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Horst Bosetsky - Berliner Filz

Berliner Filz: Der 27: Kappe-Fall

1 von 5 Sternen bei 1 Bewertung

Band 27 der

Verlag: Jaron

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 208

ISBN: 9783897737976

Termin: Juni 2016

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  • Klappentext:


    Der 27. Kappe-Fall


    Anfang 1962, ein gutes halbes Jahr nach dem Mauerbau, boomt die Baubranche in West-Berlin: Die kriegsbedingten Zerstörungen und die Flüchtlinge aus der DDR lassen den Wohnungsmarkt florieren. Der Bausenator Klaffenbach hat alle Hände voll zu tun, Großprojekte wie das Falkenhagener Feld, die Gropiusstadt und die Paul-Hertz-Siedlung werden in Angriff genommen. Als er eines Tages spurlos verschwindet, befürchtet man das Schlimmste. Gibt es eine Querverbindung zu dem Täter, der aus unerklärlichen Gründen Anschläge auf mehere Menschen verübt hat? Oder zu der Leiche, die kurz darauf auf dem Wilsberg, im Niemandsland zwischen West und OSt gefunden wird? Sehr bald führen die Ermittlungen Kommissar Otto Kappe in jenen Sumpf von Korruption, der das Baugeschehen in West-Berlin zunehmend bestimmt ...


    Eigene Beurteilung/Eigenzitat aus amazon.de:


    Der eigentliche Kriminalfall dieses Romans reicht eigentlich gerade einmal für eine längere Kurzge-schichte, wobei die Motivationen der verschiedenen Figuren eher oberflächlich analysiert werden. Dafür gibt es unheimlich viel Drumherum-Information zu Architektur, Stadtplanung, Geschichte im Großen und Kleinen, Sport, Rundfunk etc. Und Einiges davon gibt es doppelt und bei anderen Dingen – wie bei der Erklärung der Regeln von Faustball/Volleyball - fragt man sich echt, wer dies in diesem Zusammenhang benötigt. Und Leute, die auf jedem Meter irgendwelche obskuren historischen Hintergrundinformationen beitragen bzw. Gedichte zitieren sind gelegentlich originell, aber als ständige Einrichtung nicht sonderlich glaubwürdig. Das dann bewusst aus Unwissen falsch genannte Informationen auch noch durch einen zufällig vorbeikommenden Geschichtslehrer korrigiert werden, erscheint nachgerade lächerlich – zumal fast keine der gegebenen Informationen wirklich zur Handlung beiträgt.


    Wieder einmal hat sich Herr Bosetkzy zu sehr in seine eigenen Recherchen verliebt um neben der Vermittlung derselben auch noch eine spannende, mitreißende Geschichte mit guter Charaktereentwicklung zu schreiben. Selbst die langwierige Polizeiberichte über reale Mauerschützenzwischenfälle können – ab dem zweiten Auftreten – da nur noch beschränkt begeistern. Nicht wirklich schön zu lesen. [-(

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