Guillaume Musso - Vierundzwanzig Stunden / L’instant présent

Vierundzwanzig Stunden

4.2 von 5 Sternen bei 19 Bewertungen

Verlag: Piper Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 384

ISBN: 9783492310635

Termin: Juli 2017

  • 384 Seiten
    Originaltitel: L'instant présent (2015)


    Inhalt:
    Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie eines Abends die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen, als Krankenschwester verkleidet seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Sie lässt sich auf das Abenteuer ein. Zwar gelingt die nächtliche Aktion, doch verliert sie Arthur dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später soll sie ihm wieder begegnen, aber diesmal ist sie es, die seine Hilfe braucht. Aus den beiden wird ein Liebespaar. Bald stellt sich heraus, dass Arthur kein Mann ist wie jeder andere. Er offenbart ihr sein schreckliches Geheimnis, und von nun an kämpfen beide gemeinsam gegen einen unerbittlichen Feind - die Zeit ...


    Der Autor:
    Guillaume Musso, geboren 1974 in Antibes, arbeitete als Dozent und Gymnasiallehrer. Musso ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreichs, seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt.


    Aufbau:
    Die Geschichte unserer Ängste (Prolog)
    Erster Teil | Der Leuchtturm der 24 Winde
    Zweiter Teil | An ungewissen Orten
    Dritter Teil | Der Mann, der verschwindet
    Vierter Teil | Der Costello-Clan
    Fünfter Teil | Der unvollendete Roman
    Danksagung
    Quellennachweis


    Meinung:

    Zitat

    "Denn ich bin der Mann, der verschwindet. Der Mann ohne Zukunft. Der schemenhafte Mann." // S. 221

    "Vierundzwanzig Stunden" erzählt die Geschichte von Arthur, der - durch außergewöhnliche Umstände - nur einen Tag pro Jahr mit der Liebe seines Lebens verbringen kann. Auf den Grund möchte ich nicht genauer eingehen, da ein großer Teil des Reizes des Buches darin besteht, langsam hinter das Geheimnis zu kommen und zu entschlüsseln, was mit ihm passiert; auf jeden Fall aber ist diese Situation für beide sehr belastend und es kommt zu verschiedenen Konflikten, die Musso sehr gut herausgearbeitet hat; man kann immer beide Seiten verstehen und als Leser habe ich mir die ganze Zeit gewünscht, dass sie irgendeinen Weg finden würden, ihrem tragischen Schicksal zu entgehen.
    Von Anfang an war ich von der Geschichte gefesselt. Man lernt den Protagonisten kennen, erfährt von seiner Kindheit mit einem kalten Vater, ist dabei, als er einen geheimnisvollen Leuchtturm erbt. Für mich waren einige der Szenen ein bisschen gruselig und unheimlich, aber das ist eine passende Atmosphäre; mit Arthur passiert etwas und weder er noch der Leser verstehen zunächst, was vor sich geht. Dieses Rätsel wird erst nach und nach gelüftet und die Erklärung hat mich zugleich fasziniert und bestürzt. Die Lage scheint ausweglos zu sein - und dadurch hat Musso es geschafft, dass ich mit Arthur mitgefiebert, gebangt und gehofft habe. Ein glückliches Ende seiner Geschichte war mir, da ich mit einem vermutlich tragischen Ausgang konfrontiert war, sehr wichtig und dafür muss ich den Autor loben.


    Die Liebesgeschichte zwischen Arthur und Lisa hat mir ebenfalls gut gefallen. Wir bekommen aufgrund der Umstände immer nur kleine Schnipsel zu sehen, aber diese Momentaufnahmen waren mehr als ausreichend, um die tiefen Gefühle, die sie füreinander entwickelt haben, zu verdeutlichen. Dem Autor ist es gelungen, ihre Liebe glaubwürdig darzustellen, vor allem, da er auch - wie oben beschrieben - Konflikte beschreibt, die sehr realistisch sind. Es ist keine perfekte Beziehung, ganz im Gegenteil, aber gerade das hat mir gefallen. Wenn es keine Probleme gegeben hätte, hätte ich ihm die Geschichte nicht abgenommen.
    Auch die Figuren sind gut ausgearbeitet. Sowohl Arthur und Lisa als auch Nebenfiguren wie Arthurs Großvater sind gut charakterisiert, sodass ich an ihrem Leben interessiert war und wollte, dass es ihnen gut geht oder aber, dass sie für immer verschwinden, je nachdem.


    Ich war die ganze Zeit über sehr gespannt, wie sich die Situation am Ende auflösen und wie die Geschichte um Arthur ausgehen würde. Musso hat es hier wirklich geschafft, mich zu überraschen; mit der Wendung, die er uns präsentiert, habe ich überhaupt nicht gerechnet. Ob ich sie mag, fällt mir schwer zu beurteilen; auf der einen Seite ergibt sie sehr viel Sinn und beantwortet einige Fragen, die ich mir zuvor gestellt hatte, auf der anderen Seite war ich ein wenig enttäuscht, da ich eine ganz andere Erklärung erwartet hatte.
    Das eigentliche Ende hat mir aber gut gefallen, es war sehr passend und angemessen.


    Fazit:
    Abgesehen von meiner kleinen Kritik in Bezug auf die Auflösung hat "Vierundzwanzig Stunden" mir sehr gut gefallen. Musso liefert ein wendungsreiches, sehr fesselndes Buch, das ich nicht aus der Hand legen wollte und das mich von Anfang an überzeugen konnte. Leseempfehlung!
    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertungHalb:

    Carpe Diem.
    :study: Gabrielle Zevin - Extradunkel

    2019 gelesen: 90 Bücher mit 33.770 Seiten

  • Vierundzwanzig Stunden von Guillaume Musso
    384 Seiten- Pendo Verlag
    ISBN: 978-3866124011
    Originaltitel: L'instant présent


    Inhalt:
    Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie eines Abends die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen, als Krankenschwester verkleidet seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Sie lässt sich auf das Abenteuer ein. Zwar gelingt die nächtliche Aktion, doch verliert sie Arthur dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später soll sie ihm wieder begegnen, aber diesmal ist sie es, die seine Hilfe braucht. Aus den beiden wird ein Liebespaar. Bald stellt sich heraus, dass Arthur kein Mann ist wie jeder andere. Er offenbart ihr sein schreckliches Geheimnis, und von nun an kämpfen beide gemeinsam gegen einen unerbittlichen Feind - die Zeit ...
    (Kurzbeschreibung gem. Pendo Verlag)



    Meine Meinung:
    Auch mit diesem Roman hat mich Musso wieder total überrasch und gleichzeitig verwirrt. Bis jetzt habe ich alle Romane des Autors gelesen und es wird wirklich nie langweilig.
    Jedes mal nimmt er seine Leser mit auf eine neue Reise mit ungewissem Ziel. Sowohl Spannung als auch die Liebe herrschen in seinen Romanen vor und begeistern immer wieder. Doch kein Roman ist wie der andere.


    Die spezielle Liebesgeschichte zwischen Lisa und Arthur, war sehr spannend zu verfolgen, da man nie wusste was passiert wenn sie sich wieder treffen. So gab es sowohl Höhen als auch Tiefen die die zwei meistern mussten.
    Doch nicht nur die etwas andere Liebesgeschichte hat mich an das Buch gefesselt, auch die Idee das Arthur quasi 24 Jahre seines Leben in nur 24 Tagen erlebt. Anfangs viel es mir etwas schwer, mir vorzustellen wie aus diesen 24 Tagen eine gute Geschichte werden soll, aber ich wurde überrascht.
    Arthur wacht an immer anderen Orten auf und muss sich immer anderen Situationen stellen und lernt sogar seinen Großvater kennen, doch ist der nicht eigentlich Tod ?
    Die verschiedenen Charaktere die Arthur auf seiner Reise begleiten waren wirklich gut gewählt. Obwohl ich für Arthurs Vater keine Sympathie entwickeln konnte war er eine wichtige Schlüsselfigur in dem Roman. Auch Arthurs Großvater hat eine wichtige Rolle gespielt, der mir doch im Laufe der Zeit immer mehr ans Herz gewachsen ist. Er hat Arthur mit seiner Weisheit und seiner realistischen Sicht auf die Dinge stets zu helfen versucht, auch wenn Arthur nicht immer auf ihn hören wollte.
    So hat sich Sullivan zu einer Bezugsperson und dem einzigen Vertrauten von Arthur in seiner unbegreiflichen Reise entwickelt.


    Doch zudem wird die Geschichte auch hervorragend erzählt, in dem Musso sehr fesselnd und mit viel Spannung die Geschichte immer mehr aufbaut. Es wird beim Lesen nie langweilig und der Leser fiebert richtig mit Arthur mit, wann er wieder in das nächste Jahr und den nächsten Tag verschwindet, den er erleben darf.
    Das Ende der Geschichte war unvorhersehbar und hat mich wirklich überrascht.
    So kann ich diesen Roman wirklich nur weiter empfehlen und kann diesen Roman jedem raten, der einen Roman lesen will, der alles beinhaltet, was ein gutes Buch braucht und der auch gerne über das Ende eines Romans noch eine Weile nachdenkt.

  • Kurzbeschreibung:
    Lisa träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Um sich ihr Studium zu finanzieren, arbeitet sie in einer Bar in Manhattan. Dort macht sie eines Abends die Bekanntschaft eines faszinierenden, aber rätselhaften Mannes: Arthur Costello. Der junge Arzt hat eine ungewöhnliche Bitte: Lisa soll ihm dabei helfen, als Krankenschwester verkleidet seinen Großvater aus der Psychiatrie zu befreien. Sie lässt sich auf das Abenteuer ein. Zwar gelingt die nächtliche Aktion, doch verliert sie Arthur dabei aus den Augen. Erst ein Jahr später soll sie ihm wieder begegnen, aber diesmal ist sie es, die seine Hilfe braucht. Aus den beiden wird ein Liebespaar. Bald stellt sich heraus, dass Arthur kein Mann ist wie jeder andere. Er offenbart ihr sein schreckliches Geheimnis, und von nun an kämpfen beide gemeinsam gegen einen unerbittlichen Feind - die Zeit... *Quelle*


    Zum Autor:
    Guillaume Musso, geboren 1974 in Antibes, arbeitete als Dozent und Gymnasiallehrer. Musso ist einer der erfolgreichsten Gegenwartsautoren Frankreichs, seine Romane wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und haben sich als internationale Bestseller durchgesetzt.


    Meinung:
    Nach vielen positiven Meinungen zu Guillaume Mussos neuestem Roman war bei mir die Neugier geweckt, und so las ich mein erstes Buch von ihm, das mich gut unterhalten konnte, aber mit dessen Ende ich nicht ganz glücklich war.


    Protagonist Arthur Costello erbt von seinem Vater Frank einen Leuchtturm, woran zwei Bedingungen geknüpft sind. Er darf ihn niemals verkaufen und noch wichtiger, die zubetonierte Tür im Keller des Gebäudes auf keinen Fall öffnen. Natürlich tut Arthur genau dies und schon stehen ihm abenteuerliche Jahre bevor.


    Dabei macht er die Bekanntschaft von Lisa, die ihm hilft, seinen Großvater Sullivan aus einer psychiatrischen Klinik zu befreien. Lisa und er werden ein Liebespaar, sie bekommen zwei Kinder, doch Arthurs Schicksal steht beiden über die Jahre hinweg stets im Weg.


    Guillaume Musso konnte mich mit Vierundzwanzig Stunden von Beginn an fesseln. Die Geschichte um Arthur und Lisa gestaltet sich spannend, was vor allem am Grundthema liegt, zu dem ich mich aber zwecks Spoilergefahr nicht näher äußern möchte.


    Dank kurzer, knackiger Kapitel fliegt man nur so durch Arthurs Abenteuer, der ein sympathischer Protagonist ist, mit dem man automatisch mitfühlt und -leidet. Doch leider konnte mich das Ende bzw. die Auflösung nicht ganz so sehr begeistern oder überzeugen, da dies nichts Neues darstellt, und ich das so auf die eine oder andere Art schon in anderen Büchern gelesen habe. Somit blieb das erhoffte Aha-Erlebnis etwas aus. Trotzdem konnte mich Guillaume Musso für sich gewinnen, und ich werde sicherlich nochmals zu einem Roman von ihm greifen.


    Fazit:
    Vierundzwanzig Stunden konnte mich durch sein Grundthema durchaus fesseln, auch wenn ich mit der Auflösung nicht unbedingt zufrieden war. Trotzdem möchte ich den Roman gerne weiterempfehlen, der sich meines Erachtens auch sehr gut für die kommenden Herbstmonate zum Lesen eignet.


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