(subjektiv) schlechte Bücher und Autoren

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  • Zitat

    Original von €nigma
    Auch wenn ich damit einer Minderheit angehöre, ich finde die Bücher von Frank Schätzing (Der Schwarm, Tod und Teufel) langweilig. =;


    Ne, da schließe ich mich an.
    Habe grade den "Schwarm" gelesen und musste mich regelrecht durchquälen.
    Der Schreibstil ist überhaupt nicht mein Fall - man merkt, dass Herr Schätzing eigentlich aus den Medien kommt.


    Das Buch an sich finde ich sehr langatmig, die ersten 100 Seiten habe ich quasi im Schnelldurchlauf überflogen - und glaube auch nicht, etwas Dramatisches verpasst zu haben.


    Die Handlung hatte sicher ihre spannenden Seiten, aber uferte immer mehr in´s übetrieben Dramatische aus.


    Mich persönlich haben auch die wirklich extrem langen familiären Hintergründe der einzelnen Charakter gestört, die plötzlich in die reguläre Handlung eingeflossen sind und damit alles zum stoppen gebracht haben.


    Das ist jetzt zwar keine ausführliche Rezension ( kfir), aber ich glaube, manchmal steht man einfach nicht 100%ig begeistert hinter einer Sache und kann es nicht mal so detailliert begründen ;).


  • So mag ich das! Es ist zwar in der Tat keine ausgewachsene Rezension, die du legst wenigstens in ein paar klärenden Worten dar, wieso du das Buch nicht so dolle gefunden hast. *encore*

    Shalom, kfir


    :study: Joe Hill - Teufelszeug
    :thumleft: Farin Urlaub - Indien & Bhutan - Unterwegs 1 #2533 signiert


    "Scheiss' dir nix, dann feit dir nix!"

  • Zitat


    So mag ich das! Es ist zwar in der Tat keine ausgewachsene Rezension, die du legst wenigstens in ein paar klärenden Worten dar, wieso du das Buch nicht so dolle gefunden hast. *encore*


    Immer gerne :tongue: :wink::loool:

  • €nigma:
    Von Schätzing habe ich bisher nur den Schwarm gelesen und der hat mir nicht sinderlich gefallen. Allerdings kenn ich auch nix anderes von ihm. Daher kann ich da nur sagen, dass mir dieses Buch nicht gefällt.


    kfir:
    Stimmt, es ist sehr leicht so einen Autor abzutun, obwohl man bestimmt nicht alles von ihm gelesen hat.


    Daher denke ich, man kann sagen, mir gefällt dies und dies Buch nicht, aber da können andere Werke durchaus ganz gut sein. Um Steven King aufzugreifen. Viele seiner Bücher mag ich nicht, andere dagegen sehr (etwa die dunkle Turm Saga).


    Und das gleiche gilt für andere Autoren.

  • Schlechte Bücher? Ich hatte meistens Glück.
    Der einzige Wermutstropfen bei mir ist wohl Julianne Hofman: Cupido. Ich stehe sowieso nicht sonderlich auf Krimis, oder Thriller, aber dieses Buch hat es geschafft, dass ich das Buch weggelegt habe, bevor ich überhaupt bis über die Hälfte gekommen bin.
    Ich bin mir selbst nicht sicher, woran es lag, aber ich hatte das Gefühl, dass man das Buch auch auf den 200 Seiten, die ich gelesen habe, belassen können, weil irgendwie viel zu viel mit der Staatsanwältin hantiert wurde.
    Für mich persönlich war es eine schreckliche Erfahrung, solch ein Buch zu lesen.

    Ich :study: :


    James Barclay - Die Kinder von Estorea 01


    Meine Lieblingsbands momentan:


    RED ****
    Fireflight *****
    Paramore ****
    The Sounds***
    Damone ***

  • Tungdil: Wirklich? Ich konnte "Cupido" nach der ersten Hälfte nicht mehr aus der Hand legen, so unglaublich spannend fand ich es. :) Allerdings muss ich dir bei einem Punkt recht geben, C. J. hat manchmal genervt...

  • Zitat

    Original von kfir
    Guten Morgen, sorry, ich möchte hier niemandem zu nahe treten, doch finde ich es in einem Forum der Buchliebhaber ein wenig ... hmmm ... wenig zielführend, wenn man in einem einzigen Satz einen Autoren und sein (Gesamt-)Werk als "schlecht" abtut.


    Wenn Du damit Bezug auf e-nigmas Beitrag nimmst: In einigen Threads zu Schätzings Büchern hat sie sich bereits ausführlicher geäußert.
    Erst informieren, dann maulen: Wirkt auch gegen böses Blut. :wink:


    Marie

    Bücher sind auch Lebensmittel (Martin Walser)


    Wenn du einen Garten und eine Bibliothek hast, wird es dir an nichts fehlen. (Cicero)



    Einmal editiert, zuletzt von Marie ()

  • Wo ich gar nicht ran komme, ist Hohlbein und Sparks. Beim ersteren spricht mich seine Art zu schreiben einfach nicht an, seine Geschichten mag ich auch nicht so sehr, und Sparks ist mir einfach zu überladen und gefühlsduselig. Obwohl ich das manchmal ganz gern mag, aber seine Art und Weise nicht.


    lg sandra

  • Jetzt schreib ich meinen Frust mal weg...
    Das ist jetzt völlig subjektiv und ich kann meine Meinung dazu wahrscheinlich nicht einmal richtig begründen, aber ich kann Wolfgang Hohlbein einfach nicht ab!!! :scratch:
    Es ist mir unbegreiflich, dass ein Autor gefühlt zweimal im Monat ein neues Buch schreibt und dabei, jedenfalls bei manchen (Es gibt durchaus auch Bücher von Hohlbein, die mir gefallen), einfach so eine Welt hinklatscht ohne sie vernünftig auszuarbeiten... ](*,)
    ](*,) Ich hab immer so das Gefühl, dass er tausend Ghost-Writer hat, die die Bücher für ihn am Fließband produzieren... :thumbdown:
    Huff... Das musste mal raus! :colors:

    :study: - 2016 - Bücher: 06 / Seiten: 2.668 / Hörbucher: 08 / Minuten: 3.099 / Comics: 03 / Seiten: 892

  • Hallo Narrentänzer!


    Ich denke nicht, daß Du Dich dafür entschuldigen mußt, dafür ist dieses Thema ja gedacht ;)


    Davon abgesehen schließe ich mich da voll und ganz an :loool:


    Liebe Grüße
    Kerstin

  • Da kann ich mich nur wiederholen....immer und immer wieder: DER ZAUBERBERG v. Th. Mann. Und ich denke, ich werde mich auch nie mehr an eines seiner Werke wagen.


    Jedoch: biografische Bücher über die Familie Mann, die kaufe ich mir immer wieder, wenn was Neues auf dem Markt kommt.


    Und von den meisten anderen Mitgliedern der Mann-Familie lese ich sehr gerne das eine und andere....


    Nur mit dem "Oberhaupt"....mit dem kann ich es nicht. Ich habe sowieso immer die grösste Mühe mit mariniert-geschwollenen Ausdrucksweisen, sei das in geschriebener oder auch gesprochener Form. Mir erscheinen all diese Leute halt einfach irgendwie "verkelmmt" und bisschen "gestört", die beim Schreiben oder Reden immer nach den möglichst "exquisitesten" Fremdwörtern suchen.... :shock:

  • Jetzt schreib ich meinen Frust mal weg...
    Das ist jetzt völlig subjektiv und ich kann meine Meinung dazu wahrscheinlich nicht einmal richtig begründen, aber ich kann Wolfgang Hohlbein einfach nicht ab!!! :scratch:
    Es ist mir unbegreiflich, dass ein Autor gefühlt zweimal im Monat ein neues Buch schreibt und dabei, jedenfalls bei manchen (Es gibt durchaus auch Bücher von Hohlbein, die mir gefallen), einfach so eine Welt hinklatscht ohne sie vernünftig auszuarbeiten... ](*,)
    ](*,) Ich hab immer so das Gefühl, dass er tausend Ghost-Writer hat, die die Bücher für ihn am Fließband produzieren... :thumbdown:
    Huff... Das musste mal raus! :colors:

    Ich habe erst 3 Bücher von ihm gelesen und die haben mir gut gefallen.
    Die Töchter des Drachen + Thron der Libellem (wirklich gaaaanz toll) und Märchenmond.
    Dann musste ich aber feststellen das gefühlte 95% seiner Bücher in unserer jetzigen Welt beginnen und dann in irgend eine fantastische Welt führen. Sowas finde ich riiichtig langweilig. Das hat mich so sehr abgeschreckt das ich keine mehr von ihm gelesen habe.


    Persönlich hats mir ja Trudi Canavan noch angetan :roll: . Ich habe "Die Rebellin" gelesen und fand es einfach nur langweilig.
    Mädchen aus Unterschicht stellt fest das sie Magiebegabt und geht zu den verhassten Magiern etc. pp. langweilig. :puker:

  • Ich selbst bin sowas von durch mit Hohlbein, dass ich - obwohl mich die Klappentexte seiner Bücher immer wieder sehr ansprechen - keines seiner Werke mehr auch nur anlese. Sein Stil klingt für mich dermaßen nach Groschenroman, dass ich mich frage, warum nun ausgerechnet ER die große Ikone der deutschen Phantastik sein soll. Aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden, und seine Verkaufszahlen geben ihm offenbar Recht.


    Stephen King habe ich als Jugendlicher geliebt - auf Dauer fand ich seine Stories aber irgendwie zu eintönig - irgendwie schien es mir doch immer wieder ein ähnlicher Handlungsaufbau zu sein, wobei die Gewaltdarstellungen aber zunehmend drastischer und abartiger wurden. Schließlich hatte ich das Gefühl, dass mir sofort tausend Liter Blut entgegenschwappen, wenn ich ein King-Buch nur aufschlage - auch hier geht mir die Einsicht ab, warum nun ausgerechnet ER so eine Offenbarung sein soll im Horror-Genre.


    Dann verabscheue ich grundsätzlich AutorInnen, die sich nur durch Provokation etablieren können - und dann von einer unfassbar vernagelten Fachpresse auch noch dafür honoriert werden ("Axolotl Roadkill", "Feuchtgebiete" etc.) - kein Talent, kein Stil,keine Kreativität, einfach nur möglichst viel Perversion, Sex, Gewalt, Fäkalien usw. zwischen zwei Buchdeckel pressen, und die sogenannten Experten sehen darin aus irgendeinem Grund eine Sensation - selbst dann, wenn im Fall von Hegemanns "Axolotl Roadkill" über die Hälfte des Buchs beinahe eins zu eins aus irgendwelchen Internetblogs abgeschrieben wurde.


    Schließlich und endlich muss ich noch auf die sogenannte pädagogische Jugendliteratur zu sprechen kommen. Als Deutsch- und Englischlehrer bin ich ja eigentlich immer auf der Suche nach möglichen Lektüren für meinen Unterricht (man will ja auch immer mal gerne was Neues durchnehmen und nicht siebenundzwanzigmal "Krabat" in einer sechsten Klasse lesen). Dabei stieß ich unlängst auf dieses Meisterwerk der Literatur: http://www.hase-und-igel.com/a…tnbr=3867600804&type=book


    Soviel Unkenntnis, soviele Vorurteile und Klischees, eine solche überzogene, pathetische, unfassbar unrealistische Darstellung habe ich noch nie irgendwo gefunden. Da ist der Autor aber voll auf die "Killerspiel"-Debatte eingestiegen: Ein Junge wird gemobbt und weiß sich nicht zu helfen (so weit, so schlimm, das passiert ja nun bekanntermaßen häufig genug) - er sucht sich also einen Ausgleich im Internet. Und jajaja, WAS finden Jugendliche natürlich immer SOFORT im Internet, weil es sowas ja ÜBERALL da gibt? Genau: Spiele, bei denen man mit Kettensägen Menschen verstümmeln muss! Und als nächstes findet man nämlich ein Selbstmordforum, wo man ganz offen über seine Pläne diskutiert, wann man sich umbringen bzw. Amok laufen will!


    Ein in der Tat pädagogisch wertvoller Beitrag: Das Internet ist Teufelszeug! Da gibt es überall nur ganz fiese Killermetzelschlitzerspiele und Jugendliche, die Amokläufe gemeinsam planen... :twisted:

  • Da kann ich mich nur wiederholen....immer und immer wieder: DER ZAUBERBERG v. Th. Mann. Und ich denke, ich werde mich auch nie mehr an eines seiner Werke wagen.



    Nur mit dem "Oberhaupt"....mit dem kann ich es nicht. Ich habe sowieso immer die grösste Mühe mit mariniert-geschwollenen Ausdrucksweisen, sei das in geschriebener oder auch gesprochener Form. Mir erscheinen all diese Leute halt einfach irgendwie "verkelmmt" und bisschen "gestört", die beim Schreiben oder Reden immer nach den möglichst "exquisitesten" Fremdwörtern suchen.... :shock:


    Man kann Thomas Mann mögen oder nicht, aber ihm zu unterstellen, er hätte eine manieriert-geschwollene Ausdrucksweise und würde beim Schreiben nach möglichst exquisiten Fremdwörtern suchen, weil er irgendwie verklemmt gewesen wäre, ist – mit Verlaub gesagt – blanker Unsinn. Er schrieb natürlich ein gebildetes Deutsch (was ich persönlich nicht für einen Nachteil halte :wink: ) und hat sicherlich hin und wieder auch mal einen lateinischen, griechischen oder französischen Ausdruck verwendet, aber er war ein viel zu brillanter Stilist, der unglaublich souverän mit der deutschen Sprache umgehen und blendend formulieren konnte, als dass er es nötig gehabt hätte, seine Texte durch gesuchte Fremdwörter aufzupeppen. Ich wüsste auch nicht, welche das im „Zauberberg“ sein sollten. Thomas Mann spielt in hochironischer Weise mit der Sprache, kann mit ihr wunderbar Menschen charakterisieren und vor allem karikieren und das Komische und Lächerliche bestimmter Situationen herausarbeiten. Schon der humoristische Ton, der alle seine Bücher bestimmt, lässt eine manierierte oder geschwollene Ausdrucksweise gar nicht zu. Wenn Du eine manieriert-geschwollene Ausdrucksweise lesen willst, schau Dir mal an, wie die Personen in Zafòns „Schatten des Windes“ sprechen.
    Ich kann verstehen, dass die langen Schachtelsätze Thomas Manns, seine Ironie und sein Verwendung von Leitsymbolen nicht jedermanns Sache sind. Zudem ist der „Zauberberg“ ein komplexer, vielschichtiger Roman, in dem es wenig äußere Handlung gibt. Kein leichter Brocken. :mrgreen: Aber jemanden gleich als gestört zu bezeichnen, der so etwas schreibt? :shock::)
    Seine Kinder waren allesamt begabt, aber die literarische Klasse ihres Vaters hatten sie nicht, was besonders Klaus Mann zu schaffen machte.


    Gruß
    mofre :winken:

    :study: Ulrich Becher - Murmeljagd

    :study: Marcel Proust - Die wiedergefundene Zeit

    :study: Jochen Schmidt - Schmidt liest Proust

    :study: Karlheinz Deschner - Kriminalgeschichte des Christentums. Band 2/Die Spätantike



  • warum nun ausgerechnet ER die große Ikone der deutschen Phantastik sein soll.

    Ja - das frage ich mich allerdings auch. :roll: Aber dennoch muss ich mich jetzt wohl mal outen - hin und wieder lese ich gern mal einen Hohlbein :silent: . Für mich ist das einfache, leichte Unterhaltung und hin und wieder ist mir eben danach. Ich werde allerdings nicht den Ehrgeiz entwickeln, alles von ihm zu lesen (das dürfte schwierig werden, dafür gibt es zu viele andere wirklich gute Bücher) und ich will auch nicht behaupten, dass mir alles von ihm gefällt (die Bücher, die er gemeinsam mit Heike schreibt, finde ich übrigens um einiges besser als seine Alleingänge). Eins muss man ihm aber lassen: bei seinen Büchern weiß man, was einen erwartet: ein Hohlbein :P

    Gelesen in 2020: 34 - Gehört in 2020: 26 - SUB: 458


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • Ach ja, auch wenn ich mir möglicherweise viele Feinde mache, aber mich nervt im Moment tierisch, dass jede dritter Neuerscheinung derzeit ein Vampir-Buch ist!
    Das Genre ist schon ziemlich ausgelutscht!

    :study: - 2016 - Bücher: 06 / Seiten: 2.668 / Hörbucher: 08 / Minuten: 3.099 / Comics: 03 / Seiten: 892

  • Ach ja, auch wenn ich mir möglicherweise viele Feinde mache, aber mich nervt im Moment tierisch, dass jede dritter Neuerscheinung derzeit ein Vampir-Buch ist!
    Das Genre ist schon ziemlich ausgelutscht!

    Ja - da geb ich dir Recht. Aber zum Glück gibt es ja einige, die schon früher erschienen waren bzw. Fortsetzungen sind und lange vor dem allgemeinen Hype konzipiert (Judassohn und Judastöchter von Markus Heitz zum Beispiel) und an diese halte ich mich dann :mrgreen:

    Gelesen in 2020: 34 - Gehört in 2020: 26 - SUB: 458


    "Wenn der Schnee fällt und die weißen Winde wehen, stirbt der einsame Wolf, doch das Rudel überlebt." Ned Stark

  • Ach ja, auch wenn ich mir möglicherweise viele Feinde mache, aber mich nervt im Moment tierisch, dass jede dritter Neuerscheinung derzeit ein Vampir-Buch ist!
    Das Genre ist schon ziemlich ausgelutscht!

    Naja, mich eigentlich nicht. Ab und zu sind ein paar Perlen drunter, und wenn der Rest auch rumliegt- ich brauche sie ja nicht zu kaufen. Dank dem Hype gibt es mehr Augenmerk auf Fantasy und deshalb wird auch insgesamt mehr veröffentlicht.


    Ach ja, was deine Signatur angeht: Wie heiß willst du es denn noch haben ;) ?

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