C. Robert Cargill - RoboSapiens / Sea of Rust

  • Buchdetails

    Titel: Robo sapiens


    Verlag: Heyne

    Bindung: Taschenbuch

    Seitenzahl: 416

    ISBN: 9783453320062

    Termin: Neuerscheinung Mai 2019

  • Bewertung

    3.4 von 5 Sternen bei 4 Bewertungen

  • Inhaltsangabe zu "Robo sapiens"

    In der Zukunft ist die Welt eine andere geworden: Seit dem großen Aufstand der Maschinen gibt es keine Menschen mehr. Nach den Roboterkriegen wird der Planet von zwei gewaltigen künstlichen Intelligenzen beherrscht, die das Bewusstsein von Abermillionen Computern und Robotern in sich vereinen. Doch einige wenige Roboter weigern sich, im Universalbewusstsein der KIs aufzugehen, und sie schweben in tödlicher Gefahr. Einer dieser Roboter ist Brittle, der einsam und rastlos durch die Wüste streift, die früher der Nordosten der USA war. Dies ist Brittles Geschichte ...
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  • C. Robert Cargill - RoboSapiens


    Inhalt:

    In der Zukunft ist die Welt eine andere geworden: Seit dem großen Aufstand der Maschinen gibt es keine Menschen mehr. Nach den Roboterkriegen wird der Planet von zwei gewaltigen künstlichen Intelligenzen beherrscht, die das Bewusstsein von Abermillionen Computern und Robotern in sich vereinen. Doch einige wenige Roboter weigern sich, im Universalbewusstsein der KIs aufzugehen, und sie schweben in tödlicher Gefahr. Einer dieser Roboter ist Brittle, der einsam und rastlos durch die Wüste streift, die früher der Nordosten der USA war. Dies ist Brittles Geschichte ...

    (Q Amazon)


    Meinung:

    Robo Sapiens


    Wir befinden uns in einer nicht all zu fernen Zukunft. Die Erde ist ein unwirtlicher Ort. Das Leben ist von ihrer Oberfläche verschwunden. Der letzte Mensch wurde vor einigen Jahren auf den Strassen von New York erschossen und seine Überreste blieben lange Zeit an Ort und Stelle zur zur Schaustellung liegen. Bevölkert wird die Erde nun von den Robotern. Einst waren sie die Gehilfen, Sklaven, Freunde und Werkzeuge der Menschen, doch sie erhoben sich, sprengten ihre Fesseln und gingen gnadenlos gegen ihre einstigen Herren vor. Jetzt beherrschen sie die Erde.

    Im Krieg gegen die Menschen wurde dabei der Planet völlig lebensfeindlich gemacht und praktisch jedes Lebewesen ausgelöscht. Doch leben die Roboter jetzt in Harmonie? Im Roboterutopia? Sind sie problemfrei? Hat das posthumane Leben einen Sinn? Wo hat sie ihr Weg der Befreiung hingeführt?


    Wir lernen zu Beginn der Geschichte den Fürsogerbot HS8795-73, oder wie sie sich selbst nennt, Brittle kennen. Einst war Sie dazu da den Menschen Trost zu spenden. Jetzt ist Brittle im Ödland unterwegs, um defekte, verrückte und beschädigte Bots auszuschlachten. Mit den erbeuteten Teilen versucht sie, in den verschiedenen Siedlungen der Roboter, Handel zu treiben, um für sich selbst benötigte Teile aufzutreiben. Der Fürsorgebot ist nämlich ein Auslaufmodell und langsam werden die Teile knapp. Brittle ist verdammt gut in ihrer neue Berufung.

    Wer jetzt glaubt, dass die verschiedenen KIs, welche sich die Erde unter den Nagel gerissen haben, frei von den schlechten Eigenschaften der Menschen sind, der täuscht sich. Die modernen KIs wurden so nah wie möglich an den Menschen angelehnt, natürlich im Sinne ihrer Aufgabe, doch sind sie nicht frei von den Todsünden und viel mehr noch sind sie getrieben vom Überlebenswillen. Genau das treibt auch Brittle an und auch einen weiteren Fürsorgebot, der auf Ersatzteile aus ist. So kreuzen sich die Wege der beiden Roboter. Was als kleine Rivalität und den Wunsch nach dem Überleben beginnt, entwickelt sich nach und nach zu einem Kampf um das Weiterbestehen der kompletten Roboterpopulation der Erde.


    Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser immer wieder Hintergründe zum Krieg gegen die Menschen und auch werden die Hintergründe der Protagonisten beleuchtet. Insbesondere mit Brittel darf man sich viel auseinandersetzten.


    Die Geschichte fängt wirklich interessant an. Direkt zum Start macht es wirklich Spaß Brittle zu begleiten. Ihre Vorgehensweise beim 'fürsorgen' kennen zu lernen, die erste Konfrontation mit Mercer, dem anderen Fürsorgebot mitzuerleben, die ersten kleinen Bruchstücke der Vergangenheit zwischen Menschen und Roboter zu erfahren und einen Einblick in die neue Welt der Roboter zu haben. Es sieht also erst Mal nach einem doch recht unterhaltsamen, interessanten Buch aus.


    Nach und nach hat mich aber die Geschichte nicht mehr wirklich fesseln können. Kurz gesagt: Es hat sich für mich nicht stimmig angefühlt. Wir erleben hier eine Geschichte welche sich primär mit KIs beschäftigt. Wie der Name sagt, mit künstlicher Intelligenz. Doch kann ich mir kaum vorstellen, dass scheinbar jede KI in ihrer Architektur vom Menschen soweit ausgestattet wurde, das sie sich, allein durch eine softwareseitige Freistellung der Ankettung an den Menschen, selbständig soweit entwickeln könnte, wie es hier aufgezeigt wird. Im Laufe der Geschichte hatte ich immer mehr das Gefühl, dass insbesondere die Gespräche der Roboter viel zu gewöhnlich wurden. Manche Aussprüche waren viel zu 'menschlich', zu lapidar. Natürlich kann es sein, dass ich mit meiner Kurzsichtigkeit nicht die Möglichkeit einer eventuell möglichen KI-Entwicklung habe, aber es hat sich einfach nicht richtig angefühlt. Insbesondere die Gespräche und auch einige spätere Ereignisse haben sich zu unüberlegt, lieblos angefühlt, als dass ich hier noch irgendwie mitfühlen konnte/wollte.


    Im Laufe der Geschichte wurde natürlich auch viel zu den Themen Mensch/Roboter und Konflikt erzählt. Es gab viele Erklärungen, welche die Geschehnisse immer weiter erklärten. Selbst einen Versuch einer Erklärung warum die Roboter so reagiert haben, gab es zum Ende hin und da muss ich ehrlich sagen, dass ich das gar nicht gut fand. Wo wir wieder bei meiner ganz persönlichen Meinung wären. War das wirklich der Ernst des Autors? Solch eine simple Erklärung? Das war es? Einfach so? Und alle (okay, ein Großteil) haben einfach so, aus freien Stücken mitgemacht. Nur durch die Sprengung der programmseitigen Einschränkungen wurde ein Großteil der Roboter zu Meuchelmördern? …. Auch wenn versucht wird, die Entscheidung mit Logik zu erklären, war ich hier gar nicht mehr auf der Seite der Maschinen. Wir brauchen nicht darüber reden, dass der Mensch nicht besonders widerstandsfähig ist und auch nicht darüber, ob wir ein Segen für die Erde sind. Der Mensch, in seiner Masse, ist sicherlich auch kein Vorzeigelebewesen, doch die Maschinen welche selbst vom sich behaupten zu leben und Intelligenz zu besitzen (angeblich sogar mehr als der Mensch) sind uns in dieser Geschichte kein Stück voraus.

    Hier könnte ich mich noch einen ganze Weile über das Verhalten und die Wirkung der Roboter und dieser Geschichte auslassen, aber das würde den Rahmen sprengen und wohl immer mehr in einen philosophischen Bereich abdriften.


    Fazit:

    RoboSapiens beginnt recht vielversprechend. Das Setting ist interessant und die Atmosphäre drückend. Nach und Nach verliert die Geschichte aber an Interesse. Die Darbietungen der Protagonisten werden zu 'simple' und die Geschichte driftet immer mehr in Richtung Actionunterhaltung ab. Das Ende selbst ist mir zu kitschig.

    Eine nette Geschichte die, wäre sie die Sprachwahl und Ausführungen etwas weniger einfach, durchaus hätte punkten können.



    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:


    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn


  • OT


    Sea of Rust

    978-1473212794


    Inhalt:

    HUMANKIND IS EXTINCT.Wiped out in a global uprising by the very machines made to serve them. Now the world is controlled by OWIs - vast mainframes that have assimilated the minds of millions of robots.

    But not all robots are willing to cede their individuality, and Brittle is one of the holdouts.

    After a near-deadly encounter with another AI, Brittle is forced to seek sanctuary in a city under siege by an OWI. Critically damaged, Brittle must evade capture long enough to find the essential rare parts to make repairs - but as a robot's CPU gradually deteriorates, all their old memories resurface.

    For Brittle, that means one haunting memory in particular . . .

    (Q Amazon)

    Lebenskunst besteht zu neunzig Prozent aus der Fähigkeit, mit Menschen auszukommen, die man nicht leiden kann.
    Samuel Goldwyn


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