Michael Ende, Wie Jim Knopf nach Lummerland kam

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  • „Eine Insel mit zwei Bergen.
    Und im tiefen weiten Meer,
    mit viel Tunnels und Geleisen
    und dem Eisenbahnverkehr;
    nun wie mag die Insel heißen,
    ringsherum ist schöner Strand,
    jeder sollte einmal reisen,
    in das schöne Lummerland.“


    Ich weiß es noch genau, wie vor vielen Jahrzehnten jenes Lied aus dem neuen Schwarz-Weiß-Fernseher der Großeltern ertönte – Erkennungsmelodie für eine Kindersendung der Augsburger Puppenkiste, die eine ganze Generation begeistert hat. So sehr, daß nun seit einiger Zeit für jene mittlerweile schon bald selbst ins Großelternalter kommende Zielgruppe DVDs mit den Originalen von „Jim Knopf und Lukas, der Lokomoitivführer“ angeboten werden.


    Nun legt der Thienemann-Verlag eine neue Reihe vor mit neuen Geschichten um jenes sagenumwobene Paar auf der legendären Insel Lummerland. Auf dem Buchdeckel wird als Autor der 1995 verstorbene Michael Ende angegeben, doch auf dem Deckblatt folgt für den verblüfften Leser die Aufklärung. Beate Dölling erzählt „nach Motiven von Michael Ende“ neue Geschichten und Mathias Weber illustriert sie wunderbar „ nach den Originalen von F.J.Tripp.“


    Das vorliegende, sehr schön editierte Bilderbuch „Wie Jim Knopf nach Lummerland kam“ lüftet ein bisher verborgen gebliebenes Geheimnis. Eines Tages liefert der mit dem Postschiff auf die Insel gekommene Briefträger ein mit Löchern versehenes Paket ab. Nach langem Rätseln über den auf der Insel völlig unbekannten Adressaten, wird das Paket von Lukas, dem Lokomotivführer und Frau Waas geöffnet, und herauskommt – ein schwarzes Baby. Es erhält den Namen Jim. Seit diesem Tag sind Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer die besten Freunde, und Lukas muß mindestens einmal in der Woche die Geschichte erzählen, wie Jim auf die Insel kam. Unklar bleibt jedes Mal, wer jenes Paket damals abgeschickt hat, wer also Jims Mutter war.


    Reichlich Stoff also für das nächste Buch aus dieser schönen Reihe.

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