About a Boy

Buch von Nick Hornby

Zusammenfassung

Über Nick Hornby

Durch seine Bücher wie "High Fidelity" und "About a Boy" machte sich der britische Schriftsteller Nick Hornby einen Namen als einer der bedeutendsten Vertreter der Popliteratur. Mehr zu Nick Hornby

Bewertungen

About a Boy wurde insgesamt 81 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 3,8 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu About a Boy

    Zum Inhalt (Booklet):
    Kinder sind so ungefähr das letzte, was sich Will Freeman, 36 Jahre alt und überzeugter Single, wünscht. Er lebt gut und faul von den Tantiemen eines Weihnachtslieds, das sein Vater 1938 komponiert hat. Seine Tage verbringt er mit Nichtstun, und an den Abenden bemüht er sich zur Zerstreuung um junge, alleinerziehende, gutaussehende Mütter.Marcus hat mit seinen zwölf Jahren ganz andere Probleme. Seine Eltern sind getrennt, und seine Mutter hat die beängstigende Neigung, ständig in Tränen auszubrechen. In der Schule ist Marcus nicht zuletzt wegen seiner Kleidung, seines Haarschnitts und seines Musikgeschmacks ein Außenseiter. Zum Glück bringt ihn das Schicksal mit Will zusammen. Und was das Schicksal einem schenkt, das lässt man so schnell nicht wieder los…Nick Hornbys erfolgreichster Roman wurde verfilmt mit Hugh Grant, Toni Colette und Rachel Weisz. Der Film wurde – wie das Buch – ein riesiger Erfolg.
    Will hat alles, was er braucht, zumindest denkt er das. Er ruht sich auf einem Weihnachtslied aus, das sein Vater einst schrieb, welches er jedoch selbst nicht mehr hören kann und das ihn regelmäßig aus der Haut fahren lässt. Trotzdem lebt er in Saus und Braus und um sich Zerstreuung zu holen, trifft er sich oft mit allein stehenden Frauen, die er aber immer wieder schnell vor die Tür setzt, wenn sie ihm überdrüssig werden. Als ihm eines Tages Marcus in die Arme läuft, kommt dieser wie gerufen. Marcus ist zwölf Jahre und sehr unbeliebt an der Schule. Nicht nur, dass er das Gespött der ganzen Schule zu sein scheint, weil er anders ist, sich anders kleidet und sein Haarschnitt eben nicht cool ist. Auch seine verträumte Art und sein Musikgeschmack lässt ihn immer wieder zum Mobbingopfer werden. Hinzu kommt, dass er mit seine flippigen Mutter allein wohnt und diese seit einiger Zeit immer wieder in Tränen ausbricht. Als Marcus und Will sich begegnen kommt es zu einem Deal zwischen den beiden. Marcus darf bei Will abhängen und Marcus ist für Will das "Kind", als er sich in einer Sache mit einer alleinerziehenden Mutter verrennt, die ihn auch prompt mit zu einem Treffen einer Selbsthilfegruppe mitnimmt. Als Marcus Mutter versucht sich selbst umzubringen, ist es an Will, die Sache für Marcus zu regeln und ihn aufzufangen. Und dabei wackelt sein Lügengerüst ganz gewaltig.
    Ich habe das Buch auf Englisch und auf Deutsch gelesen und muss sagen, dass es mir in beiden Sprachen Spaß gemacht hat, wobei die englischen Witze noch besser rüber gekommen sind, als in der deutschen Version. Mein persönliches Highlight in dem Buch ist die Begegnung zwischen Will und Marcus sowie die Stelle, als Marcus die arme Ente mit einem ganzen Laib Brot zur Strecke bringt, als sie im Park unterwegs sind. Die Geschichte um Marcus ist wirklich herzallerliebst. Seine Öko-Mutter hat den armen kleinen Kerl so verschroben erzogen, dass er immer wieder als Mobbingopfer endet. Er hat gar keine Chance wirklich aus der ganzen Sache auszubrechen. Selbst als Will ihm coole Schuhe kauft, damit er mitreden kann, endet das Ganze in einem Fiasko. Denn die Schuhe werden geklaut und Marcus läuft im strömenden Regen barfuß nach Hause, was natürlich im Effekt eine heiden Diskussion mit sich führt. Auch zum Weihnachtsfest, dem Will beiwohnen darf, muss der Leser schmunzeln. Die Mutter und der Vater, beide Ökos, der Vater mit seiner neuen Freundin zu Besuch und Marcus bekommt Socken geschenkt, alle freuen sich. Friede, Freude, Eierkuchen - Klischee erfüllt. Und dann ist da noch der Schulwettbewerb, bei dem Marcus gegen seinen Schulrivalen antreten will, musikalisch, singend, obwohl er das gar nicht wirklich kann. Es war herzallerliebst zu lesen, wie Will die Situation rettet.
    Empfehlen möchte ich das Buch allen, die etwas für zwischendurch suchen. Es ist für diejenigen, die humorvoll, aber auch dramatisch lesen möchten. Es geht um Menschen und zwischenmenschliche Beziehungen. Es ist kein großes Liebesdrama, es ist kein Abenteuer, sondern das pure Leben. Ich fands klasse.
    Idee: 5/5
    Emotionen: 5/5
    Logik: 5/5
    Humor: 5/5
    Gesamt: 5/5
    Taschenbuch: 288 Seiten Verlag: Penguin (2. Januar 2014) Sprache: Englisch ISBN-10: 0241969875 ISBN-13: 978-0241969878 Größe und/oder Gewicht: 11,1 x 1,8 x 18,1 cm
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  • Rezension zu About a Boy

    Handlung
    Was passiert, wenn man das Kind eines ziemlich alternativen Elternpaares ist, die einem von vorne herein Individualismus und feste moralische Grundsätze beibringen, die außerdem dafür sorgen, dass man auf Oberflächlichkeiten und Pop-Musik nichts gibt und dann mit seiner frisch getrennten Mutter nach London zieht und als Neuer auf eine londoner Schule geht? Fragt mal Marcus: man wird jeden einzelnen Tag gehänselt, gedemütigt und von so ziemlich jedem sich cool fühlenden 13-jährigen gemobbt. Und mit diesem Spießroutenlauf in der Schule und einer depressiven Mutter zu Hause hat Markus damit wirklich nicht viel zu lachen.
    Gut, dass auf kuriose Umwege plötzlich Will in Marcus' Leben tritt. Der 12- und der 36-jährige führen auf auf einmal eine richtige Männer- (oder besser Jungen-)Freundschaft, die für beide zu einem wichtigen Anker im Leben wird.
    Meine Meinung
    Nick Hornby gehört zu den Autoren, die man wunderbar zwischendurch lesen kann, wen einem mal wieder nach ein paar sehr selbstreflexiven Charakteren ist, die sich allesamt im Verlauf der Geschichte weiterentwickeln und am Ende ein bisschen besser mit sich und der Welt klarkommen.
    Marcus und Will - die beiden Protagonisten dieser Geschichte. Und obwohl der eine 12 und der andere 36 Jahre alt ist, kann man den Titel "About a boy" auf beide beziehen, denn wirklich erwachsen ist Will auch nicht. Als Sohn eines Mannes, der mit einem One-Hit-Wonder-Weihnachtslied für immer ausgesorgt hat, lebt er eigentlich nur von den Einnahmen durch dieses Lied. Er hat also noch nie in seinem Leben gearbeitet und füllt seine Tage mit diversen Hobbys, Partys und Frauen aus. Verantwortung oder irgendwelche Probleme kennt er nicht und ist auch ganz glücklich darüber. Doch dann schlittert er in diese ziemlich kaputte Familie hinein und wird von Marcus dazu auserwählt, sein Rückzugsort zu sein. Denn Will kann im nicht nur wertvolle Klamotten- und Frisurentipps geben, sondern auch eine Vermittlerrolle zwischen Marcus und der Welt einnehmen.
    Immer abwechselnd wird ein Teil der Handlung aus der Perspektive von Will und dann wieder aus der Perspektive von Marcus erzählt. Dabei wechseln auch Schreibstil - also Wortwahl und Satzkonstruktionen - je nach Erzählperspektive. Beide habe ihre ganz eigene Art, die Welt um sie herum zu deuten: Will, der eher extrovertiert ist und immer versucht, die Menschen um sich herum zu seinem eigenen Vorteil zu beeinflussen. Und Marcus, der solange es geht versucht, alles Negative weit von sich wegzuschieben und abgeschottet von seiner Umgebung zu leben versucht.
    Während die beiden Protagonisten sehr gut entwickelte Figuren sind, bleiben die Nebencharaktere relativ blass und eigenschaftslos. Marcus' Mutter ist die depressive Hippie-Frau, sein Vater der kiffende Sozialarbeiter. Höchstens Zoe, eine Freundin, die Marcus irgendwann tatsächlich findet, ist als Figur noch ein bisschen interessant. Aber auch sie verkörpert eigentlich zum großen Teil auch nur das typische Grunge-Fangirl der 90er.
    Richtig verrückt fand ich übrigens, dass die Geschichte in den 90ern spielt und man einfach sieht, wie krass vor allem die technischen Unterschiede im Vergleich zu heute sind. Der gesamte Alltag war ohne Smartphone und W-Lan völlig anders strukturiert und organisiert. Wenn mir das als 90er-Kind schon völlig fremd vorkommt, was denken dann Leute, die 5 Jahre jünger sind als ich?
    Insgesamt ist das Buch auf jeden Fall sehr lesenswert. Trotz der schweren Themen, die behandelt werden, bleibt der Humor - und wenn es schwarzer ist - nicht auf der Strecke und macht das alles erträglich für die Figuren und angenehm zu lesen für den Rezipienten.
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Ausgaben von About a Boy

Taschenbuch

Seitenzahl: 352

Hardcover

Seitenzahl: 320

E-Book

Seitenzahl: 339

Hörbuch

Laufzeit: 00:04:30h

About a Boy in anderen Sprachen

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