Beiträge von Yvonne80

    Ich lese meistens ein paar gute und ein paar (so es sie gibt) negative Rezensionen und lasse mich davon dann beeinflussen, ob ich einem Buch eine Chance gebe, oder ob ich es mir nicht kaufe. Meistens kann man anhand der Rezensionen ja schon ungefähr sagen, ob das Buch etwas für einen ist, oder nicht. Gerade die negativen Rezensionen finde ich immer sehr hilfreich, denn ich kann einschätzen, ob mich die angesprochenen Kritikpunkte uach stören würden oder eher nicht.


    Man kann aber natürlich durchaus auch daneben liegen. Mir haben schon Bücher gefallen, die sehr viele negative Rezensionen haben und mir haben Bücher nicht gefallen, die andere mega finden (ich sage nur Harry Potter - bei diesem Buch erschließt sich mir nicht, was andere daran toll finden.)


    Die Angst vor Spoilern, die andere haben, habe ich nicht, da man mich nicht spoilern kann. Mir kannst du das komplette Buch erzählen, wenn du mich überzeugen willst, dass ich es lesen soll. Packt mich deine Erzählung, dann lese ich es. Mir kann man sogar getrost den Mörder verraten, ich lese das Ende eh meistens zuerst und kenne ihn dann.

    Klappentext:

    Emilia führt eine Liste mit besonderen Träumen: Sie möchte Klavierspielen lernen oder einfach nur wissen, wie der Regen klingt. Alles große Herausforderungen, denn Emilia ist nahezu taub. Dass der Zufall sie ausgerechnet auf Nick treffen lässt, erscheint ihr wie ein schlechter Scherz. Schließlich zeigt der Junge mehr Interesse an Partys als an Musik. Doch vielleicht sind Nicks laute und Emilias stille Welt gar nicht so weit voneinander entfernt …

    Rezension:

    Wir erleben die Geschichte aus beiden Perspektiven, Emilias und auch Nicks und die beiden Parts werden von verschiedenen Sprechern gesprochen, so dass man immer sofort weiß, wenn man gerade begleitet. Mir hat das sehr gut gefallen, denn beide Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und auf diese Weise lässt Kira Gembri uns einen Blick in den Kopf jeder Figur werfen. Beide Sprecher machen ihre Sache extrem gut. Beide haben eine super Betonung und angenehme Stimmlage, so dass man ihnen zum einen gerne zuhört und zum anderen sofort in die Geschichte gezogen wird.


    Für mich persönlich hat das Buch eine extrem starke Botschaft: “Geh deinen Weg, verwirkliche deine Träume.”, aber auch, dass man seine Träume von Zeit zu Zeit überprüfen muss. Sind es wirklich die eigenen Träume, oder ist das, was man tut, das, was andere von einem erwarten?


    In wie weit die Schilderungen bezüglich Emilias Taubheit der Wirklichkeit entsprechen vermag ich zwar nicht zu beurteilen, aber mir schien alles, was sie tat und sagte ziemlich schlüssig. Ich konnte mich gut in sie hinein versetzen. Emilia ist ein ziemlich starker Charakter, die allen Widerständen zum Trotz ihren Weg geht. Dass sie sich so schnell mit Nick anfreundet fand ich zuerst ein bisschen merkwürdig, andererseits öffnet er ihr Tore in eine Welt, die ihr bisher eher verschlossen geblieben ist. Emilia ist eher auf Sicherheit bedacht, Nick stürmt einfach drauf los. Man merkt richtig, dass es Emilia gut tut, dass er an ihre Träume glaubt und sehr schnell bereit ist, diese mit ihr zu verwirklichen. Für Nick gibt es gefühlt kein Grenzen.


    So ganz stimmt dieser Eindruck aber dann doch auch wieder nicht, dass es für Nick keine Grenzen gibt. Vor allem nach Außen gibt er sich sehr sorglos und stark. Aber innen drin sieht es doch etwas anders aus. Nach und nach offenbart sich auch Nick Emilia und damit auch dem Leser und ich fand ihn immer sympathischer, je mehr ich von ihm und seinem bisherigen Leben erfuhr. Gerade Nick hat mit sehr stark mit den Erwartungen die von außen an ihn gestellt werden und mit dem Leben, dass er führen soll, zu kämpfen. An dieser Stelle merkt man eben doch, dass sowohl Emilia, als auch Nick noch sehr jung sind und stark von ihrem Umfeld geprägt werden. Genau diese Tatsache gibt der Autorin aber den nötigen Raum, um ihre Figuren eine stringente, gut nachvollziehbare Entwicklung durchmachen zu lassen.


    Die wichtigste Nebenfigur ist Flocke. Auch wenn er nicht besonders stark ausgearbeitet ist (wer andere Bücher von Kira Gembri gelesen hat, kennt Flocke bereits) und auch keine extrem große Rolle spielt, so ist er doch immer zur Stelle, wenn er gebraucht wird. Flocke erschien mir teilweise doch ein bisschen arg einfach gestrickt in seinem Denken und Handeln, aber irgendwie macht ihn das auch so liebenswert. Er bildet einen guten Kontrast zu den beiden doch eher tiefgründigeren und grüblerischen Figuren.


    Von mir gibt es für das Hörbuch von “Wovon du träumst” sehr gerne 5 Federn. Eine Geschichte, in der es eben genau darum geht, die eigenen Träume zu verwirklichen, auch wenn man nicht von seinem gesamten Umfeld Unterstützung erfährt. Letzten Endes braucht es vor allem Mut, um den eigenen Weg in Leben zu finden.


    Wie bisher immer beweist Kira Gembri auch mit diesem Buch, dass sie es einfach drauf hat, tiefgründige Geschichten mit Herz zu schreiben.

    Klappentext:
    Die Psychologin Susan Jeffers entwickelt in diesem Buch ein leicht umzusetzendes Programm, mit dem jeder seine Angst zulassen und Selbstvertrauen gewinnen kann.

    Angst ist etwas ganz Alltägliches. Wohl jeder kennt sie: als Angst vor beruflichen Anforderungen, vor dem Verlust des Partners, vor Entscheidungen, vor einer bestimmten Begegnung oder auch in Form von Nervosität. Zum Problem wird sie, wenn wir uns von ihr blockieren lassen, weil wir Angst vor der Angst haben.


    Susan Jeffers sieht die Wurzel für diese alltägliche Angst vor allem in mangelndem Selbstvertrauen. Sie zeigt, wie wir das Selbstbewusstsein steigern und zu mehr Offenheit, Vertrauen und Lebensfreude gelangen können.


    Meine Meinung:

    Sicher ist dieses Buch nicht für jeden das Richtige, aber für mich passte es wie die Faust aufs Auge, wie man so schön sagt. Ich habe mich in Vielem, über das die Autorin schreibt, wiedererkannt. Die Angst vor der Angst, die Angst, mit Situationen nicht fertig zu werden. Genau das ist es, was mich oft von Dingen abhält. Tja… das haben wir nun relativ schnell erkannt, aber was rät Susan Jeffers mir, dieses Problem anzugehen?


    Susan Jeffers gibt Tipps und Praxisbeispiele, wie man es schafft, seine Ängste anzugehen. Sie zeigt aber auch auf, dass es durchaus Auswirkungen aufs Umfeld haben kann, wenn man plötzlich nicht mehr so reagiert, wie es das Umfeld erwartet. Das ist der Preis dafür, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Dem einen oder anderen mag der Preis zu hoch erscheinen, aber letzten Endes werden die Menschen, die einen wirklich lieben, sich den Neuerungen anpassen und auf den Rest kann man dann wohl auch verzichten.


    Eine Aussage ist mir besonders im Gedächtnis geblieben:
    Ich habe nicht versagt, weil ich es nicht schaffe…
    Es ist eine Glanzleistung, weil ich es versucht habe.
    S. 122


    Das sollte man sich, ich mir, viel öfter sagen. Bestes Beispiel ist das LitCampHH. Ich fühlte mich von den fremden Menschen etwas überfordert, habe von den Bloggern, mit denen ich gerne reden wollte, nur mit einer Bloggerin gesprochen. Habe ich versagt? Ja, ich hatte nach dem LitCampHH durchaus das Gefühl. Dann, durch das Lesen dieses Buches habe ich mir überlegt, ob das wirklich so ist: NEIN! Ich war in Hamburg, obwohl ich schon davor Bammel hatte überhaupt dorthin zu gehen. Dann habe ich mich in einem Raum mit 130 Leuten vorgestellt (das hat mir große Angst gemacht) und ich habe eine Bloggerin neu kennengelernt. Ich habe es versucht, Einiges geschafft und Anderes nicht. Eine Glanzleistung!


    An der einen oder anderen Stelle macht es sich die Autorin aus meiner Sicht zu einfach. Geht es nach Susan Jeffers ist es für jeden recht einfach möglich, mit wenigen ausgesuchten Übungen, seine Ängste zu überwinden. So einfach ist es dann wohl für die Meisten von uns doch nicht. Aber sie gibt dem Leser viele interessante Denkansätze an die Hand, die durchaus einer näheren Betrachtung wert sind.


    Aus meiner Sicht macht einem das Buch vor allem klar, dass man die Situationen, die einem Angst machen, hinterfragen sollte. Was macht einem Angst und warum? Ist die Angst rational? Angst zu haben von einer Klippe zu springen, wenn man nicht weiß, was unter der Wasseroberfläche ist, ist durchaus lebensnotwendig. Angst vor alltäglichen Situationen zu haben, nicht zwangsläufig. Ist es die Angst zu versagen? Die Angst, dass man sich blamiert? Sollte dies wirklich passieren, welche Auswirkungen hat das auf mein Leben? Wäre die Auswirkung wirklich so dramatisch, wie man es sich in seinem Kopf vorstellt, oder bauscht die innere Angst nicht die Situation unnötig auf? Vielleicht geht Plan A schief, aber wäre Plan B so viel schlechter? Es gibt immer einen anderen Weg, den man gehen kann, wenn der erste Versucht scheitert.


    Von mir gibt es 4 Sterne für diesen Ratgeber, der viele Denkanstöße gibt. An sich arbeiten muss man leider selbst, egal, wieviele Ratgeber man liest.

    Und wieder haben die drei wunderbaren Autorinnen sich an eine neue Geschichte um die kleine Hummel Bommel gemacht. In diesem Band geht es um die Zeit. Bommel versucht zu ergründen, warum die Zeit manchmal schneller und manchmal langsamer vergeht.


    Wer von uns kennt das nicht? Manchmal, meistens wenn wir schöne Dinge tun, dann vergeht die Zeit rasend schnell und manchmal zieht sich die Zeit wie Kaugummi. Bommel wartet darauf, dass Omas Zug auf dem Bahnhof eintrifft und natürlich hat sie das Gefühl, dass die Zeit so gar nicht vorbei gehen will. Sie nutzt die Wartezeit, um andere Insekten nach ihren Erkenntnissen zum Thema “Zeit” zu befragen. Die Autorinnen schaffen es erneut fast schon tiefgründige Erkenntnisse, wie z. B., dass man die Zeit nicht festhalten kann, in diesem Kinderbuch kindgerecht zu verpacken.


    Die Texte sind nicht zu lang, so dass auch kleine Kinder gut zuhören können. Joelle Tourlonias hat die Geschichte mit ihrem unverwechselbaren Zeichenstil wieder unglaublich schön in Szene gesetzt. Passend zum Text gestaltet sie die Seiten sehr liebevoll. Wir besuchen mit Bommel Maria Marienkäfer oder Emil Einstein und jede Figur bekommt ihr unverwechselbares Äußeres. Die Bilder sind nicht überladen, so dass Kinder nicht überfordert werden.


    Zitat: “Solche schönen Momente wie jetzt bleiben für immer in unseren Herzen.” Ich wünsche uns allen, dass wir viel Zeit nutzen, um solche schönen Momente zu sammeln, die für immer in unseren Herzen aufbewahrt werden. Mich begeistert es immer wieder, das Britta Sabbag, Maite Kelly und Joelle Tourlonias Kinderbücher mit einer tollen Ausage schreiben, die Erwachsene und Kinder begeistern. Für mich wieder ein kleines Meisterwerk, dass hier entstanden ist.


    Für dieses Buch vergebe ich 5 Sterne.

    Klappentext:

    Der weltberühmte Künstler Drake Sullivan malt keine Frauen. Nie. Denn er weiß zu gut, wie zerstörerisch die Beziehung zwischen Maler und Muse sein kann. Als aber eines Tages Rosa Bouchard über die Klippen vor seinem Cottage in Montauk wandert, ist Drake so von ihr gefesselt, dass er sie unbedingt auf der Leinwand zum Leben erwecken muss.

    Reality-TV-Star Rosa Bouchard ist von den Nacktfotos, die soeben von ihr im Internet aufgetaucht sind, schockiert und entsetzt. Instinktiv flüchtet sie von ihrem Zuhause in Miami, um sich zu verstecken. Nach einer durchfahrenen Nacht landet sie in Montauk, New York, wo sie keine Seele kennt. Hier will sie sich verbergen, bis sie herausfindet, wie sie mit dem Feuersturm im Internet – und mit ihrer Mutter umgehen soll. Diese scheint nur zu erfreut, Rosas Glück für noch mehr Ruhm, mehr Fans und mehr Geld verkaufen zu können. Nie im Traum hätte Rosa erwartet, einen so sündhaft sexy Mann wie Drake Sullivan zu finden und sich in ihn zu verlieben.


    Drake hat noch nie etwas Ähnliches gefühlt, wenn er malte … und noch nie hat er solche Gefühle für eine Frau empfunden. Wenn sie sich küssen, schmilzt alles zu süßem, atemlosem Begehren. Kann er aber Rosa überzeugen, nach einem so verheerenden Verrat wieder zu vertrauen – und zu lieben?


    Meine Meinung:

    Die Geschichte wird abwechselnd aus Drakes und Rosas Perspektive erzählt, so dass wir in beide Figuren einen schönen Einblick bekommen. Gerade in Hinblick auf Rosa waren diese Einblicke in ihr Seelenleben großartig, denn als Leser wurde ich so noch tiefer in ihren Bann gezogen. Schwach und stark zugleich, verletzlich und doch macht sie, auch mit Drakes Hilfe, eine Entwicklung durch, die unheimlich mutig ist.Ich fand es gut, dass Drake sie zwar total unterstützt, in den richtigen Momenten aber dann doch Zurückhaltung bewahrt. Es gibt Dinge im Leben, die muss man alleine regeln, um sich selbst zu beweisen, dass man mehr Stärke besitzt, als andere einem zutrauen und, um nicht zu zerbrechen. Und dann gibt es aber andere Momente, in denen jemand anders für einen kämpfen, weil man es selber nicht kann. Drake beherrscht dieses “Spiel” extrem gut.


    Drake fand ich somit ganz wundervoll. Ein Mann, der mit beiden Beinen im Leben steht und eine starke Familie hinter sich hat. Ich mag Menschen, die keine Angst haben, für sich und die Menschen, die sie lieben einzutreten. Drake strahlt eine unheimliche Ruhe aus. Ihm ist egal, was andere Menschen von ihm denken, ohne dass ihn das arrogant oder selbstherrlich macht. Im Gegenteil, er ist äußerst liebevoll und beschützend. Ich konnte keinen Haken an seiner Figur finden. Traum!


    Die Gefühle der Beiden füreinander kamen bei mir total an. Dies liegt vor allem an dem wunderbaren Schreibstil von Bella Andre, der mich immer tiefer in die Geschichte hinein gezogen hat.Bella Andre schafft es, eine gute Mischung aus Romantik, Drama und Erotik zu schreiben. Dabei hätte ich mir allerdings gewünscht, dass der dramatische Teil, der in dem es um Bella und das, was sie erleben musste geht, noch tiefer ausgearbeitet worden wäre. Es geht alles ein bisschen zu glatt, was auch daran liegt, dass Drake aus einer einflussreichen Familie stammt. Ein bisschen mehr Hindernisse und vielleicht auch ein bisschen mehr Auseinandersetzung Bellas mit dem, was das alles mit ihr gemacht hat, wäre schön gewesen. Das eine solche Sache nicht spurlos an einem vorbei geht, das ist ziemlich klar.


    Was mich echt abgeschreckt hat, war SPIOLERALARM 😉 der Schnurrbart. *schüttel* Eine heiße Liebesszene, ich bin total hin und weg von den Gefühlen der Protagonisten füreinander und dann wird erwähnt, dass Drake einen Schnurrbart hat. Von Hundert auf Null in weniger als einer Sekunde. Geht für mich gar nicht. *lach* Wie gut, dass ich mir die Protagonisten eh immer so vorstelle, wie sie mir am besten gefallen, so dass Drake selbstverständlich das komplette weitere Buch über keinen Schnurrbart hatte. Er wird zum Glück auch nicht wieder erwähnt.


    Ein Zitat muss ich euch noch präsentieren, denn ich hatte Tränen in den Augen, so wahr:
    “Er wusste, dass Lieben nicht immer bedeutete, dass man die richtigen Entscheidungen traf.” (s. 224)

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    Ehrlicher Weise muss man auch sagen, dass die Bücher von Bella Andre sicher keine große Literatur mit extrem viel Tiefgang sind, sondern Romane fürs Herz zum wegschmöckern auf dem Sofa. Ganz genau mein Geschmack.


    Dieses Buch ist nicht der erste Band um die Sullivan-Familie, aber der erste Band um die Sullivans aus New York. Man kann dieses Buch gut lesen, ohne die anderen Bände gelesen zu haben. Ich werde jetzt aber mal vorne anfangen, denn mich hat das Buch vor allem auf die Geschichte von Smiths und Valentinas neugierig gemacht.


    Von mir gibt es 4 Sterne für den ersten Band der Sullivans aus New York.

    Meine Meinung:


    Ich bewundere Eva Mozes Kor nach der Lektüre dieses Buches zutiefst. Sie hat geschafft, was sicher nicht viele Menschen im Leben bei weitaus geringeren Dingen die ihnen angetan wurden, schaffen: Sie hat ihren Peinigern vergeben und dadurch selbst Vergebung gefunden. Das kostet sehr viel Kraft und ist extrem stark.


    Das Buch ist ab 12 Jahren empfohlen und die Autorin hat, in Zusammenarbeit mit ihrer Co-Autorin und dem Verlag, sehr viel Wert darauf gelegt, ihre Erlebnisse in altersgerechter Sprache zu erzählen. Sie schafft es, die Schrecken, denen sie und ihre Schwester Miriam ausgesetzt waren zu erzählen, ohne die jungen Leser, für die das Buch gedacht ist, zu überfordern.


    Der Schreibstil ist realativ emotionsarm, aber die Geschichte verliert dadurch nichts von ihrem Schrecken. Zwei 10jährige Kinder, auf sich allein gestellt, versuchen nach ihren Möglichkeiten im KZ Auschwitz-Birkenau zu überleben. Eine Aufgabe, vor die kein Mensch und schon gar kein Kind gestellt werden sollte. Immer wieder schaffen es die Mädchen, sich gegenseitig am Leben zu halten, wobei Eva definitiv die stärkere der beiden Schwestern ist. So wie ich sie und ihre Schwester Miriam auf den rund 200 Seiten kennengelernt habe, glaube ich nicht, dass Miriam es allein geschafft hätte.


    Für ein 10jähriges Mädchen ist Eva unglaublich klug und stark. Man kann sich kaum vorstellen, wie es in ihrem Inneren ausgesehen haben muss, als sie von einem Tag auf den anderen erwachsen werden und die Verantwortung für ihre Zwillingsschwester übernehmen musste. Die kleinen Mädchen durften nicht in einer behüteten Welt, sondern in einer Welt voller Gräultaten, in der jeder Tag auch durchaus der letzte Tag hätte sein können, aufwachsen. Dass die Mädchen daran nicht zerbrochen sind grenzt für mich fast an ein Wunder.


    Wenn man die Geschichte von Eva und Miriam liest, fragt man sich unwillkürlich immer wieder: Wie kann es sein, dass Menschen, die heute leben, die wissen, was damals passiert ist, auch wenn die Zeitzeugen langsam immer weniger werden, so etwas ernsthaft wieder wollen? Umso wichtiger ist es, dass die Zeitzeugen uns und unseren Nachfahren ihre Geschichten aufgeschrieben haben. Die Vergangenheit darf nicht in Vergessenheit geraten, aber leider hat man derzeit das Gefühl, dass sie es tut.


    Von mir bekommt dieses Buch 4 Sterne. Ich finde das Werk sehr wichtig gegen das Vergessen, meine aber, dass ich als Jugendliche eindrucksvollere Bücher zu diesem Thema gelesen habe. Ich nenne hier mal stellvertretend “Im Vorhof der Hölle” von Carlo Ross oder auch “Damals war es Friedrich” von Hans Peter Richter, deren Lektüre ich euch empfehlen möchte.

    Klappentext:

    Durch einen schweren Schicksalsschlag wird der Bodyguard Vince Hanson zu einem einsamen Wolf. Dies ändert sich, als er der faszinierenden Kelly Jones begegnet. In ihrer Nähe fühlt er sich zum ersten Mal seit Jahren wieder lebendig. Sie stellt seine Gefühlswelt komplett auf den Kopf, und obwohl er kaum etwas von ihr weiß, verliebt er sich unsterblich in sie. Doch Kelly ist nicht die Person, für die sie sich ausgibt. Viel zu lange verbirgt sie ihre wahre Identität vor Vince. Als ihre Vergangenheit sie plötzlich einholt, geraten die Menschen in ihrem Umfeld in tödliche Gefahr. Um Kelly zu retten, muss Vince den Kampf mit einem skrupellosen Gegner aufnehmen, der auch vor Mord nicht zurückschreckt.

    Meine Meinung:

    Endlich mal wieder ein Buch, welches mich von der ersten bis zur letzten Seite fesseln konnte. Spannung, Liebe, sympathische Protagonisten… was will man mehr?


    Kelly und Vince kannte ich bereits aus dem zweiten Band der Solid Rock-Reihe, den ich vor dem ersten Band gelesen hatte. Dies ist auch kein Problem, da beide Bände in sich abgeschlossen sind. Aber, bereits in Band 2 waren mir Kelly und Vince unheimlich sympathisch, so dass ich unbedingt erfahren wollte, wie ihre Geschichte sich entwickelt hat.


    Vince ist, wie soll es auch bei einem Liebesroman anders sein, der absolute Traummann. Sehr rücksichtsvoll geht er auf Kellys Zurückhaltung und ihre Gefühle ein. Er lässt ihr den nötigen Freiraum, um sich zu erholen und Vertrauen zu ihm aufzubauen. Dabei hat auch Vince es nicht leicht. Er hat ein extrem schweres Päckchen zu tragen, an dem er fast zerbrochen wäre. Aber nur fast, denn zum Glück gibt es seinen guten Freund und Boss Jason, der in Band 2 seine Geschichte erhält und der Vince aus dem Sumpf herausgeholt hat.


    Kelly hat Schlimmes erlebt und so ist es völlig nachvollziehbar, dass sie Schwierigkeiten hat, Jason und Vince ihr Vertrauen zu schenken. Sehr schnell fühlt sie sich dann aber doch zu dem ruhigen Mann hingezogen, der ihr Ruhe und Geborgenheit vermittelt. Dabei bleibt Kelly aber zu jeder Zeit authentisch. Ihre Geschichte hat mich so sehr gerührt, dass ich die ganze Zeit mit ihr auf das happy End hingefiebert habe, denn sie ist einfach so eine wundervolle Frau, dass man ihr nur das Beste wünscht. Mitgemacht hat sie genug in ihrem Leben.


    Die Geschichte ist abwechslungsreich, denn es geht sowohl um Liebe und Vertrauen, als auch um eine spannende Hintergrundstory, die für reichlich Aktion sorgt. Es geht um häusliche Gewalt und Unterdrückung. Wer mit dem Thema nicht klar kommt, für den ist das Buch sicher nichts. Ich finde aber, dass die Autorin sehr behutsam mit ihren Protagonisten umgegangen ist und die Botschaft des Buches ist, den Mut zu sammeln, sich Hilfe zu holen und so aus der mißbräuchlichen Beziehung zu entkommen. Der Schreibstil von Romina Gold ist flüssig und sehr bildhaft. Ich befand mich schnell im Sog der Geschichte und konnte mich nicht mehr daraus lösen. Das erotische Knistern zwischen den beiden Figuren kommt sehr gut beim Leser an. Ach hier nimmt sich die Autorin ausreichend Zeit, um die Geschichte in Ruhe bzw. in einem angemessenen Tempo zu entwickeln.


    Von mir bekommt der erste Band der Solid Rock Reihe 5 Sterne für eine berührende Geschichte in der die Autorin sehr behutsam mit ihren Protagonisten umgeht.

    Klappentext:


    Job weg, Freund weg, Wohnung weg. Jo Müller bleibt nichts anderes übrig, als mit Ende dreißig noch einmal zu ihren Eltern zu ziehen. Ein Inserat für ein Garten-Praktikum in Schottland kommt da gerade recht. Mit einer guten Portion Zuversicht im Gepäck fliegt Jo in die Highlands. Doch statt grüner Idylle findet sie dort vor allem harte Arbeit und einen hitzigen, wenn auch ziemlich gutaussehenden, Chefgärtner namens Duncan vor.


    Fatalerweise denkt Duncan, Jo hätte eine Gärtnerinnen-Ausbildung und treibt sie mit seinen Ansprüchen zur Weißglut. Jo, die eigentlich gelernte Köchin ist, versucht mit allen Mitteln, ihr Manko zu verheimlichen - was natürlich im Chaos endet. Zum Glück ist Duncans kleiner Sohn Nick deutlich verständnisvoller als sein Vater, der erst nach und nach merkt, dass Jo auch in seinem Herzen einiges durcheinander gebracht hat...


    Meine Meinung:
    Viel zu sagen gibt es hier eigentlich nicht. Die Geschichte plätschert mehr oder weniger vor sich hin, hört sich aber ganz gut, wenn man sich nicht besonders konzentrieren möchte. Als man schon denkt, dass es nun zu Ende sein müsste, kommt nochmal eine Wendung und eine Intrige. Gebraucht hätte es diese Wendung nicht mehr, aber es bedeutete nochmal einige Stunden Geschichte hintendran.


    Zwischendurch ging mir Jo ziemlich auf die Nerven. Sie lügt wo sie nur kann und das sowohl zu ihrem eigenen Vorteil, als auch um andere zu beschützen. Das macht es, aus meiner Sicht, aber nicht besser. Dabei ist sie streckenweise wirklich dämlich, überschätzt sich selber und ist dann aber total zickig Duncan gegenüber. Sie macht seine Blumen kaputt, weil sie vom gärtnern keine Ahnung hat, dies aber nicht zugibt und motzt ihn dann auch noch an. Hab ich nicht verstanden. Irgendwann muss eine erwachsene Frau dann doch einfach mal zugeben, dass sie die Annonce falsch gelesen und keine Ahnung vom gärtnern hat. Man kann doch nicht im Ernst so blöd sein und das Spielchen immer weiter spielen, vor allem, wenn dabei der Job von anderen Menschen auf dem Spiel steht.


    Duncan fand ich ein bisschen besser, als Jo. Er ist zu Anfang echt ein Miesepeter, aber er hat auch wirklich schon viel durchgemacht im Leben und vor allem, was seinen Sohn Nick betrifft ist er sehr liebevoll und fürsorglich. Duncan war die Figur, die mich durch die Geschichte getragen hat, denn ich wollte mehr von ihm und seiner Vergangenheit wissen. Ihm habe ich von der ersten Seite an gegönnt, dass er seine Liebe findet. Ob das nun gerade Jo hätte sein müssen, sei mal dahingestellt. Ich hätte mir für ihn eine bessere Partnerin gewünscht.


    Was mir außerdem aufgefallen ist, ist, dass scheinbar alle Personen bei dieser Autorin sofort heiraten müssen. Man kennt sich gerade mal 3 oder 4 Wochen? macht ja nichts… schwups… Heiratsantrag, Eheschließung. Eine Frau ist schwanger? Im einen Moment fragt der Vater des Kindes noch, ob sie noch mit jemand anderem im Bett war, im nächsten Moment schwups… Heiratsantrag und sie leben glücklich bis an ihr Lebensende.


    An einigen Stellen werden Wörter nicht so verwendet, wie es ihrer Bedeutung entspricht. Da ich das Hörbuch gehört habe, konnte ich mir die Stellen leider nicht markieren. An einer Stelle schaut auf jeden Fall der Sohn von Duncan diesem faszinierend zu, wie dieser einen Fisch ausnimmt. Nicht wirklich… gemeint war wahrscheinlich, dass er ihm fasziniert zuschaut. Und von diesen Stellen gibt es noch einige mehr. Schlechtes Lektorat?


    Aus meiner Sicht hätte dem Roman eine Straffung gut getan um mehr Schwung zu erhalten. Irgendwann hatte ich einfach nur noch das Gefühl, dass alles gesagt ist und es ums Füllen von Seiten ging.


    Die Sprecherin Hannah Baus war okay. Sie wird nicht zu meinen Lieblingssprecherinnen werden. Ich hatte teilweise das Gefühl, dass sie Buchstaben verschluckt. Man konnte ihr aber trotzdem gut zuhören.


    Alles in allem eine mega seichte Story mit teilweise sehr unsympathischen, naiven Protagonisten. Von mir gibt es 2 Sterne. Leider kann ich das Buch nicht empfehlen, außer ihr mögt wirklich sehr seichte Liebesromane, die gefühlt kein Ende nehmen.

    Klappentext:


    Unsere erfahrenen Autoren waren für die 2. überarbeitete Neuauflage wieder unterwegs: Sie sind viel gereist, haben gründlich recherchiert und alle bestehenden Artikel grundlegend überarbeitet und aktualisiert. Neben 48 neuen "Places" wurden auch etliche neue Bilder gefunden und ausgetauscht.

    Diese überarbeitete Neuauflage ist wiederum ein inspirierendes Potpourri aus Bekanntem und Überraschendem. Dabei sind Wahrzeichen wie der Kölner Dom und historisch bedeutsame Bauwerke wie die Gedenkstätte Berliner Mauer. Bekannte Events wie das Oktoberfest in München gehören ebenso dazu wie Hotels und Restaurants der Extraklasse. Neben den allseits bekannten Highlights finden sich touristische Kleinode wie die längste Hängeseilbrücke Deutschlands in Hunsrück oder eine unterirdische Floßfahrt im Salzbergwerk in Berchtesgaden.

    Der Drang, immer wieder Neues zu entdecken, ist so alt wie die Menschheit selbst. Doch ob eine Reise in Erinnerung bleibt, hat nichts mit der Anzahl der zurückgelegten Kilometer zu tun. Wer in die Ferne schweift, übersieht manchmal all das Sehenswerte direkt vor der eigenen Haustür. Sehenswertes findet sich häufig auch vor der eigenen Haustür. Das beweist dieses Buch, das Sie zu den 1000 schönsten und interessantesten Sehenswürdigkeiten in Deutschland, Österreich und der Schweiz mitnimmt und als ergiebige Inspirationsquelle für den nächsten Urlaub oder Kurztrip dient. Auf 1000 Seiten findet man viele Anregungen, Ziele und alle notwendigen Informationen für die Lebensliste zum Reisen.

    Die aktuelle Ausgabe präsentiert sich im modernen Gewand – im großzügigen farbigen Layout mit nur einem Reiseziel pro Seite, das jeweils von einem hochwertigen Farbfoto begleitet wird. Vielreisende und Liebhaber von Listen werden sich über die Checkliste am Ende des Buches freuen.

    Inspiriert wurde der Reiseführer von dem Weltbestseller 1000 Places To See Before You Die. Auf allen Kontinenten und in allen Ländern hat die bekannte US-amerikanische Reisejournalistin Patricia Schultz dafür nach bemerkenswerten Orten gesucht. »Das Leben wird nicht gemessen an der Zahl unserer Atemzüge, sondern an den Orten und Momenten, die uns den Atem rauben«, diesen Leitsatz hat sie ihrem Meisterwerk vorangestellt.


    Meine Meinung:

    Vor ein paar Tagen habe ich bereits die Gesamtausgabe rezensiert. Mir persönlich hat die Ausgabe für Deutschland, Österreich und die Schweiz besser gefallen. Das mag aber auch daran liegen, dass ich selbst nicht fliege und von daher eher im europäischen Raum aufhalte. Deutschland, als mein Heimatland, ist da natürlich prädestiniert für Urlaubsreisen. Es gibt ja auch hier so viel zu entdecken. Aber auch in Österreich war ich schon und die Schweiz interessiert mich.


    Mit diesem Buch habe ich nun wieder viele neue Impulse bekommen. Das Buch hat dafür gesorgt, dass ich am liebsten gleich los reisen möchte. Einige Orte habe ich natürlich auch schon besucht, aber ganz viele spannende Orte stehen noch auf der Liste.


    In dieser Ausgabe wird auf die Hotel- und Restaurantvorschläge verzichtet, dafür gibt es teilweise Infos zu den Eintrittspreisen, Öffnungszeiten und die Internetadressen der Sehenswürdigkeiten. Ich halte dies definitiv für die besseren und wichtigeren Informationen. Damit punktet das Buch also schon einmal.


    In diesem Band erhält jede Sehenswürdigkeit/ Landschaft/ Veranstaltung genau eine Seite. Nicht mehr und nicht weniger und auf jeder Seite wird die Neugierde noch durch ein Farbfoto verstärkt. Das gefällt mir ebenso besser, als in der Gesamtausgabe für die Welt, denn es macht das Buch übersichtlicher und durch die Fotos noch spannender.


    Sehr gut gefällt mir die Liste am Ende des Buches. Dort kann man abhaken, was man bereits gesehen hat. Ob ich es bis zum Lebensende schaffe, alle Orte abgehakt zu haben? Wir werden sehen…


    Über die aufgeführten Sehenswürdigkeiten kann man natürlich streiten (wenn man das denn möchte). Ob man nun in der heutigen Zeit noch einen Tierpark empfehlen muss, das sei mal dahingestellt. Ich finde nicht. Aber natürlich gehen noch viele Menschen in Tierparks und der empfohlene ist natürlich sehenswert, als einziger sich noch in Privatbesitz befindlicher Großzoo in Deutschland.


    Für Schleswig-Holstein haben die Autoren wirklich interessante Orte zusammengestellt. Das Freilichtmuseum Molfsee ist wirklich ein Ort, den man mal besucht haben sollte. Schloss Gottorf war als Kind ein magischer Anziehungspunkt. Ich war mehrmals, sowohl mit der Schule, als auch mit der Familie dort. Ich muss gestehen, dass mich als Kind am meisten die Moorleichen fasziniert haben, die damals noch im Keller untergebracht waren (ich glaube, heute sind sie nicht mehr im Keller) und deren Gruselfaktor mich als Kind gefesselt hat. Das auf Usedom empfohlene historisch-technische Museum interessiert mich definitiv und auch die Insel Mainau im Bodensee steht noch auf meiner “muss ich mal hin”-Liste.


    Auf 759 Seiten erhalten wir wunderbare Tipps für Deutschland, bevor es weiter nach Österreich geht. Ob Kaiservilla in Bad Ischl oder die Krimmler Wasserfälle, die Informationen und Fotos machen Lust aufs reisen. Weiter geht es ab S. 934 mit der Schweiz, die uns die Autoren eben so nahe bringen, wie Deutschland und Österreich.


    Aufgebaut ist der Führer alphabetisch nach Bundesländern, so dass man sich sehr schnell zurecht findet. Außerdem wird jeder der drei Teile mit einer Übersichtskarte über das jeweilige Land eingeleitet, so dass man sich schon grob einen Überblick verschaffen kann, was man wo findet.


    Was es nicht ist: es handelt sich nicht um einen Reiseführer, den man mit in den Urlaub nehmen kann. Dazu ist die Ausgabe ersten zu schwer und unhandlich und dafür sind die Informationen dann auch zu kurz. Es ist ein Buch, um zu stöbern, Plätze zu entdecken, die man mal besuchen möchte und sich dann in anderen Reiseführern oder über das Internet näher zu informieren.


    Von mir gibt es für die überarbeitete Ausgabe der “1000 Places to see before you die” in Deutschland, Österreich und der Schweiz 5 Sterne und eine Empfehlung. Ein wunderbares Buch, um sich Anregungen für Urlaubsreisen oder Wochenendtripps zu holen. Diesen Reiseführer werde ich definitiv noch sehr oft zur Hand nehmen und erstmal abhaken, was ich schon alles gesehen habe.

    Ashley fand ich irgendwie insgesamt zu naiv aufgebaut. Sie hat unglaublich viel im Kopf, bewirbt sich für ein Studium an einer renommierten Uni und sieht großartig aus. Ashley schwankt immer wieder zwischen sehr unsicherem Verhalten und einer wirklichen Stärke, die sie allen in ihrem Umfeld vermittelt. Sie war für mich dadurch schwer greifbar, da man sie nicht so richtig einschätzen konnte.


    Drew könnte mein Lieblings-Morrison werden. Er ist schon sehr sympathisch und es fällt schwer, sich seinem Charme zu entziehen. Der große Rockstar ist definitiv auf dem Boden geblieben und, dass er große Probleme hat, den Tod seiner Mutter zu verarbeiten bahnte sich schon im ersten Band an. Bella Andre scheut sich nicht, dieses Thema erneut aufzugreifen und auch sehr ansprechend auszuarbeiten.


    Das große Hindernis für die beiden, Ashleys Vater, dem Drew versprochen hat, Ashley zu beschützen, fand ich ein bisschen zu fadenscheinig. Zu Drews Charakter passt es zwar, dass er seine Versprechen hält, aber letzten Endes sind beide Protagonisten deutlich im Erwachsenenalter (Ashley ist 22 Jahre alt), so dass sie sich längst davon hätte freigestrampelt haben sollen, dass ihr Vater ihr vorgibt, mit wem sie sich einlassen darf. Das klärende Gespräch mit ihrem Vater wurde mir dann auch zu kurz abgehandelt. Wenn das der Knackpunkt der Geschichte ist, dann hätte es weiter ausgebaut werden müssen.


    Die Geschichte an sich ist sehr schön. Ich habe jede einzelne Seite genossen und konnte das Buch nicht aus der Hand legen. Wie auch beim ersten Band muss ich gestehen, dass Bella Andre mich süchtig nach den Morrisons macht. Bis auf Olivia, die älteste Schwester, finde ich sie alle unheimlich sympathisch und ich freue mich auf den dritten Band, in dem hoffentlich Justin seine Geschichte bekommen wird.


    Dafür, wie sehr Drew und Ashley umeinander herumschleichen war es mir im zweiten Teil des Buches dann ein bisschen zu viel Sex und Ashley war mir ein bisschen zu offen. Für mich machte Ashley da plötzlich eine Wandlung von allem, was sie ausmacht, durch, die nicht so richtig glaubwürdig aufgebaut wurde. Vom grauen Mäuschen zur Sexgöttin innerhalb von 24 Stunden… hm….


    Bella Andre hat einen Schreibstil zum wohlfühlen. Ich wurde erneut sofort in die Geschichte hinein gezogen und hatte keine Probleme, mich als Teil der Familie Morrison zu fühlen. Dennoch konnte mich die Autorin mit Drews und Ashleys Geschichte nicht ganz überzeugen.


    Von mir gibt es 3 Sterne für den zweiten Band um die Morrison Geschwister.

    Klappentext

    Margot Lewiston weiß, was sich gehört. Als Senatorentochter wurden ihr gute Manieren und Stil in die Wiege gelegt. Doch als ihr Exfreund auf einer Gala zu weit geht, löst sie einen Skandal aus. Margots Mutter hält es für das Beste, wenn ihre Tochter aus der Stadt verschwindet, bis Gras über die Sache gewachsen ist. Und so nimmt die junge Marketingexpertin den Auftrag an, der entlegenen Farm der Valentini-Brüder zum Erfolg zu verhelfen. Dort trifft sie auf den mürrischen, wenn auch unverschämt attraktiven, Jack Valentini. Schnell wird ihr klar, dass das Gespött der Detroiter High Society nichts gegen den Umgang mit diesem Cowboy ist …


    Meine Meinung:

    Ein ziemlich seichter Liebesroman, aus dem man, mit der Hintergrundgeschichte Jacks, deutlich mehr hätte machen können. Die Story bietet Potential für Tiefgang, das leider nicht ausgeschöpft wurde. Mich persönlich hat das nicht so sehr gestört, denn ich hatte sowieso eine eher seichte Liebesgeschichte erwartet und die habe ich auch bekommen.


    Jack schleppt ein riesengroßes Päckchen mit sich herum und benimmt sich leider nur all zu oft, wie der größte Arsch der Welt. Ich fand nicht, dass ihm dieses Verhalten gut zu Gesicht stand, denn vor allem im Umgang mit seinem kleinen Neffen merkte man, dass er ein riesengroßes Herz hat. Nach und nach werden die Hintergründe seiner Vergangenheit aufgedeckt und der Leser bekommt einen Eindruck davon, warum er sich so blöd verhält. Es passte schon recht stimmig zusammen, allerdings fing er irgendwann an, mir auf die Nerven zu gehen.


    Margot ist da durchaus ein anderes Kaliber. Sie ist sehr behütet aufgewachsen und muss nun aus der Stadt verschwinden da sie sich nicht standesgemäß verhalten hat. Anstatt zu resignieren und das einfach so hinzunehmen, beschließt sie, dass sie durchaus noch einige Dinge tun kann, die nicht standesgemäß sind. Ich fand die Entwicklung von der angepassten Großstädterin hin zu einer selbstbestimmten Frau sehr ansprechend und nachvollziehbar. Sehr gut fand ich, dass sie sich nicht um 180 Grad gedreht hat. Auch wenn sie sich auf der Farm wohl fühlt und sich nicht zu schade ist, sich die Hände schmutzig zu machen, so liebt sie auch weiterhin den Luxus. Ihre Figur fand ich sehr stimmig angelegt und ihre Entwicklung Klasse.


    Die Geschichte ist recht typisch für einen Liebesroman. Sie spüren eine magische Anziehung, sie schlafen miteinander, es ist selbstverständlich großartig (wieso ist das in Liebesromanen eigentlich immer so?). Aber sie kommen natürlich nicht zusammen, den so einfach kann es die Autorin ihren Protagonisten natürlich nicht machen, sonst hätten wir ja keine Geschichte. Ich muss sagen, dass sich die Story wirklich sehr gut lesen lässt und mich in ihren Bann gezogen hat. Man fühlt sich einfach wohl auf der Farm und in der Geschichte.


    Ich habe nichts groß zu meckern, aber die Geschichte bietet halt auch nicht unbedingt etwas Besonderes. Ich glaube, dass es durchaus hätten 5 Sterne werden können, wenn die Autorin Jakcs Potential aufgegriffen und sein Trauma besser bearbeitet hätte.


    Von mir gibt es gerne 3 Sterne für ein Buch, das ich empfehlen kann, wenn man einfach mal einen seichten Liebesroman zum wegschmöckern braucht.

    Klappentext:

    Als Urlaubsvertretung des Sandmanns erleben Traumwichtel Kalle Körnchen und sein Freund Flick die tollsten Abenteuer! Sie zähmen übermütige Schäfchen, bringen einem Sternschnuppen-Mädchen das Fliegen bei und finden verschwundene Traumblasen wieder. Mit jeder Menge funkelndem Schlafsand im Gepäck nehmen es die Freunde selbst mit der größten Schnarchnase auf …

    Meine Meinung:

    Das Sandmännchen sucht eine Urlaubsvertretung und Kalle will die Aufgabe eigentlich gar nicht übernehmen. Da hat er die Rechnung aber ohne seinen Freund Flick gemacht. Natürlich lässt Flick Kalle aber nicht hängen, sondern unterstützt ihn tatkräftig als Sandmann.


    Die zehn Geschichten sind relativ kurz, haben allerdings viel mehr Text als Bilder. Zum einschlafen gar nicht so schlecht, weil die Kinder nicht so sehr von den Bildern abgelenkt und eher wieder aufgeweckt werden. Jede Geschichte hat ziemlich genau zehn Seiten.


    Auf der erste Seite sind alle Geschichten mit Titel und einem passenden Bid aufgeführt. Überschrieben ist alles mit “Wünsch dir eine Geschichte!”, so dass man hier das Kind schon mit auswählen lassen kann, welche Geschichte es hören möchte.


    Die Geschichten sind alle in sich abgeschlossen, so dass man sie völlig losgelöst von der Reihenfolge erzählen kann.


    Kalle Körnchen, der erst gar nicht Sandmann sein will, scheint wirklich Spaß an der Aufgabe zu finden und schafft es ganz toll, die Probleme, die an ihn herangetragen werden, zu lösen. Dabei scheut er sich nicht, auch unkonventionelle Methoden anzuwenden, wie z. B. Schäfchen Nr. 4 in ein rosa Tutu zu stecken, weil es gerne mehr Aufmerksamkeit haben möchte, als es als Nr. 4 in einer Reihe langer, gleich aussehender Schafe erhält.


    Flick, der lustige Frechdachs, ist ein wunderbarer Freund. Er nimmt das Leben nicht allzu ernst, macht zu allem seine kleinen Späße und ich glaube, dass die Kinder sich gut mit ihm identifizieren können. Er findet die Dinge lustig, die auch kleine Kinder lustig finden. Flick ist von seinem ganzen Verhalten her einem Kleinkind sehr ähnlich. Ich denke, dass die Kinder ihn fast noch ein bisschen mehr lieben werden, als Kalle Körnchen.


    Besonders gut hat mir die Geschichte “Der Traumdieb” gefallen, denn es geht hier darum, dass man den anderen nicht verurteilen soll, sondern ihm erstmal richtig zuhören, bevor man ein Urteil fällt. Traumwichtel Pitz verdächtigt den Stollenwichtel Kork, seine Traumblasen gestohlen zu haben. Natürlich löst sich am Ende alles auf.


    Das Cover ist auch extrem süß, denn der Sand ist aus goldenem Glitzer gefertigt. Das Cover funkelt dadurch total schön und am liebsten möchte man immer wieder darüber streichen.


    Von mir gibt es gerne 5 Sterne für ein wunderbar illustriertes Kinderbuch mit schönen Vorlesegeschichten. Kalle Körnchen ist ein echter Held. Er übernimmt die Aufgabe des Sandmannes, setzt sich dafür ein, diese gut auszuführen und stellt fest, dass es trotz dessen, dass es anstrengend ist, auch Spaß macht. Und er will kein Lob oder keine Belohung dafür. Ein sehr angenehmer Zeitgenosse, der kleine Kalle.

    Hm… ob Sylt nun wirklich zu den 1000 Orten gehört, den man unbedingt gesehen haben muss, bevor man stirbt. Ich weiß es nicht, ich bezweifle es eher… Das ist aber ja auch definitiv Geschmackssache. Auf jeden Fall findet in diesem Buch sicher jeder etwas, was er unbedingt nochmal sehen möchte. Gut gefallen hat mir die Unterteilung nach Kontinenten und auch dort nochmal nach Regionen, so dass man sich sehr schnell zu Recht findet und einen guten Überblick erhält. Ich habe mir als Urlaubsregion einfach mal Schottland heraus gegriffen, denn dort möchte ich nochmal hin und Norwegen, denn das Land liebe und kenne ich ganz gut.


    Für Schottland werden 12 Plätze bzw. Ereignisse aufgeführt, die man gesehen haben sollte. Jede Empfehlung gliedert sich in eine Beschreibung, eine Angabe, wo der Ort ungefähr liegt, einer Hotelempfehlung und einer Empfehlung für die beste Reisezeit. Die Beschreibungen haben mir Lust gemacht, das Land wirklich bald einmal zu besuchen. Natürlich ist dieses Buch kein Reiseführer im üblichen Sinne. Um weiter zu planen braucht man dann doch einen traditionellen Reiseführer, aber dieses Buch ist bestens geeignet, um Anregungen für Ausflüge oder Reiseziele zu finden.


    Norwegen wartet mit 9 Plätzen auf, die man besuchen sollte. Ich kann mich da durchaus anschließen. Erwähnt werden auch die norwegische Küste und das Nordkapp, welches ich selber bereits zweimal mit der Hurtigute (die auch erwähnt wird) und einmal per Auto bereist habe.


    Was mich mit jeder Seite mehr gestört hat war, dass die Hotel- und Restaurantempfehlungen alle im sehr hochpreisigen Bereich sind. Ich weiß ja nicht, was die Autorin so verdient, aber für den normalen Reisenden ist es doch eher die Ausnahme, in diesen Rahmen zu reisen. Ich meine, ganz ehrlich, wenn für eine Stadt wie Lübeck nur eine Hotelempfehlung ausgesprochen wird und diese bei 140 Euro die Nacht liegt… dann ist das, aus meiner Sicht, nicht gerade eine Empfehlung für den normalen Reisenden.


    Außerdem hätte das eine oder andere Foto mehr dem Buch auch sehr gut getan. Ich persönlich bin da doch eher der visuelle Typ, wenn es um die Planung meiner Reisen geht.


    Gut gefallen hingegen hat mir das sehr übersichtlich gestaltete Register, in dem man sich gut zurecht findet. Was ich mir gewünscht hätte wäre auch hier eine Unterteilung nach Ländern, damit man sich noch etwas schneller einen Überblick verschaffen kann.


    Von mir bekommt 1000 Places to see before you die 4 Sterne. Ein schönes Übersichtswerk, welches aber zum mitnehmen auf die Reise einfach zu umfangreich und schwer ist. Aber man kann zu Hause darin stöbern. Der interessierte Reisende erhält viele spannnde Informationen und kann so auf jeden Fall neue Reiseziele entdecken.


    Noch besser als das Gesamtwerk für die Welt hat mir die Ausgabe “Deutschland – Österreich – Schweiz” gefallen.

    Klappentext:

    Während eines Aufenthalts in Bonn lernt der erfolgreiche amerikanische Unternehmer Jason Wingate die aparte Juristin Melanie Barenfeld kennen. Aus der gegenseitigen Sympathie entwickelt sich rasch Zuneigung. Jason, der in einem Elternhaus aufgewachsen ist, in dem nur Geld und Einfluss zählten, ist fasziniert davon, wie liebevoll Melanie, ihre Eltern und Geschwister miteinander umgehen. Heftige Sehnsucht nach einer solchen Familie erwacht in ihm, doch zwischen Melanie und ihm liegen 9000 Kilometer und zwei Lebensplanungen, die absolut nicht zusammenpassen. Erst ein erschütterndes Ereignis öffnet beiden die Augen für die wirklich wichtigen Dinge im Leben.


    Meine Meinung:

    Ich wollte eigentlich nur kurz in das Buch reinlesen und schwups waren 120 Seiten einfach so an mir vorbei geflogen. Das spricht auf jeden Fall für einen sehr einnehmen den Schreibstil und interessante Protagonisten.


    Melanie hat mir sehr gefallen, denn in diesem Buch finden wir endlich mal eine studierte Frau, die richtig was im Kopf hat und, außer ihrem Chef gegenüber, auch nicht auf den Mund gefallen ist. Sie ist selbstbewusst und strahlt das auch aus, findet aber auch in schwierigen Situationen den richtigen Ton.Sie hat das Herz am rechten Fleck und durchblickt schwierige Situationen, vor allem die in Jasons Familie schnell, um dann ohne großes Aufhebens zu vermitteln. Eine ganz wunderbare Frau, die allerdings eigentlich auch gar nicht anders als wunderbar geraten konnte, denn hinter ihr steht eine großartige Familie. Die Nebenfiguren, wie Melanies Eltern oder ihre Geschwister habe ich ebenso sofort ins Herz geschlossen. Hier kann man wirklich sagen, dass der Apfel nicht weit vom Stamm fällt. Man spürt, auch durch den sehr emotionalen Schreibstil von Romina Gold, dass in dieser Familie sehr viel Liebe vorhanden ist.


    Jason ist ein erfolgreicher Geschäftsmann und schleppt doch so einige Probleme mit sich herum. An ihm merkt man mal wieder sehr gut, dass Arbeit und Geld nicht alles sind. Der Mensch ist eben doch ein soziales Wesen und ohne Freunde und Familie ist man doch ein bisschen verloren in den Wirrungen der Welt. Nun kann man nicht sagen, dass Jason keine Freunde hätte. Mit Vince steht ihm ein großartiger Freund zur Seite und mit dessen Frau Kelly ein ebenso wunderbarer Mensch. Jasons Familie hingegen ist leider sehr schwierig. Jason macht in diesem Buch durchaus eine Entwicklung durch, die sich dem Leser nachvollziehbar präsentiert.


    Die Geschichte entwickelt sich stetig vorwärts, ohne zu schnell voran zu schreiten. Melanie und Jason gehen alles sehr langsam an, was mir gut gefallen hat. Er lässt ihr den nötigen Raum, um Vertrauen zu ihm zu gewinnen und sie drängt ihn ebenfalls nicht, seine Arbeit zu vernachlässigen. Eine Beziehung auf Augenhöhe. Jeder von ihnen bringt seine Eigenarten in die Beziehung ein und punktet mit Wärme und Herzlichkeit. Was mir ein bisschen gefehlt hat, sind echte Probleme, die den Protagonisten in den Weg gelegt werden. Für meinen Geschmack hätte es da durchaus noch ein bisschen heftiger zur Sache gehen dürfen, denn dann ist das Happy End umso schöner. Das ist allerdings Kritik auf hohem Niveau, denn man macht mit dieser wunderbaren Liebesgeschichte nichts falsch. Die Geschichte und der Schreibstil zogen mich stetig vorwärts, so dass ich das Buch leider schon nach 2 Tagen gelesen hatte.


    Es handelt sich übrigens um den zweiten Band einer Reihe, aber man kann diesen Band auch sehr gut ohne den ersten Teil lesen. Der erste Band dreht sich um Vince und Kelly und nach dem, was ich in diesem Band erfahren habe, dürfte ihre Geschichte sehr aufregend sein.


    Von mir gibt es 4 Sterne für einen schönen Sommerroman, der ans Herz geht, aber den Protagonisten gerne etwas mehr Probleme hätte in den Weg werfen dürfen. Ich kann euch das Buch empfehlen.

    Hach Mensch, wieder eine so schöne Geschichte aus der Feder von Jennifer Wolf. Ich habe die knapp 200 Seiten wirklich genossen.


    Fabian ist unheimlich sympathisch. Seine Gedanken, seine Ängste und auch seine Gefühle konnte ich gut nachvollziehen. Ich fand es sehr stark, dass er darauf besteht, seine Unabhängigkeit zu bewahren. Es passt zu seinem Charakter, sich jetzt nicht Hals über Kopf in eine Beziehung zu Shane zu stürzen und einfach alles hinter sich zu lassen.


    Shane hat mir auch sehr gefallen. Ein familienverbundener junger Mann, der von seiner Familie vorbehaltlose Unterstützung erfährt. Solch eine Familie kann man sich nur wünschen. Er ist witzig, manchmal fast ein bisschen albern, aber wenn es darauf ankommt kann er auch sehr ernst sein. Er ist mitfühlend und wenn er selbst nicht mehr weiter weiß, dann kommt seine Ma ins Spiel. Denn, wer hat für uns immer die besten Ratschläge, wer weiß immer, wie es einen Ausweg aus einer ausweglosen Situation gibt? Richtig! Mama ;-) Ich kann das nachfühlen.


    Die Geschichte an sich war schnell erzählt und hatte nicht so sehr viele Höhen und Tiefen. Ich hätte mir gewünscht, dass den Protagonisten ein paar mehr Steine in den Weg geworfen worden wären. Es lief alles sehr glatt, sehr schnörkellos ab. Der Schreibstil von Jennifer Wolf ist bildhaft und emotional. Als Fabian und Shane bei Shanes Mutter in der Küche sitzen sind mir tatsächlich die Tränen gelaufen. Mein Herz brach für Fabian.


    Jennifer Wolf lässt sowohl Shane, als auch Fabian die Geschichte aus ihrer Sicht erzählen, so dass wir immer sehr nah an beiden Charakteren dran sind. Das Schöne daran ist, dass man auch mitbekommt, wie Missverständnisse entstehen. Dem einen gehen gerade noch diese Gedanken durch den Kopf, die er aber nicht ausspricht, der andere interpretiert etwas ganz anderes in die unausgesprochenen Worte hinein. Wer kennt das nicht?


    Von mir gibt es 4 Sterne für den 3. Band der No-Return-Reihe, der sich sehr gut lesen lässt, mit durchgehend sympathischen Figuren arbeitet und mit einem fiesen Cliffhanger endet.

    Ich hatte ehrlich gesagt zunächst ein paar Probleme, mich wieder in die Geschichte hinein zu finden, da ich Thorns Gefühle für Lucien nicht nachvollziehen konnte. Für mich hatte ihre Liebe für ihn ein bisschen was vom Stockholm-Syndrom und ich hätte mir ehrlich gesagt am Anfang des Buches gewünscht, dass sie sich von ihm lossagt. Nach und nach, je gemeiner die abtrünnigen Silberschwingen zu ihm wurden, umso mehr konnte ich Thorns Gefühle wieder nachvollziehen. Ja, ich gestehe, ab ungefähr Seite 120 war ich wieder Team Lucien.


    Thorn ist nach wie vor eine interessante Protagonistin. Sie hat keine Angst für sich und auch für Lucien einzustehen. Thorn nimmt auch gegenüber ihrem Vater und den Silberschwingen kein Blatt vor den Mund. Sie nimmt nicht einfach alles hin, was man ihr sagt, obwohl sie noch sehr neu in ihrer Rolle als geflügeltes Halbwesen ist. Fand ich mega Klasse, vor allem, als man merkte, dass Aric das echt nervt. *yeah* Ich habe sie dafür bewundert, wie sie ihre Gedanken bezüglich des Hasses und des Kampfes der Silberschwingen gegeneinander auf den Punkt bringt, obwohl sie noch neu an der Tafelrunde ist.


    Riley ist gebrochen, anders kann man es nicht sagen. Er wirkte auf mich zögerlich, verletzlich und irgendwie nicht mehr wie der spannende junge Mann, der er zunächst in Band 1 war. Ich mochte ihn, je länger die Geschichte voran schritt, zunächst immer weniger. Er ist zeitweise unglaublich hasserfüllt. Wie meint er, dass er mit einem solchen Verhalten Thorns Herz gewinnen kann? Dann jedoch macht er nochmal wieder eine Veränderung durch und er wird wieder zu dem, der er am Anfang der Geschichte war. Nun ja… nicht ganz, aber doch im Herzen.


    Lucien hat mir sehr gut gefallen. Er ist unglaublich stark und steht, ebenso wie Thorn, für sich selbst ein. Schon aus dem Grunde passen die Beiden in meinen Augen sehr gut zusammen. Sie sind starke Charaktere, bei denen es auch mal knallt, ohne dass einer der beiden zurückweicht.


    Die Dynamik zwischen Thorn und Lucien hat mir gefallen. Immer wieder dieses aufeinander zugehen, die Anziehung, die beide spüren, aber auch immer wieder die Angst vor Verrat auf Seiten Thorns und das Zögern. Ich finde, dass Emily Bold den Zwiespalt, in dem sich Thorn befindet, sehr gut dargestellt hat.


    Kane, Luciens Vater und Oberhaupt der Silberschwingen, ist eine sehr spannende Figur. Sein Hass, seine Unzufriedenheit gegenüber alles und jedem war direkt greifbar. Was für Vorstellungen der Mann hat ist einfach unglaublich. Er kennt keine Freunde, keine Familie. Wer nicht spurt ist es auch nicht wert zu leben. Grauenvoll der Mann, aber er bringt eben auch die nötige Würze in die Geschichte.


    Nyx tat mir zwischendurch fast ein bisschen leid, aber letzten Endes ist sie eine intrigante Persönlichkeit, die für die Beziehung zu Lucien über Leichen gehen würde. Am liebsten natürlich über Thorns Leiche. Mögen kann man Nyx nicht, Verständnis für die aufzubringen war mir an der einen oder anderen Stelle möglich, da man erfährt, wie der Clan der Silbeschwingen funktioniert und was die Beziehung zu Lucien für sie bedeuten würde.


    Die Geschichte ist wieder sehr spannend erzählt und Emily Bolds Schreibstil gewohnt bildhaft. Ich konnte mir Thorn, wie sie mit ihren orange-roten Schwingen durch die Nacht gleitet richtig gut vorstellen. Nach und nach offenbaren sich die Hintergründe, die zu dem Konflikt zwischen den Silberschwingen geführt haben. Es zeigt sich, dass die Silberschwingen, angeführt von den Oberen und Kane, vor nichts zurückschrecken um ihre Denkweise durchzusetzen. Aric und seine Gefolgsleute sind da sehr viel deeskalierender aufgestellt.


    Gerne gebe ich 5 Federn und eine Leseempfehlung für die Dilogie, die uns in die Welt der Silberschwingen und in die Welt von König Artus entführt.

    Hm… kennt ihr das? Ihr mögt ein Buch und kommt trotzdem nicht vorwärts? Irgendwie erging es mir mit Emily Bones so. Ich fürchte, dass es ein bisschen an der derzeitigen Hitze lag, bei der ich irgendwie keine Lust zu gar nichts hatte. Nichtmal lesen geht gerade richtig. Aber, ich habe es geschafft, Emily Bones – Die Stadt der Geister zu beenden.


    Emily hat mir auf jeden Fall gefallen. Sie ist gerade mal 13 Jahre alt und … ein Geist… nicht schön! Emily ist auch nicht gewillt, das einfach so hinzunehmen. Sie ist aufsässig, frech und hat trotzdem das Herz am rechten Fleck. Die Autorin schafft es, ein 13jähriges Mädchen so darzustellen, dass man nicht die ganze Zeit das gefühl hat, eine Erwachsene vor sich zu haben. Sie agiert altersentsprechend, was mir sehr gefallen hat.


    Ich hatte bisher noch kein Buch von Gesa Schwartz gelesen, so dass ich nicht wusste, was mich erwarten würde. Ich bekam eine runde, spannende Geschichte, die damit besticht, dass sie sowohl gruselig und spannend, als auch witzig und ein bisschen kurios ist. Der Schreibstil der Autorin ist überwiegend einfach, einem Buch für Kinder und Jugendliche angemessen. Ab und an benutzt sie aber auch Fremdworte, bei denen ich mir nicht ganz sicher war, ob die jungen Leser diese bereits kennen. Gut, die Worte zu verstehen war für die Geschichte nicht entscheidend, so dass ich darüber hinweg sehen kann.


    Teilweise fand ich die Geschichte sehr berührend. Emily wird nämlich gezwungen, sich einer Gruppentherapie anzuschließen, um ihr neues “Leben” als Geist zu akzeptieren. Dabei ging mir das Buch ganz schön tief unter die Haut. Neben der berührenden Geschichte hat Gesa Schwartz aber noch eine andere Botschaft für die Leser mit im Gepäck: Lass dich nicht unterkriegen. Bleib dir selber treu und gib nicht auf. Neben den tiefgründigen Tönen bekommen wir aber auch eine spannende Abenteuer-Fantasy-Geschichte, die die jungen Leser sicher begeistern wird. Gesa Schwartz schafft es, eine gruselige Spannung zu erzeugen, ohne den Leser (das Buch ist ab 10 Jahren) zu überfordern.


    Auch die Nebencharaktere, wie Cosimo, der Irrwicht, oder Balthasar, der Vampir, sind wunderbar ausgearbeitet. Jede Figur bekommt ihre Stärken und Schwächen und man merkt der Geschichte an, dass die Autorin jede ihrer Figuren zu etwas Besonderem machen möchte. Nicht alleCharaktere auf dem Friedhof sind Emily wohlgesonnen, aber sie findet gute Freunde und kann ihre Pläne mit Mut, Stärke und Unterstützung umsetzen.


    Wenn ihr Lust habt, mit Emily und ihren neuen Freunden und Feinden eine Nacht oder auch mehr auf einem Friedhof in Paris zu verbringen, dann seid ihr hier richtig. 5 Sterne von mir für ein wunderbares Kinder-/ Jugendbuch.