Beiträge von puppetgirl

    Achtung, es handelt sich hierbei um die siebente Folge einer Reihe und kann somit Spoiler enthalten!

    Weiter geht es mit der siebenten Folge der Reihe „Die Ewigen“ von Chriz Wagner. Wir befinden uns nun schon im Jahr 1966. Diesmal sind wir in Kanada und erfahren, was Simon in den letzten Jahren erlebt hat und wie es mit seiner Suche nach Antworten gelaufen ist.

    Er hat sich niedergelassen und eine Familie gegründet, doch wie soll das mit seiner Unsterblichkeit weitergehen, schließlich sterben alle geliebten Menschen irgendwann mal. Kann er irgendetwas machen um diesem Schicksal endlich ein Mal zu entgehen und nicht wieder seine Kinder zu verlieren?

    Chriz Wagner hat hier etwas Neues in seine Reihe eingebracht, denn diese Folge hat eine Besonderheit. Er bezieht sich sehr stark auf verschiedene Musiktitel und ihren Inhalt. Dies ist wirklich passend, da es zu Simons Sohn Jeffrey sehr gut passt. So bildet der Autor einen tollen Rahmen und verleiht der ganzen Geschichte nochmal eine sehr interessante Tiefe. Zudem fand ich es diesmal unglaublich leicht mit der Familie und gerade Simon mitzufühlen. Da kam wirkliches Mitgefühl auf, auch wenn man sich mal wieder die sehr fantastische und zum Teil auch etwas gruselige Vorstellung vielleicht für das eigene Leben gar nicht vorstellen kann, denn wer ist schon unsterblich? Hin und wieder hätte ich ein paar Abschnitte vielleicht etwas ausgeformter gehabt, ein wenig mehr Einblick in die Gefühlswelt von Simon, aber das wäre nur ein kleines i-Tüpfelchen gewesen. Denn mir hat die Folge wieder sehr viel Spaß gemacht und mich auch wieder sehr zum Grübeln verleitet.

    Den ersten Teil der Trilogie „Versuchung und Vermächtnis“ von Cecilia Vantis habe ich als Hörbuchfassung gehört. Die Printausgabe zu diesem ersten Teil umfasst 264 Seiten.

    Das Cover hat als Hauptfarbe Lila- bis Blautöne, gerade meine Lieblingsfarben, deshalb bin ich an diesem Buch hängen geblieben. Wir sehen im Hintergrund zwei doch recht kahle Bäume und im Vordergrund einen Anhänge mit einem eingefassten Edelstein. Darum sind scheinbar keltische Knoten arrangiert. Was hat es damit auf sich?


    In der Geschichte geht es zum größten Teil um Hochbergen. Hier haben wir einen König, der sehr gutmütig zu seinem Volk ist. Doch wird ihm diese Gutmütigkeit nicht vielleicht auch zu einer Falle?

    Nach Hochbergen verschlägt es eine junge Novizin mit dem Namen Madeleine. Sie ist sehr rein und tugendhaft. Sie hilft anderen und zeigt ihnen Lösungen auf. Dadurch ist sie aber der Dorn im Auge von Usgalman und seinen Hexen der Untugenden! Wie kann es sein, dass die Hexen immer mehr Schwierigkeiten haben ihre Untugenden zu verstreuen? Warum ist Madeleine gegen ihre Verführungen scheinbar so gut wie immun? Da muss der Meister doch selbst ans Werk! Aber kann etwas Böses sich wirklich in die Seele einer so tugendhaften Frau pflanzen? Oder scheitert er bei dem Versuch?


    Sven Görtz macht hier eine wirklich gute Arbeit. Er ist eine sehr passende Erzählstimme für diese Geschichte. Er bringt einen sehr angenehmen und ruhigen Fluss in diese Geschichte. Rattert sie nicht einfach nur so hinunter, sondern erfüllt sie mit Leben. Zudem gibt es musikalische Einspieler, die, laut meinen Informationen, von der Autorin selbst stammen. Was es schon wieder sehr interessant macht. Zu Beginn war ich noch recht skeptisch, denn diese Einspieler erinnerten mich sehr an die Hörspiele aus meiner Kindheit und fühlten sich in den ersten zwei Kapiteln noch recht fehl am Platz an, doch mit der Zeit merkte ich, dass sie wirklich gut waren, da sie zum einen Stimmung vermitteln und zum anderen auch noch etwas Raum geben um über das Erzählte nachzudenken, denn ich finde hier braucht man wirklich etwas Zeit um sich über die Thematik seine Gedanken zu machen!


    Cecilia Ventes hat hier eine interessante Verpackung für ein wichtiges Thema. Hin und wieder hatte es ein paar Längen, gerade was Gespräche anging. Diese waren aber wiederum wichtig, da viel in den Gesprächen steckte. Wenn zwischen den gesagten Worten vielleicht noch etwas mehr Beschreibung der Umgebung oder der Handlung gewesen wäre, wäre es vielleicht in der gehörten Form etwas leichter gewesen, dem ganzen genau zu folgen, denn so musste man wirklich sehr genau zuhören und ganz bei der Sache sein um nicht vielleicht noch etwas wichtiges zu verpassen. Da ich Hörbücher meist eher nebenbei höre, also bei Autofahren oder wenn ich etwas arbeite, war es für mich manchmal lohnenswert ein Kapitel erneut zu hören. Aber wirklich nur an den Stellen, wo wichtige Gespräche geführt wurden.

    Da der erste Teil viele Fragen für den Hörer bzw. Leser offen gelassen hat, bin ich gespannt, wie es mit dem zweiten Teil weitergeht!

    Sehr schaurig beginnt es. Die Geschichte hatte mich schon mit dem ersten Kapitel, denn da war ich wirklich gefesselt. Ich mag Wälder eh nicht und somit war es für mich doch sehr schaurig diese erste Szene in meinem Kopf ablaufen zu sehen. Es war düster und machte wirklich Lust auf mehr. Danach flachte es etwas ab, dies hing aber damit zusammen, dass wir ja auch erst einmal wissen müssen, wo wir uns befinden und wer denn hier eigentlich alles in dieser Geschichte mitspielt. Dennoch machten die unterschiedlichen Kapitel ihre Arbeit wirklich gut. Tanja Hanika lässt uns sogar in den Kopf von den Werwölfen schauen, denn wir haben einige Kapitel, die wir aus ihrer Sicht lesen dürfen und das fand ich sehr spannend. Auch hat sie die Gesellschaft sehr schön eingefangen. Wie unterschiedliche Charaktere auf eine Bedrohung solcher Art reagieren können und wie es das Gleichgewicht in einer Gruppe stören kann. Die Hauptpersonen sind meiner Meinung nach ein junger Apotheker und eine Tochter auf reicherem Hause. Die beiden haben ihre eigene Vergangenheit und treffen in der Bedrohung durch Werwölfe aufeinander. Beide entwickeln sich über die Geschichte hinweg glaubwürdig und haben auch an so einigen Situationen sehr zu knabbern.

    Ob die Autorin sich mit dem gewählten Ende einen Gefallen getan hat, dass wird wohl jeder Leser für sich entscheiden müssen. Da nehme ich definitiv nichts vornweg. Nur mir sagte es leider nicht so zu, was ich wirklich schade fand.

    Die Autorin hat einen sehr angenehmen Schreibstil und gute Ideen, die sie auch für mich sehr lesenswert umsetzte. Sie treibt die Geschichte voran, spart dabei aber nicht mit Umschreibungen, die dem ganzen einen Rahmen geben, dem Kopfkino sein Material.

    Das Cover hätte ich fast vergessen, dabei ist gerade das auch etwas sehr gelungenes an diesem Buch, denn es passt einfach. Für mich ist dieses Bild doch sehr passend zu der Atmosphäre, die schon im ersten Kapitel erzeugt wird. Gern hätte ich mehr davon, nur eben dieses Ende...

    Nun gibt es schon den dritten Teil der Reihe „Das Ministerium der Welten“ und diesmal geht es um Geister und die Legende um Rungholt. Ich selbst hatte vorher noch nichts davon gehört, dabei habe ich meine schönsten Stunden doch schon immer oben an der Nord- oder Ostsee verbracht und so viele Stunden auf das Wasser oder eben das Watt geschaut.

    Deshalb hat es mir diese Folge wohl besonders angetan. Wir befinden uns nur kurz in London, nicht so wie in den anderen Teilen. Denn diesmal gibt es für unsere Jäger, die ja nun Melody als dritte in ihrem Team haben, einen Fall in der Zweigstelle in Hamburg. Die Beschreibungen sind einfach schon klasse, ich musste richtig schmunzeln, da ich selbst in der Gegend schon war und es mir somit doch recht bildlich vorstellen konnte. Auch war es diesmal wahnsinnig spannend! Immer wieder gab es etwas zu entdecken, immer wieder gab es eine böse Wendung und nein, ich war auf dem Holzweg, habe nicht so recht damit gerechnet, was da so kommt.


    Luzia Pfyl hat hier eine Geschichte um eine Legende aufgebaut, die mich wirklich gefesselt hat. Sie hatte Spannung, aber auch Witz und man hat mit den Charakteren wirklich mitgefiebert. Gern wäre ich sogar mit ihnen auf diesem „Ausflug“ gewesen, doch nicht an allen Stellen, denn da war es mir hin und wieder doch etwas zu gefährlich! Wahrscheinlich werde ich jetzt bei der nächsten Bootstour über die Nordsee ein wenig mit gemischten Gefühlen auf das Wasser blicken und hoffen, dass wir nicht in der Nähe der versunkenen Stadt sind. Bloß gut, bin ich kein Freund von Wattwanderungen, wer weiß, ob mich dann das Ministerium nicht vielleicht bald retten müsste!

    Spoilerwarnung, da es sich um den sechsten Teil einer Reihe handelt


    Der sechste Teil der Reihe um „Die Ewigen“ verschlägt uns mit Simon nach Byzanz und zwar in das Jahr 963 n. Chr.

    Das Cover ist im gewohnten Stil gehalten, diesmal in Braun. In der Kugel sehen wir eine Art Klostermauer, so würde ich es jedenfalls definieren.

    Simon hat diesmal eine Aufgabe, denn Lepra ist ausgebrochen und scheinbar kann nun nur noch einer helfen und zwar ein Heiler, der wohl von Gott gesegnet ist. Und so begibt sich Simon auf die Reise. Diesmal ist die Geschichte, die uns Chriz Wagner hier erzählt etwas schräg. Manchmal war es mir auch etwas zu schnell. So kamen mir einige Textpassagen etwas zu kurz, was mir vielleicht für den Zusammenhang und das Verständnis der ganzen Situation etwas besser geholfen hätte.

    Es geht in dieser Geschichte viel um Gleichsinn. Simon stand wohl genauso da, wie ich, als ich es das erste und auch zweite Mal gelesen habe, denn ist unsere Gesellschaft noch in einem Gleichsinn?

    Wir befinden uns auf Athos und diese Insel gibt es auch heute noch und wird bewohnt. Ich wusste nicht, dass keine weiblichen Wesen auf dieser Insel erwünscht sind. Was man nicht alles erfahren kann, wenn man dieser Reihe folgt. Das finde ich wieder so gelungen. In eine fantastisch und teilweise humorige Geschichte wird noch etwas wahres gelegt, was dem Leser sogar Wissen vermittelt. Wir befinden uns noch immer auf der Suche nach der Lösung für das Rätsel der Unsterblichkeit, doch dieses Rätsel wird wohl noch eine Weile auf eine Lösung warten, denn Simon ist mit ganz anderen Dingen beschäftigt, die er hier zu bewältigen hat. Mal sehen, wie es in der nächsten Geschichte so weitergeht!

    Ein Cover zweigeteilt und doch, könnten die beiden Hälften Spiegel sein. Doch es gibt farbliche Unterschiede. Gibt es diese auch in der Geschichte?


    Wie das Cover zu „Paradies der Verlorenen“, so ist auch die Geschichte in zwei Teilen oder eher in zwei Sichten geschrieben. Wir haben zum einen Gwendolyn. Sie lebt in München, hat einen straffen Zeitplan, da sie neben der Uni noch im Ehrenamt tätig ist und ihrem Sport nachgeht. Sie ist eigentlich sehr zufrieden mit dem, was sie tut und gibt gern zurück, was sie selbst bekommen hat.

    Doch eines Abends ist ihr in ihre Zimmer im Studentenwohnheim nicht mehr so ganz wohl, denn die Schatten scheinen sich zu bewegen und eine seltsame Stimme spricht zu ihr. Diese Stimme möchte, dass sie ihr hilft, denn scheinbar kann nur sie helfen den Untergang des Garten Edens zu verhindern.

    Aber ist sie dazu überhaupt in der Lage? Was soll sie denn machen?

    Als sie sich im Garten Eden wiederfindet, trifft sie auf Aurora. Sie ist die zweite Hauptperson, aus dessen Sicht wir so einiges erfahren.

    Sie braucht die Hilfe von Gwendolyn und steht ihr bei ihrem Auftrag zur Seite. Doch fordert sie auch sehr viel von dem Mädchen, dass überhaupt keine Ahnung von dieser Welt hat.

    Aurora ist schon ihr ganzes Leben vorbereitet worden ist deshalb doch ein sehr starkes Gegenteil von Gwen, was es sehr interessant macht.


    Die Idee der beiden Autorinnen ist wirklich toll und wenn ich mir eine der beiden als Sympathieträgerinnen aussuchen sollte, dann doch definitiv Gwen, denn Aurora ist mir irgendwie unangenehm. Sie ist unglaublich taff und dann kommt ihr Freund und sie schmilzt dahin. Manchmal war es mir etwas viel mit Gefühlen der beiden, was für mich einfach nicht hätte sein müssen, aber da es Gwen gab, die dem ganzen etwas andere Farbe gegeben hat, fiel dies nicht so stark ins Gewicht.

    Doch was ist da eigentlich, was den Garten Eden bedroht? Nicht nur ein Nachtphönix bedroht den Frieden, denn im Garten herrscht schon seit sehr langer Zeit Dunkelheit. Was hat es damit auf sich? Und wird es auch die normale Welt, also unsere betreffen?


    Gern hätte ich eine Fortsetzung, denn mit dem Ende könnte man bestimmt noch einen weiteren Teil anfügen, aber soweit ich gelesen habe, ist es bisher noch nicht geplant. Da heißt es dann wohl nur Augen offen halten!

    Der Titel in eine großen weißen Kreis. In eine scheinbar endlosen, blaublütigen Baum, so der Eindruck des Covers von Paola Baldin. „Die Blüten meiner Schuld“. Sind sie blau? Also die Blüten der Schuld? Steht blau dann für die Schuld? Ja, so begannen meine ersten Gedanken zu dem Buch.


    Gleich vorne weg, ich bin definitiv nicht der Freund von großen Liebesgeschichten, denn wenn das alles so rosarot und wundervoll ist, dann bekomme ich gefühlt einen Ausschlag. Ja, die Autorin hat mich in den ersten Kapiteln sehr gequält, denn erst begann es noch mit einer Depression, da dachte ich, na, der Kerl ist zynisch und kommt vielleicht aus dem Loch wieder raus, das könnte ja recht interessant werden. Doch dann wurde es so rosa, so übermäßig perfekt, so… ja, ich gebe es zu, ein paar Sachen aus dem Buch habe auch ich schon mit meinem Freund erlebt, aber so in geballter Ladung, war es dann doch etwas viel, wo ich dachte: hoffentlich kommt bald die Bremse. Und dann kam sie und nicht etwa nur mit einem kleinen Tritt auf die Bremse, sondern die Autorin zog da einfach mal die Handbremse und alles kam ins Schleudern. So war dann auch der Schreibstil. Oft wusste ich im ersten Moment nicht so richtig, wo sind wir? Gegenwart, Erinnerung, Traum? Und das machte es unglaublich spannend, denn aus seinen Albträumen, die Aiden plagen, wurde scheinbar Wirklichkeit, oder doch nicht? Es gab Wendungen, Verwirrungen, dann dachte man sich, wir steuern da vielleicht doch auf einen freien Parkplatz unserer Schleuderpartie zu und nein, da war eine Pfütze und wir rutschen nochmal anderes rum. Manchmal wusste ich wirklich nicht, wo oben und unten bei dieser Geschichte war, denn die Autorin hat hier wirklich ein sehr hohes Maß an Fingerspitzengefühl gehabt für die Wirrungen des Lesers. Ich bin ihr voll auf den Leim gegangen. Hab gedacht, dass ich wüsste, wie es endet und dann kam es doch nochmal anders, bevor es einen ziemlich taumelnd zurück lässt.

    Paola Baldin hat zudem auch wirklich ein Händchen für das ausgestalten, denn sie erzeugte Bilder und provozierte Gefühle bei mir herauf. Das hat mir wirklich sehr gut an diesem Buch gefallen, deshalb konnte ich es nach dem rosaroten Teil nicht mehr weglegen.

    Also gibt es von mir eine klare Leseempfehlung, ihr schafft es auch über diese anfänglich doch leicht erdrückende Sonnenscheinliebe hinweg, denn Aiden scheint zwar perfekt, aber wer ist das schon?

    Zwei Kristalle, einer blau, der andere weiß, scheinbar liegen sie auf Wolken, ist das dort oben die unendliche Weite des Weltraumes? „Kristallseelen“ ist das zweite Werk, welches ich von Marlies Lüer lesen durfte. Vor Kurzem hatte ich ihren Sammelband „Rosenmärchen“ beendet und war gespannt, was mich bei den Kristallseelen so erwartet.


    Zu Beginn der Geschichte, war die Schwarzburg noch sehr behütet. Die Königsfamilie wirkte so normal, doch dies sollte sich schnell ändern, denn es gab eine bezeichnende Nacht. Die Sterne fielen scheinbar vom Himmel und mit diesen Sternen kam etwas Böses über die Schwarzburg, was sich in die Personen einnistete und für Leid sorgte. Es kam zu Kriegen und vielen abartigen, magischen Verfehlungen. So viel Blut wurde vergossen und im Mittelpunkt dieses Chaoses gibt es die Königssöhne. Die Zwillinge, die nun einen sehr unterschiedlichen Weg gehen. Einer führt Krieg, der andere wurde von der Familie scheinbar vergessen und versucht sein Volk, sein Land zu retten, doch wo soll er Verbündete finden, bevor es zu spät ist? Was hat es mit dem „Herz des Berges“ auf sich und was sind diese Kritallseelen?


    Marlies Lüer hat hier schon fast eine märchenhafte Welt geschaffen, doch ist diese dem Bösen scheinbar schutzlos ausgeliefert. Sie verbindet einzelne Fäden am Ende zu einem dicken Seil, denn anfangs scheinbar so dünne Stränge, verbinden sich während der ganzen Handlung langsam soweit zusammen, dass es vielleicht doch noch, wie im Märchen eine Hoffnung geben kann.

    Die Welt die hier um die Schwarzburg aufgebaut ist, ist von Elend gezeichnet. Viele müssen mit Verlusten klar kommen, denn die Arme braucht immer neue Mitglieder und scheinbar wird man die Verlorenen nie wieder sehen, denn hier ist schwarze Magie im Spiel und einmal in dem Kreis, kommt man nicht mehr heraus.

    Dennoch gibt es hier einen Ort, der scheinbar unberührt von der wachsenden Bedrohung und Schwärze ist. Doch kann so ein Ort überhaupt bestehen in solch einer Zeit? Was passiert mit der Natur, wenn sie so ausgebeutet wird? Kann man am Ende überhaupt noch so viel Kraft besitzen, dass man jeden Feind niederringt? Wäre Frieden nicht die Lösung für das Volk?

    Es gibt viele wichtige Fragen, die die Autorin hier aufwirft, auch verpasst sie ihren Charakteren immer einer Aufgabe, etwas an dem sie wachsen müssen, wenn sie nicht untergehen wollen. Auch gibt es hier viele Bereiche, die ein wenig Moral vermitteln, doch das müsst ihr euch selbst anlesen.

    Lasst euch entführen und begleitet die handelnden Personen auf einer Reise durch ein düsteres Land, welches vom Bösen heimgesucht wird und daran zu zerbrechen droht.

    Achtung, es handelt sich um den fünften Teil der Reihe „DIE EWIGEN“, somit sind Spoiler nicht ganz zu vermeiden

    Dieser fünfte Band hatte etwas wahnsinnig interessantes an sich, denn es geht darum, ob wir Menschen dem vertrauen können, was wir Lesen.

    Thryi befindet sich in London und arbeitet in der London Museum Library. Dort hat sie Zugriff auf so viele Bücher, die ihr vielleicht helfen könnten etwas mehr über sich und Simon herauszufinden, von dem sie schon ewig nichts mehr gehört hat, doch ihn nicht vergessen kann, denn er ist scheinbar der Einzige, der so ist, wie sie.

    Doch kommt es ihr immer komischer vor, je mehr sie liest. Warum gibt es in den Bücher Ungereimtheiten? Oder liegt es vielleicht doch an ihren Erinnerungen? Kann es sein, dass sie etwas vergessen hat, als sie in ein neues Leben ging? Und was hat es mit dem Codex auf sich, der sie scheinbar immer mehr anzieht. Kann sie der Versuchung widerstehen? Denn was findet sie heraus, wenn sie die Seiten dieses ersten Buches liest? Wird es ihr gefallen?

    Chriz Wagner hat hier eine Thematik angesprochen, der ich im vergangenen Jahr schon begegnet bin. Das Codex Sinaiticus. Das Buch, was alles ändern könnte. Was steht darin, werden wir „normalen“ Menschen jemals die Wahrheit erfahren? Oder wird es uns verheimlicht, damit wir weiterhin so handeln, wie bisher? Schließlich gilt es doch an etwas zu glauben. Wir können doch nicht einfach alles Infrage stellen, was wir lesen, oder?

    Die Umsetzung war wieder fantastisch angehaucht und hat es somit sehr interessant gemacht. Vieles war verwirrend, was aber eben doch so sein musste, denn alles führt am Ende auf eines hinaus. Wie sehr kann man die Erinnerungen der Menschen lenken? Wie stark kann man sie beeinflussen? Wie viel Macht haben auch Erinnerungen, die nicht unsere eigenen Erinnerungen sind, sondern die wir uns einfach nur angelesen haben? Dieses Buch wirft Fragen bei mir auf und das fand ich wirklich interessant! Ich bin gespannt, wie es weitergeht.

    Achtung, bei diesem Teil handelt es sich um den achten Spruch der Reihe, somit sind Spoiler nicht zu vermeiden

    Der aktuelle Band der „Dark Spells“-Reihe kommt mit einem wunderschönen Cover daher. Wir sehen die typischen Farben der zweiten Staffel, einen tiefen Wald und einen Fuchs im Vordergrund. Geht es beim Titel mit den Fallen etwa um eine Tierfalle, wegen dem Fuchs? Hmm… könnte sein.

    Aber wieder begegnen wir Zoey und Savannah in ihrem Leben im Wald. Zoey muss etwas vor ihrer Lehrerin verheimlichen und natürlich fällt ihr das nicht leicht. Savannah ist die Person, die sie aufgenommen hat, nachdem Dhana ihre ganze Familie vernichtet hat. Und sie will ihr helfen so stark zu werden, dass sie Dhana in ihre Schranken weisen kann. Denn die selbsternannte Königin der Stadt bringt langsam jede Hexe in London, die nicht auf ihrer Seite ist dazu sich zu verstecken, denn sie wird immer grausamer und erbarmungsloser. Aber warum? Was bringt es ihr, wenn sie alle in Angst und Schrecken versetzt? Bringt so etwas mehr Macht? Mit ihrer Schule versucht sie neue Talente zu finden, die ihr helfen können, doch gibt es da überhaupt jemanden, der ihren Wünschen entspricht?

    Wie einmal hat es Nina Hirschlehner geschafft, mich in ihren Bann zu ziehen. Ich freue mich immer wieder sehr in ihte Welt einzutauchen und will wissen, ob es die beiden Hexen irgendwie schaffen die Herrschaft von Dhana einzudämmen oder gar zu zerschlagen. Diesmal war sie sehr fies zu uns Lesern, denn sie führt uns an der Nase herum, genau wie viele der aktuell handelnden Personen. Was passiert hier? Wer spielt ein falsches Spiel und wer ist noch aufrichtig und zeigt sein wahres Ich? Wir kommen in diesem Teil auch mit einer bisher noch nicht genannten Gattung Wesen in Kontakt. Welche das ist, dass müsst ihr selbst herausfinden. Mal sehen, wie ihr darüber denkt. Nun kann ich den nächsten Teil gar nicht erwarten, denn ich will wissen, was aus Verrätern und Verratenen wird, aber wie ich bisher mitbekommen habe, werde ich der Lösung vielleicht nicht so schnell auf die Spur kommen.

    Achtung, dass ist der zweite Teil der European Mafia Reihe von Grace C. Stone und kann ein wenig Spoilern!


    Weihnachten auf Mallorca? Für mich komplett undenkbar, denn ich brauche Schnee zu Weihnachten, wobei es den bei uns auch schon so lange nicht mehr gab. Aber am Strand? Nein, dass geht gar nicht.

    Leider ist Fiona auch nicht so wirklich in Sicherheit, wie sie es gedacht hat, denn sie wird entführt. Und zwar auf eine einsame Insel. Da kommt sie nicht mehr weg. Was hat sich der Kerl denn bitte dabei gedacht? Eigentlich war er doch echt nett. Warum hat er nicht einfach nach einem Date oder ähnlichen gefragt und zieht hier jetzt so eine Show ab?

    Ein bisschen tut mir Fiona leid. Da hat sie sich auf ihren Urlaub gefreut und dann so etwas. Ich glaube würde ein Kerl so etwas mit mir machen, dann könnte er sich auf den Kopf stellen, der hätte einfach nur seine Chance vertan.

    Blöd nur, wenn man den Kerl interessant findet und er sich einfach nur wie ein Trottel benommen hat. Kann man da trotzdem widerstehen oder geben die Gefühle irgendwann nach?

    Schließlich will er gleich heiraten. Wie kann er sich da so sicher sein? Fiona will frei sein und da wäre eine Hochzeit einfach nichts. Schon gar nicht mit einem Mafiaboss, denn dann ist das Leben einfach noch gefährlicher, denn man zählt ja als seine Schwäche und diese Schwäche soll ausgenutzt werden. Möchte sich eine junge Frau, die so um ihre eigene Freiheit bemüht ist nun in den goldenen Käfig sperren lassen?


    Grace C. Stone spielt hier mit der Erotik zwischen den beiden Hauptcharakteren und lässt Fiona auf ihre lockere und spritzige Art so deutlich gegen den doch sehr eingefahrenen und besitzergreifenden Elias stark hervorstechen. Sie ist hier definitiv die Person, die die Zügel in der Hand hat, auch wenn Elias das gern anderes hätte, schließlich steht er auf einige doch sehr schmutzige Dinge in seinem Spielzimmer, doch ob er diese an Fiona ausprobieren darf?

    Elias ist definitiv nicht mein Typ Mann. Allein schon mit seiner Aktion hätte er bei mir komplett verloren und dann ist er auch sonst so besitzergreifen und fordernd. Einfach mal reden und nicht einfach nur nehmen? Das hat mich an diesem Kerl doch sehr gestört, aber Grace C. Stone hat ihm durch Fiona sehr angenehm den Wind aus den Segeln genommen und wenn die beiden zusammen glücklich werden sollen, dann werden sie es auch.

    Ich brauche den Herren aber nicht geschenkt!

    Vera Hallström hat hier eine Buchreihe gestartet, die ich gern weiter verfolge.

    Auf dem Cover sehen wir eine junge Frau mit tiefschwarzem Haar. Es weht im Wind und so tanzen auch die Flamen, des Feuers, welches das Schwarz durchbricht. Nur eine Ausschnitt aus einer Stadt, zieht im Hintergrund noch leicht die Aufmerksamkeit auf sich. Was es damit wohl auf sich hat?


    Wir begleiten in dem ersten Teil der Trilogie Eve auf ihrer Reise in ein völlig neues Leben. Vor vielen Jahren wurde der Planet Erde verlassen und man hat sich auf Novus Errans angesiedelt. Das Land ist in verschiedene Bereiche eingeteilt, nach einem System von Ringen und nach Himmelsrichtungen. Evelyn hat ihren 16. Geburtstag. Nun gilt sie als erwachsen und soll mit ihrem Vater und ihrer älteren Schwester den ersten Auftrag erledigen. Sie ist schon durch jahrelanges Training vorbereitet worden, aber kann so ein Training auf den Ernstfall vorbereiten?

    An diesem Tag verliert sie ihre Familie, denn nach einem schlimmen Unfall im ersten Einsatz, denkt ihre Familie, dass sie tot ist und lässt sie schweren Herzens zurück. Doch Eve ist nicht tot, sie ist etwas anderes und deshalb darf sie sich ihrer Familiie nicht mehr zeigen.

    Sie findet eine neue Familie, bei Leuten die so sind, wie sie, doch kann das wirklich ihre neue Familie werden?

    Und was hat es mit diesen Personen auf sich, die scheinbar die Hand über all dem haben? Eve gerät in eine sehr schwierige Lage, denn sie muss nicht nur mit ihrem neuen Ich klar kommen und mit der Familie, die nun auch so vollkommen neu ist, sondern sie muss sich auch gegen etwas sehr böses verteidigen und da die Autorin hier besonders „nett“ zu ihren Charakteren ist, gibt es hier nicht nur das eine Böse, sondern es hat viele Gesichter.


    Vera Hallström hat hier einen tollen Einstieg in die Triogie hingelegt. Was mir besonders gut gefällt ist, dass es hier nicht eine Hauptperson gibt, so wie es vielleicht der Klappentext vermuten lässt, sondern das wir hier eine Gruppe haben, die es leichter macht diesen Planeten und die Menschen darauf zu verstehen. Zudem hat sie nicht nur Dämonen einfließen lassen, sondern auch noch eine andere Art von Wesen, die den Gegenpol bilden, aber doch so anderes sind, als man sie sich vielleicht sonst vorstellt.

    Die Charaktere sind mir teilweise sehr ans Herz gewachsen, da jeder aus der Gruppe seine ganz eigene Art hat und eben auch seine Vorgeschichte. Zudem sehen wir hier im ersten Teil sehr schön, wie sie zusammen wachsen. Denn bei so einem Kampf sollte man in den eigenen Reihen gefestigt sein und nicht noch eigene Streitigkeiten haben, denn das Böse da draußen wartet nur auf einen Moment der Schwäche oder ist gerade diese Zusammengehörigkeit die wirkliche Schwäche?

    Findet es heraus, indem ihr euch auf diesen Planeten entführen lasst, der sehr starke unterschiede zwischen Arm und Reich anstellt und auch sonst so einige Überraschungen für uns zu liefern hat.

    Christine Weber hat hier einen tollen Roman geschaffen und ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil. Auf dem zauberhaften Cover sehen wir ein strahlendweißes Schloß. Es scheint wirklich zu strahlen und alles andere ist in verschiedenen Blautönen gehalten. Ein Rahmen, mit Drachen auf dem unteren Bereich, der einen wie ein Portal in diese Welt schauen lässt. Das Cover finde ich wirklich interessant und durch diese verspielte Schrift, bekommt man auch gleich den Eindruck vermittelt, dass es sich iher um so etwas wie ein Märchen oder eine Saga handeln könnte.

    Aber wir befinden uns hier nicht in einem Märchen, sondern auf einer Reise, die sehr viel von Sorak abverlangt. Wir begleiten den jungen Nomaden und erfahren so einiges, was in der Vergangenheit schreckliches passiert ist. Es gab einen großen Krieg, den die vier Magier und ihre Drachen ausgefochten haben. Deshalb herrscht nicht nur in seinem Dorf die Angst vor den Drachen und Magiern vor, sondern in vielen Bereichen des Landes. Und dann kommt es zum Schicksalsschlag. Soraks Dorf wird angegriffen und niedergebrannt, es gibt scheinbar keine Überlebenden, außer ihm selbst und nun soll er kämpfen Er soll ein Magier sein. Wie ist das möglich? Er kommt in eine für ihn so neue Welt, die sich so anders verhält, als das was vor ihren Toren passiert. Hier läuft die Zeit anders und es gibt so viele Drachen. Das ist erst einmal eine ganz schöne Umstellung, die man erst einmal verkraften sollte. Doch dafür ist eigentlich nicht die Zeit, denn ein erneuter Krieg steht bevor und was, wenn Sorak scheitert?

    Christine Weber hat hier eine so fantastische Welt erschaffen, hat Fähigkeiten an ihre Charaktere verteilt und hat so wunderbare Wesen geschaffen, dass ich mich richtig verloren habe in dieser Geschichte. Es war wirklich schön sich diese Welt vorzustellen, sie zu bereisen, aber es war teilweise auch sehr bedrückend, denn wo Krieg ist oder war, da ist halt eben auch sehr viel Leid und Elend. Auch dieses beleutet sie und gerade diese eine Eigenschaft, die wir Menschen so häufig an den Tag legen, die hat sie sehr deutlich herausgekehrt. „Wer anders ist oder was anders ist, dass ist gefährlich und muss entweder vernichtet oder verstoßen werden.“

    So habe ich es für mich herausgelesen, doch ist Christine Weber nett mit den Lesern umgegangen und hat uns Hoffnung gegeben, Hoffnung auf das Gute im Menschen und auch auf ein gutes Ende für dieses Land. Doch meist kommt ja alles anders, als man denkt.

    Denn so weiß, wie das Schloß strahlt, so schwarz ist der Gegner und scheinbar gibt es keine Graustufen dazwischen. Aber ist das möglich? Ist dieses Schwarzweißdenken nicht falsch und vielleicht auch gefährlich? Wie kann Sorak wissen, wem er trauen soll? Wer erzählt ihm die Wahrheit? Und warum hat die Autorin es so gut drauf, dass sich immer wieder alles dreht und wendet und das Menschen, plötzlich doch anders sind und uns scheinbar nur Kleinigkeiten von ihnen zeigen? Wie sollen wir das gesamte Bild erfassen, wenn doch nur so wenig Zeit ist, die noch bleibt, bis ein Unglück passiert?

    Mir hat es richtig viel Spaß gemacht diesen ersten Teil zu lesen und ich wurde immer wieder von der Autorin vor Fragen gestellt und manchmal eben auch an der Nase herumgeführt. Das fand ich einfach klasse. Ich lese definitiv noch mehr von ihr und bin darauf gespannt, wie es mit der Geschichte im nächsten Teil weitergeht!

    Kayra wurde durch die Träne der Göttin geheilt. Doch somit war sie auch gezeichnet und wusste, dass dieser eine Tag kommen würde, an dem sie das Geschenk etwas mehr Zeit bekommen zu haben, mit ihrem eigenen Leben bezahlen musste.

    Immer wieder kommt es dazu, dass das Böse stärker wird und wieder in seine Schranken gewiesen werden muss. Dann wählt die Göttin eine ihrer Gezeichneten aus. Sie schenkte ihnen durch ihre Träne die Möglichkeit weiterzuleben, denn nur wer im Sterben liegt, kann von der Göttin erwählt werden. Doch der Preis dafür ist hoch. Könnt ihr euch vorstellen mit der Gewissheit zu leben, dass ihr irgendwann geholt werdet und in einem Kampf euer Leben lassen müsst? Denn wenn der Kampf gegen das Böse kommt, dann ist es nicht vorgesehen, dass ihr Überlebt.

    Kayra muss es nun selbst erfahren, doch wird sie auch noch in einer Nacht und Nebel Aktion von ihrer Familie getrennt und wacht im Tempel auf. Hier soll sie lernen, soll ihre Gabe trainieren, damit sie am Ende alles geben kann, was sie hat, sogar ihr eigenes Leben.

    Diese Geschichte hat mich sehr interessiert, denn ich kann mir gar nicht vorstellen, wie es mir selbst mit so einer Gewissheut gehen würde. Möchte ich das jeden Tag mit mir tragen? Würde ich dann nicht vielleicht vorher schon aufgeben, weil es jeden Tag vorbei sein kann oder würde ich es erst recht nutzen, dieses Leben, was mir geschenkt wurde, was so viel kürzer sein sollte?

    Betinna Auer hat dieses Buch im Zeilengold Verlag veröffentlicht und das erste, was meine Aufmerksamkeit bekommen hat, war das Cover. In Blau- und Lilatönen mit Weiß, wurde ein wirklich tolles Cover zu dieser Geschichte angefertigt. Über dem Titel schwebt ein Drache und ein weißer Baum bilden die beiden Hauptmerkmale. Sonst hat man nur Farbflecken und Farbverläufe, aber das macht es so interessant. Was hat es mit dem Drachen und dem Baum auf sich? Spielen sie eine wichtige Rolle? Können sie vielleicht Kayra helfen?

    Das wollte ich ebenfalls wissen und habe mich deshalb sehr gefreut in diese Welt zu tauchen. Wer eine verworrene Liebesgeschichte sucht, der kann hier auch fündig werden, aber ich war ganz froh, dass es nicht zu sehr in die Tiefe ging, denn das hätte die Geschichte ganz schnell kaputt machen können, denn ich finde es geht hier um Kayra und ihre Pflicht an die Göttin. Das hat Bettina Auer sehr gut gemeistert, denn Kayra steht hier definitiv im Mittelpunkt und hat so einiges zu überstehen und auch auszuhalten.

    Sie gibt nicht einfach auf, denn sie will kämpfen. Denn wer möchte schon das Geschenk des Lebens einfach so aufgeben, nur weil es bei allen anderen davor auch so war?

    Ihr steht ein Prister zur Seite, doch irgendwie ist da alles sehr seltsam, denn sie soll ihn lieben, so ist es wohl von der Götttin vorher bestimmt, aber möchte Kayra dies auch wirklich?

    Will sie sich nicht vielleicht in ihrem jungen Alter doch lieber noch selbst ausleben?

    Die Entwicklung von Kayra in der ganzen Geschichte fand ich wirklich interessant, denn am Anfang hatte ich ein wenig das Gefühl, dass ihr die Ernsthaftigkeit der Lage nicht ganz so bewusst war, denn in der normalen Welt ist sie nun nicht mehr sicher, denn dort gibt es Dämonen, die es auf sie abgesehen haben und diese gefährden nicht nur Kayra, sondern im schlimmsten Fall auch die ganzen Menschen in ihrer näheren Umgebung. Ist ihr diese Verantwortung bewusst?

    Für mich eine wirklich starke Geschichte, die für mich an einigen Ecken und Enden noch etwas Tiefe und etwas mehr Beschreibungen hätte vertragen können, so das man sich die Umgebung und die Menschen besser vorstellen kann. Dies hat mir teilweise etwas gefehlt und somit konnte mein Kopfkino leider nicht ganz so flüssig laufen, wie es bei dieser Geschichte hätte laufen können. Aber die Grundidee und der Schreibstil von Bettina Auer hat mir gefallen. Eben ein paar mehr Details, hätten es noch schönesrund spannender machen können. Aber lest selbst und lasst euch entführen!

    Cornwall ist ein schönes Fleckchen Erde, welches ich sehr gern ein Mal bereisen möchte. Da das bisher noch nicht so wirklich geklappt hat, machte ich diese Reise nun mit dem Krimi von Rabecca Michéle. Gerade dieses Foto des Covers ist ein Grund warum ich gern dorthin möchte. Wir sehen eine alte Kirche. Im Vordergrund stehen Grabsteine, die von Pflanzen umrankt werden. Auch in den oberen Bereichen des Covers ziehen sich diese Cover weiter. Deshalb war ich sehr gespannt, was es für einen Kriminalfall an diesem so ruhig scheinenden Ort geben wird.

    Der Titel lässt vermuten, dass es um schöne Menschen geht und wir der Klappentext so schön verrät, wird eine Misswahl vorbereitet. Das gesamte Higher Barton Romantic Hotel ist dafür gebucht worden, denn es soll die Miss South England gewählt werden. Ich dachte erst an einen Zickenkrieg zwischen den Teilnehmerinnen, der vielleicht eskaliert, doch das hat sich Rebecca Michéle ganz anders gedacht, denn eine der Organisatorinnen verschwindet und wird auf dem Friedhof gefunden. Das seltsame ist, dass sie scheinbar ertrunken ist. Wie soll das gehen, wenn die Küste doch einige Meilen entfernt ist? Dort umgebracht und dann so weit transportiert, um ein Zeichen zu setzen? Aber warum verschwindet dann auch noch ein zweiter Organisator und wird tot aufgefunden?

    Sandra Flemming ist die Chefin in diesem Hotel und bekommt mächtig Druck von oben, denn in Higher Barton gab es wohl schon so einige Mordfälle und das Licht auf das Hotel wird immer schlechter. Sie muss sich Sorgen um ihren Job machen, den sie doch scheinbar sehr gern macht.

    Wer den ersten Teil nicht gelesen hat, der sollte dies doch bitte tun, denn wenn er diesen zweiten Teil gelesen hat, dann könnte er ein wenig gespoilert sein und möchte dann Teil 1 nicht mehr lesen. So ging es mir jedenfalls, denn ich auch in solchen Reihen, sollte ma doch die Reihenfolge einhalten. Aber man braucht ihn nicht als Vorkenntnis für diesen Teil.


    Rebecca Michéle hat hier aber nicht nur den vordergründigen Fall für uns, sondern sie hat noch einiges, was im Örtchen selbst passiert, was einem die Menschen näher bringt, die hier handeln. Sandra Flemming kann ganz gut mit dem Inspector, scheinbar da sie im ersten Fall schon ein wenig miteinander zu tun hatten und somit kann sie sich so manches Ding erlauben, was sie vielleicht sonst nicht hätte tun dürfen. Eine Frau die sich hier in ganz schön gefährliche Gefilde traut, denn ich persönlich würde wohl nicht nach dem Mörder von zwei Menschen suchen wollen, denn am Ende bin ich noch dran. Doch Frau Flemming möchte eine Antwort auf die Frage, wer der Mörder ist oder vielleicht doch eher, aus welchen Gründen diese Morde geschehen mussten?

    Was ich sehr interessant fand, war die Tatsache, dass es eine ganze Weile bis zum ersten Mord gedauert hat. Denn wir lernen erste die Leute kennen, können uns schon Gedanken darüber machen, wer denn hier wohl bald einen Mord beginnt und dann geht es los. Die Ermittlungsarbeiten stehen hier klar im Fordergrund. Das es kein Polizist ist, sondern die Leiterin eines Hotels, finde ich schon irgendwie klasse, denn sie hat gar nicht die Mittel, die ein Polizist hat, doch reden die Leute auch ganz anders mit ihr, als wenn jemand in Uniform vor ihnen steht.

    Das arme Hotel hat schon so einige Morde erlebt und ich glaube, dass es wohl nicht der letzte Mord gewesen ist. Also würde ich vielleicht doch vom nächsten Urlaub in dem Hause abraten, aber für einen neuen Kriminalfall würde ich gern wieder nach Cornwall komme und mich von Rebecca Michéle entführen lassen. Auch wenn Mrs. Flemming vielleicht noch einmal über ihre tollkühne Art nachdenken sollte, denn sonst gibt es vielleicht wirklich bald einen neuen Leiter dieses Hotels.



    Das Cover von „Mondgeflüster in Fella“ passt sehr gut zum Cover des ersten Teils, doch diesmal liegt das Augenmerk doch deutlicher auf dem Mond, der groß und hell über der Stadt zu sehen ist. Die junge Frau, die mit einzelnen weißen Strichen skizziert ist, hat viel glatteres Haar, als noch in Teil 1 und da hätte mir schon auffallen sollen, dass man die beiden Teile sehr gut unabhängig voneinander lesen kann. Denn in diesem Teil begleiten wir Andra auf ihrem Weg durch die Welt nach dem Unwetter. Andra ist ganz anders, als noch Sorija im ersten Teil. Andra ist bei den Senk ausgestiegen. Das war etwa ein Jahr vor dem Unwetter. Ihr hat ihre Art zu handeln einfach nicht mehr gefallen und empfand es als nicht richtig, was die Senk tun. Dadurch hat sie einen guten Freund verloren, aber auch jetzt, wo die Senk an Macht gewinnen, hat sie schlechte Karten, denn so einige Leute können sich noch an sie erinnern und das kann zu einem Nachteil werden, denn wer steigt schon aus so einer Gruppe aus und das ohne Folgen?

    Da ich den ersten Teil vorher gelesen habe, gab es hier und da Stellen des Erkennens und des Wiedersehens. Andra ist von ihrer Art her viel taffer, sie riskiert so einiges und will anderen Leuten helfen. Meist denkt sie da eher an alle anderen, als an sich selbst und das kann ihr in dieser Gesellschaft sehr schnell das Genick brechen, denn es könnte gerade für sie als Aussteigerin schwer werden. Wer diesen Teil liest, der sollte sich gleich darauf einstellen, dass er dann auch den dritten Teil der Reihe lesen muss, denn diesmal ist es nicht so schön abgeschlossen, wie noch „Windgeflüster in Fella“, denn hier geht es weiter und das lädt sehr schön dazu ein, unbedingt weiterzulesen, denn so ging es mir.

    Ich fand die handelnden Personen unglaublich interessant, auch gab es immer wieder Momente, in denen nicht nur Andra nicht wusste, wer nun ein falsches Spiel mit ihr spielt. Auch hat es Lara Kessing sehr gut geschafft aufzuzeigen, was Macht aus einem Menschen machen kann und wie schwer manche Entscheidungen wiegen können, gerade wenn es darum geht, dass ein Freund zum eigenen Feind wird.

    Das Weltensetting wird nun noch deutlicher geschildert, da wir uns nicht mehr nur in der Sicherheitszone befinden, sondern gerade einen deutlich stärkeren Einblick in die Welt der Senk bekommen, der einen teilweise wirklich erschrecken lässt, wie die Leute so reagieren. Lara Kessing hat hier eine wirklich interessante Weltordnung erschaffen, die ich mir sogar wirklich gut im echten Leben vorstellen könnte, Die Charaktere wachsen an ihren Aufgaben und der Leser wird immer wieder dazu gedrängt, dass er sich auch Gedanken über sein eigenes Handeln macht, denn es hat nun einmal Folgen und meist nicht nur für einen allein. Würden wir Nachteile für uns in Kauf nehmen, wenn wir anderen Menschen damit in der Not helfen könnten?

    Ich mag diese dystopische Reihe sehr und werde mich deshalb bald an den dritten Teil machen. Wie ist es bei euch?

    Achtung, es handelt sich um den vierten Teil der Reihe „DIE EWIGEN“, somit sind Spoiler nicht ganz zu vermeiden.

    Nachdem wir in den ersten beiden Teilen Simon auf sehr unterschiedliche Art und Weise begleitet haben und der dritte Teil uns einen Einblick um die frühste Geschichte von Thyri und Simon gegeben hat, haben wir nun einen Teil nur um Thyri. So befinden wir uns im Heiligen Römischen Reich und zwar im Jahr 1645. Ich mag diese Zeit nicht, denn es ist alles so düster und gewalttätig. Aber leider gab es solche Phasen ja immer wieder.

    Thyri ist die Magd eines christlichen Pastors. Sie könnte so eine angenehme Zeit haben, wenn der Pastor ein angenehmer Zeitgeist wäre, doch leider ist er aus ganz anderem Holz geschnitzt und so ist sie vor Übergriffen nicht geschützt. Aber Allgemein ist es in der Stadt in der sie lebt, nicht wirklich einfach. Männer nehmen sich, was sie wollen und wie sie es wollen und wenn eine Frau nicht spurt, dann kann es zu noch schlimmerer Gewalt oder gar zum Todschlag kommen. Thryi hat nur einen guten Menschen gefunden, der ihr viele Fragen aufgibt, denn Ännlein behauptet ein Engel zu sein. Ist Thyri vielleicht auch ein Engel oder Ännlein eine Ewige? Ist es vielleicht sogar das selbe? Hat Thyri nun eine Erklärung gefunden, was sie ist? Nach so vielen Jahren?

    Auf jeden Fall ist Thryi sehr gutgläubig und sie ist so unglaublich hilfsbereit und aufopfernd. Ein wenig habe ich mich gefragt, wie man es schafft, nach so vielen Jahren auf der Erde noch so zu sein, denn es gibt doch so viele schreckliche Zeiten, die sie erlebt haben muss. Aber vielleicht hat Thyri sich über die Jahre beibehalten, dass sie immer noch das Gute in den Menschen sieht und somit eine wirkliche Stütze sein kann. Chriz Wagner schafft hier eine sehr düstere Atmosphäre. Ich habe mir so oft gedacht, dass ich definitiv nicht in dieser Zeit leben möchte, denn auch seine fantastischen Elemente hatten diesmal wieder etwas sehr Schauriges an sich, was man nicht am eigenen Leibe erfahren möchte.
    Zusätzlich gibt es ein paar neue Einblicke in das Dasein der Ewigen, was es bedeutet und wie man sie sich vorstellen muss. Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht.




    Alles in Lila gehalten, im Mittelpunkt, scheint es ein Spiegel oder ein Bilderrahmen zu sein, der eine Landschaft zeigt. Zwischen hohen Felswänden so etwas wie ein Tal, vielleicht etwas Wasser? Eine Quelle? Aber eben alles in Lila. Um den Spiegel erstreckt sich ein Baum, aber er trägt keine Blätter und seine Äste sind auch eher wie Ranken gestaltet. Daran hängen Laternen. Eine hat sogar eine offene Tür? Aber warum? Die vier Ecken des Covers sind mit Mustern, Ranken und Pfeilen versehen. Es ist, als würde man gleich ein Buch über eine Legende oder ein fantastisches Märchen öffnen.

    Und so ist es auch. Doch fängt alles eher total alltäglich und menschlich an. Joana ist im Bereich Marketing tätig und besucht nun ihre Großtante. Die alte Dame lebt ganz allein, soweit über dem Ort und kommt doch sehr gut allein zurecht. Sie hat nie einen Mann gesucht, aber so ist Jo nun mal. Doch es schneit und wie die weißen Flocken fallen, so legen sie sich in einer starken geschlossenen Decke über die Gegend. Alles scheint einzufrieren, aber warum ist es so extrem? Und dann muss Joana Wasser holen, denn die Leitungen des Hauses sind kaputt. So geht sie zur Quelle und „bergseeblaue“ Augen locken sie an. Es gibt Gerüchte und Erzählungen über die verwunschene Quelle, aber wer glaubt so etwas schon? Doch durch ein Missverständnis wird Joana zur Fee. Und sie muss doch die Königin der verwunschenen Quelle finden, denn sonst geht der ganze Ort, dieses Paradies, einfach im ewigen Winter unter.

    Ich war sehr gespannt auf dieses Buch von Andrea Ego, denn der Klappentext lässt viel Spielraum für Ideen, was denn passieren könnte und was auf einen zukommt. Sehr gut gefallen haben mir die handelnden Wesen, denn als Fee, trifft man auch auf andere Gestalten, die man als Mensch vielleicht nicht so für voll genommen hätte. Auch rankt diese Quelle im Mittelpunkt und man weiß nicht so richtig, wem man vertrauen kann und wem nicht. Wie soll diese Geschichte enden?

    Die Hauptcharaktere sind Joana, der Feenprinz, Joanas Jugendliebe Gion und eben ihre Großtante Josephine. Alle Charaktere haben ihre Eigenarten, sind auch nicht diese typischen Helden, was ich wirklich gut fand und dennoch gab es einen kleinen, aber sehr feinen Punkt, der mich bei Joana etwas gestört hat. Immer wieder taucht auf, dass sie ja aus dem Bereich Marketing ist und deshalb ja total überzeugend sein müsste oder bezieht dies auch auf andere, dieser Punkt hat leider nicht ganz für mich in diese Geschichte gepasst, denn sonst ist alles so fantastisch und der Bezug zu ihrem Job, hat mich irgendwie immer ausgebremst, was ich wirklich schade fand. Gion und Joana sind eine interessante Konstellation sie auf eine gemeinsame Reise zu schicken, denn er ist ein Mensch und sie nun eben eine Fee. Was das bedeutet, dass müsst ihr selbst lesen, denn ich verrate euch jetzt nicht, wie sich die Autorin eine Fee vorgestellt hat.

    Die beiden haben sich geliebt, haben sich getrennt und haben so ihre Probleme miteinander. Das man das wissen sollte, finde ich vollkommen richtig. Leider kam mir dann aber ein wenig zu häufig die Gedanken von Joana daher. Es war, als würde sich alles wiederholen. Natürlich ist es so, wenn man seine erste, große Liebe verliert, nun mit ihr konfrontiert ist und sich den Kopf immer wieder in Schleifen darüber zerbricht. Aber mir war es teilweise etwas zu sehr im Vordergrund. Es ein Mal zu lesen und dann deutlich, damit man es versteht und im Hinterkopf behalten kann, dass wäre für mich hilfreicher gewesen, als die Wiederholungen, die auch dort ein kleines bisschen den Lesefluss gestört haben.

    Aber ab etwa der Hälfte, war es weg und das Buch hat mich wirklich in seinen Bann gezogen. Ich mochte die Wesen, kam mit der Geschichte super voran und ich mochte die Charaktere immer mehr. Ich wollte wissen, wie es endet, ob es ein Ende geben kann und was aus Jo wird. Auch muss ich sagen, hat mir bis auf die beiden Mängel, der Schreibstil der Autorin sehr gut gefallen. Ich konnte vieles als kleines Kopfkino ablaufen lassen und war bei den Personen und der Umgebung. Deshalb war ich auch ein wenig traurig, als die Geschichte ein Ende hatte.

    Ach ja, eines sollte ich nicht vergessen. Achtet beim Lesen auf die Gefühle, wie die Autorin damit umgeht, denn es wird hier etwas ganz Tolles damit gemacht. Was ich unglaublich interessant fand und zudem wirklich super umgesetzt. Das war wirklich etwas Besonderes an dieser Geschichte, die mir somit doch sehr im Kopf geblieben ist.

    Achtung, hierbei handelt es sich um den dritten Band einer Reihe, nicht das jemand gespoilert wird!


    Wie auch im ersten und zweiten Teil dieser Reihe, ist das Cover in einer Farbe gemischt mit Weiß und Schwarz dargestellt. Diesmal handelt es sich um Grün. Dies finde ich sehr passend, da wir in der bekannten Glaskugel eine Schlange sehen, die für mich in einen Wald mit grünen Blättern gehört.

    Die Schlange als Darstellung für diesen Band zu nehmen, finde ich sehr passend, denn auch im Buch spielt eine Schlange doch eine gewisse Rolle. Dieser Teil hat mir bisher am besten gefallen. Ohne etwas zu spoilern, lernen wir jetzt neben Simon auch endlich Thyri kennen. Das freut mich sehr, denn bisher war meine Neugierde so groß und wurde einfach nicht gestillt, aber nun weiß ich endlich, wer diese Frau ist. Wir reisen ganz weit zurück und zwar ins Jahr 4000 v. Chr. Und wenn ich diese Jahreszahl höre, dann frage ich mich ein bisschen, warum Simon bisher noch nicht den Eindruck macht des Lebens müde zu sein. Denn wenn man sich die Geschichte der Menschheit anguckt, dann hätte ich nach den vielen Kriegen und Krankheiten und was es nicht alles da draußen gibt, einfach keine Lust mehr. Aber was soll man auch machen als Unsterblicher? Man muss sich damit wohl irgendwann einfach abfinden.

    Diese Folge hat nicht nur einen wirklich tollen Spannungsverlauf und lässt einen nicht mehr los, sondern sie hat auch eine sehr große Lehre in sich. Gut oder böse, wofür entscheidet man sich? Und kann man mit seinen Entscheidungen leben? Ich habe die Geschichte von Simon und Thyri sehr gern verfolgt und bin jetzt sehr neugierig auf die anderen Bände und hoffe, dass Thyri doch ab und an wiederauftaucht, da sie ja die Besonderheit mit Simon teilt.

    Dieser Sammelband beginnt schon mit einem bezaubernden Cover, denn man hat das Gefühl, als würde man in eine Rosenhecke blicken. Es sind die typischen roten Rosen, nicht etwa schwarz oder weiß, was es schon ein wenig märchenhaft macht. Was man wohl in der Hecke oder gar dahinter finden kann?

    Die Autorin Marlies Lüer, hat hier eine Märchensammlung geschaffen, die zwar heute entstanden ist, aber dennoch ein wenig an die Kindheit erinnert, an die Zeit, als noch die Gebrüder Grimm oder Herr Andersen einem etwas aus dem Märchenland erzählt hat und einen aus dem Alltag fliehen ließen.

    Ich habe eine Geschichte nach der anderen Gelesen, habe dazwischen Pausen gemacht und fand es ein wirklich tolles Buch. Im Mittelpunkt steht immer eine Rose, aber auf solch verschiedene Art, dass jede Geschichte etwas Besonderes ist. Wie in vielen Märchen gibt es auch Lehren, die man daraus ziehen kann, gerade die Salzrose oder der Seerosenzauber haben mir da sehr gut gefallen. Eine gewisse Ähnlichkeit zu bestehenden Märchen hatte ich nur bei einem Märchen so wirklich, aber das solltet ihr selbst rausfinden, denn so wie Marlies Lüer einen entführt, empfehle ich dieses Buch den Märchenliebhabern. Es ist eine Mischung aus dem gewohnten alten Märchenstil und doch gibt es hier und da ein paar Dinge, die es neuzeitlicher Machen und dennoch den Eindruck eines Märchens nicht verlieren lassen.

    Ich könnte jetzt zu jedem Märchen eine Kleinigkeit sagen, aber ich glaube ihr solltet sie einfach selbst lesen, denn diese Märchen sind auch etwas für: vor dem Schlafengehen oder der Fahrt in der Bahn oder eine kleine Geschichte am Wochenende auf dem Sofa. Lasst euch in eine Märchenwelt entführen und seht die Rose mit ganz anderen Augen, denn hier lernt ihr nochmal ihre Vielfalt kennen.