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Walt Whitman - Grashalme

  • Buchdetails

    Titel: Grashalme


    Verlag: Anaconda Verlag

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 160

    ISBN: 9783866474376

    Termin: Juni 2009

  • Bewertung

    3.9 von 5 Sternen bei 7 Bewertungen

    77,1% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Grashalme"

    Ein stimmgewaltiger Barde war er – poetischer Verkünder der Neuen Welt und ihrer Menschen, einer selbstbewussten amerikanischen Nation, frei, demokratisch, voller Ideen und Ideale. Nahezu vier Jahrzehnte lang arbeitete Walt Whitman (1819–1892) an seinem Gedichtzyklus 'Grashalme' und schuf ein Werk von berauschender Kraft und entwaffnender Unmittelbarkeit. Der fließende Rhythmus seiner freien Verse begeistert bis heute ebenso wie die Sinnlichkeit seiner Sprache, die frei ist, weil sie sich nichts versagt: 'Darum sende ich euch meine Gedichte, dass ihr in ihnen erkennt, was ihr sucht.'
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  • Original aus dem englischen: Leaves of Grass


    Klappentext:
    »Walt Whitman, Amerikaner, einer von den rauhen Burschen, ein Kosmos,
    ungestüm, fleischlich und sinnlich...ißt und trinkt und zeugt; kein
    Empfindsamer...keiner, der sich über Männer und Frauen stellt oder
    abseits von ihnen...weniger bescheiden als unbescheiden.«


    Inhalt:
    Grashalme ist eine Sammlung mehrerer kleiner Gedichte, wobei das besondere daran ist, dass einige von Ihnen an den Sezessionskrieg anknüpfen, den Whitman selbst erlebt hat. Im Gegensatz zu anderer Literatur, die Kriege beschreibt, klingt diese eher optimistisch und glorifizierend. Es sind hunderte kleiner Texte.


    Autor:
    Zu Lebzeiten war Whitman ein Sonderling. Seine Werke wurden
    als obszön bewertet. Wortgewaltig feiert er die Natur, den Menschen
    und die Schönheit des menschlichen Körpers. Generationen von Dichtern
    in den USA und überall auf der Welt haben von ihm gelernt und seinen
    hymnischen Ton aufgenommen. Heute wird er als einer der Gründerväter der
    amerikanischen Literatur verehrt.


    Meinung:
    Wer den Geist der amerikanischen Literatur kennenlernen möchte, der liegt hier richtig. Diese kleinen Gedichte sind das Spiegelbild eines guten Beobachters. Die Zeilen über den Sezessionskrieg sind sehr beeidruckend. Die Verse sind ansonten weitgehend unabhänging voneinander, was das lesen sehr angenehm macht. So kann man zwischendurch den einen oder anderen lesen und sich kurz Gedanken dazu machen, ohne den Anschluss zu verlieren.
    Lesenswert für jeden, der sich für Amerika und dessen Literatur interessiert. Daher :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb:

  • An "Grashalme" habe ich mich vor ein, zwei Jahren mal gewagt... aber nach wenigen Seiten wieder abgebrochen. Nicht weil es schlecht gewesen wäre, sondern weil mir bei der Gelegenheit so richtig deutlich vor Augen getreten ist, dass man Gedichte im Original lesen sollte. ("O Captain! My Captain" klingt eben viel gewaltiger als "O Käpt´n! Mein Käpt´n!")


    Daher gibts von mir noch keine Bewertung. Ich warte damit, bis ich das Buch auf Englisch gelesen habe.

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    "Wenn wir einen Menschen hassen, so hassen wir in seinem Bilde etwas, was in uns selber sitzt.
    Was nicht in uns selber ist, das regt uns nicht auf."
    (Hermann Hesse: Demian)

  • Ich habe eine Anthologie aus « Grashalme » vom Anaconda-Verlag über Wochen gelesen und bin beeindruckt. Dabei muss man sich bewußt sein, dass es nicht nur eine Auswahl ist, sondern zudem eine Auswahl aus einem ufernden und wachsendem Lebenswerk. Whitman hat tatsächlich nach und nach in immer wieder neuen Auflagen « Grashalme » erweitert, von anfangs anscheinend 12 Gedichten bis zu einer Endausgabe 1892 mit über 400 Gedichten (so wikipedia) !


    Sie sind unterschiedlich lang, aber auch inhaltlich verschieden. Da sind jene paar, die im Sezessionskrieg verankert sind, vom Tode der Kameraden sprechen oder entlaufenen Sklaven. Doch da sind vor allem auch elegiasche, hymnische « Selbstfeiern », in denen das Ich glorifiziert, ja beweihräuchert und als frei und grenzenüberschreitend dargestellt wird. Ernstes steht neben Überbordendem, -schäumendem. Oft geht es um Aufhebung der Unterschiede zwischen Trennendem, dem Ich und dem Du. Das besungene Ich steht fast mit « messianischem » Auftrag da ; man könnte durchaus von einer Form der Überheblichkeit, Eitelkeit sprechen. Fast Grössenwahn ? Da erinnerten sie mich sprachlich und inhaltlich teils an Nietzsche.


    Sinnlich sind sie sehr oft, auch in Richtung homoerotisch und bisexuell. Kein Wunder, dass er zu jener Zeit damit schräg angeschaut wurde… Er wies dies im Übrigen dann öffentlich sogar weit von sich ab, was aber der Leser ihm nicht abkaufen kann.


    Manchmal wollte man dem Autor zurufen, « nun mach mal halblang », aber das Lebendige, Vitale, Vehemente, drängt sich auf, und hinterlässt einen Eindruck.


    Vielleicht nicht für jeden, aber schon empfehlenswert !


    AUTOR :

    Walter Whitman (* 31. Mai 1819 in West Hills, Long Island, New York; † 26. März 1892 in Camden, New Jersey) war ein US-amerikanischer Dichter. Er gilt als einer der Begründer der modernen amerikanischen Dichtung und daher als einer der einflussreichsten amerikanischen Lyriker des 19. Jahrhunderts, dessen Werk auch in der folgenden Zeit von großer literarischer Bedeutung ist. Sein berühmtestes Werk ist sein Lebenswerk Leaves of Grass (Grashalme).


    Whitman wurde als Sohn eines Zimmermanns in einem Bauernhaus in West Hills bei Huntington geboren und war das zweite von neun Kindern. 1823 zog seine Familie nach Brooklyn, wo er sechs Jahre lang die Schule besuchte. 1830 begann er mit zwölf Jahren als Schriftsetzerlehrling zu arbeiten. Als Autodidakt las er die Werke von Homer, Dante und Shakespeare. Nach seiner zweijährigen Lehre zog er nach Manhattan, wo er in verschiedenen Druckereien arbeitete. 1836 zog er nach Long Island zurück, wurde Lehrer in East Norwich, mit weiteren Anstellungen bis zum Winter 1837/38 in Hempstead, Babylon, Long Swamp und Smithtown.


    In seiner Heimatstadt Huntington gründete er 1839 eine Zeitung, den Long Islander, als dessen Herausgeber er wirkte. Nach seiner Rückkehr nach Brooklyn 1850 begann er eine Tätigkeit als Wohnungsmakler.


    Im Sezessionskrieg war Whitman 1862 als freiwilliger Sanitätshelfer in Lazaretten in Washington D.C. tätig. Im selben Jahr wurde Whitman im Innenministerium angestellt, später jedoch vom Innenminister wegen „Unsittlichkeit seiner Dichtung“ entlassen. Er veröffentlichte weitere Texte, so zum Beispiel 1871 den Essay Democratic Vistas (Demokratische Ausblicke).


    Nach einem Schlaganfall und einem Zusammenbruch in Washington D.C. 1873 war Whitman arbeitsunfähig, da er zeitweilig gelähmt war. Er lebte von da an in sehr bescheidenen Verhältnissen.


    Quelle und mehr : https://de.wikipedia.org/wiki/Walt_Whitman

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