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Scott Westerfeld: Leviathan - Die geheime Mission

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Leviathan - Die geheime Mission

3.6|8)

Verlag: Heyne Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 480

ISBN: 9783453529151

Termin: November 2011

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  • Originaltitel: Leviathan

    Kurzbeschreibung (Amazon)
    Auf der Flucht gerät Prinz Aleksandr, der uneheliche Sohn des kürzlich ermordeten Erzherzogs Franz Ferdinand von Östereich, unverhofft an Bord des britischen Luftschiffes Leviathan, das sich auf geheimer Mission ins Osmanische Reich befindet. Für Aleksandr beginnt das Abenteuer seines Lebens ...



    Meine Meinung
    Auf dem ersten Blick scheint es sich bei Leviathan um einen historischen Roman zu handeln. Aber das täuscht gewaltig.
    Europa, im Sommer 1914: Prinz Aleksandr spielt noch mit Zinnsoldaten, als er plötzlich eine schreckliche Nachricht erhält. Sein Vater, der Erzherzog von Österreich, ist in Serbien bei einem Anschlag gestorben. Und nun muss Alek fliehen.
    Zur gleichen Zeit in England macht sich Deryn Sharp auf, um die Aufnahmeprüfung für die Royal Air Navy zu bestehen. Doch dazu muss sich das Mädchen als Junge verkleiden.
    Schon nach wenigen Seiten merkt man, das sich hier um ein ganz anderes Buch handelt. Denn Europa ist zweigeteilt. Die meisten Staaten folgen der englischen Linie und hängen dem Darwinismus an. Denn laut dem Buch hatte Charles Darwin die Lebensketten (= DNA) entschlüsselt und seit etwa 50 Jahren werden munter Tiere aller Art miteinander gekreuzt. Wolftiger, Elefantinen, Quallenwesen, die als Flugobjekte dienen, Flugwale, die Wasserstoff atmen - nichts scheint unmöglich.
    Deutschland und Österreich haben sich für eine andere Richtung entschieden. Sie bauen riesige Maschinen, künstliche Läufer und halten die Tierschöpfungen der Darwinisten für gotteslästerlich.


    Zunächst wird die Geschichte aus zwei parallelen Erzählsträngen erzählt. Man verfolgt die Flucht von Alek durch Deutschland und erlebt die Anfänge in der Royal Air Navy von Deryn.
    Dadurch wirkt die Geschichte am Anfang recht ruhig, aber mit hat es so gut gefallen. Denn wenn die Geschichte von Anfang in einem sehr hohen Tempo geschrieben worden wäre, dann wäre ich, glaube, ich, nicht mehr so ganz mitgekommen.
    Das liegt einfach an den völlig fremden Wesen und Maschinen, die da beschrieben werden. Trotz der Beschreibungen konnte ich mir die einfach nicht vorstellen. Zum Glück sind in dem Buch mehrere schwarz-weiß Zeichnungen von Keith Thompson enthalten. Auf der Homepage von Scott Westerfeld kann man sich *Hier* einige der Zeichnungen anschauen - einfach etwas runterscrollen.


    Recht gut hat mir Alek gefallen, der im Laufe des Buches ziemlich schnell erwachsen werden muss. Stellt er am Anfang noch eine Schlachtszene mit seinen Zinnsoldaten nach, befindet er sich schon kurze Zeit später in realen Gefechten. Auch, das er nicht immer perfekt handelt, sondern auch Fehler macht, hat ihn sehr "normal" wirken lassen.
    Deryn dagegen scheint alles zuzufliegen. Natürlich muss sie sich als Mädchen ständig verstellen, aber es scheint ihr nie ein Schnitzer zu unterlaufen. Ich bin schon gespannt, ob sich das in der Fortsetzung ändern wird.
    Faszinierend ist dagegen die Leviathan. Dabei handelt es sich um eine der künstlichen Tierschöpfungen der Darwinisten. In dem Fall ist ein Wesen, das auf einem Wal basiert, jetzt aber als Luftschiff fungiert. Wobei es da noch unzählige andere Wesen gibt, denn die Leviathan ist ein ganzer Kosmos in einem Schiff. Allein schon die Idee, einen Wal in die Luft gehen zu lassen, ist genial.


    Am Ende des Buches gibt es noch einen lesenswerten Anhang, in dem der Autor erklärt, welche Ereignisse der historischen Wahrheit entsprechen und was er dazu erfunden hat.


    Fazit: Fledermäuse, die Nägel essen und damit zur Waffe werden. Maschinelle Schiffe, die wie Kraken laufen können. Dazu zwei Jugendliche, die auf zwei unterschiedlichen Seiten stehen - ein toller Anfang für eine Trilogie. :thumleft:
    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

  • Danke Hermia, für deine interessante Rezension. Schon, als ich das Cover gesehen habe, wurde ich neugierig.
    Ich finde die Aufmachung sehr gelungen :)
    Und der Inhalt scheint auch spannend zu sein.
    Ich werde das Buch im Auge behalten. :wink:
    Liebe Grüße
    Emili

    2019: Bücher: 38/Seiten: 15 881
    2018: Bücher: 224/Seiten: 89 626
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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