Im Wasser sind wir schwerelos

Buch von Tomasz Jedrowski, Brigitte Jakobeit

Cover zum Buch Im Wasser sind wir schwerelos

Titel: Im Wasser sind wir schwerelos

, (Übersetzer)

4,4 von 5 Sternen bei 16 Bewertungen

88,8% Zufriedenheit

Verlag: Hoffmann und Campe

Format: Taschenbuch

Seitenzahl: 224

ISBN: 9783455011395

Termin: Juni 2022

Aktion

Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Im Wasser sind wir schwerelos

„Elegant; unwiderstehlich und von melancholischer Schönheit.“ Evening Standard „Ein zauberhaftes Buch, sinnlich und intensiv.“ Literary Review „Das überwältigende Debüt eines jungen Autors, der so unglaublich gut schreibt wie kaum ein anderer.“ The Guardian, Buch des Jahres Ein Sommer. Eine Liebe. Ein unvergesslicher Roman über das, was zählt. Über den letzten Sommer der Jugend. Über Liebe und Verlust. Und über die Opfer, die wir bringen, um aufrecht durchs Leben zu gehen. Ludwik ist verliebt. Es ist der Sommer nach dem Examen, ein Sommer, in dem alles anders wird. Denn Ludwik ist verliebt in Janusz, eine Unmöglichkeit in Polen im Jahr 1980. Zu zweit verbringen sie magische Tage an einem verborgenen See im Wald. Hier können sie sich einander offenbaren, hier erleben sie die große Liebe. Doch irgendwann ist der Sommer zu Ende, sie müssen zurück in die Stadt. Die Welt befindet sich im Umbruch, Ludwik träumt von der Flucht in den Westen, Janusz wählt eine Karriere innerhalb des Systems. Ludwik muss sich entscheiden: für ein Leben voller Heimlichkeiten – oder den Mut, er selbst zu sein.
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Bewertungen

Im Wasser sind wir schwerelos wurde insgesamt 16 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,4 Sternen.

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Meinungen

  • Großartiger Coming-Out Roman, sehr mitreißend und auch informativ!

    towonder

  • Großartige Darstellung einer jungen homosexuellen Liebe im Polen zur Zeit Jaruzelski

    Maesli

  • Großartige Darstellung einer jungen homosexuellen Liebe im Polen zur Zeit Jaruselski

    Maesli

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Im Wasser sind wir schwerelos

    • 3. Oktober 2022 um 09:16
    Ein Buch mit 220 Seiten, ein Buch mit 220 intensiven Seiten !!!!!
    Normalerweise nehme ich Abstand von Geschichten die die jüngste Vergangenheit (Sozialismus) beinhalten. Aber schon alleine der Klappentext/Blick ins Buch überzeugte mich hier, das der Autor eher die Beziehung von Ludwik und Janusz in den Vordergrund stellen wird.
    Tomasz Jedrowski hat in seinen Roman kein Wort zu viel, kein Wort zu wenig gebraucht um seine Gedanken und Gefühle für diese beiden Menschen zu erzählen. Sicher er lässt einzig Ludwig zu Wort kommen, dabei verliert er aber nicht Janusz aus den Augen, so dass dieser sich nur zur Randfigur entwickeln würde. Am Ende kann man schon Janusz und den einfacheren Weg????? verstehen. Denn jeder sollte doch sein Leben so leben können, wie er es für richtig hält, auch wenn es für Andere der falsche Weg ist.
    Was mich an diesen Buch am meisten fasziniert hat? Die leisen Töne zwischen den Zeilen, die so zart sind das nicht mit dem Finger oder gar der ganzen Faust immer wieder auf die Wunden der widrigen Umstände von damals gezeigt wird und vor allen das T. Jedrowski kein einziges Mal das erzkatholische Polen mit einbringt. Denn bevor ich angefangen habe zu lesen, dachte ich mir eigentlich da werden sicher einige Seitenhiebe eventuell kommen, aber nein gar nicht!!!!
    für mich eine wunderbare leise Erzählung die verdient hat
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  • Rezension zu Im Wasser sind wir schwerelos

    • 16. Juni 2022 um 18:58
    Kurbeschreibung:
    "Ein Sommer. Eine Liebe. Ein unvergesslicher Roman über das, was zählt. Über den letzten Sommer der Jugend. Über Liebe und Verlust. Und über die Opfer, die wir bringen, um aufrecht durchs Leben zu gehen.
    Ludwik ist verliebt. Es ist der Sommer nach dem Examen, ein Sommer, in dem alles anders wird. Denn Ludwik ist verliebt in Janusz, eine Unmöglichkeit in Polen im Jahr 1980. Zu zweit verbringen sie magische Tage an einem verborgenen See im Wald. Hier können sie sich einander offenbaren, hier erleben sie die große Liebe. Doch irgendwann ist der Sommer zu Ende, sie müssen zurück in die Stadt. Die Welt befindet sich im Umbruch, Ludwik träumt von der Flucht in den Westen, Janusz wählt eine Karriere innerhalb des Systems. Ludwik muss sich entscheiden: für ein Leben voller Heimlichkeiten – oder den Mut, er selbst zu sein. "
    Zum Autor (Hoffmann und Campe):
    "Tomasz Jedrowski, als Kind polnischer Eltern in Bremen aufgewachsen, studierte Jura in Cambridge und an der Université de Paris. Nach Jahren in Großbritannien und Polen lebt er nun in Paris. "In Wasser sind wir schwerelos" ist sein Debütroman, der in Großbritannien von der Kritik gefeiert und vom GUARDIAN zum Buch des Jahres ernannt wurde."
    Meine Meinung:
    Tomasz Jedrowski hat mit „Im Wasser sind wir schwerelos“ einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Es ist ein bedrückendes aber sehr authentisches Buch über Liebe, Selbstfindung und Freiheit mit einer fesselnden Geschichte zweier Menschen, die so viel gemein haben und doch so verschieden sind.
    Es gibt einen ungeschönten Eindruck darauf, wie es sein gewesen muss im Polen 1980 zu leben, wo es noch undenkbar scheint, dass ein Mann einen Mann lieben könnte und viele Türen verschlossen bleiben, wenn man nicht die richtigen Kontakte pflegt.
    Die wunderbare bildhafte Sprache hat mich durchweg an die Geschichte gefesselt und ist mit Sicherheit einer der Hauptpunkte, mit dem dieses Buch brilliert.
    Einziger Kritikpunkt wäre für mich, dass das Buch einige Themen noch weiter hätte vertiefen, manche Personen noch etwas mehr hätte ausleuchten können, was aufgrund der Kürze nicht an jeder Stelle möglich war. Doch darüber kann ich getrost hinwegsehen.
    Der Evening Standard beschreibt das Buch als eines von „melancholischer Schönheit“ und dieser Beschreibung kann ich uneingeschränkt zustimmen.
    Ein wirklich gelungenes Debüt, das mir mit Sicherheit noch lange in Erinnerung bleiben wird!
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Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Im Wasser sind wir schwerelos

    • 31. August 2023 um 14:32
    Tomasz Jedrowski erzählt in seinem Debütroman „Im Wasser sind wir schwerelos“ vom schweren Stand queerer Liebe im sozialistischen Polen. Dabei herausgekommen ist eine wohltemperierte, wehmütige Liebesgeschichte zweier junger Männer.
    Ludwik hat sein Examen gemacht und muss im Sommer einen mehrwöchigen verpflichtenden Ernteeinsatz ableisten. Dort lernt er Janusz kennen, einen Studenten aus einer Arbeiterfamilie vom Land. Die beiden Männer kommen sich näher und verbringen den anschließenden Sommer gemeinsam. Sie campen an einem verborgenen See und verlieben sich ineinander – zu einer Zeit, in der es unmöglich ist, zu ihrer Liebe zu stehen.
    Denn du hattest Recht mit deiner Bemerkung, dass Menschen uns nicht immer geben können, was wir von ihnen möchten, dass man nicht von ihnen verlangen kann, uns so zu lieben wie wir es möchten. Man kann das den Menschen nicht zum Vorwurf machen und die Chancen für uns standen von Anfang an nicht gut.
    Ludwik und Janusz könnten unterschiedlicher nicht sein. Sie verbindet, für einen kurzen Sommer eine intensive körperliche Anziehungskraft, doch ihre Intellekte entwickelt sich bereits in gegensätzliche Richtungen.
    Ludwik wuchs als vaterloses Kind bei seiner Mutter und Großmutter auf. Beide Frauen haben im sozialistischen Polen nach dem 2. Weltkrieg vorerst heimlich den verbotenen europäischen Radiosender gelauscht und Ludwik erst später in ihr Geheimnis eingeweiht. Die 2. Judenverfolgung im Land nach dem Ende des Weltkrieges, betraf nicht nur die Auswanderung seines Kinderfreundes, sondern war für Ludwig das Ende seiner Kindheit.
    Ganz anders ist Janusz aufgewachsen. Als erster in seiner Familie konnte er studieren und findet anschließen in der Zensurbehörde eine Anstellung. Damit einher geht seine politische Linientreue dem Regime gegenüber.
    Die außergewöhnliche Beschreibung dieser Unvereinbarkeit beider Charaktere, die sich in der politischen und gesellschaftlichen Realität gegensätzlich entwickeln und auf entgegengesetzten Seiten wiederfinden, zeichnet dieses erstaunlich poetische und herzergreifende literarische Debüt aus.
    Meine persönlichen Hörerlebnisse
    Perfekt intoniert, leise und sanft liest Emil Schwarz eine Liebesgeschichte, die mich von nun an begleiten wird. Den Text begleitet eine melancholische Nuance, die der Sprecher sehr gut einfängt und weitergibt. Ich fühle, verzweifle und kämpfe mit Ludwik in seiner Aussichtslosigkeit und der Hoffnung auf einen guten Ausgang für seine Liebe und ich verstehe auch Janusz, der sich für eine sichere Zukunft in Polen entscheidet und somit ein Zusammenleben mit Ludwik ausschließt.
    Janusz kann nicht zu seiner Homosexualität stehen. Er gehört nach Polen, findet sich hier zuhause, auch wenn dieses Zugehörigkeitsgefühl seinen Preis verlangt. Seine Parallelwelt funktioniert. Er hat Angst vor dem Neuen, dem Ungewissen. Ludwik hingegen hat den Drang frei zu sein, er merkt, dass ihm das in Polen unmöglich sein wird. Dies beeinflusst sein sensibles Empfinden, die wenigen glücklichen Momenten der Liebe und Zärtlichkeit weichen fast unmittelbar einem tiefen Leiden, von dem er sich befreien muss.
    Diese Zerrissenheit beider Protagonisten wird meisterhaft dargeboten und hervorragend vorgetragen. Das große Feingefühl mit welchem die innigen Liebesszenen gelesen werden, zeugt dabei vom großen Können des Sprechers.
    Wir hatten kein Handbuch, niemand der uns den Weg zeigte als Beispiel eines glücklichen Paares das nur aus Jungen bestand. Wie sollten wir da wissen, wie es geht.
    Hervorheben möchte ich in diesem Roman auch den zweiten Aspekt, der die politischen und gesellschaftlichen Hintergründe im Polen in den 80ger Jahren beleuchtet. Ich kann mich an die Solidarnosc-Bewegung als Kind erinnern, dennoch hat Polen in meiner Realität kaum Platz gefunden. Nach Przemek Zybowski (Das pinke Hochzeitsbuch) ist der 2. Roman eines polnischen Schriftstellers, den ich lese und ich bin begeistert von der ungeheuren Intensität, die beide zum Ausdruck bringen, wenn sie über ihr Herkunftsland schreiben.
    Erst sperren sie unsere Leute in unserem Land ein, dann stecken sie sie ins Gefängnis und jetzt erschießen sie sie auf der Straße! Dreckschweine, diesmal werden sie dafür bezahlen.
    Fazit
    „Im Wasser sind wir schwerlos“ ist ein Roman der großen Gefühle zweier jungen Männer füreinander, die aber in der polnischen Realität der 80ger Jahr nicht zueinander finden können. Das Hörbuch mit Sprecher Emil Schwarz ist zudem akustisch ein Genuss.
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Ausgaben von Im Wasser sind wir schwerelos

Taschenbuch

Cover zum Buch Im Wasser sind wir schwerelos

Seitenzahl: 224

Hardcover

Cover zum Buch Im Wasser sind wir schwerelos

Seitenzahl: 224

E-Book

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Seitenzahl: 225

Hörbuch

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Im Wasser sind wir schwerelos in anderen Sprachen

  • Deutsch: Im Wasser sind wir schwerelos (Details)
  • Englisch: Swimming in the Dark (Details)

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