John Scalzi - Krieg der Klone/ Old Man's War

  • Buchdetails

    Titel: Krieg der Klone


    Band 1 der

    Verlag: Heyne

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 432

    ISBN: 9783453522671

    Termin: April 2007

  • Bewertung

    4.5 von 5 Sternen bei 14 Bewertungen

    90,7% Zufriedenheit
  • Inhaltsangabe zu "Krieg der Klone"

    Einmal runderneuern, bitte! In ferner Zukunft wird der interstellare Krieg gegen Alien-Invasionen mit scheinbar bizarren Mitteln geführt: Für die Verteidigung der Kolonien weit draußen im All werden nur alte Menschen rekrutiert. So wie John Perry, der mit 75 noch einmal einen neuen Anfang machen will. Doch bald erfährt er das wohlgehütete Geheimnis: Das Bewusstsein der Rekruten wird in jüngere Klone ihrer selbst übertragen, die als unerschöpfliches Kanonenfutter in den Kampf geschickt werden …
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  • Zitat

    An meinem fünfundsiebzigsten Geburtstag tat ich zwei Dinge. Ich besuchte das Grab meiner Frau. Dann ging ich zur Armee.


    John Perry nutzt die Gelegenheit, wieder jung zu werden. Dass man dafür zum Militär muss, nimmt er in Kauf. Die Chancen sieht er gegenüber den Risiken im Vorteil. Wobei das mit den Risiken so eine Sache ist. Dass die militärischen Einsätze nicht auf der Erde stattfinden, ist so ziemlich die einzige verwertbare Information, die er hat. Und wenn er die maximal 10 Jahre in der Armee durchhalten soll, müssen sie irgendetwas mit seinem Körper anstellen.

    Zitat

    Sie zuckte die Achseln. „Es stört mich nicht, alt zu werden.“
    „Das habe ich auch gedacht, als ich jung war“ sagte ich. „Es ist die Tatsache, jetzt alt zu sei, die mich stört“.


    John Scalzi ist ein sehr interessantes Debut gelungen. Er erschafft eine Welt, die zum Nachdenken anregt. Obwohl sehr utopisch, ist es doch nachvollziehbar und neben der tollen Schreibe mag ich ganz besonders den Humor.

    Zitat

    Harry und ich mussten ein Tischtennisspiel abbrechen, weil irgendwann klar wurde, dass keiner von uns beiden gewinnen würde – nicht weil wir beide unfähig waren, sondern weil unsere geschärften Reflexe es praktisch unmöglich machten, den Gegner mit einem Ball zu überraschen. Wir spielten 30 Minuten lang ohne Unterbrechung und hätten den Schlagabtausch noch viel länger fortsetzen können, wenn der Pingpongball die Kräfte, die während des Spiels auf ihn einwirkten, heil überstanden hätten. Es war grotesk. Es war wunderbar.


    Ich mag den Spruch: „Überlege Dir Deine Wünsche gut. Sie könnten in Erfüllung gehen.“ Der Wunsch noch einmal jung zu sein, ist verständlich. Scalzi macht aber unmissverständlich klar, dass die Gegenleistung, die hier abverlangt wird, der Kampf bis zum Tod ist. Es wird deutlich, warum die Armee alte Menschen rekrutiert, was die Armee gewinnen kann. Es sind die Details, die ich mag und so konnte ich bereits zum zweiten Mal diesen tollen Roman genießen.

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