Linwood Barclay: In Todesangst/ Fear the Worst

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  • Tim Blake hatte einst alles, was er sich wünschte: er war selbstständig und hatte eine nette, kleine Familie. Doch seiner Frau Susanne konnte Tim nie das bieten, was sie sich wünschte, und schließlich trennten die beiden sich voneinander. Nun lebt Tim allein und sieht auch die gemeinsame siebzehnjährige Tochter Sydney nicht mehr ganz so oft, wie er gern würde.
    Eines Morgens in den Ferien, als Syd gerade von ihrem Vater aus zu ihrem neuen Ferienjob aufbrechen will, geraten die beiden in Streit und Sydney verlässt das Haus fluchtartig. Abends kommt sie nicht zurück nach Hause - und irgendwann beginnt Tim sich Sorgen zu machen. Er macht sich auf den Weg zu dem Hotel, in dem seine Tochter arbeiten soll - und erfährt dort, dass man noch nie etwas von ihr gehört hat. Wie kann das sein? Warum hat Sydney gelogen? Wo arbeitet sie wirklich? Und vor allem: wo ist sie?
    Denn Sydney bleibt verschwunden, obwohl ihre Eltern nichts unversucht lassen, um sie zu finden. Tim hat sogar eine Website eingerichtet, mit deren Hilfe er nach seiner Tochter suchen will. Und tatsächlich meldet sich dort eines Tages eine Frau, die angibt, Sydney in einem Anlaufpunkt für ausgerissene Jugendliche in Seattle gesehen zu haben - per Mail schickt sie sogar ein Foto mit. Ist es so einfach, Syd zu finden?
    Und die Ermittler von der Polizei machen auch eine Entdeckung - Sydneys Wagen wird auf einem Parkplatz gefunden. Und auf den Polstern ist Blut...


    Der Thriller ließ sich gut lesen und war auch recht gut, zumindest die erste Hälfte fand ich superspannend. In der zweiten ließ das Ganze aber echt ein bisschen nach und das Ende fand ich sterbenslangweilig, trotz (oder wegen?) des inszenierten Showdown, den Barclay seitenweise anlegt. Gar nicht gut. Auch der Handlungsstrang um Sydneys beste Freundin Patty war sehr merkwürdig konstruiert, beim Lesen habe ich mich einfach nur gefragt, was das sollte...
    Tim ist als Erzähler recht sympathisch, aber nichts Besonderes, keine Ecken und Kanten, eigentlich kein großer Wiedererkennungswert. Auch die anderen Charaktere sind nett, aber unspektakulär.
    Von den anderen Barclay-Romanen war man vielleicht schon etwas verwöhnt. Da gab es furiose Auflösungen, unerwartete Wendungen, es gab was Neues. Das hat "In Todesangst" einfach nicht zu bieten. Wenn man das erstmal gemerkt hat, bleibt ein ganz nettes Buch übrig, aber besser als mittelgut ist es einfach nicht.
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Syd, die eigentlich bei ihrer Mutter Susanne wohnt, ist über den Sommer bei ihrem Vater zu Besuch. Sie hat dort einen Ferienjob in einem Hotel und seit neuestem eine Freundin, mit der sie um die Häuser zieht. Nach einem kleinen Streit mit ihrem Vater verlässt Syd das Haus um zur Arbeit zu fahren – und kommt nicht mehr heim. Sie geht nicht mehr ans Handy und ihr Vater muss feststellen dass sie bezüglich ihrer Arbeitsstelle gelogen hat. Denn kein Angestellter im Hotel hat jemals von ihr gehört. Dann wird Syds Auto Blutverschmiert aufgefunden, auf Tim wird ein Anschlag verübt und eine tote Frau liegt plötzlich bei ihm zu Hause. Trotz allem hört er auch dann nicht auf nach seiner geliebten Tochter zu suchen. Und als er selbst ins Visier der Ermittlungen gerät ist ihm klar, dass entweder nur er Sydney retten kann oder sie für immer verloren ist.


    „In Todesangst“ ist der dritte Thriller von Linwood Barclay und hat mich von Anfang an total gefesselt. Die Geschehnisse werden rasant erzählt und der Schreibstil ist dabei locker und einfach gehalten. Die Ich-Form deckt dabei die innersten Gefühle und Gedanken des Vaters auf, aus dessen Perspektive diese Geschichte erzählt wird. Auch das er sich zwischendurch rückblendend an Szenen aus Sydneys Kindheit erinnert, passt sehr gut zu seinem Seelenleben. Denn Tim ist ein sehr sympathischer Vater, dessen Gefühle man gut nachvollziehen kann. Sydney bleibt dagegen bis zuletzt sehr undurchsichtig. Man weiß nicht, was man von ihrer Person halten soll. Überhaupt sind alle Persönlichkeiten in diesem Buch wunderbar ausgearbeitet. Jeder hat seinen ganz eigenen Charakter, seine ganz eigenen guten wie schlechten Seiten. Manche können gut lügen, manchen merkt man es schon beim Lesen an. Die sehr verworrenen Familienverhältnisse von Tim steigern die Spannung, denn man ist sich nie sicher, was als nächstes passiert.


    Mir hat „In Todesangst“ sehr gut gefallen. An Krimi und Thrillerfans würde ich diesen Roman bedenkenlos weiter empfehlen.

  • Der Thriller ließ sich gut lesen und war auch recht gut, zumindest die erste Hälfte fand ich superspannend. In der zweiten ließ das Ganze aber echt ein bisschen nach und das Ende fand ich sterbenslangweilig, trotz (oder wegen?) des inszenierten Showdown, den Barclay seitenweise anlegt. Gar nicht gut. Auch der Handlungsstrang um Sydneys beste Freundin Patty war sehr merkwürdig konstruiert, beim Lesen habe ich mich einfach nur gefragt, was das sollte...
    Tim ist als Erzähler recht sympathisch, aber nichts Besonderes, keine Ecken und Kanten, eigentlich kein großer Wiedererkennungswert. Auch die anderen Charaktere sind nett, aber unspektakulär.
    Von den anderen Barclay-Romanen war man vielleicht schon etwas verwöhnt. Da gab es furiose Auflösungen, unerwartete Wendungen, es gab was Neues. Das hat "In Todesangst" einfach nicht zu bieten. Wenn man das erstmal gemerkt hat, bleibt ein ganz nettes Buch übrig, aber besser als mittelgut ist es einfach nicht.
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    Wenn ich dieses Wörtchen lese ("recht"), weiß ich schon, dass das Buch nicht so gefallen hat - bei Dir wird es ja auch so deutlich, aber oft schreiben Leser "Ich fand es recht gut.", ohne auf das negative einzugehen - das klingt trotzdem immer nach einem lauwarmen Leseerlebnis. In einem anderen Forum fällt das Wort jedenfalls auch sehr oft zu diesem Buch, ich werde es deshalb nicht lesen, fand schon seinen zweiten Roman nicht mehr so gut.

  • Wenn ich dieses Wörtchen lese ("recht"), weiß ich schon, dass das Buch nicht so gefallen hat - bei Dir wird es ja auch so deutlich, aber oft schreiben Leser "Ich fand es recht gut.", ohne auf das negative einzugehen - das klingt trotzdem immer nach einem lauwarmen Leseerlebnis. In einem anderen Forum fällt das Wort jedenfalls auch sehr oft zu diesem Buch, ich werde es deshalb nicht lesen, fand schon seinen zweiten Roman nicht mehr so gut.

    Ist das denn nicht eher definitionssache des Schreibers? Ich benutze das Wörtchen auch relativ häufig, aber ich meine damit das dann eher positiv. Also wenn ich sage "Es gefiel mir recht gut", dann meine ich damit, dass es mir wirklich sehr gut gefiel.
    Oder benutze ich das Wort als einzige so? Ob das wohl im Duden steht? Ich schlags mal nach :wink:


    Gruß, Zores


    Edit:
    Ich hab mal nachgesehen, weil es mich doch ganz schön neugierig gemacht hat :mrgreen: .
    Im Deutschen Duden steht es wie erwartet nicht. Aber auf Englisch übersetzt heißt es jolly good, und das wird auch übersetzt mit Prima.
    Nur mal zur Info, falls es wen interessiert.

  • Nach einem Streit mit ihrem Vater kommt die 17-jährige Sydney am Abend nicht nach Hause. Ihr Vater Tim macht sich auf die Suche nach seiner Tochter. Er versucht sie auf dem Handy zu erreichen - ohne Erfolg. Er fährt zu dem Hotel, in dem sie gearbeitet hat - dort will sie niemand kennen. Er beginnt sich zu fragen, wie gut er seine Tochter eigentlich kennt. Eine spannende Suche beginnt. Syds Ex-Freund Jeff, der inzwischen mit ihrer besten Freundin Petty zusammen ist bietet sich an eine Vermissten-Website zu programmieren. Tim macht sich jede freie Minute auf die Suche nach seiner Tochter, doch zunächst laufen alle Ermittlungen ins Leere und auch die inzwischen eingeschaltete Polizei kann Syd nicht aufspüren. Nach einigen Wochen beschließt Tim wieder arbeiten zu gehen und einigermaßen normal weiterzuleben... bis sich plötzlich eine Miss Mills bei ihm meldet und behauptet Syd in Seattle gesehen zu haben. Sofort macht er sich auf die Reise, doch dort ist weder Miss Mills noch Syd bekannt. Wieder zu Hause findet Tim sein Haus in völlig verwüstetem Zustand vor - doch dem nicht genug - die Polizei findet bei der Spurenaufnahme Drogen. Mehr und mehr gerät Tim selbst in dem Blickpunkt der Ermittlungen.


    Eigene Meinung
    Die Geschichte wird aus der Sicht des Vaters beschrieben, so dass ich seine Gefühle und Handlungen sehr gut nachempfinden konnte. Die Persönlichkeit ist sehr gut ausgearbeitet und war mir sympatisch.


    Die Sprache ist einfach und schnörkellos, was mir sehr gut gefallen hat. Den Spannungsaufbau fand ich auch gut gelungen, ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Trotzdem haben mich einige sehr unrealische Stellen (z.B. die Szene im Autohaus am Ende des Buches) gestört, dafür ziehe ich einen Sern ab... :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Eine rasante Fahrt in Todesangst!


    In dem Buch „In Todesangst“ von Linwood Barclay lebt die Hauptfigur Tim Black von seiner Frau getrennt und arbeitet als Verkäufer in einem Autohaus. Er hat eine 17-jährige Tochter, die über die Sommerferien bei ihm wohnt, da sie in der Nähe einen Ferienjob in einem Hotel angenommen hat.Sidney ist gerade in einem schwierigen Alter, wo sie sich gerne mit den Eltern angelegt und Probleme macht. Auch Tim vertraut seiner Tochter nicht mehr 100%.Auch an diesem einen Morgen liegen sich Tochter und Vater wieder in den Haaren und gehen im Streit auseinander.An diesem Tag kommt Sid abends nicht von der Arbeit nach Hause.Als Tom im Hotel nach ihr fragt, will dort keiner eine Sidney Black kennen.Eine verzweifelte und mysteriöse Suche nach seiner Tochter beginnt...


    Das Buch startet gleich rasant und man fiebert mit wo Syd sein könnte und was die Gründe für ihr Verschwinden sind.Tim gibt sich teilweise selber daran die Schuld, dass Sid verschwunden ist und versucht deshalb mit allen Mitteln sie zufinden. Tim verfolgt alle möglichen Spuren, die manche aber auch ins Leere führen.Stück für Stück kommt Tim dem Rätsel um das Verschwinden seiner Tochter auf die Spur.Im Laufe des Buchs mutiert Tim so zu einem Superhelden, der um jeden Preis seine Tochter finden will.


    Das Buch befasst sich mit einem sehr ernsten Thema: Verschwundene Kinder und die Angst die man als Eltern aussteht, wenn man nicht weiß wo sein Kind ist oder wie es ihm geht.Man stellt sich die Frage wie gut kennt man sein eigenes Kind? Hat es Geheimnisse? Oder Probleme?Ist es weggelaufen oder ist ihm wirklich was passiert?Deshalb ist es leicht nachzuvollziehen was für Gedanken Tim antreiben und was für Sorgen und Ängste er durchstehen muss.


    Geschrieben ist das Buch in der Ich-Form, aus der Sicht von Tim. Es liest sich flüssig, gerät nicht ins Stocken oder wird langweilig.Ich wurde sehr gut unterhalten und hatte das Buch an einem Wochenende durch. Es ist keine schwere oder gar anspruchsvolle Kost.Einige Handlungsstränge waren in meinem Augen überflüssig, manches vielleicht sogar unrealistisch und vorausschaubar.


    Aber was soll’s? Ich wollte gut unterhalten werden und das wurde ich definitiv!

  • Zores, vielleicht empfinde ich das nur so, aber das liegt da wirklich am Erfahrungswert, weil Rezensionen, in denen dieses Wörtchen öfters auftaucht, meist eine lauwarme "Note" für das Buch am Ende stehen haben. Ich denke, es wird z.T. auch unbewusst benutzt, wenn der Rezensent nicht genau benennen kann, was ihm an dem Buch missfallen oder gefehlt hat. Klar muss ein Buch nicht immer 100%ig begeistern, aber gerade dieses "lauwarme" finde ich besonders unangenehm, deshalb bin ich da so vorsichtig.

  • Dieses Buch war das erste welches in von diesem Autor gelesen habe und es wird garantiert nicht das letzte sein!


    An und für sich ist das Thema „Kind verschwunden„ nichts neues, schon gar nicht bei einem Thriller. Trotz dem finde ich dieses Buch mehr als gelungen!
    Die Protagonisten fand ich – jeden einzelnen – sehr gut und authentisch dargestellt.


    Gerade in der ersten Hälfte wurde die Spannung immer mehr angetrieben. Ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen, da ich einfach wissen musste wie es nun weiter gehen wird bzw was noch passieren wird. Nach und nach kommen Dinge ans Licht, wovon Tim nicht geträumt hätte, man könnte meinen er ist in der Hölle gelandet – trotz allem gibt er nicht auf seine Tochter schnellstmöglich zu finden!


    Was ich ein wenig „enttäuschend“ fand, war allerdings das Ende.
    Ich hätte gern erfahren, wie es nun mit all den Personen weiter geht und nicht so einen „abrupten“ Schluss gehabt.


    Trotz allem fand ich das Buch sehr gut und kann es nur jedem empfehlen.

    Es geht uns mit Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber nur wenige erwählen wir zu unseren Freunden.

  • Nachdem ich "Ohne ein Wort" & "Dem Tode nah" von ihm gelesen habe, habe ich mich sehr auf das neue Buch gefreut. Aber leider muss ich sagen, dass ich ziemlich enttäuscht von dem Buch war. Die Geschichte fand ich überhaupt nicht spannend, eher langweilig.
    Hoffe das nächste Buch, falls es eins geben wird, wird besser sein.

  • In dem Buch geht es um Tim Blake,einen nicht besonders erfolgreichen
    Autoverkäufer,geschieden und Vater eines 17jährigen Mädchens:Sydney,die
    von allen Syd genannt wird.


    Sie verbringt wie üblich die Sommerferien bei ihrem Vater Tim in Milford.


    Wie jedes Jahr nimmt sie einen Ferienjob an,um sich ein bisschen
    Geld dazuzuverdienen.In diesem Jahr arbeitet sie nebenbei angeblich im
    Hotel "just in Time" an der Rezeption.


    Eines Morgens hat sie einen kleinen Streit mit ihrem Vater,verlässt danach das Haus und kehrt abends nicht mehr zurück.


    Zuerst macht sich Tim keine allzugroßen Sorgen,er denkt,sie komme
    einfach nur später.Doch als es langsam nacht wird beginnt er ihr
    hinterherzutelefonieren,aber ihr Handy ist ausgeschaltet und auch ihre
    Freundin Patty weiß nicht wo sie sich befindet.


    Er fährt zum Hotel und fragt dort nach seiner Tochter,doch dort ist
    Syd niemandem bekannt und Tim wird bewusst daß seine Tochter ihn
    diesbezüglich angelogen hat und langsam beginnt er zu begreifen,daß sie
    spurlos verschwunden ist.


    Er meldet dies der Polizei,doch die nimmt ihn nicht allzuernst,sodaß er sich selbst auf die Suche nach Sydney macht.


    Seine Exfrau Susanne macht ihm schwere Vorwürfe,deren neuer Freund
    Bob behandelt Tim wie ein kleines Kind,sie wollen ihm nicht bei der
    Suche nach Syd helfen und durch sein ständiges Fehlen steht er kurz vor
    dem Jobverlust.


    Doch Tim gibt nicht auf,er sucht weiter nach seiner Tochter,wobei er auf immer mehrere seltsame Dinge stösst:


    Was hat es mit Patty,der Freundin von Syd,auf sich?Weiß sie mehr als
    sie zugibt?Dann muss Tim noch entdecken,daß seine Tochter Kontakt zu
    Evan hatte,den Tim schon immer für kriminell gehalten hat.Evan ist der
    Sohn von Bob,des Freundes seiner Exfrau.


    In diesem Buch sind die Dinge niemals so wie sie zu sein
    scheinen.Die Suche nach Sydney wird für den traurigen und verzweifelten
    Tim immer gefährlicher und es geht mehrmals um Leben und Tod.Doch für
    Tim gibt es nur eines: Seine Tochter um jeden Preis zu finden,koste
    es,was es wolle.


    Linwood Barclay spielt in diesem Buch gekonnt mit den Urängsten
    eines jeden Vaters und einer jeden Mutter und man wünscht sich nur
    eines: Nämlich,daß einem selbst sowas niemals geschehen wird.

  • Die vorherigen Bücher von Linwood Barclay habe ich nicht gelesen, deswegen kann ich kein Vergleich machen. Aber dieses Buch hat mir sehr gefallen. Es ist eine Geschichte, die jederzeit und überall passieren könnte. Es kommt doch so oft vor, dass die Kinder von zu Hause ausreißen. Und die damit verbundenen Sorgen der Eltern sind echt. Auch die Konflikte zwischen Erwachsenen und Jugendlichen sind tagtäglich. Ich würde sagen: Das Thema ist hochaktuell. Und all das wurde sehr spannend vom Autor dargestellt. Auch ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen, musste immer weiter lesen, war total neugierig was mit dem vermisstem Mädchen passiert ist. Tim hat mir wirklich leid getan, nicht nur, dass er gerade seine Tochter "verloren" hat, er selbst gerät ins Visier der Kriminalisten und der Polizei.
    Der Autor hat jahrelang als Journalist gearbeitet und hatte eine beliebte Kolumne im bekannten Toronto Star. Ich kann es mir vorstellen, dass er auf einige seiner Erfahrungen in seinen Büchern zurück greifen kann. Dieses Buch hat mich neugierig auf die anderen Thriller des Autors gemacht.

  • Im Vergleich zu den beiden anderen Romane fand ich es diesmal nicht so wirklich spannend und überzeugend.
    Motiv, Hintergründe und vor allem keine Einsicht des Lesers in die Ermittlung der Polizei (ich habe mich städnig gefragt ob sie überhaupt der Spur nachgegangen sind?!), lassen diesen Roman blass wirken.


    Trotzdem, die Neugierde warum und was passiert ist, lässt den Leser nicht los, die Gefühle des Vaters sind nachvollziehbar, die der Mutter und ihrer Reaktion weniger.


    Das Buch lässt sich leicht und schnell lesen, als bislang begeisterte Barclay Fan habe ich etwas anderes erwartet. Vielleicht ist aber die "spannende" Feder des Autors versickert.


    Und dennoch gebe ich :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: den es hat mir über die Feiertage entspannte Lesestunden gebracht.
    Hoffe jedoch, dass der Nachfolgeroman die gewohnte Spannung mit sich bringt.

  • Es war auch mein erstes Buch von diesem Autor und ich freue mich, dass ich es gelesen habe.


    Der Schrreibstil ist einfach und flüssig. Ich hatte keine Schwierigkeiten. Das einzige was mich gestört hat war der Anfang. Der hat sich meiner Meinung nach sehr in die Länge gezogen.


    Mit Patty wollte ich irgendwie nicht so "warm" werden, wenn man das so sagen kann, weil ich immer das Gefühl hatte sie würde auf Mr. Blake (Tim) stehen und ich habe auch nur noch darauf gewartet das ich lese sie schmeist sich an ihn ran. Aber das Sie seine Tochte ist gefiehl mir an Ende dann doch besser.


    Ich denke ich werde noch mehr von ihm lesen, aber erstmal kommen andere Bücher :P .


    Ganz liebe Grüße


    Nessa


    P.S. Achso, fast hätte ich es vergessen. Das Buch bekommt von mir :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: .

  • Tim
    Blake ist ein ganz normaler Durchschnittstyp, Autoverkäufer, geschieden
    und er hat eine 17jährige Tochter namens Sidney. Diese verbringt den
    Sommer bei ihrem Vater und hat einen Ferienjob in einem nahegelegenen
    Hotel angenommen. Doch eines Abends kommt sie nicht mehr nach Hause.
    Tim macht sich auf die Suche nach ihr, und sein Weg führt ihn als erstes
    in das besagte Hotel. Doch niemand dort kennt seine Tochter. Und Tim
    fragt sich zum ersten Mal, was er überhaupt über seine Tochter weiß.


    Das Buch beginnt wie bei Barclay üblich mit ganz alltäglichen
    Situationen. Doch so ganz allmählich bescheicht den Leser das Gefühl,
    dass das nicht so bleiben wird. Die Spannung steigt langsam aber stetig
    an. Dann überschlagen sich die Ereignisse, und Tim gerät sogar selbst
    unter Mordverdacht. Gezwungenermaßen mutiert er vom Normalo zum
    Einzelkämpfer, getrieben von der Sorge um sein einziges Kind. Allmählich
    durchschaut er die Zusammenhänge und muss feststellen, dass er nicht
    nur Vater e i n e r Tochter ist. Das Buch endet mit einem furiosen
    Showdown, doch Tim ist zum Schluss sowohl Gewinner als auch Verlierer.


    Das Buch hat mir gut gefallen, obwohl das Ende meiner Meinung nach
    ein wenig übertrieben ist. Halt typisch amerikanisch. Deswegen gibt es
    auch "nur" 4 Sterne. Doch insgesamt gesehen ist es durchaus
    empfehlenswert.

  • Ich habe es jetzt auch zu Ende gelesen.
    Und ich muss sagen, dass es ein absoluter FLOP ist.
    Ein Vater der seine verschwundene Tochter sucht. 3/4 der Handlung sind völlig ereignislos, sodass es dann doch etwas langweilig ist. Da es nur belanglose kleine Zwischenfälle gibt.
    Im letzten 1/4 überschlagen sich die Ereignisse so sehr, dass es absolut unglaubwürdig ist.


    :bewertung1von5::bewertung1von5:
    Diese beiden Sterne vergebe ich einzig und allein für den flüssigen Schreibstil.

    "Aber sie hatten einander damals völlig natürlich verstanden und angenommen. So vollständig, dass es beinahe ein Wunder war"


  • Buchinfo
    In Todesangst - Linwood Barclay
    Taschenbuch - 448 Seiten -ISBN-13: 978-3548282718
    Verlag: Ullstein - Erschienen: 10. November 2010
    EUR 9,99
    Kurzbeschreibung
    Die 17-jährige Sydney kommt eines Abends nicht von ihrem Sommerjob in einem Hotel nach Hause. Sie ist nicht über Handy zu erreichen. Ihr Vater macht sich große Sorgen. Er fährt los, um sie abzuholen. Doch die Angestellten des Hotels haben noch nie von einem Mädchen namens Sydney gehört … Linwood Barclay spielt auch in seinem neuen Thriller wieder meisterhaft mit unseren schlimmsten Ängsten. Eigentlich wollte Tim einen schönen Sommer mit seiner Teenagertochter verbringen. Seit der Trennung von seiner Frau lebt Sydney bei ihrer Mutter am anderen Ende der Stadt. Doch für einen Sommerjob in einem Hotel zieht sie vorübergehend zu Tim. Und verschwindet nach wenigen Wochen spurlos. Voller Sorge macht Tim sich auf die Suche nach seiner Tochter, richtet eine Website ein, geht allen Hinweisen nach. Als sein eigenes Haus verwüstet wird, ahnt er, dass er selbst in Lebensgefahr schwebt. Dann verschwindet auch noch Sydneys beste Freundin, und eine Frau wird vor Tims Haustür ermordet. In panischer Angst sucht er weiter, und nach und nach wird ihm klar, dass er seine Tochter viel weniger gut kannte, als er dachte. Lernen Sie auch das Hörbuch zu diesem Titel kennen!
    Bewertung
    „In Todesangst“ ist der dritte Thriller von Linwood Barclay.
    Nachdem mich "Ohne ein Wort" und "Dem Tode nah" schon gefesselt hatten, freute ich mich auf das dritte Buch von Barclay. Wie gewohnt schreibt der Autor sehr detailliert, aber genau passend, so das nichts unnötig in die Länge gezogen wird. Auch die Charakteren wurden reell dargestellt, so dass jeder Protagonist zu einer eigenen Persönlichkeit wurde.
    Das Buch lässt sich flüssig lesen und die Spannung bleibt bis zum Schluss aufrecht erhalten, denn immer wenn man denkt die Lösung zu kennen, gibt es eine überraschende Wendung. So konnte mich Linwood Barclay bis ans Ende des Buches gut unterhalten.
    Fazit: Spannend und unterhaltsam. Ein empfehlenswerter Thriller!

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