Anke Küpper - Tod an der Alster

  • Kurzmeinung

    Annabell95
    Schön ruhig und schön geschrieben. Interessante Entwicklung des Krimis.

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  • Kurzbeschreibung


    Eine Frau läuft im farbenreichen Spektakel des Feuerwerks über der Alster vor einen Bus. Erst bei genauem Hinsehen entdecken Svea Kopetzki und die Kollegen von der Mordkommission die Stichspuren am Hals. Hat sich die bekannte Schönheitschirurgin aus ihrer nahen Praxis vor einem Angreifer in die Menschenmassen des Alstervergnügens flüchten wollen? Wer hatte sie angegriffen? Ein Einbrecher, ein rachsüchtiger Ex-Patient oder steckte doch etwas ganz anderes dahinter? Hauptkommissarin Svea Kopetzki muss viele Fragen in der ihr verhassten Welt der Neu-Reichen und Neu-Schönen Hamburgs stellen.



    Autorin


    Anke Küpper arbeitet seit über zwanzig Jahren als Buchautorin. In ihren packenden Kriminalromanen macht sie ihre Wahlheimat Hamburg zum Schauplatz. Wenn sie nicht gerade mit Schreiben beschäftigt ist, kümmert sie sich um die Hühner in ihrem Garten, walkt an der Elbe, paddelt auf der Alster oder tauscht sich mit den „Mörderischen Schwestern“ aus.



    Meine Meinung


    Die Schönen und die Reichen - Der 2. Fall mit Svea Kopetzki

    Schauplatz Hamburg am 15. August 2015

    Das Feuerwerk erstrahlt über der Alster und genau in diesem Moment läuft eine Frau vor einen Touristenbus und stirbt. Sie stirbt aber nicht an den Unfallfolgen, sondern sie hatte eine Halswunde. Zeugen und Videos sollte es für die Ermittler aufgrund des Feuerwerks genügend geben. Das Ermittlerteam, das hauptsächlich aus Svea Kopetzki, Tammen Claußen und Franzi besteht, muß zuerst einmal alles sichten.


    Bei der Toten handelt es sich um die Schönheitschirurgin Helene Pahde und sie stürmte aus ihrer Klinik auf die Straße. In ihrem Schreibtisch fehlt Bargeld, ebenso ein sehr teurer Ring. Wer hat sie getötet? Eventuell der vernachlässigte Ehemann, der Geliebte, ein unzufriedener Patient, eine Witwe, die Pahde Schuld am Suizid ihres Mannes gibt oder steckt etwas ganz Anderes dahinter?


    Die Nachforschungen finden zuerst in der Welt der Schönen und Reichen statt. Empathie kennt man hier nicht, dafür spielt Geld keine Rolle. Oder vielleicht doch?



    Nachdem ich bereits den ersten Fall gelesen hatte, wollte ich gerne bei einer weiteren Ermittlung dabei sein. Das Team der 3 ist gut eingespielt, kennt sich gut mit den Eigenheiten des Anderen aus und respektiert sie. Allerdings hat jeder von ihnen private, persönliche Probleme, die immer wieder dazwischenfunken und auch Aufmerksamkeit verlangen.


    Die Autorin hat die Vorgehensweise der Polizei realistisch geschildert und als Leser kann man Stück für Stück alles nachvollziehen. Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und wird durch die privaten Einschübe aufgelockert. Den Fall konnte das Team schlußendlich zufriedenstellend aufklären. In welcher Konstellation es weitergeht, darauf bin ich gespannt. Der Cover paßt sehr genau zur Story.


    Von mir bekommt dieser solide Regionalkrimi eine Leseempfehlung und ich bin beim 3. Fall bestimmt mit dabei!

  • Ruhig mit Hamburgflair

    Während des Feuerwerks an der Alster läuft eine Frau vor einen Bus. Erst bei näherer Betrachtung fallen Svea Kopetzki und ihren Kollegen die Stichwunden an ihrem Hals auf. Bei der Frau handelt es sich um eine bekannte Schönheitschirurgin. Ihre Klinik ist ganz in der Nähe vom Tatort. Ist sie vor jemanden geflohen? Wer hat sie angegriffen? Hat sie einen Einbrecher an der Schönheitsklinik überrascht oder steckt womöglich noch etwas anderes dahinter? Svea Kopetzki muss viele Fragen in der Welt der Neu-Schön- und Reichenwelt Hamburgs klären.

    "Tod an der Alster" ist der zweite Teil mit der Kommissarin Svea Kopetzki. Man kann den Teil unabhängig lesen. Wer sich jedoch auch für die Geschichte der Protagonisten interessiert, dem ist zu empfehlen mit dem ersten Teil zu beginnen.

    Der Schreibstil ist sehr ruhig. Es lässt sich sehr angenehm lesen. Mit den schönen Beschreibungen der Orte und dem vielen Lokalkolorit kommt beim Lesen richtiges Hamburgfeeling hoch. Beim Lesen träumt man sich quasi in die schöne Stadt an der Alster und Elbe.

    Bei der Ermittlungsarbeit konnte man einen roten Faden erkennen. Es war nicht durcheinander und alles wurde gut aufeinander aufgebaut. Allerdings hatte ich dadurch schon recht früh eine Ahnung wer der Täter ist. Es gab ja auch nicht allzu viele Möglichkeiten, die in Frage kommen konnten. Da hätte ich mir die ein oder andere falsche Fährte mehr gewünscht.

    Die Hauptprotagonisten waren mir alle wieder sympathisch. Ihre private Geschichte wurde gut ausgebaut. Im Vergleich zum ersten Teil merkt man hier schon eine Entwicklung. Ich finde die Hintergrundgeschichten der Protagonisten in dieser Reihe so schön, dass sogar der Fall für mich nebensächlich wird. Viel interessanter finde ich wie es bei den Ermittlern privat weiter geht.

    Mein Fazit:

    Ein ruhiger Krimi an der Alster. Viel Lokalkolorit sorgt für Alsterflair in der schönen Hansestadt Hamburg. Die Ermittlungsarbeit könnte noch ausgebaut werden, aber alles in allem ein guter Krimi, den man schön lesen kann.


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