Tanja Wekwerth - Das Haus der Hebamme

Anzeige

  • Kurzbeschreibung bei Weltbild
    Eigentlich ist Anne glücklich. Sie ist Architektin, richtig erfolgreich und lebt mit ihrem Freund zusammen. Doch eines Tages verliebt sie sich in ein altes Bauernhaus. Sie spürt, dass es ihr eine Geschichte erzählen will - von der Hebamme Maria und ihrem schicksalhaften Leben, das sie einst an diesen Ort geführt hat.
    Und je mehr Anne von ihr erfährt, desto ähnlicher werden sich ihre Wege und Annes Drang wächst täglich, frei und unabhängig im Hebammenhaus zu leben - wie einst Maria.


    Ein schönes Buch für einen verregneten Sonntag. Liebevoll beschriebene Charaktere und Landschaften. Einfach zum versinken. Mir hat es gefallen.

  • Klappentext:
    Als Innenarchitektin Anne ein altes Backsteinhaus auf dem Land entdeckt, wird dieses für sie sofort zum Inbegriff all Ihrer Träume. Vor vielen Jahren lebte darin die junge Hebamme Maria unter dem Joch ihrer hartherzigen Stiefmutter. Anne, die die Geschichte der früheren Bewohnerinnen nicht mehr loslässt, erkennt bald, das sie - wie einst Maria - ihren eigenen Weg finden muss, um richtig glücklich zu sein....


    Meine Meinung:
    Eigentlich wollte ich nur mal etwas anders zwischendurch lesen, weil mein Buch, das ich gerade lese etwas eintönig ist.
    Ich stand vor meinem Bücherregal und suchte mir Das Haus der Hebamme aus, da es nicht sehr dick ist.
    Und was soll ich sagen? Ich konnte nicht mehr aufhören und hab das Buch komplett zu Ende gelesen.
    Es handelt von der jungen Architektin Anne die zusammen mit Ihrem Freund Adam immer wieder auf der Suche nach außergewöhnlichen Immobilien ist, die dann hergerichtet und verkauft werden.
    Als sie ein altes Backsteinhaus auf dem Lande entdeckt, verliebt sie sich sofort darin und beschliesst, es zu kaufen und eine Zeit lang dort zu wohnen.
    Das Haus hat jedoch eine Geschichte und in die gehen die Erzählungen jetzt über.
    Vor vielen Jahren lebte darin eine junge Familie. Die Frau stirbt bei der Geburt ihres dritten Kindes und der Bauer muss sich erst mal alleine durchschlagen, heiratet später aber wieder.
    Die drei Kinder aus erster Ehe erleben wirklich grausames durch ihre Stiefmutter und ich bin immer wieder erstaunt, wie normal das früher anscheinend war.
    Es gibt da eine alte Hebamme, die nicht nur bei Geburten gerufen wird, sondern auch bei Krankheiten. Sie ist eine richtige Kräuterhexe.
    Ihren richtigen Namen sagt eigentlich niemand, alle rufen sie nur "Hebamme"


    Ich finde das Buch echt klasse, würde es jederzeit weiterempfehlen. Man liest nicht nur, sondern erlebt die Geschichte richtig mit.

  • Ich kann mich den guten Meinungen leider so garnicht anschließen. :-?


    Mir hat das Buch nicht gefallen...
    Als erstes hat mir der rote Faden gefehlt. Ich habe eine andere Ausgabe als meine Vorredner und da steht auch eine andere Inhaltsangabe drauf. Nach diesem Text wartet man die ganze Zeit umsonst auf die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. :scratch: Die gibts leider nicht.
    Beide Geschichten werden nebeneinander her erzählt und kommen nicht zusammen, was ich sehr schade fand.
    Die Idee die die Autorin vllt mal hatte für dieses Buch mag ja gut sein, die Umsetzung ist leider ... in die Hose gegangen. Jedenfalls nach meiner Meinung.
    Anne in der Hier-und-Jetzt Geschichte ist am Anfang sympatisch und ihr Verhalten noch relativ verständlich. Diese Geschichte hat mir auch erst besser gefallen als die von Lotte/Maria und ihrer Familie. Das hat sich nachher gewendet und am Ende fand ich Marias Geschichte interessanter und auch vorallem glaubwürdiger.
    Anne macht eine 360 Grad Wendung in der Geschichte, gut kann passieren, leider beschreibt die Autorin überhaupt nicht Annes Gedanken dazu warum das passiert. Plötzlich hat sie dazu Lust und macht das eben. Fand ich alles etwas komisch. Später kamen mir die Beschreibungen von Anne und auch der Geschichte nur noch übertrieben vor. Alles war rosa-rot, wunderschön und überhaupt war alles gut. :scratch: Ich fand das total unglaubwürdig und Anne ging mir gehörig auf die Nerven. Ich war dann froh das es nur noch ein paar Seiten nach Marias Geschichte waren.


    Dann zu der Geschichte der Vergangenheit um Maria/Lotte und ihrer Familie. Am Anfag konnte man noch den erwähnten roten Faden erkennen. Die Beschreibung der 3 kleinen Mädchen ist wirklich niedlich und so ziemlich das einzig Gute an dem Buch. Als die Stiefvmutter auftaucht wird es nervig, denn offensichtlich leidet die Frau ziemlich unter ihren Trieben und die Autorin wird auch nicht müde das zu erwähnen. Das fand ich teilweise sogar schon etwas ordinär. es hat mich einfach nur genervt. Mag sein das ich empfindlich bin, aber das hätte man auch netter formulieren können insgesamt.
    Mit den Seiten wurde es immer zusammenhangsloser. Die Geschichten reihten sich aneinander und standen in keinem Zusammenhang mehr. Als die Mädchen älter wurden und es um die Zukunft ging, Maria bei der Hebamme in die Lehre ging kam wieder ein bisschen Stuktur in die Geschichte und da wurde es dann auch zumindest etwas interessant. Ich interessiere mich sehr für Heilpflanzen und fand es schade, dass dieser Teil nicht etwas mehr ausgebaut wurde.
    Die letzten paar Sätze waren dann lieblos zusammengefasst und man wird einfach im Regen stehen gelassen wie man so sagt.


    Was mir gefallen hat war wie geschrieben die Zeit der Mädchen, die sehr aneinander hingen, dann die Beschreibung der Natur (ich komme ja auch Brandenburg und weiß wie wunderschön die Natur da ist) und des Häuschens. Tja das wars dann aber auch schon.


    Ich habe von dem Buch was ganz anderes erwartet und hatte nach dem holprigen Start das Gefühl, dass der Autorin die wenige Luft die sie hatte ganz ausgegangen ist.
    Dem entsprechend gebe ich dem Buch nur :bewertung1von5::bewertung1von5: Sterne für die Dinge die mir gefallen haben. Kann ich leider so garnicht empfehlen und es wird auch eins der wenigen Bücher sein, die ich nicht behalten werde.. :-?

    Wer keine Fehler macht, macht wahrscheinlich auch sonst nicht viel.

Anzeige