Alina Bronsky - Der Zopf meiner Großmutter

  • Kurzmeinung

    mhameist
    Sehr seltsamer Charakter, diese Großmutter
  • Kurzmeinung

    PotatoPeelPie
    Eine Großmutter zum Fürchten, die man gleichzeitig gerne mal treffen würde :-D
  • Einer solchen Großmutter begegnet man nicht alle Tage - weder literarisch noch in der Realität: Ausgewandert in den Westen versucht sie ihren Enkel vor dem großen bösen Wolf zu beschützen, der aus ihrer Sicht in allem und jedem steckt: Sie nennt sich selbst antisemitisch, wettert gegen Gott und die Welt und bekommt dabei nicht einmal mit, dass sich der Großvater in eine andere "verguckt"...

    Ihre giftigen und teilweise bitterbösen Kommentare sind freilich nicht nur für ihren Enkel Max nur schwer zu ertragen und werden für den Leser daher gütigerweise immer wieder durch Komik entschärft. Die gut geschriebenen Episoden und deren Erzählweise waren aber tatsächlich auch in erster Linie für den hohen Unterhaltungswert der relativ kurzen Geschichte (etwas mehr als 200 Seiten) verantwortlich. Nach und nach erfährt der Leser warum die Großeltern mit ihrem Enkel die Heimat verlassen und in den Westen gezogen sind.

    Meine Wahrnehmung der streitbaren Großmutter wurde durch die geschickt formulierten Passagen immer wieder verändert. Mal hatte ich Verständnis für sie, dann wiederum postulierte sie etwas komplett "politisch Unkorrektes". Im einen Moment findet man sie äußerst anstrengend und dann gibt es Momente, in denen sie weich wirkt und man wieder einen ganz anderen Zugang zu ihr findet.

    Dass die Autorin bereits einige Publikumserfolge mit ihren Vorgänger-Büchern feiern konnte, überrascht mich daher nicht und hat dafür gesorgt, dass ich mir sicherlich noch Lesestoff von ihr besorgen werde. Daumen hoch!

  • :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Einmal mehr schreibt Alina Bronsky über das, was sie selbst sehr gut kennt - russische Emigranten, die nach Deutschland kamen. Weil das letzte Buch, das ich von ihr gelesen habe ("Und du kommst auch drin vor") ein Jugendbuch war, und dieses hier ebenfalls von einem Kind erzählt wird und mit 213 Seiten recht kurz ist, ging ich eigentlich davon aus wieder ein Jugendbuch zu lesen. Aber das ist es ganz und gar nicht. Es ist vielmehr die Geschichte einer Frau, die das Leben verhärmt hat und die ihren ganzen Missmut an anderen rauslässt.
    Bestimmt liebt sie ihren Enkel Max, doch hat sie eine komische Art das zu zeigen. Backt ihm eine Schokoladentorte zum Geburtstag, wirft ihm dabei vor wie sehr sie sich doch abplagt für ihn, und dass er nicht glauben wird wie lecker es schmeckt. Nur essen darf er sie nicht, weil sie ihm und sich selbst einredet dass er was mit der Verdauung hat. Das Lebensmotto dieser resoluten Frau ist "Nein kannst du zu deiner eigenen Oma sagen, Kindchen, ich kenne dieses Wort nicht." Und so konnte ich leider nie wirkliche Sympathien für sie aufbauen, stets hatte ich nur Mitleid mit Mäxchen, den sie vor anderen oft als geistig und körperlich minderbemittelt beleidigt. "Warum wehrst du dich eigenlich nie? Gegen niemanden?" wird er mal gefragt. "Ich käme dann zu nichts anderem mehr." antwortet er resigniert.


    Mein Herz öffnete sich für die Großmutter mit dem dicken Zopf erst im zweiten Teil des Buches, als sie sich so wundervoll des kleinen Tschingis annimmt (obwohl sie auch da niemand drum gebeten hat). Aber retten konnte es das nicht mehr für mich, vor allem da die ganze Geschichte auch steht und fällt mit Margerita. Die anderen Mitglieder dieser ungewöhnlichen Familienkonstellation sind lediglich Nebenfiguren dieses Drama, dass mich in einer beklemmenden Stimmung zurück ließ. Da blieb die Unterhaltung eher auf der Strecke.

  • EINE UNVOLLENDETE GESCHICHTE


    Das Buch mit seinen knapp über 200 Seiten war sehr schnell gelesen. Alina Bronsky schrieb eine Geschichte, die zwischen Komödie und Tragödie schwankt, eine Geschichte, die das Leben schreibt, allerdings oft mit starker Übertreibung und bitterbösem Humor.

    Aus der Sicht des heranwachsenden Max wird das diffizile Beziehungsgeflecht zwischen drei Erwachsenen erzählt.


    Als russische Kontingentflüchtlinge wohnen die Großeltern und Max im Wohnheim, im ehemaligen Hotel „Zur Sonne“. Griesgrämig und mit üblen Schimpfworten bedenkt Margo ihren Mann Tschingis und den kleinen, zu Beginn 6jährigen Jungen. Mäxchen ist wahlweise u.a. ein „Idiot“, ein „Schrumpfkopf“, der kleine „Krüppel“ und der Großvater die „asiatische Fresse“. Max bekommt von ihr, weil er angeblich schwächlich, kränklich und unterentwickelt ist, stets pürierte, ungesalzene Pampe vorgesetzt. Sie kontrolliert alles und jeden, desinfiziert, läßt ständig Hände waschen, entwickelt angeblich aus Fürsorge für den Enkel hypochondrische Züge. Was hinter der Fassade dieser verschrobenen, schrägen Person vorgeht, läßt sich schwer ausmachen. Auf alle Fälle liebt Max trotz allem seine Großmutter und erträgt ihre Marotten genau wie der Großvater mit einer stoischen Ruhe.


    Der Großmutter fehlt die Liebenswürdigkeit. Sie ist ein anstrengender, total überdrehter Charakter, die irgendwie in ihrem eigenen Kosmos lebt. Dass der Enkel ihre „Torturen“ übersteht, statt dessen noch eine gewisse charakterliche Stärke entwickelt, grenzt an Wunder. Er ist so helle, dass er weit vor seiner Großmutter mitbekommt, dass sich zwischen dem Großvater und der um einige Jahre jüngeren Nachbarin zärtliche Gefühle entwickelten. Sie bemerkt es erst als der Miniatur - Tschingis ihr aus dem Kinderwagen entgegenblickt. Ihre Reaktion auf die veränderten Familiensituationen ist mehr als überraschend und für mich nicht nachvollziehbar gewesen.

    Die Geschichte strotzt vor skurillen Momenten, die ich oft als überspitzt empfand, auch weil zu wenig Hintergrundinfos vermittelt werden. Ich bin ganz gut im zwischen den Zeilen lesen und mir muss auch nicht jedes Detail erklärt werden; doch es wurde mir leider hier zu viel weggelassen, was zum besseren Verständnis vielleicht notwendig gewesen wäre. Die vielen Andeutungen waren mir zu vage, viele meiner Fragen blieben leider unbeantwortet.


    Die Lektüre hat mich erreicht, weil die Geschichte in einem lebhaften, mitreißenden Schreibstil verfaßt wurde. Leider konnte sie mich nicht vollständig überzeugen, da durch die robuste, dominante Großmutter die anderen Personen zu Rand- bzw. Nebenfiguren degradiert wurden. Die Sichtweise des Großvaters hätte mich interessiert. Zum Ende der Geschichte mit dem langsamen Loslösen von Max aus der Patchworkfamilie kommt etwas Licht ins Dunkel. Für das Verhalten der Großmutter wagte ich, als dann der Zopf fiel (ein Bild mit hohem Symbolcharakter !), zarte Erklärungsversuche.


    „Der Zopf meiner Großmutter“ scheint mir nicht zu Ende erzählt. Es ist eine unvollendete, fragmentarische Geschichte. Ich schwanke zwischen Bewunderung und Enttäuschung.


    Trotzdem möchte ich meine Empfehlung aussprechen und bewerte mit drei von fünf Sternen! :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Karschtl , hennie , es wäre hilfreich, wenn Eure Sternchen nicht nur in Euren Rezensionen erscheinen, sondern auch in der Bewertungsliste. Drei Rezensionen sind es bisher, aber noch keine Sternvergabe.

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



  • Marie, es wäre hilfreich, wenn ersichtlich wäre wie die Sternchenvergabe in der Bewertungsliste funktionieren soll - ich freue mich immer riesig darüber, wie man hier "abgewatscht" wird für die Bereitschaft Rezensionen einzustellen

  • Marie, es wäre hilfreich, wenn ersichtlich wäre wie die Sternchenvergabe in der Bewertungsliste funktionieren soll - ich freue mich immer riesig darüber, wie man hier "abgewatscht" wird für die Bereitschaft Rezensionen einzustellen

    Das war doch nicht abgewatscht, sondern lediglich eine Feststellung. Und wir freuen uns immer über Rezensionen. :)

    Die Sterne-Bewertung ist ganz einfach: Du klickst oben, oder in deinem Regal beim Buch, auf die Sterne drauf und schon öffnet sich das Bewertungsfeld für die Sterne. Dort kannst du zum einen die Zahl der Sterne markieren, die Du dem Buch geben möchtest, und außerdem noch einen kurzen Kommentar eintragen, falls Du das willst. Und wenn Du Fragen hast, melde Dich einfach. :wink:

    viele Grüße vom Squirrel


    :study: Uwe Wittstock - Marseille 1940

    :study: Edmund de Waal - Der Hase mit den Bernsteinaugen


  • Hallo Squirrel, habe meine Sternchenbewertung abgegeben. Die Zahl in Klammern ändert sich dann sicher erst beim nächsten Öffnen. Bei der Bedienung des Feldes hatte ich einen gedanklichen Klemmer beim Abschluß - immer mit Enter!

    Ich wünsche ein schönes Wochenende


  • Großmutter

    Ich mochte das Buch kaum aus der Hand legen - bis zum Ende sind mir die Figuren sehr ans Herz gewachsen. Der Roman bietet kurzweilige Unterhaltung mit Tiefgang - auch etwas Humor ist im Buch zu finden, was dem Buch noch einen gewissen "Touch" verleiht.

    Zum Schluss überschlagt sich alles etwas - die Geschichte wird mir eine Spur zu rasant - hier hätten einige zusätzliche Seiten zur genaueren Ausführung nicht geschadet - daher gibt es hierfür einen Stern Abzug.

    Im Großen und Ganzen gibt es aber von meiner Seite eine Leseempfehlung für diese doch recht innovative Geschichte.

  • Die Großmutter aus der Hölle

    Im zarten Alter von sechs Jahren kommt Maxim mit seinen Großeltern von Russland nach Deutschland. Weshalb er bei den Großeltern und nicht seinen Eltern ist, bleibt lange Zeit unklar.

    Die Großmutter ist eine herrische Person, die Max und ihren Ehemann, an dem sie kein gutes Haar lässt, unter der Fuchtel hat. Ihre Lebensaufgabe besteht in der Erziehung von Max, den sie in ihrer verschrobenen Wirklichkeitswahrnehmung für todkrank und grenzdebil hält. Dies geht so weit, dass ihrer Meinung nach ein Aufenthalt in Menschenmengen (Keime!) für Max ein tödliches Risiko darstellt. Sie serviert ihm eklige Pampen aus gekochtem Gemüse, den jährlich zubereitet Schokoladenkuchen zum Geburtstag isst sie allein, der Enkel darf daran riechen. Für meine Begriffe ist dies alles ein Fall fürs Jugendamt und die Großmutter ein Fall für die Psychiatrie. Der Großvater hat sich längst in seine eigene Welt zurückgezogen und ist vollkommen verstummt, dafür redet seine Frau ohne Punkt und Komma, meistens gibt sie Hasstiraden gegen Juden und Araber oder Beschimpfungen ihres Ehemanns („altes Schlitzauge“, „asiatische Fresse“) von sich.

    „Liebenswerte Charaktere“, wie sie im Klappentext versprochen werden, habe ich in diesem Buch nicht gefunden. Max ist eingeschüchtert und lässt sich viel zu lange von seiner Großmutter beherrschen, der Großvater greift nicht ein und macht sich mitschuldig.

    Ein Buch, das gut geschrieben ist, mich aber aufgrund der Persönlichkeit dieser Großmutter aus der Hölle zunehmend frustriert hat.:bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Russische Patchworkfamilie


    Der Zopf meiner Großmutter, Roman von Alina Bronsky, 224 Seiten, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch.


    Ein Roman über eine Frau, die versucht, in einer Gesellschaft Fuß zu fassen, die ihr entgleitet.


    Eine russische Familie, bestehend aus den Großeltern und dem kleinen Maxim, wandern als Kontingentflüchtlinge nach Deutschland aus. Im Flüchtlingsheim, das den schönen Namen „Zur Sonne“ trägt, wird die Großmutter zur gnadenlos bösen Tyrannin. Vor ihren bitterbösen Sprüchen ist niemand sicher. Nur gut, dass die meisten Bewohner sie nicht verstehen, denn Deutsch lernt sie nicht. Den kerngesunden Max hält sie für einen geistig beschränkten und auch noch totkranken Idioten, der ständig umsorgt werden muss. Sie kocht und püriert, salzlos, zuckerlos und lauwarm. Dabei schikaniert sie ihn mit dem Duft und dem Anblick der leckeren Speisen die sie sich selber gönnt. Sogar seine Geburtstagstorte darf er nur mit den Augen verschlingen. Sie will ihn stets vor amerikanischen Päderasten, Zigeunern und der chinesischen Organmafia bewahren. Die Schimpftiraden der Großmutter treffen jeden. Sexismus, Antisemitismus, Homophobie. Die Türken kriegen ihr Fett ab, die Schwulen, die Juden sowieso. Als Schrumpfkopf, Dumpfbacke, Idiot, Asiatische Fresse, alter Sack, Krüppel und formloser Rotz werden Großvater und Max ständig tituliert. Doch Mäxchen fühlt sich abgehärtet gegen jede Peinlichkeit. Denn er und auch sein Opa wissen, dass es Margo tief in ihrem Inneren nicht so Böse meint. Als der Großvater sich in Nina, eine jüngere Russin verliebt, könnte das Ganze in ein Eifersuchtsdrama abgleiten. Doch wieder überrascht Oma alle.
    224 Seiten aufgeteilt in kurze Kapitel die mit einer, den Inhalt des Kapitels, zusammenfassenden Überschrift versehen sind. Humorvolle zum Teil bitterböse Dialoge machen das Buch lebendig. Alina Bronsky beschreibt ihre Charaktere sehr gut, mir haben Sätze wie folgender sehr gefallen: „Das Klavier war alt. Die vergilbten Tasten erinnerten mich an die Zähne meiner Großmutter.“ Der Erzählstil in der Ich-Form, aus der Sicht des anfangs 6jährigen Maxim, ist gut gewählt, denn dadurch merkt man, dass Mäxchen keinesfalls so dumm ist, wie seine Oma behauptet. Obwohl Maxim der Erzähler ist, ist aber Margo, die Großmutter die eigentliche Protagonistin. Sie, die ehemalige Tänzerin, ist plötzlich abhängig von einem Kind. Das stellt sie vor ein Problem. Sie selbst ist nicht in der Lage, sich zu integrieren, deshalb beschneidet sie den Enkel, um ihre Einsamkeit zu überdecken, vermute ich. Immer wieder musste ich bei der Lektüre lachen. Sätze wie: „Alle dicken türkischen Mädchen sind schon dort, in rosa Tutus.“ Oder: „Hätte er dem Schwein nicht die Zigarette aus dem Maul reißen und sie ihm in den Hintern stopfen können?“ fand ich im Zusammenhang durchaus lustig.
    Meine Lieblingsfigur natürlich der Erzähler Maxim, ein kluger und aufgeweckter Junge, der zum Glück durch die Behandlung seiner skurrilen Großmutter keinen größeren Schaden bekommen hat. Auch Tschingis, der Großvater, der schon lange zu sprechen aufgehört hat war mir sympathisch. Einzig Vera, die Tochter von Nina fand ich gemein und gehässig.
    Die dominante Großmutter lässt die anderen Figuren im Buch blass erscheinen. Einige Seiten mehr und etwas mehr Informationen hätten dem Buch gut getan. Für den Preis, hat das Buch für meinen Geschmack zu wenig Umfang, denn es ist viel zu schnell gelesen.
    Mir hat das Buch gefallen und mir einen lustigen Lesenachmittag beschert. Deshalb möchte ich es gerne weiterempfehlen und vergebe 4 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study::musik::montag:


    Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
    François Fénelon

  • Schon von der ersten Seite an, hatte mich die Story gefangen genommen. Nun ja, es war nicht unbedingt die Story selbst, sondern eher die Protagonisten. Und hier speziell Margo, die Großmutter. Exzentrisch, herrisch, übertrieben besorgt.. hm.. das sind alles Charaktereigenschaften, die nicht unbedingt als Auszeichnung dienen, dennoch beschreiben sie die Person perfekt. Hätte ich so einen Menschen um mich, ich würde durchdrehen!

    Dennoch schafft es die Autorin, dass ich immer weiter lesen wollte. Ich wollte mehr wissen - ja, ich wollte mich sogar ein stückweit mit Margo quälen. Seltsam, oder?

    Aber die Story um die Großmutter, die immer auf der Suche nach Anerkennung war, hat mich schon etwas berührt.


    📚 Fazit 📚

    Die deutsche Autorin mit russischen Wurzeln ALINA BRONSKY beschreibt in ihrem Roman, anhand der Großmutter, eine Frau, die immer auf der Suche nach Anerkennung und ihren Platz in der Gesellschaft sucht. Sie hatte zwar nicht die nettesten Charakterzüge, aber dennoch hat sie Herz (wenngleich das auch manchmal etwas sonderbar wirkt).

    Dieser Roman ist etwas besonderes. Keine Story, die man mal eben so zwischen Tür und Angel lesen kann, sondern eine Geschichte mit Tiefgang. Dieser zeigt sich besonders auf den letzten Seiten. Mich hat dieser Roman berührt und auch nachdenklich gemacht.

    Ein Roman, den man nach dem Lesen nicht einfach nur so wieder zur Seiten legen kann.