Kate Morton - Die Tochter des Uhrmachers/ The Clockmaker’s Daughter

  • Kurzmeinung

    Teufelsweib
    Interessanter Aufbau und nicht vorhersehbares Ende, nur leider blieben viel zu viele Fragen der Nebenhandlungen offen.
  • Kurzmeinung

    Hiyanha
    Abgebrochen bei 51% . Eine völlig abstruse, hahnebüchene und dabei trotzdem gähnend langweilige Geschichte.

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  • Inhaltsangabe:


    London 2017: Elodie Winslow arbeitet als Archivarin und findet eine sehr alte Tasche mit einem Foto und einem Skizzenbuch von Edward Radcliffe. Radcliffe war seinerzeit ein gefragter Maler und ihm stand eine vielversprechende Karriere bevor. Doch eine Tragödie in seinem Landhaus Birchwood Manor hat Radcliffe sein Talent verlieren lassen.


    Elodie selbst ist jedoch auch nicht so ganz sicher, was ihr Leben betrifft. Die Hochzeitsvorbereitungen kommen nicht gut voran und über allem, was sie tut, steht ihre verstorbene Mutter Lauren Adler, eine hoch gefeierte Cellistin, die plötzlich bei einem Unfall verstarb, als Elodie noch ganz klein war.


    Elodie macht sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Tasche und trifft dabei den Detektiv Jack im Haus Birchwood Manor, der den Auftrag hat, etwas Wertvolles zu finden. Dabei begleitet ihn eine Seele, die bereits seit 150 Jahren in dem Haus festsitzt.


    Mein Fazit:


    Wo fange ich an mit meiner Rezie? Was kann ich verraten, ohne zu spoilern?


    Das wirklich positive an dem Buch ist die ausgeklügelte Geschichte. Es gibt viele kleinere Geschichten in einer großen, die sehr geschickt miteinander verknüpft sind. Wie ein roter Faden erscheint dabei das Haus Birchwood Manor, welches auch der Ort der Tragödie ist, was sich im Sommer 1962 ereignete und viele Menschen im Verlaufe von Jahrzehnten beschäftigte – mehr oder weniger. Als Leserin hatte ich eine Ahnung, doch letztendlich war es ganz anders als vermutet. Die Geschichten sind also nur bis zu einem gewissen Grad vorhersehbar!


    Aber diese vielen kleinen Geschichten, die durchaus ihre Daseinsberechtigung haben, sind unglücklich im Buch platziert worden. Zwar werden bei Ort- und Zeitwechsel die richtige Jahreszahl und Ort angegeben, aber manchmal war es viel zu früh. Da fühlte ich mich gerade in der Geschichte wohl und machte mir Gedanken, was da passiert sein könnte, so wurde ich auch schon wieder herausgerissen. Der Stil ist soweit okay gewesen, aber ein bisschen mehr Chronologie hätte dem Buch gut getan, zumindest empfinde ich es so.


    Dementsprechend war es für mich manchmal schwierig zu lesen. Oft genug kam ich nur ein paar Seiten voran, ehe ich ermüdet von den Ereignissen und vielen Personen, die irgendwie eine Rolle spielten, das Buch zur Seite legte. Erst am Wochenende, wo ich mehr Zeit hatte, konnte ich mich richtig reinknien.


    Es ist also definitiv kein Buch für nebenbei, man sollte sich darauf schon konzentrieren, denn es tauchen sehr viele Personen auf, die oberflächlich eine Nebenrolle spielen, aber doch wertvoll sind für die Gesamtbetrachtung der Geschichte. Es werden verschiedene Epochen beschrieben – mit dem viktorianischen London, dem zweiten Weltkrieg und dem modernen England und die Erzählweise ist durchaus lebendig und atmosphärisch. Auch die Figuren konnte ich mir gut vorstellen.


    Dennoch kann ich nur drei Sterne vergeben und das finde ich in Anbetracht der tollen Geschichte sehr schade.

  • Die deutsche Ausgabe sieht sooo schön aus :drunken: Mag ich richtig gerne. Doch die Bewertungen laden nicht grad zum Lesen ein. Beim Amazon sind die Bewertungen auch eher negativ. Schade, bei dem schonen Cover. Danke für die Rezension ElkeK :winken:

    2022: Bücher: 119/Seiten: 50 811
    2021: Bücher: 205/Seiten: 93 417
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    „Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz“

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Napolitano, Ann - Der Morgen davor und das Leben danach

  • Letzten Herbst habe ich etwa 100 Seiten des Buches gelesen. Leider hatte ich mir mehr erhofft. Es brauchte ewig bis ich in der Geschichte drin war und eigentlich war ich nach so vielen Seiten noch immer nicht im Buch angekommen. Es plättscherte vor sich hin und es passierte zum einen so gut wie nichts. Es waren so viele Figuren, viel zu viele. Die Funktion einzelner Figuren war bei einigen nicht ersichtlich und es machte den Eindruck die Geschichte damit nur noch weiter aufzupusten. Außerdem wechselte die Szenerie viel zu schnell zwischen Gegenwart und Vergangenheit hin und her.

    Das war für mich leider keine runde und gute Lektüre, deswegen habe ich es abgebrochen.

  • Ich quäle mich auch gerade mit diesem Buch und grüble über einen Abbruch nach.


    Die Geschichten sind nicht nur extrem verschachtelt, sondern teilweise auch hahnebüchen bescheuert (sorry, mir fällt da echt kein anderer Ausdruck für ein). :-#

    Das bisher beste Beispiel dafür findet sich direkt am Anfang, wo...


    Und das ist leider nicht das einzige Negativbeispiel.


    Dieses Buch steuert darauf zu, auf den letzten paar Metern noch meine größte Enttäuschung des Jahres zu werden. :thumbdown:

    Ich hatte mir so viel davon versprochen, weil ich die bisherigen Bücher der Autorin wirklich toll fand. :(

    Aber bei diesem Buch hat sie wohl zu viel am Esoterik-Kräutlein genuckelt.

  • Hiyanha : Was du da im Spoiler geschrieben hast, geht ja in einem Roman gar nicht[-(. Sowas kann ein Kinderbuchautor machen oder vielleicht auch noch jemand der eine Fantasygeschichte schreibt, aber doch nicht in diesem Zusammenhang. Ich überlege gerade ernsthaft, ob ich das Buch von meinem SuB schmeißen soll.

    Vielen Dank für deine Warnung!:friends:Schade um deine Lesezeit, aber manchmal erwischt es einen doch mit so einem Flop.:-? :friends:Bin gepannt, ob du noch was positives berichten kannst.

    Wir brauchen Geschichten.
    Wer möchte denn nur ein Leben führen, wenn er das von vielen besuchen kann?
    Sabrina Qunaj - Das Blut der Rebellin

  • Das ist ja leider noch nicht alles, Rapunzel .


    Die eigentliche Hauptfigur dieses Buches - also, die Tochter des Uhrmachers ist nämlich...


    Ich hab's übrigens aufgegeben.

    Bei 51% habe ich das Handtuch geworfen. :ergeben:

  • Komplexer, aber auch verwirrender als die bisherigen Kate Morton-Bücher


    Wie bei den Romanen von Kate Morton entdeckt auch hier eine Protagonistin aus der Jetzt-Zeit hinweise auf ein Familien-Mysterium im 19. Jahrhundert. Es ist verbunden mit dem Nachlass von James Stratton sowie dem Haus Birchwood Mannor, das ihr seltsam vertraut vorkommt.


    Ich habe mir das Buch gekauft, weil ich ein großer Fan von Kate Morton bin. Ihre Romane fand ich bisher immer sehr spannend und gut geschrieben. Auch wenn sie vom Ansatz her immer sehr ähnlich waren. Daher war ich erst einmal positiv überrascht, dass in diesem Buch die Handlung nicht nur in zwei Zeiten und aus zwei Perspektiven berichtet wurde, sondern in mehreren Zeiten spielt. Die Protagonistin, die die Handlung aus der Neuzeit heraus bildet, war mir leider etwas unsympathisch, aber ich finde, Kate Morton (und Dank an die super tolle Übersetzerin) schreibt so gut, dass ich die ersten Seiten verschlungen habe. An den häufigen Zeitenwechsel war ich von früheren Büchern der Autorin ja schon gewöhnt und es machte mir nichts aus, hier in mehrere Zeitabschnitte zu springen. Im Gegenteil, dies machte die Geschichte für mich noch einmal besonders. Das Buch ein paar Tage wegzulegen, erschwerte allerdings den Wiedereinstieg - am Stück lesen wäre auf jeden Fall empfehlenswert.


    Allerdings muss ich ebenfalls sagen, dass die Anzahl der Handlungen mir gegen Ende auch zu viel wurde. Immer wieder werden neue Handlungsstränge aufgegriffen und man fragt sich, wie diese Protagonisten am Ende alle zusammenkommen. Leider lösen sich nicht alle der aufgeworfenen Fragen am Ende, was dann meine ursprünglich angedachte Bewertung von fünf Sternen auch auf drei reduziert hat. Schade um den aus meiner Sicht sehr guten ersten Teil des Buches.


    Mein Fazit :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Also, ich fand das Buch toll. Bin ganz schockiert, dass es hier so schlecht abschneidet. Mir sind auch keine "losen" Handlungsstränge aufgefallen, die nicht aufgeklärt wurden. Würd mich interresieren, welche Ihr meint :wink:

    :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:

    "Die Stille stellt keine Fragen, aber sie kann uns auf alles eine Antwort geben." (Ernst Ferstl)

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