Beiträge von puppetgirl

    Auch den dritten Teil der „Nachtkämpfer“- Reihe von Linda Winter, habe ich jetzt beendet. Wer die ersten beiden Teile noch nicht gelesen hat, sollte vielleicht lieber erstmal die Rezension zum ersten Teil lesen und sich dann entscheiden, ob es ihm gefällt, denn sonst wird er jetzt bestimmt gespoilert.

    Es gibt die drei Gruppen, die Menschen, die Nachtkämpfer und die Kinder der Nacht. Die Nachtkämpfer beschützen die Menschen vor den Kindern der Nacht, zu denen die Werwölfe, Vampire und Dämonen gehören. In diesem Teil geht es sehr deutlich um Cleo und ihre Geschichte, um ihre Familie und ihre Kräfte. Ich finde es immer wieder schön an Reihen, wie man selbst merkt, wie der Autor an der Reihe wächst, wie sich der Schreibstil verändert und wie die Charaktere sich entwickeln, wie sie an Form gewinnen. Im ersten Teil waren noch viele kurze Kapitel da, nun sind es längere und spielen sehr kompakt nur an einem Platz. Wir lernen mehr über die Beziehungen, den Rat der Nachtkämpfer und auch ihre Vergangenheit. Denn schon im zweiten Teil erfahren wir, dass mit der Vizepräsidentin etwas nicht stimmt und dass sie einen Plan verfolgt. Wie dieser aussieht, erfahren wir nun genauer. Alles hängt irgendwie mit Cleo zusammen, die entführt wurde und so erfahren wir mehr über ihre Vergangenheit. Auch muss sie Entscheidungen treffen, die sie bestimmt nicht treffen möchte. Nachdem sie scheinbar entführt wurde, muss auch ihr Team etwas tun, schließlich sind sie eine Einheit und gerade Jim, ihr bester Freund, würde sie niemals einfach so verschwinden lassen ohne dem auf den Grund zu gehen. Nur sind die Anschuldigungen gegen Cleo groß. Sie soll eine Nachtflüsterin sein, also eine Nachtkämpferin, die mit den Kindern der Nacht kommunizieren kann und deshalb auch diese Angriffe provoziert haben. Doch hat sie das gar nicht, schließlich wissen wir, dass Mia und Vera etwas mit der Sache zu tun haben, doch keiner traut sich etwas zu sagen, was sagt dies über die Freundschaft und den Zusammenhalt im Team aus? Kann Cleo gerettet werden aus ihrer misslichen Lage und was bedeutet das alles für das Teamgefüge? Wacht Vera nochmal auf oder hat der Werwolf ihr den Rest gegeben? Lest es selbst und seid mit mir gemeinsam gespannt auf den vierten Teil dieser Reihe. Ich bin gespannt, was sich Linda Winter noch so ausgedacht hat für die Nachtkämpfer. Auch würde ich gern noch mehr erfahren über die Geschichte, die Entstehung des Rates und auch die einzelnen Charaktere, den bisher lag der große Fokus doch auf ausgewählten Personen der Gruppe. Mal sehen, ob sich das noch ändert.

    Beim Cover haben wir diesmal einen Wald mit einer Person, die in Schwarz gekleidet ist, eine Kapuze trägt und den Mund und die Nase verdeckt hat. Auch ein Wolf ist zu sehen. Dieses Cover passt gut zu den Handlungen in dem dritten Teil, also wenn euch das Cover neugierig macht, dann seid ihr im dritten Teil genau richtig. In nächster Zeit soll nun der vierte Teil rauskommen und ich bin schon sehr gespannt.

    Denkt dran, dass es die Bücher nur bei Amazon als Ebook gibt. Dafür bekommt ihr einen Band dort schon für unter einen Euro.

    Der Thriller „Neuntöter“ von Ule Hansen wurde mir vom Heyne Verlag als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt. Wir werden mit Emma Carrow auf die Ermittlungen zu einer Mordserie geschickt und zwar in Berlin. Ich fand es echt toll, deshalb habe ich das Buch auch angefragt, denn ich habe in der Nähe von Berlin gewohnt und habe dann erstmal ein bisschen mit Google Streetview, mir die ganzen Orte angeguckt und habe dann ein bisschen spekuliert, wie das alles funktioniert hat. Natürlich war ich auf dem falschen Weg, denn für so etwas habe ich gar kein Talent, so habe ich die Ermittlungen doch lieber Frau Carrow überlassen. Die ersten Leichen die gefunden werden, sind in Panzertape eingewickelt, wie in einen Kokon und hängen in einem Gerüst, welches von außen mit Planen bespannt ist und so den Eindruck eines Hauses vermitteln soll. Die Opfer sind auf grausame Weise ums Leben gekommen. Wer macht so etwas und was hat es mit dieser seltsamen Form des Mordens auf sich? Wir haben nicht nur den Fall, den wir verfolgen, sondern wir verfolgen auch Emma in ihrem Leben und ihrem Leiden, denn ihr ist in der späten Jugend ein Leid zugefügt worden, was sie noch heute verfolgt. Nun kommt es auch viel intensiver zur Sprache und könnte sogar ihren Job beeinflussen, was sie ja aber gar nicht will, doch Traumata lassen sich nicht einfach ein- und wieder ausschalten.

    Ich fand die Geschichte wirklich spannend gemacht, gerade das letzte Drittel des Buches zieht einen in den Bann und will einen das Buch nicht mehr weglegen lassen. Auch erfährt man sehr viel über die Ermittlerin und ihre Gedankengänge, wie sie an den Fall herangeht. Sie ist speziell, das ist vielleicht schon klar, aber sie wird auch nicht richtig verstanden. Die Autoren schreiben in unterschiedlichen Satzformen. Es gibt Teile, da werden kurze Sätze verwendet. Informationen kommen einfach so „zack, zack, zack“, das fand ich richtig gut, denn es war wirklich so ein: hier sind die Infos und nun arbeite damit. Und dann gab es eben die restliche Erzählung, die in Schachtelsätzen alles ausgeschmückt hat, sodass man die Charaktere besser verstehen kann, sich vorstellen kann, wo man nun ist und auch sich die Umstände der Morde vorstellen kann. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und der zweite Teil lässt auch nicht lange auf sich warten, denn dieser ist im vergangenen Monat erschienen unter dem Titel: „Blutbuche“.

    Die Cover sind aufeinander abgestimmt, deshalb wohl auch die Neuauflage der ersten Teiles um die Fallanalystin Carrow, denn „Neuntöter“ gab es schon mal in einer anderen Aufmachung.

    Nun sehen wir zwei schwarze Vögel, die sich auf einem weißen, teilweise leicht gräulichen Hintergrund, scheinbar angreifen. Sonst ist nur die Schrift, mit Titel, Verlag und Autoren in Schwarz und Rot zu sehen, die noch mit Kleinigkeiten wie Fingerabdrücken und Kratzern oder Flecken verbunden und umgeben sind. Mir gefällt das Cover richtig gut und so ähnlich ist eben auch das Cover des zweiten Teiles angelegt, was ich bei Reihen sehr mag.

    Ihr wollt etwas über die Geschichte des Voodoo lernen und dann auch noch über Haiti? Dann seid ihr im Buch „LOA – die weiße Mambo“ genau richtig. Der Roman verknüpft zwei Zeitstränge miteinander, die uns zum einen einen Blick auf das Sklavenleben und den Sklavenaufstand werfen lassen und der andere Zeitstrang zeigt uns die heutige Lage in Haiti auf. Ein wenig Fantasie ist dabei, könnte man sagen, wenn man vielleicht nicht an die Religion glaubt, die da hinter dem Voodoo zu finden ist. Ich muss zugeben, dass ich sonst unter Voodoo nur diese kleinen Puppen kannte, in die irgendwelche Nadeln gesteckt werden und habe es doch als sehr negative oder eher schwarze Magie bezeichnet. Doch durch dieses Buch wurde ich viel tiefer in die Religion geführt und habe gelernt, dass es ganz anders aussieht. Auch habe ich nicht viel von Haiti und der aktuellen politischen Lage gewusst.

    Nun aber zum genauen Inhalt.

    Zum einen gibt es Zoe, sie ist adoptiert worden und kommt aus Haiti. Ihre Adoptiveltern leben nicht mehr und so wohnt sie bei ihrer Adoptivtante Meg. Sie will ihre Vergangenheit ergründen, da sie einen Anstoß von außen bekommen hat und so kann sie ihre Tante überreden in ihre Heimat zu reisen. Dort passieren aber sehr seltsame Dinge, bis ihre Tante von schwarzen Männern eingekreist wird und Zoe nur noch die Flucht bleibt. Irgendetwas stimmt da vorn und hinten nicht, doch was nur? Als Meg wieder auftaucht, ist Zoe verschwunden, doch die beiden finden wieder zueinander und haben ein paar nette Gesellen kennengelernt, die auf ihrer Suche nach Antworten helfen wollen. Nur ist das alles gar nicht so einfach und irgendwie werden sie wohl doch noch verfolgt.

    Dann gibt es da Mokabi. Er wurde aus Afrika nach Haiti verschleppt und ist dort als Sklave verkauft worden. Wir erfahren viel über ihn, seinen Glauben und die anderen Sklaven, die auf der Farm angestellt sind. Auch erfahren wir viel über den Sklavenaufstand. Und irgendwie hängt eben dieser Zeitabschnitt mit Zoe in der Gegenwart zusammen.

    Petra Renee Meinike entführt uns in ihrem ersten Teil dieser Reihe auf eine sehr interessante Erkundungstour der Geschichte Haitis und gibt dem ganzen einen fantastischen Tick, doch das ist meist gar nicht so fantastisch, denn vieles ist Wirklichkeit. Auch zeigt sie die Armut der Einwohner auf und wie dagegen die Welt der Touristen aussieht. Das Thema Piraterie kommt auf. Eine wirklich interessante Geschichte, die das doch sehr arme Leben verdeutlicht, einen aber nicht erschlägt. Man liest ein sehr spannendes Buch und lernt noch etwas dabei. Das fand ich besonders schön. Der Schreibstil hat mir auch sehr gut gefallen. Es ist alles sehr flüssig gewesen und ich wollte das Buch meist gar nicht weglegen. Da ich bei einer Leserunde auf Lovelybooks zu diesem Buch gekommen bin, musste ich dann doch an einigen Stellen haltmachen und durfte das nächste Kapitel noch nicht anfangen, weil ich einen Eindruck zum jeweiligen Abschnitt verfassen musste. Das war manchmal echt hart.

    Was auch noch erwähnt werden sollte ist dieses grandiose Cover. Es ist einfach so faszinierend. Die Farbgestaltung lässt mein Herz höherschlagen. Auf der oberen Hälfte sieht man nur den unteren Teil eines Kopfes, es könnte auch ein verzierter Totenschädel sein, aber es sind so schöne Verzierungen darauf, die dann auch auf dem Buch weitergehen. Die Schrift ist darin eingebettet. Es ist definitiv ein Augenfang und in jeder Buchhandlung bestimmt deutlich unter den anderen Büchern erkennbar.

    Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und ich warte gespannt, wie es weitergeht.

    „Secret Elements“ ist eine Reihe von Johanna Danninger die schon vor zwei Jahren als Ebook-Variante erschienen ist. Nun erscheint der erste Teil neuaufgelegt im Carlson Verlag als Taschen. Man kann sie jetzt schon vorbestellen. Ich habe den ersten Teil nun als Ebook gelesen und ich fand ihn richtig gut.

    Zum Inhalt. Wir begleiten Jay. Sie gilt als sehr aufmüpfig, ist in der Schule doch eher nicht ansprechbar, dabei ist sie definitiv nicht dumm. Sie ist sehr interessiert sogar, doch das Leben ist nicht ganz so gelaufen, wie es für dieses Mädchen vielleicht gut gewesen wäre. Sie möchte Physik studieren und das zeigt eigentlich, dass sie definitiv ein helles Köpfchen ist, denn sie versteht viel und liest schwere Sachliteratur, doch das muss halt nicht jeder wissen. In dem Heim in dem sie lebt, teilt sie sich ihr Zimmer mit einer, naja Freundin ist sie nicht, sagen wir Mitbewohnerin. Also hat sie auch da sehr wenig Privatsphäre. Um sich nach ihrem 18. Geburtstag ein ordentliches Leben leisten zu können, hat sie angefangen sich Geld anzusparen. Deshalb arbeitet sie auch heimlich als Barkeeperin.

    Um ihre Ruhe vor den anderen zu haben, geht sie in einen Park und bekommt von einer alten, sehr netten Dame ein Amulett geschenkt. Sie will es erst gar nicht annehmen, doch ist die Frau sehr bestimmend und so behält Jay es und versteckt es in ihrem Versteck. Was hat es nur mit dem Amulett auf sich? Als sie es nur zum Angucken mal um den Hals legt, bekommt sie es nicht mehr ab. Und es geht wirklich nicht mehr ab. So versucht sie es unter ihren schwarzen Sachen zu verstecken, denn eigentlich mag sie überhaupt keinen Schmuck in dieser Art. Dumm nur, dass es da Kerle gibt, die dieses Amulett haben wollen. Aber warum? Und schon landet Jay in einer ihr völlig unbekannten Welt. Wie ist das alles möglich und was hat es mit diesem Amulett auf sich, dass so ein Wind darum gemacht wird? Soll sie damit etwa die Welt retten? Also bitte…

    Ich finde die Idee der Geschichte echt toll und habe den ersten Teil mit Genuss gelesen und konnte ihn eigentlich nicht mehr weglegen. „Im Dunkel der See“ ist der erste Teil und er führt uns in die Geschichte ein, die sich um das Amulett rankt, wir lernen Jay kennen und ein Team 8. Was es damit auf sich hat, dass solltet ihr vielleicht selbst lesen. So wie Jay denkt, so spricht sie auch und das macht sie für mich sehr sympathisch. Es macht mir Freude ihr bei der Entwicklung zu folgen und mit ihr die Geheimnisse des Amulettes zu erforschen. Das dieses Buch erneut als Taschenbuch veröffentlicht wird ist wohl ein Muss, denn wenn man sich das Cover ansieht, dann weiß man, dass viele Buchliebhaber sich die Reihe gern in den Schrank stellen wollen.

    Das komplette Cover ist bis auf die weiße Schrift „Secret Elements“ komplett in Blau- und Grüntöne gehalten. Es lässt das Meer schon erahnen. Auch die Wellenbewegung im unteren Bereich. Dann sehen wir das Amulett, was das Hauptaugenmerk dieses Covers ist und auch in den folgenden Büchern auf die gleiche Weise das Cover schmückt. Auf jeden Fall ist dieses Cover ein Hingucker in den Buchläden und wird bestimmt nicht übersehen.

    Mit ein wenig mehr Ausschmückung an einigen Ecken und
    Enden, hätte man sich vielleicht die ganze Umgebung etwas besser vorstellen
    können, aber vielleicht kommt das ja im zweiten Teil. Oft wird der erste Teil
    einer Reihe genutzt um erstmal in das ganze Geschehen hineinzukommen, die
    Charaktere kennenzulernen und sich erstmal mit der Idee anzufreunden, die sich
    um die ganze Sache rankt. Deshalb bin ich definitiv davon überzeugt, dass ich
    die Reihe weiterverfolgen werde und sehr gespannt bin, wie Jay sich mit ihrer
    Aufgabe und ihrem neuen Leben anfreundet wird

    Wenn wir mal sterben, dann ist nicht einfach Schluss, dann kommen wir in unser Zweitleben und das ist dann erstmal das interessante.

    So oder so ähnlich könnte wohl der Werbeslogan für Troika oder Myriad klingen. Dies sind die Reiche, für die man sich in seinem Erstleben verpflichtet. Wenn man das nicht macht, denn endet man in viele Enden und wie es da so zugeht, weiß keiner so richtig, aber es soll wirklich schrecklich sein.

    Das klingt echt interessant, aber irgendwie auch sehr unangenehm, oder was meint ihr? Ich wüsste nicht, wie ich mich entscheiden soll, wenn dann meine Entscheidung mein ganzes Zweitleben bestimmt, was mehrere hundert Jahre gehen kann. Und deshalb versuchen Myriad und Troika die Menschen zu werben, die eine Seite steht für Licht, die andere für Dunkelheit und irgendwie haben die beiden Reiche wohl noch nicht so richtig gelernt, dass es keine Dunkelheit ohne Licht geben kann, oder?

    Achso ja, ich versuche euch hier gerade ein Buch vorzustellen, was ich echt cool finde. Nicht nur die Idee, sondern auch die Charaktere und vor allem die sehr lockere Ausdrucksweise, die die Autorin hier genutzt hat.

    „Immerwelt- der Anfang“ von Gena Showalter ist das erste Buch, was ich von ihr gelesen habe. Dabei habe ich schon eine ganze Weile die Bücher zu der Alice im Zombieland Reihe hier rumstehen. (Warum habe ich die noch nicht gelesen?) Ich habe das Buch bei Lovelybooks gewonnen für eine Leserunde und war echt begeistert, als ich angefangen habe zu lesen. Wir begleiten Tenley auf ihrem Weg. Sie hat sich nicht entschieden, wo die denn mal hinmöchte, aber ihre Eltern wissen ganz genau, wo ihr Kind mal hinsoll. Und um das zu bekommen, haben sie sie in eine Anstalt für Schwererziehbare gesteckt. Dort befinden wir uns am Anfang auch und die Methoden dort sind schrecklich. Viele entscheiden sich einfach, damit sie die Qualen nicht weiter ertragen müssen für eine Seite. Tenley versucht aber alles zu ertragen, damit sie sich durch einen freien Willen entscheiden kann, schließlich wird sie im jeweiligen Reich eine sehr lange Zeit verbringen. Und nur damit ihre Eltern in Luxus leben können, will sie sich nicht für die eine Seite entscheiden, die ihre Eltern für sie ausgesucht haben. Doch wird sie noch mehr unter Druck gesetzt, denn es gibt TAs und MAs. Das sind Agenten der jeweiligen Reiche, die versuchen die Menschen für sich zu werben, denn irgendwie ist die Erde scheinbar ihr Ort für die „Ernte“ neuer Seelen in ihrem Reich. Und Tenley hat da eben auch zwei von, die sie auf teilweise sehr erdrückende Art und Weise von ihrem Reich überzeugen wollen. Doch Ten bleibt sich ihrer Sache sehr treu und versucht mit allen Mitteln der Entscheidung aus dem Weg zu gehen. Das ihr Leben deshalb aber immer schwerer wird und der Druck immer größer wird, dass könnt ihr euch vielleicht vorstellen.

    Dieser Teil heißt so schön „Der Anfang“ und das ist er auch. Wir werden in die Geschichte hineingeführt, erfahren im Verlauf immer mehr über die Reihe, ihre Rolle und was sie für Geheimnisse haben. Aber wir erfahren auch viel mehr über Tenley und wir sehen sie wachsen. Tenley ist für mich ein sehr liebenswürdiger und verständlicher Charakter. Ich mag sie. Sie ist zu anderen liebevoll und für ihre Freunde steht sie ein. Sie kann sich auch aufopfern, aber eigentlich möchte sie niemandem mehr trauen, schließlich kann man nur sich selbst helfen. Ich finde das diese Zerrissenheit und ihre Entscheidungen deutlich rübergebracht werden und man auch versteht, warum was passiert ist. Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie es weitergeht, schließlich gab es im ersten Teil sehr viel Zündstoff der schon den Weg in den zweiten Teil gelegt hat, aber da müssen wir noch etwas warten.

    Auf Instagram habe ich mich als Testleserin gemeldet, denn es klang einfach so verlockend. So hatte ich kurze Zeit später das Ebook von „Rache um jeden Preis“ auf dem Reader. Nika S. Daverson entführt uns auf einen Rachefeldzug durch amerikanische Städte bis nach Mexiko. Wir begleiten Leo. Er ist Vater von eigentlich drei Kindern, doch seine älteste Tochter wurde vor zwei Jahren auf brutale Art und Weise umgebracht und er will sich rächen. Seine Frau ist mit den beiden anderen Kindern ausgezogen, da es für ihn teilweise nur noch einen Gedanken gibt und das ist Serena, seine verstorbene Tochter. Er hat einen Plan. Er hat sich einen Killer gesucht, der für ihn die Kerle finden soll, die an ihrem Tot schuld sind und zudem soll er aus ihnen alles herausbekommen, was wichtig ist, wie warum es passiert ist, wer noch beteiligt war und so weiter. Und Leo ist dabei, er hört sich alles an. Ich will mich gar nicht direkt in ihn hineinversetzen, denn ich möchte nicht fühlen müssen, wie viel Schmerz und Hass durch einen strömt, wenn man einen der Mörder seiner Tochter über sie reden hört. Der Killer heißt Hale und bringt noch eine Frau ins Spiel. Sie nennt sich selbst nur Ghost. Ist in der Gotik-Szene unterwegs und soll Hale Informationen liefern, da sie wohl in jeder Bar der Stadt zu Hause ist und sich auskennt. So begleiten wir die drei doch sehr verschiedenen Charaktere auf eine wilde Reise, denn wenn man anfängt Leute umzubringen, wird man ja nicht einfach so in Ruhe weitermachen können.

    Nika S. Daverson hat hier eine sehr spannende Geschichte gesponnen, die immer wieder in eine andere Richtung geht, die Fragen aufwirft, die Leute ins Bild rückt, die man vorher so nicht für voll genommen hat und bis zum letzten Moment lässt sie offen, wer denn hier nun die Führung über das ganze Spiel hat. Ich fand es wirklich sehr spannend, die Seiten flogen dahin, man konnte mit Leo mitfühlen, denn er leidet wie ein Hund. Seine Tochter wurde umgebracht und er als ehemaliger Cop, der dadurch ja eher dazu gedrängt worden ist, seinen Job an den Nagel zu hängen, hatte nun noch mehr Zeit sich damit zu befassen, denn die Gerichtverhandlung hat kein positives Ende für ihn genommen, keine wirkliche Rache für seine kleine Tochter, die doch eigentlich noch so viel vor sich hatte. Sie sollte doch noch ihre Jugend genießen und die haben sie ihr genommen, wie den Rest ihres Lebens. Manchmal hatte ich die Frage, ob es überhaupt möglich ist, was dort beschrieben wird, ob das wirklich real sein kann, deshalb gibt es von mir eben nur vier und nicht fünf Sterne. Der Schreibstil ist echt toll, die Seiten flogen dahin und ich konnte teilweise nicht aufhören zu lesen, weil ich wissen wollte, wie es nun weitergeht, doch dann war eben immer wieder dieser Beigeschmack, kann das denn wirklich so laufen? Müsste das nicht anders ablaufen?

    Und noch etwas ist erwähnenswert, das Cover. Es ist ein Augenschmaus. Ich habe das Cover beim Release gesehen und war sofort verliebt. Dieser verschwommene Blick auf die beleuchtete Stadt bei Nacht, dann diese Punkte, die durch weiße Linien verbunden sind. Ich dachte erst, es könnten Sternenbilder sein, die verbunden sind, aber ist es vielleicht das Netz, was sich gesponnen hat? Die Orte, an die sie reisen um Rache zu nehmen? Und dann diese weiße Pistole, die wie ein Geist daherkommt. In ihr sieht man die bunten Farbpunkte der städtischen Beleuchtung. Bisher gibt es das Buch leider nur als EBook, aber im Juni erscheint wohl das Taschenbuch, also ist es nicht mehr lange, bis ihr einen echt tollaussehenden Thriller in der Hand halten könnt, der sich lohnt. Ich fand es krass mitzuerleben, was ein Vater alles macht um seine Tochter zu rächen.

    Die Sammlung von neun Kurzgeschichten von Carolina Greene mit dem Titel „Nebelfäden“ entführt und auf ganz verschiedene Arten zu der Frage „wie finde ich mich selbst? / habe ich mich verloren?“. Ich fand die Thematik sehr interessant, denn in der heutigen Zeit ist es doch sehr oft so, dass man sich anpasst, dass man sich selbst verliert. Heute gehen viele auf die sogenannte Findungsreise, begeben sich in andere Länder, um sich selbst zu finden. Oft kommt so etwas auch durch ein einschneidendes Ereignis, dass man sich selbst fragt, wer man denn eigentlich ist und wo man hinwill. Doch werden wir von der Gesellschaft nicht so geformt, dass wir uns anpassen sollen, dass wir funktionieren müssen? Schließlich muss man doch in ein gewisses Schema passen, damit man den Job bekommt, damit man einen Partner bekommt, damit man von anderen angesehen wird. Wir müssen uns in sozialen Netzwerken profilieren, doch verliert man sich dabei nicht selbst? Was sind wir bereit aufzugeben um etwas Anderes dafür zu haben?


    Ich fand es sehr aufregend die Geschichten zu lesen. Es gibt Titel wie: „Seidenfein“, „Temporale Versetzung“, „Last Eve“ und „Zahlen, Daten, Fakten“. Alle Titel sind gut gewählt und laden nach dem Lesen der Kurzgeschichte ein, doch nochmal auch über den Titel nachzudenken. Es sind oft sehr überspitzte Szenen, die wir dort erleben, meist auch mit einem dystopischen Hintergrund, aber was ist, wenn es irgendwann wirklich so sein könnte und ist es in abgespeckter Variante nicht heute schon so? Bin ich so, wie die Protagonisten in der Handlung?

    Am meisten hat mich die Geschichte mit dem Titel „Last Eve“ bewegt. Es geht um einen Mann, dessen depressive Frau seit einem Jahr vermisst wird, er fährt in die Gegend, wo ihr Auto gefunden wurde und sucht nach einem Schuldigen, der sie hat oder vielleicht auch umgebracht hat, doch er findet etwas anders. Ob er am Ende mit dem Verschwinden seiner Frau abschließen kann, dass solltet ihr selbst lesen. Mich hat die Geschichte wirklich berührt, da sie sehr viel Wahrheit in der Interpretation wiederspiegelte.


    Die Gestaltung des Buches ist sehr interessant gemacht. Auf dem Cover sehen wir nur den weißen Hintergrund, der mit Text und dem Bild in einer Art graugrüner Farbe gestaltet ist. Nur die Überschrift, dass es sich um eine Sammlung von neun Kurzgeschichten handelt und der Name der Autorin. Die Schrift scheint immer undeutlicher zu werden, so wie das Bild dahinter. Es ist wie ein Vorhang aus Fäden, durch die zwei Hände versuchen wohl aus diesem Nebel zu kommen. Wenn man die Bedeutung versteht, dann finde ich das Cover unglaublich passend, doch im ersten Moment war zum Beispiel mein Partner leicht verwirrt, was das denn sein soll, haben die da das Negativ genommen? Ich finde man braucht für dieses doch kurze Buch so seine Zeit, denn einfach mal nur so über die Geschichten lesen und weg, passt hier einfach nicht. Die Geschichten laden zum Denken, aber vielleicht auch zum Handeln ein.

    Wir steigen sofort in die Handlung ein und befinden uns in einem Schweber. Ein Flugobjekt. Uns wird die Geschichte aus der Perspektive von Adara erzählt. Erst betrachten wir noch durch die Fenster die verdorbene Landschaft, nichts ist lebensfähig und im nächsten Moment erleben wir einen Absturz, der zwei der drei Passagiere das Leben kostet. Adara überlebt, mit ihrem ungeborenen Baby im Bauch. Sie ist etwas Besonderes, denn nicht viele haben die Möglichkeit ein Kind zu bekommen. Nun ist sie da, in dieser Welt, wo es nichts Lebendiges gibt und muss sich verstecken, vor Drohnen, die scheinbar auf der Suche nach ihr sind, denn ihre Freundin hat im Sterben gesagt, sie solle flüchten und der Firma Genteck nicht trauen. Sie hört darauf, denn sie hat irgendwie Angst um das Kind in ihrem Bauch. Warum weiß sie aber nicht, denn sie hat nur noch Erinnerungen an die letzten paar Monate, alles was vorher war, wird ihr genommen. Sie sucht Hilfe, doch wo soll sie hin, wen soll sie finden und wer kann sie aufnehmen. Nachdem der Pilot von einer Drohne erschossen wird, weiß Adara, dass sie wegmuss. Sie muss sich verstecken. So begleiten wir sie auf der Flucht durch die Stollen, die sich unter der unbenutzbaren Erde befinden. Doch auch dort wird sie von Drohnen gefunden, dann gibt es sogar Kopfgeldjäger und Piraten, wie soll sie das schaffen?

    Soviel erstmal zum Inhalt. Nun zur Grafik, denn das Cover finde ich richtig, richtig gut. Wir sehen Dornenranken in der Form einer DANN-Helix. Das hat mich schon sehr neugierig gemacht, da musst ich einfach wissen, worum es in dem Buch ging. Überall die spitzen Dornen an den Ranken, dann schlagen von unten die Flammen eines Feuers auf und im Hintergrund sieht man nur noch dichten Rauch. Ich finde es einfach klasse. Auch im Buch werden Grafiken benutzt, denn die unterschiedlichen Kapitel haben auf den Seiten die DNA-Basen. Das passt einfach super zu der Thematik der veränderten Gene und dem, was Genteck dort wohl macht. Im Ebook ist dies leider nicht zu sehen.

    Nun zum Stil. Der erste Teil einer Reihe gibt oft noch nicht so viele Infos über die Personen, sondern bringt uns erstmal in die Handlung herein. So ist es auch in diesem Buch. Die Idee für die Reihe finde ich super, schließlich bin ich auch Fan von Dystopien und mir gefällt die Thematik sehr gut. Adara ist aus meiner Sicht eine überlegte Person, Laura Kier hat sich überlegt, wer uns hier die Geschichte erzählt, denn Adara erzählt eben aus ihrer Perspektive und weiß eben nicht mehr viel. Sie weiß nur von den letzten drei Monaten in der Einrichtung, da kann sie nicht viel wissen. So lernen wir wie sie, langsam alles kennen. Doch sie darf eben noch nicht alles wissen. So stehen gerade am Ende dieses Bandes noch viele Fragen offen, aber das ist für eine Reihe genau richtig. Die Welt die Erschaffen wurde, finde ich sehr interessant und gut ausgedacht. Wir haben es mit Strahlung und unterschiedlichen Schichten im Gensystem zu tun. Spannung baut sich auch auf. Deshalb empfehle ich dieses Buch gern weiter. Dennoch sind es nur vier Sterne, da eben ein bisschen mehr Leben in den einzelnen Personen schön wäre, was ja aber in Teil zwei dann vielleicht kommen wird.

    Wir befinden uns in Deutschland, genauer in der Eifel und zwar im Jahr 1347. Die Frauen haben eine sehr untergeordnete Stellung. Somit soll die siebzehnjährige Agnes bald ihren Verlobten Bernard heiraten, doch sie will nicht. Erst dachte sie noch, dass sie sich vielleicht daran gewöhnen könnte, denn so war das nun einmal. Die Eltern oder eben in dem Fall der Vater suchten den zukünftigen Ehemann aus und es sollte ja auch der Grafschaft guttun, darum hatte Agnes eine gewisse Verantwortung, die sie trägt. An Agnes ist aber etwas besonders, denn scheinbar versteht sie die Tiere und eben auch ihre Bedürfnisse. Sie kann sich Tieren nähern ohne dass sie ihr etwas tun, wo andere sich fürchten und niemals draufzugehen würden. Deshalb liegt ihr das Wohl von jedem Tier auch am Herzen. Bei Bernard ist das anders. Erst ist sehr herzlos und übermütig. Tiere tötet er zum Spaß und damit kommt Agnes nicht klar.

    Als ihr Hund stirbt, trauert sie und ihr Vater will ihr eine Freude machen, indem er eine Gauklertruppe auf die Burg kommen lässt, die in ihrer Gruppe einen Tanzbären haben. Doch dieser Tanzbär ist krank und eigentlich auch nur noch zum Sterben auf die Burg gekommen. Agnes begleitet ihn auf seinen letzten Stunden und kommt dabei Kilian näher. Er ist der Sohn des Gaukleroberhauptes und so ganz anders, als Bernard. Aber niemals könnte diese Beziehung funktionieren, es wäre unter ihrem Stand und hätte, wie sich herausstellt noch ganz andere Folgen, denn die Hochzeit ist ja terminlich schon angesetzt. Als Bernard dann aber die Gaukler auf das Übelste beschimpft und Agnes das mitansehen muss, muss sie eine Entscheidung treffen. Kann sie ihr Leben wirklich bei diesem Mann verbringen und gute Miene zum bösen Spiel machen?

    Lea Weisz entführt uns mit ihrem historischen Roman in eine Zeit, in der ich nicht leben möchte. Sie schildert uns Situationen, die einen froh machen, dass man damals als Frau nicht leben musste. Ihre Charaktere haben Form und Seele. Jeder Charakter hat eine Vergangenheit und seine Geheimnisse, Wünsche und Nöte. Sie sind abgerundet. Neben Agnes, ihrem Vater, Bernard und der Gauklertruppe gibt es noch ihre Schwester, einige Leute auf der Burg, wie Männer aus dem Stall, die neue Stiefmutter und eine zweite Gauklertruppe, die die Handlung vorantreiben. Wer hier an Friede, Freude und Eierkuchen auf der Reise von Gauklern denkt, die ihre Vorführungen machen, der hat sich geirrt. Es geht um Macht, um das Überleben und um die Rivalität untereinander. Ich mochte diesen Roman sehr, auch wenn er mir doch oft ein sehr unangenehmes Gefühl in der Magengrube beschert hat, wenn die damaligen Verhältnisse geschildert wurden. Doch gab es auch Momente zum Lachen, zum Schmunzeln und zum Hoffen.

    Wer nun Interesse an diesem Buch gefunden hat, der sollte gar nicht zögern und es besorgen, sich eine Weile entführen lassen und Agnes relativ bald, als junge Freundin aus einem Buch gewinnen.

    Ich kannte Kathy Reichs bisher nur von „Bones“ und da gefiel mir ihr Stil sehr gut, weshalb ich mich sehr über das Rezensionsexemplar von „Blutschatten“ gefreut habe. Der Random House Audio Verlag hat mir dieses Hörbuch zur Verfügung gestellt und mir damit ein paar sehr aufregende Stunden bei der Autofahrt beschert. Die Sprecherin ist Britta Steffenhagen, die auch das letzte Hörbuch gesprochen hat, welches ich rezensiert habe. Diesmal klingt sie anders, sodass ich Mare Barrow und Sunday Night nicht durcheinandergebracht hat. Das finde ich bemerkenswert.

    Aber erstmal zum Inhalt:

    „Blutschatten“ ist der erste Fall von Sunday Night. Sie war Polizistin, lebt nun sehr zurückgezogen. Kein Handy, kein Internet, aber ein Eichhörnchen, was sie immer wieder besuchen kommt. Sunday hatte eine schwere Kindheit, wurde dann von Boo aufgezogen und auch dieser beauftragt sie mit einem neuen Fall oder eher, er schickt sie zu der alten Dame, die um ihre Hilfe bittet. Sunday ist anfänglich nicht gerade angetan, doch etwas an diesem Fall bringt sie dazu, dass sie zusagt und es übernimmt. Sie soll die Enkelin der alten Dame suchen. Oder eher sich an den Attentätern rächen, die ihre Tochter und ihren Enkel umgebracht haben und die vielleicht auch ihre Enkelin entführt haben. So begibt sich Sunday auf eine Reise durch verschiedene Städte in Amerika und wir begleiten sie mit. Sie ist schlagfertig und hat einen sehr angenehmen Sarkasmus auf ihren Lippen, der mir gut gefallen hat. Sie trifft immer wieder auf die Polizei und die ist nicht sonderlich von ihren Bemühungen begeistert, denn das hieße ja, dass sie ihre Arbeit nicht gut gemacht haben und Sunday ist so ein Mensch, der macht halt auf seinem Weg doch immer mal wieder ein bisschen Ärger. Außerdem bekommt sie eine Belohnung pro Attentäter, den sie ausliefert oder zur Verantwortung zieht. Nachdem das die Polizisten wissen, ist doch Sunday eigentlich eher ein Killer, als nur eine Detektivin, oder? Tja und so landen wir immer wieder in Turbulenzen und erleben Ungereimtheiten, die es zu beseitigen gibt.

    Mir gefällt der Stil von Kathy Reichs sehr gut, wie sie den Charakter Sunday Night geformt hat. Sie hat ihre Ecken und Kanten und gerade das macht sie doch zu einem sympathischen Persönchen. Durch den Fall erfährt man immer mehr über ihre Vorgeschichte und ihre Macken, man lernt sie kennen. Weiß, dass sie wohl eine gute Polizistin war und Ahnung davon hat, was sie da tut. Sie ist wirklich eine ausgeformte Person, was sie einem ein bisschen ans Herz wachsen lässt. Auch der Fall, den wir begleiten ist sehr interessant geschildert. Teilweise ist er sehr verworren, aber das ist ja auch gut so, denn sonst wüsste man ja gleich, wer der Mörder ist, was passiert und wo die Reise hingeht. Nebencharaktere werden gut eingebunden, finden ihre Berechtigung und sind nicht einfach nur dazu da, damit die Handlung vorwärtsgeht. Ich bin sehr gespannt auf den nächsten Fall der guten Sunday.

    Da ich es als Hörbuch gehört habe, muss ich am Ende nochmal auf die Sprecherin zurückkommen. Ach, ich glaube ich habe meine liebste Hörbuchsprecherin gefunden. Bei „Die rote Königin“ hat sie mir schon super gefallen und auch hier fand ich Britta Steffenhagen echt super. Wie schon gesagt, ich konnte voll zwischen Mare Barrow, aus dem letzten Hörbuch und Sunday Night unterscheiden, obwohl ich sie sofort hintereinander gehört habe. Sunday klingt wie eine erwachsene Frau, Mare war wirklich noch jünger, wirkte von der Stimme her viel kämpferischer. Frau Steffenhagen hat sich den Rollen angepasst, legte Emotionen rein und das fand ich klasse. Ich freue mich schon auf weitere Hörbücher mit ihr!

    Titel: The Boxer

    Autor: Piper Rayne

    Verlag: Forever

    Seitenzahl: 248 Seiten

    Erscheinungsdatum: 08. Juni 2018


    Vom betrügenden Verlobten zum nächsten Lügner?


    *Achtung, enthält Spoiler aus Teil eins*

    Nachdem ich „The Bartender“ gelesen habe, wusste ich, dass Whit glücklich geworden ist, doch das Thalia sehr unter der Aktion ihres Ex-Verlobten leidet. Somit war es für mich ein klarer Fall, dass ich den zweiten Teil um die drei Freundinnen lesen muss. Dank Vorablesen.de hatte ich die Chance das Buch jetzt schon zu lesen. Und so habe ich mich in das nächste Abenteuer der drei Damen auf dem Weg zum Glück geworfen. Die Geschichte hat sich wieder super lesen lassen und war mit viel Humor, Freundschaft, aber auch Enttäuschung und Zweifel gespickt. Natürlich war auch ein bisschen Sex dabei. Der Beginn hat einen gleich wieder in die Handlung gebracht, was es sehr einfach machte sich daran zu erinnern, was im letzten Buch passiert ist.

    Nun begleiten wir Thalia, erfahren alles was passiert aus ihrer Sicht. Und da Whitney mit Cole beschäftigt ist, haben wir viel mehr Lennon, was teilweise einfach zum Schreien ist. Lennon ist einfach ein Unikat und der Kerl, der sie mal zähmt, der hat bestimmt so seinen Spaß mit ihr. So versucht sie mit Whit ihre traurige und von Liebeskummer und Enttäuschung geplagte Freundin wieder auf die Beine zu bekommen. Nur wie macht man das, wenn Thal scheinbar gar nicht mehr die ist, die sie einmal war? Sie läuft im Schlabberlook rum, könnt ihr euch das vorstellen? Thalia im Schlabberlook? Sie ist wirklich getroffen und scheint einfach keine Lust mehr zu haben. Doch ihre beiden Freundinnen überreden sie und gehen mit ihr aus. Mal zu einer ganz anderen Sache, als Thalia es so gewohnt ist, denn kurz darauf befinden sie sich bei einem Boxkampf. Lennon hat ihren Spaß, sie feuert freudig die Kerle an, die sich gegenseitig eins reinhauen und Whit ist mit ihrem Cole beschäftigt. So schafft es Lennon auch Thalia zum Trinken zu ermutigen. Wie es nicht anders kommen konnte, gibt es natürlich keinen Wein und so trinken die beiden nur die harten Sachen. Thal soll ja locker werden. Sie ist auch so locker, dass sie fast mit einem der Boxer nach Hause gehen will, ein bisschen Spaß haben. Dumm nur, dass sie durch den Alkohol einfach auf seine Sporttasche erbricht. Kein guter Start. Und dann kommen ihre Freundinnen noch mit einem Geschenk um die Ecke, was sie zum Abenteuerdating bringen soll. Also lauter reiche Leute, die zusammen reiten gehen oder Seilbahn fahren. Genau das, worauf Thalia nun keine Lust hat. Nach ihrem Ex-Freund will sie mal jemand anderes, einen echten Mann, der sich nicht nur mit seinem Handy und seinem Geld beschäftigt, der nicht lügt und sich immer ins Rampenlicht stellen muss und dann gibt es da eben nur diese Leute, bis auf den einen Leiter der Gruppe, denn das ist der Kerl, dem sie in die Sporttasche gekotzt hat, doch er hat den Ruf weg, sich jedes Mal eine andere zu suchen, die er mit nach Hause nehmen kann.

    Doch nicht nur das ist ein Problem, mit dem sie sich rumschlagen muss, auch geht es um die Firma ihrer Familie, die sie wohl übernehmen soll, da ihre kleine Schwester dafür definitiv nicht gemacht ist. Dabei wollte Thalia doch etwas ganz anderes werden, hatte den Traum jemand ganz anderes zu sein.

    Ob ihr das gelingt, wie es ihr in einem Spa im Industriegebiet ergeht und warum es immer wieder um die Wurst geht, dass könnt ihr selber lesen. Ich kann euch diese Reihe nur sehr empfehlen, wenn ihr auf etwas Lockeres steht, was ein wenig Sex und gute Freundinnen beinhaltet.

    Auch bin ich sehr gespannt auf Teil drei, der sich um Lennon drehen wird.

    Der Roman „die 13 Gezeichneten“ von Judith und Christian Vogt, entführt uns in eine Stadt Sygna, die von den Aquinzianern eingenommen wurde. Das Buch teilt sich in 13 Kapitel auf und wir lernen 13 Handwerksgilden kennen. Doch Sygna ist nicht einfach nur so eine Stadt, denn sie hat etwas Besonderes und dieses Besondere liegt in ihren Handwerksgilden. Wie auch in den uns bekannten Gilden gibt es Meister und Lehrlinge, doch dort gibt es noch etwas anderes und zwar Zeichen. Die Meister können Zeichen wirken, die einem erhöhte Fähigkeiten in dem jeweiligen Fach verleihen. Aber nur, wer sich bewiesen hat, dem ist es vermocht diese Zeichen zu wirken. Eben diese Zeichen wollen die Aquinzianer haben, denn sie bewirken besonderes, so können die Tuchzeichen, wasserabweisend machen oder wenn ein Dichter eines seiner Zeichen wirkt, denn kann er anderen damit den Geist verdrehen, sodass sie auf seine Worte hören. Man kann damit viel Unheil anrichten, aber auch viel Gutes damit wirken. Das haben die Sygnaer gelernt und haben deshalb Vorsichtsmaßnahmen getroffen. Kein Zeichen sollte aus der Stadt heraus, somit auch Niemand, der die Zeichen beherrscht. Nun ist aber die Situation ganz anders. Die Gilden sind in der Hand der Besatzer und kaum einer traut sich gegen sie zu arbeiten. Außer einer doch sehr kleinen Gruppe von Leuten, die nur als die Rebellen gelten. Wir begleiten die Gruppe auf ihrem Weg, der sehr hart und teilweise auch sehr aussichtslos ist. Immer wieder hat man das Gefühl, dass die Gegner einfach besser vorbereitet, sortiert oder was auch immer sind, so dass einfach kein Schlag der Rebellen so wirklich gelingen will und wenn etwas gelingt, dann nicht so wirklich, wie es vielleicht geplant ist.

    Doch wie sich die Rebellen schlagen, dass solltet ihr selbst lesen.

    Ich habe die Charaktere liebgewonnen, also die meisten. Einen der Aquinzacken habe ich gefressen und wäre am liebsten immer wieder ins Buch gesprungen, hätte ihm eine geklebt oder eben unseren Freunden geholfen, damit sie endlich wieder in ihrer Stadt in Ruhe leben können. Wenn ihr das Buch lest, dann werdet ihr wissen, wen ich nicht wirklich leiden kann.

    Sehr lieb gewonnen habe ich fast jeden aus der Gruppe der Rebellen, Jendra ist zum Beispiel so eine Person. Sie ist jung, sie ist flink und sie ist ein Straßenmädchen. Sie ist ständig dreckig und nicht gepflegt, aber das gleicht sie mit ihrer Art aus. Ich glaube sie wünscht sich nichts mehr, als in den Rebellen eine Familie zu finden und so sympathisch, wie sie ist, kann sie das glaube ich auch schaffen. Dann haben wir im Gegensatz Killianna, sie ist viel weiter oben in der gesellschaftlichen Lage angesiedelt, doch sie findet es nicht gerecht, was in der Stadt vor sich geht, auch wenn es ihr mit ihrem Leben doch recht gut gehen könnte. Sie nimmt einiges auf sich, wirft sich in jedes Abenteuer und lässt sich von Kerlen so gar nichts sagen. Zum Beispiel nicht von Dawyd, dem Fechter. Er ist durch einen eher fiesen Plan in die Gruppe hineingeraten und findet sich dann doch recht gut ein, leistet seinen Beitrag und findet auch Gefallen daran, was er tut und leistet. Mit vielen Sachen ist er nicht einverstanden und sagt das auch. Bringt so immer wieder Schwung in die Gruppe und versucht Neues einzubringen, denn die alten Denkweisen scheinen ja nicht mehr so wirklich zu funktionieren.


    Allein schon das Cover macht dieses Buch wirklich ansehnlich. Wir sehen eine dunkle Gasse, durch die eine Person mit einem Schwert in der Hand von uns Weg, in die Stadt hineingeht. Die Schrift ist hervorgehoben, wenn man drüber streicht und immer wieder findet man ein Zeichen, ob an einer Tür, in der Luft oder auch an einem Haus. Man sollte sich vielleicht auch dafür Zeit nehmen, genauso wie für die Karten, die sich vorn und hinten im Buch befinden, die uns Sygna zeigen mit ihren Gilden.

    Für mich war es eine Freude, dieses Buch zu lesen und die Idee einer solchen Stadt mit einer sehr interessanten Geschichte zu erleben, denn was es so interessant macht, sind die Geheimnisse, die unter der Stadt und in ihrer Geschichte verborgen liegen, die nun an Licht kommen und für Sprengstoff sorgen.

    Ich habe gerade das Hörbuch „Splitterglanz“ aus der „Seelenlos“-Reihe beendet. Es war der Einstieg in die Reihe und ich habe es mir als Hörbuch gegönnt, denn ich habe zum einen mich vor drei Monaten entschieden mich bei Audible Anzumelden und zum anderen habe ich über Amazon zwei Testmonate bei Kindle Unlimited günstiger bekommen. Somit war das Hörbuch in meinem Abo enthalten. Ich muss gleich sagen, dass ich etwas Zeit brauchte um mich an die Sprechweise von Marlene Rauch zu gewöhnen. Am Anfang kam es mir teilweise so monoton vor, doch ich muss sagen, dass ich sie am Ende doch sehr passend fand. Vielleicht musste ich mich einfach nur in ihre Stimme hineinhören.

    Nun aber zu der Handlung, denn vielleicht wollt ihr es ja auch einfach als Buch lesen.

    Alles beginnt mit Gwen. Ihr Großvater der väterlichen Seite ist verstorben und sie bekommt etwas von ihm vererbt. Sie ist sehr überrascht, denn ihre Familie hatte schon seit Jahren keinen Kontakt mehr zu ihm, denn ihr Vater war auf seinen Vater nicht sonderlich gut zu sprechen. Dies merken wir auch sehr deutlich an der Stimmung beim Ausräumen und Verkaufen der Andenken des Großvaters. Hauptsache alles ist schnell erledigt und wieder weg. Gwen ist da anders. Ihr tut es irgendwie leid und sie findet es schade, dass sie ihren Großvater nicht besser kennenlernen konnte und nun nicht mehr die Chance dazu hat. Ich konnte in diesem Teil sehr gut mitfühlen, da es in meiner Familie eine ähnliche Geschichte gab. Aber sie hat sie Andenken an ihren Großvater und freut sich, dass sie ihm wohl so viel wert war, dass er ihr so etwas vermacht. Zu den Geschenken gehören ein Rosenkranz und einen kleinen Spiegel für unterwegs.

    Dieser Spiegel ist etwas Besonderes, denn mit ihm gelangt sie in eine andere Welt. Sie fällt einfach so in die andere Welt und tut sich dabei auch am Hintern weh, denn es ist gar nicht so einfach in eine andere Welt zu plumpsen. Dort wird sie von einem Licht angezogen. Sie findet in einer Höhle einen kleinen rotleuchtenden Splitter und wegen ihm begegnet sie Tares. Er ist ebenfalls auf der Suche und bringt sie dazu, dass sie bei ihm bleibt, denn er kann die Splitter nicht so einfach sehen, wie sie. Er muss sie wirklich suchen und da verschafft sie ihm doch einen großen Vorteil. Auf ihrer Reise durch die neue Welt begeben sie seltsamen Wesen, sogenannte Asheiys. Sie gibt es in unterschiedlichen Rassen und können somit ganz unterschiedliche Dinge. Eigentlich sind sie gefährlich und wollen ebenfalls die Splitter finden, die dann im Ganzen das Glutamulett ergeben. Denn dann kann man sich wohl etwas wünschen. Und Gwen hat den Plan, damit vielleicht doch noch die Chance zu bekommen mit ihrem Großvater zu kommunizieren und ihn so eben besser kennenzulernen. Warum die Gruppe größer wird und sich am Ende sogar eine weibliche Asheiy in ihrer Reihe befindet und was denn bitte ein Vendritori ist, dass müsst ihr wohl selber lesen und ich kann euch verraten, wenn ihr am Ende des ersten Teiles seid, dann wollt ihr den zweiten Band unbedingt gleich lesen, denn es endet so spannend, dass man nicht aufhören kann!

    Denn Juliane Maibach verleiht ihren Charakteren eine ganz eigene Persönlichkeit. Gwen ist eine Person in die ich mich gut hineinversetzen konnte. Sie reist auch immer wieder in ihre Welt zurück, ihr tut es leid, dass sie sich so selten bei ihren Freunden meldet und dass sie diese dann auch noch belügen muss, warum sie nicht an die Uni kommt. Tares ist ein grumeliger Typ und muss an Gwen wachsen, was bei ihm eine Entwicklung über die Geschichte provoziert, die aber auch überzeugend rüberkommt. Auch die Welt und die Wesen und Menschen, die in ihr Leben, sind gut ausgeformt und stimmig eingesetzt. Mir hat es Spaß gemacht dieses Hörbuch zu hören!

    Und am Ende möchte ich euch noch auf das Cover aufmerksam machen. Mir hat es echt super gefallen. Wir sehen einen Spiegel, der gesprungen ist, von dem Splitter scheinbar gerade herunterfallen. In dem Spiegelbild sieht man eine Frau, die in die Ferne schaut und uns so ihren Rücken zuwendet. Die Schrift passt sich super in das Bild ein. Ich war echt begeistert, wo ich es das erste Mal gesehen habe und bin auch deshalb an diesem Buch bzw. Hörbuch hängen geblieben.

    SPOILERWARNUNG – KÖNNTE INFORMATIONEN VON TEIL 1 ENTHALTEN

    Der zweite Band der Nachtkämpfer- Reihe setzt genau wieder da ein, wo der erste Teil beendet wurde. Wir begleiten unsere Gruppe von Nachtkämpfern durch New York. Sie beschützen die Menschen vor den Kindern der Nacht, also vor Dämonen, Werwölfen und Vampiren. Doch in New York ist irgendwie alles anders, als es die Mitglieder der Gruppe 4 gewohnt sind. In ihren vorherigen Wirkungskreisen, hatten sie meist nur mit einer Sorte zu tun, so hatten die Ritter meist nur Dämonen vor sich, der Krieger Loki hatte die Werwölfe um die er sich kümmerte und die Jäger Cleo und Jim, hatten es mit Vampiren zu tun. Nun kam alles auf einmal. Gerade Krieger und Jäger sind es gewohnt allein zuarbeiten. Nun ging es darum eine Gruppe zu bilden und dies sorgte doch immer wieder für Turbolenzen. Dieser zweite Teil ist deutlich spannender, denn im ersten Teil lernte man doch eher die Charaktere kennen, was es mit den Nachtkämpfern auf sich hatte und worum es im Projekt in New York gehen sollte. Nun erleben wir den Alltag oder eher die Allnacht? Der Nachtkämpfer. Was glaube ich verraten werden kann, ist, dass solche großen Gruppen von Kindern der Nacht, wie sie nun auftauchen, einfach nicht normal sind. So kommt eine gewisse Angst auf, dass es jemanden gibt, der mit den Kindern der Nacht kommuniziert und sie eben anlockt.

    Dies baut immer mehr Spannung auf, denn es geht um Neid um Eifersucht, aber auch um Unterstellungen und Intrigen. Freundschaft kommt aber auch nicht zu kurz und so überschlagen sich die Angriffe und die Ereignisse ziehen sich in diesem Teil immer weiter ins Negative für unsere Nachtkämpfer. Wie sie damit umgehen, dass müsste ihr wohl selber lesen und dann mit mir zusammen auf den dritten Teil warten, der hoffentlich bald erscheint.

    Die einzelnen Charaktere sind klar voneinander abgetrennt. Kein Mitglied der Gruppe ist vom Charakter, wie ein anderes Mitglied. Jeder hat seine eigene Meinung, wird zu schwierigen Entscheidungen gedrängt und muss sich für eine Seite entscheiden oder eher für einen Weg, den er gehen möchte. Auch tauchen in diesem Fall Gegenspieler auf, die definitiv für Spannung sorgen, so nach dem Motto von hinten durch die Brust. Das hat mir sehr gut gefallen, man konnte sich in Handlungsweisen und Gefühle hineinversetzten und hatte eine gewisse Gefühlsebene zu den Charakteren aufgebaut. Mein kleiner, heimlicher Favorit ist Cleo. Ich würde glaube ich genauso wie sie, einfach nur wieder nach Sibirien wollen und mir denken: was wollen die alle von mir? Kann man mich nicht einfach mal mit dem ganzen Mist in Ruhe lassen? Sie ist doch sehr stark in ihrer Einzelgängerrolle aufgegangen und hat dadurch glaube ich die stärksten Probleme damit sich in der Gruppe einzufinden. Wie es mit ihr weitergeht, wird hoffentlich Band drei weiterausschmücken, ich auf jeden Fall freue mich schon auf die Fortsetzung.

    Die Farbe deines Blutes entscheidet wer du bist. Als Roter, also als Mensch mit rotem Blut, hast du zu Arbeiten und in den Krieg zu ziehen. Du kannst alles das machen, für das sich die Silbernen, also die besonderen Menschen mit dem silbernen Blut und den dazugehörigen Fähigkeiten, zu schade sind. Sie leben ein Leben in Prunk und Reichtum, sie lassen die anderen für sie arbeiten und da sie Fähigkeiten haben, schaffen sie es immer wieder die Roten kleinzuhalten. Dafür gibt es Arenakämpfe, in denen Silberne gegeneinander antreten und ihre Macht zeigen. Die Roten können ihre Vorräte aufstocken, indem sie umso lauter Anfeuern.

    Wir betreten diese Welt mit Mare, einer jungen Roten, die eigentlich kurz vor dem Einzug in die Armee steht. Doch es kommt anderes, denn durch einen Zufall trifft sie auf jemanden, der ihr ganzes Leben verändert. Sie gelangt als Arbeiterin in den Palast und bei der Königinnenwahl, erscheinen bei ihr Fähigkeiten, die für eine Rote nicht normal sind. Sie kann Elektrizität kontrollieren. Aber sie hat doch rotes Blut, wie ist das möglich? Da es aber viele der Silbernen und auch Rote gesehen haben, muss sich die Königsfamilie etwas einfallen lassen, denn dies wäre ein Skandal. So wird Mare als die verschollene Tochter eines ausgestorbenen Hauses der Silbernen ausgegeben. Als große Würdigung der Familie, soll sie den jüngsten Prinzen heiraten. So lebt sie im Schloss und muss lernen, wie man sich benimmt. Nach der Königinnenwahl, gibt es im Schloss noch Evangelina, sie ist Cal dem Prinzen versprochen und nicht gerade gut auf Mare zu sprechen, die oft nur noch die „kleine Blitzwerferin“ genannt wird. So hat er Mare nicht einfach und dann gibt es da noch die scharlachrote Garde, ein Zusammenschluss von Roten, die doch sehr radikal gegen die Lebensumstände vorgehen. Mare soll ihnen Einhalt gebieten, da sie ja von Roten aufgezogen wurde und nun zu den Silbernen gehört, doch es ist gar nicht so einfach, rotes Blut zu verstecken, was ja die Wangen rot färben könnte oder bei jedem Missgeschick sichtbar werden könnte.

    Wir erleben die Königsfamilie, einen Teil der Mitarbeiter im Schloss, Silberne, Rote und Mares Familie. Wir begleiten sie. Erleben Freundschaft, Feindschaft, Betrug und Liebe und immer wieder setzt Victoria Aveyard noch einen oben drauf. Ein Satz, der uns durch das ganze Buch begleitet, der bleibt auch im Kopf: „Jeder kann jeden verraten“, also lernen wir, dass wir niemandem vertrauen können. Mir hat die Geschichte wirklich sehr gut gefallen, somit habe ich jetzt auch Teil zwei und drei als Hörbuch für mein Auto besorgt. Die Charaktere sind alle ausgefeilt und entwickeln sich mit der Zeit, einige verstellen sich und sind eigentlich ganz anders, als der Schein uns glauben lässt und dann sind da andere, die immer zu sich selbst stehen und zu dem, wer sie sind.

    Es gibt nicht nur zwischen den Roten und Silbernen starke Gegensätze, sondern auch in der Landschaft, unter den Menschen allgemein und auch zwischen den Verhaltensweisen der einzelnen Protagonisten.

    Das Ganze habe ich nun von Britta Steffenhagen gelesen bekommen und es war ein Genuss für mich. Sie verstellt ihre Stimme, je nach Person und Emotion, sie bringt den Hörer dazu sich mehr in die Sache einzulassen. Oft hat sie mich auch dazu gebracht, dass ich noch ein paar Minuten länger im Auto sitzen geblieben bin, damit ich weiterhören konnte, da sie dem Spannungsbogen, den Victoria Aveyard im Buch aufgebaut hat, noch mehr Wirkung verliehen hat. Ihre Stimme ist in meinem Kopf nun als Mare Barrow eingebrannt und zur Überraschung höre ich gerade ein anderes Hörbuch, dass sie liest und die Stimme klingt leicht anders, was es mir doch erleichtert hat zwischen der erst gehörten Mare und der nun gehörten Sunday Night zu unterscheiden. Ich finde es wirklich toll, wie sie mit ihrer Stimme spielt und deshalb freue ich mich auf noch viele Hörstunden mit ihr.

    „Die Perfekten“ von Caroline Brinkmann ist der Beginn einer Reihe, die einen zum Nachdenken anregt. Die Emotionen hervorruft und die einen Mitfiebern lässt.

    Fangen wir mit dem Cover an. Das Gesicht einer jungen Frau, die eine Kapuze trägt. Das markanteste sind wohl die Augen, welche grün hinter der pinken Schrift hervorblicken und dem Betrachter direkt entgegenblicken. Auch wenn ich kein großer Fan von Pink bin, ich wüsste nicht, welche Farbe man für die Schrift nehmen sollte, damit sie besser wirkt. Zudem macht es im Buchladen definitiv aufmerksam, was ich wichtig finde, denn ich würde dieses Buch als definitiv lesenswert einschätzen.


    Wir begeben uns auf eine Reise nach Grey, einem Zirkel, in dem den Menschen viel abverlangt wird. Die Menschen tragen am Handgelenk Tattoos, die sie nach ihrem Genpool einstufen. Somit entsteht ein Klassensystem. Und dieses Klassensystem bringt eben unterschiedliche Privilegien und Aufgaben mit sich. Darüber wird der Bildungsgrad bestimmt, das Ansehen in der Stadt, die Möglichkeit sich mit jemandem zu binden und eine Familie zu gründen, aber auch der Freundeskreis. Nur das ist eben in Grey nicht alles. Der Name ist Tagesordnung, denn der ganze Zirkel ist voller Asche und deshalb eben sehr grau. Die Luft kann teilweise ohne Atemmasken nicht geatmet werden, Krankheiten führen zu Abstufungen von Menschen, wie soll da das Leben schön sein? Erzählt wird uns die Geschichte ihres Lebens von Rain. Sie ist ein Ghost, also ein Mensch, der nicht ins System passt und einfach nicht da sein sollte. Gründe gibt es dafür unterschiedliche. Welchen es bei Rain hat, das erfahrt ihr, wenn ihr dieses Buch lest.

    Mit ihr verlassen wir aber auch Grey und lernen Aventin kennen und somit auch die Gesegneten. Die Personen, die über den Menschen stehen. Sie sind angeblich perfekt. Haben den besten Genpool, den man haben kann. Und da man ja aus der Geschichte gelernt hat, muss es bei den Menschen eine Einteilung geben und die nach dem Genmaterial scheint in diesem Fall die beste Möglichkeit zu sein, denn so kann man ja langsam das schlechte Genmaterial aussortieren, indem sie eben diese nicht mehr fortpflanzen dürfen. Doch das wollen sich die Leute nicht gefallen lassen und vor allem nicht die Rebellen, die wir hier unten dem Namen „Spines“ kennenlernen. Eine sehr extreme Gruppe, wie ich finde, aber extreme Maßnahmen, benötigen ja auch extreme Gegenmaßnahmen, oder?


    Meine Lieblingscharaktere sind Rain, ihre Mutter Storm und die klein Rose, ein Mädchen aus Grey, dass nur der dritten Stufe zugeordnet ist und deshalb von vielen als eigentlich nicht mehr beachtenswert scheint. Nur für mich ist sie ein sehr großes Sympathieträger und sie ist etwas ganz Besonderes, denn sie zeigt uns, dass es egal ist, wie „toll“ dein Genpool ist, es kommt auf die Seele an. Es gibt auch andere Charaktere, die eine große Rolle spielen und die man nicht vergessen sollte, so hätten wir das Lark und Hail, Einsen im Kreis Grey, die aber aus Grey rauswollen, da sie ein besseres Leben wollen. Für mich hatte jede Person ihren eigenen Charakter und hat sich entwickelt, gerade Lark und Hail sind für mich Menschen, die eine starke Entwicklung durchlebt haben. Ihre Beweggründe kann man verstehen, aber vielleicht nicht gut heißen und dennoch reagieren sie meiner Meinung nach total normal und nicht etwa, weil es nun für die Handlung wichtig ist.

    Auch sonst finde ich die Personen sehr stimmig gestaltet. Sie passen in das System oder eben auch nicht, aber sie sind genau da, wo sie sein sollen. Wenn ihr „die Tribute von Panem“ gelesen habt, dann werdet ihr hier in diesem Buch einen ähnlichen Charakter wie Effi Trinket finden, was es mit ihr auf sich hat, dass müsst ihr natürlich selber lesen. Ich kann euch nur sagen, dass mir dieser Einstieg in die Reihe sehr gut gefallen hat, dass Spannung aufgebaut wurde und ich wirklich begeistert vom Schreibstil war. Also wer auf Dystopien steht und mit einer neuen Reihe beginnen möchte, der ist hier genau richtig. Der zweite Teil ist wohl auch schon im Lektorat und wird uns im Herbst dieses Jahres noch auf eine weitere Reise mit Rain entführen.

    ENTHÄLT EVENTUELLE SPOILER VOM ERSTEN TEIL


    Der zweite Teil der „Der schwarze Thron“ Reihe, beginnt nun mit drei Schwestern, die durch die Erwachenszeremonie endlich alle den Hass verspüren, zu dem sie eigentlich in den letzten zehn Jahren erzogen wurden. Nur Arsinoe irgendwie nicht. Sie hat sich abgefunden, dass sie diejenige ist, die sterben wird, denn Mirabelle wird schon seit vielen Jahren als die neue Königin gefeiert und gegen Katherina mit ihrem Gift, wird sie eh keine Chance haben. Es liegt nun deutlich mehr Spannung in den einzelnen Kapiteln, als im ersten Band. Wir erfahren viel mehr über die Schwestern, ihre Wandlungen und es geht nun in diesem Jahr ja darum, dass zwei der Königinnen sterben, damit die wahre Königin an die Macht kommt und am Ende des Jahres gekrönt werden kann. Wir werden mit Verwirrungen angestiftet weiterzulesen, erleben das Schmieden von Plänen mit, erleben Freundschaft und Liebe, aber auch Hass, Angst, Eifersucht und Gefahr. Der Teil „Die Königin“ bringt immer wieder Wandlungen hervor, überrascht die Königinnen und ihre Begleiter immer wieder aufs Neue, denn oft wissen sie ja nicht, was wir wissen. Das macht es wirklich interessant mitzufiebern und dann zu erleben, wie sie reagieren, wenn ein Geheimnis ans Licht kommt. Arsinoes Freundin und Naturbegabte Jules tritt in diesem Jahr besonders in Erscheinung, da sie etwas Besonderes an sich hat. Welche Geschichte sich um sie gestrickt hat und welche Geheimnisse sich dadurch mit der Zeit lüften, dass solltet ihr selber Lesen.

    Wie im ersten Teil, wird auf meiner Meinung nach interessante Art und Weise die Insel Fennbirn mit ihren Eigenheiten beschrieben. Wir lernen das Volk mit seinen Ansichten mehr kennen, wie sie an die Gebote und Zeremonien der Insel gewohnt sind. Könnte ihr euch vorstellen, dass es immer darum geht, dass eine von drei Schwestern sterben muss, damit eine an die Macht kann? Die Idee fand ich sehr interessant und am Ende muss ich sagen, dass ich es definitiv nicht gutheißen würde, wenn das bei uns so ausgewählt werden würde.

    Nun muss ich aber auch endlich mal auf das Cover eingehen. Wenn man Band eins und Band zwei zusammenstellt, dann entsteht eine komplette Krone. In Band eins noch in Bronze, in Band zwei dann Gold. Ich muss gestehen, ich habe mich sehr in die Idee verliebt. Auch gibt es nun einen Sammelband, der die beiden Cover verbindet. Bis auf die Krone und die Schrift ist alles in Schwarzweiß gehalten. Die Details der Tiere auf der Krone und die Vögel, die dort fliegen, kommen auch im Buch wieder vor. Ich liebe das Cover wirklich. Eine lohnenswerte Anschaffung für das Bücherregal und eben nicht nur, wegen dem Cover.

    Wer also auf Fantasyreihen steht und sich nun für den Kampf zwischen drei Schwestern und den jeweiligen Häusern, die sie großgezogen haben, interessiert, der sollte sich die Bücher von Kandera Blake unter den Nagel reißen, auch wenn es doch sehr gemischte Meinungen über die Bücher gibt. Mir haben sie gefallen und vielleicht geht es euch ja auch so?

    Titel: Der Schwarze Thron: Die Schwestern

    Autorin: Kandare Blake

    Verlag: Penhaligon Verlag

    Seitenzahl: 448

    Erscheinungsdatum: 09.05.2017


    Eine Geschichte über drei Schwestern, sie sind Drillinge und doch so grundverschieden. Wir werden von der Autorin auf eine Insel mit dem Namen Fennbirn entführt. Eine sehr detailreiche und auch gut gestaltete Karte finden wir zu Beginn des Buches und können uns so einen Eindruck verschaffen. Auf dieser Insel leben die drei Töchter der Königin. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden von verschiedenen Familien großgezogen, denn jedes Kind wird an eine Familie weitergegeben, dass es in seinen Fähigkeiten unterstützen und ausbilden kann. In der Generation gibt es eine Naturbegabte, eine Giftmischerin und eine Elementarierin. Sie sollen lernen ihre Gabe zu beherrschen und am Ende gegen ihre Schwestern zu nutzen, denn es kann nur eine der Schwestern überleben, die Stärkste wird Königin. So befinden wir uns in den jeweiligen Kapiteln an unterschiedlichen Stellen der Insel und lernen langsam die drei Anwärterinnen kennen und eben auch die Familien in denen sie aufgezogen wurden. An ihre Schwestern können Sie sich kaum noch erinnern, wurden sie doch mit dem sechsten Lebensjahr voneinander getrennt. Vorher kannten sie ihre eigene Mutter nicht, da sie gleich zu einer Amme kamen. Sie sollen sich auch nicht kennen und lieben, denn alles in ihrem Leben wird nur getan, damit sie nach der Erwachenszeremonie soweit sind ihre Stärke gegen die anderen zu nutzen. Viele Pläne werden geschmiedet, viele Intrigen werden gestiftet, aber auch Freundschaft und Liebe sind mit ihm Spiel.

    Für mich war der Schreibstil sehr flüssig und ich konnte mich gut in Fennbirn zurechtfinden. Immer mehr wurde deutlich, was für ein System auf der Insel herrscht, wer die Macht hat und was dafür getan wird diese Macht zu halten oder eben zu verstärken. Es gibt viele Regeln die beachtet werden sollen und trotzdem scheinen diese Regeln im aktuellen Geschehen immer wieder missachtet zu werden, aber das macht es gerade so interessant, denn wenn man Ende keiner mehr nach den Regeln spielt, wo führt das dann alles hin? Ich fand es sehr interessant mitzuerleben, wie junge Frauen damit umgehen, wenn sie wissen, dass sie entweder ihre Schwestern töten müssen oder eben selbst getötet werden. Aber was macht man, wenn die Gabe bei einem noch nicht deutlich wurde? Wird man noch bis kurz vor der Zeremonie endlich seine wahre Stärke erlangen und somit gegen die Intrigen der anderen trotzen?

    Jede Schwester macht im Verlauf des Buches eine Wandlung durch, das ist allein schon wegen der Ereignisse zwingend notwendig und erschließt sich für mich auch sehr logisch. Die Charaktere der Schwestern grenzen sich sehr stark voneinander ab, was jede etwas anders macht. Auch die Grundidee des Buches finde ich sehr interessant und fand sie auch gut umgesetzt, doch manchmal gab es Situationen, die sich zogen, gefühlt wiederholten oder eben doch etwas verwirrend machten.

    Aber eben durch die charakterliche Ausarbeitung der drei Hauptpersonen, kommt die teilweise wenige Färbung der Nebencharaktere nicht ganz so zur Geltung. Sie sind da, haben ihre Aufgabe und könnten, aber wahrscheinlich wieder ersetzt werden, so aber nicht die drei Prinzessinnen und eben deshalb bin ich schon auf den zweiten Teil gespannt und wie die drei Schwestern mit den Ereignissen der Zeremonie umgehen und was es für eine Auswirkung auf die jeweilige Lebensgeschichte hat.

    Unsere Welt, Nico und seine Frau Janette sind schon seid ihrem 19. Lebensjahr verheiratet. Das ist jetzt bereits sechs Jahre her. Sie sind glücklich, auch wenn sie sich ihren Traumurlaub nicht leisten können. Die beiden ergänzen sich gut. Stehen zusammen auf, einer ist Morgenmuffel, der andere ein Frühaufsteher. Allein das macht die beiden schon unglaublich sympathisch, denn sie sind so verdammt normal. Dann gewinnt Janette über das Internet eine Reise. Sie fahren in den Schnee! Alles wird bezahlt. Die beiden sind wahnsinnig glücklich, auch wenn irgendwas komisch ist. Nico träumt allgemein recht schlecht, ist nachts oft wach, doch vor der Abreise gibt es eine sehr seltsame Nacht. Er hat das Gefühl riesige blaue Augen zu sehen und dann ein Unwetter vor dem Haus, ein Ast bricht sogar von einem Baum ab. Alles ist sehr merkwürdig. Aber die beiden haben ja jetzt endlich Zeit um sich in ihrem Urlaub zu erholen.

    Aber auch da passieren seltsame Dinge. Auf einem Spaziergang werden sie von Wölfen eingekreist, aber an sich passiert ihnen nichts, denn die Wölfe gehen einfach wieder. Dann sind im Dorf alle etwas seltsam. Dann gibt es Männer mit dunklen Mänteln, die plötzlich vor ihrer Tür auftauchen und dann noch ein Amulett.


    Wir haben hier einen Fantasyroman, der ganz ohne Vampire, Feen, Werwölfe oder ähnliches auskommt. Hier geht es um Legenden, um etwas göttliches und vor allem geht es darum, dass das Leben und vor allem die Liebe, dass wichtigste ist, für das es sich zu kämpfen lohnt. So begleiten wir Nico und Janette auf ihrer Entwicklung bis hin zu der wichtigsten Aufgabe, die sie in ihrem Leben wohl haben werden. Wir erleben eine starke Entwicklung der beiden Hauptcharaktere, da sie aus einem ganz normalen Leben kommen und dann eigentlich die ganze Menschheit retten müssten.

    Immer wieder gibt es Anspielungen des Autors, dass unsere Medien unglaublich negativ sind. Das positive Nachrichten eine Seltenheit sind und da stimme ich voll und ganz zu. Nico sieht das negativ und das macht ihn irgendwie sympathisch, denn für ihn sollte das Leben etwas anderes sein, als eine Abfolge von Kriegen, Morden und anderen schrecklichen Dingen.


    Der Schreibstil von Timo Koch, liest sich flüssig und gibt einen Eindruck von der Umgebung, in der wir uns befinden, doch bei ihm sind definitiv, die Menschen, ihre Gefühle und ihre Entwicklungen. Auch werden wir immer tiefer in Legenden und Geheimnisse entführt, die der „normale“ Mensch, so gar nicht mitbekommt.

    Das Cover des Buches zeigt am Auffälligsten die bauen Augen im Himmel, die uns gleich am Beginn des Buches begegnen. Was es damit auf sich hat, ob Nico der Schatten auf dem Cover ist, der dort Blitze schießt, dass müsst ihr wohl selber herausfinden, wenn ihr euch diesem Buch zuwendet. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung. Auch kann ich euch verraten, dass es sich hierbei nicht um ein Einzelwerk handelt, sondern das der Autor sich noch ein oder zwei weitere Bände zu der Geschichte einfallen lässt, die ich hoffentlich auch lesen werde, denn die Idee finde ich echt toll.

    Im Roman „Vom Eis berührt“, dem ersten Teil der „Fire & Frost“-Reihe von Elly Blake begleiten wir Ruby. Sie ist ein Fireblood und muss sich deshalb verstecken. Denn der Frostkönig ist wahnsinnig und möchte alle Firebloods tot sehen. So lebt sie mit ihrer Mutter in einem kleinen Dorf und sie verhalten sich ruhig, damit niemand sie findet. Rubys Mum ist eine Heilerin, keine Fireblood. Alles was Ruby weiß hat sie von ihrer verstorbenen Großmutter gelernt, doch seit sie sich verstecken müssen, übt Ruby nur hin und wieder heimlich ihre Gabe zu trainieren und so ist es schwierig dieses Feuer, welches in ihr lodert unter Kontrolle zu bekommen. So kommt es, wie es kommen muss. Sie wird verraten und wird von den Soldaten des Frostkönigs gefangen genommen, nicht etwa ohne Schaden im ganzen Dorf anzurichten und ihrer Mutter das Leben zu nehmen. So sinnt Ruby nach Rache. Sie möchte sich an dem Hauptmann retten, der ihre Mutter umgebracht hat, doch sie sitzt im Kerker und wird gequält, indem sie zum Beispiel mit Wassereimern mit kaltem Wasser und Eis übergossen wird. So verliert sie immer mehr an Kraft. Eines Tages wird sie von Mönchen gerettet, die sie nutzen wollen. Sie wollen, dass Ruby den Frostkönig umbringt, denn auch wenn sie selbst der Frostseite angehören, wollen sie dem Wahnsinn ein Ende setzen. Doch da sie in ihrer Abtei nicht unbedingt auf Befürworter stoßen, die eine Fireblood bei sich wollen, kommt alles anders als geplant.


    Die Idee finde ich super und da ich schon magisch von dem wundervollen Cover angezogen wurde, musste ich dieses Buch unbedingt haben. Wir sehen auf dem Cover eine junge Dame im Profil. Sie hat ebene Haut und guckt starr nach rechts. Ihre Haare scheinen Flamen zu sein, die nur von einigen blauen Fäden durchzogen sind. Es scheint, als würde an ihrem Körper die blaue Farbe immer weiter nach oben schlängeln und ihr Feuer löschen wollen. Zudem ist der Hintergrund Weiß gehalten, was ein wundervolles abheben der Farben ermöglicht. Eine hellblaue Andeutung von Wald und einem Schloss unterstreichen die Handlung der Geschichte sehr schön. Das Cover ist wirklich sehr passend für die Geschichte gewählt und zieht mit Sicherheit viele Blicke in den Buchhandlungen auf sich.


    Dazu kommt noch die Geschichte und wie Elly Blake uns ihre Idee umschreibt. Ich konnte mich recht schnell in die Geschichte einfinden und fand es gut, wie man mit der Zeit die Charaktere kennenlernte. Meiner Meinung nach haben die einzelnen Personen im Laufe der Handlung eine Entwicklung durchgemacht, die es dem Leser ermöglicht hat, sich mit dem Charakteren zu identifizieren, sich mit ihnen anzufreunden oder sie eben einfach nur grausam zu finden. Doch ist es nicht etwa so, dass die Charaktere alle vorhersehbar handeln, denn immer wieder gibt es Wendungen in der Geschichte, die man so vielleicht nicht erwartet hätte und so freue ich mich schon sehr darauf den nächsten Teil Mitte September dann endlich lesen zu können und zu erfahren, wie es mit der Geschichte um die Fireblood Ruby weitergeht.

    Achja, ich habe ja ganz vergessen euch zu erzählen, dass es da neben den Kräften der Firebloods und der Frostbloods noch etwas sehr Finsteres gibt, etwas Göttliches, was sich in die ganze Geschichte einmischt. Na neugierig? Dann schnappt euch dieses Buch des Ravensburger Verlages!

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