Die Lavendeljahre

Buch von Sonja Roos

  • Kurzmeinung

    Tanni
    Wunderschön. Traurig. Herzerwärmend. Sympathisch. Von Anfang bis Ende ein schönes Buch.
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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Die Lavendeljahre

Isabelle Steinmann ist schwer krank und hat nur noch einen Wunsch: die große, einsame Villa in Frankfurt hinter sich zu lassen und eine letzte Reise anzutreten. Nach Frankreich, wo sie während des Krieges aufwuchs und wo sie die Liebe ihres Lebens verlor. Kurzerhand heuert die exzentrische, alte Dame den Ex-Sträfling Ben Bäcker als Privatpfleger und Reisebegleiter an. Und obwohl Isabelles vernunftbegabte Tochter Carole ihrer Mutter nie nahestand, bangt sie nun um deren Verstand und Sicherheit. Notgedrungen schließt sie sich der seltsamen Truppe an. Sie kann nicht ahnen, dass die Reise in Isabelles geheimnisvolle Vergangenheit ihrer aller Leben für immer verändern wird ...
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Bewertungen

Die Lavendeljahre wurde bisher einmal bewertet.

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Meinungen

  • Wunderschön. Traurig. Herzerwärmend. Sympathisch. Von Anfang bis Ende ein schönes Buch.

    Tanni

Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Die Lavendeljahre

    Autorin: Sonja Roos
    Titel: Die Lavendeljahre
    Verlag: Goldmann, 432 Seiten
    Erschienen: 21. September 2022
    als ebook und Taschenbuch
    Weitere Bücher der Autorin:
    Der Windhof (1. Juli 2021)
    Für immer und ein Viertel Jahr (1. Februar 2019)
    Amazon schreibt
    Isabelle Steinmann ist schwer krank und hat nur noch einen Wunsch: die große, einsame Villa in Frankfurt hinter sich zu lassen und eine letzte Reise anzutreten. Nach Frankreich, wo sie während des Krieges aufwuchs und wo sie die Liebe ihres Lebens verlor. Kurzerhand heuert die exzentrische, alte Dame den Ex-Sträfling Ben Bäcker als Privatpfleger und Reisebegleiter an. Und obwohl Isabelles vernunftbegabte Tochter Carole ihrer Mutter nie nahestand, bangt sie nun um deren Verstand und Sicherheit. Notgedrungen schließt sie sich der seltsamen Truppe an. Sie kann nicht ahnen, dass die Reise in Isabelles geheimnisvolle Vergangenheit ihrer aller Leben für immer verändern wird ...
    Zum Inhalt
    Isabelle "Issy" Steinmann wächst wohl behütet auf einem Weingut auf, zusammen mit ihrem Stiefbruder Philippe, den sie vergöttert und der sie andersherum auf Händen trägt. Issy und Philippe sind unzertrennbar und er mimt den großen Bruder, auch wenn sie nicht blutsverwandt sind. (So beginnt die Vorgeschichte)
    Isabelle Steinmann, inzwischen weit über 70, hat nicht mehr lange zu leben. Doch bevor sie diese Welt verlassen muss, möchte sie noch etwas sehr wichtiges erledigen, für sich persönlich, aber auch für den Menschen, um den es ihr dabei geht. Leider kann sie dabei nicht auf ihre Tochter Carole zählen, die sie zu gerne gefragt hätte, ob sie sie auf diesem Weg begleitet. Doch sie und Carole haben kein inniges Verhältnis, eher eines, welches von Vorwürfen oder Schweigen geprägt ist. Herzlichkeit ist beiden "offensichtlich" fremd...so glauben sie beide (So beginnt die Geschichte in der Gegenwart)
    Und zu all dieser Dramatik und Traurigkeit taucht dann auch noch Ben auf, der sich auf Isabelles Stelle als Begleitperson für ihre Reise beworben hat, ohne eigentlich den Job wirklich zu wollen. Doch was dann im Hause Steinmann so alles geschieht, lässt nur eine Antwort zu und die stürzt alle 3 in eine Geschichte, die sie so nie erwartet hätten...
    Meine Meinung
    Dieser Roman ist von der ersten Seite an, bis zur letzten fesselnd. Er wird getragen von wunderschönen Umschreibungen der Provence und dem Elsass, vom Duft des Lavendels, der Liebe zu Menschen. Erzählt wird die Geschichte mal in der Gegenwart, mal in der Vergangenheit und dabei gipfelnd zur Auflösung hin. Wunderbar gemacht, sehr schön erzählt, mit tollen Charakteren, die sympathisch und warmherzig sind, aber auch stur und eigensinnig, manche mitunter feindselig und gehässig. Das Leben spielt sich manchmal tragisch ab und zeigt sich dann wieder verliebt. Man begleitet alle Charaktere durch ein Leben voll von Tragik, Schmerz, Trauer, Verlust, unendlicher Liebe, Verliebtheit, Träumen, Wünschen. Unglaublich realistisch erzählt und ohne eine einzige Länge. Die Autorin schreibt in allen erdenklichen Farben und mit allen Düften, ob nun gekocht und gegessen wird, oder sich Felder und Blumen zeigen, oder auch strahlende, glänzende Augen. Man darf mit allen Sinnen lesen, mitfiebern, mittrauern, mitleiden, sich aber auch mit freuen und mit verlieben. Am Ende möchte man sehnsuchtsvoll nach Frankreich reisen, das Weingut besuchen und sie alle so gern kennenlernen wollen. Man hat das Gefühl mit einer Familie aufzuwachsen, mit ihr am Tisch zu sitzen, mit ihr zu lachen und zu weinen.
    Auch zwischenmenschlich hat der Inhalt viel zu bieten. Denn viele Fehler wurden gemacht, zu lange geschwiegen, vorverurteilt, gehasst, zu viel geliebt, unendlich getrauert, bis zum psychischen Zusammenbruch. Alles ist dabei, was so über Jahre und Jahrzehnte eine Familie entzweien, ja zerreißen kann, durch Worte und Taten. Aber es ist auch die Lebenserfahrung und Lebensfreue dabei, die dafür sorgen kann, dass alles wieder gut wird...
    Das Cover zeigt sehr schön ein Weingut mit Weinreben, den sandigen Boden im Sommer, bevor die Trauben geerntet werden. Im Hintergrund die immer wieder beschriebene Landschaft, die Isabelle ihr Leben lang nicht vergisst. Und natürlich den Lavendel, der so wichtig ist für Isabelle, für ihre Erinnerungen und Sehnsüchte. Cover und Inhalt passen perfekt zusammen.
    Fazit
    Ein feiner Roman, mit feinen Menschen. Eine sehnsuchtsvolle, tragische, traurige und doch lebensfrohe, herzerwärmende Geschichte, von der man am Ende nicht möchte, dass sie jemals endet.
    Mein Monatshighlight, das weiß ich jetzt schon.
    Und vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar
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Ausgaben von Die Lavendeljahre

Taschenbuch

Seitenzahl: 432

Besitzer des Buches 2

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  • Mitglied seit 21. Juli 2005
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