Seite 241-360 vom 23.01 - 25.01.06

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  • Nun bin ich auf Seite 335 und die Geschichte schleppt sich fast so weiter, wie ich es im vorhergehenden Abschnitt empfand.


    Bastian brilliert weiter in den Augen der phantasischen Bewohner, ist weiter mutig, stark und schön .......


    Ich sehe aber ein Ende dieses heldenhaften Siegeszuges.
    Es schleichen sich Elemente in die Geschichte, die darauf hinweisen, dass nicht alles gut und schön ist und bleibt was Held Bastian treibt, und dass das gerade errettete und neu gestaltete Phantasien wohl doch noch weiter gefährdet ist.


    Atréju und Fuchur bemerken es und machen sich mit guten Ratschlägen bei Bastian unbeliebt.


    Dieser vergisst seine Herkunft, sein früheres Selbst und scheint mir selbst fast nur noch eine leere Hülle zu sein, wie sie ein paar Wesen eigen war, die er bekämpft hat.


    Es könnte noch einmal spannend werden ..... :thumright:


    Zitat

    Original von Fezzig
    Er (Bastian) lebt endlich seine Fantasien und Wunschvorstellungen aus und findet dabei zu sich selbst.


    Ich denke, dass genau das Gegenteil der Fall ist.

    1. (Ø)

      Verlag: Thienemann in der Thienemann-Esslinger Verlag GmbH


    Bücher können Glück in ein ereignisloses Leben bringen und uns froh machen,
    indem sie uns zu Orten mitnehmen, an die wir sonst nie kämen,
    und uns auf Gedanken bringen, die wir ohne sie nie hätten. (G. P. Taylor)

    Einmal editiert, zuletzt von katharina ()

  • Der arme Bastian führt bei mir leider eine Nebenrolle. Es tut mir so leid, dass ich dermaßen hinterhinke (wo ich die Leserunde ja quasi angestoßen habe...). Aber sobald ich nur an "Die unendliche Geschichte" denke, überkommt mich eine Leseblockade! :(


    Ich muss momentan soviel lesen, das mich anstrengt, dass diese zusätzliche "Belastung" mir die Lesefreude nimmt. Sehr schade, ist das Buch doch einer der Jugendbuchklassiker Deutschlands. Bei mir wird es wohl nie den Status Klassiker erlangen...


    Zumindest bin ich nun schon im letzten Leserundeteil angelangt (Seite 300). Das 20. Kapitel steht bevor "Die sehende Hand". Nur noch 6 Kapitel. Das muss doch zu schaffen sein! :-k


    Mir fällt nicht wirklich etwas diskussionswürdiges ein - außer der Feststellung, dass ich nun Katharinas Beobachtungen folgen kann. Bastian verliert sich - ist aber auch kein Wunder, wenn er in der neuen Welt all das Leben kann, das er sich wünscht. Die Erinnerungen an daheim sind zu negativ, als das er sich dahin zurückwünschen würde. Dafür habe ich sogar Verständnis.
    Aber er muss zurück - warum ihm keiner diese Tatsache als Mutprobe verkauft und es als seine Chance Berühmtheit, Freunde, Bewunderung und Unsterblichkeit zu erlangen, darstellt, verstehe ich nicht! Dann wäre er wieder zuhause, das Buch aus und mein schelchtes Gewissen besänftigt... ;) :loool:
    Schwupdiwupp - an sein Geltungsbewußtsein appelieren und alles wird gut...


    Ich melde mich definitiv nochmal zurück!

    She wanted to talk, but there seemed to be an embargo on every subject.
    - Jane Austen "Pride and prejudice" - +

  • In diesem Abschnitt ist Bastian mir sehr unsymphatisch, der hat nämlich alle Eigenschaften entwickelt, die Helden normalerweise unausstehlich machen. Arroganz, Stolz und so weiter. Jedenfalls wirkt er einfach so.


    Hier musste ich mich sehr durchkämpfen.

    Wer Anhaenger braucht, der suche sich Nullen. Nietzsche.

  • Mich wundert, dass alle nur auf Bastian schimpfen.


    Atreju und Fuchur wirken auf mich nicht besonders sympathisch. Sie sondern sich dauernd von den anderen ab, und wenn Atreju seine Sätze mit "Fuchur und ich haben uns gedacht..." beginnt, mag ich nur über ihre Ignoranz schimpfen... es ist doch soooo absehbar, was daraus folgt. Sie machen Bastian traurig und erinnern ihn an seine Minderwertigkeitskomplexe. :cry:


    Das muss doch nicht sein!

    She wanted to talk, but there seemed to be an embargo on every subject.
    - Jane Austen "Pride and prejudice" - +

  • Ich hatte den Eindruck, dass es zwischen Bastian, Atréju und Fuchur kaum noch ein Miteinander gab. Atréju und Fuchur wirken in diesem Abschnitt auf mich wie Nebenfiguren.


    Irgendwie ist mir dieser Teil der Geschichte eine unnötige Verlängerung ... wahrscheinlich heißt es deshalb "unendliche Geschichte", weil sich dieser Teil endlos langweilig hinzieht *frechgrins*


    Tatsächlich wünschte ich mir, dass diese Reise durchs neue Phantásien straffer geschrieben worden wäre. So ähnlich hast du es wohl auch zeitweise empfunden Fezzig?

    Bücher können Glück in ein ereignisloses Leben bringen und uns froh machen,
    indem sie uns zu Orten mitnehmen, an die wir sonst nie kämen,
    und uns auf Gedanken bringen, die wir ohne sie nie hätten. (G. P. Taylor)

  • Zitat


    Original von katharina


    Tatsächlich wünschte ich mir, dass diese Reise durchs neue Phantásien straffer geschrieben worden wäre. So ähnlich hast du es wohl auch zeitweise empfunden Fezzig?


    Für mich gehört es schon dazu, dass dieser Teil ausführlich beschrieben wird, denn er macht ja deutlich, dass Bastian für die Bewohner Phantasiens ein Held ist, dem man hinterherreist und sich anschließt.
    Daneben existiert dann die Reisegruppe - diejenigen, die später dazugekommen sind, verehren ihn immer noch, während Atréju und Fuchur ihre Achtung vor Bastian verlieren.
    Soll heißen, dass er die Anerkennung, die ihm von allen Seiten entgegeströmt, ignoriert und nur die Freundschaft und Bewunderung Atréjus und Fuchurs in den Mittelpunkt stellt. Als sie nicht reagieren, wie gewünscht, schmollt er. Ein Wesenszug, der es Xayide ermöglicht, ihn zu manipulieren.
    Wo es das Gute gibt, muss auch das Böse sein! Und Helden müssen da in einer solchen Geschichte auch mal verblendet sein, um die Spannung zu halten.


    Ich frage mich, ob ich das Buch als Kind besser gefunden hätte ... zu einer Zeit, in der ich den "Herrn der Ringe", "Star Wars" und ähnliche Themen noch nicht kannnte. Der Zauber ist mir ein wenig genommen, weil ich die Struktur des Romans absehbar finde. Überraschungen existieren nur in der Erschaffung der Wesen.
    Hm, ich drücke mich schwammig aus. Versteht ihr, was ich sagen möchte? :?:


    Kleiner, pummliger Junge ist unbeliebt, flüchtet mit Hilfe eines Buches in eine Fantasiewelt, erlebt dort erst passiv Abenteuer mit, gelangt später aktiv ins Geschehen, wird dort anerkannt und unterliegt keinen Regeln oder Pflichten (außer: "Tu was du willst"), genießt die Macht, die er hat, ohne an die Verantwortung gegenüber "seinen" Wesen zu denken. Wenn so etwas wie ein schlechtes Gewissen auftaucht, verdrängt er es, ebenso wie seine "Freunde". Deren Meinung ist ihm eigentlich wichtig und vertraut ihrer Erfahrung, aber er lehnt sie ab, wenn sie ihn kritisieren. Dann wird er geläutert und alles geht gut aus. Eine Moral rundet alles ab.


    Deshalb finde ich den Teil eigentlich nicht zu lang. Mein Grundgefühl ist halt nicht gut, deshalb fällt es mir schwer, schnell weiterzulesen. Objektiv gesehen (ich versuche, das auseinander zu halten), finde ich die Geschichte aber stimmig.

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  • Zitat

    Original von Fezzig


    Für mich gehört es schon dazu, dass dieser Teil ausführlich beschrieben wird, denn er macht ja deutlich, dass Bastian für die Bewohner Phantasiens ein Held ist, dem man hinterherreist und sich anschließt. ...


    Hi Fezzig,
    um hierauf noch einmal zurück zu kommen, ich dachte, dass du die Story lieber etwas "straffer" wolltest, weil du vorher diese Bemerkung machtest:


    Zitat

    Original von Fezzig
    .... Aber er muss zurück - warum ihm keiner diese Tatsache als Mutprobe verkauft und es als seine Chance Berühmtheit, Freunde, Bewunderung und Unsterblichkeit zu erlangen, darstellt, verstehe ich nicht! Dann wäre er wieder zuhause, das Buch aus und mein schelchtes Gewissen besänftigt... ;) :loool:
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    Aber da habe ich dann wohl etwas falsch verstanden oder deine Ansicht hat sich beim weiteren Lesen entsprechend verändert.
    Für mich blieb es nach der "Rettung" Phanásiens bis zum Ende so ... unendlich gedehnt ... da brauche ich mich jetzt nicht zu wiederholen. :cyclopsani:


    Nun bin ich jedenfalls gespannt, was R. Isau in "Die geheime Bibliothek des Thaddäus Tillmann Tutz" zur Vorgeschichte zu erzählen hat. :compress:

    Bücher können Glück in ein ereignisloses Leben bringen und uns froh machen,
    indem sie uns zu Orten mitnehmen, an die wir sonst nie kämen,
    und uns auf Gedanken bringen, die wir ohne sie nie hätten. (G. P. Taylor)

  • Hallo Katharina,


    ich habe mich bemüht, das Buch auf zwei Arten zu lesen.
    Einmal meine subjektive Sicht (in der ich nur noch wollte, dass es aufhört) und dann die objektive, in der es mir darum ging, unvoreingenommen zu betrachten, was der Autor eigentlich möchte. Wenn man den zweiten Aspekt betrachtet, stellt man fest, dass alles, was Michael Ende in die Geschichte packte, wichtig für Bastians Entwicklung war.


    Aber ehrlich gesagt, "Die geheime Bibliothek..." liest sich viel besser als das beliebte Original. Ich wette, dass dir das Buch gut gefallen wird! Man begegnet vielen Bekannte wieder und die Beschreibung der Bibliothek.... :drunken: ...wunderbar!


    Viel Vergnügen damit!

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    - Jane Austen "Pride and prejudice" - +

  • Zitat

    Original von Fezzig
    Hallo Katharina,
    ich habe mich bemüht, das Buch auf zwei Arten zu lesen.
    Einmal meine subjektive Sicht (in der ich nur noch wollte, dass es aufhört) und dann die objektive, in der es mir darum ging, unvoreingenommen zu betrachten, was der Autor eigentlich möchte. Wenn man den zweiten Aspekt betrachtet, stellt man fest, dass alles, was Michael Ende in die Geschichte packte, wichtig für Bastians Entwicklung war.


    Hi Fezzig,
    was du dazu geschrieben hast, kann ich nachvollziehen. (Ich verzichte hier mal auf die entsprechenden Zitate, deine Beiträge kann man ja nachlesen.)
    Meine Lesart und meine Äußerung zu den Büchern sind da eigentlich immer sehr subjektiv :mrgreen: So in "die Tiefe" wie du teilweise gehst, geh ich nicht.
    Aber es ist für mich sehr interessant, zu lesen, was du so schreibst ... über die Wesen der gewählten Tiere, über die Bedürfnispyramide usw.


    Zitat

    Original von FezzigAber ehrlich gesagt, "Die geheime Bibliothek..." liest sich viel besser als das beliebte Original. Ich wette, dass dir das Buch gut gefallen wird! Man begegnet vielen Bekannte wieder und die Beschreibung der Bibliothek.... :drunken: ...wunderbar!
    Viel Vergnügen damit!


    Ich würd am liebsten schon mit dem Lesen anfangen :study:


    viele Grüße
    katharina *wink*

    Bücher können Glück in ein ereignisloses Leben bringen und uns froh machen,
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