Jonathan Lee / Wer ist Mr Satoshi? / Who is Mr Satoshi?

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Wer ist Mr Satoshi?

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Verlag: btb Verlag

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 320

ISBN: 9783442714544

Termin: Dezember 2016

  • Klappentext:
    „Dieses Päckchen ist für Mr Satoshi. Wenn wir seine Adresse herausfinden.“ So lauten die letzten Worte von Foss’ Mutter, während sie liebevoll einen abgeschabten Schuhkarton mit rätselhaftem Inhalt tätschelt. Und so entschließt sich der von Panikattacken heimgesuchte Fotograf, den mysteriösen Mr. Satoshi zu finden. Seine Reise führt ihn in die ebenso schrille wie geheimnisvolle Welt Japans. Bei seiner Suche muss Foss erkennen, dass die Vergangenheit seiner Mutter, über die sie stets Stillschweigen bewahrte, mit einem tragischen Ereignis im Jahr 1946 verwoben ist. Aber weshalb will noch immer keiner darüber reden? Gemeinsam mit der ebenso klugen wie exzentrischen Japanerin Chiyoko deckt Foss die Lebenslügen seiner Mutter Stück für Stück auf. Immer mehr erfährt er dabei über unterdrückte Sehnsüchte, über verdrängte Familiengeheimnisse und verloren geglaubte Lieben - und zwar nicht nur die seiner Mutter.


    Cover:
    Das Cover des Buches ist ruhig gestaltet. Der Buchtitel "Wer ist Mr Satoshi?" fällt einem gleich ins Auge, da es mit einem kräftigen Rot unterlegt ist. Ansonsten erinnert mich das Cover an diese Scherenschnitte und diese Art der Gestaltung gefällt mir sehr.


    Zusammenfassung und Meinung:
    Foss ist 41 und Fotograf von Beruf. Seit einem tragischen Unfall, bei dem seine schwangere Frau gestorben ist, lebt er sehr zurückgezogen. Lediglich seine demenzkranke Mutter besucht er manchmal im Altersheim. Die Mutter von Foss stirbt an den Folgen ihrer Krankheit. Auf dem Friedhof trifft er Freddie, eine alte Freundin von seiner Mutter. Sie erzählt ihm, dass seine Mutter Alice ein Päckchen daheim aufbewahrt, das man an Mr Satoshi überbringen soll, wenn ihr etwas passiert. Freddie weiß nur, dass Mr Satoshi in Japan lebt und die Jugendliebe von Alice war. Die Suche nach Mr Satoshi ist schwerer als gedacht. In Japan trifft er auf Chiyoko, die ihm bei der Suche behilflich ist.
    Die Figuren sind alle gut und glaubhaft beschrieben. Nehmen wir hier Foss, der ohne seine Tabletten nicht mehr am richtigen Leben teilhaben kann, da ihm sonst Panikattacken überkommen. Er kann auch nicht mehr richtig auf andere Menschen eingehen oder sich auf sie einlassen. Auch Chiyoko ist eine interessante, lebhafte und selbstbewusste junge Frau, die aber auch ihr eigenes Päckchen zu tragen hat.
    Das Buch geht etwas in die Tiefe und beschäftigt uns mit der Frage: Wie gut kennen wir eigentlich unsere Eltern? Was haben sie alle so erlebt von den wir nichts wissen?
    Der Schreibstil ist sehr bildhaft und mitreißend. Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Foss geschrieben. So kann der Leser genau mitfühlen was Foss so fühlt und was in seinem Kopf so vorgeht. Man ist sofort im Geschehen und fiebert selber richtig mit.


    Fazit:
    Mir persönlich hat das Buch sehr gefallen und ich kann es gerne weiter empfehlen. Es ist eine spannende Geschichte die zum nachdenken anregt

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