der Universität von Kent Englisch und Geschichte studierte. Mehr zu Jane Harper

Bewertungen

Der Sturm wurde insgesamt 14 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,1 Sternen.

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Meinungen

  • Kein Thriller, zu deskriptiv. Eher ein Drama.

    rumble-bee

  • Ein sehr ruhiger Psychothriller, der mich zunehmend fasziniert hat

    wampy

  • Fesselnd erzählt, mir aber etwas zu wenig Dramatik

    Aleshanee

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Der Sturm

    Cover, Titel und Klappentext haben mich sehr angesprochen, weil sie einen spannenden Krimi in Verbindung mit Meer suggeriert haben. Das Meer spielt tatsächlich eine Hauptrolle in dem Roman, und der Autorin gelingt auch eine atmosphärisch dichte Beschreibung von Unwettern und Gefahren. Ebenso gut fängt sie die leicht miefige Atmosphäre einer Kleinstadt ein, in der jeder jeden kennt und neue Gesichter erst einmal skeptisch betrachtet werden. Auch die Konstruktion der Handlung hat mir gut gefallen: dass nämlich ein Mord verknüpft mit länger zurückliegenden Ereignissen, in die mehrere Personen schuldhaft verwickelt sind.
    Die Handlung fließt aber allzu ruhig dahin, ein Spannungsbogen setzt erst gegen Schluss ein. Die Fülle der Personen und vor allem ihre verwandtschaftlichen und biografischen Bezüge zueinander verwirren am Anfang. Dazu kommt, dass zu viele Details vorgeführt und langatmig beschrieben werden, auch wenn sie keinerlei Einfluss auf die Handlung haben. Manches ist unglaubwürdig, z. B. „obwohl er nie hier gewesen war, wusste Kieran, das alles ein wenig verstellt war. Die Kissen auf dem Sofa schienen nicht in ihrer üblichen Reihenfolge zu stehen „ (S. 172). Wie kann ich das feststellen, wenn ich noch nie in dem Zimmer war? Manche Handlungselemente erweisen sich als blindes Motiv, z. B. die Tatsache, dass der Bruder des Protagonisten für die Schwangerschaft eines Mädchens verantwortlich war. Das Ende, die Entdeckung des Mörders, kommt wie ein plötzlicher Show down und recht unmotiviert, auch wenn es, zugegeben, natürlich sehr praktisch ist, wenn sich der Mörder am Ende selber offenbart und seine Taten erläutert. Ohne dass ein Bezug zu den laufenden polizeilichen Ermittlungen zu erkennen gewesen ist.
    Sprachliche Ungenauigkeiten wirken störend. Das Kreischen von Möwen wird kommentiert mit „So etwas habe ich noch nie gesehen“ (S. 246), oder auch Holprigkeiten wie „Er ging ... langsam..., doch seine Muskeln übernahmen sofort das Kommando“ (S. 142). Manche Wendungen sind einfach deplatziert; vielleicht Übersetzungsfehler?
    Ein spannender Plot, dessen Möglichkeiten kaum genutzt werden.
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  • Rezension zu Der Sturm

    Kommt langsam aber gewaltig
    Buchmeinung zu Jane Harper – Der Sturm
    Der Sturm ist ein Kriminalroman von Jane Harper, der 2022 bei Aufbau Digital in der Übersetzung von Matthias Frings erschienen ist. Der Titel der australischen Originalausgabe lautet The Survivors und ist 2021 erschienen.
    Zum Autor:
    Jane Harper wurde 1980 in Manchester geboren, lebt aber schon lange in Melbourne, Australien. Sie war Journalistin, bevor sie mit dem Schreiben von Thrillern begann. Gleich mit ihrem Debütroman »Hitze« gewann sie neben zahlreichen anderen Preisen auch den wichtigsten britischen Krimipreis, den »Gold Dagger«.
    Zum Inhalt:
    Kieran ist vor zwölf Jahren aus seinem Heimatort geflohen, weil seine Eltern ihn für den Schuldigen am Tod seines älteren Bruders halten. Während eines Sturms sind Kierans Bruder und dessen bester Freund bei einer Rettungsaktion für Kieran tödlich mit ihrem Boot verunfallt. Im Laufe der Geschichte stellt sich heraus, dass dies nicht die ganze Wahrheit ist.
    Kieran ist zurück in seinen Heimatort gekommen, um mit seiner Mutter und seinem dementen Vater ins Reine zu kommen. Dann wird eine junge Saisonarbeiterin am Strand umgebracht und alte Wunden brechen wieder auf. Eine erfahrene Kommissarin wird beauftragt, den Mord an der jungen Frau aufzuklären.
    Meine Meinung:
    Die Erzählung spielt auf zwei Zeitebenen, zum einen um den Sturm herum und während der Jetztzeit. Kieran erinnert sich an Szenen mit seiner damaligen Freundin in einem Höhlenkomplex an der Felsenküste vor dem Sturm. In der Jetztzeit zeigt sich, dass etliche Bewohner noch unter den Auswirkungen der tragischen Ereignisse leiden, aber auch, dass manche Beteiligten ein Geheimnis hüten. Die Spannung steigt kontinuierlich, weil man wissen möchte, was damals wirklich geschehen ist und was der Mord an der jungen Frau damit zu tun hat. Eindrucksvoll beschreibt die Autorin die psychischen Belastungen der Beteiligten. Häppchenweise werden alte Lasten aufgedeckt und niemand scheint eine wirklich reine Weste zu haben. Das Tempo zieht mehr und mehr an bis schlussendlich die wahren Geschehnisse aufgedeckt werden. Nicht eine der Figuren wirkt dauerhaft sympathisch, aber andererseits wirken fast alle als Opfer.
    Die wilde Schönheit der tasmanischen Küste ist stets verbunden mit den drohenden Gefahren, wenn man unachtsam ist. Die Figuren sind mit Ecken und Kanten versehen und wirken lebensnah und glaubhaft. Der Schreibstil ist oft nüchtern, beschreibt aber dennoch die psychologischen Elemente in aller Klarheit. Mich hat die Geschichte zunehmend fasziniert und am Ende war ich begeistert.
    Fazit:
    Psychologische Aspekte sind das Herzstück dieses Romans, der zudem mit einer überzeugenden Figurenzeichnung und einem tollen Spannungsbogen punktet. Deshalb bewerte ich den Roman mit fünf von fünf Sternen (95 von 100 Punkten) und spreche eine Leseempfehlung für die Freunde ruhiger Kriminalromane aus.
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  • Rezension zu Der Sturm

    Was passierte während des Sturms?
    Diese Autorin war mir schon bekannt, deshalb habe ich mich auf diese Neuerscheinung gefreut. Die Wortwahl und der Schreibstil gefallen mir auch in diesem Buch. Die Charaktere sind gut gezeichnet und verhalten sich nachvollziehbar und realistisch. Die Geschichte kommt ohne Verfolgungsjagten, besonders grausame Gewaltdarstellungen, blutige Tatorte oder eine ständige Gefahr für die Hauptpersonen aus. Ich habe es dennoch als spannendes Buch empfunden, welches eine Sogwirkung auf mich ausgeübt hat und das ich nicht aus der Hand legen wollte.
    Kieran kommt mit Partnerin Mia und Baby Audrey zurück in sein Elternhaus, da er seinen Eltern beim Umzug helfen möchte. Sein Vater ist dement. Die Krankheit ist so stark fortgeschritten, dass seine Mutter die Pflege nicht mehr alleine schaffen kann. In seinem Heimatort trifft er alte Schulfreunde, zu denen er den Kontakt fast verloren hat. Nun leben diese Beziehungen wieder auf.
    Kurz nach seiner Rückkehr wird eine Studentin, die auch die Mitbewohnerin einer alten Freundin von Kieran ist, tot am Strand aufgefunden. Ermittlungen werden durch die Polizei aufgenommen. Zudem spielt auch ein besonders starker Sturm vor 12 Jahren eine Rolle, in dem Kieran aus einer Unachtsamkeit in Lebensgefahr geriet. Sein älterer Bruder Finn und dessen Freund Toby wollten ihn mit ihrem Boot retten und sind dabei ums Leben gekommen. Ebenfalls während dieses Sturms ist ein Mädchen verschwunden, die 14 jährige Gabby.
    Kieran gibt sich die Schuld am Tod seines Bruders und dessen Freund. Auch andere, wie z.B. seine Eltern, geben ihm -teilweise unverhohlen- die Schuld an dem Unglück.
    Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen erzählt. Der Tag des Sturms vor 12 Jahren wird in Rückblenden erzählt. Die Geschichte spielt jedoch überwiegend in der Gegenwart. Der aktuelle Mord und auch der Verbleib des Mädchens nach dem Sturm vor 12 Jahren werden in dem Buch zwar behandelt, bilden jedoch nicht den Schwerpunkt der Geschichte. Kieran versucht vielmehr seinen Platz im Leben zu finden und seiner –auch selbst empfundenen- Schuld zu begegnen.
    Ich wurde gut unterhalten und gebe 4 von 5 Sternen.
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  • Rezension zu Der Sturm

    Packende Tragödie
    Kiernan muss mit seiner Freundin und der gemeinsamen Tochter Audrey einen schwierigen Besuch bewältigen: bei seinen Eltern in seinem Heimatort, um der Mutter mit dem dementen Vater zu helfen. Jahrelang ist er schon nicht mehr zu Hause gewesen, um nicht ständig mit dem Tod seines Bruders konfrontiert zu werden, an dem er sich die Schuld gibt. Und als wäre das nicht Belastung genug, wird kurz nach Ankunft der jungen Familie eine Frau tot aufgefunden - ermordet.
    Das Cover passt perfekt zur Geschichte, die sturmgepeitschten Wellen lassen nichts Gutes erahnen und machen neugierig auf das Buch.
    Der Schreibstil fesselt von der ersten Sekunde an. Es gibt verschiedene Zeitebenen, zwischen denen die Autorin meistens mit Hilfe von Erinnerungen hin und her wechselt. Auch werden dem Leser oft einige Informationen vorenthalten, die dann durch darauffolgende Zeitsprünge nachgeliefert werden, diese Abwechslung hat mir gut gefallen. Die Charaktere sind greifbar und vor allem Kiernan und die Schuld, die er schon so lange mit sich rumschleppt, sind toll beschrieben. Die Spannung baut sich gemächlich auf und der Thriller endet in einer unerwarteten Wendung. Ein bisschen mehr Tempo hätte ich mir zwar noch gewünscht, doch das ist Jammern auf hohem Niveau. Es bleiben keine Fragen offen und die Tragödie, die langsam ihren Lauf nimmt, wird eindrücklich erzählt. Ich wurde ein wenig auf eine falsche Fährte geführt, daher hat mich die Identität des Schuldigen überrascht, was ich immer sehr bemerkenswert finde.
    Ich kann Der Sturm nur empfehlen, ich kenne bereits andere Werke der Autorin, die mir ebenfalls gut gefallen haben, und dieses wird nicht mein letztes gewesen sein. 4,5 Sterne ⭐⭐⭐⭐,5
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  • Rezension zu Der Sturm

    Ich hatte immer wieder mal von der Autorin gehört und bin jetzt neugierig geworden, denn der Klappentext zu ihrem neuen Buch klingt schon sehr spannend.
    Anfangs hatte ich allerdings ein bisschen Schwierigkeiten, reinzukommen. Während man Kierans Rückkehr in die kleine Küstenstadt Tasmaniens erlebt, zusammen mit seiner Frau Mia und seiner kleinen Tochter, gibt es immer wieder kurze Rückblicke auf die schrecklichen Geschehnisse während des Sturms vor 12 Jahren. Es mag aber auch an meiner Unkonzentriertheit gelegen haben, denn normalerweise machen mir solche Zeitsprünge nichts aus und es kam dann auch der Punkt, an dem ich dann gefesselt war.
    Der Sturm vor 12 Jahren hat tiefe Schuldgefühle in Kieran hinterlassen, die jetzt wieder aufleben. Was damals geschah erfährt man nach und nach, merkt aber genau, dass da noch mehr dahintersteckt. Es ist ziemlich gut aufgebaut, weil man nicht wirklich weiß, wie alles zusammenhängt und die ganzen Personen, die damals den Sturm erlebt haben, heute wieder mit dabei sind und jeder irgendwie etwas damit zu tun hat - oder zu tun haben könnte.
    Vom Schreibstil her ist es gut zu lesen, wirkt aber zwischendurch, wie am Anfang erwähnt, etwas konfus. Vielleicht liegt es an der Übersetzung, oder vielleicht ist es auch einfach der Stil der Autorin - an manchen Stellen jedenfalls hatte ich den Eindruck, ich hätte was überlesen, oder nach einem Abschnitt geht es plötzlich "falsch" weiter. Es ist schwer zu erklären... Ansonsten hat es mich aber gut mitgenommen, wobei ich es mir etwas ... ja, packender hätte sein können und auch etwas dramatischer, als sich die Dinge dann zugespitzt haben. Es bliebt irgendwie gleichbleibend in dieser ruhigen, dahinschwelenden Atmosphäre, wodurch dann auch die Aufklärung am Schluss nicht so einen Schockeffekt hatte, wie erwartet. Nach dem vielen Lob über die Autorin hab ich es mir einfach aufregender vorgestellt...
    Als ein persönliches Drama hab ich Kierans Schuldgefühle mitempfunden, denn da fand ich vor allem auch die Reaktionen der Eltern ganz schlimm. Ein offener Vorwurf wurde zwar nie ausgesprochen, aber wohl spürbar ausgelebt; das fand ich für ihn schon echt schwer zu ertragen. Auch wenn er sein Leben im Griff hat mittlerweile.
    Ebenso was angeschnitten wurde, was in ihrer Jugend los war, also vor 12 Jahren, da gibt es auch einiges, worüber man nachdenken sollte. Denn nicht jeder "Spaß" den man macht, wird von anderen auch so empfunden und da sitzt der Schmerz oft tief, ohne das andere das bemerken.
    Insgesamt fand ich es durchaus spannend, aber ohne den gewissen Kick und das Bauchkribbeln, das ich erwartet hatte. Vielleicht ist diese ruhige Art aber typisch für die Autorin und ich werde auf jeden Fall noch was anderes von ihr ausprobieren.
    Mein Fazit 4 Sterne
    Weltenwanderer
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Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Der Sturm

    Kein Sturm - eher ein rauher Wind
    Zur Geschichte: Dies ist für mich kein Thriller, eher ein Drama mit kriminalistischen Elementen. Ich hatte von Jane Harper schon viel gehört, bin nun aber nicht wirklich begeistert von ihr.
    Inhalt: Protagonist kehrt nach 12 Jahren in seine Heimatstadt zurück, wo er damals in ein Unglück verwickelt war. Am selben Strand geschieht nun wieder ein Unglück. Ein Mord. Hängen beide Ereignisse zusammen?
    Gut geschildert war die Atmosphäre einer Kleinstadt, wie jeder jeden kennt, und jeder über jeden etwas weiß. Und wie eine kleine Gemeinschaft mit Schicksalsschlägen umgeht. Nachteil: die Handlung wurde über weite Strecken sehr detailreich und deskriptiv erzählt, das hat eindeutig Tempo rausgenommen. Auch ungewöhnlich: die Erzählperspektive ist die von Kieran, der damals an der Katastrophe während des Sturms beteiligt war. Die Polizeiperspektive bekommt man ständig nur indirekt, das war gewöhnungsbedürftig. Gut war: es werden von der Autorin viele falsche Fährten gelegt, die letztlich ins Leere laufen. Dennoch kam das Ende für mich abrupt, und wies viele offene Fäden auf. Die Psychologie der Figuren war teilweise recht seltsam - was möglicherweise mit der australischen Mentalität zu tun hatte.
    Zum Hörbuch an sich: ich finde, diese Geschichte hat sich nur bedingt als Hörbuch geeignet. Weil es über weite Strecken sehr detailreich und beschreibend war - bei einem Buch hätte ich leichter zurück blättern können. Außerdem gab es viele Rückblenden, das war hier nicht gut gelöst. Der Sprecher / die Produktion hat das nicht kenntlich gemacht. Die Tracks waren sehr lang, fast jeder genau ein Kapitel. Ich mag lieber kürzere Tracks, da kann man leichter einmal zurückscrollen. Der Sprecher hat mir auch nur mittelmäßig gefallen - vor allem bei den weiblichen Stimmen hat er mich nicht überzeugt.
    Meine Gesamtbewertung pendelt sich in der Mitte ein. Ich würde Jane Harper wohl lieber als Buch lesen.
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Ausgaben von Der Sturm

E-Book

Seitenzahl: 401

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 396

Taschenbuch

Seitenzahl: 384

Der Sturm in anderen Sprachen

Besitzer des Buches 13

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