Bernard Minier - Nacht / Nuit

Nacht

3.8 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

Band 4 der

Verlag: Droemer HC

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 544

ISBN: 9783426282052

Termin: Februar 2019

Klappentext / Inhaltsangabe: Psycho-Thrill par excellence - vom französischen Meister des Genres. Spiegel-Bestseller-Autor Bernard Minier, bekannt u.a. durch die herausragende Netflix-Serie 'Glacé - ein eiskalter Fund' ('Schwarzer Schmetterling) nimmt den Leser in seinem neuesten Psychothriller 'Nacht' mit auf eine atemberaubende Reise in die Finsternis. Für Kommissar Martin Servaz scheint es kein Entkommen zu geben. Der französische Kommissar Servaz wird mit seinem schlimmsten Albtraum - Serienkiller Julian Hirtmann - konfrontiert. Bei einem Mordopfer auf einer norwegischen Ölplattform tauchen Fotos auf, die direkt zu Kommissar Servaz in die Pyrenäen und nach Toulouse führen. Fotos, die nur einer dort hinterlegt haben kann: Julian Hirtmann, ein hochintelligenter Serienmörder, seit Jahren auf der Flucht. Zeitgleich mit ihm verschwand damals Servaz` große Liebe Marianne, längst ist der Kommissar von ihrem Tod überzeugt. Nun hat Serienkiller Hirtmann beschlossen, ein neues Spiel mit Servas zu spielen. Erst setzt er den Kommissar auf die Spur eines Jungen, der sein Sohn sein könnte – nur um ihn dann vor eine unmögliche Wahl zu stellen. Ein Psychothriller der Extra-Klasse, der einen starken Sog entwickelt und den Leser fesselt und ihn atemlos aus dem verschneiten Norwegen direkt die Abhänge der Pyrenäen hinunter führt: 'Tauchen Sie ein in diese Nacht, die so dunkel ist wie keine andere, und bei der Sie nie das Verlangen haben werden, jemals wieder aufzutauchen. Bernard Minier ist ein Meister der Spannung!' Pascale Frey. On la lu
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  • Inhalt (Quelle : Amazon)


    Nuit de tempête en mer du Nord. Secoué par des vents violents, l'hélicoptère dépose Kirsten Nigaard sur la plate-forme pétrolière. L'inspectrice norvégienne enquête sur le meurtre d'une technicienne de la base off-shore.
    Un homme manque à l'appel. En fouillant sa cabine, Kirsten découvre une série de photos. Quelques jours plus tard, elle est dans le bureau de Martin Servaz.
    L'absent s'appelle Julian Hirtmann, le tueur retors et insaisissable que le policier poursuit depuis des années. Étrangement, sur plusieurs clichés, Martin Servaz apparaît. Suivi, épié.
    Kirsten lui tend alors une autre photo. Celle d'un enfant.
    Au dos, juste un prénom : GUSTAV
    Pour Kirsten et Martin, c'est le début d'un voyage terrifiant. Avec, au bout de la nuit, le plus redoutable des ennemis.
    UN FACE-À-FACE ANGOISSANT


    Über den Autor (Quelle : Thalia)


    Bernard Minier ist im Südwesten Frankreichs, in den Ausläufern der Pyrenäen, aufgewachsen. Er schreibt seit seiner Kindheit und ist bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Bernard Minier lebt in der Nähe von Paris.


    Allgemeines


    Erscheinungstermin : 1. Februar 2017, Verlag XO, Broschierte Ausgabe, 525 Seiten
    Gliederung : Vorwort, 46 Kapitel, Epilog, Danksagung, Referenzen zitierter Bücherauszüge, Inhaltsverzeichnis


    Zusammenfassung


    In einer Kirche wird eine Tote gefunden. Kirsten Nigaard ist die zuständige Ermittlerin und stellt fest, dass die Tote auf einer Bohrinsel in der Nordsee gearbeitet hat. Von allen, die gerade frei hatten, ist nur ein Mann nicht auf die Bohrinsel zurückgekommen, und zwar Julian Hirtmann. In seiner Kabine entdeckt Kirsten Fotos von Martin Servaz und von einem kleinen Jungen, der Gustav heisst. Die Norwegerin wird nach Frankreich geschickt, wo sie dann zusammen mit Servaz weiterermittelt.


    Meine Meinung


    Es handelt sich hier um Band 4 aus der Serie um Martin Servaz und Julian Hirtmann.


    Das Buch beginnt sehr gemächlich, auf den ersten hundertzwanzig Seiten tut sich so gut wie nichts. Man hat das Gefühl, der Autor wisse noch gar nicht genau, was er eigentlich schreiben will. Dies hat mich seitens Monsieur Minier sehr erstaunt, da mir die drei vorhergehenden Bände sehr gut gefallen haben. Irgendwie fehlt es hier zunächst an Spannung und der gewohnten Feinsinnigkeit.


    Die flüssige Schreibweise und der angenehme Sprachstil machen dies aber wieder teilweise wett. Die beiden ersten Drittel des Buches sind nicht direkt langweilig, aber vieles fand ich total überflüssig.


    Erst im letzten Drittel nimmt das Buch endlich Fahrt auf und es wird spannend. Aber ich finde das Ganze ein bisschen zu konstruiert, vieles kann man erahnen und wird nicht wirklich überrascht. Einige Begebenheiten betreffend Gustav und Servaz erscheinen mir recht unglaubwürdig. Auch das ewige Hadern in der Beziehung zwischen Servaz und seiner Tochter hat ein bisschen genervt, immer die gleichen Phrasen und Entschuldigungen. Eine der Hauptpersonen geht z.B. Risiken ein und trifft Entscheidungen, die mir persönlich völlig unlogisch und abwegig erscheinen. Zudem vertraut diese Figur blindlings verschiedenen Aussagen und völlig unbekannten Personen.


    Das Ende ( Weihnachten 2017 ! ) war dann auch recht konfus, oberflächlich und abrupt. Alles geht recht schnell und scheinbar einfach, was der Realität so nicht entspricht.


    Fazit : Dies war um einiges unter dem bisherigen Niveau des Autors und ich bin doch etwas enttäuscht. Das Buch hat mich zwar gut unterhalten, aber wie gesagt fehlt es an Finesse und es ist nicht so fesselnd und mitreissend wie die Vorgänger. Daher gibt es leider nicht mehr als :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    ☆¸.•*¨*•☆ ☆¸.•*¨*•☆ La vie est belle ☆¸.•*¨*•☆☆¸.•*¨*•☆

  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Bernard Minier - Nuit“ zu „Bernard Minier - Nacht / Nuit“ geändert.
  • Bernard Minier - Nacht


    Mein Leseeindruck


    Diesen vierten Band der Martin-Servaz- Reihe hatte ich sehnsüchtig erwartet und mich auch schon sehr darauf gefreut. Hatten mir doch die anderen Teile bisher hervorragend gefallen. Ich hatte eine hohe Erwartung in Bezug auf das Wiedersehen und Zusammentreffen von Servaz und Hirtmann. Ich habe mit einem richtigen Knaller gerechnet.


    Die ersten 100 Seiten haben sich ziemlich gezogen. Die Koma- Geschichte und die Umstände, die dazu beigetragen haben, fand ich unnötig, unglaubwürdig und langweilig. Dann endlich beginnt der eigentliche Fall. Leider bin ich diesmal nicht mit Martin und der Geschichte warm geworden. Es fehlte das Raffinierte und die unerwarteten Wendungen wie bei den vorigen Bänden. Sicher, es gab die ein oder andere Überraschung, aber ich muss gestehen, dass der Autor das schon viel geschickter und weniger offensichtlich gemacht hat. Der Kern des ganzen

    fand ich mehr als merkwürdig und ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Auch Julian Hirtmann war nicht so, wie ich erwartet hatte. Seine Hinterhältigkeit, List und Tücke kamen nicht richtig zur Geltung. Er war fast harmlos. In dem ganzen Geschehen kam irgendwie nie richtig Spannung auf und das fand ich echt schade. Irgendwann hatte ich während dem Lesen sogar mal den Gedanken, dass das Buch vielleicht gar nicht Minier geschrieben haben könnte. Das Ende ging mir zu schnell und war für mich nicht zufriedenstellend.


    Leider liegt meine Bewertung dieses mal nur bei Durchschnittlich, weil der Thriller für mich nichts besonderes hatte und mir der Pep gefehlt hat. Alles in allem war es nicht schlecht, aber eben nicht das, was ich erwartet habe. Ich war schon recht enttäuscht. Für mich ist dieser Band der bisher schlechteste der Reihe.



    Fazit: Durchschnittlicher Thriller mit ein paar Längen. Von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: Sterne

    :study:   James Byron Huggins - Hunter

    2020: 8 Bücher/ 3.295 Seiten

    SUB: 21

                                       

  • Hallo,

    ich habe ungefähr zwei Drittel gelesen und fürchte, dass ich zu einem ähnlichen Urteil komme.

    Die Atmosphäre der winterlichen Pyrenäen ist toll, das kann Minier wie immer gut. Aber es fehlt irgendwie ein zentraler Knoten. Das Ganze friemelt sich relativ harmlos dahin - jedenfalls verglichen mit Miniers früheren Romanen.


    Ich werde nochmal ein paar Sätze dazu schreiben, wenn ich durch bin.


    Grüße von Zefira

  • So, nun bin ich durch und habe keinen Anlass, meine Meinung zu ändern.

    Es hatte schon seine Momente, am Ende kam auch noch ein netter Twist, aber insgesamt macht das Buch auf mich nicht den Eindruck eines Krimis oder Thrillers, es hat vielmehr eine Privatfehde mit recht bizarren Elementen zum Thema; so kommt es mir jedenfalls vor.


    Wie man von Toulouse aus durch die Schweiz und Deutschland nach Österreich fährt, musste ich auch erst mal googeln, aber das stimmt tatsächlich. Der Routenplaner gibt 14 Stunden 43 Minuten an. Hier hat Minier sauber recherchiert.

    Ich mag Miniers Bücher sehr (vor allem "Wolfsbeute"), aber "Nacht" ist eindeutig ein Schritt vom Gipfel. Ich hoffe, damit wird keine bleibende Tendenz eingeleitet, es wäre schade.