Bücherwichteln auf BuecherTreff.de

Hannes Jaenicke - Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche. Warum wir dringend Helden brauchen

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen


    Affiliate-Link

    Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche: W...

    von

    4.5|4)

    Verlag: Gütersloher Verlagshaus

    Bindung: Gebundene Ausgabe

    Seitenzahl: 192


    ISBN: 9783579086682


    Termin: Mai 2017

    • Hannes Jaenicke - Wer der Herde folgt, sieht nur Ärsche. Warum wir dringend Helden brauchen

      Klappentext:
      Bequemlichkeit, Überbürokratisierung und Herdentrieb führen in Deutschland zu einem kleinkarierten Mittelmaß, das wirkliche politische und gesellschaftliche Veränderung blockiert und sabotiert. Alternative Erziehungs- und Lebensmodelle – Fehlanzeige. Echte Startups – nicht in Sicht. Ambitionierte Spezialisten und Forscher – wandern aus. Eine moralische Instanz – gibt es nicht. Hannes Jaenicke fordert deshalb: Vergesst Eure Angst! Habt Mut zu Individualität und Eigensinn, zum Ausscheren aus dem System. Begegnet den kleinen und großen Helden des Alltags wertschätzend und motivierend und traut auch Euch zu, den Unterschied auszumachen. Offen und humorvoll erzählt er dabei von seinen Helden und Vorbildern – so viel Privates gab es noch nie von Hannes Jaenicke. (von der Randomhouse-Verlagsseite kopiert)

      Zum Autor:
      Hannes Jaenicke, geboren 1960, ist Schauspieler, Dokumentarfilmer und Querdenker. Mit seinen Büchern "Wut allein reicht nicht" (2010) und "Die große Volksverarsche" (2013) kam er auf die SPIEGEL-Bestsellerliste. Für sein Engagement hat er schon zahlreiche Preise erhalten. Er lebt in Deutschland und in den USA. (von der Randomhouse-Verlagsseite kopiert)

      Allgemeine Informationen:
      Zwei Teile in insgesamt neun Kapiteln, umrahmt von Prolog und Epilog
      Danksagung, Anmerkungen
      189 Seiten

      Persönliche Meinung:
      Herde bietet Schutz, Geborgenheit und Zuflucht. Ohne die Herde könnten einige Tierarten nicht überleben. Der Mensch auch nicht.
      Tierische und menschliche Herden unterscheiden sich vor allem in zwei Merkmalen: Tiere werden immer von demjenigen angeführt, der die meiste Erfahrung besitzt, vom Ältesten also. Nur in Notfällen, wenn z.B. das Leittier getötet wird, übernimmt ein weniger zuverlässiges Tier. Und: Tiere verlassen ihre Herde nicht, weil sie nur als deren Mitglied überlebensfähig sind.
      Beides trifft auf menschliche Herden so ausschließlich nicht zu, denn Menschen besitzen die Freiheit zur eigenen Entscheidung und die Möglichkeit auszuscheren.
      Und es sind nicht immer diejenigen an der Spitze, die das Wohl der Herde höher einstufen als eigene Interessen.

      Selbst in unserer Zeit und Gesellschaft, in der man sich möglichst von anderen zu unterscheiden sucht, trottet man bei dem Versuch, seinen Individualismus zu pflegen, nur von einer Herde in die andere. Aus einem, der sich tätowieren ließ, um seine Einzigartigkeit zu betonen, wurden ein Heer von Tätowierten und Studios in jeder Kleinstadt, und einem, der nur noch eine kaputte Hose im Schrank hatte, folgten unzählige, die ihre absichtlich zerrissen. Bis man sie zerrissen herstellte. So entstehen Mode und Herdentrends.

      Das Gegenteil von Herdenverhalten ist Zivilcourage. Sie zeichnet Menschen aus, die aufstehen und sich wehren. Die andere dazu bringen, getreu ihren Werte zu leben. Die da sind, wenn andere wegschauen oder weglaufen. Diejenigen, die mit ihrer Angst kämpfen und sich nicht in einen allgemeinen Panik-Strudel hinein ziehen lassen. Diejenigen, die nach der Wahrheit hinter der Nachricht suchen. Kurz: Die Helden.
      So einfach und so schwer.

      Wie neu und originell ist das, was Jaenicke schreibt? Gar nicht. Weiß man alles, ging einem selbst schon oft durch den Kopf.
      Trotzdem gut, wenns mal wieder jemand gesagt hat.
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • Da ich ebenfalls dieses Buch gelesen habe, fiel mir sehr schnell auf wie wir dem Herdentreib anheimfallen. Man macht sich praktisch keine Gedanken darüber und wie schon @Marie erwähnt, all das was der Autor schreibt weiss man eigentlich, ganz ehrlich, es ist unsere eigene Bequemlichkeit die uns viel leichter fällt wie Individualismus zu entwickeln. Zudem „ das um Himmels Willen, ja nicht auffallen“ ist das Credo sehr vieler Menschen.
      Es gibt einige Stellen im Buch welche mir sehr gefielen, jedoch muss ich anmerken, nicht nur in Deutschland geht es spiessig zu und her – die Schweizer sind genau gleich.
      Wie der Autor den Neid und seine „grosse „Schwester“die Missgunst aber auch die Schadenfreude beschreibt ist sehr starker „Tobak“ seine genauen Analysen regen wirklich zum Denken an. Wobei er jedoch wieder relativiert und versöhnliche Worte findet „Unser Hang zu Neid macht uns nicht gleich zu schlechten Menschen“.
      Das der Mensch oder sogar die Welt jemals perfekt werden würde kann wird man kaum erwarten können, denn ich glaube überall gibt es dies und jenes welches was der Autor beschreibt zutrifft.
      Wer nun denkt er „krittelt“ extrem Deutschland und seinen Bewohner an wird schnell eines Besseren belehrt, denn er schreibt „Ich finde Deutschland grossartig“ – eben deswegen weil er selbst viel in der Welt herum gereist ist und Land und Leute kennen lernen durfte. Es ist seine genau Beobachtungsgabe welche mir bei seinen Ausführungen auffällt und gefällt.
      Er schreibt über Helden, und hinterfragt wer und warum man jemanden als Held betrachtet- sind die Grossen welche allen bekannt sind wichtig für den Menschen oder eher die stillen namenlosen welche es auch gibt.
      Ein Zitat möchte ich euch nicht vorenthalten, da musste ich so schmunzeln. Es geht in diesem Abschnitt um die Eroberung, Entdeckung der Welt – Portugiesen – Spanier – Holländer – Franzosen – Belgiern – Engländer welche erwähnt werden.

      Hannes Jaenicke schrieb:

      Nur die Italiener waren ähnlich eroberungsscheu aber die waren noch müde von ihrem Römischen Reich und widmeten sich lieber der Frage, in wie vielen verschiedenen Formen man Nudeln servieren könnte.
      Alles in allem ein sehr lesenwertes Buch.
      Das Bewußtsein, vor dem Schlafengehen gute Lektüre zu haben, ist eines der angenehmsten Gefühle, die ich kenne.
      peter e. schumacher (1941 - 2013), Aphorismensammler und Publizist
    • serjena schrieb:

      Zudem „ das um Himmels Willen, ja nicht auffallen“ ist das Credo sehr vieler Menschen.
      Das war noch nie mein Credo und solche Menschen finde ich auch langweilig. Leider gibt es davon wirklich (zu) viele.

      Vielen Dank für Eure interessanten Rezis, @Marie und @serjena ! :thumleft: Ich werde mir das Buch mal in der Bücherei bestellen.
      "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Marie schrieb:


      Selbst in unserer Zeit und Gesellschaft, in der man sich möglichst von anderen zu unterscheiden sucht, trottet man bei dem Versuch, seinen Individualismus zu pflegen, nur von einer Herde in die andere. Aus einem, der sich tätowieren ließ, um seine Einzigartigkeit zu betonen, wurden ein Heer von Tätowierten und Studios in jeder Kleinstadt, und einem, der nur noch eine kaputte Hose im Schrank hatte, folgten unzählige, die ihre absichtlich zerrissen. Bis man sie zerrissen herstellte. So entstehen Mode und Herdentrends.

      Jessy1963 schrieb:

      serjena schrieb:

      Zudem „ das um Himmels Willen, ja nicht auffallen“ ist das Credo sehr vieler Menschen.
      Das war noch nie mein Credo und solche Menschen finde ich auch langweilig. Leider gibt es davon wirklich (zu) viele.
      Vielen Dank für Eure interessanten Rezis, @Marie und @serjena ! :thumleft: Ich werde mir das Buch mal in der Bücherei bestellen.
      Das hört sich ja überaus mutig und toll an! Und hier im BT schreiben wahrscheinlich alle gerne, wie "anders" sie eben sind, wie auffallend und eben unangepasst. Dem setze ich die kluge Bemerkung von Marie entgegen. Wann ist unser Wunsch zur Abgrenzung schon wieder Herdenverhalten? Und: Auch das "Um Himmels Willen bloss auffallen" ist unerträglich!!!

      Im Übrigen sollte man aufpassen: Menschliches Leben und Lernen ist nur durch das Eingebundensein in Gesellschaft möglich und eine Form des Mimetismus. Dazu könnten alle Psychologen, Pädagogen, Soziologen, Anthropologen etc Bücher schreiben, bzw sind sie es ja schon. Hier wird Mimetismus automatisch negativ betrachtet. Dabei erlaubt es das Lernen und Sich Aneignen eben einer eigenen Individualität.

      Also ist das "Problem" sicherlich vielschichtiger und feiner als es eine erste schnelle Reaktion vermuten lässt. Nicht das Baby mit dem Badewasser ausschütten.
      Brigitte Giraud - Un loup pour l'homme
      Michel Houellebecq - Non réconcilié (Gedichte)
      Marilyn Monroe - Tapfer lieben: Ihre persönlichen Aufzeichnungen, Gedichte und Briefe
      Swami Vivekananda - Karma-Yoga. Der Pfad der Arbeit

      (Un-)Gelesenes: buechertreff.de/user/2161-tom-leo/#shelfce
    • @tom leo du hast schon recht wenn du schreibst „das Problem ist sicherlich vielschichtiger….
      Es wäre falsch nach diesen beiden Rezensionen welche den Inhalt dessen was der Autor schreibt nur an der Oberfläche behandelt, nur das negative daraus abzuleiten. Erstmal ist Herdentrieb nicht immer nur schlecht- zudem wie lernt man sonst von Kindesbeinen an sich dem Leben zu stellen, das geht nur indem man sich leiten lässt.
      Ich zitiere gerne nochmals den Autor.

      Hannes Jaenicke schrieb:

      Kinder müssen sich anpassen, das ist für sie lebenswichtig. Ohne Herde sind sie verloren. Sie brauchen Schutz, um ihr Leben irgendwann selbständig zu gestalten können. Dieser Schutz ist wichtiger, als Recht zu behalten.
      Dann erklärt er ebenso wie konstruktiv Herdenverhalten sein kann, welches man beobachtet wie sich eine Welle von Hilfsbereitschaft verbreitet wenn Menschen in Not sind.
      Meiner Meinung nach darf man nicht zu streng mit sich selber sein, solange ich mit offenen Augen und einem wachen Verstand durch das Leben wandere darf ich zufrieden sein mit mir und wenn ich halt mal gerne ein Tattoo mache, ach was Solls. Ich persönlich muss mich als individuelle Person sehen, ohne dies täglich unter Beweis stellen zu müssen.
      Auch wenn der Autor schreibt: Warum wir dringend Helden brauchen. Das klingt schön und gut, jedoch muss man sich ehrlich eingestehen wir können nun mal nicht alles Helden sein, das liegt gar nicht drin.
      Es gibt zudem eine relativ einfache Erklärung wieso der Herdentrieb auch unter Erwachsenen sehr prägnant ist- es ist die Angst – wenn man liest dass 2016 in Deutschland 52 Prozent Angst vor Naturkatastrophen hatten, Terrorismus 73 Prozent, vor politischem Extremismus 68 Prozent, Ausländern 67 Prozent (Ausführungen des Autors) dann möchte man Schutz und wo findet man diese – dort wo sich alle befinden.
      Das Bewußtsein, vor dem Schlafengehen gute Lektüre zu haben, ist eines der angenehmsten Gefühle, die ich kenne.
      peter e. schumacher (1941 - 2013), Aphorismensammler und Publizist
    • serjena schrieb:

      es ist die Angst
      Vor ein paar Tagen wurde eine neue Umfrage veröffentlicht, siehe hier.
      Angst hat immer etwas Irrationales. Vergleicht man die Zahlen, wie viele Menschen in Deutschland in den letzten 10 Jahren durch Terrorangriffe verletzt / getötet wurden mit denen der Verkehrstoten / -verletzten, dann wäre die simple Schlussfolgerung, sich nicht mehr ins Auto zu setzen. 8-[
      Jänicke zeigt andererseits deutlich auf, wie die inzwischen im Ausland schon sprichwörtliche "German Angst" von den Medien geschürt wird. Nicht nur von dem Blatt mit den 4 großen Buchstaben.

      Würde man eine Umfrage starten mit der Frage, ob man sich selbst als Herdentier sieht, wären Empörung und Ablehnung sicher ziemlich laut. Doch: Wir alle werden in mehr als eine Herde hineingeboren, und ohne deren Versorgung würden wir die ersten Stunden nicht überleben. Denn auch eine Familie ist eine Herde, und die meisten von uns erhalten zur Geburt die Mitgliedschaft in mindestens drei Herden: Unsere Familie, Mamas Familie, Papas Familie. :)

      Der freieste Mensch, der mir jemals begegnet ist, der seinen Weg unbeirrt ging und sich weder um die Meinung anderer noch um Trends scherte, sondern nur seinem eigenen Kopf folgte, war übrigens ein Mönch, der in einem Kloster in einer deutschen Großstadt lebte, jeden Tag seine Gebetszeiten einhielt, Gemälde und Skulpturen schuf und eine Obdachloseninitiative gegründet und bis zu seinem frühen Tod geleitet hat. Ein Beispiel dafür, dass sogar eine fest gefügte und strenge Gemeinschaft für die persönliche Freiheit und den Eigen-Sinn eines Einzelnen nicht hinderlich ist.
      Gesegnet seien jene, die nichts zu sagen haben und den Mund halten. (Oscar Wilde)

      Bücher sind auch Lebensmittel. (Martin Walser)
    • tom leo schrieb:

      Das hört sich ja überaus mutig und toll an! Und hier im BT schreiben wahrscheinlich alle gerne, wie "anders" sie eben sind, wie auffallend und eben unangepasst. Dem setze ich die kluge Bemerkung von Marie entgegen. Wann ist unser Wunsch zur Abgrenzung schon wieder Herdenverhalten? Und: Auch das "Um Himmels Willen bloss auffallen" ist unerträglich!!!
      Ich weiss nicht wen Du mit "alle" meinst aber ich finde Deine Bemerkung sehr anmassend.
      Kennst Du denn "alle" hier persönlich samt ihrem Lebensumfeld und Verhalten um das mal so behaupten zu können ? Solche Verpauschalisierungen mag ich nicht. :thumbdown:
      "Des Menschen größtes Verdienst bleibt wohl, wenn er die Umstände soviel als möglich bestimmt und sich so wenig als möglich von ihnen bestimmen läßt." (Johann Wolfgang von Goethe)
    • Danke für diese sehr konstruktive Bemerkung, Jessy! Es ist nicht das erste Mal, dass Du mich angreifst:

      Jessy1963 schrieb:



      Ich weiss nicht wen Du mit "alle" meinst aber ich finde Deine Bemerkung sehr anmassend.Kennst Du denn "alle" hier persönlich samt ihrem Lebensumfeld und Verhalten um das mal so behaupten zu können ? Solche Verpauschalisierungen mag ich nicht. :thumbdown:

      Du hast meine Bemerkung nicht gut gelesen: ich präzisierte "wahrscheinlich". Du selber zumindest bist fest überzeugt, nicht zur verpönten Herde zu gehören. Bravo! Dazu meinen persönlichen Glückwunsch!

      Doch was mich in dem Zusammenhang etwas ärgert ist - was ebenfalls öfter auftaucht - dass (in diesem Falle) Du DIESELBE Bemerkung in grün bei Marie und Serjena garnicht wahrnimmst oder wahrnehmen willst!

      serjena schrieb:

      @tom leo du hast schon recht wenn du schreibst „das Problem ist sicherlich vielschichtiger….
      Es wäre falsch nach diesen beiden Rezensionen welche den Inhalt dessen was der Autor schreibt nur an der Oberfläche behandelt, nur das negative daraus abzuleiten. Erstmal ist Herdentrieb nicht immer nur schlecht- zudem wie lernt man sonst von Kindesbeinen an sich dem Leben zu stellen, das geht nur indem man sich leiten lässt.
      Ich zitiere gerne nochmals den Autor.

      Hannes Jaenicke schrieb:

      Kinder müssen sich anpassen, das ist für sie lebenswichtig. Ohne Herde sind sie verloren. Sie brauchen Schutz, um ihr Leben irgendwann selbständig zu gestalten können. Dieser Schutz ist wichtiger, als Recht zu behalten.
      Dann erklärt er ebenso wie konstruktiv Herdenverhalten sein kann, welches man beobachtet wie sich eine Welle von Hilfsbereitschaft verbreitet wenn Menschen in Not sind.Meiner Meinung nach darf man nicht zu streng mit sich selber sein, solange ich mit offenen Augen und einem wachen Verstand durch das Leben wandere darf ich zufrieden sein mit mir und wenn ich halt mal gerne ein Tattoo mache, ach was Solls. Ich persönlich muss mich als individuelle Person sehen, ohne dies täglich unter Beweis stellen zu müssen.
      Auch wenn der Autor schreibt: Warum wir dringend Helden brauchen. Das klingt schön und gut, jedoch muss man sich ehrlich eingestehen wir können nun mal nicht alles Helden sein, das liegt gar nicht drin.
      Es gibt zudem eine relativ einfache Erklärung wieso der Herdentrieb auch unter Erwachsenen sehr prägnant ist- es ist die Angst – wenn man liest dass 2016 in Deutschland 52 Prozent Angst vor Naturkatastrophen hatten, Terrorismus 73 Prozent, vor politischem Extremismus 68 Prozent, Ausländern 67 Prozent (Ausführungen des Autors) dann möchte man Schutz und wo findet man diese – dort wo sich alle befinden.

      Marie schrieb:

      serjena schrieb:

      es ist die Angst
      Würde man eine Umfrage starten mit der Frage, ob man sich selbst als Herdentier sieht, wären Empörung und Ablehnung sicher ziemlich laut. Doch: Wir alle werden in mehr als eine Herde hineingeboren, und ohne deren Versorgung würden wir die ersten Stunden nicht überleben. Denn auch eine Familie ist eine Herde, und die meisten von uns erhalten zur Geburt die Mitgliedschaft in mindestens drei Herden: Unsere Familie, Mamas Familie, Papas Familie. :)

      Der freieste Mensch, der mir jemals begegnet ist, der seinen Weg unbeirrt ging und sich weder um die Meinung anderer noch um Trends scherte, sondern nur seinem eigenen Kopf folgte, war übrigens ein Mönch, der in einem Kloster in einer deutschen Großstadt lebte, jeden Tag seine Gebetszeiten einhielt, Gemälde und Skulpturen schuf und eine Obdachloseninitiative gegründet und bis zu seinem frühen Tod geleitet hat. Ein Beispiel dafür, dass sogar eine fest gefügte und strenge Gemeinschaft für die persönliche Freiheit und den Eigen-Sinn eines Einzelnen nicht hinderlich ist.

      Jessy1963 schrieb:

      tom leo schrieb:

      Das hört sich ja überaus mutig und toll an! Und hier im BT schreiben wahrscheinlich alle gerne, wie "anders" sie eben sind, wie auffallend und eben unangepasst. Dem setze ich die kluge Bemerkung von Marie entgegen. Wann ist unser Wunsch zur Abgrenzung schon wieder Herdenverhalten? Und: Auch das "Um Himmels Willen bloss auffallen" ist unerträglich!!!
      Ich weiss nicht wen Du mit "alle" meinst aber ich finde Deine Bemerkung sehr anmassend.Kennst Du denn "alle" hier persönlich samt ihrem Lebensumfeld und Verhalten um das mal so behaupten zu können ? Solche Verpauschalisierungen mag ich nicht. :thumbdown:
      Brigitte Giraud - Un loup pour l'homme
      Michel Houellebecq - Non réconcilié (Gedichte)
      Marilyn Monroe - Tapfer lieben: Ihre persönlichen Aufzeichnungen, Gedichte und Briefe
      Swami Vivekananda - Karma-Yoga. Der Pfad der Arbeit

      (Un-)Gelesenes: buechertreff.de/user/2161-tom-leo/#shelfce
    Anzeige
    BuecherTreff.de in den Medien