Ellin Carsta - Der nahende Sturm

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  • Kurzbeschreibung

    Wie stark ist der Familienzusammenhalt der Hansens wirklich? Ein neuer packender Roman von Bestsellerautorin Ellin Carsta.



    Die Hansens haben allen Grund zu feiern. Gerade ist es ihnen gelungen, die durch Richards Diebstahl ausgelösten Turbulenzen zu bewältigen. Da droht bereits das nächste Unheil. Die beiden Verstoßenen, Elisabeth und Richard, haben sich verbündet. Gemeinsam sind sie darauf aus, dem Kontor der Hansens die Kundschaft abzujagen. Doch Luise will die Flucht nach vorne antreten und schmiedet bereits ganz andere Pläne. In Kamerun hat es Hamza als vorübergehender Leiter der Plantage geschafft, die Spinnmilbenplage erfolgreich zu bekämpfen. Das gefällt nicht allen vor Ort, und der nächste Zusammenstoß zwischen den Einheimischen und den Kolonialherren ist vorprogrammiert.



    Autorin

    Ellin Carsta ist das Pseudonym der deutschen Autorin Petra Mattfeldt, die zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Nähe von Bremen lebt. Alle Fans ihrer Bestsellerreihe um die »heimliche Heilerin« können sich mit der Veröffentlichung der »Hansen-Saga« über neuen Lesestoff freuen.



    Meine Meinung

    Dieser Band beschreibt den Zeitraum vom 16. Mai bis 29. Mai 1895 in Hamburg und Kamerun.


    Der Konflikt zwischen den beiden streitenden Gruppierungen der Familie Hansen nimmt zu und es besteht durchaus ernsthafte Gefahr, daß die Firma in Schieflage gerät. Gerade hat sich in der Geschäftsleitung eine wichtige Veränderung ergeben, werden sie auf eine neue, harte Probe stellt und sie kämpfen ums Überleben. Aber wie immer behält Luise den Überblick, hat gute Ideen und Strategien. Für sie gilt Köpfchen, Liebreiz und Überzeugungskraft. Leider gibt es auch ein Geheimnis um Hans, mit dem sie fertig werden muß. Martha hat immer noch ihr altes Problem und versetzt Familienschmuck, um ihre Sucht zu befriedigen. Aber für sie und ihren Sohn gibt es einen kleinen Hoffnungsschimmer.


    Hamza als Vertreter von Robert wird im Kamerun von der Familie Hansen und den eigenen Leuten voll akzeptiert und respektiert. Die Beseitigung der Spinnmilbenplage hat mit Sicherheit dazu beigetragen. Aber es gibt auch Deutsche, die das anders sehen. In dem deutschen Oberleutnant Heemsen findet Hamza einen verständnisvollen Beamten. Am Ende gibt es für Hamza eine positive Entwicklung in Sachen Liebe.


    Der Showdown in einer Anwaltskanzlei bildet den Schluß dieses 6. Bandes. Der Leser wird wieder auf die Folter gespannt, wie die Weiterentwicklung wohl aussieht.



    Wie auch die Vorgängerbände war Band 6 ein kurzweiliges Lesevergnügen, das wieder einen Zeitraum von nur 14 Tagen umfaßt. Luise, wie immer mutig, erfolgreich und tough, sie kann ihre Stellung festigen. Auch zu den anderen Figuren gibt es keine Neuigkeiten festzustellen, alles bleibt in den gewohnten Bahnen. Böse bleibt böse, gut bleibt gut. Die Vorkommnisse und Begebenheiten müssen nicht unbedingt 1895 stattfinden, es wäre auch in der heutigen Zeit so oder so ähnlich durchaus vorstellbar. Für Fans der Hansen-Saga eine gelungene Fortsetzung.

  • Mario

    Hat den Titel des Themas von „Ellin Carsta - Der nahende Sturm - Hansen-Saga Band 6“ zu „Ellin Carsta - Der nahende Sturm“ geändert.
  • Über die Autorin (Amazon)


    Ellin Carsta ist das Pseudonym der deutschen Autorin Petra Mattfeldt, die zusammen mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in der Nähe von Bremen lebt. Mattfeldt hat sich unter dem Pseudonym Caren Benedikt bereits einen Namen im historischen Genre gemacht. Sie schreibt außerdem Krimis, Thriller und Jugendbücher. "Die heimliche Heilerin" ist der Auftakt zu einer Reihe, die sofort zum Bestseller avancierte.

    Der Titel "Rebengold" wurde auf die Shortlist zum Skoutz-Award 2017 im Bereich History gewählt.


    Produktinformation (Amazon)


    Taschenbuch: 301 Seiten


    Verlag: Tinte & Feder (16. Juni 2020)


    Sprache: Deutsch


    ISBN-10: 2496702574


    ISBN-13: 978-2496702576



    Ein spannender Roman


    Kaum haben die Hansens die durch Richards Diebstahl ausgelösten Turbulenzen bewältigt, da droht bereits wieder ein Unheil. Haben sich doch Elisabeth und Richard tatsächlich verbündet. Sie wollen den Hansens die Kundschaft abjagen. Doch Luise nimmt den Kampf auf und schmiedet bereits neue Pläne. In Kamerun hat es Hamza, der von Robert als vorübergehendet Leiter der Plantage ernannt wurde, geschafft, die Spinnmilben zu besiegen. Doch gefällt nicht allen Plantagenbesitzern dass es kein Deutscher ist, der die Vertretung Robert Hansens übernommen hat. Unweigerlich kommt es zum nächsten Zusammenstoß.



    Meine Meinung


    Und wieder müssen die Hansens gegen ihre Verwandtschaft kämpfen. Elisabeth fällt auch immer wieder etwas Neues ein, wie sie ihrem Ex-Mann und seiner Familie schaden kann. Dass Richard sich auf ihre Seite schlägt, wundert mich nicht. Das Buch war wieder – dank des angenehmen und unkomplizierten Schreibstils (es gab keine Unklarheiten im Text) – leicht und flüssig zu lesen. Auch war ich in der Geschichte sofort wieder drinnen und konnte mich auch in die Protagonisten sehr gut hineinversetzen. Auf der einen Seite habe ich es Hamza gegönnt, dass er diesen verantwortungsvollen Posten von Robert übertragen bekommen hat. Auf der anderen Seite tat er mir aber auch leid, weil er einfach nicht mehr weiß wohin er gehört. Die Weißen wollen ihn nicht weil er ein ‚Neger‘ ist, die dunkelhäutigen nicht, weil er sich mehr wie ein Weißer benimmt. So wie er es in Hamburg gelernt hat. Luise ist mit ihrem Mann glücklich, bis… Ja bis wann, das verrate ich nicht. Doch die Hansens – und das finde ich einfach klasse – stehen zusammen egal was kommt. Am Ende des Buches scheint alles in Ordnung zu sein, und doch soll es noch einen siebten Band geben. Ich bin sehr gespannt, was Ellin Carsta hier noch einfällt und freue mich aufs Lesen des siebten Buches. Dieses hier war spannend, hat mich gefesselt und in seinen Bann gezogen. Die Spannung blieb über das ganze Buch erhalten. Es hat mich sehr gut unterhalten und bekommt von mir eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.

    Liebe Grüße
    Lerchie



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    nur wer aufgibt, hat schon verloren

  • Stürmische Zeiten für die Hansens


    Sah es gerade noch so aus, als wäre die Krise überwunden, geht es im Hansen-Kaffee-Kontor in Hamburg wieder drunter und drüber, denn Geschäft scheint den Bach runterzugehen. Richard und Elisabeth haben mit Hilfe Dr. Wegeners einen gefährlichen und bösartigen Plan geschmiedet, um die Familie nicht nur geschäftlich endgültig zu ruinieren. So zieht es Robert und Therese von Kamerun nach in die Elbestadt, um Luise Beistand zu leisten und sie bei der Rettung der Firma tatkräftig zu unterstützen. Derweil vertritt Hamza Robert in Kamerun, doch auch er hat gegen Vorurteile und mächtige Gegner zu kämpfen...


    Ellin Carsta führt mit dem 6. Band ihrer Hansen-Saga „Der nahende Sturm“ ihre Familiengeschichte um das Kaffeeunternehmen fort und einmal mehr nicht mit spannenden und unterhaltsamen Wendungen. Der flüssige und bildreiche Erzählton lässt den Leser flux wieder zwischen die Familienmitglieder gleiten und als unsichtbarer Beobachter die aufkommenden Intrigen und Ärgernisse beobachten, die die Familie und ihr Unternehmen erneut bedrohen. Die zwischenmenschlichen Bande innerhalb des Familienkonstrukts weiß die Autorin wunderbar zu inszenieren. Neben unterschwelligem Haß und üblen Rachegedanken ist auch der Zusammenhalt und der gemeinsame Kampf um das familiäre Unternehmen sehr deutlich herausgearbeitet. Als Leser verfolgt man mit Spannung die gemeinen Pläne der immer mehr an Einfluß und Macht gewinnenen Elisabeth, vor allem aber genießt man die unermüdliche und bedachte Art von Luise, die es immer wieder aufs Neue schafft, den Leser mit ihrer Tatkraft zu überraschen. Während der Schauplatz Wien diesmal kaum in den Blickpunkt gerät, spitzen sich die Ereignisse in Kamerun neben Hamburg ebenfalls zu. So pendelt der Leser zwischen Hamburg und Afrika hin und her, um die Entwicklungen an den jeweiligen Handlungsorten mitzuverfolgen. Carsta nutzt hier wieder ihr Talent, mit wenigen Worten nicht nur Spannung, sondern auch schöne Bilder zu erzeugen, um das Gelesene dem Konsumenten plastisch vor Augen zu führen.


    Die Charaktere zeigen erneut eine Weiterentwicklung, sind geprägt von menschlichen Eigenschaften, die neben Lebendigkeit auch Authentizität vermitteln, so dass der Leser sich ihnen gerne anschließt und atemlos ihrem Werdegang folgt. Luise überrascht einmal mehr mit ihrer Stärke und ihrem Ideenreichtum, sie ist eine Kämpferin, die so leicht nicht aufgibt und alles in die Waagschale wirft, was sie allerdings auch manchmal hart und unerbittlich erscheinen lässt. Hamza beweist seinen Gegner gegenüber einen kühlen Kopf, er führt die Plantage besonnen und mit geschickter Hand und lässt sich nicht einschüchtern. Elisabeths Gedanken sind von Rache erfüllt, die ihr die Energie geben, ihren niederträchtigen Plan durchzuführen. Robert, von der Familie verstoßen, sinnt ebenfalls auf Genugtuung. Luises Schwester Martha hinterlässt einmal mehr den Eindruck, als wäre in ihrem Oberstübchen nicht alles in Ordnung. Sie ist so widersprüchlich wie wechselhaft, was vor allem an ihrem ausufernden Medikamentenkonsum liegt. Ebenso überzeugen Richard, Therese und weitere Protagonisten, die die Handlung zusätzlich lebendig halten.


    „Der nahenden Sturm“ zieht den Leser erneut in den Bann der Hansen-Familie und ihrem ereignisreichen Treiben. Spannende und kurzweilige Lesestunden sind hier garantiert. Verdiente Leseempfehlung!


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    Bücher sind Träume, die in Gedanken wahr werden. (von mir)


    "Wissen ist begrenzt, Fantasie aber umfasst die ganze Welt."
    Albert Einstein


    "Bleibe Du selbst, die anderen sind schon vergeben!"
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    gelesene Bücher 2020: 432 / 169960 Seiten

  • Die Hansen-Saga geht weiter


    Luise und ihrer Familie ist es gelungen, die Diebstähle aufzuklären. Richard wurde als der Schuldige gestellt. Jetzt könnte alles wieder in ruhigeren Bahnen laufen, doch so einfach lässt Richard sich nicht davonjagen. Elisabeth macht ihm ein Angebot, welches er einfach nicht ausschlagen kann. Gemeinsam wollen sie das Kontor Hansen schädigen. Aber Luise wäre nicht Luise, würde sie es sich einfach gefallen lassen, ihr Lebenswerk in Gefahr zu sehen. Sie entwickelt einen eigenen Plan für die Zukunft des Kontors.

    Auf der Plantage in Kamerun hat inzwischen Hamza das Sagen. Robert hat ihn zum Verwalter der Plantage ernannt, solange er in Hamburg ist. Hamza ist es gelungen, die Gefahr der Spinnmilbenplage in den Griff zu bekommen, aber nicht jeder ist damit einverstanden. Er stößt auf Gegenwehr.


    Inzwischen ist mit „Der nahende Sturm“ bereits der 6. Band der Hansen-Saga erschienen und mir gefällt die Reihe von Buch zu Buch immer besser. In diesem Teil kämpft nun Luise mit ihrer Familie einmal mehr um das Überleben ihres Kontors. Die eigene Familie ist es im Grunde, die ihr keine Ruhe gönnt.


    Es geht aber nicht nur um den Handel mit Kaffee und andere Spezereien dieser Zeit, auch erzählt die Autorin davon, was in den Köpfen der Frauen in dieser Familie vor sich geht. Die Zeiten, wo die Damen des Hauses ihre Zeit nur mit Handarbeiten verbrachten, scheinen vorbei zu sein. Dieser Gedanke, da gibt es auch noch andere Dinge, die wichtig sind, bahnt sich unaufhaltsam seinen Weg. Mir gefällt gut, wie hier so nach und nach gerade die Frauen ihr Leben langsam selbst bestimmen wollen. Sie lassen Revue passieren, wie sie erzogen sind und worin ihr Lebensinhalt bisher bestanden hat. Allen voran macht hier natürlich Vera die größte Entwicklung durch. Sie scheint jetzt fast zu einem Vorbild für die anderen weiblichen Mitglieder der Hansen-Familie zu werden.


    Gerade dass auch davon erzählt wird, wie die Frauen ihre Tage verbringen, gefällt mir gut. Es ist ja nicht nur Luise, die einiges zu durchleben hat, auch ihre Schwester und die Cousine müssen sehen, wie sie ihre Tage bestreiten. Jede von ihnen hat ihre eigenen täglichen Kämpfe auszustehen. So fügen sich die einzelnen Handlungsstränge langsam zu einem Ganzen zusammen und erzählen eine große Familiengeschichte. Es ist sicher auch viel Liebe und Herzschmerz dabei, aber auch die Aussicht auf eine selbstbestimmte Zukunft für alle prägt diese Reihe.


    Der zweite Handlungsstrang widmet sich dem Leben in Kamerun und erzählt von Hamza. Der junge Mann gibt alles, um die Plantage erfolgreich vor dem Ruin zu retten. Man erlebt aber auch seinen eigenen Zwiespalt mit. Er ist kein Weißer aber auch nicht mehr der Ureinwohner dieses Landes. Irgendwie gehört er nicht mehr wirklich zu jemanden. Diesen Konflikt hat Ellin Carsta gut in ihrer Geschichte verwoben. Es bleibt auch hier spannend, wie es mit ihm in Kamerun weitergehen wird.


    Der leichte Erzählstil sorgt zudem dafür, dass man auch diesen Teil wieder leicht und locker lesen kann. Allerdings sollte man die Bücher nicht einzeln lesen. Die Geschichte baut aufeinander auf und einzeln würde man die Veränderungen der Charaktere nicht so nachvollziehen können.


    Fazit:

    „Der nahende Sturm“ erzählt in seinem 6. Band der Hansen-Saga von weiteren Intrigen, Machtgefügen und Liebe seine Geschichte. Die Protagonisten verändern sich, aber bleiben sich dabei trotzdem treu. Es bleibt ab zuwarten, wie die Geschichte weitergehen wird und ob alle ihre Ziele erreichen werden. Eine Reihe, die sich leicht weglesen lässt und dabei gut unterhält.


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