Wo der Wolf lauert

Buch von Ayelet Gundar-Goshen

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Zusammenfassung

Inhaltsangabe zu Wo der Wolf lauert

Lilach Schuster hat alles: ein Haus mit Pool im Herzen des Silicon Valley, einen erfolgreichen Ehemann und das Gefühl, angekommen zu sein in einem Land, in dem man sich nicht in ständiger Gefahr wähnen muss wie in ihrer Heimat Israel. Doch dann stirbt auf einer Party ein Mitschüler ihres Sohnes Adam. Je mehr Lilach über die Umstände des Todes erfährt, desto größer wird ihr Unbehagen: Ist es möglich, dass Adam irgendwie damit in Verbindung steht?
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Bewertungen

Wo der Wolf lauert wurde insgesamt 9 mal bewertet. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4,1 Sternen.

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Rezensionen zum Buch

  • Rezension zu Wo der Wolf lauert

    Klappentext/Verlagstext
    Lilach Schuster hat alles: ein Haus mit Pool im Herzen des Silicon Valley, einen erfolgreichen Ehemann und das Gefühl, angekommen zu sein in einem Land, in dem man sich nicht in ständiger Gefahr wähnen muss wie in ihrer Heimat Israel. Doch dann stirbt auf einer Party ein Mitschüler ihres Sohnes Adam. Je mehr Lilach über die Umstände des Todes erfährt, desto größer wird ihr Unbehagen: Ist es möglich, dass Adam irgendwie damit in Verbindung steht?
    Die Autorin
    Ayelet Gundar-Goshen, geboren 1982, studierte Psychologie in Tel Aviv, später Film und Drehbuch in Jerusalem. Ihrem ersten Roman „Eine Nacht, Markowitz“ (2013) wurde der renommierte Sapir-Preis für das beste Debüt zugesprochen, 2015 folgte mit „Löwen wecken“ ihr zweiter Roman, der international für Furore sorgte und zurzeit als TV-Serie verfilmt wird. Lügnerin, ihr dritter Roman, erschien 2017. Nachdem sie mit ihrer Familie einige Zeit in Kalifornien wohnte, lebt sie nun wieder in Tel Aviv.
    Interview
    Inhalt
    Michael Schuster ist mit seiner Familie aus Israel in die USA versetzt worden; nach einer Station in Seattle hat er einen hochbezahlten Job im Silicon Valley. Seine Frau Lilach, die wie Michael in Israel 2 Jahre Wehrdienst geleistet hat, scheint in Palo Alto nahtlos in die Rolle einer Silicon-Valley- Hausfrau geschlüpft zu sein, die Sohn Adam jeden Tag zur Schule fährt und stundenweise ehrenamtlich Kulturveranstaltungen in einem Altenheim organisiert. Die Ehefrauen dieser „umgesetzten“ Israelis sehen sich als Gefangene innerhalb der USA. Sie müssen für „die Sache“ ihrer Männer zusammenhalten, finden sie und können sich ihre Freunde nicht aussuchen. Lilach spielt in diesen Zweckbeziehungen der akademischen Oberschicht möglicherweise eine Sonderrolle; sie ist in den USA, um ihren inzwischen 16-jährigen Sohn Adam vor der Gewalt im nahen Osten zu schützen. Lilach hatte den schmächtigen Adam stets besonders behütet und bisher noch nicht wahrhaben wollen, dass 16-Jährige, die keine Höhere Schule besuchen, bereits im Arbeitsleben stehen. Ein antisemitischer Angriff im Umfeld einer Synagoge bringt die mühsam gewahrte Fassade zum Bröckeln. Es trifft die Schusters direkt, als kurz darauf auf einer Feier ein Schüler aus Adams Jahrgang ums Leben kommt und die Polizei Adam vernimmt. Parallel zu den Ermittlungen müssen sich die Eltern nun fragen, welche Rolle eigentlich der Krav-Maga-Trainer der Jungen spielt und ob ihr Ruf nach Selbstverteidigung im Umfeld von Rassismus und Mobbing zu einer sinnvollen Lösung führen kann.
    Fazit
    Ayelet Gundar-Goshen türmt mit Rassentrennung, Rassismus, Antisemitismus, der Identität von Immigranten und Expatriates, Mobbing, dem Männer- und Frauenbild unter Auslands-Israelis, dem Verhältnis von US-Amerikanern zu Waffen und Selbstjustiz, dem Framing von Gewalttaten uvm eine schwer verdauliche Menge an Problemfeldern aufeinander. Weniger wäre hier mehr gewesen – und besonders das Thema Täter-Opfer-Umkehr hätte eine Vertiefung vertragen. Die Autorin zeichnet einerseits das Bild einer besitzergreifenden, psychisch belasteten Mutter, die das Erwachsenwerden ihres Sohnes nicht wahrhaben will. Andererseits kann sie mich jedoch nicht davon überzeugen, dass ein Elternpaar, bei dem beide in ihrer Jugend in Israel einen 2-jährigen Militärdienst abgeleistet haben, in einer Krisensituation so reagiert wie die Schusters. Als Icherzählerin gibt Lilach sehr viel von sich preis, psychologisch entsteht so ein interessanter Roman. Durch die starke Verdichtung der angeschnittenen Problemkreise wirkt jedoch nicht alles Erzählte logisch. Mir fallen viele Leser/innen ein, denen ich von der belastenden Lektüre abraten würde. Wenn Sie den Roman jedoch beginnen, lesen Sie ihn möglichst zu Ende!
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Rezensionen zum Hörbuch

  • Rezension zu Wo der Wolf lauert

    Lilach Schuster und ihr Mann stammen aus Israel. Mittlerweile leben sie jedoch im Silicon Valley, in den USA, und fühlen sich dort wohl. Ihr Sohn Adam wächst als Amerikaner heran und Lilach ist froh, dass sie dort sicheres Leben führen. Doch dann stirbt ein Mitschüler von Adam auf einer Party und Lilach ist eine Mutter, die nichts auf sich Beruhen lassen kann. Sie stellt Nachforschungen an. Plötzlich bekommt sie Hinweise, dass Adam diesen Jungen gehasst hat, dass vielleicht seine israelische Abstammung relevant sein könnte und auch die Polizei interessiert sich auf einmal für ihren Sohn. Ist es tatsächlich möglich, dass Adam etwas mit dem Tod des Jungen zu tun haben könnte? Hat sich ihr Sohn so weit von ihr entfernt, dass sie das nicht bemerken würde?
    Die Kurzbeschreibung des Romans fand ich extrem spannend. Wie weit geht man, um dem eigenen Kind (blind)zu vertrauen? Das Buchgefühl sagt „sehr weit“ und so ergeht es auch Lilach. Sie kann nicht glauben, dass ihr Sohn, ihr „kleiner“ Adam, etwas damit zu tun haben könnte. Immer wieder gibt es neue Hinweise und Indizien, die gegen Adam sprechen, aber sie tut sie alle ab. Neben der Familie gibt es noch eine weitere interessante Figur im Roman, die einen erheblichen Anteil an der Entwicklung der Geschichte hat und gerade durch diese wurde die Handlung vorangetrieben und sehr spannend. Feingefühl, psychologisches Geschick, Vertrauen, Hass, Ängste einer Mutter – all‘ das spielt in diesem Roman zusammen und hat ihn sehr interessant gemacht.
    Leider hat mich das Ende etwas enttäuscht. Auf einmal geht es gar nicht mehr um den Handlungsstrang, der sich mit Lilachs Sohn beschäftigt hat, sondern um etwas anderes, das zwar nicht unpassend ist, aber ich habe es einfach nicht erwartet und für mich war der Hauptbestandteil der Geschichte ein anderer und dieser wurde für mich nicht zufriedenstellend beendet.
    Fazit: Die Handlung fesselt durch psychologisches Geschick extrem. Ich konnte mich sehr gut in die Mutter hineinversetzen und war immer hin- und hergerissen. Lediglich das Ende hat mich persönlich enttäuscht, da der Schwerpunkt auf einmal ein ganz anderer war und die eigentliche Geschichte abrupt und offen endet. Trotzdem absolut lesens- oder hörenswert.
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Ausgaben von Wo der Wolf lauert

Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 352

E-Book

Seitenzahl: 214

Taschenbuch

Seitenzahl: 296

Wo der Wolf lauert in anderen Sprachen

  • Deutsch: Wo der Wolf lauert (Details)
  • Hebräisch: רילוקיישן (Details)

Besitzer des Buches 12

Update:

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