Wer hat Erfahrungen mit Büchern, die nicht in der Muttersprache geschrieben sind?

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  • :huhu:
    Bin durch Zufall auf dieses Thema hier eben gestoßen;wobei nur "nebenbei" darüber geredet wurde. Und fand es doch interessant : ein Buch zu lesen welches nicht in die Muttersprache übersetzt wurde (also z.B. in "Originalsprache" Englisch, Französisch, Italienisch..... ) Vorausgesetzt dass man die jeweilige Sprache einigermaßen beherrscht .. :wink: . Da ich mir das noch nicht zugetraut habe und ich immer dachte dass es so "einfacher" ist , könnte es doch sein dass das Buch in Originalsprache "etwas mehr zu bieten" hat , hm :-k wie soll ich sagen .... dass durch die Übersetzung "etwas verloren geht" , hmtja , ... Werde es demnächst mal versuchen. Ist ja auch eine gute Übung die Sprache wieder aufzufrischen und / oder etwas dazuzulernen....


    Wer hat Erfahrungen hierin ?
    :study::montag:


    :winken:

    "Es geht uns mit den Büchern wie mit den Menschen. Wir machen zwar viele Bekanntschaften, aber wenige erwählen wir zu unseren Freunden." (Ludwig Feuerbach) :study:

  • dass durch die Übersetzung "etwas verloren geht"

    Ja, das trifft oft zu. Manche Wort- oder Sprachwitze kann man in der Übersetzung nicht so rüberbringen und auch die Atmosphäre wird nicht immer korrekt eingefangen. Bei skandinavischer Literatur bin ich auf Übersetzungen angewiesen, aber Bücher englischsprachiger Autoren lese ich fast immer im Original.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • dass das Buch in Originalsprache "etwas mehr zu bieten" hat , hm wie soll ich sagen .... dass durch die Übersetzung "etwas verloren geht"

    Je nachdem wie gut man die Sprache kann, kann aber auch im Original etwas verloren gehen. Ich beispielsweise verstehe nicht immer alle Beschreibungen von Dingen. So kann es passieren, dass ich nicht weiß, was eine Person gerade anhat oder wie genau der Raum aussieht, einfach weil mir das Vokabular fehlt und ich nicht alles nachschlage, weil das oft für die Story nicht handlungsrelevant ist.

    und auch die Atmosphäre wird nicht immer korrekt eingefangen

    Und auch hier kann ich sagen, dass ich das eine oder andere mal ein Wort nachschlagen musste um zu verstehen, ob die Situation gerade angespannt ist oder nicht.
    Aber wie gesagt, das hängt auch davon ab, wie gut man die Sprache kann. Allerdings lernt man auch automatisch die Sprache immer ein wenig mehr.
    Mir persönlich macht es Spaß in Englisch zu lesen. Und man sollte sich nicht unterkriegen lassen, wenn man weniger versteht als man dachte. Als ich mein erstes Buch auf englisch gelesen habe, war ich ein wenig enttäuscht, dass ich doch weniger verstehe als ich erwartet hätte, obwohl ich in der Lage war, die Geschichte zu verfolgen und zu begreifen.

    :study: Das Licht hinter den Wolken von Oliver Plaschka


    Challenges:
    Buchmenge: 22/33


    SuB: 30

  • @monsterküken Das macht mir wirklich Mut mit dem Lesen in einer anderen Sprache zu beginnen. Ist schon eine Weile her dass ich englisch oder französisch gesprochen habe... Aber der Weg beginnt immer mit dem ersten Schritt, egal wie gross / klein er ist - nicht wahr :wink:


    Aber wie gesagt, das hängt auch davon ab, wie gut man die Sprache kann. Allerdings lernt man auch automatisch die Sprache immer ein wenig mehr.

    Und man sollte sich nicht unterkriegen lassen, wenn man weniger versteht als man dachte.


    :cat::winken:

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  • :cat:


    auch die Atmosphäre wird nicht immer korrekt eingefangen

    Das finde ich schön, so dachte ich mir das . Und das ist auch ein Grund warum ich bald anfangen möchte ein Buch in englisch zu lesen (denke ist für den Anfang am "leichtesten").
    Am Besten erst mal ein Buch das ich in deutsch kenne, so lassen sich die möglichen Unterschiede, unterschiedlichen Wirkungen etc. wohl am Besten "erlesen" / bemerken...


    :study:
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  • Und auch hier kann ich sagen, dass ich das eine oder andere mal ein Wort nachschlagen musste um zu verstehen,

    Normalerweise muss ich gar nichts nachschlagen, sondern lese Englisch genauso leicht wie Deutsch. Bei historischen Romanen kommt es vor, dass ich mal ein ungebräuchliches Wort nachschlage, z.B. über mittelalterliche Waffen oder (Aus-) Rüstungsgegenstände.
    Da muss ich dann schon im Internet suchen, weil solche Wörter meist nicht im Wörterbuch enthalten sind. Ansonsten schlage ich wenig nach, weil es meist für das Verständnis nicht so wichtig ist, ob ein Wort z.B. "laufen" oder "rennen" bedeutet. :wink:

    Und das ist auch ein Grund warum ich bald anfangen möchte ein Buch in englisch zu lesen (denke ist für den Anfang am "leichtesten").

    Die Bücher von Ruth Rendell, die "sehr englisch" in der Atmosphäre sind, lese ich gern im Original. Auf Deutsch finde ich sie oft langweilig/nichtssagend. Ich vermute, es liegt daran, dass die ÜS diese spezielle "britische Aura" nicht transportieren kann.


    Beim Englischlesen lernt man unbewusst immer neue Wörter und Idiome - ohne Mühe und (fast) ohne Wörterbuch. Es ist eine gute Idee, mit einem Buch einzusteigen, das man schon auf Deutsch gelesen hat. Besonders empfehlenswert ist die Lektüre englischer Bücher auf einem E-Book Reader, in dem integrierten Wörterbuch kann man mit einer Fingerbewegung unbekannte Wörter nachschlagen und auch eine Sammlung anlegen.

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  • Ich hab es ein paarmal versucht, ein englisches Buch zu lesen, und ganz schnell wieder aufgegeben. Den ersten Harry Potter habe ich glaube ich ganz geschafft. Aber es ist mir zu mühselig. Andauernd fehlen mir Vokabeln, der Lesefluss wird gestört. Für mich ist das definitiv nichts. Ich bleibe bei den deutschen Übersetzungen.

  • Normalerweise muss ich gar nichts nachschlagen, sondern lese Englisch genauso leicht wie Deutsch. Bei historischen Romanen kommt es vor, dass ich mal ein ungebräuchliches Wort nachschlage, z.B. über mittelalterliche Waffen oder (Aus-) Rüstungsgegenstände.
    Da muss ich dann schon im Internet suchen, weil solche Wörter meist nicht im Wörterbuch enthalten sind.

    Dann ist dein Englisch wahrscheinlich besser als meines. :wink: Denn das ein oder andere Wort muss ich schon nachschlagen. Ich schlage auch immer Wörter nach, die ich nicht kenne, aber auch fürs Verständnis nicht brauche, allerdings so oft vorkommen, dass es mir auffällt. Diese Wörter bleiben mir meist immer im Gedächtnis hängen.


    Ansonsten schlage ich wenig nach, weil es meist für das Verständnis nicht so wichtig ist, ob ein Wort z.B. "laufen" oder "rennen" bedeutet.

    Das sehe ich genauso. Wenn ich weiß, dass es ein Wort zur Beschreibung von Fortbewegung ist oder ich aus der Situation erkennen kann, ob die Person wegrennt oder einfach nur weggeht (was man meisten kann), dann reicht mir das aus und ich schlage es nicht nach.
    Aber ich hatte schon zweimal die Situation, dass etwas gesagt wurde (und meistens wird beschrieben, wie es gesagt wurde) und ich weder aus der Situation noch aus dem Gesagten, ableiten konnte, ob es nun sarkastisch war oder ernst.

    :study: Das Licht hinter den Wolken von Oliver Plaschka


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  • Ja, das trifft oft zu. Manche Wort- oder Sprachwitze kann man in der Übersetzung nicht so rüberbringen und auch die Atmosphäre wird nicht immer korrekt eingefangen.

    Mehr als das. Es gibt Übersetzungen, bei denen fehlen Sätze, Absätze oder ganze Kapitel. Dass das Buch dadurch teilweise keinen Sinn mehr macht, interessiert bei den Verlagen anscheinend nicht. Mein All-Time-Highlight: Der hist. Krimi, bei dem das letzte Kapitel mit dem Show-down fehlt. Danach bin ich auf die Originale umgestiegen und bei den paar nicht englischsprachigen Autoren, die mich interessieren, versuche ich, Übersetzungen ins Englische zu finden. War die richtige Entscheidung, der anglo-amerikanische Buchmarkt macht eh mehr Laune als der deutsche :loool: Viel bessere Bücher und eine riesen Auswahl. Ich hab's keinen Tag bereut.

    Don’t worry about what people think.

    They don’t do it very often :twisted:

  • Es gibt Übersetzungen, bei denen fehlen Sätze, Absätze oder ganze Kapitel. Dass das Buch dadurch teilweise keinen Sinn mehr macht, interessiert bei den Verlagen anscheinend nicht.

    Och , Ach , ---- Also das finde ich echt schockierend :!: Das hätte ich ja nie gedacht, unglaublich :(
    Grenzt für mich schon an Betrug - dem Autor und dem Leser gegenüber. Als Autor würde ich das nicht hinnehmen... :-k wissen die das nicht ? Also neeeeeee.......
    Na, jetzt freue ich mich schon auf mein erstes "Originalsprachiges Buch " :shock:



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  • Besonders empfehlenswert ist die Lektüre englischer Bücher auf einem E-Book Reader, in dem integrierten Wörterbuch kann man mit einer Fingerbewegung unbekannte Wörter nachschlagen und auch eine Sammlung anlegen.

    Hmja, gute Idee . Aber bis jetzt lese ich nur Bücher aus Papier .... liegt an meiner "Sperre" mit Technik ,bzw an meiner Vorstellung dass ein Buch "in die Hand" gehört, fühlbar ist etc. Hmhm, werde erst mal probieren wie schwierig es für mich mit dem Nachschlagen wird.
    Ist aber als Alternative gerade fürs Lesen anderssprachiger Bücher überlegenswert.
    Welche E-Book Reader sind denn empfehlenswert ?
    :cat:
    :study:

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  • Hmja, gute Idee . Aber bis jetzt lese ich nur Bücher aus Papier .... liegt an meiner "Sperre" mit Technik ,bzw an meiner Vorstellung dass ein Buch "in die Hand" gehört, fühlbar ist etc. Hmhm, werde erst mal probieren wie schwierig es für mich mit dem Nachschlagen wird.Ist aber als Alternative gerade fürs Lesen anderssprachiger Bücher überlegenswert.

    Ich habe eine Übersetzungsapp auf meinem Handy, da kann ich dann immer schnell nachschauen. Das klappt super.

    :study: Das Licht hinter den Wolken von Oliver Plaschka


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  • Ich kann das Lesen in Originalsprache nur empfehlen.


    Mein erstes englisches Buch habe ich, glaube ich, vor 11 Jahren gelesen. Ich hatte ziemliche Bedenken, weil ich nicht wirklich gut englisch gesprochen habe. Aber es hat sich gelohnt und ich lese seitdem fast nur noch im englischen Original. Inzwischen gilt das Gleiche auch für Filme und Serien. Es hilft sehr beim Lernen der Sprache (wenn man sonst nicht so die Möglichkeit hat, sie zu sprechen) und es gibt wirklich viele Dinge, die in der Übersetzung verloren gehen. Meistens geht es um Redewendungen und Wortspiele, die im Deutschen so nicht existieren oder keinen Sinn ergeben. Manchmal sind die Übersetzungen aber auch schlicht falsch.


    Nach meiner Erfahrung gibt es aber Bücher bzw. Autoren, die für den Einstieg besser geeignet sind.
    Ich habe z.B. mit einem von Cecelia Ahern angefangen und fand es wirklich sehr einfach zu verstehen. Stephen King dagegen hätte ich mir damals nicht zugetraut, da er mMn doch um einiges schwerer zu lesen ist, wenn man der Sprache nicht 100%ig mächtig ist.

    They say mother earth is breathing with each wave that finds the shore,
    And her heart it is in Ireland, deep within the Emerald Isle.



    :study: How to fall in love - Cecelia Ahern

  • Inzwischen gilt das Gleiche auch für Filme und Serien. Es hilft sehr beim Lernen der Sprache (wenn man sonst nicht so die Möglichkeit hat, sie zu sprechen)

    Ich gucke auch oft Filme oder Serien in Englisch. Hängt immer ein von der Serie/Film selbst ab. Britische Serien zum Beispiel schaue ich lieber auf Deutsch, da ich durch den Akzent oft Probleme beim Verständnis habe (auch wenn ich ihn mag).
    Dadurch hat sich mein Englisch überhaupt so verbessert, dass ich es mir zugetraut habe auf englisch zu lesen. Ich hatte damals Vampire Diaries mit untertitel geschaut, weil ich nicht auf die synchronisierte Version warten wollte.

    Nach meiner Erfahrung gibt es aber Bücher bzw. Autoren, die für den Einstieg besser geeignet sind.

    Denke ich auch.
    Ich habe mich bisher noch nicht so an High Fantasy rangetraut, weil ich denke, dass das sprachlich ein wenig anspruchsvoller ist. Jugendbücher sind dagegen meist kein Problem.

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  • Jugendbücher sind dagegen meist kein Problem.

    Das kommt aber drauf an. Wenn du viel Slang hast, ist es schwieriger. Dazu kommt, dass wir immer von Englisch sprechen, es gibt aber britisches, amerikanisches, südafrikanisches, kanadisches und australisches Englisch (plus noch so ein paar undefinierte Ableger :wink: ) und die haben alle ihre Besonderheiten. Ich finde amerikanisches Englisch am einfachsten, unabhängig vom Genre. Grundsätzlich würde ich aber empfehlen, einfach zu lesen, was einen interessiert. Bei Amazon & Co. kann man inzwischen in fast alle Bücher reinlesen und wenn man nach 10 oder 20 Seiten auch nicht wirklich weiß, ob das Buch wirklich bis zum Ende gut ist, reicht es, um feststellen, ob man es sprachlich schafft.

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  • Das kommt aber drauf an. Wenn du viel Slang hast, ist es schwieriger. Dazu kommt, dass wir immer von Englisch sprechen, es gibt aber britisches, amerikanisches, südafrikanisches, kanadisches und australisches Englisch (plus noch so ein paar undefinierte Ableger ) und die haben alle ihre Besonderheiten. Ich finde amerikanisches Englisch am einfachsten, unabhängig vom Genre

    Darüber hab ich noch gar nicht nachgedacht. :-k Allerdings würden mir bei meinem Sprachlevel die Unterschiede wahrscheinlich gar nicht auffallen. :-,

    Bei Amazon & Co. kann man inzwischen in fast alle Bücher reinlesen und wenn man nach 10 oder 20 Seiten auch nicht wirklich weiß, ob das Buch wirklich bis zum Ende gut ist, reicht es, um feststellen, ob man es sprachlich schafft.

    Das mache ich öfter. Allerdings habe ich schon die Erfahrung gemacht, dass der Anfang sehr verständlich war, der Rest des Buches dann aber nicht ganz so einfach. Dennoch eine gute Möglichkeit.

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  • Der hist. Krimi, bei dem das letzte Kapitel mit dem Show-down fehlt.

    :totlach: Da hätte ich wohl mein Geld zurückverlangt. So etwas ist mir noch nicht passiert. Mir fallen aber immer wieder stümperhafte Übersetzungen auf, z.B. "Die Küste ist klar." statt "Die Luft ist rein.", wenn im Original "The coast is clear." steht. :roll:

    Welche E-Book Reader sind denn empfehlenswert ?

    Ich habe einen Kindle Voyage von amazon und einen tolino vision 1. Für den Kindle kaufe ich die bei amazon oft seeehr günstigen englischen Romane. Man kann mit Kindle allerdings nicht an der Onleihe teilnehmen :!: , da diese nur mit dem ePub-Format funktioniert, deshalb habe ich den tolino. Die Auswahl englischer Bücher ist (bei unserer Onleihe) allerdings sehr begrenzt.

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  • Da hätte ich wohl mein Geld zurückverlangt.

    Ich habe mich nachher immer geärgert, dass ich nicht bei Heyne nachgefragt habe, was der Käse soll und dass ich gerne mein Geld wieder hätte, weil da ja wohl eindeutig ein wichtiger Teil fehlt. Habe ich mich aber damals nicht getraut und jetzt dürfte es zu spät sein.

    Mir fallen aber immer wieder stümperhafte Übersetzungen auf, z.B. "Die Küste ist klar." statt "Die Luft ist rein.", wenn im Original "The coast is clear." steht

    Das kriege ich zum Glück inzwischen kaum noch mit, weil ich Übersetzungen inzwischen so gut es geht aus dem Weg gehe. Aber es ist teilweise schon peinlich, wenn ich, die nur normale Schulenglisch-Kenntnisse hat, solche dummen Fehler finde, die jemandem, der das beruflich macht, nicht unterlaufen dürften. Dazu dann noch stilistische Katastrophen, nee, ich mag's nicht mehr, ich würde am liebsten alle Übersetzungen, die ich vor dem Umstieg gekauft habe, gegen das Original austauschen, aber das ist ein teures Vergnügen *seufz*

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  • Ich schlage auch immer Wörter nach, die ich nicht kenne, aber auch fürs Verständnis nicht brauche, allerdings so oft vorkommen, dass es mir auffällt. Diese Wörter bleiben mir meist immer im Gedächtnis hängen.

    So geht es mir auch. Irgendwann "nervt" es mich einfach, dass da immer dieses eine Wort ist, das ich nicht verstehe...


    Ansonsten habe ich vor ein paar Jahren angefangen, auch auf Englisch zu lesen, und es seither nicht bereut. Es gibt so viel mehr Bücher, die mich interessieren und nicht übersetzt wurden, ich staune beim Stöbern jedes Mal. Der Anfang war schwierig, weil das Schulenglisch für viele Begriffe nicht gereicht hat, aber nach 2-3 Büchern habe ich schon gemerkt, wie sehr sich der Wortschatz gebessert hat. Also einfach mal probieren und sich nicht unterkriegen lassen.

    :jocolor: Verschwundene Reiche: Die Geschichte des vergessenen Europa // Norman Davies (Projekt)



    You cannot open a book without learning something. - Konfuzius

  • Ich lese jetzt nicht übermäßig viele englische Bücher, aber hin und wieder ist mal eins dabei.


    Bei vielen Büchern ist es mir relativ egal, ob ich sie in deutscher oder englischer Sprache lese. Nora Roberts beispielsweise ist auf Englisch recht leicht zu verstehen, bei den Übersetzungen habe ich jetzt aber auch nicht den Eindruck, als würde da viel verloren gehen.
    Bücher wie die Black Dagger von J.R. Ward oder Midnight Breed von Lara Adrian bevorzuge ich dagegen auf Englisch, was daran liegt, dass sie auf Deutsch einfach unnötig "dreckig" klingen. Das hängt damit zusammen, dass in beiden Romanreihen viel geflucht wird, man in der englischen Sprache aber sexuell flucht, während bei uns dagegen Fäkalsprache angesagt ist. Eine vernünftige Übertragung ist da fast unmöglich.


    Mein Lieblingsgenre, die historischen Romane, bevorzuge ich noch in deutscher Übersetzung, einfach weil hier besonders viel beschrieben wird: Flora und Fauna, Kleidung, handwerkliche Tätigkeiten... Da bin ich manches Mal schon froh, wenn ich die deutschen Wörter kenne und Bilder vor Augen habe. Meist ist es egal, ob da nun ein Zaunkönig oder ein Spatz auf dem Baum sitzt oder ob da nun eine Esche oder Ulme steht, an anderen Stellen ist es aber dagegen wichtig, Nuancen wahrnehmen zu können.


    Allerdings werde ich jetzt wohl doch vermehrt zu englischen historischen Romanen greifen, weil da die Auswahl einfach größer ist. Viele Romane, die mich thematisch interessieren, werden nicht übersetzt, und viele der Bücher deutscher Autoren interessieren mich dann wieder thematisch nicht.
    Bei einigen Autoren, von denen ich jetzt schon einige übersetzte Bücher gelesen habe, werde ich aber wohl bei den Übersetzungen bleiben.

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