Spyderling

Buch von Sascha Macht

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Spyderling

Daytona Sepulveda ist Entwicklerin von Brettspielen und einigermaßen erfolgreich in ihrem Metier. In Fachkreisen wird sie ehrfürchtig »Die Verschwundene« genannt; ein Beiname, der auf tatsächlichen Ereignissen basiert: Daytona war wirklich eine Zeit lang verschollen und hat Schlimmes erlebt. Nun ist sie, genau wie sieben weitere Brettspielentwickler aus aller Welt, auf ein Weingut in der Republik Moldau eingeladen – von Spyderling, dem Guru der Spieleautoren, den allerdings noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat. Die Tage vergehen, und die kreativen Geister sind derweil auf sich allein gestellt, denn Spyderling lässt sich einfach nicht blicken – man schmaust, säuft, liegt am Pool herum, fällt übereinander her. Doch als ein furchterregendes Brettspiel namens Maunstein auftaucht, beginnt die Wirklichkeit auf dem Weingut durchlässig zu werden: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschieben sich ineinander, wundersame Grausamkeiten geschehen, eine extremistische Rockband macht sich auf dem Anwesen breit – und plötzlich geht es für Daytona um alles. Was genau reizt Menschen daran, sich um ein Brett zu versammeln, nach besonderen Regeln zu interagieren und miteinander im Spiel neue Welten zu erschaffen? Auf einzigartige Weise entfesselt Sascha Macht diese Frage in seinem neuen Roman und er-zeugt eine faszinierende Verbindung zwischen den Kunstformen der Literatur und des Spiels. Voller Fantasie und klug komponiert jagt ›Spyderling‹ seine Heldinnen und Helden auf eine Tour de Force der Selbst- und Welterkenntnis durch den wildesten Teil Osteuropas. Ein sensationell erhellendes Buch – und ein grandios witziger Abgesang auf die Egozentrik der westlichen Zivilisation, die alles weiß und alles nimmt, unnachgiebig, rücksichtslos.
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Bewertungen

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Spyderling

    Klappentext/Verlagstext
    Daytona Sepulveda ist Entwicklerin von Brettspielen und einigermaßen erfolgreich in ihrem Metier. In Fachkreisen wird sie ehrfürchtig »Die Verschwundene« genannt; ein Beiname, der auf tatsächlichen Ereignissen basiert: Daytona war wirklich eine Zeit lang verschollen und hat Schlimmes erlebt. Nun ist sie, genau wie sieben weitere Brettspielentwickler aus aller Welt, auf ein Weingut in der Republik Moldau eingeladen – von Spyderling, dem Guru der Spieleautoren, den allerdings noch nie jemand zu Gesicht bekommen hat. Die Tage vergehen, und die kreativen Geister sind derweil auf sich allein gestellt, denn Spyderling lässt sich einfach nicht blicken – man schmaust, säuft, liegt am Pool herum, fällt übereinander her. Doch als ein furchterregendes Brettspiel namens Maunstein auftaucht, beginnt die Wirklichkeit auf dem Weingut durchlässig zu werden: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschieben sich ineinander, wundersame Grausamkeiten geschehen, eine extremistische Rockband macht sich auf dem Anwesen breit – und plötzlich geht es für Daytona um alles.
    Was genau reizt Menschen daran, sich um ein Brett zu versammeln, nach besonderen Regeln zu interagieren und miteinander im Spiel neue Welten zu erschaffen? Auf einzigartige Weise entfesselt Sascha Macht diese Frage in seinem neuen Roman und erzeugt eine faszinierende Verbindung zwischen den Kunstformen der Literatur und des Spiels. Voller Fantasie und klug komponiert jagt ›Spyderling‹ seine Heldinnen und Helden auf eine Tour de Force der Selbst- und Welterkenntnis durch den wildesten Teil Osteuropas. Ein sensationell erhellendes Buch – und ein grandios witziger Abgesang auf die Egozentrik der westlichen Zivilisation, die alles weiß und alles nimmt, unnachgiebig, rücksichtslos.
    Der Autor
    Sascha Macht, 1986 in Frankfurt (Oder) geboren, studierte am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er veröffentlichte in diversen Anthologien und Literaturzeitschriften und war u. a. Stipendiat des Deutschen Literaturfonds, der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und des Literarischen Colloquiums Berlin. Für seinen Roman ›Der Krieg im Garten des Königs der Toten‹ (DuMont 2016) wurde er mit dem Debütpreis der lit.Cologne ausgezeichnet.
    Inhalt
    Daytona Sepulveda braucht gefühlt Tage, um aus Cheyenne/Wyoming das Weingut in der Republik Moldau zu erreichen. Die Spieleentwicklerin mit hochinteressantem Lebenslauf ist von Spyderling, dem Guru der Branche, zu einem exklusiven Arbeitsaufenthalt eingeladen worden. Ein Spiderling (mit i) ist der winzige wie verletzliche frisch geschlüpfte Spinnennachwuchs. Gemeinsam mit 7 Kollegen sinnt die Icherzählerin darüber, wer Spyderling ist. „Es“ könnte männlich, weiblich, gernderneutral, eine Künstliche Intelligenz sein oder auch ein Geheimdienst, wenn man die geographische Lage im Hotspot zwischen Rumänien und der Ukraine bedenkt. Umgeben von Überwachungskameras erkennen sich die Teilnehmer in einer Closed-Room-Situation schon bald als Figuren in Spyderlings Spiel mit seinen Gästen. Jumanji lässt grüßen.
    Die Szene, in der quadratische Sperrholzplatten, Modellbaulack, Blankokarten und 12seitige Würfel zum normalen Haushalts-Vorrat gehören, ist zweifellos ein dankbarer Romanstoff. So bin ich in Gedanken beim Lesen gern abgeschweift vom Elend des einsamen Freiberuflers, über den Wirtschaftsfaktor Pen&Paper-Spiele, die Macht von Regelwerken bis zur Frage, warum eine Elite von Nerds hier ein Verhütungsverhalten wie bei 13-Jährigen zeigen muss.
    Selbstkritisch befassen sich die Anwesenden u. a. mit ihrer einsamen Tätigkeit und der Macht, die sie indirekt ausüben beim Formulieren von Spiele-Anleitungen oder Abenteuerkampagnen. Dass jedes politische, wirtschaftliche oder zwischenmenschliche Problem, jede Schattenseite unserer Welt, in eine Spieleidee gesperrt werden kann, demonstrieren die Besucher, während sie sich seitenlang im Titel-Pingpong gegenseitig Spieletitel zuwerfen, unter denen sich vermutlich nur sie etwas vorstellen können. Ihre Tabletop- oder Kennerspiele dauern stundenlang – und die in dieser Szene erforderliche Ausdauer setzt Sascha Macht auch bei seinen Lesern voraus.
    Fazit
    Ein für mich fesselndes Setting, eine interessante Icherzählerin, seitenlange Bleiwüsten mit Aufzählungen, unerotische Sexszenen - insgesamt müssen Leser hier das Sitzfleisch eines Rollenspielers mitbringen.
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Ausgaben von Spyderling

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 480

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