Rainer Wekwerth - Das Labyrinth erwacht

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  • Ich hatte das Glück die Druckfahne lesen zu dürfen ... und daher möchte ich euch heute einen wahnsinnig spannenden Jugend-Thriler der Extraklasse vorstellen...


    Das Labyrinth erwacht - Rainer Wekwerth




    Kurzbeschreibung Amazon:


    Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig. Sieben Jugendliche werden durch Raum und Zeit versetzt. Sie wissen nicht mehr, wer sie einmal waren. Aber das Labyrinth kennt sie. Jagt sie. Es gibt nur eine einzige Botschaft an jeden von ihnen: Du hast zweiundsiebzig Stunden Zeit das nächste Tor zu erreichen oder du stirbst. Problem Nummer Eins, es gibt nur sechs Tore. Problem Nummer Zwei, ihr seid nicht allein. Ein Mystery-Thriller der Extraklasse.


    Mein Leseeindruck:


    Das Labyrinth erwacht ist eines der spannensten Jugendbücher, die ich in der letzten Zeit gelesen habe.
    Es ist fesselnd und zieht einem absolut in den Bann.


    Die oft kurzen und knappen Sätze unterstreichen das Ganze noch ... denn die Spannung wird durch diese Schreibweise noch aufs unerträglichste gesteigert.
    Die Charaktere der Hauptprotagonisten sind sehr unterschiedlich und daher auch für den Leser nicht gleich direkt greifbar und verständlich.


    Aber jeder der Jugendlichen hat seine eigene geheime Vergangenheit... von der er nicht mehr viel in der Erinnerung hat. Nur einzelne Erinnerungsfetzen verfolgen den jeweiligen Protagonisten (zusätzlich zu der Gefahr in den einzelnen Welten) als eine ganz persönliche und unumstößliche Schuld aus der Vergangenheit.
    Nicht nur daß sie in einer fremden Welt nach der Anderen ums Überleben kämpfen müssen, sondern auch die Gewissheit daß in jeder der einzelnen Ebenen Einer von Ihnen das Ziel ein Portal zu durchschreiten nicht erreichen wird, liegt schwer auf Jedem von Ihnen.
    Dadurch bilden sich einzelne Gruppierungen und es passieren auch schlimme Dinge aus Verzweiflung, Hilflosigkeit - aber auch Bösartigkeit.


    Die Protagonisten entwickeln sich im Lauf der Geschichte und man erfährt auch mehr über ihre Vergangenheit und ihre Beweggründe.
    Daher wird die Spannung bis zum Schluss total aufrecht erhalten und auch wenn das Buch mit einem offenen Ende große Lust auf den nächsten Teil macht, ist es schon ein großer Lesegenuss der den Leser im ersten Teil erwartet.



    Alles in allem hat mich das Buch bis jetzt total fasziniert und ich bin jetzt schon total versessen darauf zu erfahren wie die Geschichte weiter geht
    Hoffentlich können wir uns bald an der Fortsetzung erfreuen.


    Dem Buch gebe ich bis jetzt 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:
    Daß ich es uneingeschränkt weiter empfehle ist Ehrensache!

  • Das hört sich fast wie eine Jugendversion des Films "Cube" an. :loool:
    Das Buch ist auf jeden FAll auf meine WuLi gewandert.

    Allergikerinformation:
    Der Beitrag kann Spuren von Nüssen, sowie Ironie und Sarkasmus enthalten.


    Aktzeptiere die Welt nicht so, wie sie zu sein scheint.
    Habe den Mut sie zu sehen, wie sie sein könnte.

  • Klappentext:


    Das Labyrinth. Es denkt. Es ist bösartig.
    Sieben Jugendliche werden durch Raum und Zeit versetzt.
    Sie wissen nicht mehr, wer sie einmal waren.
    Aber das Labyrinth kennt sie.
    Jagt sie.
    Es gibt nur eine einzige Botschaft an jeden von ihnen:
    Du hast zweiundsiebzig Stunden Zeit, das nächste Tor zu erreichen, oder du stirbst.
    Problem Nummer Eins, es gibt nur sechs Tore.
    Problem Nummer Zwei, ihr seid nicht allein.


    Über den Autor:


    Rainer Wekwerth ist Autor aus Leidenschaft. Oft liest man, ein Autor habe sein Hobby zum Beruf gemacht. Rainer Wekwerth dagegen bezeichnet das Schreiben als Sucht: Er kann gar nicht anders. Wekwerth ist Autor erfolgreicher und preisgekrönter Bücher, die er teilweise unter Pseudonym veröffentlicht. Bisher war er hauptsächlich in der Fantasy heimisch, nun erzählt er mit dem Labyrinth-Zyklus eine mitreißende Geschichte, die die Grenzen der Genres sprengt. Neben dem Schreiben coacht er Autoren und Schreibschüler, ist Ehemann und Vater einer Tochter. Rainer Wekwerth lebt mit seiner Familie im Stuttgarter Raum.


    Allgemeines zum Buch:


    „Das Labyrinth erwacht“ umfasst 407 Seiten und gliedert sich in zwei Bücher mit insgesamt 52 Kapiteln sowie einem Epilog. Abgerundet wird der Roman durch eine sympathische Danksagung des Autors.


    Geschrieben ist der Thriller aus Sicht eines allwissenden Erzählers in der Vergangenheitsform.


    „Das Labyrinth erwacht“ ist im Januar 2013 als Hardcover mit Lesebändchen im Arena Verlag erschienen. Das Cover ist auffällig und sehr interessant gestaltet und erweckt beim Stöbern im Buchladen sofort die Neugier. Gleichzeitig passt es sehr gut zum Inhalt des Buches.


    Meine Meinung zum Buch:


    Sieben junge Menschen erwachen ohne Erinnerungen an ihre Vergangenheit mitten in einer völlig fremden Welt. Drei Mädchen und vier Jungs, die weder wissen, wer sie sind, noch, wo sie herkommen. Selbst allein für die Beschreibung der fremden Welt fehlen ihnen die Begrifflichkeiten. Sie sind nackt, finden neben sich aber einen Rucksack mit Kleidung und Nahrung. Und einer von ihnen findet zusätzlich einen Zettel mit einer Nachricht, die sie alle betrifft und die eine grausame Wahrheit enthält.


    Das Szenario, das Rainer Wekwerth für seine Labyrinth-Trilogie entwickelt hat, ist von Anfang an ungemein interessant und spannend. Als Leser kann man gar nicht anders, als sich zu fragen, wo man hier zusammen mit den jungen Leuten gelandet ist. Warum man dort mit ihnen gelandet ist. Und was es mit dem Labyrinth auf sich hat. Nach und nach streut der Autor Informationen oder auch nur leise Andeutungen ein, die nach und nach ein Bild ergeben. Zwar hat dieses noch einige Lücken, die in den Folgebänden hoffentlich geschlossen werden. Doch man merkt sofort, dass hier ein logisch durchdachter und authentisch konstruierter Plot zugrunde liegt.


    Es braucht acht Kapitel, um die sieben jungen Leute vorzustellen und sie zusammenzuführen. Jeder Charakter ist bildhaft gezeichnet und mit Eigenheiten versehen, die ihn von den anderen unterscheiden. Doch nicht jede Figur in diesem Buch ist leicht zu durchschauen. Im Gegenteil: Da meint man, man hätte ihr wahres Wesen erkannt, da verhält sich die Figur auf einmal völlig unerwartet und wider ihre Natur. Und plötzlich steht man als Leser wieder vor der Frage, was man von demjenigen / derjenigen halten soll. Das sorgt natürlich nicht nur für Verwunderung, sondern immer wieder auch für Überraschung und Spannung. Es macht Spaß, die Figuren zu beobachten, ihr Verhalten zu analysieren, um dann doch wieder vor den Kopf geschlagen zu werden, wenn sie sich um 180 Grad drehen.


    Als die sieben Figuren als Gruppe zusammentreffen und fortan gemeinsam ihren Weg durch diese unbekannte Welt, in der sie gelandet sind, suchen, erwächst schnell ein Gemeinschaftsgefühl. Denn es wird deutlich, dass man nur gemeinsam in dieser Welt bestehen kann, die so fremd und irgendwie auch unheimlich ist. Denn irgendetwas macht Jagd auf die Gruppe. Immer wieder hören die Charaktere Schreie und Rufe. Und stand nicht auch in der mysteriösen Botschaft etwas davon, dass sich die jungen Leute ihren Ängsten stellen müssen, um das Labyrinth zu durchlaufen?


    Doch nicht jeder hat Interesse daran, sich für andere aufzuopfern und die Nahrungsvorräte zu teilen. Manch einer lässt sehr stark seinen Egoismus raushängen, ein anderer Charakter wiederum sucht sich das stärkste Glied der Gruppe, um es auf seine Seite zu ziehen. Es entwickeln sich wahre Machtkämpfe und Intrigen innerhalb der Gruppe, die man als Leser ungläubig beobachten muss. Der Autor hat wirklich ganze Arbeit dabei geleistet, Abwechslung in die Handlung zu bringen.


    Obwohl das Buch aus Sicht eines allwissenden Erzählers geschrieben ist, hat der Leser doch Anteil an der Gefühlswelt der Charaktere, da der Autor von Zeit zu Zeit in Kursiv ihre Gedanken wiedergibt. Dadurch wirken die Figuren noch lebendiger und es fällt leichter, sich als Leser in sie hineinzuversetzen und sie besser zu verstehen. Während die Charaktere zunächst ohne jegliche Erinnerungen an ihre Vergangenheit aufwachen, gibt es im Laufe des Buches doch immer wieder Szenen, in denen die Figuren plötzlich von Erinnerungen überrascht werden. Auch diese sind in Kursiv gedruckt und helfen ebenfalls dabei, die Figuren besser kennenzulernen. Nicht jede Erinnerung ist schön. Im Gegenteil: Meist sind es bedrückende und beängstigende Bilder, mit denen die Charaktere aus heiterem Himmel konfrontiert werden. Und hier fragt man sich als Leser natürlich auch, was es mit den Erinnerungen auf sich hat und wie sie in das Gesamtbild passen.


    Der allwissende Erzähler springt sehr oft und in kurzen Abständen zwischen den einzelnen Charakteren hin und her. Das hat den Vorteil, dass der Leser jeden einzelnen Charakter umfassend kennenlernen kann und das Buch sich nicht zu stark auf eine Hauptperson konzentriert. Andererseits erfordern diese Sprünge auch ein gewisses Maß an Konzentration. Als Leser muss man sich merken, was zu welchem Charakter verraten wird, um ihn einschätzen und dem Buch folgen zu können.


    Der Schreibstil des Autors ist bildhaft und sehr kurzweilig. Einfache Sätze sorgen für einen angenehmen Lesefluss und ein hohes Tempo. Jedes Kapitel bietet einen eigenen Höhepunkt oder eine überraschende Wendung, sodass der Spannungsbogen stets aufrecht erhalten bleibt. Als Leser kann man gar nicht anders, als ständig weiterzulesen. Allein das zweite Buch wird etwas ruhiger. Zwar ist hier immer noch eine unterschwellige Bedrohung vorhanden, aber vor allem auf den letzten 70 Seiten des Buches geht es eher um die zwischenmenschlichen Beziehungen zwischen den Figuren.


    Während des Lesens bleibt im Hinterkopf ständig die Frage danach, wie das Buch wohl enden wird. Wer stark genug ist, die Reise durch die fremde Welt zu überstehen. Aber auch, wer stark genug ist, sich gegen die anderen durchzusetzen. Hierzu wird an dieser Stelle aber nichts weiter verraten. Lest am besten selbst!


    Mein Fazit:


    Bedrohlich, fesselnd und enorm spannend - das Labyrinth lässt seine Leser nicht mehr los.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

  • Ich muss unbedingt noch was zum Inhalt loswerden für die, die das Buch schon gelesen haben:


    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
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  • Erinnert mich sehr stark an dieses Buch hier. :-k

    Jaa, der Vergleich drängt sich irgendwie auf - schon allein wegen des Titels. Und wenn man Parallelen finden möchte, findet man die sicherlich auch. Aber ich hab "Das Labyrinth erwacht" trotzdem während des Lesens durchweg als etwas Eigenständiges betrachtet und hab dabei gar nicht an die Reihe von James Dashner gedacht.

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
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  • Jaa, der Vergleich drängt sich irgendwie auf - schon allein wegen des Titels. Und wenn man Parallelen finden möchte, findet man die sicherlich auch. Aber ich hab "Das Labyrinth erwacht" trotzdem während des Lesens durchweg als etwas Eigenständiges betrachtet und hab dabei gar nicht an die Reihe von James Dashner gedacht.


    Das hört sich doch sehr gut an. :)
    Und irgendwo ist es ja auch nicht mehr wirklich möglich, sich als Autor etwas komplett neues auszudenken. Und so lange es am Ende nicht einfach nur eine billige Kopie ist, ist ja auch nichts gegen einige winzige Parallelen auszusetzten.

    So many things become beautiful when you really look.


    Lauren Oliver

  • „Das Labyrinth erwacht“ und in ihm sind sieben Jugendliche gefangen, die auf Leben und Tod versuchen ihm zu entkommen.


    Das Szenario erscheint bizarr und erschreckend. Sieben Jugendliche erwachen ohne Erinnerungen in einer Welt, die sie nicht kennen. Sie wissen nicht, wie oder warum sie dort gelandet sind. Doch sie wissen eins: Sie müssen diese Welt durchqueren, um innerhalb von 72 Stunden die Portale zu erreichen, die sie in die nächste Welt befördern. Es gilt sechs Welten zu durchschreiten. Als Problem stellen sich jedoch die Jäger und Feinde der Welten heraus und die Ängste, mit denen die einzelnen Jugendlichen zu kämpfen haben. Ein weiteres Problem: die Portale werden in der Anzahl immer weniger, d.h. in jeder Welt muss ein Jugendlicher zurückbleiben. Am Ende kann es nur Einer schaffen!


    In der Tat ist die Idee eines Labyrinths keine neue Idee, und doch fasziniert sie die Menschen seit Jahrhunderten. Diese Faszination nimmt Rainer Wekwerth in seinem Buch auf. Einen Weg zu beschreiten und zu finden, ohne Ahnung, was sich einem plötzlich in den Weg stellt und das Ganze gepaart mit Zeitdruck ergibt eine rasante und spannungsgeladene Geschichte.
    Die Hektik, die die Jugendlichen erleben, wurde im Schreibstil aufgenommen. Viele kurze und knappe Sätze verstärken das Gefühl der geringen Zeit, dem Druck und dem Stress. Ein Wettrennen gegen die Zeit, die man im schlimmsten Fall mit dem Tod bezahlt.


    Die einzelnen Charakteren sind wunderbar ausgezeichnet. Vom nachdenklichen jungen Mann, bis zur arroganten jungen Frau, die ihren Körper als Waffe einsetzt. Man lernt die einzelnen Personen sehr gut kennen und kann sich schnell in sie hineinversetzen und sie einschätzen. Hinzukommt, dass die einzelnen Jugendlichen im Laufe der Geschichte sich bruchstückhaft an ihr früheres Leben erinnern. Vor allem ihre Ängste spielen im weiteren Verlauf eine große Bedeutung.


    Die ersten zwei Welten, die in diesem Buch überwunden werden müssen, sind sehr bildhaft dargestellt. Man merkt, dass insbesondere auch das Wetter ein Feind sein kann, wenn man unter Zeitdruck ein Ziel erreichen muss. Hinzukommen kommen Jäger, die der Gruppe nicht immer wohlwollend gegenübertreten.


    Rainer Wekwerth schafft es einen rasanten Trilogie-Auftakt zu verfassen. Dieses Buch bannt von der ersten bis zur letzten Seite. Da kann man auch mit guten Gewissen über ein paar sprachliche Wiederholungen hinwegsehen. Die Geschichte zieht den Leser in den Bann und lässt ihn atemlos das Geschehen verfolgen. In keiner Weise langweilig oder vorhersehbar.


    Fazit:
    Ein grandioser Auftakt einer Trilogie. Man ist atemlos bis zur letzten Seite im Labyrinth gefangen.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Ich muss unbedingt noch was zum Inhalt loswerden für die, die das Buch schon gelesen haben:




    Ich fand es schade, dass



    Was mich hingegen ein wenig gestört hat, war
    1.


    2.


    PS: Mir ist gerade aufgefallen, dass das Buch unter "Fantasy" sortiert wurde. Mh, so fantastisch finde ich es gar nicht. Natürlich befinded sich die Gruppe in anderen Welten, deren Gegebenheiten man jedoch auch aus unserer Welt kennt. Ein paar fabelhafte Wesen tauchen zwar auf, aber das nur in Maßen. Ich hätte es eher unter "Jugendbuch" geordnet.
    Nur als Hinweis für die, die ggf. "Fantasy" abschreckend finden sollten.

  • @ Vogue:


    Zu deinem zweiten Spoiler und Kathy:


    Zu deinem Spoiler Nummer 3:


    Und zu deinem 4. Spoiler:


    Was die Einordnung des Buches in ein bestimmtes Genre betrifft, das finde ich gar nicht so einfach. Irgendwie hat es von allem etwas. Ich hatte aber nicht den Eindruck, als wären die Figuren noch Jugendliche, sondern eher junge Erwachsene. An einer Stelle wird doch auch etwas davon gesagt, dass zumindest einer von ihnen Autofahren kann. :-k

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


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  • Bezügl. Kathy:


    Bezügl. Jeb etc.



    Stimmt, so jugendlich sind sie ja gar nicht mehr. Hatte ganz vergessen, dass Jeb mal erwähnte, dass er Auto fahren könne bzw. sich daran erinnern kann. Dann ist die Zuordnung wirklich tückisch und schwierig. Ich hatte jetzt spontan "Jugendbuch" gesagt, da ich das Buch in der Buchhandlung in der "Jugendbuchabteilung" gefunden habe. Richtig Fantasy ist aber auch nicht wirklich. Wirklich schwer.

  • @ Vogue:


    Zu Kathy:


    Zu deinem zweiten Spoiler:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
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  • Sieben Jugendliche treffen aufeinander. Kurz zuvor erwachten sie alle alleine auf einer verlassenen Steppe. Keine Kleidung am Leib, keine Erinnerung an ihr bisheriges Leben und keine Erklärung, wo sie waren und vor allem warum. Eine Botschaft bringt etwas Licht ins Dunkle. Sie befinden sich in einem Labyrinth, welches aus zahlreichen Welten besteht. In jeder Ebene müssen sie innerhalb von 72 Stunden das nächste Tor erreichen. Ansonsten werden sie sterben. Jedoch besitzt jede Ebene immer ein Tor zu wenig, so dass stets jemand zurückbleiben muss. Außerdem sind sie in diesen Ebenen nicht allein.


    "Das Labyrinth erwacht" ist der Auftakt einer actionreichen, spannungsgeladenen Jugendthriller-Trilogie, die einem beim Lesen keine Verschnaufpausen gönnt. Da ich leider etwas im Stress war, musste ich das Buch mehrfach schweren Herzens zur Seite legen und habe für diesen Roman eine Woche benötigt - was für mich sehr viel ist. Trotzdem hat Rainer Wekwerth es geschafft, dass ich immer sofort wusste, wo ich stehengeblieben war und das die Spannung nie abgesunken ist.


    An diesem Roman konnte mich alles begeistern. Zum einen die Protagonisten, sieben an der Zahl: Jeb, Jenna, Tian, León, Kathy, Mischa und Mary. Eine ganze Menge, aber trotzdem kommt man nie durcheinander, denn alle sind so unterschiedlich und haben sehr viel Tiefe erhalten. Die Bandbreite der unterschiedlichen Charaktere ist enorm. Von Einzelkämpfer über jemanden, der sein Leben für andere opfern würde, von Zicke bis schüchternes Mädchen, ... Man findet einfach alles wieder, jede Figur wirkt lebendig und bei keiner hatte ich das Gefühl, es würde sich um einen langweiligen Stereotypen handeln. Besonders interessant war natürlich zu beobachten, wie unterschiedlich die Protagonisten mit ihrer Situation und der Erkenntnis umgehen, dass in jeder Ebene jemand zurückbleiben wird, falls sie nicht eh bereits zuvor sterben würden.


    Neben diesen tollen Charakteren sind die Grundidee und die gesamte Handlung mehr als gelungen. Der Roman hat wirklich keine einzige Stelle, in der sich der Leser oder die Figuren ausruhen können. Immer auf der Flucht, der Suche nach neuen Erinnerungsfetzen an die Vergangenheit und getrieben durch ihre Angst entdecken die Sieben ihre neue Welt und versuchen verzweifelt sich zurecht zu finden und zu überleben. Nichts kann man hervorsehen, oft hat mich Rainer Wekwerth mit seinen Ideen überrascht und die Handlung stets in eine andere Richtung vorangetrieben. Langweile sucht man hier vergebens. Wer bereits die ersten Seiten liest spürt, dass er sofort ins Geschehen hinein geworfen wird und dabei bleibt es auch die nächsten 400 Seiten.


    Der Schreibstil hat mich überrascht. Ein Erzähler berichtet, aber es fließen auch sehr viele Gedanken der Protagonisten ein, so dass es wie ein wildes Durcheinander wirkt - aber es funktioniert. Der Leser erhält ein gutes Gesamtbild sowie tiefere Einblicke in die Figuren. Natürlich sind noch viele Fragen offen geblieben, aber das gehört zu einem Auftaktband einer Trilogie dazu. Ich kann die Fortsetzung, die voraussichtlich im Sommer 2013 unter dem Titel "Das Labyrinth jagt dich" erscheinen wird, kaum abwarten. Im Sommer 2014 wird es dann sehr wahrscheinlich den Abschlussband zu kaufen geben.



    Fazit: Ich empfehle diesen Roman für Leser, die einen actionreichen, spannungsgeladenen Jugendthriller genießen möchten, der absolut zu unterhalten und zu fesseln vermag. Ein mehr als gelungener Auftakt, der durch eine geniale Idee und toll gezeichnete Charaktere besticht. 5/5 Sterne.


  • Derzeit gibt es ja einige Bücher die sich mit diesem Thema beschäftigen. Jugendliche die sich durch ein Labyrinth, Spiel oder sonstiges kämpfen müssen. Ein Thema, das meiner Meinung nach langsam schwer wird umzusetzen, einfach weil es schon einige (gute) Bücher in diesem Bereich gibt.
    Doch der Autor hat es geschafft eine spannende, faszinierende und mitreißende Geschichte zu schreiben.


    Sieben Jugendliche erwachen plötzlich nackt und ohne Erinnerung in einer Steppe. Neben ihnen jeweils ein Rucksack mit Klamotten, Wasser und etwas zu Essen.
    Nach und nach treffen sie aufeinander, niemand weiß wirklich ob Freund oder Feind vor ihm steht.
    Jeb findet noch einen Zettel, in diesem steht das sie insgesamt 7 Welten überstehen müssen. Am Ende jeder Welt gibt es ein Tor weniger, heißt in jeder Welt wird mindestens einer sterben oder dort bleiben müssen, ein Kampf ums überleben geht los.


    Eine Geschichte, die einem von Anfang an in den Bann zieht und erst wieder nach atemlosen 407 Seiten loslässt.
    Der Autor beschreibt die sieben Jugendliche so original das man das Gefühl hat jeden ein Stück weit zu kennen. Es ist spannend zu lesen wie sich der ein oder andere an irgendwas aus der Vergangenheit erinnern kann, man merkt schnell das alle kein leichtes Leben vorher hatten.


    Zu den Spoilern


    Tian


    Jeb


    Vergangenheit


    Im Sommer 2013 soll es mit Band 2 weitergehen, man darf gespannt sein ob es der Autor schafft noch eines drauf zu setzen.
    Auf jeden Fall ein Buch das sehr viel Potential hat und der Suchtfaktor sehr hoch ist!

    Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.

  • Es macht Spaß, die Figuren zu beobachten, ihr Verhalten zu analysieren, um dann doch wieder vor den Kopf geschlagen zu werden, wenn sie sich um 180 Grad drehen.

    Hm, ich muss ganz ehrlich sagen, dass mir das außer bei Leon bei niemandem sonst aufgefallen ist und die Grundcharakterzüge bei den anderen eigentlich gleich geblieben sind. :-k

    Jaa, der Vergleich drängt sich irgendwie auf - schon allein wegen des Titels. Und wenn man Parallelen finden möchte, findet man die sicherlich auch. Aber ich hab "Das Labyrinth erwacht" trotzdem während des Lesens durchweg als etwas Eigenständiges betrachtet und hab dabei gar nicht an die Reihe von James Dashner gedacht.

    Ich musste sehr oft an diese Reihe denken, nicht nur wegen des Titels und ich fand, dass es schon viele Parallelen gibt: Jugendliche befinden sich plötzlich in einer fremden, feindlichen Welt, sie wissen nicht woher sie kommen und wer sie sind, alles wirkt irgendwie virtuell und jemand scheint im Hintergrund irgendwelche Knöpfchen zu drehen und ein Spiel zu spielen, man fühlt sich irgendwie beobachtet, es hat einen gewissen Computerspieltouch wenn man sozusagen ein neues Level erreichen muss.


    Ich muss ganz klar sagen, dass ich starke Anfangsschwierigkeiten gehabt habe. Ich fand die erste Welt eher unspannend und langweilig und ich habe etwas gebraucht um mit den Charakteren warm zu werden. Es waren ja praktisch sieben "leere" Charaktere, bei denen sich ihre Eigenschaften erst entfalten mussen. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass gerade der Aspekt sehr interessant ist, dass sie so gut wie nichts von ihrem Vorleben wissen. Die zweite Welt fand ich dann aber richtig toll und die Szenen sehr düster und spannend und so kam ich immer besser in das Buch hinein. Für mich stechen vor allem drei Charaktere heraus, die ich hochinteressant und sehr facettenreich fand: Mary, Leon und Kathy. Auch wenn sie vielleicht nicht immer die Sympathieträger sind, gaben sie doch dem Buch den richtigen Pfiff und haben immer dafür gesorgt, dass etwas passiert.


    zu Tian und Euren Spoilern:


    Was sagt Ihr eigentlich zum Epilog?


    Fazit: Ich gebe knappe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: für "Das Labyrinth erwacht". Ich bin mit dem Buch erst ab der Hälfte so richtig warm geworden, aber dann wurde es richtig spannend. Nun bin ich sehr gespannt wie es in der Fortsetzung weitergeht.

    :study: Mary Beth Keane - Wenn du mich heute wieder fragen würdest

    :study: SUB: 338

  • @ Kapo:


    Zu deinem ersten Spoiler:

    Deine Theorie dazu finde ich übrigens total interessant. :idea:


    Zum Epilog:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


    http://www.lektorat-sprachgefuehl.de

  • zu 1:


    zu 2:

    :study: Mary Beth Keane - Wenn du mich heute wieder fragen würdest

    :study: SUB: 338

  • Sieben Jugendliche werden aus ihrem Leben gerissen und erwachen ohne Kleidung und Erinnerungen an ihre Vergangenheit in einer unwirtlichen Welt. Doch sie sind nicht allein an diesem Ort, denn da draußen ist noch etwas, das es auf sie abgesehen hat und sie unerbittlich jagt. 72 Stunden haben sie Zeit das nächste Tor in eine weitere Welt zu erreichen, von denen sie sechs an der Zahl durchlaufen müssen. Und jedes Mal muss einer von ihnen zurückbleiben, denn nur einer darf letzten Endes zurück in sein bisheriges Leben: der Gewinner. Alle anderen sind dazu verdammt, in den Welten auszuharren oder zu sterben....


    Meine Meinung:


    "Wow!" war so ziemlich das erste, was mir durch den Kopf gegangen ist, als ich den Klappentext zu dem Reihenauftakt von Rainer Wekwerth gelesen habe. Was für eine Ansage! Selten habe ich erlebt, dass mich bereits der Klappentext eines Buches so gefesselt hat und ich muss sagen: Das Buch hat das Versprechen mehr als gehalten.


    Von Beginn an war die Spannung im Roman spürbar. Die Charaktere erwachen desorientiert zunächst getrennt voneinander und müssen sich erst mit der wenigen Ausrüstung, die sie neben sich gefunden haben, zueinander durchkämpfen. Die meisten von ihnen haben zusätzlich zu Nahrung und Wasser auch noch ein weiteres Accessoire erhalten, das sie je nachdem in eine besondere Position innerhalb der Gruppe rückt. Obwohl die Jugendlichen sich nicht an ihr bisheriges Leben erinnern können, haben sie an ihren unterschiedlichen Verhaltensweisen festgehalten und ich fand es ungeheuer spannend, mitzuerleben, auf welche Weise die Beteiligten mit ihrer jeweiligen Situation umgehen und wie sie sich im weiteren Verlauf innerhalb der Gruppe entwickeln. Wer ist bereit zu helfen und wer verfolgt im Stillen seine eigenen Pläne?


    Sehr ausgeglichen wechselt der Autor zwischen den Charakteren hin und her und verschafft so dem Leser immer wieder neue Einblicke in die Personen. Jeder einzelne von den Jugendlichen wird hier vorgestellt und mit seinen diversen Eigenschaften skizziert. Alle haben ihren besonderen Platz in der Gruppe und ich fand es nahezu unvorhersehbar für mich, wer von ihnen der- oder diejenige sein würde, die die Gruppe als erstes zurücklassen würde, da sie mir alle auf die ein oder andere Weise unverzichtbar für die Geschichte erschienen. Allein dadurch war der Spannungspegel für mich die ganze Zeit bei vollem Anschlag. Dazu kommt noch die Ungewissheit, wer die Jugendlichen in dieses perfide Spiel gesteckt hat und weshalb. Und was ist das, was ihnen die ganze Zeit auf den Fersen ist?


    Fazit:


    Der im Arena Verlag erschienene Jugendroman "Das Labyrinth erwacht" von Rainer Weckwerth ist der Auftakt einer neuen Reihe und einfach Spannung pur. Der packende Erzählstil des Autors, die toll beschriebenen Charaktere und die spannende Idee haben mich einfach umgehauen und mich gnadenlos an die Seiten gefesselt. Am Ende angekommen war ich nicht nur begeistert, sondern auch enttäuscht, dass ich natürlich nicht einfach weiterlesen konnte, sondern nun erst auf die Fortsetzung warten muss. Das Buch erhält von mir eine absolute Leseempfehlung.

    "Ein Buch ist wie ein Garten, den man in der Tasche trägt." Arabisches Sprichwort :study::flower:

  • Erinnert mich sehr stark an dieses Buch hier. :-k


    Dazu muss ich sagen, dass zwar gewisse Ähnlichkeiten bei der Rahmenhandlung bestehen - wenn man die Bücher dann aber liest, ist das ganze doch recht unterschiedlich ausgebaut. Mir persönlich hat Dashners Buch nicht besonders gefallen, ich habe nach dem ersten Drittel nur noch quergelesen. (Ich weiß, damit bin ich in der Minderheit! :wink: ) Rainer Wekwerths Buch hingegen hat mich vollkommen überzeugt. Die erste Hälfte fand ich noch "nur" gut, dann war ich allmählich richtig gefesselt und fand es super.



    Zu Tian und Kathy:


    Zu den (möglichen) Liebeleien:

  • @ O'Hara:


    Zu deinem ersten Spoiler: Interessante Idee! :thumleft: An so etwas habe ich noch gar nicht gedacht. Meinst du, es könnte so sein, dass

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond


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