Thomas de Maiziere, Damit der Staat den Menschen dient. Über Macht und Regieren

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  • Stefan Braun, Mitglied der Parlamentsredaktion der Süddeutschen Zeitung in Berlin, der mit dem Bundesminister der Verteidigung dieses lange Gespräch geführt und es dann in Buchform gebracht hat, hat nach eigenen Angaben selbst die Initiative zu diesem Buchprojekt ergriffen. Nach längerer Bedenkzeit habe Thomas de Maiziere seinem Ansinnen entsprochen und sich auf die Gespräche über „Macht und Regieren“ eingelassen.


    Thomas de Maiziere ist nicht irgendwer, sondern im Zusammenhang mit der bevorstehenden Bundestagswahl und einer durchaus wahrscheinlichen neuen Großen Koalition einer der interessantesten Politiker der Union derzeit. Schon einmal als möglicher Nachfolger Angela Merkels gehandelt, hat der überzeugte Protestant de Maiziere schon so viele wichtige und verantwortungsvolle Tätigkeiten in deutschen Regierungen innegehabt, dass man ihn ohne Probleme auch für noch größere Aufgaben für geeignet hält.


    Die in insgesamt 10 Kapiteln dokumentierten Gespräche gehen lebensgeschichtlich und chronologisch vor, und zeigen einen Menschen und Politiker, der schon sehr früh das war, was Max Weber einen Verantwortungsethiker genannt hat, darin in vielem seinem ebenfalls protestantisch geprägten Vorgänger im Verteidigungsministerium Helmut Schmidt nicht unähnlich.


    Die Gespräche offenbaren einen reflektierten Politiker mit Ecken, Kanten und auch Widersprüchen, dem man nach der Lektüre nicht nur zutraut, dass er Helmut Schmidt auch als Bundeskanzler beerben könnte, den man dafür auch unabhängig von der Parteipräferenz für keine schlechte Lösung hält.

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