Edgeland

Buch von Jake Halpern

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Zusammenfassung

Serieninfos zu Edgeland

Edgeland ist der 2. Band der Inseln Reihe. Sie umfasst 2 Teile und startete im Jahr 2015. Der letzte bzw. neueste Teil der Serie stammt aus dem Jahr 2017.

Bewertungen

Edgeland wurde insgesamt 2 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,5 Sternen.

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Meinungen

  • Eine fantastische, düstere Geschichte im Land der Toten.

    Dave2311

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Edgeland

    Autor - Titel:
    Jack Halpern/Peter Kujawinski - Edgeland
    Sprache: englisch
    Schlagworte: Jugendbuch, Tod, Religion, Fanatismus, Miteinander, Engstirnigkeit
    Verlag: Hot Key Books
    ISBN: 1471405907
    Bindung: Taschenbuch
    Seiten: 272
    Inhalt:
    The companion novel to the New York Times bestselling NIGHTFALL Thousands of miles due south from the Polar North is is the island of Edgeland. Here, day and night last for 72 hours. And here is one of the natural wonders of this world: a whirlpool thirty miles wide and a hundred miles around. This is the Drain. Anything sucked into its frothing, turbulent waters is never seen again. Wren has spent most of her life on Edgeland, watching people bring their dead to the island's famous bone houses to be blessed and prepared for the afterlife. There the dead are loaded into boats with treasure and sent over the cliff, and into the Drain. Orphaned and alone, Wren dreams of escaping Edgeland, and her chance finally comes when furriers from the Polar north arrive with their dead, and treasure for their dead. With the help of her friend Alec, Wren plans to loot one of the boats before it enters the Drain. But the boat - with Alec and Wren onboard - is sucked into the whirlpool. What they discover beyond the abyss is beyond what either of them could have imagined.
    (Q Amazon)
    Meinung:
    Einst besuchte ich Bliss, wo auf 14 Jahren Tag 14 Jahre Nacht folgten. Ich begleitete Line, Marin und Kana auf ihrer Odyssee durch die Nacht.
    Mit Edgeland bleiben wir in dieser Welt, doch begeben uns näher an den Äquator, dort ist der Tag-Nachtzyklus mit je 72 Stunden etwas kürzer als weit im Norden auf dem Eiland Bliss.
    Man lernt Wren, eine obdachlose Waise, die, wie alle Waisen, in den Abwasserkanälen der Stadt hausen und Alec, welche in Lohn und Brot in einem der Knochenhäuser von Edgeland steht, kennen.
    Die beiden Kinder, wenn sie auch nicht entfernter von einander leben könnten, verbindet eine gemeinsame Vergangenheit. Sie sind Freunde und teilen ihr Leben, so gut es Zeit und Gesellschaft zulassen, miteinander.
    Edgeland ist so etwas wie eine Stadt der Toten. Hier werden alle Toten der Welt hingebracht um durch den Abfluss ins Fegefeuer zu gelangen. Der Abfluss ist ein riesiger Wasserwirbel, welcher alles in Reichweite in die Tiefe zieht. Der Glaube besagt, dass auf diesem Weg das Fegefeuer erreicht wird und so die Toten ihre letzte Ruhe finden. Edgeland steht also völlig im Dienste der Toten und so ist es kein Wunder, dass die Stadt voll mit Knochenhäusern (Beerdigungsinstituten) ist.
    Auch ist die Stadt voll mit Suns und Shadows, das sind die beiden rivalisierenden Religionen der Gegend und sie sind nicht wirklich gut aufeinander zu sprechen. Während die Suns in den 72 Stunden des Tages das Sagen haben, halten die Shadows in der Nacht das Zepter der Stadt.
    Wren wird eines Tages Zeuge eines Mordes an einem Shadow. Da Wren aber unvorsichtig ist und die Graylings (die Kinder aus den Kanälen) kein Ansehen in der Stadt haben wird sie des Mordes beschuldigt und muss fliehen. Alec will ihr helfen, doch langsam eskalieren die Geschehnisse in der Stadt und über verschiedene Umstände landen Alec und Wren im Abfluss und finden sich in einer Welt voller Toten wieder.
    Mit Edgeland haben die Autoren wie auch mit Nightfall eine tolle Geschichte abgeliefert. Dieses Mal wird es allerdings nicht so finster wie bei Nightfall, dafür aber sehr tot. Der Hauptteil der Geschichte spielt im Reich der Toten, oder besser gesagt im Vorhof, dem Fegefeuer, dazu. Die Kinder müssen auf der Hut sein um nicht als Lebende aufzufallen aber sie finden auch neue Freunde. Sie müssen sich mit religiösem Fanatismus und Sturheit rumschlagen. Die beiden dürfen um ihr Leben fürchten und machen sich dennoch auf einen mutigen Weg durch die Welt der Toten, um diese und auch sich selbst zu befreien.
    Wie man bereits erkennen kann ist eines der Hauptthemen des Buchs, neben dem Tod, der Glaube. Bereits auf den ersten Seiten des Buchs wird klar, dass diese Thematik einen Großteil der Erzählung einnehmen wird. Ich kann nicht behaupten, dass ich davon begeistert war. Ich befürchtete schlimmes. Die Autoren haben es aber gut mit der Geschichte verknüpft und ohne diesen ‚Glaubenskrieg‘ wäre die Geschichte nicht so geworden wie sie ist.
    Ich für meinen Teil bin nicht religiös und stehe dem Thema immer skeptisch gegenüber, dennoch finde ich es, auch wenn es ein Jugendbuch ist, gut, dass die Autoren sich trauen ein solches Thema an so junges Publikum heranzutragen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Autoren nicht wussten wie ihre Geschichte und gerade das Thema Religion in dieser aufgefasst wird.
    Im Hauptteil der Geschichte macht keiner der beiden Glauben eine wirklich gute Figur. Beide bekommen ihr Fett weg und keine Glaubensauffassung macht den Eindruck als sollte man ihm folgen, doch schlussendlich ist es auch gar nicht so sehr die Frage an was man glaubt, sondern wie man glaubt. Was einem dann auch die Erlösung bringt. Vielleicht hört sich das jetzt etwas verwirrend an, aber ich will hier nicht mehr vorgreifen, als in denn schon getan habe.
    Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Nachdem ich meine erste Abscheu zum Thema Religion beiseite gelegt und mich auf das Thema eingelassen hatte, lief es wie am Schnürchen. Zu Lachen sollte man allerdings nicht viel erwarten, denn das gibt es nicht. Da der Tod in der Geschichte allgegenwärtig ist, ist die Stimmung etwas düster und gedrückt, doch nie so stark, dass man als Leser deprimiert wird. Man wird durch eine fantastische Welt geführt, von der man einfach nicht seine Augen nehmen kann und man ist immer gespannt was als nächstes passiert.
    Fazit:
    Edgeland ist eine fantastische Geschichte in einer Welt die man unter Umständen aus ‚Nightfall‘ kennt. Doch dieses Mal sind viele Darsteller nicht wirklich ‚lebendig‘, die Stimmung ist durchweg etwas schwer und düster. Dennoch ist es spannend sich auf die Erzählung einzulassen und wenn man seine ersten Berührungsängste mit Religion und Tod hinter sich gelassen hat und sich mit Wren und Alec auf die Suche begibt, findet man vielleicht am Ende, zusammen mit ihnen, eine Art Befreiung/Erlösung/Erleuchtung (wie auch immer).
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Besitzer des Buches 1

  • Mitglied seit 24. August 2013
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