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Chris Carter - Blutrausch / Gallery of the Dead

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Blutrausch - Er muss töten

4.3|31)

Verlag: Ullstein Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 416

ISBN: 9783548289533

Termin: September 2018

  • Kurzbeschreibung (Quelle: amazon)
    `Thirty-seven years in the force, and if I was allowed to choose just one thing to erase from my mind, what's inside that room would be it.' That's what a LAPD Lieutenant tells Detectives Hunter and Garcia of the Ultra Violent Crimes Unit as they arrive at one of the most shocking crime scenes they have ever attended. In a completely unexpected turn of events, the detectives find themselves joining forces with the FBI to track down a serial killer whose hunting ground sees no borders; a psychopath who loves what he does because to him murder is much more than just killing - it's an art form. Welcome to The Gallery of the Dead.


    Autor (Quelle: amazon)
    Chris Carter, geboren 1965, studierte in Michigan forensische Psychologie und beriet viele Jahre die Staatsanwaltschaft. Dann zog er nach Los Angeles, dem Schauplatz seiner Thriller-Serie um Detective Robert Hunter.


    Allgemeines
    Neunter Band der Reihe um Robert Hunter und Carlos Garcia
    Erschienen am 8. Februar 2018 bei Simon und Schuster als gebundene Ausgabe mit 512 Seiten
    104 Kapitel – Danksagung – Autoreninfo
    Erzählung in der dritten Person aus wechselnden Perspektiven
    Handlungsort und -zeit: (Größtenteils) Los Angeles, in der Gegenwart


    Zum Inhalt
    In ihrem neunten Fall, der auch ohne „Vorwissen“ aus den vorherigen Bänden gut gelesen werden kann, werden Hunter und Garcia von der UVC (Ultra Violent Crime Unit) an den Ort eines besonders schockierenden Verbrechens gerufen. Die Leiche von Linda Parker, einem erfolgreichen 24-jährigen Model, wird fast vollständig gehäutet und ohne Hände und Füße aufgefunden. Die Tote scheint in ihrem Schlafzimmer auf eine bestimmte Art „arrangiert“ worden zu sein und ihr wurde eine lateinische Botschaft in einen verbliebenen Abschnitt ihrer Rückenhaut geritzt. Die Umstände lassen den Schluss zu, dass der Täter sich als eine Art Künstler versteht – und er scheint nicht zum ersten Mal gemordet zu haben, denn auch in anderen Städten der USA gab es Mordopfer mit lateinischen Hinweisen auf dem Rücken. (Die lateinischen Inschriften irritieren allerdings teilweise durch fehlerhafte Grammatik, was jedoch vielen Lesern nicht auffallen dürfte. :wink: ) Aufgrund des ähnlichen Modus Operandi bei allen Morden kommt es zu einer Zusammenarbeit mit Beamten des FBI.
    Eine besondere Schwierigkeit besteht darin, einen gemeinsamen Nenner zwischen den Mordopfern zu finden, denn bei diesen handelt es sich um Menschen, die sich hinsichtlich ihres Alters, ihres Geschlechts und ihrer ethnischen Zugehörigkeit unterscheiden.


    Beurteilung
    Hunter und Garcia jagen keinen irren, triebgesteuerten Serienkiller, sondern einen „Mann“ – als solcher wird er in den aus seiner Perspektive beschriebenen Kapiteln bezeichnet – der planvoll und intelligent vorgeht und dem es offenbar nicht um die größtmögliche Grausamkeit geht, denn die Mordopfer werden erst nach einem relativ friedlichen Tod verstümmelt. Dieses sehr kontrollierte Vorgehen erschwert es den Ermittlern, ein Motiv für die abscheulichen Taten zu erkennen.
    Chris Carter erzählt die Handlung seines Thrillers in 104 relativ kurzen Kapiteln und bringt – wie man es von ihm kennt – an deren Enden Cliffhanger unter, die zum schnellen Weiterlesen verführen. Die Erzählperspektive wechselt häufig, sowohl zwischen Hunter & Garcia und den FBI-Beamten als auch zwischen den Ermittlern und dem Täter, den man beim Ködern eines neuen Opfers beobachtet. Das Opfer wird dabei dem Leser als Mensch so nahegebracht, dass unweigerlich Empathie geweckt wird.
    Der ganze Roman ist von einer Spannung geprägt, die zum Schluss hin geradezu nervenzerfetzend ist.
    Die Motivation des Täters wird aufgeklärt, wirkt aber in diesem Fall leider weniger nachvollziehbar als die im sehr starken Vorgängerband „Death Call“/ „Caller““.
    „Gallery oft he Dead“ endet mit einem weiteren Cliffhanger, der hier aus heiterem Himmel kommt und etwas deplatziert wirkt, offenbar will der Autor im nächsten Band an einen früheren Fall anknüpfen.


    Fazit
    Spannende Unterhaltung, die inhaltlich nicht ganz so überzeugt wie der Vorgängerband!
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Die deutsche Ausgabe kommt am 7. September 2018 auf den Markt. Der deutsche Titel ist komplett verfehlt, da weder von einem "Blutrausch" noch von einem Tötungszwang die Rede sein kann. :(

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Gewohnt grausam und gewalttätig, aber einfach genial!



    In ihrem neunten Fall treffen die Detectives Hunter und Garcia auf einen Killer, der sich der Kunst verschrieben hat und seine Opfer wie in einer Ausstellung darbietet. Auch in Sachen Liebe in Bezug auf Robert gibt es einige Neuigkeiten...


    Endlich mal wieder ein richtig cooles Cover! Die der letzten zwei Bände fand ich nicht so berauschend, sondern etwas langweilig. Da freut es mich umso mehr, wieder eine kleine Augenweide in den Händen zu halten! :)


    Schreibstil und Kapitellänge sind wie bei den acht Teilen zuvor schön knackig! Man rätselt jedes Mal mit den beiden Detectives mit und fiebert regelrecht der Auflösung entgegen. Auch die charakterliche Entwicklung der Hauptpersonen ist gut nachvollziehbar und somit authentisch.

    Chris Carter hat es auch hier wieder einmal geschafft, einen Täter mit völlig neuen Methoden und Motiven zu erfinden; das hat mich schon beim Vorgänger “Death Call“ in Erstaunen versetzt! Ich hoffe, das geht bei den Folgebänden ebenso weiter, das Ende von “Blutrausch“ lässt einen nämlich wie einen Verdurstenden zurück, der noch viel mehr braucht! Nicht im Sinne eines unbefriedigenden Fall-Abschlusses, - dieser ist in der Tat wieder gekonnt umgesetzt - sondern mit einem Verweis, um was es im nächsten Buch wohl gehen könnte. :) Ich hoffe, wir müssen nicht allzu lange auf die Fortsetzung warten. :D


    Ich kann dieses Buch nur empfehlen (es sei denn, man steht nicht auf detailliert beschriebene, brutale Szenen xD), aber würde jedem “Neueinsteiger“ in die Reihe raten, alle Bände in der richtigen Reihenfolge zu lesen, da dies den Lesegenuss maximiert. 5 Sterne! :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Blutrausch - Er muss töten


    Chris Carter



    Der neunte Fall für Hunter und Garcia



    In Los Angeles wird das Model Linda Parker ermordet in ihrem Schlafzimmer aufgefunden. Den Anblick der Leiche werden die eintreffenden Polizisten niemals in ihrem Leben vergessen. Denn Linda Parker wurde nicht nur gehäutet, der Killer hat ihr außerdem Hände und Füße abgetrennt, eine lateinische Botschaft in den Rücken geritzt und das gesamte Schlafzimmer mit ihrem Blut getränkt. Robert Hunter und Carlos Garcia sind auf Morde spezialisiert, bei denen Täter mit extremer Grausamkeit vorgehen und werden deshalb mit den Ermittlungen betraut. Hunters Verdacht, dass es sich bei der präzisen Ausführung, die der Täter an den Tag gelegt hat, nicht um seinen ersten Mord handeln kann, scheint sich zu bestätigen, als sich das FBI einschaltet. Es gibt zunächst keinen Hinweis, nach welchen Kriterien der Killer seine Opfer auswählt. Er sorgt dafür, dass sie nicht leiden müssen und setzt ihre Leichen kunstvoll in Szene. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, als der Täter vom FBI gereizt wird.....


    "Blutrausch - Er muss töten" ist mittlerweile der neunte Fall für Robert Hunter und seinen Partner Carlos Garcia. Da die Fälle in sich abgeschlossen sind, kann man sie durchaus unabhängig voneinander lesen. Wenn man allerdings an der Weiterentwicklung der Charaktere und beruflichen und privaten Nebenhandlungen interessiert ist, empfiehlt sich, wie bei jeder anderen Bücherserie auch, die Einhaltung der Reihenfolge. Dem aktuellen Fall kann man allerdings ohne Vorkenntnisse folgen, da Chris Carter Hintergrundinformation zu den Ermittlern in die Handlung einstreut.


    Der Einstieg in den Thriller gelingt mühelos, da es der Autor wieder einmal hervorragend versteht, das Interesse sofort zu wecken. Ohne langatmiges Vorgeplänkel wird man mitten ins Geschehen geworfen und befindet sich recht früh am blutigen Tatort. Chris Carter beschreibt diese Szenen so intensiv, dass man sich alles lebhaft vorstellen kann. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen also nicht sein. Allerdings ist dieser Band der Reihe nicht ganz so blutig, da der Täter seine Opfer vor ihrem Tod nicht leiden lässt.


    Gemeinsam mit Robert Hunter, Carlos Garcia und dem FBI-Team versucht man dem Killer auf die Spur zu kommen. Das ist allerdings nicht so einfach, da seine Vorgehensweise nur schwer zu deuten ist. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und ganz in die Ermittlungen eintauchen. Die Spannung ist durchgehend spürbar, auch wenn andere Bände der Reihe in diesem Bereich deutlich mehr zu bieten hatten. Dennoch kommt keine Langeweile auf, denn die Handlung ist durchgehend interessant und das Kompetenzgerangel zwischen dem FBI und den beiden Sonderermittlern äußerst lesenswert. Zum Ende hin gibt es eine Wendung, die dafür sorgt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Denn dann überschlagen sich die Ereignisse, sodass man regelrecht gefesselt ist.


    Ich habe bisher alle Bände der Reihe gelesen und auch diese Ermittlungen mit großen Interesse verfolgt. Die Spannung war für mich durchgehend spürbar, auch wenn sie auf mich nicht ganz so stark wirkte, wie in vorherigen Teilen. Das Kompetenzgerangel und das rasante Finale haben mich dafür allerdings entschädigt. Auch wenn ich zugeben muss, dass mir das Ende ein wenig schnell abgehandelt erschien. Der Cliffhanger am Ende lässt mich allerdings auf einen neuen, spektakulären Fall für Hunter und Garcia hoffen. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich vier von fünf möglichen Sternchen.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Los Angeles. Das Model Linda Parker wird grausam entstellt ermordet aufgefunden. Sie wurde nicht nur gehäutet, sondern ihr fehlen auch Hände und Füße. Zudem hat der Täter ihr kunstvoll eine lateinische Botschaft in den Rücken geritzt. Als Detective Robert Hunter mit seinem Partner Carlos Garcia am blutbesudelten Tatort eintreffen, brennt sich dieser unvergesslich in ihre Netzhaut. Als das FBI auch noch dort erscheint und den Fall übernehmen will, da es bereits weitere Opfer gibt, gibt es zunächst Kompetenzgerangel, doch schnell wird man sich einig, dass eine gemeinsame Zusammenarbeit wesentlich produktiver ist, um den Mörder dingfest zu machen. Die Suche nach dem Mörder stellt sich als äußerst schwierig heraus und bringt die Ermittler schnell selbst in Gefahr…


    Chris Carter hat mit seinem Buch „Blutrausch – Er muss töten“ den 9. Band um seine Ermittler Hunter und Garcia in Los Angeles vorgelegt, der den Vorgängern an Spannung, Grausamkeit und Nervenkitzel in nichts nachsteht. Der Schreibstil ist flüssig, schonungslos grausam und einfach nur super. Der Leser steht schon nach den ersten Seiten selbst mit am Tatort, erlebt einen Gänsehautschauer nach dem anderen und erleidet immer wieder Schnappatmung anhand der Szenen, die sich vor dem inneren Auge auftun. Das Buch klebt regelrecht an den Händen, da der Leser unbedingt bei der Mörderjagd dabei sein will und suggeriert bekommt, dass die Polizei nie schläft, bis sie den Täter dingfest gemacht hat. So leidet man lieber unter Schlafmangel als einen Moment zu verpassen, während der Adrenalinspiegel sich dauerhaft auf dem höchsten Niveau eingependelt hat. Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt, so erfährt der Leser mal vom Opfer, mal vom Täter und dazu kommen die Ermittlungen. So steigert sich die Spannung noch zusätzlich. Carter versteht es wunderbar, seinen Täter bis wirklich ganz zum Schluss im Dunkeln zu halten, da kann der Leser Rätsel wie er will. Der Autor ist jederzeit für Überraschungen gut, so fügt er in diese Handlung einen Paukenschlag ein, der den Leser ungläubig und fassungslos zurücklässt und jede Menge Fragen aufwirft. Eine Auflösung muss man nun leider bis zum nächsten Carter-Buch abwarten.


    Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet und geben einen Einblick in die reale Welt der Ermittlungen und die Arbeit der Polizei, wobei dem Leser deutlich vor Augen gehalten wird, welcher Anblick sie oftmals erwartet. Sowohl Hunter als auch Garcia in diesem Buch gezwungen, mal mit einem anderen Team zusammenzuarbeiten. Das ist für die beiden ungewohnt und birgt auch einige Schwierigkeiten. Die private und berufliche Entwicklung von Hunter und Garcia wird auch in diesem Roman vorangetrieben. Hunter bleibt sich allerdings treu, indem man seine extremen Gedankensprünge weiter verfolgen kann und sich immer wieder wundert, wie der Mann auf gewisse Dinge kommt.


    „Blutrausch – Er muss töten“ ist ein Psychothriller mit absoluten Pageturner-Qualitäten. Mehr Spannung und Nervenkitzel ist kaum noch möglich. Alle Thrillerfans kommen hier voll auf ihre Kosten. Das Warten auf den nächsten Carter wird lang! Absolute Leseempfehlung für schlaflose Nächte und Gänsehautfeeling!


    Superspannende :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
    _____________________________________________


    Lese gerade: Das Lied der Störche, Ulrike Renk


    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2017: 245/ 98377 Seiten

  • Nicht der beste Thriller von Carter!



    Ein Serientäter, der den Opfern Buchstaben in den Rücken einritzt, die eine Botschaft des Täters zum Thema "Schönheit" auf lateinisch ergeben. Robert Hunter und Carlos Garcia vom LAPD bekommen Verstärkung vom FBI. Scheinbar ohne Verbindung mordet der Täter quer durch alle Schichten, Berufe und Herkunft. Wer kann ihn stoppen?



    "Blutrausch" ist der neunte Fall rund um die Ermittler Hunter / Garcia. Ich bekenne mich schuldig: ich bin süchtig nach den Thrillern von Chris Carter. Und wieder hat er einen blutigen Thriller geschaffen mit einem absolut kranken Täter. Die Beschreibungen der Opfer und der Autopsien sind nichts für sensible Leser und es wird wieder eine brutale Angelegenheit. Hier bleibt der Autor seinem Schema treu.

    Immer wieder wurden kurze Kapitel aus der Sicht des Täters eingeschoben…hier merkt man sofort, dass dieser absolut gestört sein muss. Der Autor verfolgt auch in einem weiteren Punkt seine bisherige Linie. Nur Hunter mit seiner überdurchschnittlichen Intelligenz kann deuten, was andere nicht sehen. So wie das Rätsel der Buchstaben auf dem Rücken der Opfer. Hunter ist überaus brillant und zudem hochintelligent. Seine Anmerkung " ich lese viel" liess mich schmunzeln. Überhaupt ist die Figur von Robert Hunter überzeugend gezeichnet. Hier in diesem Buch hat mich jedoch gestört, dass Ermittlungsergebnisse auf Grund von Hunters Intuition erfolgen. So ereilt ihn ein Geistesblitz, nur weil er auf den Haaransatz seiner Freundin, der unbedingt gefärbt werden muss, hingewiesen wird. Ein Geistesblitz, der Hunter die Psyche des Täters verstehen und die Verbindung der Opfer erkennen lässt. Leider war mir das zu weit her geholt.

    Erstmals muss das Team des LAPD mit dem FBI zusammen arbeiten. Was so einiges an Machtgerangel, spitzen Bemerkungen und Beleidigungen auslöst. Von beiden Seiten! So wird zum Beispiel ordentlich gerangelt, wer einen Verdächtigen verhören darf. Witzig und lockert wunderbar auf in all dem Blut, den Morden und Opferbeschreibungen.

    Chris Carter lässt auch wieder hinter die Kulissen der Rechtsmedizin blicken. Nicht nur, dass die Autopsien überaus überzeugend beschrieben sind. Auch die Organisation des rechtsmedizinischen Dienstes tönt, so weit ich das beurteilen kann, real und authentisch.

    Ueber den Schreibstil will ich gar nicht viel sagen. Nur, dass ich mich wieder sehr wohl gefühlt habe und das Buch trotz einiger langatmigen Stellen( gerade die Gespräche über die Kunst und die Teambesprechungen der Ermittler) , kaum aus der Hand legen konnte. Die vielen Cliffhanger zum Schluss eines Kapitels zwingen einen dazu, weiter zu lesen. Auch hier etwas, was üblich ist und ich so schon kenne in einem Buch von Carter.

    Ein spannender Thriller, wenn auch nicht der beste aus der Hunter/ Garcia Reihe.

  • CHRIS CARTER - BLUTRAUSCH - ER MUSS TÖTEN


    GALERIE DER TOTEN

    Für mich war der neunte Fall von Robert Hunter und Carlos Garcia der erste. Ich bin fasziniert von diesem Thriller von der ersten bis zur letzten Seite. Der Spannungsbogen ist weit gespannt und wird geschickt über die gesamte Story gehalten. Ich fühlte mich gut unterhalten.

    Es beginnt unbeschreiblich grausam, ja geradezu barbarisch. Das erste Opfer des bald als „Chirurgen“ benannten Killers ist eine junge, schöne Frau, ein erfolgreiches Model. Sie wird ausgerechnet von ihrer Mutter gefunden. Unvorstellbar grausam zugerichtet und verstümmelt bietet sie und der Raum drumherum einen so schockierenden Anblick, dass ein Kollege die Sonderermittler Hunter und Garcia warnt mit diesen Worten:

    „Seit 37 Jahren bei der Truppe, und das Einzige, was ich vergessen möchte, ist das, was in diesem Zimmer ist.“

    Auch „die härtesten Profiler der Welt“ vom LAPD Morddezernat I in Los Angeles sind von diesem Gewaltakt erschüttert. Alles an diesem Tatort ist zunächst unerklärlich, verwirrend, verstörend, ein richtiger Alptraum. Doch das ist nur der Auftakt zu weiteren Morden in verschiedenen Bundesstaaten. Das FBI schaltet sich ein und nach anfänglichem Kompetenzgerangel arbeiten Hunter und Garcia mit den Special Agents Erica Fisher und Larry Williams zusammen. Der grauenhafte Mord an dem Model Linda Parker war nicht der erste. Die Spezialisten haben es mit einem Serienmörder zu tun, der auf dem Rücken der Opfer Schnitte, eingeritzte lateinische Botschaften, hinterläßt. Der Wortlaut hat stets etwas mit Schönheit zu tun.

    Die 104 Kapitel sind ausnahmslos kurz und ich folgte voller Ungeduld der Story, die ab und an den direkten Handlungsstrang zum Täter unterbrach und damit die Spannung für mich erhöhte. Durch die Erzählweise ist der Leser gegenüber den Ermittlern im Vorteil. Die Protagonisten Hunter und Garcia empfinde ich als sympathisch und werde ganz sicher noch mehr von Carter lesen. Besonders mit Robert Hunter ist ihm eine Figur gelungen, die außergewöhnlich ist. Er nimmt die Welt oft anders wahr als normale Menschen. Robert verfügt über eine Gabe, die ihm ermöglicht Zusammenhänge schneller zu erkennen. Warum ihm das gelingt, hat mit seiner Krankheit zu tun. Auch das Zusammenspiel mit seinem Partner gelingt überwiegend reibungslos. Sie verstehen sich ohne Worte. Dagegen kommen die beiden FBI-Agenten nicht so gut weg. Besonders Special Agent Fisher erscheint mir übertrieben dargestellt. Ihre Art gefiel mir nicht.

    Den deutschen Titel „Blutrausch - Er muss töten“ finde ich nicht passend. Der englische Titel „Gallery of the Dead“ ist besser, da er den Taten des Mörders und seinem Anliegen besser entspricht. Fast zum Schluß begründet der Killer, warum er die Verbrechen begangen hatte und sie regelrecht inszenierte. Das ist eine wirklich erstaunliche Herangehensweise und mit den lateinischen Sprüchen über die Schönheit in Gänsehaut erzeugender kreativer Übereinstimmung. Was für ein Einfall von Chris Carter!

    Als Letztes überraschte mich der Autor noch mit einem Cliffhanger, mit dem ich allerdings noch nichts anfangen konnte, da er sich auf einen Vorgängerband bezieht. Auf alle Fälle macht es mich neugierig auf Band 10.


    Fazit:

    “Blutrausch“ erzählt von einem Serienmörder der besonderen Art. Ein Killer mit Künstlerseele!

    Ausgezeichnete Unterhaltung in einem sehr gut zu lesenden Schreibstil. Chris Carter wird eingereiht in meine Galerie der besten Thrillerautoren.

    Von mir gibt es die höchste Bewertung! :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Hinweis für Chris Carter-Fans:


    Der Autor ist am 25. Oktober in München und präsentiert seinen "Blutrausch". Nähere Infos findet Ihr :arrow:hier.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
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  • In Schönheit sterben



    Blutrausch – er muss töten, Thriller von Chris Carter, 448 Seiten, erschienen im Ullstein Verlag.
    Der 9. Fall für Robert Hunter und seinen Partner Carlos Garcia von der Ultra- Violent-Einheit des LAPD. In diesem Fall ermitteln die beiden zusammen mit dem FBI.
    Linda Parker 24 Jahre und Model wurde auf grausamste Weise zugerichtet und von ihrer Mutter tot aufgefunden. Selbst der erfahrene Detectiv Hunter beim Morddezernat 1 des LAPD und sein Partner Garcia sind beim Anblick des Szenarios am Tatort erschüttert. Als sich herausstellt, dass es sich um eine Mordserie handeln könnte, schaltet sich das FBI in die Ermittlungen ein. Kann Hunter zusammen mit den Special-Agents Fisher und Williams, sein Versprechen halten, welches er der Mutter des Opfers gegeben hat, und den Mörder ihrer Tochter finden?
    Die Geschichte ist in 104 kurze und knackige Kapitel aufgeteilt. Es handelt sich um 2 auktoriale Erzählstränge einerseits aus der Perspektive der Ermittlungen zum anderen aus der Sicht des Täters. Wobei die Ermittlungskapitel überwiegen. Das Ende vieler Kapitel lässt Carter mit einem hammerharten Cliffhanger enden, welches es dem Leser fast unmöglich macht, dass Buch aus der Hand zu legen. Ich war vom Buch fasziniert und habe die letzten 100 Seiten in einem Stück lesen müssen. Der Schreibstil Carters ist sehr blutig, grausam und detailgenau. Genau das richtige für Leser die aufregende Thriller mögen. Durch kursive Schriftart wurden Phrasen, besondere Ausdrücke, Gedanken und z.B. SMS-Meldungen hervorgehoben und somit die Erzählung lebendig gestaltet. Eindringliche Dialoge und Wortgefechte belebten das Geschehen.
    Der absolute Star des Thrillers, natürlich der Titelheld Robert Hunter, hochdekoriert und ein Ass in seinem Metier, war mir sehr sympathisch, denn Carter lässt ihn durch seine Schlafstörungen, seine Besonderheit Zusammenhänge sehr schnell zu erfassen und seine Schwäche für die Dozentin Tracy Adams, äußerst menschlich erscheinen. Natürlich auch Robert Garcia, raffiniert und sehr professionell ist ein toller Charakter. Die beiden Special-Agents Erica Fisher und Larry Williams lieferten sich mit den Detectives natürlich die übliche und belebende Fehde zwischen Feds und Polizei, was die Story angenehm auflockerte. Langsam wird den Ermittlern klar, wie die lateinischen Botschaften des Mörders gedeutet werden können. Nach einigen Wendungen und dem finalen Plot-Twist, der mich sehr überraschte, konnte ich die letzten aufregenden Kapitel nur noch so schnell wie möglich lesen und am liebsten hätte ich an einer Stelle gerne einige Seiten weitergeblättert…… Jederzeit war die Story plausibel und die Charaktere handelten nachvollziehbar. Gestört hat mich hier wie aber auch in anderen Büchern des Genres, die obligatorischen Abkürzungen, UCLA, ViCAP, NCAVC, BAU u. v. m., sie werden zwar anfangs erklärt, aber die Übersetzung kann ich mir nie merken. Zurückblättern, wenn sie angewendet werden, habe ich mittlerweile aufgegeben.
    Der Thriller beginnt spannend und hält die Spannung bis zum furiosen Show-Down, wieder einmal ist Chris Carter ein meisterhafter Band aus der Hunter-Carcia-Reihe gelungen, leider habe ich noch nicht alle Bände aus der Serie lesen können was ich aber bald nachholen möchte. Es ist aber auch gut möglich vorliegenden Teil unabhängig und als Einzelband zu lesen. Das Ende macht auf alle Fälle Lust auf Teil 10.
    Meine unbedingte Empfehlung für Carter Fans und Liebhaber der Hunter-Garcia-Krimis. Tolle spannende Unterhaltung dafür volle Punktzahl – 5 Sterne. :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    :study::musik::montag:


    Und wenn mir alle Königskronen für meine Bücher und meine Freude am Lesen angeboten wären: Ich würde sie ausschlagen.
    François Fénelon

  • „Gallery oft he Dead“ endet mit einem weiteren Cliffhanger, der hier aus heiterem Himmel kommt und etwas deplatziert wirkt, offenbar will der Autor im nächsten Band an einen früheren Fall anknüpfen.


    Die Spannung ist durchgehend spürbar, auch wenn andere Bände der Reihe in diesem Bereich deutlich mehr zu bieten hatten. Dennoch kommt keine Langeweile auf, denn die Handlung ist durchgehend interessant und das Kompetenzgerangel zwischen dem FBI und den beiden Sonderermittlern äußerst lesenswert. Zum Ende hin gibt es eine Wendung, die dafür sorgt, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag. Denn dann überschlagen sich die Ereignisse, sodass man regelrecht gefesselt ist.


    und das Buch trotz einiger langatmigen Stellen( gerade die Gespräche über die Kunst und die Teambesprechungen der Ermittler) , kaum aus der Hand legen konnte. Die vielen Cliffhanger zum Schluss eines Kapitels zwingen einen dazu, weiter zu lesen. Auch hier etwas, was üblich ist und ich so schon kenne in einem Buch von Carter.

    Ein spannender Thriller, wenn auch nicht der beste aus der Hunter/ Garcia Reihe.


    Ich kann euch nur zustimmen. Wieder ein toller Roman aus der Feder von Chris Carter, aber die Spannung hat etwas gefehlt dieses Mal. Nur der Showdown hat sich da positiv hervor gehoben. Dennoch ließ sich das Buch wieder wie in einem Rutsch lesen, die kurzen Kapitel und die wechselnden Erzählperspektiven tragen da im Wesentlichen zu bei. Aber wer mir mal wieder tierisch auf den Keks ging ist Garcia. Kann es sein, dass er von Buch zu Buch immer dümmere Fragen stellt? :roll: Das Gerangel mit Agent Fisher war ja noch ganz lustig, aber sonst könnte er mir echt erspart bleiben. Und Hunter braucht ihn eigentlich auch nicht, oder hat er je zur Lösung eines Falles beigetragen? :scratch:


    Naja, ich freue mich natürlich wieder auf den nächsten Band und bin gespannt, wie es nach dem Ende diesen Buches weitergeht.

    Von mir gibt es :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5: von 5 Sternen für die gute Dosis Robert Hunter.

  • Aber wer mir mal wieder tierisch auf den Keks ging ist Garcia. Kann es sein, dass er von Buch zu Buch immer dümmere Fragen stellt?

    Ich finde eigentlich, dass das "intellektuelle Gefälle" zwischen Hunter und Garcia in den letzten Bänden nicht mehr so krass ist wie in den ersten Bänden. Mir ging früher die dauernd wiederholte Betonung von Hunters Intelligenzbestienstatus auf die Nerven.


    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Ich finde eigentlich, dass das "intellektuelle Gefälle" zwischen Hunter und Garcia in den letzten Bänden nicht mehr so krass ist wie in den ersten Bänden. Mir ging früher die dauernd wiederholte Betonung von Hunters Intelligenzbestienstatus auf die Nerven.

    Das kann sein, dass es früher doch noch schlimmer war und ich es erfolgreich verdrängt habe :lol: Aber diesmal ging mir vor allem auf den Keks, wie er vorm FBI den Klugscheißer markiert und die lateinische Nachricht erklärt hat, und mit keinem Wort erwähnt, dass er davon eigentlich keine Ahnung hat, sondern schön Hunter's Lorbeeren absahnt :roll:


  • Aber wer mir mal wieder tierisch auf den Keks ging ist Garcia. Kann es sein, dass er von Buch zu Buch immer dümmere Fragen stellt? :roll: Das Gerangel mit Agent Fisher war ja noch ganz lustig, aber sonst könnte er mir echt erspart bleiben. Und Hunter braucht ihn eigentlich auch nicht, oder hat er je zur Lösung eines Falles beigetragen? :scratch:

    Garcia ist so was wie der "Klassenclown" bei Hunter. für mich eine Figur, die das ganze Blut und co auflockert. Man darf ihn einfach nicht zu ernst nehmen!:roll:

  • Robert Hunter und Carlos Garcia bekommen es mit einem recht untypischen Serienmörder zu tun, er scheint seine Befriedigung nicht aus der Qual seiner Opfer zu schöpfen, hat offenbar kein einheitliches Beuteschema und mordet in verschiedenen Bundesstaaten. Letzteres führt dazu, dass die beiden mit dem FBI zusammenarbeiten müssen, eine Zusammenarbeit, die nicht immer glatt läuft.


    Bereits der 9. Band der Reihe, scheint mir dieser etwas zu schwächeln. Der Roman ist, auch wenn es der Täter nicht zu sein scheint, eher durchschnittlich es fehlt ihm zwischendurch an Spannung und Überraschungen, die Zänkereien zwischen den Ermittlern der beiden Behörden gehen ein bisschen auf die Nerven, ebenso eine der Charaktere. Richtig gut wird der Roman erst gegen Ende, wo er mich dann doch überraschen kann.


    Hunter und Garcia kennt man ja bereits aus den Vorgängerbänden, viel mehr gibt es hier über die beiden nicht zu erfahren, außer vielleicht, dass Hunter sich einer Beziehung zu nähern scheint, man darf gespannt sein, wie sich das weiter entwickeln wird. Die FBI-Agenten, vor allem Erica Fisher, erscheinen fast als Karikaturen. Als Nicht-Amerikanerin kann ich vielleicht „den Ernst der Lage“ nicht ausreichend erkennen, aber alleine, dass die beiden sich schon optisch auffällig unauffällig geben, die Sonnenbrillen zu jeder Tageszeit und an jedem Ort, und die Überheblichkeit machen vor allem die Agentin zu einem puren Klischee. Dumm nur, dass sie sich dann nicht auch so zeigt, sondern sich leicht übertölpeln lässt und zu unbedachtem Handeln neigt. Sie will die beste sein, kommt aber an Hunter nicht heran, der es selbst nicht nötig hat, sich übermäßig zu profilieren. Hier hätte jedenfalls weniger mehr sein können.


    Gut gefallen hat mir, wie immer, Chris Carters Erzählstil, recht sachlich, mit viel Hintergrundwissen (seine eigene Biografie sorgt dafür, dass er weiß, wovon er spricht), besonders aber die verschiedenen Perspektiven, zu denen auch die des Täters und einiger der Opfer gehört. Letzteres ist für den Leser besonders „tragisch“, lernt er diese doch recht gut kennen, ihr Tod nimmt ihn daher mehr mit als es bei „anonymen“ Opfern der Fall wäre. Die Kapitel sind recht kurz, und größtenteils mit einem Cliffhanger ausgestattet, so dass man immer noch ein Kapitel lesen möchte, dann noch eins usw. So wird der Roman schnell zum Pageturner, auch wenn manche dieser Cliffhanger etwas aufgesetzt wirken.


    Der Fall ist interessant und lässt den Leser miträtseln – nicht, wer der Täter ist, sondern warum er tötet und was er damit „sagen“ will. Auf die Lösung werden wohl die wenigsten kommen, dennoch macht es Spaß, ein bisschen zu spekulieren, und die Auflösung ist durchaus zufriedenstellend. Etwas ärgerlich finde ich allerdings, dass der deutsche Buchtitel so gar nicht zum Roman passt, da wäre eine Übersetzung des englischen Titels sinnvoller gewesen. Ganz am Ende des Romans wird offenbar der nächste Band vorbereitet, hier darf man wirklich gespannt sein!


    Trotz meiner Kritikpunkte habe ich den Roman gespannt gelesen und mitgefiebert, Chris Carter versteht sein Handwerk und hat auch hier einen lesenswerten Thriller vorgelegt, Genrefans können bedenkenlos zugreifen. Von mir gibt es gute 4 Sterne.

  • Detective Hunter ist mitten in einer Vorlesung, vor nicht weniger als 150 Studenten, als ihn ein Anruf auf dem Diensthandy erreicht. Als Leiter der UV-Einheit des LAPD kann es sich nur um einen neuen Fall handeln und genau darüber wird er informiert. Hastig verlässt er den Hörsaal und begibt sich zum Tatort. Als er dort, zusammen mit seinem Partner Carlos Garcia eintrifft, werden beide von einem Polizisten vorgewarnt… ihnen stehe ein schockierender Anblick vor. Die Grausamkeit des Täters ist selbst für die beiden erfahrenen Ermittler schwer zu ertragen. Im Schlafzimmer des Hauses finden sie eine Leiche vor, der Hände, Füße, Augen und Haut fehlen, dafür sind die Wände mit Blut beschmiert. Mit was für einem bizarren Mörder habe es Hunter und Garcia dieses Mal zu tun? Sie sind jedenfalls sehr überrascht, das innerhalb weniger Stunden das FBI vor der Tür steht und sich diesen Fall schnappen will, nach einigem hin- und her wird aber eine partnerschaftliche Zusammenarbeit von den Vorgesetzten festgelegt. Die hat durchaus Vorteile, denn das FBI verfügt über wesentlich mehr Ressourcen.


    Der 9. Fall für Hunter und Garcia und der Autor Chris Carter weiß, wie er seine Leser bis zur letzten Seite fesseln kann. Er ist für mich einfach ein Garant für gute Spannung und äußersten Nervenkitzel. Einer der wenigen Autoren, deren neue Bücher ich immer unbedingt lesen muss, auch ohne mich vorher weiter zu informieren. Durch seinen beruflichen Werdegang verfügt Carter natürlich über ein hohes Maß an Hintergrundwissen, dieses in einen spannungsreichen und dramatischen Thriller zu verwandeln gelingt dem Autor bei jedem neuen Buch perfekt. „Blutrausch“ besticht durch eine einfallsreiche Story mit verschiedenen Wendungen und meisterhaft gesetzten Spannungsbögen. Besonders gefallen hat mir, dass das Leben des Opfers detailliert (oft in Rückblenden) beschrieben wird. Nur weniges trübt ab und an mein Lesevergnügen, in diesem Buch waren es die allzu stereotyp beschriebenen FBI-Agenten. Klar die Pilotenbrille muss wohl sein, dass Frauen in Führungspositionen aber jedes Mal so äußerst zickig und unbeherrscht sind, sogar oft falsch liegen in ihren Entscheidungen, wage ich zu bezweifeln.


    Fazit: Geballte Spannung von einem Meister seines Faches.

  • Detective Robert Hunter und sein Kollege Carlos Garcia werden zum Tatort eines Mordes gerufen, der selbst sie nicht ganz kalt lässt. Dabei sind die beiden solche Schauplätze gewohnt, denn sie arbeiten in der sogenannten Ultra-Violet-Abteilung des Los Angeles Police Departements und sind damit für besonders brutale Mordfälle zuständig. In diesem Fall wurde dem Model Linda Parker die Haut abgezogen, bis auf ein Stück am Rücken, wo der Täter eine kryptische Botschaft hinterlassen hat.
    Als Hunter und Garcia gerade dabei sind, mehr über die Hintergründe dieses Falls zu recherchieren, bekommen sie Besuch vom FBI und erfahren, dass es in anderen Bundesstaaten ähnliche Fälle gegeben hat und man vermutet, es ist derselbe Täter. Auch wenn Hunter und Garcia nicht begeistert sind, erklären sie sich mit einer Zusammenarbeit mit dem FBI einverstanden, denn oberste Priorität hat, dass weitere Morde verhindert werden.

    "Blutrausch" ist der neunte Fall für Robert Hunter und Carlos Garcia. Und wie immer hat mich das Buch von Anfang bis Ende gefesselt. Chris Carter gelingt es gleich von Beginn an, Spannung aufzubauen und hält diese dann auch bis zum Schluss. Dazu tragen auch die Cliffhanger in vielen Kapiteln bei. In erste Linie wird wie immer aus Sicht von Robert Hunter erzählt, aber zwischendurch gibt es auch Abschnitte aus der Perspektive des Täters oder der Opfer.
    Der Schreibstil ist wie immer sehr lebendig und lässt Bilder im Kopf erstehen, wie meistens bei diesem Autor hatte ich das Gefühl, einen Film zu schauen.
    Wer die Reihe bisher komplett gelesen hat, trifft auf einen alten Bekannten, nämlich den Leiter der Abteilung für Verhaltensforschung des FBI: Adrian Kennedy. Wir kennen ihn aus "Die stille Bestie" und hier war die Zusammenarbeit mit der Polizei von Los Angeles seine Idee, denn er hofft, mit Hunters Hilfe, den Täter schneller zu finden.

    Die Geschichte wird zwar zwischendurch durch Garcias Sprüche immer mal wieder ein wenig aufgelockert, trotzdem herrscht eine düstere Grundstimmung, wie man sie von Carter gewohnt ist. Und wie es bei Thrillern ja auch sein sollte. Wirklich blutrünstig ist dieser Teil aber nur zu Beginn, da war man als Leser der Reihe schon anderes gewohnt. Deswegen passt der deutsche Titel "Blutrausch" aber auch nicht so richtig zum Buch, hier wäre der Originaltitel "Galerie der Toten" passender gewesen.

    Fazit: Ein weiterer spannender Teil der Thrillerreihe, den ich kaum aus der Hand legen konnte. Der Cliffhanger am Ende ist allerdings besonders fies, weil man nun sicher wieder ein Jahr warten muss.


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