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Oliver Pötzsch - Die Henkerstochter

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    Die Henkerstochter: Teil 1 der Saga (Die...

    von

    4.2|48)

    Verlag: List Taschenbuch

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 512


    ISBN: 9783548610429


    Termin: April 2011

    • Oliver Pötzsch - Die Henkerstochter

      Inhalt: (von amazon.de):

      Kurz nach dem Dreißigjährigen Krieg wird in der bayerischen Stadt Schongau ein sterbender Junge aus dem Lech gezogen. Eine Tätowierung deutet auf Hexenwerk hin und sofort beschuldigen die Schongauer die Hebamme des Ortes. Der Henker Jakob Kuisl soll ihr unter Folter ein Geständnis entlocken, doch er ist überzeugt: die alte Frau ist unschuldig. Unterstützt von seiner Tochter Magdalena und dem jungen Stadtmedicus macht er sich auf die Suche nach dem Täter.

      Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von K.-G. Beck-Ewe ()

    • Moin, Moin, das ist aber eher keine Buchvorstellung - es mangelt z.B. an einer eigenen Meinung zu diesem Titel. Hier gibt es ein paar Ideen dazu. Außerdem ist es nicht ganz legal Beschreibungen auf die andere ein Copyrgiht haben (z.B. amazon) hier ohne Quellenangabe einzustellen. Schöne Grüße,

      8)
      Mehr Bücher finden sich auf Sandammeer und Lesezeit hier. Manches produzieren wir sogar selbst: Kegelberge.
      Hilfe, die ankommen soll geht an Ärzte ohne Grenzen.
    • Ich lese das Buch gerade und kann diesen Thread ja mal mit ein paar mehr Informationen nach oben schieben. ;) Ich denke nämlich, dass dieser historische Roman wirklich richtig gut und spannend ist und sicher auch einige Forumsmitglieder hier interessieren könnte. :-,

      Ich habe jetzt die ersten 200 Seiten gelesen (von gut 500) und ich bin von diesem Buch echt begeistert. Wie schon aus dem Klappentext ersichtlich wird, geht es um Hexerei... bzw. vermeintliche Hexerei. In der Stadt Schongau scheint es jemand auf Waisenkinder abgesehen zu haben. Diese müssen um ihr Leben fürchten - und alle tragen plötzlich dieses geheimnisvolle Mal auf der rechten Schulter, das Weiblichkeit symbolisiert und den Menschen dieser Zeit große Angst einflößt... schnell ist den Schongauern "klar", dass da eine Hexe am Werk gewesen sein muss. Der Verdacht fällt auf die Hebamme, die abseits von den anderen lebt und bei der die Waisenkinder sich oft aufgehalten haben. Man sperrt sie in den Kerker und will sie zu einem Geständnis bringen... ihr Glück ist nur, dass der Henker der Stadt auf ihrer Seite steht. Jakob Kuisl vertraut der Frau - und er weiß, wie es ist, in der Dorfgemeinschaft Außenseiter zu sein.
      Dies bekommt auch seine Tochter Magdalena zu spüren, die in den jungen Medicus Simon verliebt ist, mit dem sie aber nicht zusammen sein darf. Die Liebesgeschichte dieser Figuren steht auch im Zentrum des Romans und ist sehr schön und nicht kitschig (was auch gar nicht geht, da es eben nur eine Annäherung zwischen den beiden gibt ;)).
      Spannend sind die vielen verschiedenen Erzählstränge, denn man "begleitet" die verschiedenen Figuren des Romans durch die Handlung. Das ist für mich immer ein Pluspunkt und auch hier erhöht es die Spannung, zumal man von Zeit zu Zeit auch die Perspektive eines geheimnisvollen Fremden einnimmt, der nichts Gutes im Schilde führt und der als "der Teufel" bezeichnet wird...

      Bisher ein richtig toller historischer Roman mit interessanten Figuren und einer spannenden Handlung rund um diejenigen, die in der Gesellschaft eher Randplätze einnehmen: Henker, Hebammen, Waisenkinder... Das macht das ganze sehr spannend. Die Krimihandlung kommt auch nicht zu kurz - sehr gut also! :thumleft:
      Ich werde berichten, wie meine abschließende Meinung ist, wenn ich das Buch ausgelesen habe.
    • Strandläuferin schrieb:

      Ich werde berichten, wie meine abschließende Meinung ist, wenn ich das Buch ausgelesen habe.


      Das wäre schön. Mein 19-jähriger Sohn liest dieses Buch auch gerade, aber ich verwette meinen Kopf darauf, dass Du eher fertig bist . ;)
      Ich spekuliere natürlich auch schon darauf, weil ich schon so ziemlich alles zum Thema Hexenverfolgungen gelesen habe.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • @ Strandläuferin
      Ich bin auch schon sehr gespannt auf deine abschließende Meinung. Aber da dein erster Eindruck schon mal sehr positiv ist, und mich das Thema sehr interessiert, kommt das Buch schon mal vorsorglich auf meinen Wunschzettel. :wink:
      Narkose durch Bücher - Das Richtige ist: das intensive Buch.
      Das Buch, dessen Autor dem Leser sofort ein Lasso um den Hals wirft, ihn zerrt, zerrt und nicht mehr losläßt.

      :study: Sarah J. Mass - Throne of Glass / Die Erwählte :study:
    • €nigma schrieb:

      Das wäre schön. Mein 19-jähriger Sohn liest dieses Buch auch gerade, aber ich verwette meinen Kopf darauf, dass Du eher fertig bist .
      Ich hoffe, du hast deinen Kopf noch - ich bin fertig. ;)

      Das Buch bleibt sehr gut und sehr spannend, hat ein paar interessante Wendungen parat und schafft es, dass man die Hauptfiguren immer mehr ins Herz schließt. Gut gefällt mir auch, dass die Geschichte so in die Region eingebettet ist, in der sie spielt. Die Figuren sprechen zwar nicht extrem bayrisch, aber ein bisschen süddeutsch klingt's für mich Nordlicht manchmal schon, wenn die Figuren miteinander sprechen. ;)
      Eine Sache, die ich auch unbedingt noch erwähnen möchte, weil sie mir so gut gefällt, ist etwas, das ich erst im Nachwort erfahren habe: der Autor nimmt seine eigene Familiengeschichte zum Anlass, den Roman zu schreiben. Die Kuisls sind seine Vorfahren - und auch, wenn er sich bei ihnen ein paar dichterische Freiheiten erlaubt, wie er auch selbst sagt, finde ich das doch sehr sympathisch.

      Von mir gibt's vier Sterne. :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:
      Warum nicht fünf? Weil ich mir eine etwas spektakulärere Aufklärung der Hexerei gewünscht hätte. Dafür gibt's einen halben Stern Abzug. Und die andere Hälfte dafür, dass der Titel meiner Meinung nach nicht unbedingt sooo passig ist. Die Henkerstochter ist nicht Dreh- und Angelpunkt des Romans und es scheint mir eher so, als sei der Verlag mit dem Romantitel auf den "Die Wanderhure"-Titel-Zug der historischen Romane aufgesprungen. Schade! Das hat das Buch gar nicht nötig!
      Sehr empfehlenswert! :thumleft:
    • @Stranläuferin: Danke für deine Meinung. Das Buch setze ich auf meiner Wunschliste, da mir Romane in der Richtung gefallen. Und wie es aussieht scheint das Buch sher gut zu sein. Freue mich schon darauf wenn ich es in der Hand halten darf. :wink:
      Ihr aber seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht? - George Bernahrd Shaw
    • Strandläuferin schrieb:

      Ich hoffe, du hast deinen Kopf noch - ich bin fertig. ;)
      Ja, ich hatte mal wieder Recht. Da der Herr Sohn sehr gesellig und fast jedes Wochenende im Partystress ist oder Tag und Nacht Freunde zu besuch hat, dauert es immer ewig, bis man von ihm mal eine Rezi zu hören bekommt. Immerhin hat er aber schon gemeldet, dass das Buch nach seinem Geschmack ist.

      Strandläuferin schrieb:

      Und die andere Hälfte dafür, dass der Titel meiner Meinung nach nicht unbedingt sooo passig ist.
      Welchen Titel würdest Du vorschlagen? Ich finde auch, dass bei den historischen Romanen neuerdings eine Art von Titeln im Umlauf ist, die einen nicht sehr anspricht. Auch die dauernd gleichen Cover auf verschiedenen Büchern nerven mich.
      "Books are ships which pass through the vast sea of time."
      (Francis Bacon)
      :study:
      Paradise on earth: 51.509173, -0.135998
    • €nigma schrieb:

      Welchen Titel würdest Du vorschlagen?
      :-k Hmmm... vielleicht sowas wie "Hexenjagd in Schongau", dann hätte man den Ort drinnen, der dem Autor ja sehr wichtig ist. Oder "Hexenmal", denn das Mal, das die ermordeten Kinder auf dem Rücken tragen, spielt eine zentrale Rolle. Ich weiß auch nicht. Aber ich finde, es müsste auf jeden Fall was mit der Hexerei in den Titel, denn das ist ja das zentrale Thema... gar nicht so leicht! ;)
    • @Süße: Ich bin mir der Verantwortung bewusst. ;)

      Übrigens gibt's ab Mai einen weiteren historischen Roman von Pötzsch mit denselben Hauptfiguren. :dance:
      Nur der Titel... :roll: :"Die Henkerstochter und der schwarze Mönch".
    • Auch bei mir ist dieses Buch, Dank Deiner Rezi, auf dem Wunschzettel gelandet. :thumright:
      Allerdings warte ich mit dem Kauf noch, bis der zweite Teil erschienen ist und ich beide Bücher direkt hintereinander lesen kann. :mrgreen:
      Ich :study: gerade: Outlander 02 ~ Die geliehene Zeit (reRead Nr. 4 :love: ) von Diana Gabaldon
    • Strandläuferin schrieb:

      Branka schrieb:

      Aber es war mal was anderes, weil es aus der Sicht des Henkers geschrieben ist.
      :?: Wie meinst du das? Der Roman ist doch aus wechselnden Perspektiven geschrieben, wobei aber immer eine personale Erzählung da ist und kein Ich-Erzähler! Also, wenn dann wird die Geschichte nicht "nur" von dem Henker erzählt. :-k


      Ja das stimmt, das hätte ich dazu sagen sollen. :)
    • Habe ich jemals irgendwann behauptet, das Historienromane überhaupt nicht mein Ding sind? :-,

      Dieser hier ist total super. Ich bin begeistert und kann es kaum aus der Hand legen. Sehr fesselnd geschrieben. Das Thema Hexenverfolgung im Mittelalter ist sehr interessant.

      Ich bin froh, es doch noch einmal mit einem Historischen Roman versucht zu haben. :cheers:

      Mal sehen, wie es weitergeht. :study:
      • Gelesen 2017 :study: : 21
      • Gehört 2017 :musik: : 6
    • Ich fand das Buch toll. Gut fand ich auch beschrieben wie schnell die Hebamme verurteilte wurde nur durch Mundpropaganda. Heute wäre sowas undenkbar! :) Aber so war das damals nun mal.

      Allerdings passt der Titel, wir ihr schon sagtet nicht zum Buch. Ich freu mich schon auf das nächste Buch von Oliver Pötzsch. :thumright:
      "Ein Haus ohne Bücher ist arm, auch wenn schöne Teppiche seinen Boden und kostbare Tapeten und Bilder die Wände bedecken."[i]

      Hermann Hesse
      [/i]
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