Anna Moretti - Effi liest

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Effi liest

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Verlag: Bastei-Lübbe

Bindung: Gebundene Ausgabe

Seitenzahl: 352

ISBN: 9783785726525

Termin: Juli 2019

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  • Klappentext:
    Berlin, 1894. Alles beginnt mit einem Buch, das die achtzehnjährige Elena Sophie von Burow, genannt Effi, zufällig entdeckt. Der Inhalt ist so skandalös, dass Effi aus ihrem vornehmen Pensionat fliegt, noch bevor sie die erste Seite gelesen hat. Sofort reist ihre Tante an, denn es ist wohl höchste Zeit, Effi in die Gesellschaft einzuführen und einen Ehekandidaten zu finden. Effi hingegen sucht Antworten auf ihre Fragen. Ob der junge und sehr sympathische Arzt Maximilian von Waldau Effi weiterhelfen kann?
    Meinung:
    Effi ist ihrer Zeit voraus und hat das Glück das Vater und Tante damit kein Problem haben sondern sie im Bereich des Möglichen sogar unterstützen.
    In einer prüden Zeit in der Frauen von nichts eine Ahnung haben sollen, stellt Effi Fragen, Warum, Wieso Weshalb. Die Antworten gibt sie sich teilweise selbst.
    Das Ganze geschieht auf: eine sehr charmante lustige Art so das man als Leser immer wieder lachen muss.
    Zeitgenosse ist Dr. Siegmund Freud der sich einmal gefragt hat: Was wollen die Frauen. Effis Antwort: Er muss sie selber fragen.
    Der Autorin ist es gelungen die Denkweise und Ansichten dieser Zeit darzustellen und zu erklären ohne die Leser zu langweilen. Ich hatte als Leserin Mitleid mit den Frauen der damaligen Zeit aber ich habe nicht die Nase über die Männer gerümpft denn sie waren genauso Gefangene des Zeitgeistes.
    Effi bespricht sich mit ihren Freundinnen und ihre Tante gibt ihr wertvolle Tipps.
    Max hingegen hat nur seinen Bruder mit dem er korrespondiert. Wir lesen nur die Briefe von Max aber die Antworten von Ben können wir uns anhand des nächsten Briefs erraten. Das ganze ist ein sehr liebenswertes Hin und Her und hebt das Buch noch einmal auf ein höheres Level.
    Im Anhang erklärt die Autorin noch einige Ereignisse die wirklich stattgefunden haben und die sie im Buch verwendet hat, sie sind in der heutigen Zeit derartig unvorstellbar das man sie beim ersten Lesen eben für Phantasie gehalten hat.
    Ein gelungenes Buch.

  • wiechmann8052

    Hat den Titel des Themas von „Anna Moretti - Effi liest Eine romantische Komödie“ zu „Anna Moretti - Effi liest - Eine romantische Komödie“ geändert.
  • Squirrel

    Hat den Titel des Themas von „Anna Moretti - Effi liest - Eine romantische Komödie“ zu „Anna Moretti - Effi liest“ geändert.
  • Inhalt:


    1894 - Elena Sophie von Burow, von ihren Freundinnen Effi genannt, findet bei einem Lehrausflug ein Buch. Der Inhalt des Buches ist aber so skandalös, sodass sie von ihrem vornehmen Pensionat fliegt bevor sie auch nur eine Seite davon gelesen hat. Doch nun ist ihre Neugier erwacht und sie lässt sich mit ihrem Vater auf einen Handel ein: sie lernt richtiges damenhaftes Benehmen mit ihrer Tante, dafür darf sie Latein lernen und falls sie die Genehmigung vom Magistrat bekommt studieren. Außerdem lernt Effi den charmanten Arzt Max von Waldau kennen und auch hier kann man immer wieder gut schmunzeln.


    Meinung:


    Effi ist eine sehr liebenswerte, etwas rebellische Persönlichkeit. Wirklich wohl hat sie sich in dem strengen Pensionat nie gefühlt. Ich würde fast sagen, sie war froh, als sie dort hinausgeschmissen wurde. Aber die zwei Damen - die Gräfin, die das Pensionat leitet und die Lehrerin - waren auch wirklich zwei Drachen!


    Am Rückweg zu ihrem Vater begegnet Effi Max. Sie unterhalten sich recht ungezwungen und es macht immer wieder Spaß, sich das verzwickte Gesicht der Lehrerin vorzustellen, die Effi auf ihrem Weg natürlich begleitet und gar nicht damit einverstanden ist, dass das junge Fräulein mit einem fremden Mann spricht.

    Der Vater von Effi hat mich fast an meinen Vater erinnert. Er geht recht locker mit ihrem Rauswurf um, auch sonst merkt man, dass er sein Kind wirklich liebt.


    Effi ist ihrer Zeit etwas voraus. Sie versteht nicht, wieso Frauen gewisse Dinge nicht wissen dürfen, aber Männer schon. Warum dürfen Männer studieren und so viele Bücher zu allen Themen lesen, wie sie wollen und Frauen nicht? Werden Frauen wirklich durch gewisses Wissen krank?


    Am Anfang des Buches und auch zwischendurch werden wir mit Fakten bekannt gemacht, die damals so geglaubt wurden und uns in der heutigen Zeit zum Schmunzeln oder sogar zum laut Loslachen verleiten. Sie sind auch gut zum Weitererzählen und werden für ungläubige Blicke sorgen!


    Fazit:

    Sehr unterhaltsames Buch mit etwas Romantik, Liebe und Humor.


    :bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5::bewertung1von5:

  • Beitrag an bestehenden Thread angehängt :wink:

    viele Grüße vom Squirrel

    :study: Daniel Keyes - Blumen für Algernon

    :study: James Hawes - The shortest history of Germany

  • Eine besondere romantische Komödie


    Inhalt:

    „Berlin, 1894. Alles beginnt mit einem Buch, das die achtzehnjährige Elena Sophie von Burow, genannt Effi, zufällig entdeckt. Der Inhalt ist so skandalös, dass Effi aus ihrem vornehmen Pensionat fliegt, noch bevor sie die erste Seite gelesen hat. Sofort reist ihre Tante an, denn es ist wohl höchste Zeit, Effi in die Gesellschaft einzuführen und einen Ehekandidaten zu finden. Effi hingegen sucht Antworten auf ihre Fragen. Ob der junge und sehr sympathische Arzt Maximilian von Waldau Effi weiterhelfen kann?“

    Quelle: Buchrücken „Effi liest“ von Anna Moretti


    Zitat aus „Effi liest“:

    „Die große Frage, die ich trotz meines dreißigjährigen Studiums der weiblichen Seele nicht zu beantworten vermag, lautet: Was will eine Frau eigentlich?“

    – Sigmund Freud

    „Man könnte einfach mal eine fragen …“

    – Elena Sophie von Burow


    Die 18-jährige Effi entspricht absolut nicht dem Frauenideal der damaligen Zeit. Statt das sie sich damit zufrieden gibt, zu lernen eine Dame zu sein, zu heiraten, Kinder zu kriegen und den Haushalt zu führen, strebt sie nach mehr. Und was will sie? Wissen. Studieren. Lernen. Sie will all das, was eigentlich den Männern vorbehalten ist. Mit ihrer schlagfertigen und taffen Art schafft sie es, mit ihrem Vater einen Kompromiss zu schließen – Tante August unterrichtet sie in Frauenfragen und dafür darf sie sich ihren Studienwünschen widmen.


    Maximilian von Waldau ist angehender Arzt und teilt sich eine Praxis mit Dr. Fließ. Er ist, genau wie Effi, sehr wissbegierig und experimentiert für seine Erkenntnisse sogar ein bisschen mit sich selbst. Darüber erfährt man sehr viel in den Briefen, die er an seinen jüngeren Bruder Ben schreibt. Er sieht die Welt auf eine sehr medizinische Sicht und versucht für absolut alles Erklärungen zu finden. Diese Darstellungen sind ziemlich amüsant.


    Wie die beiden aufeinander treffen, lest ihr am besten selbst 😉 ich verspreche, dass es eine tolle Geschichte wird.


    „Effi liest“ ist eine leichte unterhaltsame Lektüre, die auf historischen Gegebenheiten fundiert. Anna Moretti gelingt es die Gesellschaft der damaligen Zeit äußerst realitätsnah aufzuzeigen. Definitiv bin ich froh, dass diese Zeit schon lange hinter uns liegt – vor allem, wenn ich daran denke wie viele Bücher mir da ansonsten durch die Lappen gegangen wären. Ich glaube wir Frauen heutzutage wissen gar nicht, wie gut wir es eigentlich haben und wie frei wir wirklich sind.

    Der abwechslungsreiche und humorvolle Schreibstil von Anna Moretti lässt die Geschichte lebendig werden, was mir persönlich sehr viel Lesevergnügen beschert hat.


    ACHTUNG SPOILER!

    Passend zur damaligen Zeit hat sie, z.B. beim ersten Kuss von Effi und Max, nur eine dezente Szene beschrieben.

    SPOILER ENDE!


    Sehr gut gefallen hat mir das überaus informative Nachwort sowie der Einstieg in die Geschichte mit dem amüsanten Umriss der historischen Medizingeschichte.


    Das Cover ist einfach traumhaft schön gestaltet, sehr hübsch und vor allem absolut passend zum Inhalt des Buches. Zusätzlich erinnert „Effi liest“ als Titel sehr stark an „Effie Briest“ von Theodor Fontane.


    Zusätzlich muss ich gestehen, dass mich das Buch am Anfang wesentlich mehr mitgerissen hat, als im Mittelteil – spannend war dann für mich erst wieder das Ende so richtig.

    Leider muss ich ein klein wenig meckern, denn ich hatte mir ein bisschen mehr Liebesgeschichte zwischen Max und Effi erhofft und zusätzlich kam das Ende des Buches sehr schnell. Zwischen Ende und Epilog fehlte mir auch noch die Hochzeit von den beiden – das fand ich sehr schade.


    Gerne hätte ich auch den Bruder Ben etwas näher kennengelernt, deshalb hoffe ich sehr darauf, dass es eine Fortsetzung geben wird, in der wir ihn besser kennenlernen und vielleicht wird dort ja auch die Hochzeit noch nachgeholt.

  • Gut recherchiert - Wenig Spannung


    Titel: Effi liest (Eine Romantische Komödie)

    Autor: Anna Moretti

    Seitenanzahl: 352

    Verlag: Bastei Lübbe

    Erscheinungsdatum: 31.07.2019


    ISBN:

    > Ebook: 9783732571994

    > Gebundene Ausgabe: 9783785726525


    Preis:

    > Ebook: 16,99 €

    > Gebundene Ausgabe: 20,00 €


    Berlin im Jahr 1894: die junge Elena von Burow, genannt Effi, versteht nicht warum unverheirateten Frauen das Lesen bestimmter Bücher verboten ist und nachdem sie wegen eines solchen Buches großen Ärger bekommt, ist sie fest entschlossen der Sache auf den Grund zu gehen. Dadurch stolpert sie von einem Abenteuer ins nächste und lernt dabei den sympathischen, jungen Arzt Maximilian von Waldau kennen.


    Der Roman wirkt gut recherchiert und bietet eine Fülle an Informationen zum ausgehenden 19. Jahrhundert. Die Autorin schreibt über strenge Regeln die Töchtern wohlhabender Familien auferlegt wurden und das damalige medizinisch - psychologische Wissen in Zusammenhang mit unverheirateten, jungen Frauen.


    Die umfassende Recherche von Anna Moretti hat mich sehr beeindruckt und die historischen Hintergründe wurden interessant präsentiert. Der Schreibstil ließ sich gut lesen und Briefe von Maximilian an seinen Bruder brachten Abwechslung in den Lesefluss.


    Die Haupt- und Nebenfiguren waren sympathisch, blieben für mich aber oberflächlich, sodass ich mich nicht gut in sie hineinversetzen konnte. Außerdem war mir das Tempo der Geschichte zu langsam und die Ereignisse waren nicht sehr spannend, wodurch mich das Buch nicht wirklich begeistern konnte. Den Untertitel "Eine Romantische Komödie" fand ich zudem nicht ganz passend, da ich die Liebesgeschichte ziemlich langweilig und die Handlung auch nicht sonderlich lustig fand.


    Alles in allem ist "Effi liest" ein sehr informativer, doch nur mäßig spannender Roman. Wer eine "Romantische Komödie" erwartet, wird wahrscheinlich enttäuscht sein, da die Liebesgeschichte zu kurz kommt und die angesprochenen Themen eher ernst sind. Außerdem finde ich den Preis für das Buch zu hoch

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