Donna Milner - River

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River

4.4|39)

Verlag: Piper Taschenbuch

Bindung: Taschenbuch

Seitenzahl: 400

ISBN: 9783492258746

Termin: August 2010

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  • Buchrücken:


    River kam zu Fuß. Er war wie ein Wunder. River mit der sanften Stimme und den aquamarinblauen Aagen war ein guter Mann. Doch als er an diesem heißen Julinachmittag auftauchte, endete das Glück einer wunderbaren Familie.


    Meine Meinung:


    River ist ein sehr bewegender und spannender Roman, um es kurz zusammenzufassen: Es geht um eine Familie deren Kinder auf dem Weg des erwachsen werdens sind und dabei fürchterliche Dramen durchstehen. Diese verfolgen sie bis in ihr Leben als Erwachsene, Jahre später, denn es war ihre Art niemals auch nur ein Wort über diese Zeit zu verlieren. Die Hauptpersonen sind die Tochter Natalie, ihr Bruder Boyer und der Hippi aus den USA River. Das ganze Spielt in Kanada an der Grenze zu den USA auf einer Farm, in einem abgelegenen Dörfchen.


    Das Buch ist wirklich sehr empfehlendswert, denn es zeigt, was Jugendlich doch noch ihrer Meinung nach für Fehler machen (können). Oft ist es dann, dass wir uns für Dinge verantwortlich fühlen, für die wir eigentlich nichts können. Aus diesem Grund sollten wir über so etwas reden, statt es in uns hinein zu fressen, denn vielleicht sind wir ja doch nicht IMMER für ALLES verantwortlich (für alles sowieso nicht ;))!


    Liebe Grüße Magic Dolphin =)

    Die Liebe ist unser Leben. :love:
    :flower:Lachen macht das Leben länger.

    2 Mal editiert, zuletzt von K.-G. Beck-Ewe ()

  • Vielen Dank für die Vorstellung dieses Buches, Magic Dolphin. :)
    Ich habe es vor ca einem Dreivierteljahr gelesen und es hat mir sehr gefallen.


    Die mittlerweile 50-jährige Natalie erhält einen Anruf, dass ihre Mutter im Sterben liegt. In Rückblenden erfährt nun der Leser die Familiengeschichte der Wards und wie River, ein junger Mann, in ihr Leben tritt.
    Mit der Zeit offenbart sich das Familiengeheimnis.
    Sprachlich ist der Roman gut geschrieben - flüssig, mitreissend und angenehm geschrieben.


    Jetzt habe ich den 2. Roman von Milner hier liegen und fange heute an, es zu lesen. :wink:


    Liebe Grüße

    Jeder trägt die Vergangenheit in sich eingeschlossen wie die Seiten eines Buches, das er auswendig kennt und von dem seine Freunde nur den Titel lesen können. (Virginia Woolf)

    Einmal editiert, zuletzt von Conor ()

  • Danke für die Rezi Magic Dolphin, :wink:


    es steht bereits auf meiner Liste und nachdem ich jetzt von Vorablesen "Der Tag an den Marilyn starb" bekomme, werde ich sicher dann auch "River" lesen, es klingt jedenfalls sehr interessant. :winken:

    Liebe Grüße
    Helga :winken:


    :study: [b]???


    Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)

  • Das muss ich jetzt doch noch loswerden :wink: :
    "River" war ein Leihbuch, daher kann ich jetzt leider das Buch nicht mehr zur Hand nehmen, um ein wenig ausführlicher zu schreiben.
    Es hätte nämlich eine etwas ausführlichere Rezension verdient.


    :winken:

    Jeder trägt die Vergangenheit in sich eingeschlossen wie die Seiten eines Buches, das er auswendig kennt und von dem seine Freunde nur den Titel lesen können. (Virginia Woolf)

  • Ich habe das Buch im englischen Original auf dem SuB. Je nachdem, wie mir das aktuelle Buch der Autorin gefällt, werd ich "After River" wohl nachschieben oder doch noch auf dem SuB lassen. :wink:


    :flower:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Ich habe es auch vor einiger Zeit gelesen und reiche meine Eindrücke mal nach:


    Natalie Ward lebt mit ihren Brüdern und den Eltern auf einer Farm in British Columbia. Das Leben war hart, aber gut. Die Wards hatten sich eine heile Welt geschaffen, hauptsächlich, weil über viele Themen nicht gesprochen wurde. An einem Nachmittag im Juli 1966 kam River auf die Farm, blieb und arbeitete dort als Helfer. Er musste als Kriegsdienstverweigerer aus den USA flüchten und fand bei den Wards Familienanschluss. Mit dem Erscheinen von River ändert sich vieles im Leben der jungen Natalie. Als er die Farm verließ, war nichts mehr so wie war. Auch Nathalie verließ die Farm und kehrt erst 34 Jahre später wieder heim, nachdem sie von ihrem Bruder Boyer erfährt, dass ihre Mutter im Sterben liegt.

    Mit River gelang die Autorin Donna Milner ein beachtliches Romandebüt. Ganz ruhig beginnt sie die Geschichte aus der Sicht von Natalie zu erzählen. Im Alltag der Familie Ward gab es kaum Höhen und Tiefen. Langsam aber konsequent steigert sie die Spannung, so dass ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen wollte. Der Stil der Autorin hat mir gut gefallen. Leicht und flüssig war das Buch zu lesen, aber trotzdem weder seicht noch kitschig. Den einzigen Mangel, den ich an dem Roman fand, war das Ende. Es war für mich zu vorhersehbar und ein wenig emotional.

    Der deutsche Titel des Buches gefällt mir nicht so. Ich frage mich, warum nicht die einfache Übersetzung des Originaltitels „After River“ übernommen wurde.


    Mein Fazit: Von diesem Erstlingswerk der Autorin war ich sehr angenehm überrascht. Es hat mich gut unterhalten und ich hatte schöne Lesestunden. Nun bin ich auf weitere Romane aus der Feder von Donna Milner gespannt.

  • Hallo!


    Conor du hast recht, dieses Búch hätte eine ausfürliche Rezi verdient, aber ich wollte eure eigenen Eindrücke erfahren und wissen wie ihr das Buch wahrgenommen habt. Außerdem wollte ich denen, die es noch nicht gelesen haben, nicht schon zu viel vorne weg verraten, sondern die Spannung beibehalten, die auch aus diesem Buch hervorgeht. Auf diesem Wege, vielen Dank, dass ihr schon weitere Rezis verfasst und hier rein gestellt habt =). Ich würde mich über weitere Reaktionen auf das Buch freuen.


    Liebe Grüße Magic Dolphin

    Die Liebe ist unser Leben. :love:
    :flower:Lachen macht das Leben länger.

  • Ich bin mir recht unschlüssig, wie ich das Buch bewerten soll.


    Den Stil der Autorin fand ich sehr gut, das Buch liest sehr flüssig. Aber mich hat etwas gestört, dass die Handlung auf den ersten 250 Seiten vor sich hin plätschert, und dann auf den letzten 100 Seiten so viel auf einmal passiert. Zwar schafft es die Autorin auch, mich auf den ersten 250 Seiten zu fesseln, hier passiert zwar nicht viel, aber die Autorin kann mein Interesse am Buch aufrecht erhalten. Aber zum Schluss hin kommt mir alles zu plötzlich, es passiert einfach zu viel und ich finde es etwas übertrieben, wie die Autorin mit dem Schicksal ihrer Protagonisten spielt. Besonders Natalie muss ja so einiges einstecken, hier wäre vielleicht etwas weniger Mehr gewesen.


    Den Schluss hatte ich ähnlich erwartet, fand ihn auch etwas kitschig, aber ich kann damit leben.


    Nun ja, ich vergebe drei Sterne.


    :flower:

    "Hab Vertrauen in den, der dich wirft, denn er liebt dich und wird vollkommen unerwartet auch der Fänger sein."
    Hape Kerkeling


    "Jemanden zu lieben bedeutet, ihn freizulassen. Denn wer liebt, kehrt zurück."
    Bettina Belitz - Scherbenmond

  • Nachdem ich Donna Milners zweiten Roman bei vorablesen gewonnen und mit großem Interesse gelesen hatte, habe ich mir ihr Erstlingswerk "River" aus der Bücherei geholt.
    Auch dieses Buch hat mir sehr gefallen, selbst wenn - wie oben schon erwähnt - eine gewisse "Warmlaufphase" überwunden werden musste, bis der Roman so fesselnd wurde, dass ich ihn nicht mehr weglegen konnte. Der Schluss war ein bisschen zu harmonisch, Nathalies Wandlung ging mir nach 35 Jahren der Distanzierung etwas zu schnell. Von diesen beiden kleinen Kritikpunkten abgesehen, ist das Buch meiner Meinung nach aber durchweg äußerst lesenswert.
    :arrow: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:


    Im Bereich "Erzählungen" ist Donna Milner für mich bisher die Neu-Entdeckung des Jahres, sollte in absehbarer Zeit wieder ein Buch von ihr auf den Markt kommen, werde ich es mir nicht entgehen lassen.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Eine behütete Kindheit - und plötzlich passiert etwas, das ihr ein abruptes Ende bereitet und auch das erwachsene Leben in seinen Schatten stellt. Bücher mit diesem Thema füllen Regalwände.


    Donna Milner trägt in jeder Hinsicht besonders dick auf: Ich-Erzählerin Nathalie wird nicht müde, die besonders innige Liebe zwischen Eltern und Geschwistern zu betonen, und gleich vier fürchterliche Schläge hat sie "nach River" innerhalb weniger Tage zu verkraften, die zum Schluss alle in ein breit angelegtes, mit Friede-Freude-Familiensinn vollgepfropftes Endszenarium münden. Daher schließe ich mich gaensebluemches Meinung an:

    hier wäre vielleicht etwas weniger Mehr gewesen


    Schade, dass die Autorin sich nicht auf die leisen Töne versteht. Oder auf eine Ebene, die der Leser zwischen den Zeilen entdecken kann. Statt dessen werden Hinweise auf das, was sich ereignen wird, mit aufdringlicher Deutlichkeit gegeben:

    Dass Milner atmospärisch dicht und lebendig erzählen kann, beweisen die Schilderungen des Alltags auf der Farm in der ersten Hälfte. Bedauerlich, dass sie die Szenen nicht für sich selbst sprechen lässt, sondern ständig unnötige Erklärungen dazu liefert.


    Weil ich Geschichten um Heranwachsende oder junge Erwachsene gern lese, die zum großen Teil in einem ruhigen Erzähltempo verfasst sind, hat mich die gemächliche Erzählweise in der ersten Hälfte nicht gestört; mir gefiel das geruhsam-flüssige Lesen ehe die Ereignisse sich überschlagen und Nathalie die große Kehrtwende macht.

    Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)


    Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)



  • eines muss man der Autorin lassen, sie versteht es, den Leser zu fesseln und in Tälern und Höhen der Emotionen zu befördern. Das Buch liest sich rasant und die anfangs so sehr betonte Harmonie und Idylle bekommt einerseits vom Klapptentext und anderseits von der vorweg gegebenen Informationen, dass mit dem Eintreffen von River sich das Leben der gesamten Familie auf den Kopf stellt, einen schalen Beigeschmack. Bis zum letzten Drittel darf gebangt und gerätselt werden, in wie fern sich das Leben verändert und inwiefern Nathalie daran schuld ist ....
    Den ersten Teil habe ich sehr sehr gerne gelesen, die beschriebene Idylle ist einfach zu verlockend zum Schwelgen und Neidisch-werden, die eine oder andere Andeutung über das sich anbahnende Unheil machte die Geschichte sehr spannend. Das Unheil kam mit voller Wucht und ohne Rücksicht auf Verluste, und die Geschichte verlor für mich jeden Bezug zur Realität, das Schicksal das diese Familie ereilt, reicht normalerweise für 7 Familien. Viel zu dick aufgetragen, und mit dem

    nur noch das i-Tüpfelchen verliehen.

    Herzliche Grüße
    Rosalita


    :study:
    Wenn das Schlachten vorbei ist - T.C. Boyle


    *Life is what happens to you while you are busy making other plans* (Henry Miller)

  • Jetzt habe auch ich das Buch gelesen, schön, dass es nicht länger auf dem SuB gewartet hat. Es hat mir sehr gut gefallen.
    Hier meine Meinung: :)


    Seitenzahl: 396


    Autorenportraits:
    (Quelle: Buchcover/Verlag)
    Donna Milner lebt mit ihrem Mann im kanadischen Bundesstaat British Columbia. Nachdem ihr erster Roman "River" ein überwältigendes internationales Echo fand, hängte sie ihre Karriere als Immobilienmaklerin an den Nagel, um sich ganz dem Schreiben zu widmen.


    Kurzbeschreibung:
    (Quelle: Buchcover/Verlag)
    Wie eine Fata Morgana erscheint er in der flirrenden Hitze der Straße, die hinab zu unserer Farm führte. Er kam zu Fuß, und ich schaute ihm entgegen aus dem Schatten unserer Veranda, seine Augen waren tief wie ein blaugrüner Ozean. Dad und meine Brüder waren nicht da, aber Mom hängte im gleißend hellen Sonnenlicht gerade unsere Betttücher auf. Irgendetwas war anders an ihr an diesem Julinachmittag. Ihr Haar war hoch gesteckt, und ich glaube, sie hatte sogar einen Hauch Rouge aufgelegt. Sie erwartete ihn. Doch was sie nicht erwartet hatte, war all das Leid, das wie ein kalter Wind folgen sollte.
    In Natalie Wards Erinnerung ist dieser Julinachmittag 1966 der letzte Tag, an dem ihre Familie noch heil und glücklich war. Als sie 34 Jahre später einen Anruf ihres Bruders Boyer erhält und erfährt, dass ihre Mutter im Sterben liegt, muss Natalie sich entscheiden: Will sie ihre Familie nach so langer Zeit wiedersehen? Und wird sie sich den tragischen Ereignissen von damals endlich stellen?


    Meine Meinung:
    Ein wunderbarer Roman voller Leben, Liebe, Leid, Missverständnisse, Schuld und Tragik.
    Der Autorin Donna Milner ist es gelungen ihre Charaktere mit Leben zu erfühlen und dem Leser emotional nahe zu bringen.
    Jeder einzelne fügte sich wunderbar und unverzichtbar in die Geschichte der Familie Wards hinein.
    Der Roman hat mich in seine Bann gezogen und nicht mehr los gelassen. Gekonnt haben sich die Erzählperspektiven, Erinnerungsmomente und das Gegenwartsgeschehen abgewechselt, so dass die Geschichte einen angenehmen Fluss hatte.
    Voller Spannung las ich eine Seite nach der anderen, in der Erwartung, wie sich die Geschichte für alle beteiligten entwickeln wird.
    Ein wunderbarer gefühlsvoller Roman, dass mir viel Freude bereitet hat.
    Von mir :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

    2019: Bücher: 99/Seiten: 41 014
    2018: Bücher: 224/Seiten: 89 626
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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    Lese gerade:

    Strobel, Arno - Das Dorf

  • die Ausgabe auf englisch:

    1. (Ø)

      Verlag: Quercus Publishing Plc


    2019: Bücher: 99/Seiten: 41 014
    2018: Bücher: 224/Seiten: 89 626
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    "Das Nicht-Wahrnehmen von etwas beweist nicht dessen Nicht-Existenz"

    Dalai Lama

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