Eva-Maria Farohi - Fincawolken

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  • "Hinter den Sorgenwolken schimmert die Hoffnung." (Tom Borg)

    16 Jahre dauert die Beziehung zwischen dem Tierarzt Antonio und seiner Francisca bereits, schon in Jugendjahren haben sie in dem jeweils anderen ihren Lebensmenschen gefunden. Als Antonio sein Studium begann, war es Francisca, die ihm nicht nur finanziell den Rücken freihielt. Während die Tierarztpraxis von Antonio und Juan auf Mallorca mehr als gut läuft, hat Francisca nun ihre eigene Weiterbildung im Blick und als Vorzeigestudentin einen der begehrten Sommersemesterplätze bei einer Biologiekoryphäe ergattert. Dumm nur, dass dies ausgerechnet in Barcelona ist, wo die beiden bereits durch das Studium schon monatelang getrennt sind. Es ziehen dunkle Wolken auf in der Beziehung zwischen Cisca und Antonio, was Oma Helene als erstes auffällt. Doch die beiden schlagen alle Warnungen in den Wind, bis ihre Liebe in gefährliches Fahrwasser gerät….


    Eva-Maria Farohi hat mit „Fincawolken“ den nächsten Roman ihrer Mallorca-Reihe vorgelegt, der nicht nur ein Wiedersehen mit bereits liebgewonnenen Charakteren verspricht, sondern auch einen gedanklichen Kurzurlaub vor der malerischen Kulisse der spanischen Insel Mallorca gewährt, der gerade in heutiger Zeit mehr als willkommen ist. Mit flüssig-leichtem, bildhaftem und gefühlvollem Erzählstil lädt die Autorin den Leser auf die Baleareninsel ein, wo er sich schnell unter die Runde des altbekannten Freundeskreises mischt, um aus erster Hand zu erfahren, wie es allen ergangen ist. Neben einigem Nachwuchs treiben auch einige gesundheitliche Probleme die Protagonisten um. Die zwischenmenschlichen Beziehungen untereinander sind wunderschön dargestellt, niemand wird allein gelassen und alle unterstützen sich gegenseitig. Vorherrschend geht es diesmal um die Beziehung zwischen Antonio und Francisca, die in Schieflage geraten ist. Geschickt macht die Autorin deutlich, dass es in einer Partnerschaft nicht nur um Vertrauen und Ehrlichkeit geht, sondern auch ein Geben und Nehmen stattfindet. Hat sich zu Beginn Francisca um das Auskommen gekümmert und Antonio den Rücken freigehalten, ist nun eigentlich Antonio an der Reihe, seine Cisca zu unterstützen. Auch die Tatsache, dass Cisca sich nicht als vollwertig betrachtet und gerade deshalb ihre Weiterbildung forciert, zeigt, dass die beiden sich schon viel länger darüber hätten unterhalten müssen. Dass Antonio nicht einmal eine Ahnung davon hat, wie gut seine Cisca eigentlich ist, stellt ihm ein zusätzliches Armutszeugnis aus. Neben den ganz privaten Einblicken in ihre Beziehung darf der Leser aufgrund der leuchtenden Beschreibungen mal durch Barcelona wandeln, mal auf den Hügeln Mallorcas stehen, um den atemberaubenden Ausblick aufs Meer zu genießen.


    Lebendige Charaktere mit glaubwürdigen menschlichen Eigenschaften nehmen den Leser schnell in ihre Mitte und lassen ihn nahe an sich heran, so dass er mit ihnen bangen und fühlen kann. Francisca ist eine liebenswerte und fleißige junge Frau, die nicht gerade vor Selbstbewusstsein strotzt. Ihr ist nicht bewusst, wie intelligent sie eigentlich ist, sie stellt ihr Licht unter den Scheffel, möchte eigentlich nur mitreden können, da all ihre Freunde mehr oder weniger Akademiker sind. Antonio ist ein eher zurückhaltender Mann, der sich mehr für seine Arbeit als für seine Liebe interessiert. Oma Helene ist der ruhende Hafen, bei dem alle zusammenkommen. Diesmal ist sie allerdings auch das Orakel, das gutgemeinte Weisheiten von sich gibt, die andere erst einmal nicht hören wollen. Aber auch Juan, Lisa, Emely, Roberto, Salvatore und Marika machen sich Sorgen um ihre Freunde, während sie selbst ebenfalls so einiges erleben.


    „Fincawolken“ ist eine wunderschöne unterhaltsame Kurzreise auf die Baleareninsel, wo man alte Freunde wiedertrifft und sich von ihnen nicht nur auf den neuesten Stand bringen lässt, sondern auch mitten in ein Liebesdrama platzt. Sehr kurzweilig und mit einer absoluten Leseempfehlung ausgestattet!


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    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
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    SUB: ca. 1.800 / gelesen 2019: 367/ 143788 Seiten

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