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Susan Mallery - Die Tulpenschwestern / Secrets of the Tulip Sisters

Die Tulpenschwestern

3.6 von 5 Sternen bei 5 Bewertungen

Verlag: Harpercollins

Bindung: Broschiert

Seitenzahl: 496

ISBN: 9783959672429

Termin: Februar 2019

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  • Kelly Murphy betreibt gemeinsam mit ihrem Vater Jeff eine Tulpenfarm und liebt ihre Arbeit über alles. Ihre Schwester Olivia hat sie seit Jahren nicht gesehen, denn diese ist damals in ein Internat gegangen, nachdem Mutter Marilee die Familie verlassen hat. Danach ist Olivia zu ihrer Mutter nach Phoenix gezogen, um mit ihr in deren Immobiliengeschäft zusammen zu arbeiten. Der Kontakt zwischen Kelly und Olivia war seitdem nur spärlich. Ausgerechnet zum jährlichen Tulpenfestival kündigt Olivia nun ihren Besuch an und zwischen den beiden sehr unterschiedlichen Schwestern schwelen so einige Konflikte. Dann taucht Mutter Marilee auf einmal auch auf und macht sich wieder an ihren Ex-Mann Jeff heran. Kellys heile Welt wird völlig durcheinander gewirbelt. Als sie dann noch auf ihre alte Highschool-Liebe Griffith trifft, ist das Gefühlschaos eigentlich perfekt, wenn da nicht noch Kellys beste Freundin wäre, die anscheinend auch ein Geheimnis mit sich herumträgt….


    Susan Mallery hat mit ihrem Buch „Die Tulpenschwestern“ einen sehr unterhaltsamen und gefühlvollen Roman vorgelegt, der dem Leser diesmal gleich drei Frauencharaktere als Hauptprotagonistinnen präsentiert. Der Schreibstil ist locker-flockig und warmherzig, gespickt mit jeder Menge Gefühlschaos, Sorgen und Nöten, so dass der Leser schnell in die Geschichte hineintaucht und sich mal dieser, mal jener „Tulpenschwester“ an die Fersen heftet, um nach und nach die verschiedenen Unstimmigkeiten und kleinen versteckten Geheimnisse zu entdecken und diese ans Tageslicht zu bringen. Für ihre Protagonisten hat die Autorin eine kleinstädtische Kulisse als Bühne entworfen, umrahmt von liebenswerten Bewohnern, die sich alle schon jahrelang kennen und zusammengewachsen sind. Durch wechselnde Erzählperspektiven erhöht die Autorin nicht nur die Spannung innerhalb ihrer Geschichte, sondern gibt dem Leser auch die Möglichkeit, die drei Frauen von Grund auf kennenzulernen sowie ihren Gedanken und Gefühlen folgen zu können.


    Die Charaktere hat die Autorin wunderbar menschlich gezeichnet und ihnen Leben eingehaucht. Sie sind sowohl unterschiedlich wie individuell angelegt und wirken sehr authentisch, so dass der Leser sich gut in sie hineinversetzen und mit ihnen fiebern kann. Die 30-jährige Kelly lebt noch bei ihrem Vater und hat ein Herz für Tulpen. Sie wirkt manchmal etwas entrückt, naiv oder auch unterkühlt, doch je mehr man sie kennenlernt, umso sympathischer wird sie einem. Olivia ist Kellys jüngere Schwester, die zu Beginn recht abgehoben und arrogant wirkt, dann aber langsam auftaut und in ihrer alten Heimat zu sich selbst findet. Kellys beste Freundin Helen fehlt es an Selbstbewusstsein, so gibt sie sich meist zurückhaltend und hütet ein Geheimnis. Auch die weiteren Charaktere wie Griffith, Marilee oder Jeff bringen Schwung in die Handlung und lassen sie nie vorhersehbar werden.


    „Die Tulpenschwestern“ ist ein unterhaltsamer Liebesroman mit jeder Menge Verwicklungen, Geheimnissen und Konflikten, wobei die Romantik aber ebenso ihren Platz hat. Schönes Lesevergnügen für sehr kurzweilige Lesestunden. Empfehlenswert!


    Was für's Herz für :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
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    Lese gerade: Das Lied der Störche, Ulrike Renk


    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2018: 326/ 128525 Seiten

  • K.-G. Beck-Ewe

    Hat den Titel des Themas von „Susan Mallery - Die Tulpenschwestern“ zu „Susan Mallery - Die Tulpenschwestern / Secrets of the Tulip Sisters“ geändert.
  • Schwestern...


    In ihrem Roman "Tulpenschwestern" erzählt Susan Mallery von Kelly Murphy, deren größte Freude das jährliche Tulpen-Festival ist. Dieses Mal kehrt allerdings ihre Schwester Olivia zurück – die Kelly seit Jahren nicht gesehen hat. Obwohl sie sich wie Tag und Nacht unterscheiden, müssen sie nun in einem Haus leben. Als dann auch noch ihre Mutter auftaucht und sich scheinbar wieder mit dem Vater versöhnen will, erschüttern lang gehütete Geheimnisse ihre Welt. Die Schwestern müssen lernen zu verzeihen und auch, dass die Liebe manchmal ganz eigene Blüten treibt …

    Das Cover ist zauberhaft gestaltet worden. Dank der verwendeten zarten Pastelltöne vermittelt es einen frühlingsfrischen Eindruck und greift - ebenso wie der einprägsame Titel - das Motiv der Tulpen auf, die in diesem Roman eine wichtige Rolle spielen. Wenn man die Hefeschnecken betrachtet, möchte man gleich eine Pause einlegen, sich eine Tasse Kaffee gönnen und auf eine vielversprechende Familien- und Liebesgeschichte einlassen, die in einem kleinen Dorf, inmitten einer idyllischen Landschaft, angesiedelt ist.

    Susan Mallery zählt zu den erfolgreichen Bestseller-Autorinnen der USA, und sie versteht ihr literarisches Handwerk. Sie schreibt in einem flüssigen, gut lesbaren Stil, greift interessante Themen auf, gestaltet authentisch wirkende Charaktere und lässt alle Schauplätze durch anschauliche Beschreibungen lebendig werden.

    Leider hat mich ihr neues Buch nicht richtig überzeugen können. Das Geschehen in Tulpen Crossing wird aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Man kann mit den Protagonisten nicht richtig warm werden, weil man mit einer Fülle von komplizierten einzelnen Schicksalen konfrontiert wird, die für eine ganze Serie gereicht hätten. Für Tiefgang ist überhaupt kein Platz in diesem Roman - Susan Mallery kratzt nur lose an der Oberfläche und springt von einem Charakter zum nächsten.

    Auch das vermittelte Frauenbild finde ich etwas bedenklich. Die meisten weiblichen Charaktere verfügen nur über ein schwach entwickeltes Selbstbewusstsein, sehen sich selbst in einem negativen Licht und benötigen ein komplettes Make-Over (und ein prall gefülltes Bankkonto), um den Mann ihrer Träume auf sich aufmerksam machen und ins Bett bekommen zu können. Olivias Engagement für ihre Freundinnen in allen Ehren, aber: Müssen "normale" Frauen zwangsläufig leer ausgehen, wenn sie sich selbst treu bleiben?

    Besonders gestört haben mich die viel zu vielen expliziten, mitunter peinlichen Sex-Szenen, die ich eher in einem erotischen Roman vermutet hätte und die mir etwas den Spaß an der Lektüre verdorben haben. Hier wäre weniger mehr gewesen.

    Insgesamt gesehen hat dieser Roman meine hohen Erwartungen nicht erfüllen können. Aus diesem Grunde reicht es nur für 3 Sterne. Von Susan Mallery ist man weitaus Besseres gewöhnt. Sehr schhade!

  • Inhaltsangabe:


    Kelly Murphy lebt mit ihrem Vater Jeff auf der Farm in Tulpen Crossing. Die Mutter hatte sie vor 13 Jahren verlassen. Die Schwester Olivia landete auf dem Internat, da sie dem Beispiel der Mutter zu folgen drohte. Marilee Murphy nahm es mit der Treue nicht so genau und demütigte die Familie mit unzähligen Affären, ehe sie über Nacht verschwand und danach kein Interesse mehr an ihren Töchtern zeigte.


    Helen liebt Jeff, schon seit Ewigkeiten. Aber Helen ist auch die beste Freundin von Kelly. Und Jeff ist 16 Jahre älter. Sie versucht die Freundschaft zu Jeff zu genießen, kommt er doch jeden Morgen in ihr Café zum Frühstücken. Die gemeinsame Liebe zur Musik verbindet sie ebenso. Doch die Sehnsucht wird immer stärker, aber sie weiß nicht, was sie tun soll, denn sie möchte weder Kelly noch Jeff verlieren.


    Olivia hat es satt, von ihrer Mutter Marilee so behandelt zu werden. Gemeinsam arbeiten sie in Phoenix im Immobiliengeschäft. Aber der Wunsch nach Veränderung und Abnabelung treibt Olivia dazu, in ihre Heimat – Tulpen Crossing – zurück zu kehren. Mit ihrer plötzlichen Rückkehr wirbelt sie das Leben ihrer Schwester und des Vaters durcheinander. Aber mit der Zeit gewöhnen sie sich aneinander.


    Das Chaos ist perfekt, als Marilee plötzlich in Tulpen Crossing auftaucht und so tut, als wäre nichts gewesen. Kelly kann mit der neuen Situation gar nicht umgehen, Olivia ist geschockt und muss sich den Wahrheiten stellen. Und Helen geht durch die Hölle, denn gerade haben Jeff und sie zueinander gefunden und nun wird die frische Liebe auf eine harte Probe gestellt.


    Mein Fazit:


    Dies ist ein etwas anderer Roman von Susan Mallery.


    Drei Frauen, drei Liebesgeschichten. Aber es ist doch ein bisschen mehr. Es geht auch um Freundschaft und die wahre Familie, die nicht immer blutsverwandt sein muss. Zugegeben, am Anfang kam ich nicht so ganz rein in die Geschichte. Ja, ich war sogar etwas verwirrt, weil es eben so untypisch für Susan Mallery ist.


    Es geht bei Kelly um sehr viele Gefühle – zur Mutter, die niemand vermisst und doch plötzlich wieder da ist. Zum Vater, der trotz allem kein schlechtes Wort über seine Ex-Frau verlauten lässt. Zur Schwester Olivia, die sich allein durchschlagen musste, nachdem die Mutter über Nacht verschwunden war. Und dann sind da noch die Männer: Sven, dem Ex, der nach fünf Jahren die Beziehung beendete und es machte ihr überhaupt nichts aus. Und dem neuen Kandidaten Griffith, der sie attraktiv findet und ihr eine Freundschaft mit Vorzügen anbietet, aber bloß nicht in Liebe enden soll. Einziger Ankerpunkt in der ganzen Geschichte ist Helen, ihre beste Freundin. Aber sie hat selbst ihre Probleme mit den Gefühlen, denn sie ist schon seit Jahren in Jeff -Kellys Vater- verliebt. Ihre Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit wird so groß, dass sie sich ein Herz fassen und ihm ihre Liebe gestehen muss. Doch dann beginnt das ganze Drama, denn Marilee taucht plötzlich auf und stellt das Leben aller Beteiligten auf den Kopf.


    Zugegeben, es gibt wieder jede Menge Sex. Sexuelle Probleme werden intensiv erörtert (von wem bei wem, erzähle ich nicht) und die alten und neuen Verbindungen überschneiden sich gelegentlich, so dass es Gefühlschaos hoch drei gibt. Es ist aber sehr schön beschrieben, dass sich die Figuren auf die neue Situation einlassen und das Beste daraus machen. Einzig Marilee ist ein echter Störfaktor und das gefühlsmäßige Erbrechen kann ich zu 100% nachvollziehen. Eine solche Mutter braucht man nicht, weder im Buch noch im wahren Leben. Auch wenn das eine oder andere etwas konstruiert wirkt, halte ich es dennoch für eine spannende Geschichte, die das Leben geschrieben haben könnte.


    Es ist kein anspruchsvoller Roman, kurzweilig, erotisch und zuweilen chaotisch. Aber ich wurde wunderbar unterhalten und vergebe daher vier Sterne und eine Lese-Empfehlung als Urlaubslektüre.


    Anmerkung: Ich habe es als eBook gelesen.

    LG, Elke :wink:

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