Bücherwichteln im BücherTreff

Beiträge von puppetgirl

    Achtung, da es sich um den zweiten Teil einer Reihe handelt: Spoiler-Warnung

    Wir haben den ersten Teil beendet, indem Alice die erste Seele vom Soul Beach befreit hat, indem sie das Leiden im echten Leben aufgedeckt hat und die Mitschülerin ihrer Strafe zugeführt hat. Nun sind die Leute am Strand ganz aufgeregt, denn vielleicht kann Alice ihnen helfen. Doch sie hat doch selbst genug zu tun, denn der Mörder ihrer Schwester ist doch noch immer da draußen. Als dann auch noch Tim verschwindet, ist die Suche noch dringender. Sie begibt sich in Situationen, die definitiv zu gefährlich für sie sind. Als jemand vom Soul Beach verschwindet und Alice gar nichts dafürkann, glauben ihr die anderen nicht und kommen noch gezielter auf sie zu. So nimmt sie eine kleine Auszeit und fliegt mit ihren Bekannten aus dem ersten Band nach Barcelona. Doch hier ist sie eigentlich auch nicht um mal auszuspannen, sondern sie begibt sich auf eine weitere Suche, denn so kann sie vielleicht etwas über den Mord an Meggie erfahren, denn es gibt da Hinweise von dieser Seite. Doch alles wird noch viel verwirrender. Und der Mörder scheint mit ihr im Flugzeug zu sein.

    Also vom Inhalt finde ich die Bücher echt gut. Deshalb finde ich es selbst etwas schade, dass ich gerade gar nicht so wirklich Lust auf den letzten Band habe. Klar will ich wissen, wer denn nun für den Mord an Meggie verantwortlich ist und ob es noch Probleme für Alice geben wird, weil sie sich so intensiv mit der Suche nach dem Täter befasst und wie das am Soul Beach alles endet. Aber irgendwie kann mich Kate Harrison nicht mehr so ganz überzeugen. Es zieht sich an manchen Stellen so sehr hin. Ich habe dieses Buch mit zwei Bookstagramerinnen gelesen und wir haben es in drei Abschnitte geteilt. Im ersten passierte für mich so gut wie gar nichts. Das fand ich echt schade, denn ich finde, dass diese Geschichte so viel Potenzial hat. Wenn ich diese Rezension schreibe, dann will ich wirklich wissen, wie es weitergeht, aber irgendwie ist da diese andere Seite die sagt: ach ne, irgendwie gibt es so viele bessergeschriebene Geschichten da draußen. Vielleicht ist für mich die Zeit mit dem Soul Beach noch nicht gekommen und ich muss es einfach ein wenig aufschieben und später das Ende lesen und komme dann besser mit der Reihe klar, man weiß es nicht.

    Auf jeden Fall gehen mir auch einige Charaktere etwas auf den Geist. Klar sind es teilweise Teenager, aber irgendwie… Ich weiß auch nicht so Recht. Ich würde mich nicht so verhalten, wenn jemand verstorben ist. Aber an sich befinden wir uns ja auch schon ein Jahr nach Meggies Tot.

    Für die, die fantastisch angehauchte Thrillerreihen mögen, denen kann ich das Buch nur empfehlen, denn Alice ist ein wirklich gut ausgearbeiteter Charakter, es ist sehr unvorhersehbar geschrieben und die Idee dahinter ist echt gut. Ich komme nur eben im Moment nicht so richtig mit einigen Personen klar und möchte es deshalb mit der Reihe erstmal sein lassen.

    Ein fantastischer Einstieg in eine Reihe über die Schattenwelt und das Licht


    Die Lichtstein-Saga beginnt in unserer Welt. Wir lernen Liv kennen. Sie hat es nicht ganz so einfach im Leben, ihre Adoptiveltern haben sich getrennt und sind irgendwie mehr mit sich selbst beschäftigt, als sich um ihre Tochter zu kümmern. Zudem ist Liv sonst auch eher der Typ dafür, sich mit einem guten Buch in ihrem Zimmer zu verkriechen und die Welt Welt sein zulassen. Nur irgendwie ist sie plötzlich nach dem Aufwachen nicht mehr da, wo sie noch am Abend vorher eingeschlafen ist. Denn das ist definitiv nicht ihr Bett, in dem sie da liegt. Sie ist in einer anderen Welt, in der es einen Übergang zur Schattenwelt geht und sie erfährt sehr schnell, dass sie einem Element zugeordnet ist und eine Aufgabe hat. Sie muss das Licht stärken, denn wenn das nicht passiert, so nimmt die Macht der Schatten zu und könnte somit die Welt in Schutt und Asche legen. Ich muss gestehen, ich wäre mit diesen Informationen maßlos überfordert gewesen, so bin ich froh, dass es nicht meine Aufgabe ist, die Welt zu retten. Doch Liv muss da nicht allein durch, denn ihr stehen zu dem jeweiligen Element noch drei Herren zur Seite, die den Auftrag mit ihr gemeinsam erfüllen müssen. Sie begeben sich auf eine Reise zu den unterschiedlichsten Wesen um dort die Lichtsteine abzuholen und an den richtigen Platz zu bringen. Doch gibt es natürlich einen Bösewicht, der schon ein Mal versucht hat allem ein Ende zu setzten und an die Macht zu gelangen. Wie wird sich die Vergangenheit wiederholen?

    Mir sind die Charaktere über die fast 370 Seiten sehr ans Herz gewachsen. Jeder ist etwas anders und passt wie die Faust aufs Auge zu seinem Element. Wir erfahren die ersten Hintergrundinformationen, lernen das Land kennen und begeben uns auf die erste Reise. Die Gestaltung und Ausschmückung der Geschichte und auch der Umgebung gefällt mir sehr gut. Man wird nicht einfach so ins Wasser geworfen, wahrscheinlich, weil wir mit Liv alles so langsam kennenlernen, auch wenn die Zeit knapp ist und man sich nicht ausruhen kann. Auch gibt es so wundervolle Hasscharaktere, die ich ja sehr gern habe, denn dann möchte ich so wahnsinnig gern ins Buch oder eben in den Reader springen und die Unholde doch gern mal schütteln oder eben auch in den Hintern treten. Diese Charaktere hat Nadine Erdmann für mich doch sehr passend geschrieben, denn ich war richtig sauer! Nur bin ich sonst gerade was Emotionen angeht ein sehr mitfühlender Mensch und gerade das Thema Trauer wäre hier doch sehr intensiv gewesen, doch konnte mich da die Autorin nicht ganz überzeugen. Doch kann das ja alles noch werden.

    Deshalb bin ich auch sehr gespannt, wie es mit dieser Reihe weitergeht, da noch ein langer Weg vor den vier Auserwählten und auch dem Leser liegt.

    Ein gelungener Einstieg in eine zauberhafte Story mit starken Blickwinkelwechseln


    Dark Spells hat mich schon eine Weile angelacht, da mir die Cover gefallen haben. Ich liebe Lila und Blau und es hatte so etwas Mystisches an sich. Auch Geschichten über Hexen finde ich schon seit meiner frühen Kindheit sehr interessant, weshalb es nun endlich mal die Möglichkeit dazu gab.

    Wir steigen in eine Geschichte ein, indem wir Zoey kennenlernen. Ihre ganze Familie wurde von der Hexe Dhana ausgelöscht. Nur Zoey hat überlebt, was eigentlich gar nicht sein sollte. Denn Dhana herrscht über alle magischen Wesen Londons und da ist sie sehr erbarmungslos. Wer nicht mit ihren Ansichten klarkommt, der kann schon mal den Kürzeren ziehen. Doch Zoey kann entkommen und flüchtet sich zu einer dunklen Hexe mit dem Namen Savannah. Zoey möchte von ihr Lernen, so dass sie sich gegen Dhana zur Wehr setzten kann und ihr auch etwas entgegenbringen kann. Doch ist das gar nicht so einfach, denn Dhana hat ihre Leute überall und wie sich herausstellt, gibt es da wohl auch zwischen Savannah und Dhana noch etwas zu klären. Aber wie findet sich dann Zoey zwischen den beiden ein, wenn sie doch gerade mal 10 Jahre alt ist und sich so eine große Aufgabe vorgenommen hat?

    Dieser kurze erste Teil ist das erste Buch, welches ich von Nina Hirschlehner gelesen habe und ich muss sagen, dass ich ihren Schreibstil mag. Denn wir bekommen Einblicke aus den unterschiedlichsten Sichten. Nicht nur die drei Damen erzählen uns etwas, da gibt es noch mehr. Zudem gibt es bei den verschiedenen Sichten nur Savannah, die aus der Ich-Perspektive erzählt, was dem ganzen nochmal einen sehr interessanten Hauch gibt. So hatte ich es bisher noch nicht gelesen. Auch ist man immer wieder auf die Folter gespannt, denn die Autorin verrät kein bisschen zu viel, denn wir könnten ja Zoey in etwas voraussein. Das gefällt mir sehr gut, denn normalerweise erfährt man ja gerade bei Blickwinkelwechseln so einiges, was die handelnde Person nicht weiß. Zudem finde ich den Einstieg mit den Personen gut gewählt. Man erfährt nicht zu viel, kann die Charaktere aber langsam einschätzen und zu ihnen Stellung beziehen, aber ich will da definitiv noch mehr, denn ich will wissen, was die beiden denn für ein Problem miteinander haben und warum ausgerechnet Zoey jetzt irgendwie dazwischen gelandet ist.

    Spannender Auftakt einer Reihe, die uns deutlich macht: Magie gibt es wohl, wir sehen sie bloß nicht


    Das Erbe der Macht kann man antreten oder eigentlich wird man eher selbst ausgesucht, denn wenn ein Erbe stirbt, dann geht sie auf einen anderen Menschen über. Auch das Wissen geht mit über, doch wer das Wissen nicht festigt, der verliert es. Doch von welcher Macht rede ich da? Uns zwar geht es dabei um Magie, denn vor unserem menschlichen Auge ist etwas versteckt, nämlich die magische Gesellschaft. Denn diese ist hinter einem Wall versteckt, sodass der Frieden und die Gleichheit herrschen. Doch das Böse hat da keine Lust mehr drauf, denn irgendwie verstecken sie sich ja vor den Menschen und das soll nicht mehr sein, schließlich sind sie etwas Besonderes. Doch der Rat des Lichtes mit den Lichtkämpfern versucht sie aufzuhalten.

    Ich habe den Einstieg über das Hörbuch genommen und musste häufig schmunzeln. Andreas Suchanek schafft es auf eine sehr amüsante Art auch sehr drastische Situationen aufzuheitern. Doch nicht etwa, dass hier alles nur ins Lächerliche gezogen wird, das auf keinen Fall. Nur gibt es wunderbare Anspielungen auf Hogwarts, die einen schmunzeln lassen und so manche Größe unserer Geschichte, die einen Platz im Rat besetzen. Da Vinci und Einstein zum Beispiel. Die Lichtkämpfer haben eine schwierige Aufgabe, deshalb gibt es aber auch einige von ihnen. So habe ich mich noch etwas schwer getan alle handelnden Personen zu erfassen. So ein Team braucht halt eine gewisse Anzahl von Leuten, aber ich glaube, dass es in den nächsten Teilen besser wird, wenn man alle etwas näher kennenlernt. Denn dieser erste Teil führt uns in die Geschichte ein, führt uns vor Augen, dass da etwas Böses ist, was nicht länger die Füße stillhalten will und es macht eindeutig Lust auf mehr.

    Auch der Sprecher Clemens Benke passt sehr gut zu der Reihe. Zu Beginn hatte ich an manchen Satzenden meine Probleme, da es mir etwas gefühllos erschien, aber mit der Zeit des Hörens habe ich mich immer mehr an ihn gewöhnt und bin gespannt, wie er die Geschichte um die Lichtkämpfer weiter erzählen wird, denn irgendwie gehört er einfach schon dazu.


    Sehr verschachtelte Geschichte, von mir keine Hörbuchempfehlung


    Ja, Dietmar Wunder ist schon ein echt toller Sprecher, deshalb habe ich mich sehr auf dieses Hörbuch gefreut, aber es kam nicht so wirklich bei mir an.

    Frederik Beier ermittelt wieder, doch für mich ist es der erste Fall, den ich mit ihm versuche zu folgen. Auch den Autor, Ingar Johnsrud kenne ich nicht, doch der Klappentext verspricht spannend zu werden.

    In einem Vorort von Oslo wird in einer Villa eine Leiche gefunden. Dabei handelt es sich um einen Mann, dabei bewohnt die Villa doch eigentlich eine alte Dame. Doch diese ist nirgendwo zu finden und auch einiges am Tatort wirft Fragen auf. Nun wird die Leiche identifiziert und dabei handelt es sich um den Sohn der Dame, der aber angeblich schon vor zwei Jahrzehnten bei einem Militäreinsatz ums Leben gekommen sein soll. Als eine zweite Leiche gefunden wird, die Spuren von Folterungen aufweist, glaube der Ermittler Frederik Beier, dass diese beiden Leichen irgendwie zusammengehören. Nun wird es alles noch etwas komplizierter, denn Beweismittel verschwinden und ihm werden noch viele andere Steine in den Weg gelegt, die die Ermittlungen behindern. Fast so, als würde jemand von weiteroben wollen, dass dieser Fall nicht aufgelöst wird.

    Doch Frederik und seine Kollegin Kofa geben nicht auf und leisten teilweise übermenschliches. Für mich war es sehr verwirrend und teilweise auch etwas unglaubwürdig, denn Frederik hatte doch gerade erst Drogenprobleme, hat scheinbar mit zwei vergangenen oder gerade noch so laufenden Beziehungen zu kämpfen und jeden Mist, den er baut, den räumt Kofa irgendwie auf. Auch war es im Hörfluss teilweise sehr schwer zu verfolgen, da wir uns immer wieder in anderen Zeitsträngen und Orten befanden, immer wieder neue Leute auftauchten. Deshalb bin ich der Meinung, dass dieses Buch besser geeignet ist, wenn man es liest. Oder sich einfach auf so etwas konzentrieren kann, denn Dietmar Wunder hat es wirklich wunderbar gemacht, er gibt den Charakteren eine eigene Persönlichkeit durch seinen Ausdruck, denn da wird nicht einfach so der Text des Buches heruntergebetet. Vielleicht wäre auch eine ungekürzte Variante etwas besser für das Verständnis. Aber ich war ehrlichgesagt recht froh, als es dann endlich vorbei war und ich ein anderes Hörbuch beginnen konnte.

    Die Handlung ist spannend, dass definitiv, aber einfach zu verschachtelt für ein Hörbuch.

    Das alte Rom wurde in das Weltall verlagert. Nicht etwa, was wäre gewesen, wenn die alten Römer ins All gekommen wären, sondern die römische Geschichte einfach mal ins Weltall verlagert. Auf dieser Idee basiert der Roman „Roma Nova“ von Judith Vogt, der im Juli erschienen ist. Ich durfte das Buch im Zuge einer Leserunde auf Lovelybooks lesen und hatte somit den Austausch mit anderen Lesern und der Autorin.

    Der Roman war mein erster richtiger SciFy-Roman. So hatte ich am Anfang ein paar kleine Probleme mit dem Kopfkino, da ich mir das mit den Raumschiffen und alles nicht so gut vorstellen konnte. Aber die Autorin hat da Abhilfe geschaffen, denn wer auf ihrer Homepage mal vorbeischaut, der kann ein paar Arts sehen und das half mir sehr gut weiter um die Geschichte in Bildern in meinem Kopf abspielen zu lassen.

    Wir haben verschiedene Charaktere die wir begleiten. Zum einen eine Familie, die nicht nur Sklaven im Haus hält, sondern auch Gladiatoren erworben hat und damit ihren Stand in der Gesellschaft festigen will. Dann haben wir auch die Gladiatoren selbst und ein paar weitere wichtige Personen in Rom, die alle von einer Seherin beeinflusst werden. Am Anfang ist man sofort in der Handlung drin, denn auf den Raumschiffen ist richtig etwas los, denn es gibt den Hades, ein schwarzes Loch und dieses schwarze Loch beinhaltet Dämonen. Sonst hat man gedacht, es handle sich nur um Legenden und Märchen, die man sich erzählt, doch die Familie bekommt es sehr deutlich zu spüren. Dieser Kampf auf dem Schiff bleibt nicht ohne Folgen und dann sorgt ihr Gladiator Spartacus auch noch für einen Aufstand, der ungeahnte Folgen nach sich zieht.

    Der Sklavenaufstand im Weltall. Mit seinen 624 Seiten hat dieser Roman so einiges zu erzählen. Erst dachte ich: na was will man denn da alles erzählen? Die Gladiatoren wenden sich gegen ihre Herren und dann war es das, doch ganz anders, denn die dämonischen Elemente aus dem Hades und einfach die Menschlichkeit und ihre Verfehlungen sorgen für dauerhafte Intrigen, Machtgier und das Umdenken, ob das Leben, so wie es geführt wird, wirklich richtig ist. Mit Hilfe der oben beschriebenen Bilder habe ich recht schnell in die Handlung gefunden, konnte mir den Aufbau von Rom und auch die Raumschiffe gut vorstellen. Die Charaktere wachsen und verändern sich, manche nur innerlich, manche auch äußerlich, denn die nötige Technik macht es möglich. Oft habe ich beim Lesen den Gedanken gehabt, warum sind Menschen so? Wieso werden sie in diesem Buch so dargestellt, aber dann kam dieser kleine Stimme aus dem Hintergrund, dass ich mich doch an meinem Geschichtsunterricht erinnern soll: Die Römer waren einfach so.

    Denn dieses Buch schafft es die römische Geschichte, die Art der Menschen einzufangen und in einer spannenden Geschichte zu erzählen. Aber es geht nicht nur um Mord und Totschlag, es gibt auch einen Funken Liebe, der dort in der Luft liegt. Wobei eine Menge Sex bei den Römern auch dabei sein muss… Und dann diese Wortwahl.

    Findet euch ein im alten Rom, aber vergesst nicht euren Raumanzug anzuziehen, denn sonst bleibt euch hin und wieder die Luft weg.

    Violet lebt in einem Internat. Das ist vielleicht auch besser für sie, denn ihr Vater hat nicht wirklich eine gute Meinung von ihr und ihre Mutter ist leider schon gestorben. So hat sie nur ihre beiden Freunde, mit denen sie sich durch den Alltag schlägt. Rose und Nathan begleiten sie nicht nur durch den schulischen Alltag, sondern sind für sie so etwas wie ein Familienersatz. Und diese Bindung wird durch höhere Mächte auf die Probe gestellt. Das Verhältnis zu ihrem Vater hat eine schwierige Grundlage, denn Violet ist nicht so, wie ihr Vater mit einer besonderen Gabe ausgestattet. Er bekämpft Dämonen und sie scheint nur ein „normaler“ Mensch zu sein. Deshalb ist sie scheinbar nur etwas sehr Unerwünschtes für ihn, was er sie auch spüren lässt. Auch mit den anderen Schülern im Internat hat sie es nicht so. Bis auf ihre Freunde, steht sie eher allein auf weiter Flur und dann gibt es da auch noch diesen einen Schüler, der seit dem letzten Jahr am Internat ist und ihr das Leben schwermacht. Cole. Doch recht schnell wird klar, dass Violet gar nicht so normal ist, denn es treten immer mehr Dämonenangriffe in ihrer Nähe auf und so lernen wir mit ihr gemeinsam eine andere Welt kennen. Wir bewegen uns zwischen Himmel und Hölle, zwischen Göttern und Dämonen, aber auch zwischen verschiedenen Reichen hin und her und lernen so einiges kennen.

    Das Cover des Buches macht unglaublich neugierig. Für mich war die erste Assoziation ein Engel, der eine Dornenkrone oder ähnliches trägt. Obwohl ich nicht kirchlich erzogen wurde, hat es mich doch interessiert, was es mit diesem Buch auf sich hatte und so bin ich zum ersten Teil dieser Trilogie gekommen. Zu Beginn hatte ich etwas Angst, dass ich nun den Alltag im Internat erlebe, also eine Art Teeniegeschichte vor mir haben würde, doch das hat sich sehr schnell gelegt, denn hier geht es definitiv nicht um das Internat, sondern um all die Wesen und Reiche, die es da draußen zu entdecken gibt und eben die Aufgabe, die Violet in dieser Welt zu erfüllen hat. Denn jemand hat es auf sie abgesehen. Der Schreibstil der Autorin liest sie flüssig weg, die einzelnen Kapitel beginnen mit einem kleinen Zitat oder Ausspruch, der auf das kommende Kapitel neugierig macht. So war ich immer schon gespannt, was wir als nächstes erfahren. Auch finde ich die Weltenentwicklung sehr gut. Teilweise ist es aber noch ausbaufähig, was mir in Trilogien aber beim ersten Teil oft so geht, dass man erstmal in die Geschichte und die Welt eintaucht, die Charaktere langsam kennenlernt. Und dann im zweiten Teil noch etwas besser mit allem zurechtkommt. Die Autorin hat ein Händchen dafür den Leser mit Fragen zurückzulassen, die dann dazu führen, dass man einfach weiterlesen muss, denn jemand Neugieriges, wie ich, will ja auch Antworten auf seine Fragen. So bin ich auch schon gespannt, wie denn die Fortsetzung so wird und wo es uns mit Violet hinführt.

    Sporen die vom Himmel fielen, wie eine Prüfung, denn nur, wer sich angepasst hat, der überlebte. Aber irgendwie war es auch, als würde die Erde einen Befreiungsschlag durchführen, denn nun eroberte sie sich alles wieder zurück, was der Mensch sich genommen hatte.

    Wir begleiten Faith, sie lebt in einer Zeit, etwa 500 Jahre nach den Ereignissen und ihre Familie ist einem Leiden verfallen. Und zwar nennt es sich die Seelenlosigkeit. Ihre Eltern wurde verstoßen und nur ihre Schwester, befindet sich noch in einer Pflegeeinrichtung und lebt dort ohne zu sprechen oder wirklich etwas zu machen. Dieser Zustand wird sehr bedrückend beschrieben und so kann ich Faith und auch all die anderen verstehen, dass sie Tests durchführen, ob ihnen so etwas auch passieren kann. Faith scheint es gut zu gehen und so führt sie ihren Beruf als Oberschwester im Krankenhaus mit Freude aus, doch ihr Geld reicht hinten und vorn nicht. Doch kann die Gesellschaft helfen, wenn sie nur jemanden heiratet, der gut gestellt ist. So lernt sie Tristan Collins kennen, der der ideale Partner zu sein scheint. Doch hat sie einem Mann namens Lie in der Notaufnahme das Leben gerettet und etwas an ihm ist komisch und er ist doch so gar nicht der Mann, den sie braucht um ihr Haus zu retten und sich vor der Verstoßung zu retten.

    Diese Geschichte ist nicht die große Liebesgeschichte, ein Funken davon spielt mit, aber das Hauptaugenmerk liegt auf der dystopischen Seite dieser Geschichte, denn die Gesellschaft ist in neun Gattungen gesplittet, die alle eine besondere Gabe und somit auch Aufgabe haben. Zudem gibt es noch die Natur, die nicht ohne Gefahr betreten werden kann, denn wer mit den Sporen in Kontakt kommt, wird zu einem Seelenlosen und ist dann scheinbar verloren.

    Mich selbst hat das Cover interessiert, denn die junge Frau mit dem wehenden Haar und Kleid steht scheinbar vor einer Trümmerlandschaft. Alles ist in grün und blau gehalten, aber weichgezeichnet. Was will uns das Cover sagen? Was steckt hinter dem Titel. Als Fan von Dystopien klang es nach einer Geschichte für mich und das war sie dann auch, denn die Autorin lässt es nicht langweilig werden. Sie erschafft eine Welt, die wir gemeinsam mit Faith kennenlernen, denn so wirklich mehr als ihren Wohnbereich und ihre Arbeit scheint sie nicht zu kennen. Auch lernen wir eine Gesellschaftsform kennen, die mit einer Angst lebt, die ich selbst nicht erleben möchte. Immer wieder stehen wir vor Geheimnissen und Verwirrungen, die einen doch wieder in eine andere Richtung lenken, als man anfänglich erwartet hat. Auch geht die Autorin definitiv nicht zimperlich mit ihren Charakteren um, denn sie schon sie in keiner Weise. Wenn man hier überleben will, dann muss man kämpfen und sein Leben verändern, wenn es nötig ist.

    Da es sich bei diesem Buch um den ersten Teil einer Reihe handelt, war am Ende wieder dieser Moment: „Was? Wie kann das Buch hier enden?“ Und nun heißt es warten. Auf den zweiten Teil, der uns weitere Einblicke in die Welt nach dem Sporenfall bringen wird.

    Achtung, in dieser Rezension geht es um den vierten Teil einer Reihe, wer die anderen Teile nicht könnte gespoilert werden

    Es geht wirklich spannend weiter. Ihr erinnert euch an den Teil davor? Die Mutter von Cleo wurde befreit und kommt nach New York. Silina die Vizepräsidentin der Nachtkämpfer benutzt Cleo für ihre Pläne und scharrt eine Gruppe von Nachtkämpfern um sich, die die Fähigkeit besitzen sich mit den Kindern der Nacht zu verständigen, die sogenannten Nachtflüsterer. In diesem Teil geht das ganze Weiter. Cleo wird immer mehr unter Druck gesetzt, denn ihr geht es zunehmend schlecht, da ihre Begleiterin Tara von Silina festgehalten wird und dieser Kontaktbruch für Cleo sehr belastend ist. Gerade gesundheitlich funktioniert bei ihr nicht mehr viel und so fällt sie immer mehr negativ auf, denn sie darf ja mit niemandem darüber reden, warum es ihr wirklich so schlecht geht. So zieht sie den Unmut des Trainers und einem Teil ihrer Gruppe immer weiter auf sich, denn sie können sich nicht mehr auf sie verlassen. Dann wird sie auch noch von ihrer Mutter behelligt und soll sich für eine Seite entscheiden, obwohl ihr Informationen fehlen, die sie unbedingt braucht um die richtige Entscheidung zu treffen.

    Nebenbei haben die anderen Nachtkämpfer der Gruppe ihre eigenen Probleme, die sich immer mehr mit denen von Cleo verstricken. Es wird zunehmend spannend, denn sie Lage scheint immer auswegloser zu werden und das finde ich so faszinierend an der Reihe von Linda Winter. Man erlebt, wie alles wächst. Wie die Charaktere waschen und eben, wie ich in meiner letzten Rezension schon geschrieben habe, wie die Autorin selbst immer mehr mit dieser Geschichte wächst. Mir gefällt der Schreibstil und die Charakterarbeit immer besser. Die Story bekommt viel mehr Hintergrund und wird nicht langweilig. Ich bin schon sehr gespannt auf den nächsten Teil und kann gar nicht erwarten, wie es weitergeht, denn wie immer war das Ende so spannend, dass man einfach weiterlesen muss.

    [Rezensionsexemplar]Gleich zum Einstieg: ich finde die Idee einfach super.

    Von Luzia Pfyl habe ich bisher ein paar Bände der Reihe „Frost & Payne“ gelesen und ich mag ihren Schreibstil, ihre Art Dinge zu beschreiben und ihren Charakteren Leben einzuhauchen, deshalb war ich sehr begeistert, als mir die Chance von ihr gegeben wurde, dass ich ihre neue Reihe schon vorablesen darf und ich wurde nicht enttäuscht.

    Der Band flog dahin und man kam von Seite zu Seite immer mehr in die Geschichte rein. Ich habe mich sehr schnell in die Thematik eingefunden und fand die wichtigsten Charaktere gut ausgeformt.

    Aber nun erstmal zum Inhalt.

    Es geht um Geister und einen Riss und zwar gibt es mehrere Risse auf der Erde, durch diese Risse kommen Geister und andere Wesen aus der Unterwelt, so wird jedenfalls überall gemunkelt. Um diesen Geistern Einhalt zu gewähren, gibt es „das Ministerium der Welten“. Dies ist eine Organisation die sich damit beschäftigt Geister aufzuspüren, sie zu fange und wieder in die Risse zurück zu schicken. In diesem ersten Teil lernen wir ein wenig die Geschichte des Ministeriums kennen, die Strukturen und die beiden netten Jäger River und Norrick. Sie zählen zu den Besten im Londoner Ministerium.

    Wir schreiben das Jahr 1925 und eine junge Detective wird an den Ort des Verbrechens gerufen. Für sie nichts neues, doch der Fall scheint nicht ganz „normal“ zu sein, denn mit ihrer Leiche stimmt etwas nicht und so kommt sie das erste Mal selbst mit dem Ministerium in Kontakt. Ihr Problem: sie übernehmen ihren Fall, doch das will sie definitiv nicht auf sich sitzen lassen, denn es ist doch IHR Fall und so lässt sie sich nicht einfach von den beiden Kerlen abdrängen und untersucht selbst, doch hat sie mit Geistern noch nicht so viel Erfahrung, ob das so eine gute Idee ist?

    Dieser erste Teil ist wirklich ein gelungener Einstieg, neben den Fakten, die wir als Leser brauchen um uns mit der Idee vertraut zu machen, gibt es schon eine spannende Handlung, denn nichts ist wirklich ruhig in London. So freue ich mich schon auf den zweiten Teil und bin gespannt, wie es mit den Ermittlungen weitergeht.

    Elle ist die zukünftige Erbin eines großen Kaufhauses in New York. Schon in der frühsten Kindheit wird sie auf ihr Schicksal vorbereitet. Ihre Mutter stirbt, als Elle acht ist und so lebt sie mit ihrem Vater allein, bis sie eine Katze geschenkt bekommt, der sie den Namen Salbei gibt. Nun hat sie eine Begleiterin.

    Auch im Alter von etwas über 20 Jahren, hat sie Salbei an ihrer Seite und führt mit ihr ein Leben, was wohl sehr einseitig und auch behütet ist, denn viel mehr, als ihre Wohnung und ihr zukünftiges Geschäft gibt es nicht.

    Sie möchte einen Tag ausbrechen und das tut sie auch, doch wird ihr vom Leben auf eine sehr unangenehme Art und Weise klargemacht, dass sie hier draußen keine Erfahrungen hat, dass sie die „echte“ Welt von New York gar nicht kennt und sich darin nicht zurechtfindet. Doch sie lernt noch etwas anderes und zwar einen Unbekannten kennen, der sie auch Jahre danach nicht vergessen lässt. Jeder Kerl der auftaucht wird mit ihm verglichen, dabei hatte sie nur einen Abend mit ihm und dann ist da dieser aufdringliche Kerl, der es ihr aber doch irgendwie angetan hat, denn sie ist jung und hat gewisse Bedürfnisse, die er stillen könnte.

    So würde ich die Vorgeschichte jetzt mal beschreiben. Der Klappentext dieses Buches war wirklich interessant und hat auch dazu geführt, dass ich mich für dieses Buch interessiert habe.

    Auch die dunkle Gestaltung des Covers hat mich neugierig werden lassen und so habe ich an einer Leserunde auf Lesejury teilgenommen. Ihre Vorgeschichte, also Elles Kindheit, wie sie zu der jungen Frau geworden ist, die sie heute ist, fand ich wirklich noch gut. Doch dann fing es irgendwie an, dass es für mich einfach nur unrealistisch wurde. Zudem gibt es da diesen Penn, der Kerl, dessen Interesse Elli geweckt hat und er ist einfach nur ein Arsch, wenn ich das mal so sagen darf. Für mich war Elle irgendwann einfach kein Charakter mehr, der wirklich glaubwürdig war. Mir hat sich einfach nicht erschlossen, warum ein sonst recht intelligentes Mädel so etwas mit sich machen lässt und dann eben dieser Penn… Ich weiß nicht, gibt es solche Kerle wirklich? Passieren solche Dinge? Irgendwie wirkte es in der Mitte für mich alles übertrieben und erzwungen und ich musste mich sehr abmühen, dass ich dieses Buch bis zum Ende lesen. Irgendwann hat es eine Wende gemacht, hatte wieder mehr Realismus in sich und wurde auch interessant, weshalb man irgendwie schon wissen will, wer denn nun Mr. Unbekannt ist und was mit Elle passiert, einfach nur schon, weil man sich ja nun durch ihre Geschichte gezwängt hat.

    Wer aber auf Geschichten in Richtung „Shades of Grey“ steht, wird hier seine Freude haben können. Ich habe in der Leserunde auch von vielen sehr begeisterte Rückmeldungen gesehen, aber meins war es einfach nicht. Ich habe mich zu oft einfach über die Charaktere geärgert und habe sie nicht verstanden. Das kann aber bei euch anders sein. Wenn euch also Cover und Klappentext ansprechen und ihr auf das Genre steht, dann gebt diesem Buch eine Chance, denn der Schreibstil ist an sich wirklich gut und liest sich flüssig weg. Ich kam halt nur mit der Handlung und den Charakteren nicht so wirklich zu Rande.

    Stellt euch vor, ihr verliert einen geliebten Menschen und bekommt plötzlich eine Email von dieser Person. Euer erster Gedanke wird bestimmt auch sein, dass sich da jemand einen sehr üblen Scherz mit euch erlaubt. Wenn ihr dann ein paar Tage später auch noch eine seltsame Einladung per Mail bekommt, die euch angeblich auch von der verstorbenen Person geschickt wurde, würdet ihr dem Link folgen und sehen, um was für ein Programm es sich da genau handelt?

    Ich muss zugeben, dass ich nicht wüsste, ob ich dem Link folgen würde, denn wenn man einen Menschen wirklich liebt und um ihn trauert, würde man sich da nicht an einem Strohhalm festhalten und diesem Link einfach folgen?

    So hat es Alice gemacht, nachdem ihre Schwester Meggie gestorben ist und durch diesen Link kam sie in eine Art virtuelle Welt, einen Strand, den sogenannten „Soul Beach“ und dort ist sie auf ihre Schwester getroffen. Natürlich wollte sie gleich wissen, wer denn für den Tod ihrer Schwester verantwortlich ist, aber das ist ein Verstoß gegen die Regeln, die von den Schaffern von „Soul Beach“ doch sehr willkürlich ausgelegt werden. Aber Alice bekommt eine zweite Chance und besucht ab diesem Tag den Soul Beach regelmäßig. Sie will ihrer Schwester helfen und herausfinden, wer ihr das angetan hat, denn ihre Schwester ist nicht auf natürliche Weise ums Leben gekommen. Es war auch kein Unfall, sondern es war ein Mord. Und Meggie stand vorher durch eine Fernsehshow im Interesse der Öffentlichkeit und das macht alles noch schwieriger.

    Meggie hat am „Soul Beach“ einige Freunde gefunden und diese lernt auch Alice kennen. Jeder hat eine eigene Geschichte, doch so richtig ist nicht klar, warum diese ganzen Seelen hier landen und was es mit diesem Ort auf sich hat. Für Alice beginnt eine sehr verwirrende Zeit, denn sie will unbedingt bei ihrer Schwester sein, ist das Band doch nun noch stärker zwischen ihnen, aber sie hat ja auch noch ihr normales Leben und zudem möchte sie Meggie und ihren Freunden helfen und so begibt sie sich auf eine Art Detektivspiel, denn sie will die Mordfälle aufklären, die geschehen sind, denn am „Soul Beach“ gibt es ein Gerücht, an das sich viele klammern: wenn in der echten Welt die Morde aufgeklärt werden, dann können sie von diesem Ort weg. Denn egal wie schön dieser Strand ist, auch er hat seine Schattenseiten und die muss auch Alice erkennen.

    Ich finde dieses Buch echt interessant. Die Idee, dass es da einen Strand gibt, an dem die verstorbenen Seelen sind, ist wirklich interessant. Das man dahin über das Internet kommt, finde ich noch sehr befremdlich, aber ich freunde mich langsam mit der Sache an, denn es wirft immer wieder Fragen auf, die es umso interessanter machen, der ganzen Geschichte zu folgen. Auch mag ich Alice sehr gern. Sie ist kein typisches Mädchen, mit großartig schminken und so. Sie ist ein wenig der Kumpeltyp und das macht sie sympathisch. Ihre Geschichte ist hart und man will unbedingt wissen, was denn den jungen Leuten passiert ist, die am Strand nun ihre Ewigkeit fristen. Die Seiten flogen wirklich schnell dahin und bis auf ein paar kurze Längen, die die Spannung etwas abgeflacht haben, war es wirklich immer wieder interessant an den Soul Beach und die Geschichte von Alice einzutauchen. Band zwei und drei habe ich nun auch zu Hause und bei nächster Gelegenheit werde ich sie lesen und euch berichten.

    Kennt ihr das: ihr lest ein Buch, wollt eigentlich gar nicht, dass es endet und wollt doch gleichzeitig wissen, wie die Geschichte ein Ende findet?

    So ging es mir mit „Varia“ von Anika Ackermann. Ich habe das Buch zur Rezension bekommen und muss nun nach dem Lesen sagen, dass ich von ihrer Arbeit wirklich berührt wurde.

    „Varia“ ist nicht nur der Titel des Buches, sondern es handelt sich dabei um eine Stadt. In dieser Stadt leben Menschen und sogenannte Magique zusammen. Magique besitzen unterschiedliche Gaben, denn sie können einen Einfluss auf die Elemente nehmen und zudem auch die Magie benutzen. Die Menschen haben die Magique bisher unterdrückt, so sehen es jedenfalls die Begabten. Leider führt dies auch dazu, dass die Stadt in verschiedene Bezirke eingeteilt ist, in denen zum Teil nur Magique oder eben nur Menschen leben. Auch gibt es in Bezirken, wo beide Seiten leben immer wieder Unruhen.

    Und zwischen diesen Unruhen leben Dristan und Essylt. Er ist Mensch, sie ist Magique und mit ihnen erzählt uns Anika Ackermann die Geschichte von Tristan und Isolde. Die Oper habe ich schon gehört, aber konnte mich nicht mehr ganz an die Handlung erinnern, deshalb bin ich sehr gespannt an dieses Buch herangegangen. Die Idee ist wirklich toll und auch sehr gut ausgearbeitet. Man merkt, dass die Autorin hier sehr viel Herzblut in die Geschichte gelegt hat. Ihr Schreibstil gefiel mir sehr gut, man konnte vollkommen in der Geschichte versinken, sich in Varia einfach schon ein bisschen wie zu Hause fühlen. Klar, die Unruhen möchte ich nicht vor der Tür haben, aber durch die Beschreibungen, kam es mir doch sehr real vor.

    Auch hat es Anika Ackermann geschafft mich emotional abzuholen und ja, die hat mich emotional auch vernichtet. Ich habe schon lange nicht mehr so viel bei einem Buch geweint, wie hier, denn es gibt da so eine Stelle, wenn ihr das Buch lest, dann wisst ihr, welche ich meine, die hat sie so herzzerreißend beschrieben, dass mir die Brust immer enger wurde, die Tränen nur so gekullert sind und ich mich immer wieder gefragt habe: „warum tut sie das ihren Charakteren und den Lesern an?“

    Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung für dieses Buch, denn egal aus welcher Sicht die Autorin uns die Geschichte erzählt, ob nun aus der Sicht von Dristan oder Essylt, es war einfach überzeugend, war an keiner Stelle zu viel oder zu wenig und hat mich wirklich von vorn bis hinten in seinen Bann gezogen. Ein Highlight dieses Jahres für mich.

    „Irgendland“ - viele Farben in verwaschener Form auf einem Kolibri. Das ist der Blickfang des Covers.

    Und neben dem Titel machte eben auch dieses Cover neugierig. Dann geht es im Klappentext auch noch sehr märchenhaft zu und schon hat man mich. Und so habe ich mich auf die Reise begeben. Auf die Reise durch 94 Bilder, die märchenhaft, farbenfroh und sehr deutungsreich geschrieben wurden. Ich glaube jeder Leser kann etwas Anderes aus den einzelnen Bildern schließen und sich so ein Bild vom Irgendland machen.

    Wir lernen im ersten Abschnitt die wichtigsten Personen kennen, die selbst noch gar nicht wissen, dass sie sich miteinander und mit dem Leser auf eine Reise begeben. So haben wir ein Mädchen, einen Philosophen, einen sehr traurigen kleinen Mann und einen Specht, die wir auf ihrer Reise und zudem ihrer Entwicklung begleiten. Anfangs ist alles noch sehr allgemein, denn jeder könnte sich in einem der Charaktere wiederfinden oder vielleicht jemanden kennen, der solch ein Verhalten an den Tag legt. Und dann wird es genauer, denn wir blicken genauer hin, denn das Mädchen hat ein Ziel. Sie möchte ihre Mutter aus dem Schlaf zurückholen und das Mittel dafür findet sie wohl nur im Irgendland. So entsteht eine fantastische Welt, die alle vor schwierige Aufgaben stellt. Hin und wieder musste ich ein bisschen an „Alice im Wunderland“ denken und doch ist dieses Buch etwas ganz eigenes und Besonderes. Es gibt Bilder, die einen zum Nachdenken anregen. Dann wieder Bilder, die einem zum Schmunzeln bringen. Aber auch Bilder, die mich träumen ließen. Auch wurden Gefühle bei mir ausgelöst und ich habe mit den Figuren mitgefiebert. Manchmal habe ich die Bilder aber auch nicht verstanden und habe sie dann zum Glück einfach auf mich wirken lassen, denn so war es eine viel buntere Geschichte. Man sollte sie nicht zerlesen.

    Zudem gab es etwas sehr Tolles für mich. Als Opernfan fand ich die Einschübe und kleinen Andeutungen von Arien oder Liedern aus Musical und Oper sehr amüsant und meist auch passend, so dass ich einen kleinen Soundtrack im Ohr hatte. Das hat mir wirklich sehr gut gefallen.

    Auch war der Schreibstil etwas Besonderes. Eine sehr bildliche Sprache mit neuen Wörtern, die die märchenhafte und auch so irgendwie seltsame Situation nur noch deutlicher machte. Manchmal war die Autorin aber auch sehr grausam zu ihren Charakteren, denn sie hatten es wirklich nicht leicht mit dem Lernen und wurden oft an ihre Grenzen gebracht. Wie konnte sie nur?

    Dennoch war ich sehr traurig, als die 94 Bilder ein Ende hatten und die Geschichte wirkte noch etwas in meinem Kopf nach, denn ich wollte sie einfach zerdenken. Doch kann man das? Etwas aus dem Irgendland ganz genau verstehen?

    „So bitter die Rache“ von Eric Berg war die erste Geschichte, die ich von ihm gehört habe. Auch mit Vera Teltz, als Sprecherin, habe ich nun das erste Mal Kontakt gehabt und ich mochte es. Ja, nur mochte, denn es gibt Dinge die im Kopf bleiben und es mir nun doch etwas schwermachen.

    Wir befinden uns in Heiligendamm. Da ich erste vor etwa zwei Jahren selbst dort war, konnte ich mir vieles gut vorstellen und wusste, um welche Orte es ging. Die Wohnsiedlung Vineta wir hier in zwei Zeitstreifen beleuchtet. Zum einen im Jahr 2010 und dann 6 Jahre später. Ellen ist mit ihrem Sohn zurück nach Deutschland gekehrt und zieht in ein Haus, in welchem vor sechs Jahren ein schrecklicher Mord passiert ist und zwar an drei Personen. Die Leute sind etwas seltsam und so ist sie ganz froh, dass sich ihr Sohn mit dem behinderten jungen Mann Ruben, ganz gut versteht. Doch wird es mit der Zeit immer seltsamer und auch die Frage nach den Vorkommnissen in ihrem Haus, die nun sechs Jahre zurückliegen, interessieren sie.

    Und so erfahren wir, wer 2010 noch in Vineta gelebt hat, wie die Leute zueinanderstanden und wie Vineta noch im Glanz erstrahlte.

    Mir hat die Geschichte echt gut gefallen, auch Vera Teltz fand ich als Sprecherin zum einen ansprechend und zum anderen wirklich passend. Aber ich mache mir doch so meine Gedanken. Eigentlich bin ich ein Mensch, der voll dafür ist, dass wir Menschen mit Behinderung ganz normal behandeln sollten, aber irgendwie hatte ich mit dem Hörbuch dann doch an manchen Ecken und Enden so meine Bauchschmerzen, weil ich eben nicht weiß, wie andere darauf reagieren. Denn Ruben sagt zwar immer, dass er ein „lieber Junge“ ist, doch hat er schon so manche Idee, die vielleicht nicht jeder gut findet. Auch Ausländer werden thematisiert, aber definitiv nicht auf negative Art und Weise, aber dennoch hat Eric Berg hier wirklich eine Gradwanderung hingelegt. Was darf man, was darf man nicht?

    Die Charaktere haben eine wirklich gute Ausarbeitung. Jeder hat seine eigenen Macken und eben eine vollständige Persönlichkeit. Sie treffen hart aufeinander und so rutscht das Gefüge in Vineta immer wieder hin und her. Das hat mir sehr gut gefallen. Auch von der Art Dinge zu beschreiben, Leute handeln zu lassen und mit kleinen versteckten Hinweisen zu arbeiten, konnte Berg bei mir voll und ganz landen, denn ich wollte wissen, wer denn da damals was gemacht hatte und warum denn alles so undurchsichtig scheint. Vera Teltz hat das ganze sprachlich und stimmlich wirklich gut abgerundet, indem sie den Leuten eine eigene Weise zu reden gegeben hat. Gerade Ruben hat sie gut getroffen, hat mir hin und wieder einen tiefen Stich versetzt und noch heute habe ich im Alltag „lustig… das ist lustig“ von ihr im Kopf, was mir manchmal noch ein sehr ungutes Gefühl über den Rücken schickt.

    Stellt euch vor, ihr seid Fernsehjournalist oder –journalistin und normalerweise versucht ihr ungelöste Fälle aufzuklären und in eurer Sendung zu beleuchten. Und dann steht vor euch eine Frau, die nun nach 15 Jahren aus dem Gefängnis entlassen wurde und sie behauptet auch noch nach diesen 15 Jahren Haft, dass sie unschuldig ist. Aber die Beweislast war doch so erdrückend, dass sie verurteilt wurde, was soll man mit diesem Fall noch anstellen?

    So geht es Laurie Moran, als Casey Carter bei ihr auftaucht und sie um Hilfe bittet, denn Casey behauptet felsenfest, dass sie unschuldig ist, dass sie diese 15 Jahre abgesessen hat, obwohl sie den Mord an ihrem damaligen Verlobten gar nicht begangen hat. Doch niemand glaubt ihr und die Presse, gerade Onlinereporter machen sich wieder über sie her, so wie zu Zeiten der Gerichtsverhandlungen. Laurie sieht die Verzweiflung dieser Frau und ist so berührt, dass sie sich auf diesen Fall einlässt, denn was wäre es denn für eine Story, wenn Casey wirklich unschuldig wäre und in der Show nun aufgeklärt werden würde, welche Unrecht die Justiz begangen hat? Aber es soll nicht einfach sein für Casey und für Laurie, denn es spricht auch heute noch alles gegen Casey und da selbst ihre eigene Mutter nicht an die Unschuld ihrer Tochter glaubt und einfach nur will, dass die ganze Sache nun endlich ruhen soll, steht Casey allein auf weiter Flur. Nur wie will sie etwas beweisen, wenn sie doch angeblich zum Tatzeitpunkt unter Drogen stand und geschlafen hat? Es beginnen Befragungen und immer wieder wird klar, warum das Urteil gegen Casey gefallen ist, denn die Indizien sind klar. Es kann nur Casey gewesen sein oder vielleicht doch nicht?

    Mary Higgins Clark ist für mich eine der ganz großen Autorinnen. Ich mag ihre Romane sehr und habe mich wirklich gefreut, als ich dieses Hörbuch zur Rezension bekommen habe. Mit Michou Friesz musste ich mich erst etwas einfinden, aber das geht mir in Hörbüchern oft so, dass ich eine Weile brauche, bis ich mit der Erzählweise klarkomme und der Handlung aufmerksam folgen kann. Nachdem dies passiert ist, war ich sehr zufrieden mit der Auswahl der Sprecherin und hörte ihr gern dabei zu, wie sie mir die Untersuchungsfortschritte von Laurie erzählte. Ich muss gestehen, Casey kann einem leidtun, denn sie ist voll und ganz von ihrer Unschuld überzeugt und kann dennoch nichts vorweisen, was ihr helfen würde. Auch Laurie bekommt immer mehr Druck von ihrem Boss, denn die Presse schlachtet Caseys Leben immer mehr aus, stellt Kleinigkeiten ihres Tuns immer wieder in Frage und rückt sie deshalb in ein gesellschaftlich noch schlechteres Licht. Wie soll man aus der Nummer nur wieder rauskommen? Kann Laurie ihre Show mit einem Erfolg abschließen? Ist das die erste Sendung, die keine neuen Fakten ans Licht bringt, sondern einfach nur die alten Fakten wieder aufrollt und sie in Szene setzt? Es wird definitiv nicht langweilig, denn alle haben es auf Casey abgesehen und je verzweifelter sie wird, umso mehr ist man sogar noch davon überzeugt, dass sie ihren Verlobten wirklich umgebracht hat. Es gibt einfach nichts, was das Blatt wenden kann. Oder hört ihr vielleicht bei dieser Geschichte etwas heraus, was für ihre Unschuld sprechen könnte? Begebt euch mit Laurie auf die Suche nach Fakten!

    Neun Kurzgeschichten zum Nachdenken mit fantastischen und märchenhaften Elementen

    Können uns Regenlichter bei der Suche helfen?

    „Regenlichter“ ist eine Kurzgeschichtensammlung von C. Green. Von ihr habe ich in diesem Jahr bereits „Nebelfäden“ gelesen, auch dies war eine Kurzgeschichtensammlung. Bei „Nebelfäden“ handelte es sich noch um ein sehr weißes Cover, doch „Regenlichter“ ist eher in schwarz getaucht. Man sieht aber wunderschön die Regentropfen, so als hätte man im Nieselregen mit Blitz in den Himmel fotografiert. Ich mag solche Bilder ja. Und es passt halt einfach zum Titel.

    Die enthaltenen Kurzgeschichten sind sehr unterschiedlich und lassen einen doch immer etwas nachdenklich zurück. Manche Geschichte hat etwas Märchenhaftes, Fantastisches. Eine andere Geschichte enthält ScyFi-Elemente, führt uns in die Zukunft und alle halten uns etwas vor Augen. Sei es, dass das Leben endlich ist oder das man manchmal erst sieht, was man hat, wenn man es aufgibt. Immer wieder entwirft C. Green Geschichten, die einen nachdenklich stimmen sollen, so finde ich es gut, dass man nach jeder Geschichte Pause machen kann.

    Ich finde die Beschreibung auf dem Klappentext so passend:

    „Für morgens. Für abends. Für zwischendurch.“

    Denn man kann das Büchlein auch einfach in einem Rutsch lesen oder man teilt es sich ein, liest die Geschichte nochmal und legt diesmal vielleicht auf einen anderen Aspekt mehr Wert. Aber immer geht es irgendwie um die Suche nach etwas – nach sich selbst, nach Ruhe, nach Anerkennung – nur findet man diese auch, wenn man sich im Dunklen verläuft? Helfen einem da vielleicht die Regenlichter weiter? Findet es selbst heraus.

    Seit zwei Jahren schlägst du dich allein durch. Ein Virus hält alle in Aufruhr und da du eine Krankheit hast, kannst du nicht in die schützenden Bunker. So geht es vielen Menschen in dem Roman „Cat & Cole: Die letzte Generation“ von Emily Suvada.

    Die Technik ist in den Menschen verschmolzen. Ein Panel verändert sie, kann Schönheitsmakel beheben, kann Krankheiten heilen, aber was, wenn man sich nur billige und nicht standardisierte Software leisten kann, die einem am Leben erhält und man diese nun aufgeben soll?

    Catarina Agatta, kurz genannt Cat, ist die Tochter eines großen Programmierers und Forschers. Sie hat von ihm gelernt und soll sich versteckt halten, denn sollte sie in einen der Bunker gehen, der ihr Sicherheit vor dem Virus geben würde, dann müsste sie die für sie geschriebenen Apps aufgeben und könnte somit ums Leben kommen. Somit bleibt sich an der Oberfläche und schlägt sich allein durch. Die Seuche verändert die Menschen, nicht nur die infizierten und nimmt teilweise jedem die Menschlichkeit. Eines Tages muss Cat flüchten und sich verstecken, denn jemand sucht sie. So trifft sie auf Cole. Der junge Mann ist gefühlt eine Kampfmaschine, denn sein Körper ist gentechnisch so verändert, dass er dazu gedrungen ist Cat zu beschützen, egal was es für ihn bedeutet. Denn Cat ist scheinbar die einzige Person, die das Virus aufhalten kann. Sie soll den Impfstoff entschlüsseln und somit Milliarden von Menschen retten, doch was kostet dieser Akt sie selbst?

    Diese Geschichte ist für mich unglaublich gelungen. Die Seiten flogen nur so dahin. Man konnte gar nicht aufhören zu lesen, denn man wollte wissen, wie es weitergeht. Auch die technische Seite, die häufiger im Buch vorkommt, sollte nicht abschrecken, denn es wird so erklärt, dass es auch Leihen verstehen können. Ich bin fasziniert von der Idee der Autorin und zugleich auch von ihrem Können, denn ich war sehr in die Geschichte vertieft, habe mich teilweise in dieser grausamen Welt verloren und habe gehofft und gebangt, dass es ein gutes Ende nimmt. Immer wieder änderte sich die Handlung, so dass es keinen Moment langweilig wurde, denn immer wieder gab es neue Probleme zu beseitigen und neue Infos zu entschlüsseln. Die Geschichte ist grausam und zieht einen deshalb in den Bann.

    Auch die Buchgestaltung ist eine Einheit. Wer das Buch liest, versteht das Cover sehr gut. Deshalb war ich noch mehr begeistert. Wenn man über den Deckel des Buches streicht, hat man Erhöhungen und dann dieses Farbenspiel. Für mich ein wirklich gelungenes Buch mit allem Drum und Dran. Ich hoffe auf eine baldige Fortsetzung, denn die Geschichte hat mich so sehr in ihren Bann gezogen, dass ich es am Ende gar nicht zu Ende lesen wollte, da ich nicht wollte, dass es ein Ende gibt.

    Berührungen sind verboten. Auf den Gehwegen gibt es drei Spuren, wie auf einer Autobahn, damit die schnelleren Läufer überholen können, ohne dass man sich vielleicht berührt. Auch privat ist nicht viel mit Berührung, wenn man sich fortpflanzt, dann ist auch nur ein geringes Maß an Berührung erwünscht. Aber was macht man, wenn man Berührungen braucht? Wenn man anders ist, als die meisten Menschen und Berührungen braucht, damit man sich wohl fühlt, damit dieses Drängen in einem aufhört?

    Mit der Frage beschäftigt sich die Reihe von C. E. Bernard. In „Palace of Glass“ lernen wir Rea kennen. Sie ist etwas Besonderes und ist deshalb mit ihrem Bruder Liam aus Amerika geflüchtet und lebt nun seit einer Weile in London. Doch auch hier sind die Regelungen schwierig für sie, denn Berührungen sind verboten, denn die Leute haben Angst. Es gibt eine spezielle Gruppe von Menschen, die sogenannten Magdalenen. Sie können die Gedanken von Menschen über die Berührung wahrnehmen, manche können diese dann auch beeinflussen. Somit geht eine allgemeine Panik vor den Magdalenen um sich und deshalb darf man nur noch sehr verhüllt auf die Straßen gehen. Das Gesicht wird durch einen Marienkragen abgeschirmt, so dass man sich nicht zufällig berühren kann. Die Hände sind immer in Handschuhen versteckt und auch sonst ist lange Kleidung ein Muss. Man darf keine Haut zeigen und wenn man über die Straßen läuft, werden die Hände in einem Kummerbund auf den Rücken geschnallt.

    Dieses Leben stelle ich mir schrecklich vor und deshalb war ich sehr interessiert, wie die Autorin ihre Idee auslebt. Ich muss zugeben, ich war sehr angetan. Es gibt Bücher, die werden gehypt und irgendwie stellt sich dann alles bei mir dagegen, dieses Buch zu lesen, aber hier hat die Thematik halt doch mein Interesse geweckt und so gab ich dem Buch eine Chance. Und ja, nun besitze ich auch schon Teil zwei und bald kommt dann der dritte Teil, denn ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht. Der Schreibstil entführt einen, er holt einen ab und nimmt einen mit. Ich war teilweise nicht mehr vom Buch wegzubekommen, weil ich wissen wollte, wie es weitergeht. Es gab Stellen im Text, die für mich so schrecklich waren, dass ich einfach gar nicht so genau lesen wollte, denn es ist wirklich nicht einfach in so einer Welt. Und dann gab es schöne Momente, die einen wieder eingefangen haben, die einen hoffen lassen haben. Auch hat mich dieses Buch immer wieder überrascht, denn man macht sich ja so sein Bild von Charakteren, stellt seine Theorien auf und irgendwie lag ich halt voll daneben, da hat mich die Autorin also voll erwischt. Und genau deshalb war es so unglaublich spannend, dieser Geschichte zu folgen, man wurde abgeschreckt, wieder angezogen und wurde aufs Glatteis geführt. Es hat richtig Spaß gemacht der ganzen Geschichte zu folgen und hat Emotionen in mir ausgelöst. Es gab Momente, wo ich einfach nur ins Buch springen wollte und helfen wollte, wo ich einfach nur mal jemanden schütteln wollte oder wo ich jemanden einfach nur in den Arm nehmen wollte und sagen wollte: alles wird gut.

    Ich liebe solche Geschichten, die mich abholen und mir Emotionen entlocken, denn so bin ich voll und ganz im Buch und kann den Alltag um mich herum vergessen.

    Ich für meinen Teil bin sehr gespannt, wie es weitergeht und wer möchte denn nicht drei Bände in seinem Regal haben, die durch ein rotes Stück Siede verbunden sind?

    Dieser Roman ist schon ein historischer Roman, doch schwängter immer wieder von der heutigen Zeit in einen Zeitstrahl der 1930er.

    Ich musste den Satz jetzt eben dreimal lesen um zu verstehen was Du meintest.:shock: "...schwenkte er ..." Oder ? :wink:

    Ja, du hast Recht. Das tut mir leid. Keine Ahnung, wie ich das übersehen konnte. Ich würde das gern ändern. Hab nur keine Ahnung, ob das noch geht.

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