Mary E. Garner - Zwischen den Seiten

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  • Kaum hat Hope Turner sich ein wenig in ihrem neuen Leben eingewöhnt, überschlagen sich schon die Ereignisse. Der mysteriöse Anführer der Absorbierer, Quan Surt, bedroht nicht nur die Buchwelt, sondern auch die reale Welt mit Terroranschlägen. Während Rufus sich auf die Suche nach dem Schurken macht, kümmert sich Hope um den Gesundheitszustand ihrer Mutter und stolpert unwillkürlich von einer Katastrophe in die nächste. Wer ist es, der die Buchwelt und damit auch Hope und ihre Freunde verraten hat? Und wird es unseren Helden gelingen, Quan Surts Identität zu lüften und ihn aufzuhalten?


    Band zwei der Reihe setzt genau nach dem Ende des ersten an. Das Erzähltempo ist in diesem Band erfreulicherweise etwas höher, dennoch krankt die Handlung weiterhin an den verschiedensten Stellen. Die Basis des Romans, die unterschiedlichen Welten, die Möglichkeit, in Bücher zu reisen - das bleibt alles interessant. Leider kann nur die Umsetzung nicht halten, was Cover und blumige Werbetexte versprechen. Wo also beginnen? Vielleicht mit der 42-jährigen Protagonistin Hope? Die stolpert auf der einen Seite wie ein Kind durch ihr eigenes Leben und in die obligatorische Dreicksgeschichte, zeigt an anderer Stelle dann aber Genialität, wo niemand bisher eine Lösung finden konnte. Oder bei den ständigen retardierenden und verschleiernden Momenten in der Geschichte, die Spannung erzeugen sollen, aber irgendwann nur noch nerven? Einige Beispiele: Kryptische Aussagen werden von den Charakteren nie hinterfragt, Gespräche unterbrochen, sobald etwas Wichtiges verraten werden könnte und eine allwissende Glaskugel zeigt aufgrund absurder Regeln ausgerechnet das nicht, was die Hope unbedingt sehen müsste. Im Gegensatz dazu wird sie immer an der richtigen Stelle innerhalb von Minuten gerettet, wenn sie sich mal wieder selbst in Schwierigkeiten gebracht hat.


    Wie schön könnten Ausflüge in die Buchwelt sein, wären sie nicht nur blasse Kulisse oder Vorwand für einen slapstickhaften Gag. Und so springt Hope von "Bambi" zu "Anne of Green Gables", von "Anna Karenina" zum "Zauberer von Oz" und nicht eine dieser Welten behält den Zauber des Originals. Es will der Autorin einfach nicht gelingen, Tiefe zu erzeugen und die Charaktere so zu gestalten, dass sie glaubhaft und liebenswürdig sind. Hope ist für ihr Alter viel zu kindisch, Rufus brummige Art war schon im ersten Band nicht mehr anziehend und die restlichen Figuren dürfen nacheinander in die Rolle des potenziellen Verräters schlüpfen. Leider weiß ich inzwischen nicht mehr, ob mich diese Auflösung überhaupt noch interessiert, vielleicht wäre die Geschichte besser auf einen etwas längeren Band zusammengekürzt worden. Schade, sehr schade.... :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

  • Der zweite Band hat mich genauso verzaubert, obwohl er kleinere Schwächen aufweist. Lesespaß und eine wundervolle Geschichte sind garantiert. Mehr erzähle ich euch spoilerfrei unten im Text.


    Meine Meinung zum Cover:

    Wie auch schon beim ersten Band hat mich das Cover auf Anhieb verzaubert. Die Bücher stehen für die Buchwelten. Die Skyline und die Silhouetten runden das Bild gemeinsam mit der schönen Farbgestaltung ab.


    Meine Meinung zum Inhalt:

    Nach dem aufregenden Ende von Band 1 habe ich mich auf die Fortsetzung enorm gefreut. Ich kehrte direkt und ohne Umschweife in das Geschehen zurück und ließ mich in den wundervollen, sowie lebhaften Schreibstil der Autor fallen. Erneut konnte ich tief in die Welt eintauchen und das Lesen genießen. Ich liebe die humorvollen und wortgewandten Dialoge der Autorin. Hierin liegen definitiv ihre Stärken.


    Band 2 schließ direkt an Band 1 und offenbart, ob der schreckliche Verdacht wahr ist oder nicht. Danach geht es etwas ruhiger, dennoch passend weiter. Das Einzige, was mich hier ein wenig gestört hat, waren die Zickereien. Abgesehen davon fand ich die Suche nach dem Verräter und den Absorbierern absolut spannend, obwohl man Hope etwas mehr einbinden hätte können. Trotzdem fand ich die Entscheidung und die damit verbundene Handlung sehr gut und stellenweise sehr emotional. Meine Augen klebten an den Seilen. Ich konnte in gefühlvolle Szenen eintauchen und erlebte, wie alle ihr Bestes gaben. Hope hatte mehrmals das Glück auf ihrer Seite und machte wichtige Entdeckungen, die zu entscheidenden Szenen führten. Ich wunde eins mit der Handlung und stand an der Seite von Hope. Noch immer stelle ich sie mir allerdings jünger vor, als sie in der Geschichte ist.


    Absehen von kleineren Ungereimtheiten hat mir das Buch in vollem Umfang gefallen. Man hätte ein wenig auf minimale Logiklücken schauen können. Meinen Lesefluss und meinen Spaß an der Geschichte haben diese Sachen nicht gemindert. Im Gegenteil – ich verschlang die Buchseiten und folg durch die Kapitel. Schöne Nebenhandlungen waren zudem die von Gwen und Anne, Ezra, Oliver und natürlich der ehemaligen Skizze Rachel. Ich konnte vom Setting, dem Plot, der Storyline und allem darin stundenlang schwärmen.


    In diesem Band wurden einige wichtige Geheimnisse aufgedeckt und es wurde für Hope mehrmals lebensgefährlich. Ich kann gar nicht sagen, bei welcher Szene ich am meisten mitgefiebert habe. Nach dem Überstehen dieser Kapitel war ich sehr erleichtert. Ein paar Vermutungen haben sich bestätigt, andere Dinge haben mich überrascht. Gegen Ende gab es sehr emotionale, freundschaftliche Szenen, die beinahe mit einem Schock endeten! Oh, was hatte ich für eine Angst! Der Epilog ist absolut gemein. Ich sehne das Erscheinen des dritten Bandes herbei!


    Mein Fazit:
    Der Autorin Mary E. Garner ist es auch mit dem zweiten Band gelungen, mich erneut vollkommen zu verzaubern und in ihre Buchwelten zu ziehen. Dabei hatte ich viel Lesespaß und fieberte mit. Actionreiche Szenen wechselten sich mit liebevollen und schönen, sowie freundschaftlichen Szenen ab. Es gab kleinere Ungereimtheiten, die mir zwar auffielen, mich jedoch überhaupt nicht beeinflussten. Der Lesefluss war stehts vorhanden und ich flog geradezu durch die Kapitel. Vermutungen bestätigten sich, Geheimnisse werden offenbart, Gefahren werden getrotzt und Überraschungen aufgedeckt. Nach einem sehr gemeinen Cliffhanger freue ich mich jetzt schon auf den letzten Band der Trilogie.


    Ich vergebe 5 von 5 möglichen Sternen!


    Das Buch wurde mir im Rahmen einer Leserunde zur Verfügung gestellt. Meine Meinung wurde dadurch nicht beeinflusst!

  • Magische Buchwelt geht in die zweite Runde


    Im zweiten Teil der Reihe um das "Buch der gelöschten Wörter" steht erneut Hope Turner, Anfang vierzig und eher einsam, im Mittelpunkt der Handlung.
    Das wirklich wunderschöne Cover hat durch die Ähnlichkeit zum ersten Band natürlich einen hohen Wiedererkennungswert.

    Man kann das Buch unabhängig von Teil 1 lesen, weil alles, was wichtig für die Handlung ist, hier nochmals erklärt wird. Es macht aber eigentlich keinen Sinn. Es würde ja auch niemand einfach Band 2 von Harry Potter oder Herr der Ringe lesen ohne den ersten Band zu kennen. Da die Bände relativ kurz hintereinander erschienen sind, hätten die Erklärungen vielleicht noch knapper ausfallen können.

    Hope Turner arbeitet nun quasi Vollzeit für den Bund, der ihr Talent als Verwandlerin entdeckt hat. Sie reinigt in der Zentrale des Bundes regelmäßig das Buch der gelöschten Wörter und hält sich immer öfter und länger in der Bücherwelt auf. So wird verhindert, dass die gelöschten Wörter, die in böser Absicht geschrieben wurden, Wirklichkeit werden.
    Der Wanderer Rufus Walker hilft ihr von einer Welt in die andere, bleibt aber sonst eher ruppig und einsilbig. Sein charmanter Bruder Kenan, ebenfalls ein Wanderer, sorgt bei Hope regelmäßig für Herzklopfen.
    Erklärtes Ziel aller ist die Jagd auf den Chef der Absorbieren, die die gelöschten Wörter für ihre bösen Zwecke verwenden, und des Verräters aus den eigenen Reihen. Dabei werden wieder zahlreiche Bücher besucht und liebgewonnene literarische Figuren bevölkern die Handlung.
    Einige Fragen aus dem ersten Band werden beantwortet und neue aufgeworfen. Es gibt neue Figuren, die in die Handlung eingeführt werden. Einige der bereits bekannten Charaktere überraschen mit Einblicken in die Vergangenheit und ihrer Verbindung zum Bund. Die Gefahr durch die Absorbierer bedroht nun auch die Echtwelt und die Buchfiguren und realen Personen müssen gemeinsam versuchen, die Katastrophe zu verhindern.


    Die Autorin hat einen flüssigen Schreibstil. Man kann große Abschnitte in einem Rutsch lesen und fühlt sich gut unterhalten. Es gibt einige spannende und lustige Momente, aber insgesamt konnte mich dieser Band nicht voll überzeugen.

    Der ganze Kosmos von Buch- und Echtwelt ist wirklich sehr spannend und interessant. Die Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, literarische Figuren mit anderen Charakteren interagieren zu lassen und in andere Buchsettings eintauchen zu lassen, ist nach wie vor eine ganz tolle Idee. Leider wird diese für meinen Geschmack nicht stark genug genutzt. Es werden zudem viele Seiten aufgewandt, ohne dass die Handlung wirklich weitergeht. Irgendwie drehen sich immer alle im Kreis. Leider wirkt Hope auch nicht immer wie eine Frau Anfang vierzig. Ihre Handlungen und Reaktionen waren oft nicht nachvollziehbar. Zudem gab es einige Logiklöcher.

    Insgesamt hätte ich mir eher ein dickes Buch oder nur zwei Teile anstatt einer Trilogie gewünscht, denn die Handlung war bisher schon arg gestreckt. Auch hätte ich die Reihe eher in Richtung Jugendbuch angesiedelt. Es hätte eigentlich nur das Alter der Protagonistin und ihrer potentiellen und tatsächlichen Verehrer verändert werden müssen.

    Ich habe das Buch sehr schnell gelesen und werde auch den dritten Teil lesen, um die Reihe abzuschließen, überzeugt hat mich dieser Band aber nicht.
    Daher vergebe ich drei Sterne.

  • Endlich hat das Warten ein Ende. Wieder lädt Mary E. Garner ihre LeserInnen ein, mit dem zweiten Band "Zwischen den Seiten" aus der Reihe "Das Buch der gelöschten Bücher" das Portal in die magische Buchwelt zu durchschreiten und tief in die Welt seiner Lieblingsbücher einzutauchen. Hierbei bauen alle Bände dieser Trilogie aufeinander auf, so dass es zwingend notwendig ist, sie in der chronologischen Reihenfolge zu lesen, um das Geschehen verstehen und einordnen zu können.

    Im Mittelpunkt steht Hope Turner. Die Welt der Londonerin steht Kopf, seit sie mit Hilfe des grimmigen Rufus Walker in die Welt ihrer Lieblingsbücher reisen kann! Doch auch Hope besitzt ein rares Talent: Sie kann das Buch der gelöschten Wörter, in dem sich alle jemals gelöschten hasserfüllten Textfragmente sammeln, von den negativen Energien bereinigen. Geschieht dies nicht und quillt das Buch über, können die Wörter reale Katastrophen auslösen. Doch eine finstere Macht hat es auf das Buch abgesehen ...

    Wieder war ich von dem ausgefallenen Cover fasziniert, das jeden Betrachter gefangennimmt. Zentrale Motive des ersten Bandes werden aufgegriffen, andere hingegen variiert. Man schaut auf kostbare antiquarische Bücher, die in altes vergilbtes Leder eingebunden sind. Richtige Schätze, wie man sie normalerweise nur in einer altehrwürdigen Bibliothek findet. Zentral positioniert, ist die Silhouette einer grazilen Frauengestalt zu erkennen, die aus sich heraus in einem goldenen Licht zu strahlen scheint. Sie wirkt sehr konzentriert und ist ganz in ihre Lektüre vertieft. An ihrer Seite steht eine kräftig gebaute männliche Figur, die gleichfalls in einem warmen goldenen Ton schimmert. Um ihren Kopf scheint eine winzige Kugel zu schweben, die man mit Tinkerbell, der fliegenden kleinen Fee aus "Peter Pan", gleichsetzen könnte. In der Ferne schimmern die spitzen Türme von Schlössern, und das kühle Blau des Himmels sorgt für eine geheimnisvolle Atmosphäre. Also werden wir in eine ferne Märchenwelt geführt, die wir uns immer in unserer Phantasie erträumt haben.

    Das Setting ist perfekt gewählt. Die Handlung spielt in England, genauer gesagt: in London. Das Geschehen wird aus der Ich-Perspektive von Hope Turner erzählt, einer humorvollen sympathischen alleinstehenden Frau, die ihre besondere magische Begabung entdeckt und in den Dienst des Bundes gestellt hat. Die Welt der Bücher ist sehr komplex, sie hat helle, aber auch dunkle Seiten, wie Hope in den vergangenen Wochen erfahren hat. Zwischen den Seiten sind viele Geheimnisse verborgen, und sie ist auserwählt worden, eine schwierige Aufgabe zu übernehmen, an der viele vor ihr gescheitert sind. Es ist der klassische Kampf des Guten gegen das Böse, das ihr in Form von gelöschten Wörtern entgegentritt.

    Mary E. Garner ist eine packende Fortsetzung der Trilogie gelungen, die mich in Atem gehalten hat. Während die einzelnen Protagonisten in dem ersten Band mit einem Federstrich entworfen wurden, erhalten sie in diesem zweiten Band viel Raum für ihre persönliche Entwicklung zwischen den Seiten. Vor allem die Beziehungen der Charaktere untereinander spielen eine entscheidende Rolle. Durch einen falschen Verdacht wird das gute Einvernehmen zwischen Hope und ihren neuen Freunden aus der Bücherwelt empfindlich gestört, und sie benötigen etwas Zeit, bis sie ihre Differenzen beheben und sich wieder mit vereinten Kräften auf die Suche nach dem gemeinsamen Feind Quan Surt konzentrieren können, der klug agiert, über ein großes Netzwerk verfügt und sie nach allen Regeln der Kunst auszutricksen scheint. Die Leser erwartet ein wahres Wechselbad der Gefühle. Action, Drama, Freundschaft, Liebe, Verrat, Tod... es fehlt an nichts...

    Nun heißt es, die Tage im Kalender zu zählen, bis der dritte und letzte Teil dieser phantastischen Trilogie erscheinen wird. In der Zwischenzeit träumen wir uns in die zauberhafte Buchwelt zurück.. It's magic!

  • Nachdem ich den ersten Teil geradezu verschlungen hatte, war ich nun natürlich neugierig wie die Geschichte weitergehen mag. Der Cliff-Hanger vom ersten Band wird zügig aufgelöst und die Geschichte geht spannend und interessant weiter! Das Geschehen wird von Hope erzählt und man kann sich gut in ihre Gefühls- und Gedankenwelt hineinversetzen. Auch der Schreibstil ist erneut sehr packend und lässt einen von himmelhoch jauchzend bis total betrübt alles empfinden. Die Autorin weiß perfekt wie man gute Spannungsbögen aufbaut und die Geschichte hat einfach alles was ein gutes Buch braucht: Liebe, Freundschaft, Spannung, ein Tick Abenteuer und ganz viel Fantasie. Man ist gezwungen sich selbst Theorien aufzubauen, nur um diese dann wieder frustriert zu verwerfen - man rätselt und fiebert als Leser mit den Figuren!

    Das Einzige was mir noch gefehlt hat war ein bisschen mehr Tiefgang. Der Cliffhanger wurde schnell aufgelöst, aber das führte dazu das der erste Teil des Buches etwas vor sich hin plätscherte. Genauso wie die Charaktere. Ich hätte mir ein bisschen mehr Tiefgang und mehr Einblicke in die Charaktere von Hope und Rufus gewünscht, irgendwie blieb hier im zweiten Band eine charakterliche Entwicklung auf der Strecke. Aber alles in allem kann ich diesen zweiten Teil wärmstens weiterempfehlen! Ich bin gespannt auf den dritten Teil!

  • Der zweite Teil der Reihe ist mindestens genauso spannend wie der 1. Und auch dieser Teil endet mit einem fiesen Cliffhanger.

    Das Cover passt sehr gut zum ersten Teil der Reihe, die Kapitellänge sowie Schreibstil sind sehr angenehm und lassen einen federleicht Seite für Seite umblättern. Die Handlung knüpft nahtlos an den ersten Band an. Sehr gut gefallen hat mir, dass nicht so viel aus dem ersten Band wiederholt wurde. Nach dem Cliffhanger aus dem ersten Band nimmt die Handlung langsam wieder Fahrt auf und wird immer spannender. Sehr menschlich fand ich, dass Hope auch Fehler macht und nicht die perfekte Superverwandlerin ist. Genervt hat mich hingegen, dass sie dann ein weiteres Mal kopflos sich in das Abenteuer stürzt, da habe ich mir mehr Weisheißt von Hope gewünscht. Zur Handlung selbst möchte ich eigentlich nicht sehr viel verraten, aber es bleibt super spannend. Die wiederkehrenden Erinnerungen von Vivien sind sehr faszinierend und man möchte unbedingt mehr erfahren. Die Buchfiguren, v.a. Gwen und Lance sind so liebevoll, am Ende habe ich aber dennoch einen riesigen Schrecken bekommen! Zu Rufus und Kenan kann ich immer noch nicht so viel sagen. Dafür, dass sie neben Hope beide eine zentrale Rolle im Buch einnehmen sind sie immer noch recht blass. Ich kann beide Charaktere kaum einschätzen und das finde ich nach 2 von 3 Bänden etwas schade. Insgesamt ist das Buch aber sehr spannend und die erschaffene Buchwelt einfach ein Traum.

    Ich vergebe gute 4 Sterne und freue mich sehr auf den Abschlussband.

    :study: Emma C. Moore - Zuckergussgeschichten

    :study: Detektiv Conan


    2020 - SUB: 252

    2020 - 90 Bücher gelesen


    2019 - 90 Bücher gelesen

    2018 - 70 Bücher gelesen

    2017 - 55 Bücher gelesen

  • Regt zum Rätseln und Mitfiebern an!



    Klappentext


    „Die Welt der Londonerin Hope Turner steht Kopf, seit sie mit Hilfe des grimmigen Rufus Walker in die Welt ihrer Lieblingsbücher reisen kann! Doch auch Hope besitzt ein rares Talent: Sie kann das Buch der gelöschten Wörter, in dem sich alle jemals gelöschten hasserfüllten Textfragmente sammeln, von den negativen Energien bereinigen. Geschieht dies nicht und quillt das Buch über, können die Wörter reale Katastrophen auslösen. Doch eine finstere Macht hat es auf das Buch abgesehen ...“



    Gestaltung


    Mir gefällt das Covermotiv richtig gut, was nicht nur an den ganzen Bücherrücken liegt, die man sieht, sondern an der Stimmigkeit der ganzen Szenerie. Die Bücher passen toll zum Buchtitel und –inhalt. Auch gefällt mir, dass sie schön in die Auslassung des blumig-verrankten Rahmens passen und diesen schön ergänzen. Die Schattenfiguren, die auf den Büchern stehen, geben auch schon erste Hinweise auf die Geschichte und die Skyline im Hintergrund verleiht dem Motiv das gewisse Etwas.



    Meine Meinung


    Bücher in denen andere Bücher vorkommen oder noch besser, in denen man in andere Buchwelten abtauchen kann, finde ich immer super und die Reihe „Das Buch der gelöschten Wörter“ ist eine solche Reihe. Den ersten Band fand ich schon toll und in „Zwischen den Seiten“ geht nun das Abenteuer von Protagonistin Hope weiter. Hopes Gabe, die negativen Energien des Buches der gelöschten Wörter zu bereinigen, ist sehr hilfreich für die Buchwelt. Doch jemand hat es auf das Buch abgesehen, denn werden die gelöschten Textpassagen nicht gereinigt, können sie Katastrophen auslösen.



    Ich bin richtig gut in die Geschichte reingekommen, was nicht nur daran lag, dass ich erst kürzlich den ersten Band gelesen hatte. Gut fand ich für den Einstieg, dass es Rückblenden bzw. Erwähnungen des bisherigen Geschehens gab, denn so findet man sich einfach besser zurecht. Auch mochte ich den rasanten/temporeichen Einstieg, der nicht lange lamentiert und wiederholt was bisher war! So ist man direkt drin in der Handlung, hat kurze Rückblenden für die Auffrischung der Erinnerung und kann wieder ganz eintauchen.



    Toll fand ich, dass es in diesem Band selbstverständlich ein Wiedersehen mit den altbekannten Figuren wie Hope oder Rufus gibt, aber auch neue kommen hinzu. Ich mochte beispielsweise Oliver besonders gerne, aber generell ist bei vielen der Charaktere nicht klar, ob sie wirklich das sind, was sie zu sein scheinen. So habe ich selbst bei Figuren, die ich gerne mochte, stets Zweifel im Hinterkopf gehabt, ob ich ihnen trauen kann. Die Autorin Mary E. Garner versteht sich vorzüglich darauf beim Leser bei so gut wie jeder Figur ein solches Gefühl auszulösen und ich muss sagen, dass mir dies großen Spaß gemacht hat, denn so habe ich viel hinterfragt und sehr aufmerksam gelesen.



    Sowieso schafft die Autorin es im Handlungsverlauf viele neue Fragen aufzuwerfen und den Leser zum Spekulieren anzuregen. Ich liebe es zu rätseln und in „Zwischen den Seiten“ gab es wirklich viel zum Grübeln und Detektiv spielen! Es gibt immer wieder Spuren und Hinweise, wodurch ich meine Theorien oft auch verwarf und neue entwickelte. Gleichzeitig lockte mich die Autorin aber auch mal auf den falschen Weg. Dadurch wurde ich meiner Vermutungen nämlich unsicher und war noch gespannter und aufgeregter wie es weitergeht! Das ist so unglaublich gut gemacht und total aufregend!



    Aufregend ist auch das passende Stichwort für den Großteil der Handlung, denn es geht wirklich rasant zu. Entweder gibt es neue Entdeckungen oder aber brenzlige Gefahren oder schockierende Momente, die bei mir ein Gefühlschaos auslösten (Stichwort: Hope und Rufus). Gerade das letzte Drittel konnte mich mitreißen, sodass ich hier die Geschichte in einem Rutsch lesen musste, weil so viel passiert ist, mit dem ich nicht gerechnet habe oder das mich völlig aus den Latschen haute. Das Ende lässt mich mit ein paar Antworten zurück, aber mit genügend Fragen, die mich wünschen lassen, dass ich jetzt schon den dritten und letzten Band in den Händen halten könnte.



    Fazit


    In meinen Augen ist „Das Buch der gelöschten Wörter“ die perfekte Reihe für alle Buchliebhaber! Es gibt einen wunderschönen Weltentwurf, in den eine spannende und aufregende Handlung eingebettet ist. Besonders den Rätselfaktor liebe ich an dieser Geschichte so, denn „Zwischen den Seiten“ regt nicht nur dazu an, bei jeder Figur die Motive zu hinterfragen, sondern auch die wildesten Theorien aufzustellen, wie die Geschichte weitergehen könnte. Dabei gibt es aber auch einige Überraschungen, mit denen ich zumindest nicht rechnete!


    5 von 5 Sternen!



    Reihen-Infos


    1. Das Buch der gelöschten Wörter – Der erste Federstrich


    2. Das Buch der gelöschten Wörter – Zwischen den Seiten


    3. Das Buch der gelöschten Wörter – Die letzten Zeilen (erscheint am 28.08.2020)

  • Hope Turner ist in heller Aufregung, sie weiß nun, was mit ihrer Mutter los ist, zudem scheint diese gerade in schlimmer Gefahr zu sein. Auch die Buchwelt ist immer noch nicht sicher. Man kennt zwar jetzt einen Namen – Quan Surt – weiß aber immer noch nicht, wer er ist – bis Hope ihm auf die Spur kommt, aber damit ist noch lange nicht die Gefahr gebannt, im Gegenteil.


    Der zweite Band der Trilogie setzt direkt an Band 1 an, der mit einem fiesen Cliffhanger endete. Dieser wird dadurch auch sehr schnell aufgeklärt. Dass diese Aufklärung der Beziehung Hopes zu ihrem Wanderer Rufus Walker beeinträchtigt, kann man sich vielleicht denken, und so erhält Hope sehr schnell einen anderen Mann an ihrer Seite: Oliver Walker, dessen Verwandlerin gerade verstorben ist. Er ist ein fröhlicher und liebenswerter Mann, also ganz anders als Rufus. Auch sonst wird es die eine oder andere Veränderung geben, aber da will ich noch gar nichts verraten. Auch die o. g. Veränderung ist im Übrigen nur ein sehr kleiner Spoiler, der überhaupt nichts über die Auflösung des Cliffhangers verrät …


    Was soll ich sagen, wie schon in Band 2 gefällt mir die Idee hinter der Geschichte sehr gut. Welcher Leser würde nicht gerne einmal in seine geliebten Buchwelten reisen und die Charaktere dort persönlich kennen lernen (wobei ich bei manchen auch darauf verzichten könnte …). Und – leider – macht mir nach wie vor die Ausarbeitung nicht so viel Freude wie erwartet. Das liegt zum Teil ausgerechnet an der Protagonistin. Hope soll eine gestandene Frau von 42 Jahren sein (endlich mal kein Teenager oder jemand in den frühen Zwanzigern, sollte man denken), aber sie verhält sich leider nicht so. Dann wird sie als klug und besonders charakterisiert, aber ihre Klugheit merke ich nicht, im Gegenteil, sie macht einen Fehler nach dem anderen und viele ihrer Handlungen kann man kaum nachvollziehen. Wenn sie Entdeckungen macht, dann meist aus Zufall oder weil sie eben so unlogisch und unrealistisch handelt, wie sie es tut. Und genau das ist der zweite Knackpunkt, so vieles ist unlogisch und unrealistisch. Auch Fantasy-Romane sollten sich an ihre innere Logik halten. Man schüttelt also ständig den Kopf …


    Die anderen Charaktere sind zum Teil auch zu überzogen dargestellt. Trotzdem mag ich einige davon sehr, Rufus, Oliver, Portia Gateway, um nur ein paar zu nennen. Hier im Band trifft man auch endlich auf ein paar der Bösen, in dem Moment auch wissend, dass sie die Bösen sind. Aber auch hier ist manches nicht wirklich glaubhaft dargestellt, zum Beispiel die Motivation eines derjenigen, die in der „echten“ Welt die Absorbierer, also die Gruppe, die diese Welt zerstören möchte, unterstützen.


    Es gibt viele Fragen, und die könnten oft schon längst beantwortet worden sein, wenn nicht immer darum herumgetanzt würde, da wird z. B. Offensichtliches nicht thematisiert, und das immer wieder, und das nervt ganz schön, zumindest mich als Leserin.


    Leider hat dieser Band recht viele Längen, was bei mir immer wieder Langeweile-Momente auslöste. Die besuchten Buchwelten könnten dafür ausführlicher erzählt werden.


    Warum lese ich diese Trilogie trotzdem? Ich will einfach wissen, wie es weitergeht, wie es ausgeht. Und damit hat die Geschichte doch einen wichtigen Zweck erfüllt: Sie hat mich neugierig gemacht. Also werde ich auch den Abschlussband lesen, auch wenn ich mich dann wieder über manches ärgern werde. Ich hoffe, dass zumindest kein Happy End in Form von ewiger Liebe kommen wird! Hope soll erst einmal erwachsen werden.


    Der zweite Band bringt die Geschichte zwar voran, hat mich aber eher weniger als Band 1 überzeugt. Die Idee der Geschichte ist immer noch gut, aber es hapert immer noch an der Ausführung, sowie an der Protagonistin. Dennoch will ich wissen, wie es weiter- bzw. ausgeht, denn ich bin auch neugierig gemacht worden. Mehr als 3 Sterne kann ich hier aber leider nicht vergeben. Man sollte übrigens unbedingt Band 1 kennen, bevor man Band 2 liest!

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