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Barbara Piazza - Bücher & Infos

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Roman/Erzählung

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Rezensionen zu den Büchern von Barbara Piazza

  1. Inhalt (Klappentext): Die in Idar-Oberstein ansässige Familie…

    Rezension von Wirbelwind zu "Die Tränen der Götter"
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  2. Klappentext (Random House): Vier Frauen aus drei Generationen…

    Rezension von Wirbelwind zu "Die Frauen der Pasqualinis"
    Klappentext (Random House): Vier Frauen aus drei Generationen kämpfen um ihr Lebensglück ... Neapel 1908: Nur kurz währt das Liebesglück zwischen Stefano Pasqualini und der Reederstochter Sofia Mazone, dann muss Sofia aus geschäftlichem Kalkül einen anderen Mann heiraten … Um nicht an seinem Schmerz zu zerbrechen, reist Stefano ins ferne Deutschland, wo er in Württemberg der klugen, weitsichtigen Anna Sailer begegnet. Mit ihrer Hilfe wird aus dem italienischen »Zitronenschüttler« bald ein…

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Beantwortete Fragen

  1. Ihr erster Roman "Die Frauen der Pasqualinis" ist vor kurzem erschienen, bevor wir dazu kommen jedoch noch eine andere Frage: Wie kamen Sie zum Schreiben?

    Barbara Piazza 23.12.2009

    Ich habe geschrieben, seitdem ich einen Griffel halten konnte. Mit 12 Jahren z.B. meinen ersten Roman. Meine Mutter hat ihn verwahrt und beschlossen, ihn mir wiederzugeben, wenn ich 40 Jahre alt bin. Leider ging das Epos auf irgendeinem Umzug verloren. Schade! Ich kann mich nicht mehr an den Inhalt erinnern.
  2. Das tut uns leid, aber schwenken wir zu Ihrem aktuellen Roman: Er handelt von starken Frauen, mit denen man Ihren Worten nach zittern, lachen, weinen und hoffen soll. Wie entstand die Idee hierzu? Und da es thematisch passt: Welche Person ist denn ihr spezieller Liebling?

    Barbara Piazza 23.12.2009

    Die Idee entstand, als ich mich mit dem Leben meiner Urgroßmutter Katharina beschäftigte. Diese Frau war 1874 geboren worden und hat Anfang des 20. Jahrhunderts einen etwas jüngeren italienischen Baumeister geheiratet, der auf der Suche nach Arbeit im Filstal (zwischen Geislingen/Steige und Plochingen, beides in Württemberg gelegen) hängen geblieben war. Sie hat ihre Landeshauptstadt Stuttgart nie gesehen, ist aber 1933 einem ihrer Söhne nach Süditalien nachgereist und dort auch verstorben. Ich fand diese Frau ungeheuer mutig und beeindruckend. Mein Roman ist keineswegs "ihr Leben", aber eine Hommage an diese starke schwäbisch Frau, womit die andere Frage gleich mit beantwortet wäre. Ich hielt es allerdings für wichtig, ihr als Gegenpol gewissermaßen, eine Frau ganz anderer Couleur zur Seite zu stellen. Die Gegenspielerin im Roman, Sofia Mazone, entstammt dem neapolitanischen Großbürgertum; sie ist schön, reich und kapriziös.
  3. In wieweit sind denn eigene Lebenserfahrung in die Saga eingeflossen? Halten Sie diese generell wichtig für das Schreiben?

    Barbara Piazza 23.12.2009

    Natürlich fließen auf vielfältige Weise eigene BEOBACHTUNGEN in so ein Romanwerk ein. Selbst Erlebtes allerdings kommt nicht darin vor. Neben Freude an der Sprache erscheint es mir am wichtigsten für einen Schriftsteller/In, dass er/sie an Menschen interessiert ist. Dass man sich nicht einfach mit dem vordergründig Sichtbaren abfindet und es beschreibt, sondern nachzuspüren versucht, was Leute zu ihren Handlungen - oder Unterlassungen - bringt, aber das ist natürlich eine subjektive Aussage. Es gibt Autoren, die sich sehr viel mehr als ich für die Natur oder die Tierwelt interessieren und diese entsprechend genau - oder poetisch - schildern können. Bei mir war immer klar, dass der Mensch im Mittelpunkt meines Interesses steht. Ich male auch, und höchst selten einmal sind es Landschaften oder Blumen - Tiere zeichnen kann ich ohnehin nur schlecht. Ich war immer versessen darauf, Portraits anzufertigen.
  4. Sind in dem Roman eigentlich spontan Handlungen hinzugekommen oder war alles sehr detailiert geplant?

    Barbara Piazza 23.12.2009

    Leider bin ich kein Freund allzu heftiger Detailplanungen. Bei diesem Roman wurde ich allerdings dazu genötigt, denn schon im Frühstadium des Schreibens hat sich ein interessierter TV-Produzent gemeldet. Weil dieser Fördermittel beantragen wollte, musste ich den Rahmen des Buchs sehr genau festlegen. Das hat mich eher geärgert als erfreut, denn ich wollte einfach mal meiner Fantasie freien Lauf lassen. Im Nachhinein muss ich aber sagen, dass ich dem Mann dankbar sein muss, mich so zum Strukturieren gezwungen zu haben. Man kann einen derart komplexen Roman nicht einfach ins Blaue hinein schreiben, das habe ich dann schon bemerkt. Aber: es ist mein ERSTER Roman - und die Erfahrung kommt erst mit dem Tun...
  5. Dann lassen Sie uns spontan werden: Urlaub am Bodensee oder am Gardasee?

    Barbara Piazza 23.12.2009

    Da halte ich es wie im Roman: Mal hier, mal dort. Es ist sowohl in Italien schön, als auch in den deutschen Urlaubsgebieten.
  6. Wer durfte denn als Erstes ihr fertiges Manuskript lesen?

    Barbara Piazza 23.12.2009

    Mein Mann. Ich hatte sehr große Angst vor seinem Urteil, denn er ist Lehrer - und mit mir war er schon immer am strengsten. Zu meiner Verwunderung war er aber sehr angetan und hat mir, wenn er immer mal wieder 50 Seiten gelesen hatte, nette Zettelchen in die Texte gesteckt. Die zweite Leserin war meine Schwiegertochter, und dieser ist zu verdanken, dass ich das Schreibtempo gesteigert habe. Sie konnte es kaum erwarten, das nächste "Päckchen" Manuskriptblätter zu bekommen.
  7. Das klingt nach einer harten Jury. Nun die Frage: An welchen Ort oder Platz ziehen Sie sich zurück, wenn Sie über etwas in Ruhe nachdenken wollen?

    Barbara Piazza 23.12.2009

    Ins Auto oder in den Zug. Die Mischung aus Bewegung und Isolation bekommt mir am besten, wenn ich knifflige Probleme zu lösen habe.
  8. Sie sind eine erfolgreiche Drehbuchautorin. Mussten Sie sich für das Schreiben Ihres ersten Romans umstellen?

    Barbara Piazza 23.12.2009

    Natürlich. Einen Roman zu schreiben ist etwas völlig anderes als ein Drehbuch zu verfassen. Im Drehbuch ist der Regisseur dafür verantwortlich, die Kulisse überzeugend herzustellen, in dem die Geschichte spielt. Im Roman muss man das selbst tun. Die schildernden Elemente in einem Buch müssen auch viel ausführlicher behandelt werden als in einem Drehbuch. Dafür können die Romanheldinnen- und Helden "denken" und "fühlen". Dafür muss man in einem Drehbuch Ersatzhandlungen schaffen, da Gedanken und Gefühle ja nur so sichtbar gemacht werden können. Es gibt Romanautoren, die für ihre Bücher gerne selbst die Drehbücher schreiben würden, es aber nicht können. Und umgekehrt gibt es das natürlich auch. Ob man zu den Ausnahmen gehört, die beides schaffen, weiß man erst, wenn man es versucht hat - und die Leser oder das TV-Publikum der Auffassung sind, dass es gelungen ist. Diese Ungewissheit hat mich übrigens am meisten genervt.
  9. Wie schwer fiel Ihnen denn letztendlich der Umstieg?

    Barbara Piazza 23.12.2009

    Es fiel mir ziemlich schwer, mich vom Drehbuchschreiben aufs Romanschreiben umzustellen. Am schlimmsten strapaziert hat mich, wie schon erwähnt, der Zweifel, ob ich das überhaupt schaffen würde. Etwas entspannter fühlte ich mich erst, nachdem ich - wie verlangt - die ersten fünfzig Seiten meinem Agenten Joachim Jessen übermittelt hatte, und dieser mich, nach Lektüre, lakonisch aufforderte: "Schreiben Sie nur zügig weiter!" Wer den Mann kennt weiß, dass dies als Kompliment zu verstehen war. Und Komplimente verleihen Flügel, egal womit man beschäftigt ist...
  10. Wie lange haben Sie an der Saga geschrieben?

    Barbara Piazza 23.12.2009

    Ich habe - mit Unterbrechungen allerdings - 3 Jahre an dem Roman geschrieben. Mit den (umfangreichen!) Recherchen habe ich aber schon vorher begonnen, habe Reisen nach Rom, nach Nord- und Süditalien gemacht und habe hier - wie auch in Deutschland mit vielen Zeitzeugen gesprochen.
  11. Wir sind neugierig: Arbeiten Sie bereits an Ihrem nächsten Roman?

    Barbara Piazza 23.12.2009

    Ja. Ich arbeite bereits an einem neuen Roman. Aber noch bin ich noch nicht so richtig warm mit den Figuren. Das ist aber ganz normal, sagt mein Agent, und ich glaube er hat recht damit. Bei den "Frauen der Pasqualinis" habe ich auch den Anfang noch einmal neu geschrieben, als ich etwa in der Mitte der Handlung war.
  12. Sie erwähnten eben das Interesse eines TV-Produzenten, daher die letzte Frage: Steht es fest, dass "Die Frauen der Pasqualinis" verfilmt werden? Wenn ja, wann können wir damit rechnen?

    Barbara Piazza 23.12.2009

    Im Moment gibt es, eine Verfilmung betreffend, nur Hoffnung und vorbereitende Gespräche. Da ich neben meinem italienischen (Bluts-)Achtel auch noch eine ganze Menge pragmatisches schwäbisches Erbgut habe, denke ich, dass gute Verkaufszahlen des Romans die Geschwindigkeit einer filmischen Umsetzung gewaltig beschleunigen würden. Nach den Festtagen, denke ich, wird man mehr wissen.