Elke Pistor - Kling und Glöckchen

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  • Seit Dianne Glöckchen im ganzjährigen Weihnachts-Dekoladen „Kling und Glöckchen“ arbeitet, ist sie endlich im Leben angekommen. Zum ersten Mal fühlt sich alles richtig an. Ihr Glück droht jedoch schnell zu zerbrechen, denn ihre Chefin verwahrt sie gut gekühlt im Keller des Geschäftshauses und plötzlich rieseln leise weitere Leichen um sie herum. Die Vorweihnachtszeit wird dieses Mal wohl etwas ungewöhnlicher ablaufen, als sonst.


    Nach „Mäkrönchen, Mord & Mandelduft“ (2017) und „Lasst uns tot und munter sein“ (2019) ist nun der dritte Weihnachtskrimi von Elke Pistor im Emons Verlag erschienen. Dieses Mal wird das Leben von Dianne Glöckchen ordentlich durcheinandergebracht. Elke Pistor ist es gelungen einen Roman zu schreiben, der wie eine Schachtel Pralinen mit zahlreichen verschiedenen Sorten ist und so, wie man bei den kleinen, schokoladigen Leckereien nie vorher weiß, was drin ist, so weiß man im Roman auch nie, ob einen auf der nächsten Seite weihnachtliche Stimmung, humorvolle Dialoge, kriminelle Handlungen oder menschliche Abgründe erwarten. Obwohl Pistor im Roman die Bandbreite von weihnachtlichen Gefühlen bis hin zum eiskalten Mord abdeckt, wirkt nichts davon erzwungen, sondern alles ist stimmig.


    Vor allem hat mir Dianne Glöckchen gefallen. Sie hatte es nicht immer leicht im Leben und hat nun endlich -zumindest beruflich- ein Zuhause gefunden. Es ist absolut nachvollziehbar, wie sie in diese missliche Lage gelangt ist und weil sie das „Kling und Glöckchen“ nicht aufgeben mag, immer tiefer hineinrutscht. Man möchte fast mit ihr mitleiden, aber dafür ist der Roman einfach zu unterhaltsam und hat immer wieder Witziges zu bieten.


    Fazit: Ein Roman, genauso bunt gemischt wie eine Schachtel Pralinen: Weihnachtsfeeling, Humor, Leichen, Vertrauensmissbrauch und Zuneigung. Alles vorhanden und unterhaltsam als Weihnachtskrimi präsentiert. 4,5 Sterne vergebe ich dafür.


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