Die Stellings - Christa Kanitz

Die Stellings

4 von 5 Sternen bei 10 Bewertungen

Band 1 der

Verlag: Langen-Müller

Bindung: E-Book

Seitenzahl: 321

eISBN: 9783784481760

Termin: Juni 2013

Klappentext / Inhaltsangabe: Hamburg um 1850: Das bekannte Handelshaus Stelling ist eines der ältesten und einflussreichsten in Hamburg. Bedroht wird seine führende Stellung durch die Familie Brennicke, die ehrgeizige Pläne hat. Nach der Brandkatastrophe von 1842, die einen großen Teil Hamburgs, das Haus und die Speicher der Stellings zerstörte, herrscht offene Feindschaft zwischen den beiden Handelshäusern. Sie haben alles verloren, aber beide Familien wagen sofort wieder einen Neubeginn. Johannes Stelling und seine Frau Annette wollen ihre Position durch ihre Kinder festigen: Beide Söhne sollen später die Firma leiten, die zwei Töchter in wohlhabende Familien einheiraten. Doch keines der Kinder fügt sich den Wünschen der Eltern. Da kündigt Viktoria, die jüngste und auch eigenwilligste Tochter, an, dass sie sich für den Kaufmannsberuf interessiert und die Geschäfte übernehmen möchte - ein Schock für die konventionelle Hamburger Gesellschaft. Doch Viktoria geht unbeirrt ihren Weg. Christa Kanitz versteht ihren Roman als Liebeserklärung an eine Stadt, die ihr zur Heimat wurde. Neben präzisen Recherchen zeichnet den Roman Sensibilität und Einfühlungsvermögen aus. Außerdem gibt er Einblick in das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben der damaligen Zeit in Hamburg. Die wechselhafte Geschichte der Stellings spiegelt, einfühlsam und lebendig erzählt, die Situation einer alteingesessenen hanseatischen Familie wider.
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  • >Nach der Brandkatastrophe von 1842 ist die führende Position des Hamburger Handelshauses Stelling bedroht. Das Familienoberhaupt Johannes und seine Frau Anette haben alles verloren - nur nicht ihren Mut. Der aber wird auf eine harte Probe gestellt, als Nesthäkchen Viktoria alle mit einer unerhörten Forderung schockiert: Sie will den Kaufmannsberuf erlernen und die Geschäfte des Hauses weiterführen.
    Eine große Familiensaga und zugleich eine Liebeserklärung an Hamburg.<
    (Klappentext)
    Der Klappentext ist nicht so vielsagend, aber mir hat in dem Buch gefallen, dass man etwas über die Zeit in Hamburg, Amerika und England erfährt. Ausserdem ist es die Geschichte von zwei miteinander verfeindeten Familien, die meiner Meinung immer hart am Rande der Trivialität spielt. Aber alles in allem wieder ein Buch über Hamburg, in einer Zeit großer Veränderungen. Wobei die Familiengeschichten natürlich im Vordergrund stehen und mir gut gefallen haben. Aber bei der Fortsetzung "Die Erben der Stellings" warte ich doch lieber auf die Taschenbuchausgabe. :lol:

  • Ich habe das Buch vor 2 Wochen gelesen und habe mich dabei auch gut unterhalten. Allerdings bezweifle ich sehr stark, dass es Mitte des 19.Jahrhunderts wirklich sooo emanzipierte Frauen gab wie Viktoria und ihre Schwiegermutter.
    Einige weitere Dinge kamen mir ebenfalls sehr unglaubwürdig vor, z.B. die überstürzte Flucht Viktorias aus ihrem Elternhaus und die heimliche Aufnahme im Haus ihrer Erzrivalen durch ihre (spätere) Schwiegermutter...
    Trotzdem werde ich den 2. Band lesen, wenn er als Taschenbuch vorliegt oder die Stadtbücherei ihn anschafft.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Ich glaube auch, dass die altehrwürdigen Hanseaten eher auf ein Geschäft verzichtet hätten, als mit einer für sie nicht standesgemäßen Person zu verhandeln. Aber der Part der Schwiegermutter ist wohl mit etwas gutem Willen glaubwürdiger. Solange der Schein gewahrt wird. :wink:

  • "Die Hebamme von Glückstadt", die ich am Wochenende gelesen habe, spielt ja auch im Raum Hamburg/ Glückstadt, allerdings bereits während des 30-jährigen Krieges. Auch in diesem Buch halte ich den Charakter der Protagonistin Clara (extrem selbstsicher mit 20 Jahren, und das als Frau des 17.Jhdts!) für etwas unrealistisch.
    Aber es ist recht interessant, Bücher über die norddeutsche Geschichte zu lesen, zumal ich kein gebürtiger Bayer, sondern eigentlich "Fischkopp" (aus Bremerhaven) bin :pirat:
    Sonst lese ich meistens Romane und Biographien zur englischen Geschichte.

  • "Die Hebamme von Glückstadt", die ich am Wochenende gelesen habe, spielt ja auch im Raum Hamburg/ Glückstadt, allerdings bereits während des 30-jährigen Krieges. Auch in diesem Buch halte ich den Charakter der Protagonistin Clara (extrem selbstsicher mit 20 Jahren, und das als Frau des 17.Jhdts!) für etwas unrealistisch.
    Aber es ist recht interessant, Bücher über die norddeutsche Geschichte zu lesen, zumal ich kein gebürtiger Bayer, sondern eigentlich "Fischkopp" (aus Bremerhaven) bin :pirat:
    Sonst lese ich meistens Romane und Biographien zur englischen Geschichte.

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Hallo €nigma
    Hallo jannmaat,


    nun habe ich mir Eure Beiträge wieder nach oben geholt, weil ich mir doch das Buch "Die Stellings" von Christa Krantz kaufen möchte. Ich wusste doch, dass ich hier im Forum etwas darüber gelesen hatte....... :scratch:
    Da ich bei Amazon in einer Rezension gelesen habe, dass dieses Buch ein >MUSS< für Hamburgliebhaber sein soll, ist es für mich >goldrichtig<.


    Grüsse von Bonprix :wink:

  • Es würde mich interessieren, wie Dir das Buch gefallen hat.
    Obwohl ich manche Dinge eher unglaubwürdig fand, würde ich doch den Folgeband lesen, wenn er mir in die Hände fällt. Allerdings spielt er wohl erst in der Enkelgeneration Anfang des 20 Jhdts, was ich schade finde.
    Gruß, €nigma

    "Books are ships which pass through the vast sea of time."
    (Francis Bacon)
    :study:
    Paradise on earth: 51.509173, -0.135998

  • Habe die "Stellings" ja nun schon eine ganze Weile auf meiner Liste stehen und sie sind ja fast schon untergegangen, aber jetzt werde ich mich wieder dahinterklemmen. Mal sehen, ob meine Bücherei die hat?

    Liebe Grüße
    Helga :winken:


    :study: [b]???


    Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbekannt)

  • Hallo @ll
    Hab ich doch ganz vergessen, etwas zum Buch zu schreiben..... #-o nachdem es mir doch im vorigen Monat endlich "gelungen" ist, die Geschichte aus ihrem SUB-Dasein zu befreien.
    Aber, diesen Buchkauf hätte ich mir seinerzeit besser erspart! =; Trivial, unglaubwürdig, schlichter Schreibstil!
    Und auch ich bezweifle wie €nigma:

    Zitat

    Original von €nigma
    ......dass es Mitte des 19.Jahrhunderts wirklich sooo emanzipierte Frauen gab wie Viktoria und ihre Schwiegermutter.
    Einige weitere Dinge kamen mir ebenfalls sehr unglaubwürdig vor, z.B. die überstürzte Flucht Viktorias aus ihrem Elternhaus und die heimliche Aufnahme im Haus ihrer Erzrivalen durch ihre (spätere) Schwiegermutter...


    Auch "das alte Hamburg" konnte die Autorin mir nicht vermitteln, und der Gipfel der "Märchenerzählung" war für mich, ......dass eine 16-jährige bei der Gerichtsverhandlung (es ging um den Verursacher der Brandkatastrophe) ein so erfolgreiches Plädoyer gegen eine alteingesessene erfolgreiche Reederei, die mit den besten Anwälten vor Gericht erscheint, halten kann, und damit den Prozess für ihre Familie gewinnt....... Nein, DAS ist des Guten zuviel; ich war versucht auf dem Cover nachzusehen, ob ich nicht einen (wie hiessen die doch früher noch :-k.)...."Lore-Romane" erwischt habe.
    Einziges Fazit zu diesem Roman von Christa Kanitz:
    Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie heute noch...... :roll:


    Gruss Bonprix :wink: