Volker Klüpfel & Michael Kobr - Himmelhorn

  • Buchdetails

    Titel: Himmelhorn


    Band 9 der

    Verlag: Droemer eBook

    Bindung: E-Book

    Seitenzahl: 497

    ISBN: 9783426440070

    Termin: September 2016

  • Bewertung

    4.3 von 5 Sternen bei 31 Bewertungen

    86,1% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Himmelhorn"

    Der neunte Fall der Bestseller-Autoren Volker Klüpfel und Michael Kobr führt den Kult-Kommissar Kluftinger in die Allgäuer Alpen, genauer gesagt auf das Himmelhorn, einen der gefährlichsten Berge des Allgäus. Natürlich liebt Klufti die Berge – wenn sie kässpatzenförmig auf seinem Teller aufragen. Doch der neueste Streich von Gesundheitsfetischist Langhammer befördert den Kommissar samt E-Bike tief in die Allgäuer Alpen, wo die beiden prompt auf drei Leichen stoßen: ein bekannter Dokumentarfilmer und zwei einheimische Bergführer, die einen Film über die Erstbesteigung des Himmelhorns drehen wollten. Wie es scheint, waren sie dem als äußerst gefährlich geltenden Gipfel nicht gewachsen. Die Ermittlungen im Umfeld der Toten führt Klufti in sehr abgelegene Alpentäler und zu deren starrköpfigen Bewohnern, die noch wortkarger sind als er.
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  • Kluftin­ger und Dr. Lang­ham­mer machen bei einer gemein­sa­men (!) eBike-Tour eine grau­sige Ent­de­ckung: Drei Män­ner – ein Doku­men­tar­fil­mer und zwei Berg­füh­rer – sind am Him­mel­horn in den Tod gestürzt. Ein Unfall? Kluftin­ger will es genau wis­sen und beginnt zu recher­chie­ren. Dabei muss er u.a. tief in der Ver­gan­gen­heit gra­ben. Er bekommt es auch mit zwei äußerst wort­kar­gen Fami­lien zu tun, die sich gegen­sei­tig mehr als nur ver­ach­ten.


    Die bei­den Auto­ren schaf­fen es wie­der, die Figu­ren mit all ihren Macken plas­ti­sch dar­zu­stel­len. In dem viel­leicht-Fall kom­men die Beam­ten erst nur lang­sam voran. Das erscheint aber glaub­wür­di­ger als in so manch ande­rem Kri­mi­nal­ro­man. Im letz­ten Drit­tel des Buches kommt dann auch durch­aus etwas Action auf. Ganz zum Schluss wird die Dra­ma­tik gar etwas über­reizt. Ansons­ten hat mir der Auf­bau des Romans sehr gut gefal­len.


    Auch an der Hei­mat­front gibt es Neu­ig­kei­ten: Yumiko ist schwan­ger und Kluftin­ger etwas über-für­sorg­lich. Außer­dem fin­det er plötz­lich Gefal­len an seich­ten Sei­fen­opern.


    Etwas Kri­tik muss aller­dings auch sein. So erschei­nen mir die Schar­müt­zel im Büro zu gehäuft und sie sind außer­dem arg albern. Da wäre weni­ger mehr gewe­sen. Auch ist die über­trie­bene tech­ni­sche Unzu­läng­lich­keit des Kriminalhauptkommissars nicht wirk­lich glaub­haft. Und Kluftin­ger scheint jedes, aber auch jedes Fett­näpf­chen aus­zu­tap­pen. Aber daran haben sich Kluftin­ger-Fans sicher­lich schon lange gewöhnt.


    Ein Wort noch zum eBook. Erfreu­lich ist, dass es ohne har­tes DRM aus­kommt. Weni­ger erfreu­lich ist, dass der Ver­lag etwas selt­same Vor­ga­ben zu den Rand­ein­stel­lun­gen macht. So erscheint der Text dann etwas “ent­rückt”: Links rela­tiv viel Rand und unnö­ti­ger Weise auch oben und unten. Rechts hin­ge­gen wurde kein Rand defi­niert. Das sieht etwas komi­sch aus. Glück­li­cher Weise kann man das behe­ben, da das eBook wie gesagt nicht kopier­ge­schützt ist. Davon abge­se­hen gibt es in dem Buch noch ein Bild, eine Art Stamm­baum. Die­ses ist, zumin­dest bei einem 300dpi auf­lö­sen­den eRe­a­der, beim bes­ten Wil­len nicht zu ent­zif­fern. Dies ist auch wie­der ein Bei­spiel dafür, dass Ver­lage im Detail (bei eBooks) oft nicht genug Sorg­falt wal­ten lassen.


    Alles in allem hat mich der vor­lie­gende Kluftin­ger-Fall Him­mel­horn über­zeugt und ich emp­fehle ihn gerne wei­ter.

  • Danke für die Rezension. Ich bin bekennender Kluftinger-Fan und freue mich schon so darauf, den neuen Fall zu erobern und gleichzeitig über mich für den Genuss noch etwas in Geduld.

    :flower: Das Leben findet immer einen Weg und blüht pötzlich da wieder auf, wo man es am wenigsten erwartet.

  • Die Autoren (Quelle: Amazon)


    Volker Klüpfel, Jahrgang 1971, ist studierter Politologe und schreibt gerne im Duo. Zusammen mit seinem Koautor Michael Kobr (geboren 1973) verfasst er Krimis, in denen ihre erfolgreichste Schöpfung, Kommissar Kluftinger, die Hauptrolle spielt. Klüpfel und Kobr haben sich während ihrer gemeinsamen Schulzeit in Kempten kennengelernt. Ihre Bücher scheinen die Plätze auf den Bestsellerlisten abonniert zu haben, und auch Kritiker finden gefallen an den Geschichten aus dem Allgäu: Die Autoren erhielten u. a. 2005 für „Erntedank“ den „Bayerischen Kunstförderpreis“ in der Sparte Literatur sowie den Weltbild-Leserpreis „Corine“ 2008 für „Laienspiel“.


    Michael Kobr, geboren 1973 in Kempten im Allgäu, studierte Germanistik und Romanistik in Erlangen. Er arbeitete nach dem Staatsexamen an verschiedenen Realschulen in Bayern. Momentan ist Michael Kobr beurlaubt - um sich dem Schreiben der Romane, den Lesungen und der Familie widmen zu können. Ausgleich zur Arbeit am Schreibtisch findet er beim Skifahren, auf Reisen und in der Musik - er spielt seit seinem sechsten Lebensjahr Violine. Michael Kobr wohnt mit seiner Frau Silke und seinen beiden Töchtern im Allgäu.
    Mit seinem Co-Autor Volker Klüpfel ist er seit der Schulzeit befreundet. Nach ihrem Überraschungserfolg »Milchgeld« erschienen »Erntedank«, ausgezeichnet mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2005 in der Sparte Literatur, »Seegrund« und »Laienspiel«, für den die Autoren den Weltbild-Leserpreis Corine 2008 erhielten. Zudem gewannen sie 2008 und 2009 die MIMI, den Krimi-Publikumspreis des Deutschen Buchhandels.




    Produktinformation


    • Taschenbuch: 496 Seiten
    • Verlag: Knaur TB; Auflage: Vollständige Taschenbuchausgabe (2. Oktober 2017)
    • Sprache: Deutsch
    • ISBN-10: 3426511851
    • ISBN-13: 978-3426511855



    Absturz..


    Kluftinger hat ein E-Bike geschenkt und war mit Martin Langhammer unterwegs. Und er sollte seine Tour auch noch filmen…


    Bei einer Rast sah er durch das Fernglas etwas in einem hohen Baum hängen…


    Natürlich musste das untersucht werden. Und so kam es, dass die beiden drei abgestürzte Bergsteiger fanden…


    Durch ein bestimmtes Detail kam Kluftinger darauf, dass es sich hier nicht um einen Unfall handeln konnte…


    Auch hatte es in zwei Bergsteigerfamilien schon ein paarmal Unfälle gegeben, die die eine der anderen in die Schuhe zu schieben versuchte…


    Doch war mit beiden Familien nicht wirklich zu reden…


    Einer der letzten Abgestürzten war ein Filmemacher, der Bergfilme drehte. Und er hatte auch eine Geschäftspartnerin…


    Wie konnte er seine eigene Radtour filmen? Und wer wünschte sich das von Klufti? Was hing da in dem hohen Baum? Und wie kam es überhaupt dorthin? Wer waren die abgestürzten Bergsteiger? Wieso waren sie abgestürzt? Was brachte Klufti in diesem Fall dazu am Mord zu denken? Oder war es doch ein Unfall? Warum waren die Familien verfeindet? Wieso dachte jede immer, die andere sei schuld an den Unglücken? Inwiefern konnte man mit den beiden Familien nicht reden? Wer sollte bei dem Absturz ermordet werden? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.




    Meine Meinung


    Das Buch ließ sich wieder sehr gut lesen. Ich war auch – wie immer bei Klüpfel/Kobr schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich sehr gut in die Protagonisten hineinversetzen. Und doch muss ich sagen, dass es nicht ihr bestes Werk ist. Es ist klar, dass immer auch in diesen Regiionalkrimis viel Privates der Ermittler mitspielt. Doch in diesem Krimi fand ich das ein bisschen zu viel. Ich hatte manchmal den Eindruck, dass in diesem Buch die Schwangerschaft Yumikos die Hauptrolle spielte, und erst dann der Mordfall wichtig war. Es ist mir durchaus bewusst, dass auch das dazugehört und es macht auch den Charme der Kluftinger-Romane aus. Aber es hätte durchaus ein bisschen mehr Spannung sein können, denn da hat es mir doch etwas gefehlt. Und doch war natürlich einiges davon vorhanden, den ich wollte ja auch wissen, was da am Himmelhorn jetzt wirklich passiert war. Und mein Wissensdurst wurde dann auch befriedigt. Aber ich sagte ja schon, es war nicht das beste Werk der Autoren und daher gibt es von mir zwar trotzdem eine Lese-/Kaufempfehlung aber eben nur vier von fünf Sternen bzw. acht von zehn Punkten.


    :study::study::study::study:

    Liebe Grüße
    Lerchie



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    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Es hat wie immer Spaß gemacht, von Klufti zu lesen. Vor allem den Kriminalfall fand ich dieses Mal sehr spannend und interessant und das Autorenduo hat es wunderbar geschafft, mich auf verschiedene falsche Fährten zu lenken. Sogar atmosphärisch hat die Geschichte rund um die verfeindeten Familien einiges hergemacht und es hätte auch gut und gerne ein "ernsthafter" Krimi werden können. Meistens waren in den Kluftinger-Büchern für mich die privaten, lustigen Vorkommnisse rund um den schrulligen Kommissar und seine Familie der Höhepunkt. Dieses Mal haben es Klüpfel und Kobr allerdings etwas übertrieben und einiges war mir zu unglaubwürdig und slapstickartig: das Spielen eines Paares von Kluftinger und der Frau Doktor, das übertriebene Gefrotzel sowohl vom mittlerweile sehr nervigen Kluftinger junior als auch mit den Kollegen im Büro und auch die Pseudo-Liebelei von Meier und der Chefin war zu übertrieben. Und das hat dem Buch einen halben Stern gekostet.

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