Knochensuppe: Der Mörder aus der Zukunft

Buch von Kim Young-tak

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Knochensuppe: Der Mörder aus der Zukunft

Mehrmals wurde die Stadt Busan von Tsunamis verwüstet, viele Bewohner wurden getötet oder verloren ihre Häuser. Im Jahr 2064 wohnen die Reichen in der „Oberstadt“; während sich die Armen in der „Unterstadt“ angesiedelt haben. Ihr einziges Ziel ist es, so viel Geld wie möglich zu verdienen, um ihr armseliges Leben hinter sich zu lassen und in die Oberstadt aufzusteigen – dafür würden sie alles tun: Extremes, Illegales und nicht zuletzt Tätigkeiten, bei denen man sein Leben riskieren muss. Als eine äußerst gefährliche Form des Zeitreisens möglich wird, werden die Bewohner der Unterstadt von den Bürgern der Oberstadt angeheuert, um nostalgische Gegenstände aus der Vergangenheit zu holen. So auch Lee Uhwan, der den ganzen Tag in der engen, schwülheißen, stinkenden Küche einer Gaststätte als Küchenhilfe arbeitet und von seinem Chef beauftragt wird, eine Zeitreise in das Jahr 2024 zu unternehmen, um ihm ein verloren gegangenes Rezept für eine Knochensuppe zu besorgen. Uhwan, der sich weder an seine Kindheit noch an seine Familie erinnern kann und ein zutiefst einsamer Mensch ist, schafft es tatsächlich, unbeschadet in die Vergangenheit zu kommen. Er nimmt einen Job in einem Knochensuppen-Restaurant an, wo er schließlich erfährt, dass der Besitzer sein Großvater ist, der Sohn des Besitzers sein Vater und die aktuelle Freundin des Sohnes seine zukünftige Mutter. Und er erkennt, was es bedeutet, endlich Teil einer liebevollen Familie zu sein. Uhwan, der seine Familie nicht wieder verlieren will, beschließt, in der Vergangenheit zu bleiben – doch damit setzt er eine Kette an Ereignissen in Gang, die alle in größte Gefahr bringt ...
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Serieninfos zu Knochensuppe: Der Mörder aus der Zukunft

Knochensuppe: Der Mörder aus der Zukunft ist der 1. Band der Knochensuppe Reihe. Sie umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2018. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2021.

Bewertungen

Knochensuppe: Der Mörder aus der Zukunft wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Knochensuppe: Der Mörder aus der Zukunft

    Die Serie
    Serientitel: Gomtang 곰탕 (Ochsenschwanzsuppe)
    Die Suppe
    Klappentext/Verlagstext
    Mehrmals wurde die Stadt Busan von Tsunamis verwüstet, viele Bewohner wurden getötet oder verloren ihre Häuser. Im Jahr 2064 wohnen die Reichen in der „Oberstadt“, während sich die Armen in der „Unterstadt“ angesiedelt haben. Ihr einziges Ziel ist es, so viel Geld wie möglich zu verdienen, um ihr armseliges Leben hinter sich zu lassen und in die Oberstadt aufzusteigen – dafür würden sie alles tun: Extremes, Illegales und nicht zuletzt Tätigkeiten, bei denen man sein Leben riskieren muss. Als eine äußerst gefährliche Form des Zeitreisens möglich wird, werden die Bewohner der Unterstadt von den Bürgern der Oberstadt angeheuert, um nostalgische Gegenstände aus der Vergangenheit zu holen. So auch Lee Uhwan, der den ganzen Tag in der engen, schwülheißen, stinkenden Küche einer Gaststätte als Küchenhilfe arbeitet und von seinem Chef beauftragt wird, eine Zeitreise in das Jahr 2024 zu unternehmen, um ihm ein verloren gegangenes Rezept für eine Knochensuppe zu besorgen. Uhwan, der sich weder an seine Kindheit noch an seine Familie erinnern kann und ein zutiefst einsamer Mensch ist, schafft es tatsächlich, unbeschadet in die Vergangenheit zu kommen. Er nimmt einen Job in einem Knochensuppen-Restaurant an, wo er schließlich erfährt, dass der Besitzer sein Großvater ist, der Sohn des Besitzers sein Vater und die aktuelle Freundin des Sohnes seine zukünftige Mutter. Und er erkennt, was es bedeutet, endlich Teil einer liebevollen Familie zu sein. Uhwan, der seine Familie nicht wieder verlieren will, beschließt, in der Vergangenheit zu bleiben – doch damit setzt er eine Kette an Ereignissen in Gang, die alle in größte Gefahr bringt ...
    Der Autor
    Kim Young-tak, geboren 1976, studierte Sinologie an der Dankook Universität in Yongin. Der südkoreanische Filmregisseur und Drehbuchautor eignete sich seine Kenntnisse sowohl im Film- als auch im literarischen Bereich autodidaktisch an. Kim schrieb und inszenierte den Comedy-Film Hello Ghost (2010). Die Komödie war ein lokaler Hit und lockte ein Millionenpublikum in die Kinos. Mit „Knochensuppe“ gelang ihm ein sensationelles Debüt, der erfolgreiche SF-Stoff wird zurzeit für eine 16 Episoden umfassende TV-Serie verfilmt.
    Inhalt
    Lee Uhwan ist ein Mann Mitte 40, der nichts zu verlieren hat. Er ist Waise, haust in einem winzigen Verschlag und arbeitet im Süd-Korea des Jahrs 2064 als Küchenhilfe in einem Suppenrestaurant. Als der betagte Besitzer nicht mehr verleugnen kann, dass seine Knochensuppe einfach nur widerlich ist, schickt er Uhwan auf eine gefährliche Zeitreise, um das Original-Suppenrezept zu beschaffen. Er erinnert sich daran, dass die traditionelle Suppe einst der Stolz der Nation war und die Menschen in jeder Hinsicht „wärmen“ konnte. Gomtang, die Knochensuppe, ist eine ewig im eisernen Kessel köchelnde Rinderknochenbrühe, in die jeweils direkt vor dem Servieren frisch Reis, Gemüse u. a. Zutaten gegeben werden. Die Aufmerksamkeit gegenüber den Gästen und die Zeremonie an sich kann ich mir gut als Teil der Wirkung von Gomtang vorstellen. Ob die Romanserie Rinderknochenbrühe oder Knochensuppe heißt, macht für mich den Unterschied aus zwischen einer professionell zubereiteten Suppe und einem verdächtigen Gebräu, über dessen Inhalt ich lieber nicht nachdenken möchte.
    Uhwan reist auftragsgemäß 40 Jahre in die Vergangenheit, mit einem automatischen Boot durch ein Loch im Meeresboden. Die gefährliche Reise überlebt er als einziger und muss fortan in der fremden Umgebung allein klarkommen. Der in seiner Welt als wertlos angesehene Mann beobachtet in den rückständigen 10erJahren seinen neuen Chef Lee Jongin genau und kommt schnell dahinter, dass für die Qualität der Suppe nur erstklassige Zutaten von vertrauenswürdigen Händlern nötig sind und die Geduld, den Suppenkessel stundenlang zu überwachen. Chef Jongin und seine neue Küchenhilfe geben offensichtlich ein erfolgreiches Team ab. Während ich noch grübelte, warum Uhwan nicht einfach in der Vergangenheit bleibt, wälzte er jedoch die Idee, genau dort den Lauf der Geschichte zu beeinflussen – und damit sein eigenes Schicksal.
    In einem parallelen Handlungsstrang wird der Kriminalermittler Yang Changgeun nach 30 Jahren aus der Provinz in ein Revier in Busan versetzt. Changgeun ist mit einem sonderbaren Mordfall befasst (und trifft bei seinen Ermittlungen auf Lee Jongins Sohn Sunhee). Er hört - ausgerechnet mitten im Wahlkampf des Landes - von Organhändlern und mächtigen Motorrad-Gangs in der Stadt und kann sich nur wundern, dass es zu den Vorgängen bisher keine einzige Aussage eines Augenzeugen gibt. Der geduldig im Suppentopf rührende Lee Jongin, sein auf kriminellen Pfaden aktiver Sohn, 20 000 vermisste Bürger und ein weiterer Skandal um Immobilien fügen sich zu einem makabren Szenario. Angesichts der Themenvielfalt (Zeitreise, Gangkriminalität, Verhältnis Lehrling/Meister, Kontrast Stadt-Land, Tradition contra Moderne) ist der zentrale Handlungsfaden schwer zu erkennen. Circa in der Mitte des komplexen SF-Krimis lichtete sich der Nebel, Uhwan konnte die nächsten Schritte organisieren und die weiterhin makabre Handlung entpuppte sich als temporeich, humorvoll und hintersinnig. Sprachliche Missverständnisse durch verborgene oder verschobene Bedeutung spielen u. a. eine Rolle. Für die koreanischen Namen wäre eine Personen-Liste hilfreich gelesen
    Fazit
    Trotz eines Klappentexts, der zu viel verrät, ein origineller, komplexer Auftaktband der Knochensuppen-Trilogie. (Band 2 mit Lee Uhwan ist bereits angekündigt.)
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Ausgaben von Knochensuppe: Der Mörder aus der Zukunft

Taschenbuch

Seitenzahl: 384

Besitzer des Buches 2

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