Andreas Jungwirth - Kein einziges Wort

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  • Autor: Andreas Jungwirth
    Titel: Kein einziges Wort
    Seiten: 349
    ISBN: 978-3-473-401147
    Verlag: Ravensburger


    Autor:
    Der Österreicher Andreas Jungwirth wurde 1967 in Linz an der Donau geboren und studierte am Konservatorium der Stadt Wien Schauspiel. 1990 trat er sein erstes Engagement in Deutschland an. Mit einer eigenen Band tourte er sechs Jahre lang im gesamten deutschsprachigen Raum. In dieser Zeit verfasste Jungwirth erste Texte und 1997 sein erstes Hörspiel. Seit 2000 arbeitet er als Hörspiel- und Theaterautor, in Berlin und seit 2010 in Wien. Für das Schauspielhaus Wien entwickelte er einen Schreibworkshop für Jugendliche "Szene machen!". "Kein einziges Wort" ist sein erster Jugendroman.


    Handlung:
    Kein einziges Wort darf Simon sagen. Weder über den getöteten Hund auf dem Acker noch über den Zettel mit der unmissverständlichen Botschaft: Letzte Warnung! Sonst ist auch Somons Leben in Gefahr. Also schweigt er. Beinhart. Selbst dann noch, als der Hundebesitzer verprügelt und sein Hof angezündet wird. Simon ahnt: Wenn er nicht bald den Mund aufmacht, wird der Täter sein Ziel erreichen... (Klappentext)


    Rezension:
    Simons Leben hat sich geändert. Seine Freunde sind für ihn unerreichbar, seine gewohnte Umgebung sowie so und in seiner neuen Schule findet er keinen Anschluss. Was mussten seine Eltern auch in die Pampa ziehen? Wie ein Zwölfjähriger darüber denkt, fragt ja keiner von den Erwachsenen. Und so redet er schon aus Protest seit dem Umzug kein einziges Wort mehr, wird immer stiller auch wenn er sich dadurch nur noch mehr zum Außenseiter macht. Und so kommt es, wie es kommen muss, er wird zur Zielscheibe mehrer Schüler, bis Chris ihn rettet. Der ist zwei Jahre älter und ab diesem Zeitpunkt sein Freund oder so etwas in der Art. Was ein Fortschritt ist, denn die streunende Katze, die sich von ihm füttern lässt, ist auch kein Ersatz. Doch Chris ist merkwürdig, gibt sich rätselhaft und als Simon schließlich einen toten Hund findet, geköpft, nimmt das Unheil seinen Lauf. Und für Simon, der langsam hinter die Gründe für die bestialische Tat kommt, wird es immer gefährlicher. Denn der mutmaßliche Täter bedroht ihn und auch das Verhältnis zu Chris wird immer einseitiger.


    Andreas Jungwirth hat mit "Kein einziges Wort" einen spannenden Jugendroman geschrieben und stellt seinen Hauptprotagonisten vor der immensen psychischen Herausforderung unter Druck von mehreren Seiten nicht zusammenzubrechen. Und als Leser leidet man mit Simon, der sich immer mehr umzingelt sieht und am Ende nicht mehr weiß, welcher Weg der richtige ist, wen er vertrauen und wie er überhaupt handeln soll. Eine Geschichte über Freundschaft, Vertrauen, Mut, Risiko und OHNE NAMEN UND BESITZER (Was ich damit meine, wird sich für die erschließen, die das Buch lesen.). Der Autor hat zumindest einen Namen, den man kennen sollte. Schließlich ist dieser kleine Kinderkrimi einer der besseren im Bücherregal.

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