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José Saramago - Die Stadt der Blinden / Ensaio sobre a Cegueira

  • Buchdetails

    Titel: Die Stadt der Blinden


    Band 1 der

    Verlag: btb Verlag

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 400

    ISBN: 9783442745296

    Termin: September 2015

  • Bewertung

    4.2 von 5 Sternen bei 60 Bewertungen

    84,7% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Die Stadt der Blinden"

    Saramagos Antwort auf Die Pest von Albert Camus. Ein Mann steht an einer Ampel. Von einer Sekunde auf die nächste, ohne erklärbaren Grund, erblindet er. Wie ihm ergeht es immer mehr Menschen in seiner Heimatstadt. Wie eine Seuche greift die Blindheit um sich. Die Regierenden wissen sich nicht anders zu helfen, als die Betroffenen in einer verlassenen Irrenanstalt einzuquartieren – unter der Bewachung von Soldaten, die auf jeden schießen, der fliehen will. Je mehr Blinde dort zusammengepfercht werden, desto schlimmer, desto unmenschlicher wird die Situation. Inmitten dieses grausamen Chaos befindet sich ein Augenarzt mit seiner Frau – die als Einzige noch sehen kann …
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  • Inhalt


    Die Ampel schaltet auf Grün, ein Auto bleibt trotzdem im Stillstand. Der Lenker ist von einer Sekunde auf die nächste erblindet. Er wird von einem Passanten nach Hause begleitet (der dann gleich darauf sein Auto stiehlt), doch auch dieser erblindet kurz darauf. Gefolgt von einem Augenarzt und dessen Patienten greift das „weiße Übel“ (die Blinden sehen nämlich nicht schwarz, sondern ein grelles Weiß) um sich, die Ansteckung scheint nicht zu stoppen zu sein.


    Die Regierung handelt rasch und unbarmherzig. Alle Blinden werden in einer ehemaligen Irrenanstalt interniert, so will man der Epidemie entgegentreten. Mehrere hundert Leute werden eingeliefert, die Situation in der nur notdürftigen Unterkunft entwickelt sich zur Hölle. Chaotische Zustände, unvorstellbare hygienische Verhältnisse, fehlende Grundversorgung an alltäglichen Dingen, keinerlei Informationen von außen, rationiertes Essen bestimmen den Tagesablauf. Nicht einmal die Leichen werden abtransportiert. Unter den Internierten bilden sich Gruppen, es herrscht Aggressivität, Gewalttätigkeit, sämtliche soziale Strukturen zerbrechen, es herrscht Anarchie und die tiefsten Abgründe er menschlichen Seele tun sich auf.


    Eine einzige – die Frau des Augenarztes – wurde von der Blindheit verschont.. Aus Solidarität zu ihrem Mann täuschte sie Blindheit vor und versucht nun, zumindest so weit es in ihren Kräften liegt, das Schlimmste zu verhindern. Doch sie muss alles mitansehen und ist eigentlich dadurch vom ganzen Elend noch mehr betroffen.


    Meine Meinung


    Was für ein Buch! Gebannt von der ersten bis zur letzten Seite harrt man dem Geschehen. Die Beschreibung der Zustände in der Anstalt sind derart heftig, dass auch der Leser oftmals mit dem Würgereiz zu kämpfen hat. Starke Nerven sind in jedem Fall gefragt!


    Anstatt sich zu solidarisieren, beginnen sich einzelne Gruppen unter den Inhaftierten gegenseitig zu bekämpfen, es herrscht Gewalt, Angst, Hoffnungslosigkeit. Der totale Zusammenbruch der Gesellschaft beginnt, die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele tun sich auf. "Wenn wir nicht ganz wie Menschen leben können, sollten wir zumindest versuchen, nicht ganz wie Tiere zu leben“, das ist die Aussage der Frau des Augenarztes, die mit allen Mitteln versucht, ordnend einzugreifen, aber auch kurz davor ist, den Verstand angesichts des Elends zu verlieren.


    Anzumerken sei auch noch der typische Saramago-Stil. Keine Satzzeichen bei der direkten Rede, die Personen haben keine Namen, sie werden auf ein Merkmal reduziert („der erste Blinde“, „der Augenarzt“, „die Frau mit der schwarzen Brille“, „der schielende Junge“). Dennoch gewöhnte ich mich an den Stil in kürzester Zeit, ich hatte kein Problem damit.


    Es war mein zweites Buch von José Saramago, mir hat es bedeutend besser gefallen als "Der Doppelgänger".

    Herzliche Grüße
    Rosalita


    :study:
    Wenn das Schlachten vorbei ist - T.C. Boyle


    *Life is what happens to you while you are busy making other plans* (Henry Miller)

  • Danke, Rosalita, für die interessante Rezension. :thumleft:
    Das Buch schlummert irgendwo in den Tiefen meines SUBs, werde gleich mal danach schauen...


    Liebe Grüße
    Siebenstein :wink:

    :montag: Benedict Wells - Hard Land


    "Sehnsucht nach Liebe ist die einzige schwere Krankheit, mit der man alt werden kann, sogar gemeinsam."
    (Bodo Kirchhoff: Die Liebe in groben Zügen)


  • Hallo Rosalita !
    Ich habe das Buch gelesen kurz nachdem Saramago den Nobelpreis erhalten hat und war auch fasziniert. Es zählt auf jeden Fall zu meinen Lieblingsbüchern.
    Das Einzige, was mich bis dato unbefriedigt gelassen hat, ist das Ende.


    Wie fandest Du es,


    Ich hätte es schlüssiger gefunden,


    Gruß Siri

  • SiriNYC: Über das Ende habe ich sehr lange nachgedacht und bin auch etwas unschlüssig. Es gibt in jedem Fall viel Platz für Interpreationen und Spekulationen.



    Alles in allem finde ich das Ende aber eine gute Lösung.

    Herzliche Grüße
    Rosalita


    :study:
    Wenn das Schlachten vorbei ist - T.C. Boyle


    *Life is what happens to you while you are busy making other plans* (Henry Miller)

  • Ja, das ergibt wohl einen Sinn,


    Interessant ist auch ein Vergleich mit ähnlichen Endzeit-Szenarien. Ich denke da spontan an "Die Pest" von Camus und an "Das Glück der Anderen" von Stewart O`Nan. Beim ersteren kann ich mich an das Ende gar nicht mehr erinnern ( Asche über mein Haupt ) und beim zweiten

  • Ich bin im Zusammenhang mit "Die Stadt der Blinden" auch immer wieder über Albert Camus "Die Pest" getolpert. Camus habe ich vor vielen, vielen Jahren im Französisch Unterricht gelesen, die Erinnerung ist nur mehr sehr spärlich (außer, dass es auch ziemlich grausig war). Ich habe mir (eigentlich schon seit längerem) fest vorgenommen, "Die Pest" nochmals zu lesen.



    Als eine der Grundaussagen der "Stadt der Blinden" würde ich verstehen, dass



    Aber das Buch ist so vielschichtig, man könnte sehr viele Aspekte aufgreifen und diskutieren!

    Herzliche Grüße
    Rosalita


    :study:
    Wenn das Schlachten vorbei ist - T.C. Boyle


    *Life is what happens to you while you are busy making other plans* (Henry Miller)

  • SiriNYC: Die Stadt der Blinden ist eines meiner Lieblingsbücher, genauso wie das Glück der Anderen vom großartigen Stewart O'Nan!!! :flower:Allerdings finde ich, dass beide Titel (Vielleicht mal abgesehen von der Grundsituation: Seuche) nicht wirklich vergleichbar sind...
    Bei der Stadt der Blinden fand ich vor allem die Stimung gewaltig..ich denke wie ihr hier ist das Thema Moral, "Verkommenheit" und die Natur des Menschen allgemein..


    Bei Das Glück der Anderen denke ich, geht es vor allem um Moral und Verpflichtung des Einzelnen gegenüber einer Gruppe...wieviel kann einem Menschen aufgebürdet werden bevor er verrückt wird.


    Aber beide Bücher sind in jedem Fall absolut lesenswert!!!


    LG Summer

    "Schlafende Eidechsen im Mondschein,
    vom Himmel ein Regen kleiner Fische..."

  • Zu Siris Bemerkung: Die "Pest" von Camus scheint dann "Der Stadt der Blinden" zu ähneln, insofern am Ende die Pest einfach wieder "weicht".

  • Ich hab das Buch am Wochenende gelesen und ich fand es einfach toll. Es war total anders, als das was ich bisher gelesen habe. Schon allein der Schreibstil. Mit dem hatte ich am Anfang so meine Schwierigkeiten und ich habe schon überlegt, ob ich das Buch nicht weglege, als ich gemerkt habe, dass es das ganze Buch so über bleiben würde. Aber nach einer Weile habe ich mich dann doch daran gewöhnt. Auch wenn ich einige Stellen mehr als einmal lesen musste, um zu verstehen, wer jetzt was gesagt hatte.
    Ich fand es auch interessant, dass der Autor das ganze Buch über ohne einen einzigen Namen auskommt.
    Das Ende hat mir an sich eigentlich gut gefallen, obwohl ich schon gerne den Grund erfahren hätte, warum denn nun alle blind geworden sind. Man kann zwar spekulieren, aber genau weiß man es nicht.


    Lg Bree

    Bücher sind wie Türen in neue Räume.



    Einmal editiert, zuletzt von Bree ()

  • Hallo ihr,


    ich habe vor kurzem auch "Die Stadt der Blinden" gelesen, nachdem es viele Monate ruhig in meinem SUB vor sich hin geschlummert hat.
    Und siehe da, im Nachhinein kann man nicht glauben, dass man dieses Buch nicht sofort in sich hineinverschlungen hat!!!


    Ich glaube, am besten hat mir gefallen, wie Saramago die Folgen der Blindheit beschreibt und zwar im Bezug darauf, dass innerhalb kürzester Zeit sämtliche Etikette, Verhaltensregeln und Werte vergessen sind... Bestes Beispiel hierfür sind ja z.B. die Verhältnisse in der Anstalt selbst oder die alte Frau, welche die Gruppe später noch alleine und verwirrt in ihrer Wohnung antrifft.
    Auch das Bild von den blinden Menschenrudeln, die sich plündernd durch die Straßen tasten und dabei den Tieren immer ähnlicher werden, lässt einen doch etwas länger darüber nachdenken, in was für einem angenehmen, von allen akzeptierten "Basis-Normen-und-Regel-Rahmen" wir doch leben...

    Ein schönes Buch ist wie ein Schmetterling. Leicht liegt es in der Hand, entführt uns von einer Blüte zur nächsten und lässt den Himmel ahnen. (Lao-Tse)

  • Nachdem das Buch nicht für die nächste Leserunde gewählt worden war, habe ich es direkt verschlungen. Es hat mich von einer Art Leseblockade geheilt!


    Der Schreibstil hat mich auch etwas gestört und bis zum Schluss konnte ich mich deshalb nicht so richtig mit den Charakteren identifizieren, da die indirekte Rede irgendwie gefühllos rüberkam, man konnte aus dem Gesprochenen keine echte Beziehung zum Sprecher aufbauen. Aber die Handlung war so faszinierend wie ekelerregend, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.


    Schade, dass das Buch nicht für die Leserunde gewählt wurde, ich hätte gerne Diskussionen darüber geführt, wie jeder einzelne sich in dieser Situation wohl gefühlt und verhalten hätte. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, solche schrecklichen Zustände aushalten zu können, dieser Schmutz, dieser Gestank! Ich fühle mich schon unbehaglich, wenn ich das Gefühl habe, mein Deo hätte versagt und andere könnten das jetzt riechen. In der Umkleidekabine meines Fitnessstudios und Sauna hatte ich meinen Schrank schon öfter neben dem einer älteren Frau. Als diese ihren Schrank öffnete und ihre Kleider herausholte, kämpfte ich mit einem Brechreiz. Das war nicht der "Alte-Leute-Geruch", der da herausschlug, sondern ein ekelhafter, säuerlicher Geruch nach ungewaschener Kleidung. Wenn ich mir vorstelle, dass plötzlich die ganze Welt so stinkt!! Ja, man stumpft schnell ab, aber ob ich bis dahin nicht schon verrückt geworden wäre. Wie kann man als Einzelner in so einer Situation ein Mindestmaß an Würde bewahren?


    Ich höre :musik: gerade "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" von Joel Dicker.

  • Das Buch ist ohne Zweifel einfach klasse!
    Mit dem Schreibstil hatte ich keine Probleme allerdings haben mir manche Beschreibungen wirklich an den Nerven gezerrt, und das mit dem Würgreflex ist kein Witz... :pale:

    was mir interessantes an der Geschichte aufgefallen ist...



    Das Ende fand ich sehr passend...

    :rambo: >>Nur ein Feigling stirbt für die Republik, ein Jakobiner tötet für sie!<< G. Büchner: Dantons Tod


    :study:

  • Huhu,


    ich habe das Buch zwar noch nicht ganz durch, aber möchte dennoch etwas dazu schreiben.


    Auch ich hatte anfangs Probleme mit Saramagos Schreibstil. Mein erstes Buch von ihm war "Die Gesichte der unbekannten Insel", in dem ich mich mit dem mir völlig neuen Schreibstil vertraut machen konnte.
    Insofern habe ich mich in "Die Stadt der Blinden" sehr schnell daran gewöhnen können und es fällt mir nicht weiter negativ auf.


    Obwohl Saramago die Charaktere auf den ersten Blick anonym erscheinen lässt, (keine Namen, keine Hintergrundinformationen, kein Werdegang) konnte ich dennoch mitfühlen, mir ein Bild von ihnen machen und Symphatie bzw. Antipathie entwickeln.


    Die Erzählungen (besonders das "Leben" in der Anstalt) werden detailgenau beschrieben und haben mich mehrmals schlucken und tief durchatmen lassen. Mit so einer Heftigkeit hatte ich nicht gerechnet, obwohl ich vorgewarnt wurde.


    Saramago spricht mit diesem Buch Themen an, welche uns alle angehen und mir persönlich Fragen aufwerfen:


    -Wie würde ich mich verhalten?
    -Was hätte ich womöglich anders gemacht?
    -Ab wann beginnt die Verkommenheit? Wird der Mensch zum Tier?
    -Inwiefern ändert sich das persönliche Schicksal, wenn man unter all den Blinden sehen kann?
    -Was treibt einen Menschen zu solch unmoralischem, perversen Handeln?



    Ich schätze dieses Buch sehr, weil es mich zum Nachdenken anregt und kein Buch ist, welches man einfach aus der Hand legen kann. Ich weiß wirklich nicht, wie ich in so einer Situation handeln würde, aber es gab des Öfteren Situationen im Buch, in denen ich womöglich anders gehandelt hätte.


    Ich bin sehr gespannt, wie es ausgeht.



    Lieben Gruß,
    Nela

  • Nachdem ich durch den Thread hier auf das Buch aufmerksam geworden bin, habe ich es nun auch gelesen und möchte etwas dazu loswerden.


    Mit dem Schreibstil des Autors hatte ich eigentlich keinerlei Probleme, ich konnte immer unterscheiden, wer was sagt. Erstaunlich ist, dass der Autor völlig ohne Namen oder umfassende Charakterisierungen der Personen auskommt und man trotzdem immer ganz genau weiß, von wem er spricht und man kann sich auch trotzdem ein Bild von den jeweiligen Personen machen. Besonders hat mir persönlich ja der "Hund der Tränen" gefallen :D


    Während ich das Buch gelesen habe, musste ich immer wieder kurz innehalten und das Buch zuklappen, weil ich es einfach so erschreckend und abstoßend fand, wie sich die Lebensverhältnisse in der Anstalt verändert haben. Am Anfang dachte man noch, die bekommen das schon irgendwie untereinander geregelt, gerade was die Nahrungsversorgung anbelangt. Aber es wurden einfach immer mehr Blinde in dieser winzigen Anstalt, so dass an menschliche Verhältnisse einfach überhaupt nicht mehr zu denken war. Und dann erst noch, als sich dieser "Elite-Saal" herausgebildet hat, der dann unglaubliche Sachen von den anderen verlangt hat! :shock:



    Das der Autor nicht beschreibt, warum alle Menschen auf einmal erblindet sind, finde ich eigentlich gar nicht so wichtig. Das kann einem doch auch einfach so passieren. Vielleicht erwischt es nicht gleich eine ganze Stadt oder ein ganzes Land, aber ich denke man kann sich da schon selbst eine Erklärung zurechtlegen. Dem Autor kam es darauf sowieso nicht an, Sinn des Buches ist es meiner Meinung nach eigentlich nur, darzustellen, wie schnell Menschen ihr soziales Verhalten ablegen können und selbst zum Tier werden, wenn es um ihr eigenes Überleben geht.


    Das Ende fand ich wiederum auf der einen Seite relativ unbefriedigend, da auf einmal alle wieder sehen konnten. Auf der anderen Seite aber soll dadurch aber vielleicht verdeutlicht werden, dass man immer einen Funken Hoffnung bewahren sollte und das Schicksal oft andere Wendungen als gedacht nimmt.



    gaensebluemche :flower:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

  • Wusstet Ihr, dass das Buch verfilmt wurde und am Mittwoch in Cannes als Eröffnungsfilm startet?


    Ich befürchte, dass durch den Film viel von der Vielschichtigkeit und den Zwischentönen des Buches verloren gehen kann, da das Thema dazu verführt, einen Endzeit-Thriller zu basteln.
    Der Trailer sieht jedenfalls ganz danach aus und die Atmosphäre wirkt für mich völlig anders als ich sie mir beim Lesen vorgestellt habe.
    http://www.kino-zeit.de/filme/artikel/trailer_9446_die-stadt-der-blinden--blindness.html


    Werdet Ihr Euch den Film ansehen?

  • Na sowas, ich habe das Buch vor drei Tagen fertig gelesen und hab noch während des Lesens zu meinem Freund gesagt, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass das Buch jemals verfilmt wird, und jetzt les ich den Beitrag hier... :-s


    Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, ob ich mir den Film anschauen würde... Fand das Buch schon seeeehr abstoßend, ich glaube ich würde eh die meiste Zeit mit zugekniffenen Augen und Händen vorm Gesicht im Kino sitzen :shock: Ich glaub das ist nix für meine schwachen Nerven. Stells mir auch einfach eklig vor, möchte das eigentlich gar nicht sehen...


    Aber du hast bestimmt Recht, SiriNYC, der Trailer sieht sehr stark nach Endzeitstimmung aus... Aber das Buch gibt dafür ja eigentlich auch ne gute Grundlage. Wenn man sich das vorstellt, eine Stadt in der völliges Chaos herrscht, jeder ist sich selbst der nächste... Gruslig!


    gaensebluemche :flower:

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  • Mich interessiert brennend, wie das Buch filmisch umgesetzt wurde! Ich denke, aus diesem Stoff kann man durchaus was machen!

    Herzliche Grüße
    Rosalita


    :study:
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  • Machen kann man daraus so einiges, gar keine Frage. Aber ich kann mich nur noch mal wiederholen: Ich weiß nicht ob ich solche Bilder sehen will......


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  • An der Grausamkeit der Bilder würde ich mich weniger stoßen.


    Ich hatte allerdings beim Lesen immer eine südliche Stadt vor Augen. In meiner Vorstellung war zudem alles in ein gelbes oder sandfarbenes Licht getaucht. Der Kinofilm scheint aber eher von einem Blau/Grau-Ton dominiert zu sein.
    Ich denke daher, ich müsste mich gedanklich von meinen eigenen Buchbildern frei machen, wenn ich mir den Film ansehen würde.

  • Mh, ich denke, die Blau- und Grautöne sollen einfach bewirken, dass der Film kalt wirkt... Warme sandfarbene Töne erwecken eher den Eindruck von Leichtigkeit... Für mich hat der Roman schon so ne abweisende Krankenhaus-Atmosphäre verdient, irgendwie... :-k


    gaensebluemche :flower:

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