Dieses eine Buch

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  • Ähm, Fallen Angel, "Das Experiment" wurde mit Psychologiestudenten der Universität von Stanford durchgeführt. Es ging hier um die Betrachtung der Entstehung von Machtstrukturen und Machtmissbrauch in Strafvollzugsanstalten. "Die Welle" geschah mit Jugendlichen und der Lehrer hatte konsequenter Weise hinterher keinen Job mehr. Wie Zimbardo war ihm sein Experiment - für das er anders als Zimbardo nicht qualifiziert war- stark aus dem Ruder gelaufen.

  • @K.G.:
    Ich dachte, die Universität hatte Leute für das Experiment angeworben und die wären alle erwachsen gewesen?! :scratch:
    Naja, ist schon lange her, dass ich davon gehört/gelesen habe, ich werde wohl doch alt. :tongue:
    In jedem Fall danke für die Aufklärung.


    Dass der Lehrer den Job verloren hat war ja auch das einzig richtige, nach allem was passiert ist! :idea:
    Allerdings frage ich mich (vielleicht weißt du das ja zufällig), was den Lehrer qualifiziert hätte. Immerhin kann man doch nicht generell sagen, dass nur ein Professor qualifiziert für solche Experimente ist oder? - Zumal das Experiment von Zimbardo auch daneben ging (wenn vielleicht auch nicht so gravierend).

  • Fallen Angel:


    Die Leute die angeworben waren, waren dies im Film - der Jahre später in Deutschland gedreht wurde. Zimbardo selbst ist anders vorgegangen.


    Der Lehrer hätte schon eine Ausbildung in experimenteller Psychologie/Psychiatrie haben müssen um auch nur annähernd als qualifiziert gelten zu können.

  • @K.-G.:
    Ok, dann hat der Film wohl mehr Spuren bei mir hinterlassen als das niedergeschriebene eigentliche Experiment. :uups:
    Was ist dann eigentlich mit Zimbardo geschehen, das hatte doch sicher auch auf ihn Auswirkungen oder?


    Nur dass ihr nicht denkt, das wäre off-Topic:
    Da kann man mal wie sehr einen ein Buch (in diesem Falle zwei) beeindrucken und seine Spuren hinterlassen kann. Ich habe das Buch zu Das Experiment vor langer langer Zeit gelesen. Zwar weiß ich, wie man merkt, auch nicht mehr alles richtig (was wohl an der Verfilmung liegt), aber beschäftigen tut es mich natürlich immer noch.

    Einmal editiert, zuletzt von FallenAngel ()

  • Wieso bei solchen Fragen eigentlich immer der Singular verwendet wird, ist mir ein Rätsel. :scratch:


    Das Buch "BIG BANG" hat mir viel beigebracht; auch wenn ich die Hälfte erst später verstanden und 2 Monate zum Lesen gebraucht habe. Aber es wahr relativ leicht zu verstehen. Dafür ist der Autor auch bekannt und man kann nicht nur aus seinen Büchern viel lernen. :D


    Der Foundations-Zyklus von Isaac Asimov ist ein sehr bekannter Zukunftsroman, der über einen langen Zeitraum einen möglichen Verlauf der Menschheit aufzeigt. Im Nachhinein lernt man viel, wie minimal eine Veränderung sein kann, um ein Ziel zu erreichen. Der verübergehende Einsatz von Robotern zeigt, dass Abwechslung für Menschen wichtig ist, damit sie ihre Menschlichkeit behalten.


    Harry Potter und der Stein der Weisen hat mich zum Lesen gebracht; aber sonst hat das Buch fast jede besondere Stellung bei meinen Bücher verloren.

    Zufälle gibt es nicht! (Mortimer Wittgenstein, fiktive Person von Christoph Marzi)


    Ich :study: gerade:
    querbeet


    LibraryThing

  • Zitat

    Original von simonja
    " Woher weiß diese wildfremde Person, ( Autor oder Interpret) so genau wie Du Dich fühlst ??"


    Ein Schriftsteller hat einmal gesagt: "In jedem Buch findest du ein kleines Stückchen, das mit deiner Situation zu tun hat, egal um welches Buch es sich handelt."
    ´Manche Bücher haben mich entweder aus dem Leben oder ins Leben geholt. Sie haben mir eine andere, bessere Welt eröffnet, wenn ich meine jetzige nicht ertragen konnte, oder sie haben mir gezeigt, wie wunderbar meine Welt doch ist.
    Auch wenn es schon oft erwähnt ist, aber "Tintenherz" ist einfach mein Buch. Es hat mich wieder so richtig zum Lesen gebracht und ich glaube, mich davon abgehalten, zu dem Menschen zu werden, der ich nie sein will. Es war nicht nur bei diesem Buch. Es war bei "Böse Träume", bei "Der Schatten des Windes", bei "Der Fänger im Roggen", bei "Die Wolke", "Matilda" und bei mehreren Büchern so. Sie retteten mir das Leben. Sie zeigten mir die Lösung oder gaben mir eben das Gefühl, nicht allein zu sein. Ich schlug sie auf und es war Magie.

    Die Nächte lehren viel, was die Tage niemals wissen.
    Aus Persien

  • Es muss ja nicht mal eine regelrechte Rettung aus einer Lebenskrise o.ä. sein, die ein Buch bewirkt hat.
    Einfach schon die Tatsache, dass es einen an die wunderschönsten, geheimnisvollsten Orte dieser Wet, oder einer erfundenen, bringt und man dort viele tolle Stunden zwischen den Buchseiten verbringen kann, ist etwas einzigartiges.
    Dieses Gefühl sollten alle Menschen beim Lesen verspüren, dann gäbe es sicher fast nur noch Bücherwürmer auf dieser Welt! :study:

    Einmal editiert, zuletzt von FallenAngel ()

  • Fallen Angel:


    Philip Zimbardo ist Professor und unterrichtet und forscht wohl auch noch. Sein Grundlagenwerk ist etwas um das man als Psychologiestudent kaum herum kommt.

  • Ich habe mal eine Biografie über Albert Schweitzer gelesen, als ich zwölf oder dreizehn war, und das muss mich so beeindruckt haben, dass ich unbedingt auch Medizin studieren und nach Afrika gehen wollte...
    Aber nur ein paar Jahre lang. #-o Hab das dann irgendwann aus den Augen verloren und bin im Büro gelandet...


    eine gute Nacht wünscht blackbird

    "Die Welt geht unter. Das ist das Beste, was mir jemals passiert ist." Sibylle Berg
    :study:mein Bücherregal

    2 Mal editiert, zuletzt von blackbird ()

  • Meine Leidenschaft für Ägypten wurde durch zahllose Romanen von Christian Jacq und Sabine Wassermann, sowie Sachbüchern verschiedenster Verlage verstärkt. :farao:
    Allerdings geht es auch mir so, dass ich mir inzwischen keine Illusionen bezüglich eines entsprechenden Berufs mache. Lieber habe ich es als Hobby und arbeite etwas, das mir ebenfalls Spaß macht und meine Existenz sichert.
    Klingt jetzt vielleicht abgedroschen, ist aber (leider) so.

  • Der Dolly-Sammelband von Enid-Blyton war für meine erste "Lesenacht" verantwortlich. Mitten in der Woche, als ich am nächsten Tag in die Schule musste... :D
    Das werde ich auf jeden Fall in Erinnerung behalten.


    Sonst ist es bei mir so, wie es schon viele andere beschreiben haben: Ich finde mich oft in bestimmten Situationen in Büchern wieder, das passt dann wie die Faust aufs Auge. Das würde ich allerdings tatsächlich auf die selektive Wahrnehmung schieben. Jedes Buch hat ja verschiedene Ebenen und je nach Leser uns Situation tritt eher die eine oder die andere in den Vordergrund.


    Deswegen lese ich Bücher auch sehr gerne ein 2., 3. ... 10. Mal. Man weiß nie, was man diesmal darin findet.

    Viele Grüße, Alianne


    ---------------------
    Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.
    Francis Bacon

  • Ohja, ich lese Bücher auch fast immer mehr als einmal. Besonders natürlich meine liebsten.
    Ich finde, dass man jedes Mal neue Details entdeckt, die einem vorher entweder aufgrund der selektiven Wahrnehmung oder aufgrund der mitreißenden Spannung des Buches (die dann vordergründig war) entgangen sind. :study:

  • Zitat

    Original von FallenAngel
    Ohja, ich lese Bücher auch fast immer mehr als einmal. Besonders natürlich meine liebsten.
    Ich finde, dass man jedes Mal neue Details entdeckt, die einem vorher entweder aufgrund der selektiven Wahrnehmung oder aufgrund der mitreißenden Spannung des Buches (die dann vordergründig war) entgangen sind. :study:


    Genau. Bei den jeweils aktuellen Harry Pottern z.B. kann ich mich nicht bremsen. Da muss ich wissen, was passiert und wie es ausgeht. Vieles fällt mir dann tatsächlich erst beim nochmal lesen auf. Vordergründig geht es mir da erst mal um die Geschichte.


    Aber ich glaube wir gehören zu wenigen hier im Forum. Von vielen hab ich schon gehört, daß sie Bücher nur ein mal lesen...

    Viele Grüße, Alianne


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    Bücher sind Schiffe, welche die weiten Meere der Zeit durcheilen.
    Francis Bacon

  • Alianne:
    Ja, habe ich auch schon öfters gehört. :roll:
    Mitunter ein Grund, warum auch viele Mitglieder hier sich damit "begnügen", ein Buch in der Bücherei ausgeliehen zu haben. Ich hingegen muss ein Buch, das mir gefällt, auch besitzen! (Eben damit ich es, wenn ich möchte, mehrere Male lesen kann - was dann auch immer der Fall ist.) :study:
    So wie dir mit Harry Potter, erging es mir beim Clan der Otori.
    Zwar sind es da nur drei Bände, aber durch die extrem lange Wartezeit auf den jeweils nächsten Band, war ich so hibbelig, dass ich das Buch buchtsäblich verschlungen habe. Sprachliche, stilistische oder eher zweitrangige Details (können auch mal einfach schöne Landschaftbeschreibungen sein) waren somit beim ersten Lesen total nebensächlich. Einen Tag nachdem ich den Band dann jeweils beendet hatte (manchmal dauerte es auch eine Woche), fing ich an, das Buch noch einmal zu lesen.
    So war ich nicht gehetzt und konnte mir schön Zeit lassen, um auch wirklich alles Tolle an diesem Buch zu genießen! :drunken:

  • Zitat

    Original von Alianne
    Von vielen hab ich schon gehört, daß sie Bücher nur ein mal lesen...


    Ich lese Bücher, die mich begeistert haben, auch mehrmals; das ist jedesmal ein wenig wie: wieder zu Hause anzukommen.


    "Die geheime Geschichte" von Donna Tartt habe ich sicher fünf mal oder noch öfters gelesen, und es hat mich immer wieder von neuem gefesselt.

  • blackbird:
    Schön zu lesen, dass es noch jemandem so geht wie uns. :thumright:
    Dieses Gefühl der Vertrautheit kenne ich auch. Man kann es nur nicht richtig beschreiben. Manchmal ist es, als ob man schon mal an diesem Ort war, in Urlaub z.B. und dann nach langer Zeit alte Fotos anschaut oder nochmal hinkommt und sich erinnert (mann, ich bin wirklich schlecht darin, das Gefühl zu umschreiben)! :drunken:

  • @ FallenAngel:


    Und deswegen lese ich auch manchmal gern wieder die Bücher, die ich so mit 14, 15 mochte (vielleicht sollte man sich ernsthafteren Dingen, z.B. irgendwelchen Klassikern zuwenden... :scratch: ). Aber es geht mir gut dabei, denn egal, wieviel sich seitdem geändert hat, wie oft ich umgezogen bin und ob Menschen, die mir wichtig waren, wieder fort sind: die Bücher von damals sind immer noch da, und sie wieder zu lesen, ist, als ob es immer einen Ort geben wird, zu dem man zurückkehren kann.

    "Die Welt geht unter. Das ist das Beste, was mir jemals passiert ist." Sibylle Berg
    :study:mein Bücherregal

    2 Mal editiert, zuletzt von blackbird ()

  • blackbird:
    :thumright: Genauso geht es mir auch. Obwohl ich richtig alte Bücher von damals zur Zeit gar nicht lesen kann -> mein SUB türmt sich nämlich immer mehr in die Lüfte. :geek:
    Aber es ist schon schön zu wissen, dass man immer die Möglichkeit hat und haben wird, an diesen Ort zurückzukehren, da die Bücher nicht verblassen wie Erinnerungen mit der Zeit oder einfach fort sind, wie Personen. :study:

  • Zitat

    Original von Gänseblümchen


    Mir ist da ganz spontan folgendes Buch eingefallen: "Veronika beschließt zu sterben", von Paulo Coelho.


    Habe es mir gleich gekauft und in einer Nacht durchgelesen, dann nochmal zurückgeblättert und ganz viele Sätze unterstrichen und dabei wahrscheinlich gelächelt oder dergleichen; ein wirklich erstaunliches, wichtiges Buch; danke dafür. :flower:


    viele Grüße von blackbird

  • Hmm, irgendwie hören sich die Rezensionen zu diesem Buch auf allen Seiten gleich an: Das Buch ist klasse!
    *seufz* Vielleicht schau ich mal, ob man es irgendwo ausleihen kann. Wenn nicht landet es eben auch noch auf meinem Bücher-WunschZettel. :dwarf:

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