Bücherwichteln im BücherTreff

(subjektiv) schlechte Bücher und Autoren

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  • Gibt es irgendwelche Bücher oder Autoren die Ihr überhaupt nicht mögt?


    Es ist vielleicht eine ehr merkwürdige Frage, aber ich denke man kann auch herausfinden mit wem man büchertechnisch auf einer Wellenlänge liegt, wenn man die Abneigungen kennt.


    ich z.B. mag die Bücher von Stephen King nicht, ich finde sein STIL..... obwohl, eigentlich ist es genau das was ich bei ihm nicht finde :wink:


    bin gespannt auf Eure Antworten


    Uli

    Ohne eigene Bücher zu sein, ist der Abgrund der Armut, verweile nicht darin.
    -Ruskin-

  • Stephen King habe ich zu Teenagerzeiten verschlungen - ein Phänomen, welches ich heute rein gar nicht mehr nachvollziehen kann. Seine Bücher fasse ich, wenn überhaupt, nur noch mit der Kneifzange an.


    "Das Parfüm" ist z.B. so ein Buch, welches überall hochgelobt wurde. Mich hat es nur abgestossen, ich kann den Hype um dieses Buch nicht verstehen.

    Lesen ist das Trinken von Buchstaben mit den Augen.
    (Hermann Lahm)

  • Tinchen


    :D zum Parfum habe ich das Hörbuch. Gelesen habe ich es noch nicht. Aber das Hörbuch finde ich extrem spannend, ich konnte gar nicht aufhören. ich weiß jetzt zwar nicht WER es liest aber auf jeden Fall hat ER die perfekte Stimme für diesen Roman.


    Uli

    Ohne eigene Bücher zu sein, ist der Abgrund der Armut, verweile nicht darin.
    -Ruskin-

  • Stephen King fand ich auch in meiner Jugend total gut, weiß aber auch nicht wirklich warum.


    Mit Martha Grimes kann ich mich so gar nicht anfreunden.

  • Hallo,


    schließe mich Tinchen an, mag Patrick Süskind "Das Parfum" auch nicht. Habe auch schon öfter mal erwähnt, das dieses Buch entweder geliebt oder gehaßt wird, das ist ganz eigenartig.


    Das zweite Buch, mit dem ich nicht zurechtkam und nach ca. 120 Seiten wieder aufhörte war von Graham Swift "Wasserland".


    Auseinandersetzen werde ich mich irgendwann mit "Fantasy", da habe ich auch (noch) nichts damit am Hut. Herr der Ringe habe ich gesehen, davon war ich begeistert, liebe Diana Gabaldon, habe auch alles gelesen. Habe aber schon ein paar Fantasybücher auf meiner Leseliste.


    Herzliche Grüße
    Helga :)

    Liebe Grüße
    Helga :winken:


    :study: [b]???


    Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)

  • Hallo Uli,


    bei mir sind es meist bestimmte Genres, die ich nicht mag - ich will nicht etwa behaupten, dass die Bücher "schlecht" sind, sie interessieren mich einfach nicht/sprechen mich überhaupt nicht an; so z. B. Science Fiction, Fantasy, Horror-Romane, Artzromane, Politthriller und Spionageromane, moderne Frauenromane, bestimmte Bereiche der Klassiker und, wie ich sie nenne, "hochgestochene" moderne Literatur ...


    Zu den Autoren, von denen ich ganz bestimmt nichts mehr lesen mag, gehören Bertolt Brecht und Franz Kafka - Schulpflichtlektüre, aber freiwillig "nie wieder"!

  • Sabine


    Nenn mal ein Beispiel für "hochgestochene" moderne Literatur, da kann ich mir gerade nichts drunter vorstellen.


    Brecht lese ich übrigens sehr gerne, liegt vielleicht daran dass ich Ihn in der Schule nie lesen musste.


    Uli

    Ohne eigene Bücher zu sein, ist der Abgrund der Armut, verweile nicht darin.
    -Ruskin-

  • Uli: damit meine ich solche Art von (zeitgenössischer) Literatur, bei der man jeden Satz mindestens fünfmal lesen muss, und vielleicht noch ein Wörterbuch benutzen muss, um überhaupt zu erfassen, was der Autor denn sagen will ... Also eher etwas für Literaturwissenschaftler geeignetes...


    Als Beispiel fällt mir im Moment jetzt nur Joseph Brodsky ein, ein Buch, das sich zwar mit Venedig befasste, aber so formuliert war, dass die Lektüre überhaupt keinen Genuss bereitete; und Paul Auster, da hatte mir eine Kollegin einen Kurzgeschichten-Band geschenkt, habe den auch pflichtgemäss gelesen, mich aber hinterher nur gefragt - was soll das, warum hat er das geschrieben, da passiert doch überhaupt nichts ...


    Ich will von meiner Lektüre (egal ob Roman oder Sachbuch) hauptsächlich unterhalten werden, und wenn ich so ganz nebenbei, ohne es zu bemerken, noch etwas lerne - na dann, umso besser!

  • Also "Das Parfüm" hab ich damals in der Schule gelesen und war, sagen wir mal, verwirrt. Ich find es nicht schlecht, aber ein Fan bin ich auch nicht davon...


    Ich mag Nicholas Sparks überhaupt nicht, weniger der Stil, obwohl der auch platt ist, als eher die Storys *gähn*

  • Yasemin
    Was Nicolas Sparks angeht bin ich voll deiner Meinung. Ich habe ein Buch gelesen, aber auch nur weil ich gerade kein anderes zur Hand hatte. Und ich fand die Geschichte fad und viiiiel zu schmalzig.


    Uli

    Ohne eigene Bücher zu sein, ist der Abgrund der Armut, verweile nicht darin.
    -Ruskin-

  • Also das Parfum war auch nicht mein Fall, weniger weil es, diese Bewertung habe ich auch schon öfter gehört, ekelhaft war, sondern viel mehr, weil der Autor schlicht erbarmungswürdig schreibt...
    Vollkommen überbewertet sind, meiner Ansicht, nach auch: Goethe, Shakespeare und Thomas Mann...

  • Also erbarmungswürdig finde ich z.B. ehr Stephen King, und (man möge es mir verzeihen, wenn ich einigen Leute in diesem Forum jetzt vielleicht auf die Füsse trete) Frau Gabaldon. Beide schreiben meiner Meinung nach flach, geistlos und unübersehbar effektheischend, was mich furchtbar angenervt hat.
    Das Parfum ist, was die Handlung angeht vielleicht stellenweise etwas eklig, zugegeben, aber brilliant geschrieben.
    Ist es nicht ehr bewunderstwert, dass man zum Beispiel am Anfang, alleine durch die erste Beschreibung des dreckigen Paris sich am liebsten die Nase zuhalten würde; bei der Beschreibung der vielen unterschiedlichen Duftnoten in den Parfumerien schon glaubt jeden Moment Kopfschmerzen zu bekommen? Und dann bei der Beschreibung dieser vollendeten Düfte selbst einen Hauch davon zu riechen glaubt? Und was ist "Das Parfum" den schon anderes, als ein extrem phantasievoller Krimi, mit einem kleinen Touch Thriller.
    Beim "Schweigen der Lämmer" wird Frauen die Haut abgezogen, ist das etwa nicht eklig?


    Und was Shakespeare angeht: Er ist der Beste! Man kann Ihn gar nicht überbewerten. :D


    Goethe: Manche Sachen sind nicht schlecht, aber vieles gefällt mir auch nicht.


    Mann: Weiche von mir!!!!!! Einmal Buddenbrocks, reicht fürs ganze Leben. :wink:

    Ohne eigene Bücher zu sein, ist der Abgrund der Armut, verweile nicht darin.
    -Ruskin-

  • Uli, da hast du Recht, gerade am Anfang , als diese ekelhaft dreckige Stadt beschrieben wurde, kam mir mein Frühstück beinahe hoch.


    King und Gabaldon lese ich sehr gerne und ich stelle an beide auch nicht den Anspruch einen großartigen Stil zu haben, es geht mir hier um die Handlung die brilliant ist, in beiden Fällen.

  • Ja, Geschmäcker sind eben verschieden.
    Ich stelle ja keinen (also zumindestens nicht immer) Anspruch auf großartigen Stil, ich möchte nur nicht dass mir beim Lesen andauernd Dinge in den Kopf kommen wie: Klischee, "war ja klar", ordinär, schmalzig, pseudo, .....ja, vor allem pseudo. Es wirkt auf mich echt, als ob sie will und nicht kann.


    Man kann auch die brillianteste Handlung durch einen "erbarmungswürdigen" Stil killen.


    Uli

    Ohne eigene Bücher zu sein, ist der Abgrund der Armut, verweile nicht darin.
    -Ruskin-

  • hey sabine,
    endlich hab ich mal eine leidensgenossin gefunden, die auch was von paul auster gelesen hat. ich musste im englisch unterricht von ihm "moon palace" lesen. das ist ein "postmoderner bildungsroman" wie meine lehrerin immer so schön gesagt hat.
    ich kann nur sagen, dass das buch zwar zwischendurch sogar ein paar halbwegs lesbare passagen hat, aber im großen und ganzen einfach schrecklich ist.

  • Hallo @ll,


    ich war von folgenden Büchern enttäuscht:
    1. "Wiedergeburt" von W. Hohlbein. Normalweise lese ich seine Bücher sehr gerne, aber dieses Buch gefiel mir überhaupt nicht.


    2. "Geister Stunde" von Peter Straub. Das war mein erstes und einziges Buch von ihm...


    3. "Die Wiederkehr des Skarabäus" von Amin Maalouf. Die Geschichte war überhaupt nicht packend oder spannend.


    Vielleicht kennt jemand diese Bücher?


    LG
    Angie

  • Uli


    Die Buddenbrooks habe ich schon mehrmals und auch immer wieder mit Begeisterung gelesen.


    Obwohl ich zugestehen muß, dass das Buch in meiner Heimatstadt spielt, ich also hier wohl "befangen" bin....

    Lesen ist das Trinken von Buchstaben mit den Augen.
    (Hermann Lahm)

  • @ Tinchen


    ich musste die Buddenbrooks in der Schule lesen. Da hat es echt keinen Spaß gemacht. Ein paar Kapitel lesen, zerpflücken, lesen, zerpflücken,......
    Und das ganze war auch noch furchtbar stressig, den kurz ist das Buch ja nicht gerade, und unser Lehrer hatte weitere Pläne.
    Vielleicht wäre es anders wenn ich es jetzt nochmal lesen würde, aber ich glaube nicht dass ich dazu in absehbarer Zeit Lust habe. :D


    Uli

    Ohne eigene Bücher zu sein, ist der Abgrund der Armut, verweile nicht darin.
    -Ruskin-

  • Hallo Uli,


    ich habe die Buddenbrooks auch in der Schule gelesen, und das Zerpflücken der einzelnen Kapitel fand ich genauso langweilig wie du.


    Aber die Buddenbrooks habe ich später trotzdem noch öfter gelesen - übrigens das einzige Buch, dass ich noch einmal nach dem "Zerpflücken" angerührt habe.


    Ich finde es einfach furchtbar spannend, ein Buch zu lesen, in dem Plätze, Straßen und Häuser vorkommen, an denen man schon drei Millionen mal vorbeigelaufen ist. Durch die detailgetreue Beschreibung Thomas Manns ist der "Wiedererkennungseffekt" alle paar Seiten da.

    Lesen ist das Trinken von Buchstaben mit den Augen.
    (Hermann Lahm)

  • Tja, ein Buch was in meiner Heimatstadt (eine seeeehr kleine Stadt) spielt, gibt es wahrscheinlich nicht. :D
    Uli

    Ohne eigene Bücher zu sein, ist der Abgrund der Armut, verweile nicht darin.
    -Ruskin-

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